Karikatur: Kostas Koufogiorgos

Ausgabe 198
Medien

Nervensägen im Netz

Von Susanne Stiefel
Datum: 14.01.2015
Mit unseren Artikeln wollen wir aufklären, aber auch Debatten anstoßen. Deshalb lieben wir unsere KommentatorInnen. Meistens jedenfalls. Wenn die Trollerei allerdings zu doll wird, hauen wir die Bremse rein. Und ab sofort gilt außerdem: Wer ohne Mail-Adresse kommentiert, fliegt. Da kennen wir kein Pardon.

Die Netiquette ist so alt wie Diskussionsforen im Internet – und hat doch die Streitkultur um keinen Deut verfeinert. Gelesen wird der Umgangsknigge im Netz so wenig wie die Beipackzettel von Medikamenten. Und falls doch, hält sich kaum einer dran. Es nützt also nix, zu sagen: keine antisemitischen und rassistischen Aussagen, keine Beleidigungen oder sexuelle Belästigungen, keine Verleumdung oder rufschädigenden Inhalte, sonst landet der Kommentar nicht im Netz, sondern im Papierkorb. Und das sind noch nicht mal die Feinheiten. Denn außerdem schadet ein Minimum an Fakten keineswegs. Und auch eine gewisse Kenntnis der Rechtschreibung tut einer Meinungsäußerung keinen Abbruch. Doch das scheint sich bei einigen noch nicht rumgesprochen zu haben.

Wie gesagt: Meistens lieben wir unsere KommentatorInnen. Etwa, wenn sie sich argumentativ ausgefeilt, süffisant spitz oder argumentativ kämpferisch an der Position von Peter Conradi abarbeiten, wie in der vergangenen Ausgabe. Okay, das ist nicht allen gelungen, Schwamm drüber. Aber doch den meisten. So gefällt uns das. Doch auch bei Kontext trollen die Nervensägen. Reagieren Freikirchen auf Artikel mit einer Flut organisierter Empörungsbekundungen. Machen sich die Rechten stark, wenn ihre Haus- und Magenband Böhse Onkelz kritisiert wird. Versuchen Provokateure, sich unter verschiedenen Namen einzuloggen. Und auch bei uns gibt es Menschen, die ihren Kommentar im ersten Furor raushauen und ihn später wieder zurückholen wollen.

So hübsch durchgeknallt wie in Springers "Welt" argumentieren unsere LeserInnen allerding nicht. Dort müssen sich Journalisten mit Beleidigungen rumschlagen wie solchen: "Aber auf der Titelseite Scheiss Pegida schreien. Reicht es bei der Welt Abgangszeugnis 5. Klasse zu haben um Redakteur zu werden?" Original-Zeichensetzung! Die Antwort des Facebook-Teams: "Nein, man muss gar keine Schule besucht haben. Aber dafür muss man seinen Namen mit einer Stange Lauch im Mund rückwärts buchstabieren können." Ironie statt Verzweiflung.

Dabei haben sich von "Süddeutscher Zeitung" bis zu "Spiegel" schon viele Mahner daran versucht, die größten Meinungs-Talibane einzufangen. Da gab es serienweise kluge Beiträge für eine öffentliche Streitkultur. Da wurden besonnene Mails an die größten Krakeeler geschrieben. Geholfen hat es wenig. Nun trollen Journalisten zurück. Und das macht ganz offensichtlich mehr Spaß.

Die "Welt" macht es seit ein paar Wochen vor. Ironisch, frech, witzig. Auf Facebook kann man den Schlagabtausch mit notorischen Netzbeschmutzern nachvollziehen, und das ist lustiger als die Bemühungen manches Humoristen. Inzwischen hat das journalistische Anti-Troll-Team schon eine Unterstützergruppe im Netz. "Fans des gleichgeschaltet-ironischen Journalistenzirkels" nennen sie sich, und ihre Devise lautet: "Als Fans lieben wir gleichgeschaltete Medien, Ironie und Sarkasmus und subtile Komplimente für fehlende Kopfkapazitätseffektivität."

