Beethovenstrasse in Botnang: Hier sollen Sozialwohnungen abgerissen werden, um teuer neu zu bauen. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 303
Gesellschaft

Jeder Zehnte am Abgrund

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 18.01.2017
Arm und Reich driften immer mehr auseinander. Dabei sind die Ärmsten so wenig sichtbar wie die ganz Reichen. Mehr als jeder zehnte Stuttgarter ist überschuldet. Bei der Caritas ist Manfred Blocher für die Armen und Wohnungslosen zuständig.

Nicht nur die Superreichen, auch die Mittellosen scheuen die Öffentlichkeit, sagt Manfred Blocher, der bei der Caritas in Stuttgart den Bereich Armut, Wohnungsnot und Schulden (AWS) leitet. Sie verstecken sich: aus Scham und Schuldgefühlen, aus Angst vor Diskriminierung. Gerade für Kinder, mahnt Blocher, ist es ganz schlimm, wenn sie von ihren Klassenkameraden als "Hartzer" ausgegrenzt werden oder an Ausflügen nicht teilnehmen können, weil ihre Eltern die Kosten dafür einfach nicht aufbringen können.

Blocher hat rund 160 hauptberufliche und 50 bis 80 ehrenamtliche Mitarbeiter, die in verschiedenen Häusern in der Stadt tätig sind. In der Olgastraße 46 zum Beispiel. Dorthin kann jeder kommen. Es ist ein offenes Angebot, "eine Art Wärmestube", sagt Blocher, es gibt Frühstück und Mittagessen, Duschmöglichkeiten, Waschmaschinen, eine Beratungsstelle. Und abschließbare Boxen, um das eigene Hab und Gut sicher zu verwahren: für jeden, der keine eigene Wohnung hat, ein essentielles Anliegen.

3800 Wohnungslose in Stuttgart sind derzeit auf die Angebote der AG freie Träger Wohnungsnotfallhilfe angewiesen – einem Zusammenschluss von neun Organisationen, von denen die Caritas und die Evangelische Gesellschaft die größten sind. Vor zwei Jahren waren es noch 500 Wohnungslose weniger, das bedeutet unterm Strich eine Steigerung um 15 Prozent. Deutschlandweit haben nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe rund 355 000 Menschen keine eigene Wohnung. Die Zahl könnte, so fürchtet die BAG, bis 2018 um weitere 200 000 anwachsen: eine dramatische Entwicklung.

Nirgends gibt es mehr Wohnungslose als in Stuttgart

Als wohnungslos gilt, wer keinen eigenen Mietvertrag hat. "Grundsätzlich gilt", so Blocher: "Allen Menschen, die einen Anspruch haben, können wir ein Dach über dem Kopf bieten." Das kann allerdings auch eine Notunterkunft mit mehreren Betten im Zimmer sein. Und einen Anspruch hat nur, wer auch als wohnungslos gemeldet ist. Davon zu unterscheiden sind Obdachlose, die gar kein Dach über dem Kopf haben: derzeit etwa 150, die Zahl hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren verdoppelt, nicht zuletzt aufgrund der Armutsmigration aus Osteuropa.

Für die Stadt Stuttgart möchte Blocher eine Lanze brechen. Stuttgart sei zwar prozentual die Stadt mit den meisten Wohnungslosen in ganz Deutschland, aber auch die mit der besten Prävention, sagt er. Wohnungslosigkeit beginnt in der Regel mit einer Räumungsklage. 2016 kam es zu 476 Räumungsklagen in Stuttgart, mehr als 100 mehr als im Jahr davor. In 321 Fällen wurden die Mieter tatsächlich vor die Tür gesetzt. "Die kommen dann zu uns", resümiert Blocher. Manchmal sind auch ganze Familien betroffen. Denen hilft die Stadt mit eigenen Fürsorgeunterkünften.

