Ausgabe 231
Editorial

Mauern einreißen

Von unserer Redaktion
Datum: 02.09.2015

Was wäre, wenn alle miteinander reden würden? Wenn möglichst viele Menschen möglichst viele Informationen hätten, die nachprüfbar sind? Wenn sie Hintergründe aus verschiedenen Blickwinkeln aufgefächert bekämen, abweichende Meinungen zugelassen wären und diese als Grundlage dienten für ein "ehrliches Ringen" um die bestmögliche Lösung von aktuellen Fragen des Zeitgeschehens? So wünscht sich Kontext-Leserin Charlotte Rath eine demokratische Öffentlichkeit, und sie schränkt zugleich ein, dass dies eine "unerreichbare Utopie" sei.

Der Streit um die Veröffentlichung der Otto-Brenner-Stiftung ("'Querfront' – Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks") zeigt, wie recht sie hat. Die Fronten scheinen klar: hier der Mainstream, dort die Gegenöffentlichkeit. Aber schon hier beginnt das Problem. Was ist der Mainstream, was die Gegenöffentlichkeit? Kampfbegriffe beides und deshalb wenig geeignet, die Dinge differenziert zu betrachten. Wolfgang Storz hat sich in dieses Minenfeld begeben, hat versucht, eine Struktur herauszuarbeiten, und hat damit heftige Sprengsätze ausgelöst. Befördert auch durch Fehler, die er einräumt.

Dieser Kampf, erbittert von beiden Seiten geführt, spiegelt die Verhältnisse wider. Jene Medien, die wechselweise traditionell, etabliert oder alt genannt werden, fürchten (zu Recht) um ihre Existenz, beanspruchen jedoch weiter die Deutungshoheit für sich. Auf der anderen Seite wachsen Alternativmedien, vornehmlich im Netz, die diesen Alleinvertretungsanspruch öffentlicher Meinung nicht mehr akzeptieren. Zwischen beiden, den Alten und den Neuen, scheint eine Wand zu stehen, und sie wird so lange stehen bleiben, so lange nicht miteinander geredet wird. Wer die einen als "gleichgeschaltete Systempresse" beschimpft, die anderen als "spinnerten Verschwörungstheoretiker", ist zur Kommunikation nicht fähig. Viel sinnvoller wäre es, genau hin zu schauen, zu prüfen, wer einen sinnvollen Beitrag zu einer demokratischen Zivilgesellschaft leistet – und wer nicht. Nazis zum Beispiel. Und dies in aller Unaufgeregtheit, und mit der Gewissheit, dass niemand ein Abo auf die Wahrheit hat. Hier nicht und dort nicht.

So jedenfalls verstehen wir bei Kontext Journalismus. In diesem Verständnis haben wir auch auf die Arbeit von Wolfgang Storz in unserem letzten Editorial hingewiesen – und sind damit in eine Reihe mit der "Frankfurter Rundschau", "Berliner Zeitung", "Tagesspiegel", "Zeit", taz und "Deutschlandfunk" gerückt, wie Albrecht Müller kritisiert. Der Herausgeber der "Nachdenkseiten" zeigte sich enttäuscht von Kontext, dem "ansonsten aufklärenden Medium", das "ungeprüft die Parolen des Autors der Otto-Brenner-Stiftung übernommen" habe.

Daraufhin ist Josef-Otto Freudenreich zu ihm nach Pleisweiler in die Pfalz gefahren. Wolfgang Storz ist aus Frankfurt in die Redaktion gekommen, um mit Susanne Stiefel zu sprechen. Im Sinne der Aufklärung und Prüfung – und um Mauern einzureißen.


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19 Kommentare verfügbar

  • Schwabe
    am 08.09.2015
    @Andre Gaida
    "...Wer Krieg,Mord und Terror mit Militärischen Mitteln bekämpfen will bekommt den totalen Krieg und keinen Frieden...". Dieser Aussage ist m.E. nichts hinzuzufügen!
    Und trozdem - es ist wieder soweit! Und zwar direkt vor unseren Augen! Der Westen greift zusätzlich zu seinem seit Jahren geführten wirtschaftlichen Vernichtungskrieg gegen die syrische Bevölkerung nun auch militärisch in Syrien ein unter dem Vorwand der "Ursachenbekämpfung" von Flüchtlingsströmen - und dies ist in den Augen des Westens (der USA und der EU) der Islamische Staat (den der Westen selbst "gezüchtet" hat). Hauptziel des Westens in Syrien ist und bleibt jedoch seit Jahren der "Regime Change" sprich den Sturz des Präsidenten Assad - wir werden sehen!
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27429
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=18568
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=25848
  • someonesdaughter
    am 07.09.2015
    @kornelia: "wie wäre mit vergleichender Analyse?
    z.B. Kopp Verlag und seine Bücher und
    Sarrazin, der DVA Verlag und SPD-Gekuschel?"

    Tun Sie sich keinen Zwang an. Oder denken Sie, das hier ist eine Bestell-Hotline? Wenn ja hätte ich gerne 1x die Familienpizza und eine Portion Tiramisu.

    "ich hätte gern eine nüchterne Analyse.... nur weil kopp verlag was veröffentlich was euch nicht in den Kram passt...reicht das zum bashen?"

    Ja. Denn ich verstehe schon: Verlegt der Kopp-Verlag Ufo-Mumpitz und Xenophobes aus dem braunen Sumpf, fällt das unter 'Meinungsfreiheit' – nennt jemand das dann Ufo-Mumpitz und Xenophobes aus dem braunen Sumpf, ist es "Gebashe".

