Wo die Container stehen, soll nun die Oper zwischengelagert werden. Fotos: Joachim E. Röttgers

Wo die Container stehen, soll nun die Oper zwischengelagert werden. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 449
Debatte

Ganz große Oper

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 06.11.2019
Es ist notwendig, dass die öffentliche Hand Steuergelder bereitstellt, um das Große Haus technisch endlich auf den neuesten Stand zu bringen, meint unsere Autorin. Und um einen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, der Tradition und Renommee entspricht. Nur leider hat die Summe neun Nullen.

In der Stadt des Tiefbahnhof-Debakels wollen die Grünen neue Wege gehen. Optimierte Kostensteuerung heißt die neue Herangehensweise technokratisch. Deshalb ist paradox, dass sie zum ersten Mal publikumswirksam angewendet werden soll für die Bretter, die die Welt bedeuten. "Mit noch mehr Transparenz, Offenheit, Gründlichkeit und einer verstärkten Bürgerbeteiligung will das Land bei der Kostensicherheit von Bauvorhaben neue Wege gehen", heißt es im Hochglanztext von Finanzministerin Edith Sitzmann, als sie die neuen Verfahren vorstellt.

Für die Sanierung der Oper läuft das konkret auf 740 bis 960 Millionen Euro hinaus, die irgendwann Anfang der 2030er-Jahre geflossen sein werden. Und Finanzstaatssekretärin Gisela Splett legt ausdrücklich Wert auf die Feststellung, die Differenz von 200 Millionen sei gerade nicht Ausdruck von Un-, sondern von Seriosität und wohlbedachter Risikovorsorge. Umgerechnet aufs Jahr, zehn Jahre unterstellt, geht's also, den Höchstbetrag zu Grunde gelegt, um 50 Millionen Euro jeweils für Stadt und Land. Das ist viel Geld. Demgegenüber steht allerdings allein ein Landesetat mit einer Milliarde Ausgaben für Bau oder Sanierung, und das per anno.

Operninterim soll in die "Maker-City"

Und noch eine Überraschung hatten Land und Stadt, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Splett und OB Fritz Kuhn – bekanntermaßen alles Grüne, was für den Fortgang der Dinge nicht unwichtig ist – im Verwaltungsrat zu präsentieren. Denn dessen endgültige Zustimmung irgendwann im Frühjahr 2020 vorausgesetzt, ist auch die Frage der Interimsspielstätte endgültig gelöst: Die wird nicht am Beginn der Königstraße stehen, nicht auf den Gründen der Post, nicht im "Kulturschutzgebiet". Schon allein für die "Sprachkreativität", die in dem Begriff steckt, mag der studierte Linguist im OB die experimentierfreudige Wagenhallen-Truppe ganz besonders leiden.

Mehrere Gespräche mit Kuhn selber hatten die Kulturschaffenden der Wagenhalle geführt. Einerseits ist das Dasein der Container-City ungenehmigt und ergo kein Dauerzustand, andererseits aber bereits eingegangen in die DNA der Stadt und ihrer "kulturbeflissenen Bürgerschaft", zu der sich Kuhn, wie er schon mal sagt, selber zählt. Die logische Konsequenz ist die Verschiebung des Interimsbaus weg vom Kulturdorf und raus auf den Stadtacker nach Norden. Die Taskforce des Rathauses hat sich für einen Platz in der künftigen "Maker-City" ausgesprochen, dem neuen Stadtlabor, das auf dem Areal C1 entstehen wird mit seinen Mischansiedlungen für Wohnen und Arbeiten. Zwei fünfstöckige Gebäude sollen zunächst die Oper und dann Start-ups beherbergen. Hinzu kommen Bühnen und Zuschauerraum, deren Ausstattung nach Nutzungssende veräußert werden soll, etwa nach dem Beispiel der Olympischen Spiele in London 2012, wo nachher ganze Sportstätten ab- und andernorts wieder aufgebaut wurden.