Verunglimpfungen und persönliche Beleidigungen gibt es nicht erst, seit es das Netz gibt. Wer, völlig analog und mit der guten alten Post, schon einmal den eigenen Artikel zugeschickt bekam, mit dem sich ein besonders pfiffiger Anonymus den, pardon, Arsch abgewischt und mit dem sinnigen Spruch "Ausländerhure" versehen hat, der versteht, dass Zurückkoffern Spaß macht. Zumal sich die Sekretärin ab sofort weigerte, weitere Post zu öffnen. Im Netz ist die Beleidigung auf Fäkalniveau wenigstens geruchsfrei.

Wir bei Kontext können leider kein Journalistenteam zur kreativen Trollabwehr finanzieren. Wir können nur sagen: Liebe KommentatorInnen, wir unterstützen die im Internet leider sehr vernachlässigte Tendenz zum Zweitgedanken.

Das dient der Schärfe des Gedankens. Außerdem fördert es die Lesbarkeit, wenn man die Argumente nicht unter dem Müll von 30 Rechtschreib- und Satzfehlern suchen muss. Das Netz mag schnell sein, aber wir sind nicht auf der Flucht. Und mit dem Kopf denkt es sich nun mal besser als reflexhaft übers Rückenmark.

Und noch etwas machen wir ab heute. Wer in Zukunft keine E-Mail-Adresse angibt, wird grundsätzlich nicht mehr freigeschaltet, auch wenn seine Gedanken in die intellektuellen Höhen einer Simone de Beauvoir fliegen. Denn nur über eine E-Mail-Adresse haben wir überhaupt die Möglichkeit, Kontakt mit KommentatorInnen aufnehmen und sie wenigstens ansprechen, wenn auch meist nicht unter dem richtigen Namen. Hallo Herr oder Frau Schwabe, Lieber Invinoveritas, Sehr geehrter rainbow-warrior  mancher hat schon Post von uns bekommen. 

Es gibt tatsächlich Kontext-KommentatorInnen, die haben den Mut, mit ihrem Echtnamen zu ihrer Meinung zu stehen, wie etwa Heike Schiller, Uli Scheuffele oder Bruno Bienzle. Die mögen wir, die wir jede Woche mit unserem Namen unsere Artikel verantworten, besonders gern. Wer sich weiter hinter anonymen Alias wie Umländer, A. Gramsci oder Hans Dampf verstecken will, mag das mit sich selber, seinem Stolz und seinem aufrechten Gang ausmachen. Aber ohne E-Mail-Adresse läuft in Zukunft nichts mehr.


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13 Kommentare verfügbar

  • Richard Schönfeld
    am 17.01.2015
    Wer sich an einem echten Meinungsaustausch beteiligt, mit dem Interesse, seine Meinung zu bilden oder zu ändern, braucht sich nicht zu verstecken. Wer seine unveränderliche Meinung dort nur ver- oder austeilen will und anonym bleibt, beansprucht zuviel Raum, hintertreibt den Sinn des Forums, vergrault die Offenheit, hinterlässt gerne übelriechende Häufchen. Festmeinungshabende sollten sich vielleicht einen als solchen ausgemachten Duellierplatz suchen, in Montur kämpfend, keinesfalls verkleidet, sonst wäre der Auftritt ja nichts wert.
  • Ernst Hallmackeneder
    am 16.01.2015
    Selbstverständlich ist es die vom HERRn vorgegebene Pflicht eines jeden redlichen Christenmenschen, im Internetz unter seinem richtigen Namen aufzutreten.
    Denn wie sonst könnte der Herr Gemeindepfarrer überprüfen, ob seine Schäfchen unchristlichem Gedankengut wie Kommunismus oder Anarchie anhängen oder - noch schlimmer - der Unkeuschheit frönen?
    Und natürlich ist es auch wichtig für die redliche Polizei und den noch um ein Vielfaches redlicheren Verfassungsschutz.
    Habe es schon mal geschrieben: Bei der Kontext-Wochenzeitung handelt es sich um ein hochredliches konservativ-katholisches Blatt, wie schön!
  • Ralf Kiefer
    am 15.01.2015
    @Marx&Engels:
    Ihr erspart mir das Schreiben von viel Text :-)

    Besondere Betonung auf dem Verkehrtrumanordnen der Beiträge. So was ist grausam! Ständig rauf- und runterscrollen zum Lesen ist nicht gerade benutzerfreundlich. Weitergehend sei mal drauf hingewiesen, daß eine ordentliche Diskussion eine baumartige Struktur statt einer eindimensionalen erfordert. Aber damit sind heutige Netznutzer größtenteils überfordert.


