Ausgabe 390
Politik

Ab zur Bürgerbewegung Finanzwende

Von Oliver Stenzel (Interview)
Datum: 19.09.2018
NGO statt Parlament: Der grüne Mannheimer Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte Gerhard Schick wird Vorstand des neu gegründeten Vereins Bürgerbewegung Finanzwende und legt zum Ende des Jahres sein Bundestagsmandat nieder. Ein Gespräch über die Regulierung der Finanzmärkte und außerparlamentarischen Druck.

Herr Schick, im Februar haben Sie es in Kontext angekündigt, jetzt haben Sie es getan. Ist die Bürgerbewegung Finanzwende eine linke Sammelbewegung?

Überhaupt nicht. Wir haben keinerlei Ambitionen, daraus eine parteipolitische Kraft zu machen. Wir sind überparteilich und haben einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt.

Wobei man Ihr Ziel, die Finanzmärkte stärker zu regulieren, ja durchaus als linkes Thema sehen könnte.

Das Interessante an den Leuten, die bei uns an der Gründung beteiligt waren, ist: Das geht von ganz links bis ziemlich konservativ. In der Breite unserer Gesellschaft sagen Menschen, da stimmt etwas nicht. Uns ist es zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise immer noch nicht gelungen, diesen Sektor in den Griff zu bekommen, und damit hat der Unternehmer aus der Realwirtschaft genauso ein Problem wie der Klimaaktivist.

Am vergangenen Mittwoch haben Sie bekannt gegeben, dass Sie zum Ende des Jahres Ihr Bundestagsmandat niederlegen, am selben Tag kam die Antwort der Bundesregierung auf eine von Ihnen gestellte Anfrage zu den Kosten der Finanzkrise in Höhe von mehr als 68 Milliarden Euro. Das wirkt, als hätten Sie das genau abgestimmt.

Nein, denn ich wollte die Anfrage schon vor mehreren Wochen beantwortet haben. Aber es ist schon erschreckend: 68 Milliarden Euro direkte Kosten für die Bankenrettung ist ein heftiges Preisschild. Es zeigt, wie gravierend und groß diese Krise war und wie schlecht die Aufsichtsbehörden gearbeitet haben. Und zweitens, dass in Deutschland, anders als etwa in der Schweiz, das Krisenmanagement so schlecht war, dass wir mit Milliardenverlusten aus der Bankenrettung rausgehen. Diese Kosten kann man jetzt nicht mehr ändern, aber man muss aus den Fehlern lernen. Wenn jetzt Finanzminister Scholz wieder über Großbanken faselt, ohne dieses Risiko zu benennen, dann bin ich echt empört.

Nun versuchen Sie, dies mit der Bürgerbewegung Finanzwende verstärkt ins Bewusstsein zu bringen. Wann ist bei Ihnen die Idee gereift, dort aktiv zu werden?

Dass es da eine Lücke gibt in der deutschen Gesellschaft, das spüre ich seit Jahren. Außer einem Wissenschaftler in Mannheim hat niemand in Deutschland zum Thema Cum/Ex gearbeitet. Es gibt auch keine zivilgesellschaftliche Organisation, die zu Fragen der Finanzmarktregulierung arbeitet, obwohl das ein so wichtiges Thema ist. Es gab viele Gespräche im Vorfeld der Gründung der Bürgerbewegung. Irgendwann bin ich vor die Frage gestellt worden, ob ich bereit wäre, so etwas auch zu leiten. Das kann ich aber nicht mit einer Tätigkeit in der Fraktion vereinbaren. Für mich war Bundestag immer ein Fulltime-Job. Und die Leitung einer Organisation wie der Bürgerbewegung Finanzwende ist das auch.

Glauben Sie, dass Sie jetzt mit so einer Bewegung mehr ausrichten können als im Bundestag als Abgeordneter?

Ich bin nicht nur ein begeisterter Parlamentarier, sondern auch einer, der etwas bewegen konnte. Doch nur aus dem Parlament heraus wird es nicht gelingen, der Finanzbranche entgegen zu treten, für eine Finanzwende braucht es dringend gesellschaftliche Unterstützung. Ich wäre gerne Abgeordneter geblieben, aber beides zusammen geht nicht, und daher habe ich diese Entscheidung getroffen.

