Collage: Jürgen Lessat

Ausgabe 163
Gesellschaft

Probleme inklusive

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 14.05.2014
Seit Monaten schiebt Kultusminister Andeas Stoch (SPD) die Antwort auf eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Fragen dieser Legislaturperiode vor sich her: den Umgang mit behinderten Kindern und Jugendlichen im Regelunterricht.

Stuttgart mit seinen rund 600 000 Einwohnern ist Modellregion. Dennoch blieb bisher außerhalb aller Fachzirkel weitgehend undiskutiert, worum es wirklich geht: nicht nur um Kinder im Rolli, die auf ein mehr oder weniger barrierefreies Gymnasium gehen, oder um Seh- oder Hörbehinderte, die dank zusätzlicher Betreuung die allgemeinen Klassen- und Lernziele erreichen. Es geht um viel mehr. Es geht um Schüler und Schülerinnen, die an einem Unterricht teilnehmen, dem sie nicht zur Gänze folgen können, um Vielfalt und Miteinander, um Respekt und Teilhabe, um Anspruch und Wirklichkeit. "Um das Recht auf Bildung, das weder durch die Schwere der Behinderung noch durch leere Kassen der öffentlichen Hand in Frage gestellt werden darf", so die Forderung des Landesverbands für Menschen mit Körper-und Mehrfachbehinderung. Schule müsse "völlig neu gedacht werden".

In der Landeshauptstadt besuchen derzeit knapp 500 Kinder eines der 60 inklusiven Bildungsangebote, viele von ihnen gehen noch in die Grundschule. Wie schwierig der Übergang in eine fünfte Klasse werden kann, zeigt die Debatte um den Jungen mit Downsyndrom aus Walldorf, der mit seinen Freunden aufs Gymnasium gehen möchte. Eine Aufgabe, der sich das dortige Lehrerkollegium nicht stellen will und kann. Bisher wechselten nur Kinder, die auch das Abitur anstreben können.

"Nicht mehr als eine schöne Illusion"

In Stochs reiner Lehre wird es solch eine abwehrende Haltung nicht mehr geben. Dennoch mochte der Minister, verheiratet mit einer Sonderschulpädagogin, in den seit Wochen nicht zuletzt auf dem Rücken der Viertklässler ausgetragen Streit nicht eingreifen. Dabei haben die seit Jahren aktiven Eltern das zuständige Schulamt in Mannheim und die Stadt auf ihrer Seite. Inzwischen läuft eine Online-Petition. Und der Behindertenbeauftragte der Landesregierung, Stochs Parteifreund Gerd Weimer, appelliert an die Gymnasiallehrer, für sich keine Ausnahme von der Inklusion zu beanspruchen. Jede Schulart solle sich verantwortlich fühlen. Sönke Asmussen, Leiter des zuständigen Referats im Kultusministerium, ersetzt dieses "soll" sogar durch "muss" und sieht eine "einmalige Chance" für eine Öffnung gegenüber neuen pädagogischen Impulsen und Konzepten.

Anspruch und Wirklichkeit. Es gibt noch nicht einmal einen rechtlichen Rahmen, um den Elfjährigen tatsächlich aufzunehmen. Dennoch werde theoretisch "alles von allen verlangt", sagt Michael Hirn, Stuttgarts geschäftsführender Sonderschulleiter und mit zuständig für alle entsprechenden Einrichtungen in der Stadt. Das sei aber noch immer "nicht mehr als eine schöne Vision". In der Realität lassen sich in den von CDU und FDP vor vier Jahren auf den Weg gebrachten Modellregionen nur wenige Realschulen und Gymnasien auf jene konsequenten Formen der Teilhabe ein, welche die seit 2009 für Deutschland verbindliche UN-Menschenrechtskonvention verlangt.