    Lässt sich in den Kommentaren hier flächendeckend beobachten: Da wird 'nüchterne Analyse' gefordert und 'offene Diskussion', das gilt aber offenbar nicht für die Fordernden selbst: Die ergehen sich in abwertendem K(r)ampfvokabular von "Mainstreammedien" bis "Mainstreammeinung" und beklagen "Persönlichkeitsvernichtung" und "Verleumdung" und "Diffamierung" ... das übliche Jammergelappe im Gefolge von 'man wird ja noch mal sagen dürfen' und 'ich bin ja kein Nazi, aber'.

    Und selbstredend wird der eigene Opfermythos liebevoll gepflegt:

    "Wenn jemand Kritik äussert an der bestehnden Mainstreammedien wird als Rechtsradikal oder Antisemit beschimpft."

    Wer rechtsradikale Stereotype verbläst, ist entweder doof oder ein Rechtsradikaler. Und wer Antisemitismus verspritzt, egal in welches Gewand gekleidet, der ist ein Antisemit. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!!!1elf
  • André Gaida
    am 07.09.2015
    Wann kehrt endlich Weisheit in die Mainstreammedien???

    Wer Krieg,Mord und Terror mit Militärischen Mitteln bekämpfen will bekommt den totalen Krieg und keinen Frieden.Wer einen Mordanschlag in einem Zug,angebliche Zerstörungen von Kultstätten in Palmyra (türkische und US Kampfjets zerstören auch Welterbestätten) das ertrinken eines 3 jährigen Kindes und den Flüchtlingsstrom als Beleg hernimmt um noch mehr zu bombadieren,dem ist nicht mehr zu helfen.Die ganzen kriegerischen militärischen Argumentationsketten fehlt die Glaubwürdigkeit.Weil die USA,Türkei,Frankreich ,GB und andere Staaten Krieg spielen deshalb kommen Millionen Flüchtlinge und ersaufen,verhungern,verdursten,werden vergewaltigt,verstümmelt und als Sklaven benutzt.Sie die Weltgemeinschaft versucht nicht den Grund der zu alledem fürht zu beseitigen sondern sie wendet die gleiche Medizin an um das Leid zu lindern.Mit blöd und dumm ist dieses Verhalten noch schön umschrieben-Schizophren trifft es besser.
  • Kornelia
    am 07.09.2015
    wie wäre mit vergleichender Analyse?
    z.B. Kopp Verlag und seine Bücher und
    Sarrazin, der DVA Verlag und SPD-Gekuschel?

    ich hätte gern eine nüchterne Analyse.... nur weil kopp verlag was veröffentlich was euch nicht in den Kram passt...reicht das zum bashen?

    stellt Euch vor: Orwells 1984..... gestern noch Humbug, (gelesen von Spinnern) heute zur ernst zu nehmenden Literatur erhoben..... Ist das geistige Weiterentwicklung?
    Immer erst alle -nicht dem Machtzirkel entsprechende Ideen, Verlautbarungen, Hinweise- als Ketzertum, Verschwörungstheorien, etc zu brandmarken und dann zig Jahre später : ups, sie hatten doch recht, toll zu sagen?

    Gerade Journalisten hätten hier einerseits eine Brücken- und andererseits eine klare Klarstellungsfunktion.....nüchtern, open your mind analysierend, nebeneinander stellend...
    gepaart mit dem Mut: auch wenn alle Fakten so scheinen, kann es trotzdem anders sein!!
    (müssten wir aus Stuttgart da nicht gelernt haben?)
  • Kornelia
    am 07.09.2015
    schade, kontext....
    eine der Gründe warum ich den Journalisten und ihren Sprachorganen nicht mehr traue:
    oft hetzen sie a la Bildzeitung "die Sau durchs Dorf", um dann aber im nächsten Moment wie Pilatus die Hände in Unschuld zu waschen
    .... genau wie ihr es gerade tut......

    mit dem Artikel stachelt ihr auf
    http://www.kontextwochenzeitung.de/editorial/229/im-hinterland-der-luegenpresse-3084.html
    und jetzt ruft ihr-quais als Uno-Beobachter- zum Mauer ein reissen auf....

    kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Tun: Fehlanzeige.
    differenzierte Betrachtung einnehmen: rumschwubeln
    warnenden Aufruf, dass im Gegensatz zum Stammtisch, Aussagen im Netz für immer und eweig drin stehen, kaum noch eigene Copyright Forderungen eingehalten können: feige verdrängt!

    gerade Kontext hätte VORHER diese Rolle übernehmen müssen: selber gegründet aus einer Bürgerbewegung, als Gegenöffentlichkeit, aufgrund von begründbaren und erlebten einseitigen, kriminalisierenden Zeitungsschmonzetten.....

    aber offensichtlich steht ihr Euren STZs, STNs -den FDP mainstreammedien- doch "in der Not" sehr nahe!
    schade!
  • André Gaida
    am 06.09.2015
    Ich kann es langsam nicht mehr hören.Wenn jemand Kritik äussert an der bestehnden Mainstreammedien wird als Rechtsradikal oder Antisemit beschimpft.Das Israel gerade einen Zaun hoch zieht um genau diese Flüchtlinge die auch durch Israels beschämende Politik verursacht wird ist keine Realsatire mehr.Israel und die Bevölkerung hält den Holocaust und das gedenken zurecht hoch,wo ist die empathie mit den Syrern den Irakern und und und.Aber Rassismus und der ist in Israel bis in die Mittelschicht weit verbreitet ist in jedem Land und in jeder Religion möglich.Diese Tatsache wird in Deutschland komplett ignoriert und mit Selbstgeisselung gepaart.
  • Hartmut Waldbauer
    am 04.09.2015
    Ich muss leider noch einen Disclaimer/Warnhinweis zu meinem Beitrag schreiben:

    1. Ich bin nicht Ken Jebsen. Mir fiel aber auf, dass ich sehr Ähnliches wie er behauptet habe. Ich habe auch seinen Betrag gesehen, bin sicher beeinflusst, bzw. denke oft das Gleiche wie er und lese öfter gleiche Bücher.

