Ausgabe 239
Editorial

Fanpost

Von Susanne Stiefel
Datum: 28.10.2015

Es muss raus, auch wenn es Prügel dafür gibt: Ich bin Merkel-Fan. Dass es einmal so weit kommt, hätte ich mir nicht träumen lassen. Doch die Flüchtlingskrise wirbelt so einiges an Gewissheiten durcheinander. Und so ist die Kanzlerin auf meinen persönlichen Beliebtheits-Charts weit nach oben gerückt, mag sie mit ihrer Partei in den neuesten Umfragen auch auf 36 Prozent abgesackt sein und mancher Parteifreund, allen voran der Chef der Schwesterpartei CSU, Horst Seehofer, munter an ihrem Stuhl sägen.

Merkel und ihre unerschütterliche Haltung zur Flüchtlingsfrage werden mir immer sympathischer. Sie will die Grenzen nicht dichtmachen, sondern in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen. "Wenn wir uns dafür entschuldigen müssen, dann ist das nicht mein Land." Das ist ein starker Satz und ein politisches Signal. Vor allem in Zeiten, in denen mit der Angst Politik gemacht wird, Flüchtlingsheime brennen und Pegida mit rechter Hetze Aggressionen schürt. In diesen Zeiten, in denen nicht zuletzt mit falschen Zahlen gezündelt wird, wie in dieser Ausgabe in unserem Aufmacher nachzulesen ist. Merkels pragmatisches "Wir schaffen das" heißt nicht nur die Flüchtlinge willkommen, sondern würdigt auch das Engagement der vielen freiwilligen HelferInnen, die anpacken, statt zu lamentieren.

Ganz alleine stehe ich nicht mit meiner neu entflammten Merkel-Liebe. Der Linken-Chef Bernd Riexinger bekannte kürzlich in Stuttgart: "Es ist mir fast peinlich, aber ich muss mich als Merkel-Fan outen." Und der grüne Altvordere Joschka Fischer bekundete der Kanzlerin "Bild"-öffentlich Respekt und Unterstützung und bekannte: "Dass ich einmal Angela Merkel öffentlich verteidige, hätte ich nicht gedacht."

Die Flüchtlingsfrage wirbelt so einige parteipolitische Koordinaten durcheinander. Zeit seines Lebens war mein Vater treuer CDU-Wähler und lange Zeit engagierter Kommunalpolitiker. Nichts lag ihm ferner, als auf die Straße zu gehen. Politik wurde in demokratisch gewählten Gremien gemacht, basta. Nun spielt er mit seinen knapp 90 Jahren erstmals mit dem Gedanken, gegen die hasserfüllten Parolen der Pegida und für eine humane Gesellschaft zu demonstrieren.

Ich hätte mir auch nie träumen lassen, dass ich einmal fast mit meinem Vater auf einer Demonstration stehen könnte. Fast. Denn leider machen seine Beine nicht mehr so mit. Mein Vater ist inzwischen übrigens, ganz gegen den Trend, sehr zufrieden mit seiner Parteichefin, die ihm zu viele Männerkonkurrenten weggebissen hat und mit der er sich als alter Macho nur schwer anfreunden konnte. Nicht nur dies ein alter politischer Streitpunkt zwischen meinem alten Herrn und mir. Einig sind wir uns jedoch darin, dass Humanität und Toleranz wichtig sind für eine Gesellschaft.

Am Montag hat Pegida in Dresden wieder mehrere Tausend Mitläufer gefunden. Die Stadt Dresden fürchtet um ihr Image und stellt bereits einen Rückgang der Übernachtungszahlen fest. Der Hetze muss etwas entgegengesetzt werden. Die Demokraten müssen aufstehen, egal ob in Dresden, Oferdingen oder Stuttgart, und den fremdenfeindlichen Krakeelern ihre Sicht der Dinge entgegenhalten. Das passiert bereits. Dass auch die Kanzlerin dies mit zwei signalhaften Sätzen getan hat, hat mich zum Fan gemacht.


