Sascha Binder.
Das können nur ganz wenige Abgeordnete von sich sagen: Kaum ein landespolitisches Thema muss fürchten, Sascha Binder (Wahlkreis Geislingen) könne ihm nicht gerecht werden am Rednerpult des Landtags. Der 43-jährige Jurist gehört zu den wenigen Parlamentariern, die sich mühelos an die Geschäftsordnung halten, wonach aktuelle Debatten "in freier Rede zu führen" sind. Binder, bisher parlamentarischer Geschäftsführer, hat geradezu eine Leidenschaft dafür entwickelt, ohne Manuskript und Spickzettel ans Pult zu treten und loszulegen – und das, nachdem er anders als die vielen, die nur ihr Manuskript verlesen, den Vorredner:innen sogar zugehört hat. Umstritten ist der frühere wissenschaftliche Mitarbeiter von Ex-Arbeitsminister Walter Riester trotzdem. Als Generalsekretär der Südwest-SPD wird er mitverantwortlich gemacht für die alarmierenden fünfeinhalb Prozent bei der Landtagswahl am 8. März 2026. Und nicht wenige Genoss:innen nehmen es ihm übel, dass er sich, anders als Spitzenkandidat Andreas Stoch, nicht mit einem schlichten Mandat zufriedengab. Stattdessen rückte der Vater von zwei Kindern – ein Roter auch in der Welt des Fußballs, weil VfB-Fan – zum Fraktionschef auf, mit hundert Prozent Zustimmung der nur noch zehn Abgeordneten. Jetzt muss er beweisen, dass er den mitangerichteten Schaden beheben kann.




3 Kommentare verfügbar
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Auch ich habe (bis 2002) mal SPD gewählt. Dann kam die sogenannte "Arbeitsmarktreform" Namens Agenda2010 oder Hartz IV genannt. Das SPD-Desaster hat seitdem für mich (und viele andere) einen Namen: Gerhard Schröder ! Das Dilemma der SPD ist also "hausgemacht".
Kommentare anzeigenWolfgang Weiss
vor 2 StundenDie Hinweise, dass mit der…