    @Peter S.:
    Im Netz ist der Umgangston per "Du". Das ist vermutlich das Einzige, was unser früherer Kandisbunzler Kohlmut Hehl zum Thema schon wußte, daher gilt das "You can say you to me (in Newland)" auch heute noch.


    Positiv bei Kontext: die Web-Seite funktioniert auch ohne Javascript, und, falls dieser Beitrag erscheint, per Anonymisier-Instanz zwischendrin.
  • mueller
    am 15.01.2015
    Um Gottes Willen Kontext.
    Wer will denn Mails von der Red?
    Und warum in Zeiten des Stalkings nicht anonym schreiben?
    Ihr schreibt unter eurem Namen, weil das euer Job ist. In meinem Business kennt mich auch jeder mit Namen.
    Der Journalismus lebt davon, dass die Autoren bekannt sind.
    Internetforen leben vom anonymen Meinungsaustausch.
    Wichtig ist selbstverständlich der gute Umgang miteinander.

    Ich gehe davon aus, dass dieser hier nicht gewünscht ist.
    Es lebt sich einfach besser im monothematischen Mikrokosmos.
    Ein Kommentar der jede Netiquette wahrt aber nicht die Meinung des Autors widerspiegelt ist euch schon immer ein Dorn im Auge. Oft wird in solcher nicht veröffentlicht.
    Und was soll dieses selbstverliebte Pochen auf korrekte Rechtschreibung. Das grenzt aus und strotz vor journalistischer Arroganz.
    Dürfen Migranten oder Hauptschüler hier nicht mitmachen?


    Ich habe schlicht den Eindruck, dass es euch weh tut wenn Kommentatoren den meist sehr einseitig geschriebenen Beiträgen die andere Sichtweise darlegen.
    Das zerstört euer mühsam aufgebautes Weltbild.

    Ich werde in einer Zeitschrift deren Leserschaft bekanntermaßen nicht sehr tolerant ist mit Sicherheit nicht meinen Klarnamen angeben.

    Schade eigentlich.
  • vlad
    am 15.01.2015
    mal wieder.. danke an Marx und Engels .
  • Friedrich Engels
    am 14.01.2015
    Eigentlich sollte Kontext es eher umgedreht ermöglichen: Dass man Kommentare bspw. auch mit einschlägiger Anonymisierungssoftware absetzen kann, anstatt nun neuerdings mit Email-Address-An- und Abgabe-Zwang zu hantieren (wozu soll das gut sein? - mal Hand auf's Herz, liebe Kontext'ler).

    Denn ebenso wie eine anlass- und lückenlose Vorratsdatenspeicherung nur so eine Art esoterisches "Schlangenöl" gegen die ideologischen und gewerbsmäßigen Gewalttäter sein kann (dafür aber tatsächlich die vielbeschworenen "westlichen Werte" um so nachhaltiger und irreversibel aushöhlt), ist diese Methode dazu geeignet, Trolls und Amok laufende Orthografie-Terroristen außen vor zu halten.

    Beides sind Maßnahmen, die von eigentlich tief sitzendem Misstrauen, von paternalistischen Intentionen zeugen. Dort dem formalen Souverän gegenüber, den eigenen Staatsbürgerinnen und -bürgern, hier den aktiven, sich emanzipierenden Leserinnen und Lesern.

    Selbstverständlich ist diese neue Email-Zwangsabgabe qualitativ und quantitativ nicht vergleichbar mit der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung. Aber sie ist ein Symbol dafür, dass man bei Kontext anscheinend im Begriff ist, Angst vor der eigenen Courage zu bekommen.