Was dem voran geht, ist ein unwürdiges Schauspiel: Zur Räumungsklage kann es kommen, wenn ein Mieter randaliert oder der Vermieter Eigenbedarf anmeldet. Oder aber, wenn der Mieter zwei Monatsmieten im Rückstand ist. Er müsste eigentlich reagieren, den Vermieter kontaktieren und am besten eine Beratungsstelle aufsuchen. Aber wenn Post vom Anwalt oder vom Gericht kommt, steckt manch einer, der nicht weiß, wo er das Geld hernehmen soll, den Kopf in den Sand. Öffnet einfach die Briefumschläge nicht mehr. Nicht alle halten dem Druck stand. Diejenigen, die nicht standhalten und ihre Wohnung verlassen, sagt Blocher, "die sind dann auch für uns verloren." Denn wer einfach geht, ohne sich bei der Caritas zu melden, hat keinen Anspruch auf eine Unterkunft.

Sechs Monate warten auf einen Termin

Über 60 000 Menschen sind in Stuttgart überschuldet, sagt das Inkassounternehmen Creditreform: mehr als jeder Zehnte. Als überschuldet gilt, wer seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann. Wenn die Einnahmen mit den Ausgaben nicht mehr Schritt halten. Überschuldet ist auch, wer mit einem eigenen Unternehmen pleitegegangen ist. Dafür ist nicht die Caritas zuständig: Es kommt zu einem Insolvenzverfahren. 875 Verfahren gab es 2016 in Stuttgart, weniger als im Vorjahr, zum kleineren Teil Unternehmensinsolvenzen.

Doch von den vielen Anderen kommt nur ein Bruchteil tatsächlich zur zentralen Schuldnerberatung, die von der Caritas, der Evangelischen Gesellschaft und PräventSozial, einem aus der Bewährungshilfe hervorgegangenen Verein, getragen wird. Von 2300 Ratsuchenden im Jahr 2016 konnten 1440 begleitet werden. 600 stehen derzeit noch auf der Warteliste. Sie müssen sich im Schnitt sechs bis acht Monate gedulden. Wenn alle 60 000 Betroffenen kämen, wäre die Beratungsstelle hoffnungslos überfordert.

Blocher umreißt den Personenkreis, dem Wohnungslose und Schuldner zuzurechnen sind: "Diejenigen, die nicht in Arbeit stehen, oder die in Arbeit stehen, oft acht Stunden und mehr, und sich dennoch die Teilhabe am Leben in Stuttgart nicht leisten können: die im Mindestlohnsektor arbeiten, die Reinigungskräfte, die Paketsklaven" - also diejenigen, die mit ihrem eigenen Auto DHL-Pakete ausfahren. Zunehmend sind Senioren betroffen, die mit ihrer Rente nicht mehr auskommen, sehr viele Alleinerziehende. Und Kinder. Die schutzlosesten von allen.

Für Überschuldung werden in Zeitungsartikeln und amtlichen Verlautbarungen verschiedene Gründe angeführt: Arbeitslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, Scheidung, Sucht, Krankheit, gescheiterte Selbständigkeit, übermäßiger Konsum, unwirtschaftliche Haushaltsführung. Von der Miete ist fast nie die Rede. Das mag damit zusammenhängen, dass unter dem Begriff "verfügbares Einkommen" das Nettoeinkommen verstanden wird. Die Wohnung wird dem privaten Konsum zugeschlagen.

Eine Wohnung ist aber kein Konsumartikel. Eine eigene Wohnung ist die Grundvoraussetzung, um ein würdevolles Leben zu führen. Um sechs Prozent sind die Mieten in Stuttgart im vergangenen Jahr gestiegen. Da kommen die Löhne nicht mit, ganz zu schweigen von den Einkommen in prekären Verhältnissen.