Dabei ist der Weg im Südwesten besonders weit. Die ersten Kinder, deren Eltern einen gemeinsamen Unterricht vor Gericht erstreiten mussten, sind längst erwachsen. Noch 2009, nach jahrelangem Kampf und unzähligen ebenso eindringlichen wie vergeblichen Appellen an den damaligen Kultusminister Helmut Rau und die CDU/FDP-Landesregierung, sorgt erst ein Gerichtsentscheid dafür, dass die Waldorfschule in Emmendingen ihr integratives Konzept umsetzen darf.

Unter Grün-Rot sollten die Weichen zügig neu gestellt werden. "Die Schulen erhalten die für die Inklusion notwendige personelle, räumliche und sächliche Ausstattung", hieß es vor drei Jahren im Koalitionsvertrag. Es gelte das "Zwei-Pädagogen-Prinzip, wobei die Kompetenz der Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen ausdrücklich erforderlich ist". Eltern wird ein Wahlrecht zugesagt, ob sie ihr Kind in die Sonder- oder in die Regelschule schicken wollen. Mehr als 20 Millionen Euro wären dafür Jahr für Jahr zusätzlich nötig, hat die Bertelsmann-Stiftung errechnen lassen. Eine Größenordnung von nicht weniger als 4000 neuen Lehrerstellen hat das Kultusministerium selber ins Spiel gebracht.

Die Parallelität der Systeme ist teuer und nach neuen Studien eigentlich überflüssig, weil Kinder mit Einschränkungen, selbst mit geistigen, im Unterricht für alle besser vorankommen. Belegt ist eine Beschleunigung des Lernfortschritts um bis zu ein Jahr. Außerdem öffnet sich eine soziale Schere: Eltern mit höherer Schulbildung erkämpfen für ihre Kinder einen Platz in einer Gemeinschafts-, einer Realschule oder im Gymnasium – während sich jene aus bildungsfernen Schichten mit der Sonderschule zufriedengeben.

Ausschließende gesellschaftliche Verhältnisse überwinden

Andere Länder haben schon vor langer Zeit die Konsequenzen gezogen. In Italien sind alle speziellen Behinderteneinrichtungen seit 1977 aufgelöst. Ende der Achtziger hatte sich der Schulausschuss des Landtags vor Ort über die Konsequenzen dieser Entscheidung informiert. Im Sommer 2015(!)) wird erneut eine Delegation nach Südtirol reisen, um das international hochgelobte System von acht Jahren Grund- und Mittelstufe für alle, das zugleich eine eigenständige Ausbildung für Integrationslehrkräfte bietet, in Augenschein zu nehmen.

In Schweden wurden bis vor 40 Jahren rund 95 Prozent aller Kinder und Jugendlichen mit geistigen Beeinträchtigungen und dem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in eigenen Gruppen oder Klassen betreut. Keine zwei Jahrzehnte später waren fast alle diese Einrichtungen Geschichte. Inzwischen loben Vergleichsstudien die Fortentwicklung der Inklusion und auch, dass der feine Unterschied zwischen Integration und Inklusion "seit Langem wirkende Leitlinie ist", wie die EU in einem Bericht schreibt. Denn nicht die Integration Behinderter in die Gesellschaft sei das Ziel, sondern die Überwindung exkludierender, also ausschließender, gesellschaftlicher Verhältnisse. Baden-Württemberg haben gegenwärtig 73 000 Schüler und Schülerinnen besondere sonderpädagogische Bedürfnisse, aber nur 28 Prozent davon besuchen eine Regelschule.

Praktiker wissen, dass das in der Praxis oft viel einfacher ist, als es sich Laien vorstellen können. Jedenfalls dann, wenn es an Lehrkräften, Betreuern, Weiterbildung und Ausstattung nicht fehlt. Dann kümmern sich Sonderpädagogen um die – nach den baden-württembergischen Plänen – in Kleingruppen zusammengefassten Kinder und darum, dass die ihre individuellen Lernziele erreichen, die nicht mit jenen der Regelklasse übereinstimmen (müssen). Dann haben Kinder, die inklusiv beschult werden, wie es im Behördendeutsch technokratisch heißt, eigene Räume, um sich zurückzuziehen. Dann geht es nicht um passives Mitlernen, um den eigenen Rhythmus, sondern um soziale Kompetenzen, um den Stolz und die Hilfsbereitschaft, die nicht behinderte Kinder entwickeln, wenn sie ihre Freunde und Mitschüler unterstützen können.

