Wahrscheinlich erkennen manche Horber:innen in dem Krimi manche realen Personen, die hinter den Figuren stehen. Der SPD-Vorsitzende kommt ebenso vor wie der Taxifahrer Feilenschmidt, der im Taxi viel erfährt. Zu rätseln, wer hier wer ist – so etwas freut Horber Leser:innen. Für alle Nicht-Horber:innen ist das egal. Wer kennt schon den echten Horber Kämmerer, Oberbürgermeister oder bestimmte Stadträte? Die Figuren stehen zugleich für Typen, die es in jedem Ort gibt: ehrgeizige oder ignorante Lokalpolitiker, Investoren, die viel versprechen, Kulturhippies, Alt-Linke, die Wert auf ihre tägliche Lokalzeitung legen.
Dreher hat schon viel im Leben ausprobiert, ein Dutzend ganz unterschiedliche Berufswelten hat er kennengelernt – vom Sozialhelfer bis zum Taxifahrer, Systemingenieur, Gewerkschaftssekretär. Nun versucht er sich also als Krimiautor. Anfangs, so erzählt er beim Spaziergang durchs mittelalterlich geprägte Horb, habe er einfach aus Spaß geschrieben. Meistens im Garten, der als Treffpunkt der vier Aufrechten auch im Roman eine Rolle spielt. "Rechts lag die Zeitung, links der Kicker, in der Mitte stand mein Laptop." Als er fertig war, ließ er den Kriminalroman in Ringfassung binden und verteilte ihn an Bekannte, darunter Andres Hackenberg, seines Zeichens Antiquar und Verleger in Horb.
Verleger und Lokalpresse sind angetan
Ihm gefiel das Buch auf Anhieb, erzählt Hackenberg beim Besuch in seinem kleinen Laden in der Altstadt. "Die Stärke von Stefan ist, wie er die Personen psychologisch charakterisiert und wie er sie aufbaut. Und die Handlung ist spannend." Er lese viele Lokalkrimis. "Dieser gehört zu den Besseren."
1 Kommentar verfügbar
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Das ist kein Horb-Krimi. Das könnte in jeder Stadt spielen. Die Probleme, die da angesprochen werden gibt es überall. Aber danke für diese leicht erzählte, aber doch so tiefgründige Story.
Kommentare anzeigenGerti Oberdanner
vor 54 Minuten