Für Stuttgart ist eine konkrete Rechnung erstellt: Die fünfstöckigen Gebäude samt Stellplätzen finanziert die Stadt mit 84 Millionen Euro, alles andere teilen sich Stadt und Land als die beiden Träger der Württembergischen Staatstheater je zur Hälfte. Nach Abzug der Verkaufserlöse werden hierfür 47 Millionen Euro für jede Seite fällig. Zum Vergleich: Die von Kuhn gestoppte Interimslösung auf dem Areal des Paketpostamts hätte jeweils 58 Millionen Euro für beide Kostenträger bedeutet, und nach dem Rückzug der Oper wäre das Gebäude abgerissen worden. Außerdem, darauf weist die Taskforce mit Nachdruck hin, wäre dieses Gelände überhaupt nur dann für die Oper frei geworden, wenn die Post sechs Hektar Innenstadtfläche als ihr neues Quartier bekommen hätte.

Neckarphilharmonie ade

Auch eine zweite, durchaus erfrischende Idee hat sich als unrealisierbar erwiesen. Jener Teil der Stadtgesellschaft, die sich im "Aufbruch" von Wieland Backes & Co. zusammenfand, hatte den Komplex Königstraße 1 bis 3 ins Gespräch gebracht. Schon vor der Sommerpause erteilte Baubürgermeister Peter Pätzold, ein weiterer Grüner, dem Vorschlag eine klare Absage, weil der Bühnenturm mit 40 Metern so hoch gewesen wäre wie das heutige, zum Abbruch vorgesehene Hotel Am Schlossgarten – und damit die Anlieferung von Opernkulissen verhindert hätte.

Im Verwaltungsrat wurde diese Absage noch einmal erläutert. Ebenso das große teure Ganze, von dem manch Stuttgarter wohl hoffte, es könne Dimensionen annehmen wie die Elbphilharmonie in Hamburg. Am Neckar aber wird das große Ganze kein Neubau sein, weil, sagt Wissenschaftsministerin Bauer, noch nie jemand habe erklären können, wie eine Schmalspursanierung und ein weiterer hochmoderner Großkomplex an anderer Stelle billiger sein können.

Also soll die alte Oper im Littmann-Bau ihre Kreuzbühne bekommen, zum in allen modernen Häusern üblichen Austausch von Bühnenbildern. Und natürlich die anderen Veränderungen, die für den Spielbetrieb auf jenem Niveau benötigt werden, das dem Haus am Eckensee die Mehrfach-Adelung zur "Oper des Jahres" eingetragen hat. Einer der Beteiligten führt als Beispiel für die bisherige Beschränktheit sogar "Don Carlos" an. Die Verdi-Oper in ihrer französischen Langfassung hatte Ende Oktober Premiere. Das Bühnenbild ist auffallend karg und lebt fast ausschließlich vom Einsatz der Drehbühne.

Jahrhundertaufgaben sollen auch was kosten dürfen

Hinter den verschlossenen Türen im neunten Stock des Wissenschaftsministeriums, wo der Blick über den Talkessel im Idealfall Hirn und Herz weitet, diskutierte der Verwaltungsrat auch darüber, dass Zeit Geld ist. Ohnehin hat das Schauspiel um die Opernsanierung bereits Überlänge. Schon im Sommer 2015 sollte der "große Wurf", wie es damals hieß, Gestalt annehmen, der Verwaltungsrat beschloss erste Leitlinien für die Renovierung des – die MitarbeiterInnen-Zahl zu Grunde gelegt – größten Opernhauses der Welt. Der Oberbürgermeister brachte damals als "Hausnummer" einen Betrag von 300 bis 400 Millionen Euro ins Spiel, während Kretschmann lieber "dem Fluch der ersten Zahl" entgehen wollte und über die Bedeutung der Stuttgarter Oper sprach, die er selber regelmäßig als Kenner und Liebhaber aufsucht. Es handele sich um eine Jahrhundertaufgabe, schon deshalb wolle er das Thema Kosten lieber "gelassen" sehen.

