Der Minischderpräsidend

 

Wunsch und Wirklichkeit

Noch heute grämt sich die CDU darüber, dass sie an jenem 27. März 2011 wie erschlagen war. 39 Prozent der Stimmen, das hätte locker gereicht, um weiter zu regieren. Mit der SPD oder den Grünen – aber Stefan Mappus war unfähig, auch nur einen Schritt zu tun. Der Kurzzeit-Ministerpräsident war gelähmt von dem Ergebnis, das er nie für möglich gehalten hatte. Und so wurde es historisch im Lande Baden-Württemberg: nach 58 Jahren schwarzer Herrschaft eine grün-rote Regierung.

Verbunden war der Wechsel mit riesigen Erwartungen und hehren Versprechen. Ein neuer Politikstil sollte kommen. Winfried Kretschmann prägte den Begriff des Gehörtwerdens, er wollte aufnehmen, was sich in Stadt und Land als Aufbruch in die Bürgergesellschaft entwickelt hatte.

Sprengstoff SPD

Die Grünen im Land werden von den Roten gepiesackt. Einer, der das kennt, ist Rezzo Schlauch. Steigen die Sozialdemokraten aus der grün-roten Koalition im Land aus, falls nach der Bundestagswahl in Berlin eine schwarz-rote Koalition gebildet wird? "Sollen sie!", sagt Rezzo Schlauch im Gespräch mit Kontext.

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Blockiert

Ökologie, Energie und Verkehr: eine ganz schwierige Geschichte. Zum einen soll's der SPD und der Wirtschaft dienen, zum andern der Umwelt guttun. Für jeden etwas geht nicht, sagt unser Autor Dietrich Heißenbüttel.

Der Preis

Wenn die Mehrheit den Ministerpräsidenten lobt, müssen sich seine Anhänger fragen, was er falsch gemacht hat. Schließlich hat das auch für Kiesinger und Späth gegolten.

Wenn Gerichte schweigen

Die SS-Männer, die in Italien wegen ihrer Beteiligung am Massaker von Sant'Anna di Stazzema verurteilt sind, genießen in Deutschland die Freiheit. Am Sonntag hat mit Joachim Gauck erstmals ein Bundespräsident den Ort in der Toskana besucht. Kontext-Autor Sandro Mattioli war dabei.

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Grün-roter Schavanismus

Baustelle Bildung: Der Reformdruck war riesig, viele Probleme bei der Umsetzung sind aber hausgemacht. Grün-Rot ging nicht nur eine Ministerin, sondern auch Reputation verloren.

Galgenhumor

Enttäuschter Liebhaber: Er hatte sich Trampelpfade für die Zivilgesellschaft erhofft. Er hätte sich dafür ein Machete gewünscht, nun sieht nicht einmal ein Taschenmesser, meint der Kriminalschriftsteller Wolfgang Schorlau.

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Knapp vorn

Kultur: Märchenhaft geht es unter Grün-Rot noch nicht zu. Nur der Tanz ist schon aus dem Dornröschenschlaf erwacht, meint Theaterhauschef Werner Schretzmeier.

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