    [b]2. Ich glaube weder, dass Herr Storz ein Agent, noch für die Rüstungsindustrie, noch ein Transatlantiker ist. In dubio pro reo.[/b]

    Meistens wird die Suppe nicht so heiß gegessen wie sie gekocht wird.

    Ich kann mir eher vorstellen, dass er eben so die typische Mentalität wie im Ländle vertritt. Wir sind mit den Bayern die Musterschüler. Kretschmar ist so ein typischer Fall. Man wählt grün und hält sich für revolutionär, also Teil der "cool kids". Und dann fällt da so ein Jebsen mit Berliner Schnauze und nicht nur der Tür, sondern noch mitsamt Türrahmen ins Haus oder andere böse Netzfiguren! Dazu kommt noch von Merkel das mit dem Neuland. Das wurde ihr sicher nicht wie so oft von Redenschreibern in den Mund gelegt. Das ist ihr einfach rausgerutscht und ist tatsächlich ein Zustand in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung. Die nutzen immer noch die alten Medien und sie glauben an sie! Und es sind nicht nur die Medien an die sie glauben, was man genauer gesehen eher als Aberglauben bezeichnen müsste. Die nutzen auch neue Medien, aber können damit nicht wirklich etwas anfangen. Emails abrufen, Smartphone benützen, vielleicht facebook - klar, das wohl schon. Das hat ihnen der Enkel beigebracht oder sie sich selber. Sie surfen auch im Internet und nutzen google. Dazu kommt die Sprachbarriere englisch bei vielen. Wenn ich google nütze - fängt schon damit an, dass ich meistens nicht google direkt nütze - dann ist das Ergebnis oft besser, weil ich besser weiß wie man mit Suchbegriffen umgehen muss.

    Da muss man auch wieder sehr vorbildliche ältere Menschen nennen wie z.B. Albrecht Müller. Bei denen ist das nicht so. Die sind noch voll da. Die machen auch nicht allen Quatsch mit, mach ich auch nicht (facebook, smartphone-Wahn), aber probieren es mal aus und können tatsächlich profitieren.

    Die informieren sich wirklich alternativ. Die informieren sich bei ausländischen Freunden oder lesen Bücher. Die lesen wiki. Die wissen wiki ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber kann ganz gut sein. Der recherchieren vielleicht sogar in RL, was heutzutage eine Seltenheit ist. Die sind nicht wirklich alleine auf die deutschen Nachrichtenmedien angewiesen. Die durchschauen ziemlich gut die Lage in der deutschen Presse, dass PR immer mehr an Gewicht gewinnt. Vor allem sind sie keine Gekauften. und ganz wichtig ist, sie haben schon unglaublich viel Erfahrung und eine gewisse Wachheit.

    Also ich betone nochmal, alles in meinem Beitrag davor waren Fragen und Hypothesen. Ich habe also ein wenig mit "gleicher Münze" zurückgezahlt. Ich muss das leider schreiben, weil ich schon wieder Stimmen höre und lese "Ah, ich weiß jetzt über den Herrn Storz Bescheid!" Ach nee....

    Vielleicht gibt es auch Drohungen. Das hat aber mit kenfm auch nichts zu tun. Da muss man leider bedenken, dass das Internet für jeden frei verfügbar ist und das ist im Prinzip gut so. Und dann gibt es tatsächlich Agenten, die solche nicht-staatlichen Gruppen wie kenfm, wie Tierschützer, wie Linke, wie Friedensaktivisten überwachen und oft muss man sich leider fragen, was haben die eigentlich wirklich Furchtbares angestellt? Gedankenverbrechen wie bei Orwell? In Freiburg wurde z.B. der Herr Michael Moos von 1978-2013 vom VS überwacht.

    http://www.badische-zeitung.de/freiburg/michael-moos-wurde-jahrzehntelang-vom-verfassungsschutz-beobachtet--99714133.html


    Aber was ich sagen möchte, auch da wird der Brei nicht so heiß gegessen. Wenn einer kenfm oder den anderen Netzwerken schaden will und das können eben auch Behörden sein, dann passiert irgendetwas Blödes und wird denen in die Schuhe geschoben (das in den ÖRR verpönte Wort "false flag" wäre dann fällig). Auch das kann wirklich passieren. Das muss ja nicht immer so dramatisch sein wie um Kriege anzuzetteln.

    Kontext ist da vielleicht auch nochmal unglücklich zwischen die Fronten geraten. Verbuchen Sie es als Streisand-Effekt.

    noch ein paar Tipps zu Verschwörungen:

    http://alternativlos.org/23/

    Deutschland made in USA

    Benützt und gesteuert - Künstler im Netz der CIA

    Das waren beides Dokumentationen in den ÖRR bei Youtube zu finden. Das ist eben einer der Unterschiede zu früher. Da wurde das ein paar mal zu später Stunde gezeigt und dann war es wieder verschwunden für immer. Vieles ist auch Verschwunden geblieben. Leider gibt es für VT einen unglaublichen Fundus - und zwar an Büchern und Quellen von Akademikern über viele Generationen. Die Geheimdienste werden ständig aufgestockt. Die machen den ganzen Tag lang etwas und leider sind sie nicht alle ganz so inkompetent wie man es sich wünscht. Nachprüfen kann man nicht viel - da geheim - und den Rest kann man sich dann denken.

