Ausgabe 401
Schaubühne

Leichte Beute

Von Anna Hunger
Fotos: Jens Volle
Datum: 05.12.2018
Die Gelben Westen versetzen Frankreich in Aufruhr – und keiner weiß genau, wer sie eigentlich sind. Am Samstag demonstrierten sie auch in Stuttgart: 20 sehr verschiedene Menschen, geeint durch Unzufriedenheit und Überforderung. Nun versucht die extreme Rechte, den Protest zu kapern. Leider erfolgreich.

Samstag, kurz vor neun an der Autobahnauffahrt Horb am Neckar. Der Nebel hängt tief über der Landschaft. Schon von Weitem sind die Männer und Frauen in den leuchtenden gelben Westen zu sehen. Zehn an der Zahl, die dem Aufruf bei Facebook "Ich bin bereit zu kämpfen gegen den Wahnsinn! – Gegen hohe Spritpreise in Ba-Wü" gefolgt sind. 56 haben zugesagt, mehr als 600 waren interessiert.

"Hoffentlich werden wir mehr", sagt Daniel Linke, 28 Jahre alt, er hat den Aufruf gestartet. Er kommt aus Sulzau, einem 300-Seelen-Dorf zwischen Rottenburg und Horb. Es ist eines dieser Dörfer, die so klein und abgelegen sind, dass man ohne Auto aufgeschmissen ist. Es gibt keinen Arzt, der Nahverkehr ist mies, es gibt hier keine Läden mehr, nur ein Bäcker-Auto, das einmal am Tag dort hält.

Mit seiner Frau hat Linke gerade ein Haus gekauft, vieles davon mit den eigenen Händen renoviert. Zur Familie gehören ein alternder Schwarzwälder Fuchs, drei Hunde, sieben Katzen und vier Hasen, den letzten hat seine Frau heimatlos auf einer Wiese gefunden und mit nach Hause gebracht.

Daniel Linke hat die Gelben Westen in den Nachrichten gesehen. Die Gilet Jeaunes, die Sammelbewegung der Unzufriedenen in Frankreich, die Präsident Macron zeigen, dass seine Politik für die Reichen ihnen nicht passt. Dort gingen Rechte und Linke gemeinsam für die gute Sache auf die Straße, sagt er. Das hat ihm gefallen."Niemand kann mehr seine Meinung sagen. Wenn Linke etwas in sozialen Netzwerken posten, kommen die rechten Hater, posten Rechte was, giften die Linken. So", sagt er, "kann es doch nicht weitergehen." Also hat er, der vorher noch nie eine Demonstration besucht hat, seine erste selbst organisiert. Ordentlich angemeldet beim Ordnungsamt und über Facebook lanciert, wie man das eben macht. "ZIEL IST ES SO VIELE LEUTE WIE MÖGLICH AUF UNS AUFMERKSAM ZU MACHEN", steht dort, verbunden mit dem Aufruf, friedlich zu bleiben und Smartphones mitzubringen. "FREUNDLICHE GRÜßE, DER VERANSTALTER."

Zur Demo nach Stuttgart reist die Truppe im Konvoi. Der massive Unimog gehört Lars Dießner, 21 Jahre alt. In seinem Fuhrpark befinden sich ein VW Käfer, Baujahr 79, ein Golf I, eine Mercedes G-Klasse, ein 190er, ein Opel Astra, ein Opel Insignia, ein Traktor und etwa zehn Mofas. Auf seinem Handy hat er Fotos, auf denen seine Fahrzeuge alle in einer Reihe aufgestellt sind, zu jedem kann er eine kleine Geschichte erzählen.

Der Unimog ist sein größtes "Spielzeug", sagt er, im Sommer passen sieben Schlauchboote hinten auf die Ladefläche. Dießner ist Zerspanungsmechaniker, nebenher betreibt er eine Forellenfarm mit hunderten Tieren in großen Becken, für Freunde und Familie räuchert er sie selbst. Als Nachbar Linke ihm erzählt, dass er eine Demo angemeldet hat, war klar, dass der Unimog das Front-Fahrzeug sein würde, weil der immer Aufmerksamkeit zieht.