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21 Kommentare verfügbar

  • Der Rosarote+Panther-Fan
    am 03.11.2015
    @Ernst Hallmackeneder, 02.11.2015 07:31
    Ich halte mich für links, aber für "Anti-Deutsch" halte ich mich nicht. Vielmehr fühle ich mich als unerschütterlicher Patriot der unsere Freiheitlich Demokratische Grundordnung verteidigt. Und genau die ist durch die Nazis gefährdet die gerne wieder Deutschland ins inquisitorische Mittelalter zurück-zu-terrorisieren versuchen. Wie man an den Baseballschlägern sieht haben sie auch nichts gegen Scharia-Methoden. Sie wollen nur eben selber über die anderen Richten. Da die meisten Deutschen einen Migrationshintergrund haben richten sich die Abendland-Erfinder gegen Deutschland. Schauen Sie sich doch mal die Bilder im Fernsehen genau an. Da kommen 2000 Flüchtlinge friedlich über die Grenze, flankiert von 10 Polizisten während in Sachsen in Freital für 80 Irre eine Hundertschaft braucht. Im ernst, wer ist hier bitte schön antideutsch, Herr Halmackendeder? Jedenfalls nicht die Linke und auch nicht die Flüchtlinge.
  • Ernst Hallmackeneder
    am 02.11.2015
    Absolut richtig, werte Frau Stiefel. Jetzt wächst endlich zusammen, was zusammen gehört! Schließlich eint Merkel/CDU und die kontextgeliebte antideutsche Linke nichts mehr als die gemeinsame, unbändige und unverbrüchliche Liebe zum Kapitalismus reinsten Wassers; was nicht weniger ist als der Wille unseres allmächtigen HERRn. Wie schön.
  • hajomueller
    am 01.11.2015
    @Gela
    "Ich bin in der DDR groß geworden und habe dort genug Schwierigkeiten gehabt - ich habe genug vom Schwarz-Weiß-Denken! Damit macht man sich die Realität zu einfach."
    Ich habe den Eindruck, SIE machen sich die Realität sehr einfach. Sie beschreiben Frau Merkel als einen individuellen Menschen mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten. Ich habe Frau Merkel als eine Frau erlebt, die immer wieder ihr tun als alternativlos darstellte, da ist nichts mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten. Reden wir in ein paar Wochen mal wieder darüber, wie menschlich und verfassungskonform Frau Merkel in der Flüchtlingsfrage bleibt. Schon heute konnte man beobachten, in welche Richtung es gehen könnte. Sie (der Bund) sollte mal für die Kreise und Kommunen ein paar Milliarden rüberschieben, so wie sie es bei der Bankenrettung getan hat. Die schwarze Null scheint ihr aber wichtiger zu sein, wie ein lebenswertes Leben für Menschen in prekären Situationen. Dabei gilt prekär nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für viele Menschen in Deutschland.
  • Gela
    am 01.11.2015
    @ Schwabe: Ich glaube, Sie verstehen die Redewendung "geschenkt" nicht richtig. Das heißt nämlich: darüber müssen wir nicht streiten, da sind wir ziemlich einig. Aber was mich beunruhigt, ist, dass auch hinter den Entscheidungen, die wir gut finden, immer nur böse Absichten vermutet werden und aus einem individuellen Menschen mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, wie es auch Frau Frau Merkel ist, so ein Popanz wird. Ich bin in der DDR groß geworden und habe dort genug Schwierigkeiten gehabt - ich habe genug vom Schwarz-Weiß-Denken! Damit macht man sich die Realität zu einfach.
  • Schwabe
    am 01.11.2015
    @Gela
    wenn Sie insbesondere den Kommentar von ElisabethHD aufmerksam gelesen haben - welcher das handeln von Merkel und ihren neoliberalen Beratern zutreffend beschreibt - verwechseln Sie eiskaltes politisches Kalkül mit menschenfreundlichem handeln.
    Selbst wenn Sie dies nicht so sehen wollen halte ich Ihre Meinung, dass die Mitverantwortung von Merkel an den Fluchtursachen "geschenkt" ist für erschreckend Menschenverachtend!
  • Gela
    am 31.10.2015
    "Merkel und ihre unerschütterliche Haltung zur Flüchtlingsfrage werden mir immer sympathischer. Sie will die Grenzen nicht dichtmachen, sondern in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen. "Wenn wir uns dafür entschuldigen müssen, dann ist das nicht mein Land." Das ist ein starker Satz und ein politisches Signal. Vor allem in Zeiten, in denen mit der Angst Politik gemacht wird, Flüchtlingsheime brennen und Pegida mit rechter Hetze Aggressionen schürt. In diesen Zeiten, in denen nicht zuletzt mit falschen Zahlen gezündelt wird, wie in dieser Ausgabe in unserem Aufmacher nachzulesen ist. Merkels pragmatisches "Wir schaffen das" heißt nicht nur die Flüchtlinge willkommen, sondern würdigt auch das Engagement der vielen freiwilligen HelferInnen, die anpacken, statt zu lamentieren "

