Ausgabe 433
Zeitgeschehen

Der Raketen-Nazi mit Bundesverdienstkreuz

Von Anton Maegerle
Datum: 17.07.2019
Wichtige Grundlagen für die Mondlandung, die sich am 20. Juli zum 50. Mal jährt, lieferte der deutsche Physiker Hermann Oberth. Dass sich der Raketenpionier zu rechtsextremen Positionen bekannte, wird selten dazugesagt.

Dieser Tage wird anlässlich des 50. Jahrestages der Mondlandung allerorts in den Medien über die Weltraumforschung berichtet. Am 20. Juli 1969 betraten erstmals Menschen einen fremden Himmelskörper, mehr als eine halbe Milliarde Menschen verfolgten das Weltereignis vor den Fernsehgeräten. Die Astronauten Neil Armstrong, Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins wurden zu Nationalhelden in den USA, es war ein Sieg des Westens im Kalten Krieg der Supermächte und zugleich ein Ereignis, das sich tief in das kollektive Gedächtnis der Menschheit eingebrannt hat.

Ein Anlass, daran zu erinnern, dass am Menschheitstraum vom Sternenflug maßgeblich auch deutsche Raketenpioniere, einst im Dienst der Nazis, beteiligt waren. Mindestens 1600 Wissenschaftler, Ingenieure und Raketenbauer brachten die US-Amerikaner im Sommer 1945, unmittelbar nach der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg, im Rahmen der Operation "Paperclip" über den Atlantik. Diese begründeten unter der Leitung von Wernher von Braun im Rahmen der NASA den US-Raumflug. Die deutsche Raketentechnik hatte während der NS-Zeit die V2 ("Vergeltungswaffe 2") entwickelt, die erste Großrakete mit Flüssigkeitsantrieb, mit der auch die Erschließung des Weltraums begann – denn sie war das erste von Menschen konstruierte Flugobjekt, das die Grenze zum Weltraum durchstieß. Ihr Zweck war freilich ein anderer: Am 8. September 1944 schlug die erste V2 in der britischen Hauptstadt London ein, Angriffe auf Antwerpen, Maastricht und andere Städte folgten.

Mit möglich gemacht hatte dies Hermann Oberth, der als "Vater der Raumfahrt" gilt. Er war einer von wenigen Raketenforschern, die nach dem militärischen Ende des Nazi-Regimes nicht postwendend in die USA gingen und dafür in rechtsextremen Kreisen entsprechend gefeiert wurde. Beispielhaft sei die rechtsextreme Zeitschrift "Student" zitiert, die Oberth 1985 porträtierte: "Hermann Oberth bekannte sich stets zum deutschen Volkstum und war bestrebt, seine Entwicklungen in erster Linie dem deutschen Volk zugute kommen zu lassen. So schlug er vor dem Zweiten Weltkrieg günstige Angebote aus der Sowjetunion aus, obwohl die Bedingungen in Deutschland für ihn nicht günstig waren. Und ebenso verhielt er sich 1945 reserviert gegenüber beiden Weltmächten. In seinem langen Leben verdiente sich Hermann Oberth Anerkennung als großer Wissenschaftler und als geradliniger Mensch."

Geboren wurde Oberth 1894 im heute zu Rumänien gehörenden Siebenbürgen (Transsilvanien). Im Ersten Weltkrieg war er Freiwilliger der österreichisch-ungarischen Armee, 1923 veröffentlichte er in München sein Buch "Die Rakete zu den Planetenräumen". Das 92-Seiten-Büchlein des Lehrers für Mathematik und Physik wurde zur Grundlage der modernen Raketen- und Raumfahrtwissenschaft. Auf dem Papier war darin die bemannte Raumfahrt bewiesen. Ein Jahr zuvor hatte die Heidelberger Universität den Dissertationsversuch von Oberth als "zu phantastisch" abgelehnt. Oberth zeigte, dass Raketen im Vakuum schneller waren als die Geschwindigkeit der austretenden Schubgase. Daneben skizzierte er eine Raumstation samt Weltraumrakete. In der erweiterten Auflage des Buches, die sechs Jahre später unter dem Titel "Wege zur Raumschifffahrt" erschien, zählte Oberth als Nutzen der Raumfahrt unter anderem militärische Aufklärung und Nachrichtenkommunikation auf.