Dießner ärgert sich vor allem über die steigenden Benzinpreise. Aber eigentlich ist er mitgekommen, weil man seinen Kumpel nicht alleine lässt, wenn der die erste Demo seines Lebens organisiert. Von Freitag auf Samstag hat er noch bis halb drei Uhr früh an seinem Unimog geschraubt – Öl gewechselt, den Zündverteiler aus- und wieder eingebaut, die Gelenke geschmiert. Und da steht er nun. Olivgrün und mächtig.

Timo hat über Facebook von der Demo erfahren. Er ist "Jungfrau, was demonstrieren betrifft". Aber ihn ärgert "das kaputte Sozialsystem". Und der Hype um die manipulierten Abgaswerte und diese Messstationen, sagt er, seien doch gefaket.

Dann redet er vom illegalen Krieg im Irak, der Nato, vom Kosovo-Krieg und der CIA, vom Maidan und den Rechten dort, von den Russen, die aber auch nicht besser seien als die Amis. Timo ist gelernter Schreiner, heute in der Metallbranche, sein Jahrgang, das seien "schaffige Leut", aber das Handwerk "ist so am Arsch", weil alle Nebenkosten seit Jahren in die Höhe schießen, aber der Lohn noch nie gestiegen sei. Er hat Angst um seine Tochter, wenn sie mal alleine nach Stuttgart möchte, weil so viel Gewalt auf den Straßen herrsche. "Ich bin 1966 geboren, ich habe noch keinen bewaffneten Konflikt erlebt." Aber sicher ist er sich nicht, dass seine Kinder auch so viel Glück haben.

Sahra Wagenknecht findet er gut, die bliebe wenigstens bei der Wahrheit, aber Linke will er nicht wählen. Das Problem bei der AfD seien Superrechte wie Höcke, "das geht einfach nicht". Und weil alle anderen ihn immer betrügen, wählt er Protest. Tierschutzpartei zum Beispiel, weil er seine Stimme zwar abgeben möchte, "aber nicht an den Saftladen da oben".

Ein Mann mit den blauen Augen möchte seinen Namen nicht nennen. Aber auch er ist wütend. "Zuerst sollten wir Euro-4-Diesel kaufen, dann Euro 5, und alle machen mit, und jetzt gibt's Fahrverbote und alle sollen sich Elektroautos kaufen." Die Industrie steuere das, sagt er, die Politik und Lobbyisten "und die Mineralöl-Konzerne hängen auch noch mit drin und sahnen groß ab".

Um halb zehn fährt der Konvoi auf die A 81 in Richtung Stuttgart. Marcel und Joe, auch aus Sulzau, im roten Opel mit Vanille-Duftbaum am Rückspiegel. Joe ist 35, macht Landschaftsbau und Hausmeisterdienste, "da fährt man viel". Marcel, 27, ist ITler und würde sich ein Elektro-Auto kaufen, wenn er nicht ganz sicher wäre, dass dann, spätestens in fünf Jahren, der Strom explosionsartig teurer würde. Er hat sogar schon überlegt, ob er mit dem Rad zur Arbeit fahren soll, es gebe ja nur einen Planeten Erde. Joe hat in einer Helmut-Kohl-Doku gesehen, dass der Altkanzler immer mit dem Auto zum Bäcker gefahren ist. "Und heute kommen sie alle mit der Umwelt und unseren alten Autos werden nach Afrika gekarrt. Dann ist es hier zwar sauber und dort dreckig."

Beide waren noch nie auf einer Demo. Marcel ist mal an einer vorbeigelaufen, in Hamburg, irgendwas mit Flüchtlingen. Jo hängt die gelbe Weste aus dem Fenster, auf Dauer und bei 86 Stundenkilometern auf der Autobahn "schon etwas frisch an der Hand". Flagge zeigen kann anstrengend sein.

Der Unimog vorne dröhnt und es klappt mit der Aufmerksamkeit: Alle kucken. Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer an der Ampel. "Voll geil, wie sich der anhört", sagt Marcel und grinst. Jo grinst zurück: "Das hättest du beim E-Auto nicht mehr. Dieser Sound ist halt einfach geil."