Die erste Kampagne der Bürgerbewegung ist ein "Appell zur Überwindung der Krise", der eine Reihe von Forderungen an den Bundesfinanzminister vereint. Was ist Ihnen davon am wichtigsten?

Wir haben insgesamt mit der Finanzwende ein Großprojekt, es geht ähnlich wie im Bereich Energiewende darum, eine nachhaltige Entwicklung anzustoßen. Wir haben in diesem ersten Appell zu zehn Jahren Finanzkrise fünf Kernforderungen zusammengetragen. Das ist zum einen die Schuldenbremse für Banken, denn es ging darum, Banken zu retten, weil die ihre Verluste alleine nicht auffangen konnten. Deswegen ist diese Schuldenbremse am zehnten Jahrestag der Lehman-Brothers-Pleite die zentrale Forderung. Und wenn wir zurückblicken, sehen wir, wie die Finanzbranche wichtige Reformen ausgehebelt hat. Deswegen haben wir das Thema Lobbykontrolle mit in unseren Appell reingenommen. Und natürlich zur zentralen Frage, die viele bewegt: Warum ist nach dieser Finanzkrise in Deutschland kaum jemand zur Verantwortung gezogen worden?

Haben Sie eine Antwort?

In unserem Rechtssystem gibt es Lücken, die man korrigieren muss. Und ich glaube auch, dass die Justiz an manchen Stellen nicht auf Augenhöhe mit der Finanzbranche ist, und dass viele komplexe Geschäfte sehr schwierig juristisch aufzubereiten sind. Wir haben aber auch ein Problem mit der Finanzaufsicht. In den USA sind Milliardenstrafen verhängt worden, und in Deutschland keine einzige. Das muss sich ändern.

Das heißt, eine Stärkung der Justiz müsste noch in Ihren Forderungskatalog?

Genau. Wir haben ein kleines Kernteam, das den Start vorbereitet hat, jetzt geht es an den Aufbau. Die ganze Arbeit, die wir machen, kann nur funktionieren, wenn möglichst viele Menschen mit uns in Kontakt treten. Denn wie sollen wir Menschen informieren, wenn in Berlin die Versicherungslobby wieder ein Gesetz ausbremst? Deswegen steht der Name Bürgerbewegung auch für unsere Arbeitsweise: Wir wollen mit Bürgerinnen und Bürgern zusammen die Finanzwende herbeiführen, das können nicht ein, zwei Experten in Berlin machen.

Wie soll diese Beteiligung in Gang gebracht werden?

Namhafte MitstreiterInnen

Zu den UnterstützerInnen der Bürgerbewegung Finanzwende gehören Rainer Lenz (Finance-Watch), Antje Schneeweiß (Südwind Institut), Campact-Chef Christoph Bautz, der Wirtschaftsweise Peter Bofinger, Peter Eigen (Gründungsmitglied bei Transparency International), Martin Hellwig (ehemaliger Vorsitzender der Monopolkommission). Parteigrenzenübergreifende Zustimmung äußerten Gesine Schwan (SPD), Axel Troost (Die Linke), Norbert Blüm (CDU) und Gerhart Baum (FDP). (min)

Das wird bei jedem Thema ein bisschen anders sein. Es gibt natürlich Vorbilder, und man kann aus der Vergangenheit lernen: Die Kampagne "Steuer gegen Armut" des Jesuitenpaters Jörg Alt hat es ja 2009 geschafft, Zehntausende Unterschriften zu sammeln für eine Finanztransaktionssteuer. Damit ist dieses Thema politisch auf den Tisch gekommen in Berlin, aber auch in Brüssel. Das war ein Riesenerfolg und zeigt, wie es funktionieren kann, wenn sich Bürgerinnen und Bürger einmischen. Allerdings hat das nicht ausgereicht, um die Finanztransaktionssteuer bis ins Gesetzblatt zu bekommen.

Das heißt, Sie wollen Kampagnen führen, die dauerhafter verankert werden sollen?