Daran geändert hat sich wenig bis nichts. Allerdings stehen zwei wichtige Wahlkämpfe vor der Tür – um den Posten des oder der OB und zum Landtag. Jede weitere Verzögerung kostet Experten zufolge zusätzliche 30 bis 50 Millionen Euro im Jahr. Die CDU hat sich bisher um Positionierungen weitgehend gedrückt. Und es könnte gut sein, dass ihre allzeit kampfbereite Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Susanne Eisenmann – aus ihrer Sicht durchaus nachvollziehbar – den vielen Grünen den Erfolg nicht gönnen will. Schon am Rande der Verwaltungsratssitzung problematisierten einige der TeilnehmerInnen mit umwölkter Stirne diese "Riesensumme" und geeignete Wege, auf denen nicht opernaffinem Wahlvolk die Problematik einer derartigen Investition nahezubringen sei.

Edith Sitzmann hätte da einen Vorschlag. Als die Finanzministerin die neue "optimierte Kostensteuerung" anpries, setzte sie die Kosten für die Oper ins Verhältnis zu anderen Ausgaben: Das Land sei zwischen Main und Bodensee der größte Bauherr, zahlt aktuell für rund 1800 Einzelprojekte, darunter ebenfalls über Jahrzehnte unsanierte Bauten, wie an der Uni Vaihingen am Pfaffenwald-Ring, wo für den neuen naturwissenschaftlichen Campus mit 50 000 Quadratmetern zwischen 600 und 800 Millionen Euro veranschlagt sind aus dem Landesetat und ohne Kostensteigerung.


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12 Kommentare verfügbar

  • Marla
    vor 3 Tagen
    Irritiert es nur mich, dass Koppers Peanuts mittlerweile auch die Milliarden beinhalten?
    Irritiert es nur mich, wenn auf der einen (menschlichen) Seite um Pfennige gerungen wird und eine 1 Euro Erhöhung als Wahnsinnstat gefeiert, während auf der anderen Seite gar nicht genug Nullen vorhanden sein können?
    Irritiert es nur mich, wenn Studenten demonstrieren, weil an der Bildung gespart wird, Lehrer immer noch (unter GRÜN!!) als Saisonarbeitskräfte verdingt werden, um Geld einzusparen, während an anderer Stelle gar nicht genug verteilt werden kann?

    Der schwäbische Hausmann ist mit seinem 'wir können Zahlen, wir können Wirtschaft, wir können Finanzen' m.E. total gescheitert!
    Sorry, wer bei der Zukunft der Gesellschaft (Familie, Kinder, Jugendliche, Studierende) den Gürtel enger schnallt und dann mit so einem ollen Haus mit uralten immer wieder durchgenudelten Stücken Zukunft suggeriert, hat irgendwie Bildungsdefizite!

    @Silber: im Normalobereich machen Männer Wurst- und Bierverkäufe, Frauen Kaffee- und Kuchenstände, um Gelder für Aussergewöhnliches aufzutreiben.
    Warum eigentlich die Opernfans nicht? (Und dann a la attac ohne Steuerbescheide!)

    Die Kindergärtnerinnen machten das immer, damit sie das notwendige ersetzen konnten, denn für einen Zweitball, mehr Stifte und Blöcke war nie Geld!
  • Marla
    vor 3 Tagen
    @JHW.... Als Frauenbewegte hat es mich immer irritiert wenn primär Männer mit 'je mehr Geld ich kriege desto mehr, besser leiste ich' agumentierten.....
    (So lästerte ich: erw.Männer können also nur Suppi sein, wenn sie richtig viel Knete kriegen, ihre Kinderjungs leisten dafür fürn Appel und nen Ei Schulaufgaben!)