    schreibt Susanne Stiefel - und recht hat sie! Man kann im übrigen die Politik von Frau Merkel so viel kritisieren wie meine Vorkommentierer, sie für Fluchtursachen etc. mitverantwortlich machen - geschenkt! Aber für ihre menschliche und verfassungskonforme Haltung in der Flüchtlingsfrage verdient sie Respekt und Anerkennung. Da ist es gut, mal die ideologischen Scheuklappen etwas zu lüften und was Gutes auch gut zu nennen!
  • Schwabe
    am 31.10.2015
    Wo ist Frau Merkel wenn die deutsche Bevölkerung sie braucht?
    Beispiel Lobbyismus:
    630 Abgeordnete sitzen im Bundestag. Fast 1000 Lobbyisten haben über die Fraktionen (heimliche) Zugangsausweise für den Bundestag.Weitere Lobbyisten haben Ausweise auf Antrag ihrer Verbände bekommen. Deren Namen sind öffentlich. Fas forderte der Verein Abgeordnetenwatch.de jetzt auch für die übrigen Lobbyisten die Ihre Ausweise über die Fraktionen zugesteckt bekommen haben. Der Bundestag (somit auch Frau Merkel) weigerte sich. Abgeordnetenwatch.de klagte und gewann vor Gericht. Doch der Bundestag, also auch Frau Merkel, hält mit seiner Mehrheit aus CDU/CSU und SPD weiter dicht und ging in Berufung. Der Rechtsstreit kann mehrere Jahre dauern und damit auch hunderttausende Euro von Steuergeldern. So bleibt noch viele Jahre lang geheim, von wem bzw von welchen Interessenvertretern sich die Regierungsparteien "beraten" lassen. "Mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen" - ist eine schöne Phrasen bürgerlich neoliberaler Sonntagsredner.
    Warum bekennt sich Frau Merkel nicht öffentlichrechtswirksam zu ihrer Interessenspilitik anstatt heimlich einen Rechtsstreit mit Steuergeldern zu finanzieren?
  • ElisabethHD
    am 31.10.2015
    "Merkel und ihre unerschütterliche Haltung zur Flüchtlingsfrage werden mir immer sympathischer. Sie will die Grenzen nicht dichtmachen, sondern in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen."

    "Unerschütterlich" ist ein merkwürdiges Adjektiv in diesem Zusammenhang. Es setzt ja voraus, dass Frau Merkel eine feste Haltung hat, an der sie trotz großer Widerstände festhält.

    Mir ist es immer noch nicht gelungen, so etwas wie eine "Haltung zur Flüchtlingsfrage" zu erkennen. Das einzige, was ich sehe, ist eine ziemliche Wurschtigkeit.

    Seit mindestens einem Jahr sind die Flüchtlingslager in den Nachbarländern Syriens so unterfinananziert, dass noch nicht einmal ausreichend für die Grundbedürfnisse gesorgt werden kann.
    Hat diese Notsitation Frau Merkel interessiert? - Offensichtlich nicht.