Ja, wir machen keine einmalige Kampagne zu zehn Jahren Lehman-Brothers-Pleite, sondern wir wollen langfristig arbeiten. Es gibt unterschiedliche Instrumente, Unterschriftenaktionen sind nicht das einzige. An manchen Stellen wird man vielleicht eine Studie machen, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Es gibt Vorbilder in der Zivilgesellschaft, ob Foodwatch oder Lobbycontrol, oder auch Organisationen wie attac und Südwind, mit denen wir kooperieren, und mit denen wir gemeinsam schauen werden, wie wir das hinkriegen.

In Ihrem Appell plädieren Sie für einen Stopp der Immobilienspekulation. Was halten Sie von dem Vorschlag des Wirtschaftsprofessors Friedrich Breyer, den sozialen Wohnungsbau abzuschaffen und stattdessen Mieter mit mehr Wohngeld zu unterstützen?

Ich teile seine Analyse nicht. Ich bin überzeugter Marktwirtschaftler, aber der Immobilienmarkt ist an drei Stellen eben anders als andere Märkte. Das eine ist das soziale Argument: Wenn einzelne Menschen sich keinen Kaviar leisten können, weil die Preise steigen, ist das kein Problem. Das ist anders, wenn manche keine bezahlbare Wohnung mehr finden und auf der Straße landen. Das zweite ist: Boden kann man nicht vermehren. Der dritte Aspekt ist die Frage der Gentrifizierung, der Separierung der Wohngebiete. Wenn sich in unserer Gesellschaft Arm und Reich gar nicht mehr begegnen, weil sie in ganz unterschiedlichen Stadtteilen leben, wie soll dann eine demokratische Gesellschaft zusammenhalten? Aus diesen drei Gründen muss man den Immobilienmarkt schon anders aufstellen als den Markt für Bratwürste.

Gerhard Schick

Gerhard Schick (46) sitzt seit 2005 im Bundestag, war lange Jahre Mitglied im grünen Parteirat und gilt als einer der wenigen Linken bei den baden-württembergischen Grünen. Als finanzpolitischer Sprecher der Grünen setzte er sich immer wieder dafür ein, Steuerschlupflöcher zu stopfen und den Finanzmarkt zu regulieren. Ende 2018 will er sein Bundestagsmandat niederlegen. Beim Verein Bürgerbewegung Finanzwende, gegründet im Juli 2018, fungiert er als alleiniger Vorstand. (sus)

Warum ist das in Ihren Augen nicht der Fall?

Es gab eine Fehlentwicklung in den letzten 30 Jahren. Der Immobilienmarkt ist immer mehr geöffnet worden- man nennt das auch Finanzialisierung. Wir hatten früher große kommunale Wohnungsbestände, die vom Finanzmarkt völlig abgekoppelt waren. Große Teile davon sind verkauft worden, weil die Kommunen oder die Länder Geld brauchten. Wir hatten einen großen Bestand an gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften, die Steuervorteile hatten dafür, dass sie langfristig orientiert tätig waren. Die hatten mit dem Finanzmarkt nichts zu tun. Und früher konnte man auch nicht Immobilienpakete einfach mal schnell an die Börse bringen. Da hat sich etwas fundamental geändert. So wurde die Immobilie von einem Gebrauchsgut immer mehr zu einem Finanzanlageobjekt. Das ist eine Fehlentwicklung, die wir zurückdrängen müssen.

Was müsste man gegen diese Fehlentwicklung tun?

Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau, und wir brauchen wieder das Instrument der Wohnungsgemeinnützigkeit, um größere Bereiche des Immobilienmarkts von der Finanzmarktentwicklung abzukoppeln und dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit geringeren Einkommen bezahlbaren Wohnraum finden. Wenn Menschen mit dem normalen Geldbeutel vierzig, fünfzig Prozent ihres Einkommens für Miete zahlen, ist das zu viel. Und wo geht denn das Geld hin? Was gerade auf unserem Immobilienmarkt stattfindet, ist eine problematische Umverteilung von unten nach oben. Das ist keine nachhaltige Entwicklung, dies muss irgendwann zu einem Finanzmarktproblem führen.

Sehen Sie zehn Jahre nach der Lehman-Brothers-Pleite die Gefahr einer neuen Finanzkrise?