Oberth arbeitete an der Entwicklung der V2 mit

Während der NS-Zeit arbeitete der Raketenpionier anfangs noch in Rumänien, war dort von 1934 an Mitglied der Transsilvanischen Nationalsozialistischen Partei. Ab 1938 lehrte er als Professor an den Technischen Hochschulen Wien und Dresden, ab 1941 an der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, dem Raketenzentrum auf der Ostsee-Insel Usedom, wo Hitler die V2 entwickeln ließ.

Hier wurde Oberth im Oktober 1942 Zeuge, wie eine Rakete seines Schülers Wernher von Braun mit Überschallgeschwindigkeit ins Weltall vorstieß. Statt zu den Planetenräumen flog die V2 aber, gebaut im mörderischen Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen, mit riesigen Sprengladungen europäische Städte an. Über 12 000 Zwangsarbeiter kamen beim Bau der Raketen in Mittelbau-Dora ums Leben, zwischen 8000 und 12 000 Menschen, größtenteils Zivilisten, starben außerdem durch V2-Einschläge in den angegriffenen Städten wie London und Antwerpen. Hätte man ihn eher nach Peenemünde hinzugezogen, so glaubte Oberth später, hätte Deutschland den Krieg gewonnen.

Nach wissenschaftlichen Tätigkeiten in der Schweiz und Italien nach Kriegsende holte Wernher von Braun seinen Lehrvater 1955 in die USA. Am Raketen-Entwicklungszentrum in Huntsville, Alabama, erarbeitete Oberth Studien über die Zukunft der Raumfahrt und war an der Entwicklung der Rakete für den ersten bemannten amerikanischen Raumflug beteiligt. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück. Als 75-jähriger saß Oberth am 20. Juli 1969 auf der Ehrentribüne in Cape Kennedy als Apollo 11 von der Startrampe zum Mond donnerte. Oberth zeigte sich anlässlich des ersten bemannten Mondfluges "tief bewegt, dass alles in Erfüllung gegangen ist, was ich schon 1922 vorausgesagt hatte."

1965 bekannte er sich offen zur NPD

Aus seiner politischen Haltung machte Oberth auch in dieser Zeit kein Hehl. In seinem 1965 verfassten Buch "Der Mut zur Wahrheit – mein Weg zur NPD" bekannte sich Oberth öffentlich zu seinem politischen Engagement bei den Nationaldemokraten und gab kund: "Wir brauchen eine Opposition, die für die Wahrheit wirbt und nicht nur für das Recht der einstmals Naziverfolgten, sondern auch das Recht der heute Verfolgten vertritt. Es tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber wir brauchen eine Opposition, die die deutsche Regierung von Zeit zu Zeit mahnt, auch an die Interessen der Deutschen zu denken. Ich will Gerechtigkeit für alle Völker, auch für das deutsche!" Oberth gehörte der NPD von 1965 bis 1967 als Mitglied an, in dieser Zeit trat er auch auf NPD-Wahlveranstaltungen auf. Im März 2000 wurde Oberth im NPD-Parteiorgan "Deutsche Stimme" neben Hans Grimm, dessen Buchtitel "Volk ohne Raum" das Motto der nationalsozialistischen Expansionspolitik wurde, dem NS-Bildhauer Arno Breker und Waldemar Pabst, prominenter Putsch-Offizier aus Weimarer Zeiten, der 1919 die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht anordnete, als "prominenter Förderer" der NPD genannt. Oberth war Unterzeichner einer Erklärung der rechtsextremen Vereinigung "Freiheitlicher Rat" für die Generalamnestie von NS-Kriegsverbrechern.