    Wenn man den "wünsch dir Waslern " zuhört, dann muss das Haus bis jetzt nur schlechte Arbeit abgeliefert haben.... aber dann im Jahre X werden sie dann mit Kreuzbühne super, zur Oper des Jahres gekürt?
  • Steiner
    vor 4 Tagen
    INTERESSANT: Dass für die Renovierung dieses Opernhauses 1 Milliarde ausgegeben werden soll. Aber für die renommierte Gauthier Dance-Companie eine Unterstützung von 1,2 Millionen p.a. anscheinend zu teuer ist. Was für Lachnummern treiben sich da im Gemeinderat und im Landtag herum?
  • Blender
    vor 5 Tagen
    Bei der Elbphilharmonie war man über 780Mio entsetzt, und hier soll mit 1000Mio alles ganz normal sein? Geht's noch?? Gibt es nichts Wichtigeres? Sind denn schon alle Schulklos saniert? Haben wir in BW genügend Lehrer ausgebildet? Sind die Volkshochschulen (=VHS, =Abendakademie), Musikschulen, Bibliotheken, Schwimmbäder und andere wirklich öffentliche und barrierefreien Bildungseinrichtungen finanziell abgesichert, Ist die Polizei, die Feuerwehr, die Rettungsleitstellen, etc. gut ausgerüstet und gut besetzt? Ich denke nein, aber die vorgenannten Institutionen (da gibt es noch mehr) kommen jedermann zugute, jeden Tag, und in allen Stadt-Land- und Bevölkerungs- Kreisen, ... und nicht nur wohlsaturierten Wochenendkulturhochnäsigen Hauptstädtern. Dass das Einzugsgebiet der Oper, wie in den Medien kolportiert, 5Mio Menschen umfasst glaube ich auch nicht. Geld investieren in Niedrigzinszeiten ist richtig, aber hier wird wichtiges Zukunfts-Investitions-Geld verschwendet obwohl es wichtigeres gibt. Wer soll denn bitte tanzen und musizieren (... oder auch sich die Kultur anschauen), wenn unsere Kinder keine Musikerziehung in der Schule bekommen, und auch die Musikschulen und die VHS das Programm immer mehr zusammenstreichen? Die Landesregierung sollte sich zurecht Gedanken über die Oper machen, aber eben auf der anderen Seite der Bühne. Ohne Bildung fehlt auch heute (dank ex Kultusminister Mayer Vorfelder, CDU) auch schon leider das Publikum (da spreche ich zumindest von mir selbst). Im übrigen sollte vor Fertigstellung von S21,22,23,24,25,26... in Stuttgart gar kein Bauvorhaben dieser Dimension in Stuttgart begonnen werden, da nicht sicher ist, ob sich der Boden sich dort senkt, ... oder hebt,... oder der Neckar seinen Lauf ändert. Lieber Herr Kuhn, stoppen Sie diese Geldverschwendung und setzen sie dieses großartige Geld in der Fläche ein. Bei der Oper und beim Ballett kommt man auch ohne größenwahnsinnige Hightechkulissen aus. Zumindest war das in den letzten 300Jahren so.
  • Hans Buchhalter
    vor 6 Tagen
    1 Milliarde, und ein bisschen mehr, ist doch nicht zu viel für uns - wir Schwaben können doch alles , also auch das! Das neue (oliv) grüne Bürgertum weiß um die Rolle der Musik und der Kunst für die Mobilmachung (der "Eliten") an der Heimatfront. Stichworte sind hier dt. Kulturimperialismus, der den kriegerischen vorbereiten und legitimieren half. Wagner, bzw. Bayreuth schuf nicht umsonst die Lieblingsmusik des Führers. (Auch wenn es vielleicht auch einen anderen Wagner gab.)
    Frau Kampf-Knarrenbauer will in aller Welt Krieg führen, auch das wird kosten. Das passt doch gut zusammen.
    Ein Oper privat zu finanzieren? Ich finde die USA kein Vorbild, weder bei Kultur noch im Gesundheitswesen. Das würde wie in der bildenden Kunst bedeuten, dass die Großbourgeoisie dann bestimmt, was und wie wir sehen werden. Das machen sie zwar ohnehin schon, aber dann gibt es nur noch "grand opéra"; das hätte zumindest Verdi nicht gefallen, aber der kann sich (auch) nicht mehr wehren.
    • Karl Heinz Siber
      vor 5 Tagen
      Die US-amerikanische Großbourgeoisie richtet als Kunstmäzen keinen großen Schaden an. Ich denke, im Bereich der Hochkultur gibt es da einen relativ politikfreien Freiraum, in dem auch linke Künstler geduldet und gefördert werden. Soviel Liberalität gönnt man sich auch in den USA.