Daniel Linke hat seine Demo in der Marstallstraße Ecke Königstraße angemeldet. Beginn 11 Uhr, Ende 18 Uhr. Um halb elf parken sie den Unimog an der Einkaufspassage, dann erstmal Rauchen, Klo, Kaffee, zurecht finden. Im Vorfeld hat er viel mit der Polizei telefoniert, einen Notfallplan besprochen, falls die Situation eskaliert. Ein bisschen Muffe hat Linke schon, immerhin haben die Gelben Westen in Frankreich halb Paris zerlegt.

In Deutschland versucht vor allem die AfD etwas vom großen gelben Kuchen abzubekommen, der das Nachbarland in Aufruhr versetzt. Zeitgleich zur Demo in Stuttgart werden im grenznahen Kandel, wo am vergangenen Wochenende einmal mehr der rechte "Frauenmarsch" mit Deutschlandbeflaggung demonstrierte, gerade ein paar französische Originale über die Grenze importiert. "Da kann ich auch nichts machen, wenn die das übernehmen", sagt Daniel Linke.

Um elf sind es 14 Gelbe Westen. Heike Fiore, 40, aus Esslingen ist gekommen, gegen die Kälte hat sie einen Schal mit Peace-Zeichen um den Hals gewickelt. Am vergangenen Samstag sei sie schon mit gelber Weste auf dem Schlossplatz gestanden und habe Flyer verteilt, gegen das marode Schulsystem, gegen hohe Mietpreise, gegen den UN-Migrationspakt. Neun Leute waren es mit ihr. "Wir lassen uns nicht länger melken, wir sind nur noch da, um Steuern zu zahlen und Kriege zu finanzieren", sagt sie.

Gegen zwölf sind um die 20 Leute da. "Ludwigsburg reicht es", steht auf der Weste von Beate Gau. Und "Einigkeit und Recht und Freiheit". Kürzlich, erzählt sie, habe Facebook ihr angedroht, ihr Konto zu sperren, nur weil sie trotz Verwarnung zweimal ein Foto gepostet habe, auf dem Angela Merkel an einem Tannenbaum hängt. "Ja, so ist das heute", giftet eine Frau aus Esslingen, die nonstop über die "Lügenpresse" lamentiert. Überall Zensur.

Beate Gau arbeitet seit 31 Jahren in der Pflege. Ihr Lohn sei klein, die Arbeitszeiten mies, die Rente würde mal mau. "Dafür bekommt jeder Flüchtling 700 Euro Weihnachtsgeld", sagt sie, das habe sie im Internet gelesen. Eine Fake-Nachricht, die diverse Fakten-Finder schon seit längerem als solche enttarnt haben. 

Dirk Wamme ist 42 und war Elektroinstallateur, ist aber schon lange im Krankenstand. Heute macht er in Krypto-Währungen. Früher habe er SPD gewählt, dann WASG, dann nur noch Linke. Doch auch diese Partei habe mittlerweile kein richtiges Konzept mehr. Er hat Plakate mitgebracht: Eines mit dem Hashtag "Lügenpresse" und allen gängigen Medien – durchgestrichen. Eines mit einem Foto von Angela Merkel mit sehr langer Nase. Eines mit durchgestrichenen Parteisymbolen, auch die AfD ist geixt. Mit seinen Plakaten hat er den Unimog zugepflastert.

Plötzlich stehen zwei Bulgaren vor dem Truck, der eine mit Kippa, der andere mit extrem schlechtem Deutsch. Umso erstaunlicher ist es, dass er Worte kann wie "Migrationspakt", "Lügenpresse", "Demokratie" und "Diktatur". Letztere herrsche nämlich in Deutschland anstatt der ersteren, die Kanzlerin zahle alles Geld an Migranten aus. Das Militär sei der einzige Weg aus der Misere, es müsse endlich aufwachen und die Regierung übernehmen.

Linke sagt, wenn man mit allen reden möchte, dann müsse man das zulassen. Er ist auf den Unimog gestiegen und macht einen Durchsage, leise, weil der Lautsprecher des Gefährts etwas älter ist. Wenn nur ein paar Gespräche zustande gekommen seien, sei der Tag schon ein Erfolg. "Wo man politisch steht, das ist doch scheißegal."

