Sommerreisen sind bei Minister:innen beliebt, die Plenarpause lässt Zeit, sich im Lande umzusehen, Neues kennenzulernen. Das ist umso sinnvoller, wenn das Ministeramt neu ist. So wie bei Nicole Razavi, frisch gebackene Chefin des Verkehrsministeriums, das seit 2011 von Winfried Hermann von den Grünen geprägt wurde. In den Koalitionsverhandlungen im Mai dieses Jahres hatte die CDU den Grünen dieses Ministerium abverhandelt und mit Razavi sitzt dort nun eine eifrige Verfechterin von Stuttgart 21. Sie steht für Technologieoffenheit, spricht von "sauberen Verbrennern", glaubt an synthetische Kraftstoffe, will "Arten- und Umweltschutz verträglicher gestalten", um schneller bauen zu können, wie sie kürzlich in einem Interview mit der Pro-S-21-Zeitschrift "Bezug" sagte.
Nun, in ihrem vermeintlichen Traumjob – "Mobilität und Verkehr ist mein thematisches und politisches Steckenpferd" – muss sich die Ex-Wohnbauministerin zunächst in all die laufenden Projekte einarbeiten, die Hermann auf den Weg gebracht hat und bei Verkehrspartnern bekannter machen. Auch dazu dient eine solche Sommerreise, die Razavi seit voriger Woche absolviert. Kontext begleitete die 61-Jährige zur Horber Hochbrücke und im Regionalverkehr. Spoiler: Es war alles super.




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