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Reparieren statt wegwerfen

Reparieren statt wegwerfen

 Fotos: Joachim E. Röttgers 

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Was machen, wenn der rosa Lieblingshund der Tochter plötzlich den Geist aufgegeben hat? Der Fön nur noch Kaltluft fönt? Oder der Rollkoffer seine Rollen eingebüßt hat? Einen neuen Hund kaufen. Den Fön in die Tonne kloppen. Den Koffer, mit dem man unendlich viel erlebt hat, den heiligen Jagdgründen der Weltumsegelung übergeben. Oder all das reparieren. Das ist nachhaltiger, als die vielen Dinge neu zu kaufen, macht mehr Spaß und ist ein politisches Statement. Denn im Kapitalismus wird nicht auf Haltbarkeit produziert. "Produktobsoleszenz" nennt man den absichtlich eingearbeiteten Verfall, der dazu zwingt, immer neue Dinge zu kaufen. Das "Repair Café" steuert dagegen. Rund um den Globus stehen Expertenteams mit Rat und Tat zur Seite und legen bei schweren Fällen auch selbst Hand an. Ganz umsonst. In Taiwan, Portugal, Dänemark, Schweden und Italien gibt es welche, in Deutschland sogar viele, in Belgien bereits 175 Stück. Unser Fotograf Joachim E. Röttgers hat das Repair Café Stuttgart am vergangenen Samstag in der Elisabethenstraße besucht. Und war restlos begeistert.

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Mehr zum Repair Café Stuttgart gibt es unter diesem Link.

Zum Homepage von Repaircafe.org geht es hier.


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2 Kommentare verfügbar

  • Ralf Kiefer
    am 15.01.2015
    Antworten
    Werbung für das ähnliche Projekt in Karlsruhe:
    http://quartierzukunft.de/ideas/reparaturcafe/

    (Achtung neudeutsch:) Disclaimer: ich habe mit denen nichts zu tun, weder verbrüdert, verschwestert noch verheiratet, ich bekomme keine Kundenfangprämie. Aber ich finde die Idee gut, und man könnte sie…
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