Die Finanzkrise ist leider nicht bewältigt, sie hat sich nur verlagert. Deswegen besteht die Gefahr, dass die alte Krise erneut aufflammt wie eine Krankheit, die man nicht richtig auskuriert hat. Das ist für unser demokratisches System etwas, das einen mit Sorge erfüllen muss. Wir haben nach wie vor globale Großbanken, die hochriskante Geschäfte machen und die zu komplex sind, als dass man sie abwickeln könnte. Wir haben nach wie vor einen extrem hohen Schuldenstand im Verhältnis zur realen Wirtschaftsleistung. Wir haben nach wie vor Geldmarktfonds, die nicht richtig reguliert sind. Wir haben nach wie vor eine zu geringe Eigenkapitalausstattung der großen Banken. Also: Zentrale Zutaten sind da, man kann deshalb nicht ausschließen, dass es wieder in etwa so passiert. Und das wollen wir mit unserer Bürgerbewegung Finanzwende verstärkt ins Bewusstsein bringen.


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6 Kommentare verfügbar

  • Real ist
    am 23.09.2018
    So ehrenwert Herrn Schicks Engagements ist, für eine Rettung ist es längst zu spät, wer sich die wichtigsten Kennzahlen und das hilflose Nichtagieren unfähiger Akteure vor Augen hält, wird verstehen, dass ein reinigendes Gewitter die einzige Möglichkeit ist, die gigantischen Schuldenberge zu eliminieren und danach die Wirtschaftssysteme langsam wieder aufzubauen, unser Sozialsystem in der heutigen Form wird danach Geschichte sein, außer den Verursachern wird jeder Einzelne den Gürtel enger schnallen müssen, über Luxusprobleme wie Erderwärmung, Genderforschung oder Stickoxyde wird kein einziger Mensch mehr reden.

    Vor der Finanzkrise 2007 lag die Verschuldung der OECD-Staaten bei ca. 25 Bio., heute nach der angeblichen Krisenüberwindung liegt sie mit 45 Bio. fast doppelt so hoch, eine noch grauenvollere Blase entstand am Anleihenmarkt, dem Börsenwert aller Unternehmen der Welt von 85 Bio. Dollar stehen 150 Bio. überbewerte Anleihen gegenüber, Derivate sind mit 500 Bio. fast sechs mal so hoch als das globale BIP mit 87 Bio. bewertet, dieses Ungleichgewichte gingen vor zehn Jahren als riesige Gefahr durch den Äther, heute mit noch erschreckenderen Kennzahlen redet die regierungsfreundliche Wir-tun-so-als-ob -Presse von überwundener Finanzkrise, wenn sie überhaupt davon berichtet.

    Die Frage ist nicht, ob, sondern wann der große Knall kommt.
  • Schwa be
    am 22.09.2018
    Ich hätte mir gewünscht das Frau Johanna Henkel-Waidhofer sich dieses Thema`s annimmt und ob die vom grünen Schick gegründete Bewegung dabei dann genau so schlecht weggekommen wäre wie die von Sahra Wagenknecht (Ausgabe 387, "Surfen auf der Rasierklinge").
    Oliver Stenzel jedenfalls ist mit der Bewegung des Grünen Schick m.E. nicht annähernd so kritisch wie JHW gegenüber #aufstehen.
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 20.09.2018
    Finanzwende – Finanzexperte – Finanzminister – im System relevant – Großbanken …

    Mit dem Begriff [i]Ökonom[/i] kommt mir der Begriff [i]Ökumene[/i] sofort mit in den Sinn – nicht das zustande gebracht, was sie sich vorgenommen haben!

    Also diese hier in Betrachtung genommen: [b]Banker[/b]!!!