    Wie hat Herr Bröckers so treffend getitelt?

    Wir sind die Guten, denn wir sind immer die Guten.
  • doctorwho
    am 04.09.2015
    danke frau rath , für ihre beiträge .

    auch hier sei nochmals auf die notwendigkeit einer alternative zu den laut herrn storz so "unverzichtbaren klassischen Massenmedien" hingewiesen :
    in einer zeit , in der die deutsche presse sich durch die bank über "rechte tendenzen" , "sozialneid" gegenüber flüchtlingen und andere hässlichkeiten echauffiert , gleichzeitig aber nur von einem jahrelangen totalversagen betreffend die aufklärung über die hintergründe der jetzigen krise sowohl in syrien , im irak , in lybien , im jemen die rede sein kann , darf man sich getrost an den kopf fassen , wenn man , wie es der ehrenwerte herr storz scheinbar gerne tut , die wenigen mahner , die noch versuchen , die aberwitzige situation zu beschreiben , in der wir ( die bürger des westens ) stecken , versucht mundtot zu machen , indem er ihnen das etikett "querfront" oder VT´ler aufpappt .

    ich habe lange , so wie sie , frau rath , wohl auch gesucht und nur wenige analysen , die wenigstens die politischen aspekte abdecken gesucht , hier mein schmales ergebnis :
    > http://www.cicero.de/weltbuehne/auf-den-truemmern-des-osmanischen-reiches-eine-welt-versinkt-im-chaos/59648
    > http://www.wienerzeitung.at/dossiers/arabische_revolution/naher_osten/meinung_und_analysen/574465_Gesicht-wahren-in-der-Syrien-Krise.html

    wenn man sich stattdessen einmal die deutung der restlichen artikel durchliest , die wohl gefühlt im verhältnis von 1000/1 dazu stehen , z.b. hier :
    > http://www.welt.de/themen/syrien-konflikt/

    ...... dann kann einem nur noch übel werden . diese schreiberlinge haben jeden kontakt zur realität in syrien UND in deutschland aufgegeben und verbreiten einfach nur noch , was in ihr wohlgesättigtes scheinbürgerliches weltbild passt , vom "schlächter assad" über "das putinböse" bis hin zur wahnsinnsklamotte , man wolle syrien "demokratisieren" . es ist schlicht zum kotzen ( sorry, ja )

    unsere "unverzichtbaren klassischen Massenmedien" haben sowohl bei der information als auch bei der analyse vollkommen und nochdazu vollkommen schändlich versagt .

    und nun erkläre jemand das mal einem auf stütze lebenden menschen irgendwo in deutschland , dem man schon vor jahren unmissverständlich klargemacht hat , dass er in diesem wunderbaren , toleranten , und leistungsfördernden zukunftsorientierten bild-deutschland auch nur noch ein geduldeter armer versager ist .

    so weh es mir tut : ich verstehe diese leute . denn auch mir könnte es so gehen .
    und wenn dann in den "unverzichtbaren klassischen Massenmedien" so selbstreferentieller schwachsinn wie z.b. dies hier zu lesen ist , dann bin ich endgültig fertig :
    > http://www.zeit.de/kultur/2015-09/fluechtling-mittelmeer-bodrum-toter-junge-syrien/seite-2
    > http://www.zeit.de/politik/vorurteile-allgemein-einzelfall-alltag-rassismus-dummheit ( man beachte den letzen absatz : ich glaube nicht , dass die edelfeder von randow einen flüchtling bei sich aufgenommen hat )


    vielleicht sollte herr storz da mal ein wenig "coachen" .
  • Redaktion Kontext
    am 04.09.2015
    @Hartmut Waldbauer

    Kontext finanziert sich über Spenden, Soli-Geber und eine Lizenzgebühr der taz. Nachzulesen z.B. hier http://www.kontextwochenzeitung.de/editorial/102/in-eigener-sache-206.html und hier http://www.kontextwochenzeitung.de/editorial/198/volle-kraft-voraus-2676.html.

    Nein, es gibt kein "Sponsoring". Es gibt auch keine Absprachen, was wir schreiben und was nicht. Sonst wären wir ja nicht unabhängig. Kontext ist ein eigenständiges Medium. Was in Kontext wie publiziert wird, wird innerhalb der Redaktion und mit einem Kreis von freien Autoren diskutiert.
  • H.Ewerth
    am 04.09.2015
    @Aindre Gaida
    einiges was Sie schreiben, ist durchaus richtig. Aber alleine die USA als den "Übeltäter" hinzustellen, ist nicht zielführend. Das Deutschland da in Teilen mitzieht, hat Gründe die in der deutschen Geschichte begründet liegen. Wer wie Deutschland, nur dank internationaler Gläubiger nach dem 2. WK wieder wirtschaftlich auf die Beine kam, insbesondere durch die Unterstützung der USA durch Marshallplan, wird doch nicht allen ernstes annehmen dürfen oder können, dass es dafür keine Gegenleistungen gab. Die da unter anderem währen, Deutschland musste seine sog. Souveränität in Teilen abgeben, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Oder glauben Sie Marshallplan und Wiedervereinigung waren zum Nulltarif zu haben?

