Und an Schulen kann ja hitzefrei gegeben werden. Baden-Württemberg überlässt die Entscheidung den Schulen selbst, weil die Bedingungen in jedem Gebäude anders sind. Oberstufen- und Berufsschüler:innen allerdings dürfen nicht gehen, wenn die Räume 30 Grad oder mehr haben. Lehrer:innen natürlich auch nicht.
Das ist schon deprimierend, zumal es ja nicht neu ist, dass es wärmer und wärmer wird. Die Pariser Klimaziele werden wir eher nicht mehr erreichen können, dennoch bleibt es wichtig, eine nachhaltige Klimapolitik und Klimaanpassung zu betreiben.
So schwer ist das ja nicht: Klimaanlagen, Wasserkältespeicher, Luftwärmepumpen vor allem dort, wo besonders belastete Menschen sind (siehe oben). Und in Städten Bäume pflanzen, Wasserspiele, Bäume pflanzen, Gartenversiegelungen und Schottergärten verbieten, Bäume pflanzen, Fassaden und Dächer begrünen, Bäume pflanzen, Parks statt Betonplätze, Arkaden statt Glasdächer, Bäume pflanzen.
Und noch ein Arbeitskreis
Weil das alles Geld kostet, erstellen viele Kommunen vor allem Flugblätter und Social-Media-Posts, um kühle Orte wie Bibliotheken, Museen und Kirchen bekannt zu machen, und um zu mahnen, viel zu trinken, draußen einen Hut aufzusetzen und nachts zu lüften. Danke für nix.
Nun ist Nörgeln natürlich einfach. Selbstverständlich beschäftigt sich Politik auch mit Hitzeanpassung. Zum Beispiel hat der baden-württembergische Gesundheits- und Sozialminister Oliver Hildenbrand, Grüne, nun eine Hitze-Taskforce eingerichtet. Sie soll "bestehende Hitzeschutz-Aktivitäten besser vernetzen und gezielt ausbauen – unter anderem im Gesundheits- und Pflegebereich – und die Bevölkerung noch besser über Hitzeschutzmaßnahmen informieren". Von Geld ist hier aber auch nicht die Rede. Hildenbrands Vorgänger Manfred Lucha (Grüne) hatte das Verbundprojekt HOT-BW gestartet, in dem es um die Rolle und Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ging und wer auf Landes- und Kreisebene eingezogen werden sollte, um Hitzeaktionspläne umzusetzen. Vor über einem Jahr war dieses Diskussionsforum zu Ende, die Ergebnisse liegen derzeit beim Bundesgesundheitsministerium, das den Bericht erst freigeben muss, bevor das Land ihn veröffentlichen darf, erklärt das Gesundheitsministerium auf Anfrage.
Auch sonst plant das Gesundheits- und Sozialministerium hier im Land einiges: Es gibt Kommunen Tipps, was sie baulich machen können, hier und da gibt es sogar Geld. Und seit August 2025 müssen laut Klimagesetz baden-württembergische Kommunen ein Klimaanpassungskonzept erstellen. Und zwar bis Mitte 2031 oder bis Mitte 2034.
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