Der Raketenforscher war außerdem Ehrenmitglied des rechtsextremen "Deutschen Kulturwerkes Europäischen Geistes" (DKEG) und der ihr nahestehenden "Deutschen Akademie für Bildung und Kultur". Das 1996 aufgelöste DKEG war mit bis zu 4000 Mitgliedern Mitte der 1960er Jahre die größte überparteiliche Organisation von Rechtsextremisten in der Bundesrepublik. Es bot Dichtern und Schriftstellern ein Podium, die sich in den Dienst des NS-Staates gestellt hatten, ihre Ziele waren die "Neubildung volkshaften Selbstverständnisses und Selbstbewußtseins" und die "Pflege volkshaft konservativer Literatur". Die elitär nationalistisch-völkische Kulturgemeinschaft wurde 1950 auf Initiative des ehemaligen Reichsfachschaftsleiters für Lyrik in der NS-Reichsschrifttumskammer und Mitglieds der Obersten SA-Führung für kulturelle Belange, Herbert Böhme, ins Leben gerufen. Seinen größten Einfluss erreichte das DKEG mit der Beteiligung an der "Aktion Widerstand" , einer rechtsextremen Organisation, die von 1970 bis 1971 bestand und aus der nach ihrer Auflösung diverse militante Gruppen (unter anderem die Wehrsportgruppe Hoffmann) hervor gingen.

Am 8. August 1981 wurde Oberth, von Gerhard Frey, dem Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Deutschen Volksunion (DVU), im bayerischen Passau der mit 10 000 Mark dotierte "Europäische Freiheitspreis der >Deutschen National-Zeitung<" verliehen. In dem auf die Ehefrau Freys eingetragenen FZ-Verlag wurden in den 80er Jahren in großem Umfang unter anderem Gold- und Silbergedenkmünzen von Oberth und NS-Größen wie Karl Dönitz und Rudolf Heß gewinnbringend vertrieben. Der Preis stand anderen Ehrungen Oberths wie dem Großen Bundesverdienstkreuz (1961 und 1985) und dem Bayerischen Verdienstorden (1984) nicht im Weg.

Nach seinem Tod: Ehrungen von rechts, partielle Amnesie sonst

1989 starb Oberth in seinem Wohnort Feucht bei Nürnberg. Nach seinem Tod erschien in der Holocaust-leugnenden und antisemitischen Hetzpostille "Die Bauernschaft" eine Rubrik mit dem Titel "Wir trauern um folgende Leser der BAUERNSCHAFT"; darunter "Prof. Oberth". Macher des Blattes war Thies Christophersen, vormals SS-Sonderoffizier in Auschwitz-Birkenau, später Urvater der deutsch-sprachigen Holocaust-Leugner und Autor der Broschüre "Die Auschwitz-Lüge", die zum Synonym für die rechtsextreme Leugnung des Holocaust wurde.

Die "Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte”, die Gefangenenhilfsorganisation für Nazis und NS-Kriegsverbrecher, offenbarte nach dem Tod von Oberth: "Als Freund unserer ‚Stillen Hilfe‘ war er bis zu seiner letzten Stunde ein getreuer Helfer und Spender zur Unterstützung unserer Hilfsbedürftigen." Geführt wurde die 1947 gegründete "Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte” von Gudrun Burwitz, der Tochter von Reichsführer-SS Heinrich Himmler.

Im Nachruf des Hamburger Magazins "Spiegel" vom 8. Januar 1990 findet sich kein Hinweis auf das rechtsextreme Nachkriegs-Engagement des Verstorbenen, im Eintrag der Neuen Deutschen Biographie ebenso wenig. Oberths politische Überzeugungen taten offenbar seinem Ruf zu Lebzeiten und auch danach keinen Abbruch. Neben Bundesverdienstkreuz und mehreren Ehrendoktorwürden sind sogar ein Mondkrater und ein Asteroid nach ihm benannt. Dass Oberths Studien durchaus auch politisch-revanchistische Hintergründe gehabt haben mögen, zeigte der Raketenpionier 1962 in Nürnberg. Bei seiner Dankesrede vor dem Bund der Vertriebenen, der ihn zum Ehrenmitglied ernannt hatte, sagte er laut "Spiegel" unter anderem: "Ich hatte gehofft, eine Rakete zu finden, die den Schandvertrag von Versailles hätte zerschlagen können. Das ist mir nicht gelungen."


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3 Kommentare verfügbar

  • Lowandorder
    vor 3 Wochen
    Sach mal so. Kein Einzelfall. Sag mal z.B. Prof. Dr. Helmut Harms
    https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Harms - et al.