Auf die Frage, ob nicht auch die steigenden Mieten einen entscheidenden Anteil an der Zunahme der Überschuldung hätten, verweist Blocher auf seinen Kollegen Wolfgang Schrankenmüller von der Schuldnerberatung. "Doch, natürlich", sagt der, "speziell im Großraum Stuttgart. Auch hohe Betriebskostennachzahlungen können Überschuldung nach sich ziehen." Der Verbraucherpreisindex sei nämlich kaum gestiegen. An den Kosten für Lebensmittel und Bekleidung kann es also nicht liegen. Aber an den Mieten.

Das größte Problem: zu teure Wohnungen

Das sei das größte Problem überhaupt, sagt Manfred Blocher: Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Viele Menschen in den Unterkünften der Wohnungsnotfallhilfe brauchen keine Betreuung mehr und könnten ausziehen - wenn sie eine bezahlbare Wohnung fänden. Aber die Wartelisten des Wohnungsamts werden lang und länger. Dass nun Flüchtlinge dazu kommen, die ebenfalls günstige Wohnungen suchen, hat die Situation nicht vereinfacht, das Grundproblem gab es schon vorher.

Woran das liegt, sagt Blocher klipp und klar: am Versagen der Politik der vergangenen Jahrzehnte. Unter OB Kuhn sei die Situation besser geworden, derzeit entstünden immerhin 450 Sozialwohnungen im Jahr. "Das stoppt aber nur die Kurve nach unten, denn ebenso viele fallen aus der Mietbindung." Die Caritas ist selbst in den Sozialwohnungsbau eingestiegen. Aber Neubauten ließen sich sich unter einer Kaltmiete von 7,50 bis 9 Euro pro Quadratmeter nicht kostendeckend bauen, sagt Blocher. Für Erzieher und Pflegekräfte ist das schon ziemlich viel. Alles steht und fällt mit den Grundstückspreisen. Und auch die sind in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt.

Was aber ist mit der großen Zahl derer, die sich nicht an die Schuldnerberatung wenden? Die einen versuchen sich die Miete buchstäblich vom Mund abzusparen, die anderen geben ihre Wohnungen, in denen sie manchmal ihr halbes Leben verbracht haben, auf und ziehen in die Peripherie: in die Anonymität einer Hochhaussiedlung am Stadtrand. Wenn sich die Menschen nicht mehr zu helfen wissen, kommt es zu allen Arten von unkontrollierbaren Reaktionen, sagt Schrankenmüller: "Vom Selbstmord bis zum Banküberfall."

Immerhin kann die Schuldnerberatung in vielen Fällen helfen. Zu pfänden gibt es bei den Leistungsempfängern ohnehin nichts. Mit Hilfe von Stiftungen kann die Beratungsstelle den Gläubigern oftmals ein Angebot machen, das diese zumeist annehmen, weil sie wissen, dass bei den Schuldnern nichts mehr zu holen ist. Aber die Unsicherheit und die Wartezeit zermürben. Im vergangenen Jahrzehnt hat die Zahl der Betroffenen zwar drastisch zugenommen, aber die Schuldnerberatung hat nach wie vor nicht mehr als 14 Stellen.

Die meisten Wohnungslosen gehen nicht wählen

Dass die Menschen teilhaben können am normalen Leben ist Blocher sehr wichtig. Deshalb hat sich die Caritas für das Programm "Kultur für alle" eingesetzt: 80 Kultur- und Sporteinrichtungen legen ein festes Freikartenkontingent beiseite, das Bezieher von staatlichen Leistungen gegen Vorlage der Bonuscard nutzen können. "Wir machen mit den Besuchern unserer Einrichtungen auch Opernbesuche", erzählt Blocher.

Nur: wenn ein bedeutender Teil der Bewohner einer Stadt es sich nicht leisten kann, mit anderen einen Kaffee trinken oder essen zu gehen, führt dies zu einer Spaltung der Gesellschaft. "Welchen Einfluss hat dieses wahnsinnige Auseinanderdriften auf die politische Kultur?" fragt Blocher. "Wo ist der gesellschaftliche Kitt, wenn ein Teil der Menschen abgehängt wird?"