    Im Übrigen solange der gesamte Westen mit gerade einmal 10% der Weltbevölkerung den Rest der Welt als seine Kolonien betrachtet und auch so behandelt, braucht sich niemand im Westen über Flüchtlinge oder Terrorlisten beschweren. Bekämpft die Ursachen VON FLUCHT NICHT DIE FLÜCHTLINGE

    DER WESTEN IST FÜR MICH EIN IMPERIUM DER SCHANDE so wie es Jean Ziegler in seinem Buch beschreibt. Die Bürger im Westen bekommen schon seit Jahrzehnten die Regierungen die SIE VERDIENT HABEN denn sie wählen immer die selben, obwohl sie wissen, dass sie belogen werden?CDU/CSU/SPD/GRÜNE Aber wie heißt es doch so schön: "Würden Wahlen etwas verändern, hätte man sie schon längst abgeschafft.
  • Schwabe
    am 04.09.2015
    Vielen Dank Andre Gaida für Ihre m.E. hervorragenden Kommentare. Welche, hat man die Menschlichkeit und den Frieden im Blick, die Sache auf den Punkt bringen.
    Ganz im Gegensatz zu den geostrategischen Machtgelüsten und der Geldgier weniger (Regierungen/Personen) die uns über die "Qualitätsmedien" humanitären Einsatz vorgaukeln und so manipulieren bzw. für Ihre Zwecke instrumentalisieren!
    Denn über eins sollten wir (die Bevölkerung/en) uns im Klaren sein: Wir werden nur manipuliert weil die verantwortlichen uns (die Bevölkerung/en) brauchen. Denn kein Land der Welt ist in der Lage, noch nicht einmal die USA, auch nur eine Patrone zu verkaufen, geschweige denn Soldaten in den Krieg zu schicken, ohne die Mehrheit der eigenen Bevölkerung mit im Boot zu haben (und sei es nur eine schweigende Mehrheit die sich mit Worthülsen wie "humanitärer Einsatz" trösten läßt (sehr gutes Beispiel ist der Jugoslawienkrieg in den 90´ern)!
  • Hartmut Waldbauer
    am 03.09.2015
    Ich habe mal in der wiki nachgeschaut, was Herr Wolfgang Storz so gemacht hat.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Storz

    Ich finde da gibt es viel Erklärungsbedarf für einen „Querfrontler“ wie mich, der gerne Alternative Medien benützt.

    Es fällt z.B. auf, dass der Herr Storz immer in irgendeiner Form für SPD-nahe/grüne/kirchliche Gruppen gearbeitet hat. Gut, am Anfang für die Freiburger BZ. Ich kenne die zufällig. Ein Wald- und Wiesenblatt, dessen Politikteil im wesentlichen bei Reuters abgetippt wird, das Hausblatt des SC Freiburg, wofür die „Journalisten“ Jahreskarten kriegen, genauso wie die Stadträte. Klüngel nennt sich das. Das sind so Etablierte – von denen man nichts erwarten kann.

    Dann war Herr Storz bei „Die Woche“ ausgerechnet mit Hendrik M. Broder … genau der Broder, der Ken Jebsen als Antisemiten diffamiert hat. Dann folgte das „Deutsches allgemeine Sonntagsblatt“ von der Evangelischen Kirche herausgegeben. Danach war er bei der „Frankfurter Rundschau“, die zum Zeitungskonglomerat der SPD gehörte. Also hier nicht mehr kirchlich, sondern SPD. Danach im Vorstand der IG Metall. Das ist auch SPD-nahe.

    Man sieht einen roten Faden. Der Mann hat seine Karriere nie als Selbstständiger betrieben, sondern sich immer alten Autoritäten, sei es die evangelische Kirche oder eben der SPD und ihrem Konglomerat angeschlossen und letztlich untergeordnet, eben auch mit seinen Themen. So jemand macht eine Studie über „Alternative Medien“ … und hat er einige kleine Fehler gemacht – kann ja mal passieren. Nein, es musste passieren!

    Ich habe mir auch seine verlinkte Literaturliste angeschaut und versucht auf Amazon nach Rezensionen zu finden:

    https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=11136163X

    Da merkt man dann, dass Herr Storz als Lehrbeauftragter kaum wissenschaftlich publiziert hat, trotzdem nennt er sich Sozialwissenschaftler. Autoren wie z.B. der wieder mal angegriffene Werner Rügemer haben tolle Fachbücher geschrieben. Bei Storz steht zwar z.B. „Alles Merkel“ oder „ Spiel mit dem Krieg“, aber die Bücher sind entweder nicht erhältlich oder Sammelbände. Die Buchtitel finde ich übrigens sehr unspannend. Klingt nach Plagiaten und Trittbrettfahren.

    Ich würde gerne von Herrn Storz wissen:

    1. Wieviel hat ihm die Otto-Brenner-Stiftung bezahlt für die Studie und andere Studien?

    2. Was hat er für die IG Metall gemacht und wieviel wurde ihm da bezahlt? Gibt es einen Zusammenhang, warum er für die IG Metall Studien schreibt und seiner vorherigen Tätigkeit im Vorstand?

    3. Was ist sein Portfolio als Businesscoach? Für wen hat er schon gearbeitet oder mit wem arbeitet er öfter?

    4. Hat Herr Storz schon für Rüstungsfirmen gearbeitet oder Organisationen, die von diesen bezahlt werden? Gibt es mögliche Interessenskonflikte? Falls er sich z.B. für die Friedensbewegung engagiert hat, könnte er das als Gegenbeweis anführen.

    5. Wie funktioniert das Netzwerk Wolfgang Kessler, Stephan Hebel und Wolfgang Storz? Den Dreien begegnet man als Buchautor und in korrespondierenden Positionen.