    19.08.2011 SWR1 Leute Gast Edgar Most [b]Ex-Banker in Ost und West[/b] bei Stefan Siller https://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/edgar-most-in-swr1-leute/-/id=1895042/did=8486540/nid=1895042/ev2qoq/index.html Audio 32:10 Min.
    Ab Min. 16:48 Stefan Siller [i]„… Sie sind ein guter Freund von Josef Ackermann. Sie haben ja selbst, als wir vorhin Kaffee getrunken haben, gesagt: Den Mann schätzen Sie sehr. Der kann irgendwas. … Wir wollen 25 % Eigenkapitalrendite … Also der Kapitalist schlechthin! Wie passt das jetzt zusammen, dass ein Ex-DDR-Banker den so schätzt?“ [/i]
    Ab Min. 17:22 Min. Edgar Most [i]„Ja also, die Frage kann man so stellen. Und ist auch schwer zu beantworten. … Dann kam Ackermann. … Und in dieser Phase hab ich en Herrn Ackermann kennengelernt, der Weltweit denkt. Der is ken Mensch, den man für die deutsche Wirtschaft vorweisen kann, oder für die deutsche Kultur. Das war damals nicht. … Und er hat sich sehr viel engagiert für den Osten. Und ich war im Osten der Chef. Und er hat praktisch mir für den Aufbau Ost mir alle Freiheiten gelassen. … Und dabei hab ich Herrn Ackermann sehr oft persönlich kennen gelernt.“ [/i] Bis Min. 20:21

    02.08.2010 ARD Reportage [b]Die Welt des Josef Ackermann[/b] https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/die-welt-des-josef-ackermann-102.html Video 44:14 Min.
    Er gilt als mächtigster Wirtschaftsführer in Deutschland. Und in Politik wie Wirtschaft heißt es: Geht es der Deutschen Bank gut, geht es Deutschland gut. Wer ist der 62-jährige Mann an der Spitze einer der mächtigsten Banken? Was treibt ihn an? Der Banker ist ebenso umstritten wie bekannt und für viele das Sinnbild des kalten Kapitalisten …

    02.08.2010 FERNSEHKRITIK: „DIE WELT DES JOSEF ACKERMANN“: Er lenkt die Geschicke des Geldes http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/fernsehkritik-die-welt-des-josef-ackermann-er-lenkt-die-geschicke-des-geldes-11026520.html

    [b]Keiner will ihn kritisieren[/b]

    [b]Sein Selbstvertrauen lehrt das Fürchten[/b]
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 20.09.2018
      Sehen Sie zehn Jahre nach der Lehman-Brothers-Pleite die Gefahr einer neuen Finanzkrise?

      „… Die Finanzkrise ist leider nicht bewältigt, sie hat sich nur verlagert. Deswegen besteht die Gefahr, dass die alte Krise erneut aufflammt wie eine Krankheit, die man nicht richtig auskuriert hat. ...“
      … [b]Keiner will ihn kritisieren[/b] … [b]Sein Selbstvertrauen lehrt das Fürchten[/b] …

      [b]Tatsächlich[/b] befürchtet Josef Ackermann erkannt zu werden [b][1][/b] – Erkennbar ist: Josef Ackermann besitzt nicht einmal grundlegende Kenntnisse im Finanz- und Bankenwesen!!!