    Liggers. Etliche Peenemünder schafften nicht den klug zuvor eingefädelten Sprung über den Großen Teich post WK II.
    Einige waren u.a. Väter von Mitschülern & - es gab ja die unentdeckt gebliebenen (bin als Junge noch auf den bewaldeten Dächern rumgestrochlt) - also unzerstörten Fabrikbauten u.a. der Industriewerke Karlsruhe - IWK - .

    Sie (Prof. Dr. Helmut Harms vorweg ) gründeten dort 1949 die Physikalisch-Technische Lehranstalt (PTL) in Lübeck-Schlutup, bildete Physik-Assistenten und seit 1955 auch Physik-Ingenieure aus und sorgte für die staatliche Anerkennung der Ausbildungsgänge.[1] 1963 zog die Schule aus Platzgründen nach Wedel. 1978 gab er die Leitung der Schulen an seinen Sohn Dirk Harms ab.[1]

    Dort liest sich das dann so -
    Die Geschichte der Fachhochschule Wedel
    Eine Fachhochschule mit Familientradition – das gibt es nur einmal in Deutschland. Die Leitung der Fachhochschule Wedel befindet sich nun schon in dritter Generationsfolge. Seit 2010 ist Prof. Dr. Eike Harms ihr Präsident. Er löste seinen Vater Prof. Dr. Dirk Harms ab, der wiederum 1977 seinem Vater und Gründer der FH Prof. Dr. Helmut Harms folgte.

    Doch statt verstaubter Familientradition führte an der FH Wedel jeder Generationswechsel auch zu einer Modernisierung. So wie Dirk Harms gemeinsam mit seinem Vater aus der Physikalisch-Technischen Lehranstalt eine private Hochschule machte, führt Eike Harms an der Seite seines Vaters die Hochschule nun mit der Einführung neuer zukunftsträchtiger Studiengänge in die moderne Welt.

    Kommen Sie mit auf eine Reise von 1945 bis heute ...

    Von der PTL zur FH Wedel
    1972 wurde er „in Würdigung seiner Verdienste um die Entwicklung des privaten Fachhochschul- und Fachschulwesens im Lande Schleswig-Holstein“ mit der Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet...."
    1945
    Die naturwissenschaftlichen Berufsfachlehrgänge von Prof. Dr. Helmut Harms in Lübeck sind die Grundsteine der Physikalisch-Technischen Lehranstalt (PTL) und der Fachhochschule Wedel (FH Wedel).
    https://www.fh-wedel.de/wir/profil/geschichte/ - ziemlich schmallippig.
    & wiki weiß da mehr
    Harms besuchte die Oberrealschule Lübeck. Ab 1931 studierte er Naturwissenschaften mit den Schwerpunkten Physik und Chemie in Göttingen, ab 1933 in Kiel und ab 1935 in Würzburg, wo er zum Dr. sc. nat. promoviert wurde.[2] Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten trat er am 10. Juli 1933 der SA bei und wurde zum Rottenführer befördert. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er außerdem Mitglied im Reichsluftschutzbund und in der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV).[2]

    Er folgte als Assistent Karl Lothar Wolf, der in Würzburg Zellenleiter der NSDAP war, an die Universität Halle, wo er mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft Schmiermittel für die Luftwaffe entwickelte. Er propagierte eine nationalsozialistische Deutsche Chemie. 1940 wurde er mit einer Arbeit über hochverdünnte Lösungsmittel habilitiert und zum Dozenten ernannt. Als Kriegsverwaltungsrat wurde er im Juni 1940 in die Heeresversuchsanstalt Kummersdorf * einberufen und wechselte 1942 an das Institut für Luftfahrtforschung der Reichsuniversität Straßburg** in das besetzte Frankreich.

    Über seine Entnazifizierung nach 1945 ist nichts bekannt."
    Ach was! Ha noi. Nimmt a weng Wunder - Gellewelle? s.u. - But!
    Nö. Normal.

    unterm----*
    Die Artillerieprüfungskommission errichtete 1874 im Kummersdorfer Forst einen Artillerieschießplatz im heutigen Kummersdorf-Gut, früher: Kummersdorf-Schießplatz.