    Ich frage deshalb, weil mir die IG Metall ungut aufgefallen ist, indem sie für die Arbeitsplätze der Rüstungsindustrie eingesetzt hat. Als ob die ca. 90.000 Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie soviel wichtiger wären als die Menschenleben, die beendet werden mit deren feinen Produkten. Mit solcher verquerer Argumentation wurde die ganze Arbeit von Jürgen Grässlin und dem RIB (Rüstungsinformationsbüro), auch aus Freiburg, praktisch zunichte gemacht. Sigmar Gabriel hatte noch in den Koalitionsvertrag schreiben lassen, dass sie Rüstungsexporte reduzieren wollten. Bei Gewerkschaften, vornehmlich in der Jugend gibt es entsprechende Beschlüsse. Alles tolle Absichtserklärungen, aber ungefähr so wirkungsvoll wie „corporate governance“-Erklärungen.

    Nach dem Einspruch alter SPD-Kollegen, die jetzt für die Rüstungsindustrie arbeiten, fiel das alles in sich zusammen, nach kürzester Interventionszeit. Die haben also den direkten Draht. Statt dessen gibt es Rekordexporte und Saudi-Arabien wurde einer der besten Kunden der letzten Jahre. Statt dessen muss man sich peinlicherweise in der BPK vom Sprecher anhören, dass die ausländischen Käufer von Waffen doch Endverbleibserklärungen unterschrieben hätten (siehe Videos von Tilo Jung). Toll ja, und keiner prüft nach, ob sie sich daran halten – außer Jürgen Grässlin. Die PR-Abteilung der Regierung sind sich auch nicht zu schade seit Jahren immer die gleichen Ausreden zu bringen. Es ist ja auch so einfach. Da merkt man dann, dass in diesem Land überhaupt nichts so schön in Ordnung ist, wie es der Herr Storz behauptet, vor allem nicht in den Medien. Die Ausnahmen bestätigen die Regel:


    Leif trifft: Lobbyisten – die stille Macht im Land, ab Minute 1,50 geht es los mit Georg Adamowitch, SPD.

    https://www.youtube.com/watch?v=yRIwyCCeC1M

    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Adamowitsch

    Die zwei Seelen der IG Metall:

    http://www.sopos.org/aufsaetze/4e80c796b37b4/1.phtml

    Da spricht natürlich keiner von „Querfront“, diesem negativ konnotierten Wort. Dagegen sind kenfm, die sich in Griechenland für Krankenhausspenden einsetzen und Meinungsfreiheit etwas großzügiger auslegen als die Gewerkschaften, Mitglieder einer Querfront. Ganz offensichtlich, wenn man sich nicht so sehr an alte Autoritäten hält, vom Staat kein Geld bekommt, ist das ein Problem.

    Im Übrigen würde mich interessieren wie sich Kontext finanziert. So ungefähr. Hat das mit den 1000 Solidaritätsabos geklappt in 2012 oder gab es eine andere Lösung? Wie sind Sie mit der taz verbunden? Gibt es einen Sponsoring? Wohl eher nicht. Gibt es andere Absprachen, was geschrieben werden darf und was nicht mit der taz?

    Die taz hatte auch ihren Streit mit kenfm. Der wurde dort einfach auch wie üblich verleumdet und ausgeladen. Darüber haben sich dann Pedram Shayar und Matthias Bröckers empört. Gleichzeitig darf man auch in der taz Pro-Kriegsrhetorik lesen, oftmals von Grünen, der ehemals angeblich pazifistischen Partei. Das gilt übrigens heutzutage auch nicht als Querfront, wenn Ralf Füchs in Washington beste Kontakte hat zu Neocons und George Soros, oder Rebecca Hams als EU-Abgeordnete (und seine Ex-Frau) bei dem Euro-Maidan keine Nazis entdecken kann. Warum eigentlich nicht?

    Festzuhalten bleibt, was einmal Kohl auf den Punkt brachte: Entscheidend ist, was hinten rauskommt.

    Bei vielen Vereinshubern von SPD, Grünen, auch Linken kommt hinten leider nicht das raus, was sie vorgeben zu sein. Das sind genau die lautesten Schreier, die sich über „Querfrontler“ beschweren. Das haben viele Nutzer der alternativen Medien erkannt und reagieren entsprechend allergisch.

    Ich bilde mir keine abschließende Meinung über Kontext (übrigens bin ich auf Sie aufmerksam geworden durch Werbung von den NDK) oder Wolfgang Storz. Ich weiß noch zu wenig über Sie.

    Wobei ehrlich gesagt, der ganze Auftritt von Wolfgang Storz gefällt mir gar nicht. Da schimmert zuviel der gelackte Manager, Karrieremensch und Businesscoach durch, statt ein Mensch und Aktivist.