Müsste man aus alldem eine Essenz ziehen, dann wäre sie eine Mischung aus Zorn, Überforderung, einem alles umfassenden Vertrauensverlust und dem Gefühl, immer irgendwie beschissen zu werden. Eine Menge Hilflosigkeit ist auch dabei. Viele dieser Menschen sind leichte Beute für die extreme Rechte.

Irgendwann steigt ein Mann auf den Brunnen im Hintergrund und predigt das Wort des Herrn. Ein paar Meter entfernt faltet eine Super-Mario-Figur Luftballontiere. Daniel Linke sieht etwas verloren aus, er habe sich diese Veranstaltung anders vorgestellt. Größer. Und dass es weniger um rechts oder links geht, aber über nichts anderes würde auf dieser kleinen Demo mehr geredet.

Wenn er zuhause ist, wird Linke mit seinem Nachbarn Dießner ein "gediegenes Bierchen" aufmachen. Im Hintergrund hört man Marcel: "Was? 20 Euro für ein Tagestickt im Parkhaus?"

Einen Tag später haben Beate Gau und Dirk Wamme einen Video-Zusammenschnitt über ersten Gelbe-Westen-Tag in Deutschland auf Facebook geteilt, weil auch sie selbst darin vorkommen. Der Youtube-Kanal, auf dem das Filmchen zu sehen ist, heißt "Qlobal-Change", und ist offenbar der deutsche Ableger der kruden Qanon-Bewegung aus den USA. "Etwas geht vor sich, einige von uns sehen es, einige von uns fühlen es, es ist an der Zeit, dein Denken zu erweitern", beginnt der Werbefilm für die Bewegung, die Trump huldigt, Geschichtsrevisionismus betreibt und die jüdische Weltverschwörung predigt. Gestartet ist der Kanal im Oktober 2018, das erste Video hat gerade mal 168 Klicks. "Gelbe Westen – Ende der BRD Diktatur! Beginn der natürlichen Revolution Deutschland" hingegen schon mehr als 100 000. 

Auch Michael Dangel hat ein Gruppenfoto von Linkes kleiner Demo auf seine Seite gestellt. Dangel kommt aus Heilbronn. Der rechtsextreme Diplom-Kaufmann war im vergangenen Jahr als Zeuge vor dem NSU-Ausschuss geladen.

Für den kommenden Samstag hat der AfD-Abgeordnete Stefan Räpple zur Gelbe-Westen-Demo gegen den UN-Migrationspakt eingeladen. 95 Likes, 200 mal geteilt, 15 Kommentare. Einige davon sind von Heike Fiore, der Frau mit dem Peace-Zeichen-Schal. Sie will sich wehren gegen die Vereinnahmung von rechts: "Lieber Herr Räpple ... diese Bewegung ist parteilos und die Kernpunkte sind weder die Asylpolitik, noch der Migrationspakt ... und nun wollen sie unter unserer 'Flagge' gegen die Asylpolitik laufen." Aber da ist es schon zu spät.