Keine Tür soll mehr verschlossen bleiben

Der Alltag hat sich bisher unter Grün-Rot nicht spürbar verbessert. So werden in den Modellregionen weiterhin Kinder mit Behinderung nicht auf den Klassenteiler angerechnet, sodass manche Klassen überlaufen. Ungeklärt ist, wie Schüler und Schülerinnen in Gruppen zusammengefasst werden, vor allem wenn sie – siehe Walldorf – mit ihren Freunden zusammenbleiben möchten. Auch Angela Beck, die Rektorin der Raichberg-Realschule im Osten, berichtet von fehlender Unterstützung und von den "vielen Hürden" in ihrem Alltag seit 2010. Zwei Jungen und zwei Mädchen mit geistiger Behinderung wurden aufgenommen. In einem Elternbrief warb sie für diese Entscheidung, Kritik blieb aus. Viele fanden es im Gegenteil gut, dass ihre Kinder diese Möglichkeit des gemeinsamen Lernens bekamen. Eine Mutter zieht den Vergleich mit russischen Matrjoschkas, jenen Birkenholzpuppen, die, ineinandergeschachtelt, eine nach der anderen geöffnet werden, bis die allerkleinste und damit "der Kern der Sache" zum Vorschein kommt: "Inklusion heißt, dass jeder, wirklich jeder mitmachen darf und keine Türe mehr verschlossen bleibt."

Mit dem Einverständnis von Elternschaft und Kollegium ist ein großes Hindernis ausgeräumt. Gerade die vielen kleinen, oft banalen Probleme bringen beteiligte Lehrkräfte aber an den Rand ihrer Belastbarkeit. Beck berichtet vom "enormen Aufwand", eine Kostenübernahme zu klären, etwa für den Aufenthalt im Schullandheim. Auch deshalb bezweifeln viele Fachleute, dass in den nächsten Jahren tatsächlich alle Schulen bereit sein werden, solche Mühen im Fall des Falles auf sich zu nehmen. Bayern knüpft ein Netz von 87 Gymnasien mit einem besonderen inklusiven Profil, wobei sich der Haken im Kleingedruckten versteckt. Denn die stehen nur Kindern "mit gymnasialer Eignung" offen.

Genau das will Norbert Edel, der Rektor des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Bad Cannstatt, nicht. Er ist bisher der einzige Vertreter seiner Schulart in der Landeshauptstadt, der das Thema offensiv angeht. Edel rückt "die zentrale Frage" in den Mittelpunkt seiner Überlegungen: "Welche Gesellschaft wollen wir?" Und der Pädagoge beantwortet sie selbst: eine, die das Spannungsverhältnis aushält zwischen intellektuellen Hochleistungen und der Öffnung auch für Kinder mit geistiger Behinderung.

Die Folgen in der Praxis sind weitreichend. Ein Beispiel von vielen: Noten werden an Bedeutung verlieren. Eine Schulgemeinschaft wird damit leben müssen, dass Kinder versetzt werden, obwohl ihr Leistungsvermögen für das Klassenziel nicht ausreicht. Und Eltern werden sich mit ihren Ansprüchen und Ängsten, mit ihren Befürchtungen und Wünschen darauf einstellen, dass andere Eltern andere Ansprüche und Ängste haben, andere Befürchtungen und Wünsche. Kritiker befürchten, dass die Merkmale des neuen Lernen und Lehrens in der Gemeinschaftsschule Einzug auch im Gymnasium halten werden. Befürworter wiederum hoffen eben darauf. Zum Schuljahr 2015/2016 wird Grün-Rot die entsprechende Schulgesetz-Änderung auf den Weg gebracht haben. Dann könnte der Walldorfer Junge schon in der sechsten Klasse Gymnasium sitzen.