    Mit solchen Personen kann ich nichts anfangen und da keine ich auch kaum Gemeinsamkeiten, sondern eher nur Misstrauen und fiese Paranoia. Vielleicht ist er noch in anderer Mission unterwegs? Nicht nur Nazis sind stark unterwandert, auch die Linken und Umweltbewegungen. Für irgendwas muss man den gewaltigen Überwachungsapparat nutzen. Das wird übrigens auch im Ländle als Hirngespinst abgetan. Da gibt es nur Gott und die CDU oder bis zur nächsten Wahl Gott und eben die CDU 1b – die Grünen. Dabei weiß man vom Big Brother, dass z.B. die Tierschutzbewegung schon in den 1920ern im land of the free abgehört wurde – und wird bis heute. Das wagt man sich in BW gar nicht vorzustellen! Hier gibt es auch keine Mafia oder gar deutsche Mafia. Gibt es alles nicht. Bei S21 sind die Menschen ein wenig aufgewacht – um sich dann vom dem erklärten Christenmenschen Heiner Geisler vermediatieren zu lassen. Und wieder wars - nichts!
  • André Gaida
    am 03.09.2015
    Auch die Tatsache das bei der ganzen Flüchtlingsdebatte kein einziges mal die Rolle der USA und der NATO zum Thema gemacht wird ist bedenklich.Wer Pressefreiheit für sich reklamiert und dies machen alle Qualitätsmedien,der muss die Fluchtursache dieser Menschen besonders bei Thementagen ausführlich behandeln.Das wir dort in Syrien einen Regime Change durchführen und deshalb diese Menschen sterben,verstümelt und gefoltert werden ist eine Frecheit vor dem Herrn.Das weder Frau Miosga,Frau Slomka und Herr Kleber und viele andere dies nicht an die Adresse der USA die ist hauptschuldiger dabei,adressieren ist an Probaganda nicht mehr zu überbieten.Und das die USA daraufhin auch noch sagen dies ist Europas Flüchtlingsproblem und nicht unseres ist gelinde gesagt an Arroganz und menschenfeindlichkeit nicht mehr zu überbieten.Wenn sie das alles als Rechts oder Antisemitisch betrachten dann sind viele huntertausende so.Wir werden nicht aufhören bis wir eine Qualitätsinformation bekommen auf die wir laut Verfassung und aufgrund unserer GEZ-Gebühren auch verlangen können.
  • André Gaida
    am 03.09.2015
    Wenn sich die sog. Mainstreammedien nicht so aggressiv und deutlich Persönlichkeitsvernichtend verhalten würden dann könnte man auch debattieren.Aber jeder der nicht die Mainstreammeinung z.B bei Kindererziehung man muss für die Kinderbetreuung sein ansonsten ist man ein Mensch von gestern.Wer was Wissenschaftlich erwiesen ist,die Rolle von Mutter und Vater die sehr wichtig ist für die Entwicklung des/der Kinder an spricht wird schnell zur blöden Hausfrau oder einer Klucke dargestellt.Während die selben Medien das Kopftuchtragen nicht als Rückständig bezeichnen oder das Schulschwimmen das manche Muslime unterbinden wollen.Man darf nicht mit zweierlei Maß messen das geschieht aber immer wieder besonders in den Qualitätsmedien.Die Fluggäste werden bis zum Exzess kontrolliert,bei der Bahn soll jetzt nachgerüstete werden,dies trifft alle Bürger,freie Bürger,die Flüchtlinge werden aber ohne Kontrolle und sonstigen Maßnahmen einfach durch Europa laufen gelassen.Wissen sie wenn Bürger als Terroristen behandelt werden fremde aus einem mit Islamischen Terroristen verseuchtem Gebiet kommen und die Türkei mit diesem IS Terror kooperiert dann fehlen mir für diesen Schwachsinn die Worte.Wer hier keine Sicherheitspolitische Gefahr sieht der sollte keinen Faschingszug mehr wegen angeblichen Terrorgefahr absagen.Und die Kontrollen an den Flughäfen sofort einstellen,den diese dienen der Überwachung der Bevölkerung und nicht der Terrorbekämpfung.
  • André Gaida
    am 03.09.2015
    Wenn Systemmedien und das sind ARD,ZDF,Deutschlandfunk, Springer, Mohn/Bertelsmann,Straub,Funke also 90% der Meinungsmacher, sich immer wieder in Medienkampangen die Bevölkerung in eine bestimmte Richtung intoktrinieren wollen, ist es schwer ihnen zu vertrauen.Wer einen Ken Jebsen als Antisemit oder Rechts-,Querfront bezeichnet hat es verwirkt zu debattieren.Das ÖR Fernsehen sollte einen Willensbildungsprozess in der Bevölkerung begleiten (das ist der gesetzliche Auftrag) durch umfassende Information.Wenn man aber die Balkankriege,den Georgienkrieg die Ukrainekrise und die Russlandberichte ansieht, muss man an der neutralen Berichterstattung der Qualitätsmedien zweifeln, ich behaupte sogar ihnen zu misstrauen.Wenn ein Herr Kleber (der in der Atlantikbrücke ist) Herrn Kaeser von Siemens richtig gehend dazu drängte etwas mieses über Putin oder Russland zu äussern,er dies aber nicht machte,wurde er als "unabhängiger" Journalist sehr parteiisch.Wenn man dann noch sieht wie das Wort Wettbewerbsfähigkeit und nicht Sozialabbau benutzt wird (dies ist auch bei anderen Wörtern der Fall z.B. radikal islamische Hamas) dann soll der Zuschauer von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.Wenn dies ein Journalist bestreitet dann ist dies eine bewusste LÜGE.Wir Zuschauer, zumindest die an Information intressiert sind, wollen Information auch in Details.Ein Beispiel: Wenn das ZDF einen Beitrag über ein Folteropfer der Pinochetära macht über ihr Schiksal,dann gehört es zumindest in diesem Fall dazu das die Rolle der USA bei dem Staatsmord an Allende und seinen Sicherheitskräften deutlich herausgestellt wird.Denn ohne die USA hätte es die 30.000 Tode und die 100.000 Verletzte und Folteropfer nicht gegeben.Wäre es Russland/Putin gewesen dann hätte es weder Herr Kleber noch jemand anderes beim ÖR ausgelassen dies zum Thema zu machen.Wir haben von Berlin 1 Flugstunde nach Petersburg und 10 Stunden nach New York.Wir sehen aber kaum Nachrichten aus Russland aber jeden Mist aus den USA.Wenn dies alles keine versuchte intoktrination ist dann haben Journalisten ihren Job nicht ordentlich gemacht.Ich als GEZ Bürger ERWARTE eine Information welche Meinung ich mir bilde ist nicht Auftrag der ÖR, der Springerpresse oder dem Staat.Dies ist Demokratie.
  • CharlotteRath
    am 03.09.2015
    Korrektur - mindestens folgende Beiträge setzt sich intensiv mit dem Thema 'Flüchtlinge und Fluchtursachen' auseinander:

    In der FAZ vom 02.08.2013 schreibt Reinhard Merkel: "Wie hoch darf der Preis für eine demokratische Revolution sein? In Syrien sind Europa und die Vereinigten Staaten die Brandstifter einer Katastrophe. Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Bürgerkrieg. ..." http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/syrien-der-westen-ist-schuldig-12314314.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Und auf den Nachdenkseiten vom 21.08.2015 ist es beispielsweise dieser Beitrag von Jens Berger: "Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung"
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=27289
  • CharlotteRath
    am 02.09.2015
    Angeblich leben wir im 'Informationszeitalter', doch oftmals ist es gar nicht leicht, an Informationen (gemeint sind Daten, Fakten) heranzukommen, um sich eine eigenständige Meinung zu bilden.