    Griechenland ist schon lange nicht in der Lage, die ankommenden Flüchtlinge halbwegs angemessen zu versorgen. Der griechische Außenminister hatte im Frühjahr schon angedeutet, die Flüchtlinge nach Norden ziehen zu lassen, wenn die Sparauflagen der Troika unerträglich sind.
    Hat diese Notsituation und die damit verbundene Drohung Frau Merkel interessiert? - Anscheinend nicht. Den Griechen wurde rücksichtslos das Troika-Sparprogramm aufgezwungen.
    Erst dann, als ein paar zehntausend Flüchtlinge sich tatsächlich bis nach Ungarn durchgeschlagen hatten, entdeckte Frau Merkel ihre freundliche Ader und hat verkündet, dass Syrer unbegrenzt in Deutschland Asyl beantragen könnten und nicht in "sichere Drittstaaten" zurückverwiesen werden.
    NICHT verkündet hat sie, wo die Leute unterkommen sollen, wie sie integriert werden können und wie und von wem das alles bezahlt werden soll.
    Ich sehe hier nur diese "unerschütterliche" Haltung: Nichts tun, bis die Probleme vor der eigenen Haustür gelandet sind, und hoffen, dass andere Leute (die Kommunen, die Ehrenamtlichen ...) dann eine Lösung dafür finden.

    Es kann natürlich sein, dass diese unerschütterliche Planlosigkeit auch nur inszeniert ist und sich dahinter doch ein Programm verbirgt:
    Vielleicht haben sich Angela Merkel, Friede Springer und Liz Mohn vor ein paar Monaten zum Kaffeekränzchen getroffen, und Angela hat gefragt: "He, Mädels, was mach ich eigentlich, wenn die Griechen echt sauer auf den Schäuble sind und uns die ganzen Refugees von ihren Inseln schicken?" Liz hat gesagt: "Überhaupt kein Problem. Einfach reinkommen lassen und die Krise als Chance sehen. Meine schlauen Jungs fordern doch schon lange massive Einwanderung, damit die Löhne nicht steigen und der Export nicht schwächelt. Und jetzt kommen die sogar von selbst! Was willst du mehr?" Friede hat ein wenig überlegt und dann gesagt: "Ja, der Kai kriegt das hin, eine wunderbare BILD-Kampagne "Refugees welcome." Angela hat auch ein wenig überlegt und dann gesagt: "Mädels, ihr seid spitze. So werden wir endlich Einwanderungsland, ganz ohne lästige Diskussionen. Wenn die Flüchtlinge erst mal in Wien sind, muss selbst der Seehofer sie alle reinlassen. Wir machen das. Wir schaffen das."

    Bertelsmann-Studie:
    ".. Die Zukunft der Zuwanderung ist außereuropäisch – dafür muss Deutschland jetzt die Weichen stellen
    Bis zum Jahr 2050 bräuchten wir bei normal steigenden Erwerbsquoten und niedriger EU-Zuwanderung jährlich 491.000 Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern.
    Es sind Reformanstrengungen notwendig, um Deutschland attraktiver für Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten zu machen. ... Gleichzeitig muss eine umfassende Willkommenskultur etabliert werden ..."
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_IB_Zuwanderungsbedarf_aus_Drittstaaten_in_Deutschland_bis_2050_2015.pdf
  • Kornelia
    am 30.10.2015
    Völker Pispers:
    Frau Merkel hat mit ihrer Asse-politik, als Umweltministerin einen Schaden von ca. 6 000 Millionen verursacht!
    https://youtu.be/PdcU1FP1wcE
    ab 06:00 auch spannend die kriegerischen Reisen gen China
    (von Merkel und Kretschmann!!!)
  • Schwabe
    am 29.10.2015
    Auch Schwerverbrecher haben ihre guten Seiten. Doch deswegen entlasse ich sie noch lange nicht aus der Haft(ung), geschweige denn werde gleich ein Fan.
    Schwerverbrecher im üblichen Sinne sind darüber hinaus i.d.R. für das Leid eines überschaubaren Personenkreises verantwortlich.
  • hajomueller
    am 29.10.2015
    @ophir
    was ist denn an "linken Utopisten" und "Gutmenschen" so schlimm und warum soll sich Frau Merkel in ihrer Politiklinie nicht von diesen Leuten beirren lassen? Besser wäre es, Sie gingen hier auf die vielen Argumente derer ein, warum Frau Merkel nicht als Vorbild dienen kann. Es scheint, als ob Mutti mit ihrem alternativlosen Gerede bei Ihnen voll ins Schwarze getroffen hätte. Ich hätte gerne von Leuten wie Ihnen gerne erfahren, warum Waffenlieferungen in den Nahen Osten, erdrosseln der Wirtschaft eines Landes wie Griechenland (und anderen), intransparente Verträge (TTIP), Lobbyismus bis zum Abwinken, Vorratsdatenspeicherungen die nachweislich kein Verbrechen verhindern (nur die gesamte Bevölkerung unter Verdacht stellen), der Automobilbranche helfen, den nötigen und möglichen Umweltschutz nicht leisten zu müssen, und so weiter und sofort, warum das alles alternativlos sein soll. Oder haben "rechte Realos" und "keine Gutmenschen" damit ein Problem.
  • someonesdaughter
    am 28.10.2015
    "Und lassen Sie Sich in Ihrer Politiklinie von einigen linken Utopisten + "Gutmenschen" nicht beirren ...