    Und das fände ich dann doch sehr schade.

    Mein alter Kumpel Karl Marx hat das alles hier bereits - etwas weiter unten (statt oben: die rekursive, von kommerziellen Live-Ticker-Medien gekupferte, sinnfreie und dem Gedanken eines nachvollziehbaren Gesprächs zuwider laufende Kommentar-Historie bei Euch störte mich schon immer) sehr viel fachkundiger und eingehender analysiert.

    Sie müssen ja nichts zurücknehmen. Aber es wäre jetzt fair, wenn man im Gegenzug die Gelegenheit bekäme, die Kommentare technisch weitestgehend anonym abzugeben (z.B. mit TOR oder JonDonym, mindestens in deren default-Einstellungen).

    Beste Grüße - Ihr F.E.
  • Karl Marx
    am 14.01.2015
    Liebes Kontext-Team,

    nach wie vor gibt es ein Recht auf Anonymität im Netz - auch wenn manche Kreise, denen ich Kontext nicht unbedingt zuordnen würde, dies am gerne abschaffen möchten. Manche durch Zwang: Politiker, Behörden usw.; manche durch Verlockung und Bequemlichkeit: Facebook, Google, Apple und viele andere Betreiber von "Sirenenservern." Mindestens so wichtig und alt wie die erwähnte "Netiquette" ist der Grundsatz aus den Urzeiten des Internet, dass es keinerlei Verbindung zwischen Online- und Offline-Identität geben darf - auch wenn genau das heute gerne verschwiegen wird.
    Gegen Trolle hilft nur eine ordentliche Moderation - wie sehr sie auch nerven, technische Massnahmen bringen (fast) nichts. In Zeiten, in denen sich technische Identifikationsverfahren zur Personenerkennung mittels Netzhaustscans relativ problemlos aushebeln lassen (gezeigt beim letzten Chaos-Congress) auf Klarnamenpflicht per Email-Adressangabe zu setzen, wirkt wie eine gut gemeinte, aber nicht sehr durchdachte Idee.
    Gänzlich skurril wird das Ganze nun dadurch, dass kein einziges technisches oder rechtliches Detail zu dieser Forderung bekanntgegeben wird:
    Muss die gewünschte Email-Angabe technisch korrekt formuliert sein (user@host oder user@domain.tld)?
    Muss die angegebene Email-Adresse "gültig" sein (d.h.ein Programm "empfängt damit" Emails ohne SMTP-Fehler)?
    Muss eine "Antwort" zurückgeschickt werden, wenn jemand von Kontext etwas an diese Adresse schickt?
    Muss ein Mensch diese Antowrt erzeugen? Wenn ja, wie würde dies sichergestellt?
    Soll eine Verbindung zum Verfasser/zur Verfasserin des Posts nachweisbar sein; wenn ja, wie und welche?
    Was passiert mit den vielen, nach Hoffnung der Kontext-Redaktion ja eindeutig personalisierten und zuzuordnenden Daten, die so erhoben und gespeichtert werden? (Persönlicher Name, Emailadresse, Hard- und Softwareausstattung, Art, Betreiber und evtl. Ort des Internetzugangs, Ansichten zu diversen politischen, gesellschaftlichen usw. Themen, ...)
    Sollen die erhobenen Daten in der Datenbank des TYPO3-Redaktionssystems, das über das Internet erreichbar ist und in der Vergangenheit nicht unbedingt mit besonderer Sicherheit geglänzt hat, aufbewahrt werden?
    Wer hat überhaupt Zugriff auf diese höchst wertvolle Datensammlung? Wie lange werden diese Daten aufbewahrt und wo überall?

    Zur Netiquette gehört auch, dass BetreiberInnen eines Forums mit Registrierungspflicht und Klarnamenzwang eindeutige technische Vorgaben machen ("ohne E-Mail-Adresse läuft in Zukunft nichts mehr." fällt eindeutig nicht in diese Kategorie), präzise Nutzungsbedingungen bekanntgeben und klar offenlegen, was genau mit den erhobenen Daten zu welchem Zweck geschieht. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass genau hierfür in Deutschland auch genaue gesetzliche Vorgaben existieren ("Datenschutzerklärung").