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3 Kommentare verfügbar

  • Charlotte Rath
    am 07.12.2018
    Der französisch Autor des Buchs „Das Ende der westlichen Mittelschicht“, Christophe Guilluy, schreibt zu den Gelbwesten: „Eine Benzinpreiserhöhung hat die „Gelbwesten“ sich sammeln lassen, aber sie ist nicht die Ursache des Aufruhrs. Die Wut sitzt tiefer und ist das Ergebnis einer kulturellen Weichenstellung in den 1980er Jahren. Deren ökonomische und räumliche Folgen haben dazu geführt, dass die Welt der Eliten nach außen abgeschottet ist. Diese Beschränkung vollzieht sich nicht nur geografisch, sondern auch intellektuell. Globalisierte Metropolen werden so zu den neuen Burgen des 21. Jahrhunderts – reiche und ungleiche Orte, in denen nicht einmal mehr die einstige untere Mittelschicht einen Platz finden darf. Stattdessen wirkt in den globalen Großstädten eine duale Dynamik, die von Gentrifizierung und Einwanderung geprägt ist. So führt die offene Gesellschaft bezeichnenderweise zu einer Welt, die einer Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung verschlossen ist.“ https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/aufstand-der-peripherie
  • Sho Lem
    am 05.12.2018
    Bei solchen Leuten packt mich das kalte Grausen. Tausende von Menschen werden durch uns(ere Lebensart) im Mittelmehr ertränkt, zehntausende leiden und verhungern durch Bürgerkriege, die (auch) durch deutsche Waffen immer brutaler, grösser und länger werden und die bestimmenden Teile der (deutschen) Gesellschaft sind von ihrem "Lebensstandard" und der ihn garantierenden Industrie und Wirtschaftsordnung so dummkorrumpiert, dass sie ihre einzige Erde blind und zügig zu Tode rösten - aber das wird mit ausreichender Verdrängungsleistung gerne hingenommen so (man fährt dabei schliesslich Premiumklasse).
    Wenn aber die Spritpreise erhöht werden (sollen), dann erhebt sich Der Deutsche zur "Revolution." Schliesslich ist es ein Menschenrecht, dass die Gemeinschaft dafür aufkommt, dass er ein schönes Haus auf dem Land hat (weit, weit weg von solch sündigen Kriminaitätsschwerpunkten wie Stuttgart) und es im fetten SUV billig und bequem anfahren kann. Auch Menschen, die sich als Hobby einige Spritsaurier halten (Unimog), fordern von der Gemeinschaft zu Recht ein, dass diese mit Gesundheit und Geld dafür aufkommt.
    Im wohlmeinendsten Fall könnten solch peinliche Aktivitäten als uninformierte, regressiv-verkürzte Kapitalismus"kritik" entschuldigt werden - wobei dies m.E. solche dumpfen Äusserungen persönlichen Unwohlseins schon viel zu stark aufwertet. Wenn dem "DAS SYSTEM ist verkommen und schlecht" absolut keine ernstzunehmende Analyse und Kritik folgt, ergibt sich simpler Rechtspopulismus a la AFD oder Aufstehen. Interessant ist hierbei auch, dass sich selbst als "postpolitisch" oder "ideologiefrei" einstufende Bewegungen letzten Endes doch immer rechte/nationalistische/chauvinistische/rassistische/... Ideologien vertreten, die universalistischen Menschen- und Grundrechtsprinzipien entgegenstehen - aber dies aus Anschlussfähigkeitsgründen meist nicht offen erklären.
    (Ich meine auch, kürzlich irgendwo gelesen zu haben, dass "Gelbwesten" ursprünglich in Frankreich eine abwertende Bezeichnung war für "Gewerkschaften," die von Arbeitgebern gegründet und organisiert wurden, um die organisierte Arbeiterschaft zu schwächen:
    https://jungle.world/index.php/artikel/2018/47/die-gelbe-querfront )
    • Charlotte Rath
      am 07.12.2018
      Vergleichen Sie die Anliegen der Gelbwesten mit dem aktuellen Anliegen der IHK München und Oberbayern:
      Die Luftfrachtkapazität am Münchner Flughafen soll bis 2030 auf ein geflogenes Cargo-Aufkommen von mehr als 500.000 Tonnen ansteigen. Zusammen mit dem Frachtaufkommen im Zubringerverkehr des Flughafens sei so ein Volumen von rund einer Million Tonnen Fracht möglich, was einem Wachstum von rund 50 % entspreche. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Luftfracht am Flughafen München. Bedeutung und Potenzial für die Wirtschaft Bayerns“ der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern, die am 29. November 2018 erschienen ist. „Staat und Politik dürfen sich bezüglich des Luftverkehrs im Allgemeinen und des Luftfrachtverkehrs im Besonderen nicht nur als Genehmigungs- und Regulierungsinstanzen verstehen, sondern müssen die Infrastrukturplanung der Flughäfen aktiv fördern. Die von Teilen der Öffentlichkeit geforderte Ausdehnung des Nachtflugverbots auf den Zeitraum 22 bis 6 Uhr wäre fatal für die deutsche Luftverkehrswirtschaft und für die Export- und Importwirtschaft“, so war es gestern zu Lesen in der Süddeutschen.

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