      [b][1][/b] 27.05.2011 Geld als Schmiermittel Wolfgang Hetzer zu Gast bei Petra Zundel
      [b]EU-Korruptionsbekämpfer[/b] "Die globale Finanzkrise war keine unvorhersehbare Naturgewalt, sondern eine Schweinerei": …
      Meine sechs Mails in die Sendung http://up.picr.de/33869774bf.pdf
      Leute - OLAF - Wolfgang Hetzer_2 Auszug:
      … Jedes 3jährige Kind erkennt sofort die Zusammenhänge, die, als
      Ursache für die "Finanzkrise", maßgeblich zu bennen sind - es genügt,
      lediglich 1x, mit diesem 3jährigen Kind, darüber zu reden und die
      Fragen die es stellt zu beantworten; es behält dies für sein ganzes
      Leben - vorausgesetzt, es beginnt n i c h t "Lieb Kind" sein zu
      wollen!! …
      Leute - OLAF - Wolfgang Hetzer_3 Auszug:
      … Der größte ausländische Verbrecher der jemals in der "BRD" seine
      Tätigkeit aufgenommen hat ist >>Josef Ackermann<
      vordringlichste Aufgabe ansieht
      ___dem deutschen Volksvermögen so viel Schaden wie nur
      ___möglich zuzufügen___!! …
      Leute - OLAF - Wolfgang Hetzer_6 Auszug:
      … es ist übrigens sehr einfach das gesamte Chaos zu verursachen
      >>Josef Ackermann<<
      die Politiker dann zu verunsichern, um durch ihre Entscheidungen
      die verursachten Finanzschäden "reparieren" zu lassen, diese
      Politiker dann vorzuführen
      >>am Nasenring durch die Arena zu führen<<
      den "Geldsegen" dann, als Verursacher abzulehnen, tatsächlich
      jedoch, über die Tochtergesellschaften davon zu profitieren, und
      auszugeben
      >>wir werden dieses Jahr einen "Unternehmensgewinn" in Höhe
      von 25% erzielen (Deutsche Bank)!!
      Wenn dies ein Banklehrling zum Ende des 1. Lehrjahres behaupten
      würde, es wäre ein fristloser Kündigungsgrund - jeder mit einer
      "Kaufleute-Ausbildung" weis, dass dieses nicht mit legalen Mitteln
      möglich ist!!! …
  • Schwa be
    am 20.09.2018
    Der Herr Schick antwortet ausweichend auf die Frage das man/frau das Ziel des "Vereins Bürgerbewegung Finanzwende", die Finanzmärkte stärker zu regulieren, ja durchaus als linkes Thema sehen könnte.
    Und schon darin steckt ein riesiges Problem, denn selbstverständlich ist das Ziel des Vereins, die Regulierung der Finanzmärkte eines links der politischen sogenannten "Mitte". Eigentlich gehören die Grünen ja auch da hin (links von der Mitte) - nicht nur an der Sitzverteilung im Bundestag sichtbar. Aber daran sieht man/frau deutlich, das die Grünen nach rechts in die sogenannte politische Mitte gerückt sind die sich durch ihre Politik gegen die Bedürfnisse der Bevölkerungsmehrheit richtet. Denn sonst würde der Herr Schick nicht so ausweichend antworten bzw. und er müsste nicht den verantwortungsvollen und hoch dotierten Posten im Bundestag aufgeben um die Regulierung des Finanzmarktes voranzubringen - was grundsätzlich nicht das schlechteste ist.
    Dennoch ein Herr Schick wird seinen neuen Posten nicht ehrenamtlich machen sofern er kein Multimillionär ist (wobei ich damit nur auf eine sorgenfreie finanzielle Situation hinweisen möchte und nicht zum Ausdruck bringen möchte das Multimillionäre Wohltäter sind die umsonst/ehrenamtlich arbeiten).
    Interessant finde ich auch seine Bemerkung, dass es für entscheidende Schritte hin zur Regulierung des Finanzmarktes einer breiten außerparlamentarischen Unterstützung durch die Bevölkerung bedarf - denn zur Deregulierung hat es das ja anscheinend nicht gebraucht. Was für mich umgehend die Frage aufwirft in was für einer Demokratie ich/wir leben?!
    • Kornelia .
      am 20.09.2018
      @Schwabe ... Ich gebe zu Bedenken:
      Seit rechts/links nicht mehr zwei Ausrichtungen auf der X-Achse (und dazwischen gaaaanz viel anderes) sind, sondern massiv beschossenen und nahezu eindimensionierte Echokammern- Ausbrüche auf der Y-Achse:
      oben die verkopften, meta Ebenen Linken und 'unten' die Morastigen! (Dazwischen nix! Niemandsland!)
      würde mir ein öffentliches Eintreten und Einstufen auch schwer fallen!
      (Und gerade Mitte-Linke haben den Wirtschaftsbereich schnöde verpönt! Ich sag nur : mehr schwäbisches Hausfrauenwirtschaften denken ;)

      Geld: mmh, es gibt wirklich Leute, denen ist Geld nicht alles! O.k. von was leben muss jeder, also ist Frage berechtigt, nur ob sich für knapp 10 000 Euro die Seele verkaufen langfristig besser ist? Es gibt sie, die Leute, die aus den Sozialstaatsgewärmten Sesseln aussteigen, bevor sie korrumpiert werden können!

      Und ist nicht auch 'aufstehen' eine Reaktion darauf, dass das Märchen: "willst du Politik? Muss du in Partei gehen, da aufsteigen, dann Wahl gewinnen, dann wichtig werden, dann ReGIERung, dann, ja nur dann kannst du was gestalten.... "
      schon lange (wahrscheinlich lt Mausfeld noch nie) nicht mehr stimmt?
      Spätestens beim Einzug der '68 in die Institutionen, wurde das Märchen als billigen Fummel geoutet, oder?

      Also gemach....

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