    (In Ihrer Datenschutzerklärung (http://www.kontextwochenzeitung.de/extra/schreiben-sie-uns/datenschutz.html) steht: "Wir sind mit den gespeicherten Daten nicht in der Lage, auf die Person zu schließen, die unseren Internetauftritt besucht. Sollte es in Zukunft technisch möglich sein, die besuchende Person zu erkennen, werden wir diese technische Möglichkeit nicht nutzen. "
    Wann wird dies angepasst?)

    Nach der Lektüre vieler Kontext-Ausgaben fällt es mir nicht schwer, mir einen Fall auszumalen, bei dem Ermittlungsbehörden die gesamte Kommunikation von Personen auswerten. Wenn diese Personen auch im neuen Kontext-Forum gepostet hätten, wären alle gesammelten personalisierten Daten komplett sehr schnell bei der Polizei - ob man daran glaubt, dass alle ergiebigen Daten von allen Unbeteiligten sofort gelöscht werden oder der Kontext-Administrator den Datenbank-Dump überprüft und alle Datensätze von unbeteiligten daraus löscht?

    Das Missbrauschspotential von Daten, die nicht erhoben werden, geht gegen null. Wenn ich einen Forenbeitrag schreibe und eine Email-Adresse und einen (vermeintlichen) Klarnamen eintrage, darf ich dann trollen? Wenn ich einen sinnvollen Beitrag schreibe und die gewünschten (durch keinerlei explizite Nutzungsbedingungen geforderten) Felder nicht ausfülle, verliert dieser Beitrag dann an Sinn? Eine Moderation ist in beiden Fällen vonnöten. Um sich mit einem Beitrag kritisch und sinnvoll auseinanderzusetzen, ist ein Forum ein besserer Ort als ein "Anschrieb" per Email. Ich finde es besser, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen als auszutüfteln, was sich jetzt hinter dieser Email-Adresse verbirgt oder ob es schon wieder einen neuen technischen Trick gibt, dem ich auf den Leim gegangen bin (Letzeres können Maschinen sowieso viel besser als Menschen.

    Ich bin gespannt darauf, hier öffentlich zu lesen, wie Ihre Positionen zu diesen Punkten sind; dass mein Name Karl Marx lautet, wird sich derzeit technisch weder beweisen noch widerlegen lassen; ich habe auch eine Email-Adresse angegeben, die auf den meisten Server-System funktionieren dürfte (ganz im Wortlaut, wenn auch absichtlich nicht unbedingt ganz im Sinne der o.a. Nutzungsbedingungen).

    Viele Grüsse!
    K.M.

    PS: Anonymität ist ein hohes Gut - weg ist sie schnell, zurück kommt sie nie wieder.

    PPS: Auch eine Syntaxprüfung ist kein geeignetes Verfahren zur Identitätsfeststellung.
  • dildoldi
    am 14.01.2015
    Um bei euch nicht veröffentlicht zu werden, muss man nur anderer Meinung sein. Es ist schlichtweg lachhaft, sich selbst auf die Schulter zu klopfen, über die pöhsen, pöhsen Trolle herzuziehen und dann Kommentare, die weder beleidigend noch herabwürdigend oder Verbalinjurien welcher Art bzw. Kategorie auch immer beinhalten, einfach nicht zu veröffentlichen. Weil sie eben konträrer Meinung zum kommentierten Artikel waren. Ihr wisst ja wohl auch, was ich meine, oder ? Erwarte keine Veröffentlichung, ist mir auch egal, nur diese eure Selbstbeweihräucherung ist mehr als grenzwertig.