Die Antwort gibt es sich gleich selbst: "Es ist uns nicht gelungen in all den Jahren, die wohnungslosen Menschen zu politisieren." Wenn die Betroffenen wenigstens mitkämen zu Kundgebungen, würde es auch ihm und seinen Mitarbeitern leichter fallen, ihre Anliegen zu vertreten. Die meisten gingen auch nicht mehr wählen. Sie haben die Hoffnung verloren. Gleichwohl meint Blocher: "Es gibt einen Rechtsruck, das ist keine Frage." Es sind freilich nicht unbedingt die Wohnungslosen und Überschuldeten, die AfD wählen. "Es hängt mit der Angst vor dem Abstieg zusammen."


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6 Kommentare verfügbar

  • CharlotteRath
    am 19.01.2017
    „2014 waren etwa 335.000 Menschen wohnungslos. Das ist ein Anstieg um fast ein Fünftel in gerade einmal zwei Jahren. Wohnungslos zu sein bedeutet, keinen festen Wohnsitz zu haben. Die meisten Betroffenen halten sich wenigstens zeitweilig in Heimen oder anderen Einrichtungen auf. Als obdachlos gelten Menschen, die ohne jede Unterkunft auf der Straße leben. Dieses Leben führten 2014 ca. 39.000 Menschen. Hier ist sogar ein Anstieg um 50 Prozent festzustellen."
    Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind bereits darauf angewiesen, sich regelmäßig über "Tafeln" des Roten Kreuzes mit Lebensmitteln zu versorgen. Nicht mitgezählt sind die Tafeln anderer Wohlfahrseinrichtungen, kirchlicher und weiterer Träger.
    Vergleiche:
    DRK-Soforthilfe-Report Januar 2017, http://www.bagw.de/de/neues~124.html, Informationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

    Deutschland geht es gut - so gut, dass der Finanzminister derzeit 12 Milliarden Euro übrig hat - und der Rüstungsetat um 20 Milliarden aufgestockt wird.
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wolfgang-schaeuble-bund-erzielt-12-milliarden-ueberschuss-14011683.html
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-10/angela-merkel-verteidigung-ausgaben-bundeswehr
  • Barolo
    am 19.01.2017
    Danke für den guten Artikel über die Probleme die wir hier in Deutschland haben.
    Auch auf die Gefahr mal wieder durch die Ritze zu fallen, aber um nur zwei Fragen zu nennen, wie bei o.g. Projekten besser geholfen werden könnte.
    Wieviel Milliarden pro Jahr geben wir an Migranten aus? (ich klammere mal den kleinen Prozentsatz aus, der für Flüchtlinge nötig ist, auch wen diese im ersten sicheren Land für einen Bruchteil der Kosten wie hier zu versorgen wären)
    Wieviel günstigen Wohnraum könnte man statt S21 in Stuttgart und BW bauen?
  • Liane
    am 19.01.2017
    Es erschreckt mich, wie sehr auch das grünlinksliberale BildungsBiedermeierBürgertum auf die marktradikale Chimäre aufgesessen ist:

    survival the fittest, jeder ist seines Glückes Schmied, wer nicht kämpft hat verloren, homo oeconomicus, ICH Ags etc pp
    Sind das nicht genau jene Sprüche, die diese asoziale neofeudale Schieflage -wieder- herbeigeführt haben?

    Also wird fleissig von rechts bis links oberleererhaft gemassregelt oder gefordert oder sozialfürsorgerisch lamemtiert, die Unterschicht möge doch aktiv, sich besser beteiligen, etc pp.
    (Das passt natürlich all jenen gut, die dann ein neues zu betreuendes Klientel oder Fortbildungsprojekt haben)

    Ergo:
    in einer Demokratie werden nur jene vertreten, die sich Gehör verschaffen? Nur jene, die genug Geld haben, um einzukaufen? Nur jene, die von Politikern gehört werden, weil sie zu den realen oder eingebildeten Wichtigs gehören?
    Kann das sein? NEIN!