    Die Wehrmacht betrieb auf dem Gelände bis 1945 ein Entwicklungs- und Erprobungszentrum für neue Waffensysteme und Ausrüstung. So entwickelte hier unter anderem Wernher von Braun – bis zur Verlegung nach Peenemünde 1936 – die Flüssigkeitsraketentriebwerke A1 und A2. Aus Platzgründen konnten in Kummersdorf selbst jedoch keine größeren Raketen gestartet werden. Ab 1939 wurde in Kummersdorf auch am Uranprojekt gearbeitet.

    Neben einem großen Schießplatz (2 Schießbahnen: West ca. 7 km, Ost knapp 13 km) befand sich hier u. a. die Versuchsstelle Gottow und die Kraftfahrversuchsstelle (Verskraft) des Heeres, auf der neben anderen Fahrzeugen alle Prototypen der deutschen Panzerkampfwagen sowie Beutepanzer getestet wurden.
    Auf einem Teil des Areals errichtete die DDR 1957 den Flugplatz Sperenberg für die Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte.
    Seit Juni 2007 steht das Gelände der Heereswaffenversuchsanstalt unter Denkmalschutz. Hier befindet sich heute das Historisch-Technische Museum Kummersdorf.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heeresversuchsanstalt_Kummersdorf
    Philipp Aumann: Rüstung auf dem Prüfstand : Kummersdorf, Peenemünde und die totale Mobilmachung. Historisch-Technisches Museum Peenemünde, Ch. Links Verlag, Berlin 2015,

    & nochens geht immer **
    "Die Reichsuniversität Straßburg, inoffiziell auch als „NS-Kampfuniversität Straßburg“ bezeichnet, wurde 1941 von den Nationalsozialisten im Elsass gegründet. Zum einen sollte eine Kontinuität zur deutschen Kaiser-Wilhelm-Universität, die vom Deutschen Reich getragen wurde, hergestellt werden, die zwischen 1872 und dem Versailler Vertrag existiert hatte. Zum anderen sollte Straßburg Zentrum der Westforschung werden. Diese sollte helfen, die westlichen Nachbarn an die neue europäische Ordnung zu binden und für die unter deutscher Führung entstehende Völkergemeinschaft zu gewinnen.[1] Die Reichsuniversität Straßburg wurde im Herbst 1944 bei der Wiedereroberung des Elsass durch die Franzosen nach Tübingen verlegt und durch die alte französische Universität ersetzt."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsuniversit%C3%A4t_Stra%C3%9Fburg

    kurz - So geht das
  • Steiner
    am 22.07.2019
    Was kann dieses "Bundesverdienstkreuz" schon wert sein?

    Wenn auch der NS-Kommentator der Nürnberger Rassegesetze, Eichmann-Vorgesetzte und spätere Adenauers Staatssekretär im Bundeskanzleramt Hans Globke dieses "Kreuz" verliehen bekommen hat?

    Auf der langen Liste aller bisherigen Ordensträger finden sich neben ehemaligen SS-Schergen und Steuerflüchtlingen auch so namhafte Persönlichkeiten wie etwa die blutbesudelten Diktatoren Batista und Ceauescu. Dieser Oberth bleibt als technologischer Spitzenmann und poliitscher Hanswurst unter seinesgleichen.
  • Christine Köhler
    am 17.07.2019
    Danke Kontext! Auch in Siebenbürgen ist Oberths Biographie zu wenig bekannt und wird zu wenig kritsch dargestellt. Dort kommt hinzu, dass man sich nach dem zweiten Weltkrieg nicht mit der Aufarbeitung der Naziherrschaft beschäftigte, sondern an den totalitären Kommunisten abarbeitete. Auch gab es keine 1960er Jahre Bewegungen, die Autoritätsgläubigkeit und Rassenhass kritisierten. Bis heute ist Oberth ein ungebrochen strammer Held für viele. Wie unappetitlich und unehrenhaft seine NPD- und DVU-Affinität und Mirgliedschaft ist, kann man dort nur scher vermitteln. Dass man Hitler und ,,Kämpfern" wie ihm den zweiten Weltkrieg überhaupt ,,verdankte'' und damit auch das Vordringen der Kommunisten bis Siebenbürgen, wird nicht reflektiert. ,,Wer Nazi war oder ist, der war ja gegen die Kommunisten und kann kein ganz Schlechter gewesen sein". Es wäre wichtig, diesen Artikel auch auf Rumänisch zu publizieren.

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