    Wo ist beispielsweise ein Beitrag der "klassischen Medien", der zum aktuellen Thema Flüchtlinge aufzeigt, wie sich die deutsche Entwicklungshilfe der letzten Jahre darstellt?
    Wo sind Beiträge, die sich gründlich mit den Fluchtursachen befassen?

    Zur ersten Frage liefern die Bundeshaushaltspläne wenigstens ein grobes Bild:
    Im Jahr 2005 gingen rund 1,5 % des Bundesetats an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (das allerdings auch noch ganz andere Dinge neben der Entwicklungshilfe finanziert). Im Jahr 2015 erhält das Entwicklungshilfeministerium immerhin schon 2,1 % der Bundesmittel. Schön! Aber ob solche Ansätze reichen, beispielsweise Afghanistan mit zu stabilisieren?
    Zum Vergleich: Das Bundesministerium für Verteidigung erhielt im Jahr 2005 rund 9 %, im Jahr 2015 dann schon knapp 11 % der Bundesmittel. Laut NATO sei das aber immer noch zu wenig; wenigstens 2% des BIP sollen es werden ...

    Zur zweiten Frage hier nur ein selektiver Aspekt:
    Wie hat sich der Export deutscher Rüstungsgüter entwickelt und in welche Länder gingen diese?
    Im Jahr 2011 waren es laut Wikipedia
    5,4 Milliarden Euro per Einzelausfuhrgenehmigung plus
    5,4 Mrd. Euro für Sammelausfuhrgenehmigungen.
    Der Nominalwert der deutschen Rüstungsexporte habe sich im Zeitraum von 2005 bis 2009 etwa verdoppelt. Deutschland sei damit im Jahr 2010 weltweit nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur.
    Im ersten Halbjahr 2015 sind unter Sigmar Gabriel (SPD) bereits
    Ausfuhren von insgesamt 6,35 Milliarden Euro genehmigt worden; 2015 könnte demnach zu einem Rekordjahr für die deutschen Waffenproduzenten werden.
    http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/P-R/Parlamentarische-Anfragen/2015/7-134-135-aken,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

    Deutschland liefert weiterhin Waffen und Komponenten beispielsweise an Katar und Saudi-Arabien.
    "Im syrischen Bürgerkrieg, der seit 2011 tobt, hat die Golfstaaten-Koalition aus Saudi-Arabien und Katar im Juni 2013 bestätigt, Raketen vom Typ MILAN an die Aufständischen geliefert zu haben. Die beiden Ländern wiederum hatten diese Systeme von EADS bezogen."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_R%C3%BCstungsexport
    Immerhin diese Waffengeschäfte wurden vereinzelt schon in so genannten Leitmedien kritisiert.
  • Peter S.
    am 02.09.2015
    Dem Eingangssatz von Frau Rath kann ich nur zustimmen. Ob es allerdings eine Utopie bleiben muss, lass mal ich offen. Damit es aber keine bleibt, ist es notwendig, daß die heutige Mainstream Medien auch den Bürgern die kritischen Informationen bereitstellen, welche diese zur Meinungsbildung benutzen können.
    Solange dieses Aufzeigen von Widersprüchen und Konsequenzen von staatlichem Handeln aber heute meist nur bei Nachdenkseiten und Konsorten zu finden ist, muss der Bürger sich solcher Quellen bedienen.
    Die List der Themen ist lange, aber die Beschreibungen von Varufakis über die Erpressung der griechischen Regierung gehört eben auch in die grossen Medien.
    Oder die Meinung der Ökonomen zu dem bescheuerten "Hilfspaket" für einen insolventen Staat
    Ich finde es aber nur leicht bei NDS.
    Interessant ist übrigens auch der teilweise extreme Unterschied bei den Onlinemedien was die Informationsqualität anbetrifft. Beim Dauerkrimi "NSU" gibt es welche die nennen sich z.B. NSU-Watch und bieten so gut wie nichts Relevantes. Aber wer sich über eine gewisse Zeit die verschiedenen Seiten anschaut, bekommt schon raus wer gute Informationen liefert und wer nur so tut als ob.
    Schlussendlich geht es immer darum Widersprüche sichtbar zu machen. Ob es bei unserern Politikern ist, bei der Justiz, der Wirtschaft etc.
    Und wer, wenn nicht die Presse, wäre hier prädestiniert als 4. Gewalt zu agieren.
    Ist das utopisch?
    Ich hoffe nicht.
  • Blender
    am 02.09.2015
    @[...]wer einen sinnvollen Beitrag zu einer demokratischen Zivilgesellschaft leistet – und wer nicht. Nazis zum Beispiel.

    Leisten Nazis nach Meinung des Autors jetzt beispielhaft 'nen sinnvollen Beitrag, oder NICHT? Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen müsste es besser heißen: Nazis, zum Beispiel, leisten KEINEN sinnvollen Beitrag!

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