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4 Kommentare verfügbar

  • Jupp
    am 19.05.2014
    Ich bin damals im Gymi sitzen gebliebenen. Meine Freunde nicht. Das war echt gemein.
    Dürfte ich heute auf Versetzung klagen? Mich quasi wieder zu den Freunden inkludieren?
    Im Ernst: Da bin ich mental noch nicht so weit um den Sinn von geistig behinderten Menschen in Gymnasien zu verstehen. Was hat das Kind davon, wenn an der Tafel Themen besprochen werden, die es nicht verstehen kann? Da läuft den halben Tag ein Film ab, den das arme Kind nicht begreift.
    Und das Freunde-Argument greift bei jedem Kindergarten- oder Schulwechsel. Oder eben beim Sitzenbleiben. Das halten die Kinder schon aus. In der anderen Schule sind auch nette Menschen, die zu neuen Freunden werden.
    PS: Ich habe sowohl privat als auch beruflich mit Menschen mit Behinderungen zu tun. Ich stelle eine hohe Zufriedenheit fest, wenn diese Aufgaben erledigen, die sie auch erfüllen können. Und umgekehrt eine hohe Frustration, wenn die Dinge viel zu komplex sind.
    @johanna: seit wann ist Halbwaise sein eine Behinderung?
  • Johanna Henkel-Waidhofer
    am 15.05.2014
    Aber genau das heißt Inklusion doch nicht, weil Inklusion nicht Integration oder noch weniger ist. Da gibt es auch überhaupt keinen Interpretationsspielraum. Die UN-Konvention gilt, der Leistungsfähigkeitsgedanke ist alles andere als ausschlaggebend, und das ist auch gut so.
    Es bringt eine Gesellschaft so viel weiter, wenn wirklich jeder mitmachen darf und keine Türe mehr verschlossen bleibt. Sonia Sotomayor, diese diabeteskranke Halbwaise aus der Bronx mit Latino-Wurzeln und dem sich zu Tode gesoffen habenden Vater ist heute Richterin am Obersten Gerichtshof der USA. Sie hat es nicht nur dank der systematischen staatlichen Minderheitenförderung geschafft, wie sie dieser Tage im Morgenmagazin erzählte, sondern auch, weil sie all ihren Mut zusammengenommen hat. Um zur Allerbesten in ihrer Schulklasse zu gehen und die zu fragen, wie das geht, gute Noten zu schreiben.
    Das können so viele Kinder, die ganz ohne den überkommenen Blick auf die Leistungsfähigkeit eingestuft werden. Der Nutzen ist immer ein doppelter. Nicht nur im Falle der Höchstrichterin: Die Klassenbeste hat die Frage beantwortet und die vielen folgenden Fragen ebenfalls, und eine gute Freundin bis heute hat sie auch.
    Bei uns wird die Geschichte - 2014 und spät genug - jetzt fortgeschrieben: Bald bleibt niemand mehr sitzen, gerade auch geistig- und mehrfachbehinderte Kinder nicht, und so viele andere Kinder werden davon profitieren. Das ist in Hamburg und in der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg Realität und in zahlreichen Länder Beschlusslage oder in der Umsetzung. In den Schulsystem von Schweden, Finnland oder Großbritannien gehört der Begriff Versetzung übrigens seit Jahrzehnten nicht mehr zum in der Schule gebräuchlichen Vokabular.
  • Tillupp
    am 15.05.2014
    "Inklusion heißt, dass jeder, wirklich jeder mitmachen darf und keine Türe mehr verschlossen bleibt"
    ... und als nächstes Klagen sich die Eltern in Elite-Universitäten ein, weil der Freund des Kindes zufällig Hochbegabt ist.