    Unser Vaterland und das deutsche Volk braucht Sie auch weiterhin noch!!!"

    Das ist Satire, oder? Muss es sein, denn die lautesten Schreihälse gegen Merkels Politik sind allenfalls für Leute "linke Utopisten", die eben die CSU für links halten. Also eigentlich nur für Rechtsextreme. Andererseits sind das ja auch gerne Leute, die ernsthaft denken, eine Aussage würde durch drei Ausrufezeichen und GEBRÜLLE irgendwie 'aussagender'.

    Also bitte klären Sie mich auf: Satire oder nicht?
  • ophir
    am 28.10.2015
    Bleiben Sie STANDHAFT, sehr geehrte Frau Dr. Merkel!

    Und lassen Sie Sich in Ihrer Politiklinie von einigen linken Utopisten + "Gutmenschen" nicht beirren ...

    Unser Vaterland und das deutsche Volk braucht Sie auch weiterhin noch!!!
  • Kornelia
    am 28.10.2015
    @ Ande Leuchte
    Irgendein Forist hat die schöne Beschreibung für wir geliefert!
    WIR
    Wirtschaft
    Investment
    Rendite

    Und dann wird verständlich warum die Sozial(hüstel)Demokraten(hüstel) und die Christ(hüstel)Demokraten(hüstel) so gerne das WIR in den Vordergrund schieben!