    MfG
  • invinoveritas
    am 14.01.2015
    Ich versichere hiermit an Eides Statt:

    1. Die Kontext-Redaktion hat mir noch nie ne Post geschickt.
    2. Es ist verdammt hart, in einem Atemzug mit "schwabe" genannt zu werden.
    3. Könnte sich die Kontext-Redaktion entschließen, Kommentare mit sagen wir mal mehr als fünf Fehlern pro Zeile grundsätzlich wegzuschmeißen, so lüde ich sie ein zu einem gemütlichen Beisammensein - mit 1 Kiste Troll-inger (!!).
  • Wolfgang Weiss
    am 14.01.2015
    Liebe KONTEXTerInnen der Redaktion,
    ja das merkt man bald:
    "Meistens lieben wir unsere KommentatorInnen." :-)

    Danke für den sachlich-humorvollen-ironischen Beitrag,
    in d i e s e r Form fiel es mir sogar leicht, mich vom "Alias-Namen" zu verabschieden. Zumindest bei KONTEXT ;-) .

    Vielen Dank für diese Abhandlung zu Nervensägen" und Trollerei. Vor allem auch das "ausgefallene" Beispiel der "Welt"-Redaktion. Ich muß zugeben, einem doch eher "wertkonservativen" Blatt hätte ich soviel Humor eher nicht zugetraut. Da können doch manche noch was lernen...

    Apropos Humor bzw. "Paradiesvogelmentalität" - es spricht ja per Se nichts dagegen, in Zuschriften auch Pseudonyme zu verwenden. Da hat sicher jede(r) sein(ihr) eigenes Motiv.
    Bei Parkschützer.de beispielsweise weiß ich von vielen, die bewußt nicht mit Klarnamen vertreten sind, einfach weil bekannt ist, daß "die Gegenseite" auch mitliest^^ . (Nein, ich werde jetzt keine Debatte eröffnen, wehalb $-21-GegnerInnen auch bei "GrünRot" immer noch kriminalisiert werden, obwohl....;-) )
    Für solche Motive habe ich aber das größte Verständnis.

    Also, "Daumen hoch" für Euren Beitrag und "JA zum Zweitgedanken."

    Wolfgang Weiss (Ex-"Rainbow-Warrior21")
  • Peter S.
    am 14.01.2015
    Hallo Frau Stiefel, der Artikel hat mich zum schmunzeln gebracht und hilft hoffentlich, einige Trolle zu disziplinieren.
    Ich kann Ihnen nur zustimmen, dass KONTEXT auch und gerade wg der Kommentare eine tolle Sache ist.
    Gerade der Conradi Artikel hat dies deutlich gezeigt.

    Sie sind mir hoffentlich nicht böse, wenn ich weiterhin die Kurzform meines Namens verwende, die email Adresse mit Klarnamen verwende ich ja schon immer.

    An die seriösen Mitschreiber wäre meine Bitte, wenigstens einen Vornamen zu nehmen aus dem das Geschlecht erkennbar ist.
    Ein generelles "Sie" bei der Ansprache wäre auch wünschenswert, da wohl keiner hier per Du mit anderen ist.

    Das Beste wäre aber, wenn jeder häufige Kommentator hier Mitglied oder Förderer wird!!!

    Mit der Nummer einloggen und die (hoffentlich wenigen) Gäste sind als solche erkennbar ;-)

    Oder wäre das zu sehr gegen den Datenschutz? :-)
  • Blinkfeuer
    am 14.01.2015
    "..... mit ihrem Echtnamen kommentieren...", der auch der vom bösen Nachbarn sein kann, das ist schon bekannt?
    Schnell findet sich ein Mail- Anbieter, bei dem ich ruckzuck zu "Susanne Stiefel" werde.
    Hab aber grad keine Lust dazu....

    Übrigens könnte ein Feld zur Homepage oder Blog hier neben der Mail auch noch auftauchen,.... gut, da kann man auch wieder sonst wen eintragen....
  • Peter Schey
    am 14.01.2015
    Danke für diesen Appell !

    Für den Umgang mit anderen - in Diskussionen, in Konfliktsituationen, im Leben allgemein - habe ich hierfür seit langen Jahren eine wirkungsvolle moralische Instanz: Meinen Badezimmerspiegel - kann ich mir darin abends noch in die Augen sehen ? *zwinker* Es hilft !

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