    Ha! Alles Quatsch. Inklusion bedeutet, dass man entsprechend seiner Leistungsfähigkeit eingestuft wird. Ein Down Kind das die Bedingungen erfüllt kann dann auch aufs Gymnasium, genauso wie ein Diabetisches, Einbeiniges oder Kurzsichtiges. Bringt es die Leistung nicht, dann geht es eben in eine andere Schule, die besser geeignet ist, und wird dort inkludiert. Es wird sitzen bleiben und dann (traumatisiert) von der Schule gehen, nur wegen bornierter Eltern, die das Leistungsprinzip unseres Schulsystems negieren.
  • Holger Wallitzer-Eck
    am 15.05.2014
    Als Initiator der Online-Petition für Henri (Change.org/Henri) möchte ich ausdrücklich die Ausgewogenheit und die zu Ende recherchierten Aspekte und Fakten des Artikels von Frau Henkel-Waidhöfer loben. Es ist ein großes Thema dass endlich viel mehr auf breiter Ebene und haltungsfördernd diskutiert werden muss. Nicht im Sinne einer anstehenden Wahl für oder gegen "Inklusion", sondern vielmehr unter dem Aspekt, dass Inklusion ein Prozess ist, an dem wir uns alle beteiligen müssen und der uns alle betrifft. Auf dem Weg zu einem möglichen Fernziel der vorbehaltlosen Einbeziehung aller Menschen in unsere Gesellschaft gibt es vor allem in Deutschland noch sehr viel zu tun. Wenn wir jetzt noch länger zaudern und ständig nur die Befürchtungen und kritischen Punkte in den Vordergrund heben, machen wir uns selbst das Leben schwer. Das soll nicht heißen Kritik im Sinne des Prozesses und auch berechtigte Befürchtungen zu nennen und offen für die Argumente der jeweils anderen zu sein. Denn nur so können wir unsere Kräfte bündeln und gewinnbringend für alle einbringen. Leider erlebe ich täglich, wie tief der Fürsorge- und Wohlfahrtsgedanken in Bezug auf Menschen mit Behinderung in uns verankert ist. Allerdings möchten die Menschen mit Behinderung nicht länger nur "Objekte" der Sozialpolitik sein, für die man aussucht und bestimmt was das Beste für sie sein könnte. Vielmehr sind sie ebenso mündige "Subjekte" im Rechtssinne. Die bisherige Praxis widerspricht hier der UN-Behindertenrechtskonvention.
    Mit diesen Tatsachen und völkerrechtlich verbindlichen Dingen müssen wir uns endlich auseinandersetzen in Deutschland, in einigen Regionen mehr, in anderen weniger.
    Zum Schluss müssen wir uns Fragen, warum schaffen es andere Bundesländer ganz selbstverständlich auch Menschen mit Förderbedarf im Bereich "geistiger Entwicklung" und Menschen ohne Behinderung gemeinsam an Gymnasien mit Erfolg zu beschulen und hier bei uns in Baden-Württemberg nicht?
    Warum schaffen es die Spanier, Menschen mit dem Down-Syndrom zum Abitur und zum Studium zu führen und Deutschland nicht?
    Warum schafft es Kanada, Italien, Schweden, Finnland und Norwegen, eine Schule für alle zu etablieren, so, dass das Problem des Sortierens erst gar nicht aufkommt?
    Eine mögliche Antwort lautet, weil wir zu lange gewartet, spezialisiert und sortiert haben und Menschen mit Behinderung aus unserem Alltag damit verbannt haben. Wir haben nie lernen dürfen, wie sie sind, was sie sind und wie wir mit ihnen umgehen können. Dabei hätten wir festgestellt, dass sie nicht mehr und nicht weniger als alle anderen Menschen sind. Hören wir bitte endlich damit auf Menschen irgendwo hineinzusortieren. Tolerieren und akzeptieren wir uns lieber so verschieden wie wir auch sind. Denn nur das ist Inklusion und gelebte Diversität.

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