    Wette, Frau Merkel würde ohne Zetsche, Bertelsmänner, Sinn und co (billige Arbeitskräfte incl krank machende Konkurrenz am Arbeitsplatz) keinen Finger krümmen?!
  • Ande Leucht
    am 28.10.2015
    Sorry Frau Stiefel, was momentan an der Flüchtlingsfront abläuft ist der reine Irrsinn. Und mit Sicherheit ist die ganze Sache inzeniert. Warum weiss ich nicht. Aber die Tatsache, dass eine Merkel hier als Protagonistin auftritt verheisst gar nichts Gutes. Es ist interessant zu sehen, wie Leute, die sich vielleicht schon länger für Flüchtlinge stark gemacht haben, und die politisch sicher wo ganz anders stehen, anfangen zu schwimmen und plötzlich die Merkel und ihre politische Agenda gut finden und verteidigen. So marginalisiert man den politischen Gegner und beschäftigt ihn.
    Wenn es heisst "wir schaffen das" möchte ich mal wissen wer dieses "wir" sein soll. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu. Und vor Merkels Karren lass ich mich bestimmt nicht spannen.
    Ausserdem ist es auch eine Tatsache, dass die Flüchtlinge aus Syrien vor Ort, also in Syrien und den angrenzenden Ländern, zu einem Bruchteil der Kosten versorgt werden könnten. Ich bin auch der Meinung, dass diese Leute in Syrien später wieder gebraucht werden. Anstatt in Europa als Billigst-Arbeitskräfte zu enden.
  • Ulrich Scheuffele
    am 28.10.2015
    ich war noch nie ein Merkelfan und werde es auch nie sein.
    Macht diese Frau auch die gute Mutti, vor dem Hintergrund, dass in Europa 25% der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht sind? In Deutschland haben 10% der Kinder und Jugendlichen kein Geld, um sich eine warme Kleidung leisten zu können. Die gleiche liebe Mutti unterstzützt Waffenexporte in Krisengebiete, wo damit Blut vergossen wird. Die gleiche liebe Mutti umarmt einen Erdogan, der unerbittlich die Kurden verfolgt, gerade diese Volksgruppe, die einen unerhörten Blutzoll im Kampf gegen den IS bezahlt. In meinen Augen hat Scheinheiligkeit einen Namen und der ist Merkel.
  • hajomueller
    am 28.10.2015
    "Humanität und Toleranz sind wichtig für eine Gesellschaft", schreiben Sie Frau Stiefel. Ich gehe davon aus, dass Sie meinen, Frau Merkel vertrete diese Attribute. Sie vertritt sie meiner Meinung nach vor allem in Sonntagsreden. Frau Merkel ist zumindes moralisch mitverantwortlich, dass im Nahen Osten so viele Menschen auf der Flucht sind. Sie ist mitverantwortlich, dass in Griechenland soviele Menschen unter erbärmlichen Verhältnissen leben müssen. Sie gab kräftig Beifall, als Schröder und Fischer Hartz IV einführten. Und sie ist eine begeisterte Vertreterin von TTIP, die noch mehr Menschen in unmenschliche Verhältnisse stürzen wird. Und sie will eine marktkonforme Demokratie, sprich eine Wirtschaftsdiktatur. Und Frau Merkel ist auch eine knallharte Vorratsdatenspeicherin. Die Liste der Merkelschen Grausamkeiten ist sehr sehr lang.
    Unter diesen Voraussetzungen kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln, dass Sie sich in KONTEXT als Merkel-Fan outen. Ich hätte erwartet, dass KONTEXT-Journalisten die Politik Frau Merkels nicht auf eine politische Reaktion, die noch gar nicht abgeschlossen ist, verkürzen.
  • Kornelia
    am 28.10.2015
    Frau Merkel wird als Spalterin Deutschlands in die Geschichte eingehen!
    Selber im gespaltenen Land diesseits und jenseits "ungebrochen" Karriere gemacht, spaltete sie diese Gesamt-Land wie niemand zuvor!
    Sie hatte keine Probleme damit, 82 Millionen Menschen dem Bush zu "opfern", um die Wahlkampfhelfer der USA zu bekommen!
    Sie spaltete mit ihrer Kandidatur die zur Demokratie aufstrebenden " Mehrheit der Bevölkerung" (die Frauen)
    Sie spaltete die zurecht Demokratie einfordernden Ostler!
    Sie spaltet massiv Kleinkind schroffe der europäischen Union!
    Und jetzt spaltet sie die Winzgefahr "Links"!

    Und sie spaltete und spaltet weiter!

    Merke(l): eine vertikale Spaltung re/li ist händelbar, eine horizontale Spaltung ist Lebensgefährlich: sie erfasst alle Lebensbereiche, alternativ los!

    Meine Verschwörungstheorie: 89 haben USAner bei dem ersten Stasibehörden-übergriff die Merkel-Akte in die Hand bekommen und seitdem hängt sie an den Marionetten Seilen der berühmten 200 "Oetker" Familien (http://derkontexter.com/2015/10/07/dr-oetker-hats-verstanden-200-familien-regieren-die-welt/)

    Kaum einer beschreibt System Merkel so gut wie Volker Pispers
    https://m.youtube.com/watch?v=NcYDPmeKG98
    ab 06:00...
    "Merkel hat Angst vor eine Kernschmelze an der Wahlurne"