    • Hans Buchhalter
      vor 5 Tagen
      Die sind noch besser: Sie haben die passende Kunst gefördert - auch bei uns und nicht zu knapp.
      Siehe dazu: Frances Stonor Saunders: Wer die Zeche zahlt... Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg. Siedler 2001.
      Heute haben die Reichen ganz ungeniert die direkte Kontrolle übernommen. "Demokratie" eben. Linke Künstler?
    • Karl Heinz Siber
      vor 5 Tagen
      Die Reichen können sich Vieles leisten; im Kulturbereich allemal, da droht ihnen ja keine Gefahr. Ob ein Chefdirigent an der MET politisch links steht, ist ihnen egal, es ist vielleicht sogar ein schönes Alibi nach dem Motto: Seht mal, wie liberal wir sind. Kurt Masur wurde ebenso nach New York geholt wie Valeri Gergiev und viele Andere. Und in der Filmindustrie gibt es Linke wie Oliver Stone oder Steven Soderberg, die von den Machthabern lässig toleriert werden.
    • Hans Buchhalter
      vor 4 Tagen
      Nun, die Print-Medien gehören zum allergrößten schon den Reichen, das Fernsehen wurde den Privaten geöffnet, die Kunstmuseen sind partiell auf diesem Weg (wie die Staatsgalerie mit unschönen Folgen), usw. usf.
      Gehen wir zurück ins 19., 18., 17. Jh. mit den bekannten Folgen? Dann können diese Leute und ihre Vasallen, da sie mit Kunst und Kultur die Gedanken kontrollieren, auch gleich die Macht übernehmen. Schon geschehen.- Demokratisch wäre etwas anderes. Wir holen uns zurück, was sie uns gestohlen haben, dann ist genug Geld für Wohnungen und eine Oper für alle da, oder eine für die, die sich dafür interessieren und deren demokratische Potentiale sehen und hören vermögen.
      Dass bei uns Großprojekte aus dem Ruder laufen, hängt wesentlich mit unserer politischen Klasse zusammen; wir sehen in anderen Ländern, dass es auch im Kapitalismus möglich ist, dass Züge pünktlich sind etc. Zumindest da könnte man ansetzen...
    • Karl Heinz Siber
      vor 4 Tagen
      Ich glaube nicht, dass ein Opernhaus heute noch Ort politischer Meinungsbildung oder Herrschaftssicherung (oder auch ein Vehikel politischer Subversion) ist, wenn es das in der Vergangenheit je war. Insofern fände ich es total okay, wenn die Elite, für die ein Opernhaus zur kulturellen Grundausstattung gehört, sich maßgeblich an den Kosten beteiligen würde. Die Gefahren für die Demokratie lauern ganz sicher nicht in den Institutionen und Produktionen der Hochkultur, sondern ganz woanders.
  • Karl Heinz Siber
    vor 1 Woche
    In den USA sind Opernhäuser in aller Regel kein Fall für den Steuerzahler. Stattdessen finanzieren vermögende Kunstmäzene sowohl den Bau als auch den Betrieb. Das wäre bei uns auch möglich, Milliardäre haben wir in Baden-Württemberg genug, und gerade bei der Oper muss man doch konstatieren, dass sie eine hochgradig elitäre Veranstaltung ist und dies auch immer bleiben wird. Es wäre sicher nicht ganz unrealistisch, zumindest für die bauliche Renovierung eine Kofinanzierung anzustreben: 50 Prozent durch private Mäzene, die andere Hälfte durch das Land.
    • Marla
      vor 3 Tagen
      Es fasziniert mich seit Jahrzehnten wie sich so klassisitische Narrative durchsetzen können...
      Steuerzahler ist irgendwie nur der 'kleine Mann'!

      Auch nicht Geld in die Gemeinschaftskasse geben gehört zum Steuerzahlermodell!
      Und Steuerabschreibprodukte, Steuerhinterziehung, etcpp

      Reiche werden reich und reicher, weil sie sich von vorneherein mehr vom Kuchen abgreifen.... und dann davon ein paar Krümel 'sozial, kulturell, politisch' sponsorn..... Allerdings auch nur, wenn das 'Geben' vergoldet wird!

      Merke: Normalo drückt dem Armen ne Mark in die Hand
      Reiche klauben erst mal viel zusammen, machen dann ein Charity Event, vergessen dabei NIE beim Steuerzahler vorbei zu gehen!
      Normalos werden durch 'geben' ärmer, Reiche reicher!

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