    Fakt ist: Politiker, Journalist, Berater, Bürokrat etc wird man im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte (sollte man meinen) und aus freien Stücken. Man bekommt Geld ab dem ersten Arbeitstag, oftmals kann man machen was man will, kaum Rechenschaftspflichtig, man hat Zugriff auf riesen Apparate und unterstützenden Leistungen, fliegt und reist durch die Welt, kriegt gute Häppchen kredenzt und super Kontakte (zwecks Anschlußverwendungen!)

    und neuerdings darf da nicht mehr eingefordert werden? Wird sogar freiwillig auf Leistungserbringung verzichtet?

    Nicht die Diener, nicht die Angestellten werden aufgefordert, nicht die Repräsentanten,
    nein, der Souverän soll tun/machen und dann dem Diener häppchenweise zuführen?!
    Der Knochen soll gefälligst zum Hund kommen?

    Leute, unsere öffentlichen Apparate werden immer dicker, fetter und lethargischer und mit dem "die Bürger müssen machen" können sie sich gemütlich zurücklehnen!
    Bedingungsloses Grundeinkommen auf super hohem Niveau!
    Incl zigfacher Vorteilsgewährungen!
  • Liane
    am 18.01.2017
    Historie:
    Obwohl "sie" mal wählten wurde Hartz von christlichen, von freiheitlichen vorbereitet und von sozialen und grünen Bürgerbewegten durchgepeitscht, von Medien, Kirchen, Sozialverbänden und Gwerkschaften abgenickt!
    (Und für den Namensgeber standen 300 000 Euro "Entspannungsgelder“ in Brasilien zur Verfügung!)
    Jetzt wählen sie nicht und es wird trotzdem weiter geNahlest!

    Ergo: nicht wählen ist effektiver und Nerven schonender!
    Keine Wahkrampf Veranstaltungen, keine fake news dechiffrieren, kein Blätterwald rum liegen haben!

    Viele Holzbrincks brauchen gar nicht wählen, keine mühsamen Bürgerveranstaltungen durchführen, keine Tretmühlen betreten und kriegen innerhalb von einem Jahr "ihr" Wirtschaftsfach in den Schulen!
  • Franky
    am 18.01.2017
    Ob die neue Partei "Bündnis Grundeinkommen" die sogenannten Abgehängten erreicht?
  • Anne
    am 18.01.2017
    Vielen Dank für den Artikel. Armut hat viele Gesichter. Allerdings sind wir von der Ursachenbekämpfung der Armut Meilen entfernt.

    Angemessene Mietwohnungen können sich die meisten Menschen nicht mehr leisten, weil die Immobilien zu Spekulationsobjekten mutieren und Sozialwohnungen an Heuschrecken verscherbelt werden. Anderseits lenkt die Politik nicht ein um eine Mietpreisbremse einzufordern. Zudem haben wir wie in fast allen Städten einen Leerstand an Wohnungen. Wer ist für diesen Missstand verantwortlich? Wer soll es richten?

    Hartz IV hat die Armut salonfähiger gemacht und sie verfestigt. Neben der Wohnungsnot gibt es auch die Energiearmut. Wer in der kalten dunklen Wohnung sitzt, lebt wie ein Obdachloser.

    Ursachen bekämpfen geht nicht mit der hiesigen Politik. Sie muss vom Volke ausgehen! Jeden kann dieses menschenunwürdige Leben treffen. Wir brauchen soziale Wohnraumpolitik, die für soziale Wohnräume schafft. Es gibt unzählige Vorschläge.

    Wir doktern an Symptome und schaffen mehr Armut und unbezahlbaren Wohnraum. Es lebe der Pauperismus einer neuen Zeit. Denn Armut ist gewollt.

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