    https://m.youtube.com/watch?v=uzsSGvKZf-c
    V.P.: Merkel ist ein Reak-tor: sie schaut sich an wo die Leute hinlaufen, schleicht sich dran vorbei stellt sich an die spitze und sagt: die stehen alle hinter mir!
  • Schwabe
    am 28.10.2015
    Doppelmoral
    Merkel hat auch schnell die Energiewende herausposaunt die hauptsächlich ein Papiertiger ist - um an der Macht zu bleiben bzw. um den Eindruck zu vermitteln das sie sich um die Bevölkerung sorgt.
    Mit Blick auf Merkels tödliche Aussenpolitik (z.B. Waffenexporte oder die Drohnenmorde von Ramstein aus) und ihre antisoziale Innen- bzw. Wirtschaftspolitik (z.B. Zerstörung der Daseinsvorsorge zugunsten des Profits - Privatisierung) halte ich diese Doppelmoral für unerträglich.
    Merkel diese Doppelmoral anzulasten ist richtig, greift aber zu kurz. Die aus meiner Sicht verantwortungslose Doppelmoral lastet allen bürgerlich neoliberalen Parteien an (insbesondere CDU/CSU, SPD, GRÜNE, AfD, FDP). Schlechte Politik an einzelnen Personen fest zu machen greift, wie bereits erwähnt, zu kurz. Soweit meine persönliche Meinung.
    Abschließend für übereifrige: Wenn jemand etwas kritisiet was anderen nicht passt, heißt das nicht automatisch ihm automatisch etwas anderes unterstellen zu dürfen - fragen Sie ihren Psychologen.
  • Blender
    am 28.10.2015
    So wie Schröder/Steinbrück mit den Harz4-Gesetzen einiges Gutes für die Wirtschaft gemacht hat, die SPD dafür aber nicht von den Wirtschaftswählern gewählt wurde,
    so besetzen Merkel/Schäuble mit dem Atomausstieg und dem aktuellen Flüchtlingsmanagement linke bzw. grüne Positionen, aber deshalb CDU wählen würde ich trotzdem nicht. Vor allem weil dies nur zu Lasten der Linken oder der Grünen ginge.
    Die Frage die sich stellt: Ist Deutschland ein homogenes Bevölkerungsgemisch das zusammenhält oder ein heterogenes in dem sich die Phasen (reich&arm, dumm&klug, mobil&bodenständig, innovativ&konservativ) trennen? Es gilt die Dummheit zu bekämpfen. Dumme Reiche zahlen keine Steuern und dumme Arme machen die Falschen für ihre Lebenssituation verantwortlich und die klugen Armen stellen fest, dass sie keine Möglichkeit haben richtig Reich zu werden.
    Eine Vermögenssteuer und eine Bildungsoffensive wäre die richtige Antwort auf die meisten heutigen Probleme.
  • Peter Meisel
    am 28.10.2015
    Tut mir Leid - ein fan dieser Verantwortlichen unserer Politik kann ich nicht sein. Dafür ist sie viel zu wenig Vorbild für mich:
    Wir kennen die Fluchtgründe der Menschen und vermehren diese regelmäßig!
    Der Lebensstil der reichen Länder bringt den Planeten an seine Grenze - Frau Merkel hat sich in Brüssel für schlechtere Abgaswerte eingesetzt und wundert sich, dass die Automobil Industrie diese vorsätzlich nicht einhält: Moral - Ein Kostenfaktor schreibt die NZZ.
    Die "christliche CDU" unter der Führung von Volker Kauder macht ein Bombengeschäft am Bodensee. Die "soziale SPD" unter Sigmar Gabriel steigern die Waffenexporte zum Töten und Vertreiben der Menschen weltweit. Siehe heute KONTEXT Extra:
    So stiegen laut jüngstem Rüstungsexportbericht die Genehmigungen ihrer Regierung. U.a. Unter den führenden 20 Empfängerländern fänden sich menschenrechtsverletzende Staaten wie Israel (Rang 2), Saudi-Arabien.
    Dass sie UN Menschenrechts Charta Artikel 14 einzuhalten vorgibt , (1) Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen, tut sie offensichtlich nicht freiwillig.
    Wenigstens verbal ist sie in diesem Punkt meine Vertreterin.
    Mein Problem mit ihr ist die Nähe zu ihrer Freundin Friede Springer, die die 10 Pfennig - Propaganda für sie durchführt und ihre Vermählung mit den Banken. (Geburtstagsfeier für Josef Ackerman, Deutsche Bank, im Kanzleramt)
    Den Schwachsinn mit Stuttgart 21 will sie nicht beenden. Dieser Endsieg wird als Milliardengrab wie Pamyra in die Geschichte eingehen, bis eine Neue Aufklärung (KANT) zur Revolution führt?
    https://www.dropbox.com/s/lelixb9mqy65wla/Screenshot%202015-10-21%2000.42.26.png?dl=0
    Ich stell mir gerade vor, Herrn Dr. jur. Schäuble wäre der GREXIT gelungen. Dann wären die Flüchtlinge schneller hier und was würde Jesus dazu sagen?

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