Schwäbisch Hall anno 1862 mit neuem Bahnhof (linker Bildrand).

Schwäbisch Hall anno 1862 mit neuem Bahnhof (linker Bildrand).

Bahnhof Schwäbisch Hall heute.

Bahnhof Schwäbisch Hall heute.

Der "Kraft durch Freude"-Propagandazug der Nationalsozialisten macht im Dritten Reich Station. Quelle: Stadtarchiv Schwäbisch Hall

Der "Kraft durch Freude"-Propagandazug der Nationalsozialisten macht im Dritten Reich Station. Quelle: Stadtarchiv Schwäbisch Hall

Kultur- und Kneipenbahnhof, betrieben vom Verein Gleis 1.

Kultur- und Kneipenbahnhof, betrieben vom Verein Gleis 1.

Am Ende eines Tausendjährigen Reiches: Nach einem amerikanischen Bombenangriff liegt das Bahnhofsgebäude in Schutt und Asche. Foto: Kubach

Am Ende eines Tausendjährigen Reiches: Nach einem amerikanischen Bombenangriff liegt das Bahnhofsgebäude in Schutt und Asche. Foto: Kubach

Alte Bahntechnik, schon länger außer Betrieb.

Alte Bahntechnik, schon länger außer Betrieb.

Sonderzug der Queen am 25. Mai 1965.

Sonderzug der Queen am 25. Mai 1965.

Noch nicht verscherbelt: DB-Anlage Bahnhof.

Noch nicht verscherbelt: DB-Anlage Bahnhof.

Ausblick im Jahr 1960. Foto: Kubach

Ausblick im Jahr 1960. Foto: Kubach

Manches interessante Detail ist erhalten geblieben.

Manches interessante Detail ist erhalten geblieben.

Ausgabe 163
Schaubühne

Nächster Halt: Tristesse

Von unserer Redaktion
Datum: 14.05.2014
Großer Bahnhof in Schwäbisch Hall: Am 24. Mai 1965 besuchte Königin Elisabeth II. von Großbritannien die hohenlohische Kreisstadt, die rund 60 Kilometer nordöstlich von Stuttgart malerisch im Kochertal liegt. Die Queen und Prinzgemahl Philip reisten standesgemäß mit einem Sonderzug an, spazierten durch das historische Zentrum und "trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein", wie die Stadtchronik vermerkt. Knapp 50 Jahre später ist nicht mehr viel von dem einstigen Glanz geblieben, den die "königliche" Haltestation einst ausstrahlte.

Die auch als Haller Stadtbahnhof bezeichnete Station an der Strecke zwischen Heilbronn und Crailsheim verlor schon kurz nach ihrer Eröffnung im Jahr 1862 an Bedeutung. Seit dem Bau der Murrtalbahn zwischen Stuttgart und Crailsheim, ein knappes Jahrzehnt später fertiggestellt, umfahren die meisten Züge Hall und halten im nahe gelegenen Hessental, heute ein Teilort der Kreisstadt. Das alte Eingangstor der Stadt lag deshalb seit Längerem in einem Dornröschenschlaf.

Wachgeküsst wurde es im Sommer 2013 durch den Kunstverein Gleis 1, der seitdem in der Schalterhalle und alten Bahnräumen Kunstwerke präsentiert. Durch die Warteraum-Installation "Zwischenlager zeitRaum – die Ordnung der Dinge" des Konzeptkünstlers Hans A. Graef wurde das 140 Jahre alte Sandsteingebäude zum Kunstbahnhof, zur "sozialen Skulptur". Ihr Ziel ist die Reanimation des Bahnhofs – auch in Erwartung einer Stadtbahnanbindung von Hall. 



Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen hat das Stadtarchiv Schwäbisch Hall zur Verfügung gestellt, die aktuellen Farbbilder hat Walter Steiger im Mai 2014 aufgenommen.


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