Abgebrannte Asylunterkunft in Weissach. Foto: Martin Storz

Ausgabe 234
Gesellschaft

"Wir lassen uns nicht in die Knie zwingen!"

Von Oliver Stenzel
Datum: 23.09.2015
In Wertheim sollen nach dem Anschlag auf ein geplantes Flüchtlingsheim keine weiteren Flüchtlinge mehr aufgenommen werden. Das hält der Bürgermeister der Gemeinde Weissach für falsch. Nach dem Brand dort kündigte Ian Schölzel an, die zerstörte Unterkunft an gleicher Stelle wieder aufzubauen: als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit.

Seit acht Jahren ist Ian Schölzel Bürgermeister der 7000-Seelen-Gemeinde Weissach im Tal im Rems-Murr-Kreis. Vor Kurzem erst, am 19. Juli, ist er für eine weitere Amtszeit gewählt worden. Bürgermeister sei für ihn, so der parteilose 39-Jährige, "nicht nur Beruf, sondern Berufung". Zur Berufung gehörte zuletzt auch, vielen Journalisten zu erklären, was denn da passiert ist in seiner Gemeinde. 

Seitdem in der Nacht vom 23. auf den 24. August eine Flüchtlingsunterkunft im Teilort Unterweissach nach einem Anschlag abbrannte, verging kein Tag, an dem Schölzel kein Pressegespräch hatte. "Es gab Tage, da war ich von morgens bis spät abends mit Presseanfragen beschäftigt." Schölzel spricht schnell, sehr schnell. Zugleich nimmt er sich für jede Frage viel Zeit, auch wenn er manches schon Dutzende Male gesagt haben dürfte.

Dass Weissach in diesem Jahr eine der ersten Gemeinden im Westen Deutschlands war, in der so etwas geschah, zudem im grün-rot regierten Baden-Württemberg, mag das Medieninteresse noch verstärkt haben, vermutet Schölzel. "Und dann natürlich die Tatsache, dass ein komplettes Gebäude in Brand steht, das haben auch manche Journalisten gesagt. Es gibt ja Brandanschläge, da sieht man nur eine Ecke, die verkohlt ist. Deswegen hat der 'Spiegel' ja auch dieses Bild gewählt, denn es ist ja schon, im negativen Sinne, eindrücklich."

Auf dem "Spiegel"-Titel – aber nicht im Heft erwähnt

Ja, der "Spiegel". Auf dem Titel der Ausgabe vom 29. August prangte das Bild des brennenden Gebäudes, unterlegt mit den Worten "Dunkles Deutschland" in Frakturschrift. In Weissach haben sich viele, darunter Schölzel, sehr über dieses Titelbild geärgert. Auch weil es so gar nicht dem Selbstverständnis der Gemeinde entspreche. Aufmärsche eines wütenden, fremdenfeindlichen Mobs gab es hier bislang nicht, stattdessen bereite das Zusammenleben mit den aktuell 37 Flüchtlingen in der Gemeinde keinerlei Probleme, so Schölzel. Früher als viele andere Gemeinden habe man einen Arbeitskreis Integration gegründet, es gebe viele Bürger, die sich ehrenamtlich um die Flüchtlinge kümmern, sie unter anderem als Paten bei Behördengängen unterstützen, außerdem seit Kurzem ein "Bazärle", einen Laden, in dem Flüchtlinge gespendete Kleidung oder auch Beschäftigung finden könnten.

Die Titelgeschichte des "Spiegel" stieg denn auch lieber mit einem Bericht von einer Demonstration im sächsischen Heidenau ein, Weissach dagegen kam im ganzen Text gar nicht mehr vor. Vielleicht weil der sichtbare Mob hier fehlte, vielleicht weil stattdessen einen Tag nach dem Anschlag 500 Menschen gegen rechts auf die Straße gingen, vielleicht auch wegen der Reaktion Schölzels auf die Tat: Schon kurz nach dem Anschlag kündigte er an, die Flüchtlingsunterkunft an gleicher Stelle wieder aufzubauen.

"Man muss als Gemeinde mit einem deutlichen Signal darauf reagieren, nach dem Motto: Wir lassen uns da nicht in die Knie zwingen, wir grenzen uns von jeglicher Fremdenfeindlichkeit ab", betont Schölzel. Und es reiche dabei auch nicht, darauf zu verweisen, was man alles in der Vergangenheit schon für die Integration von Flüchtlingen getan habe. "Man kann sich ja nicht nur beklagen, dass man, wie jetzt durch den 'Spiegel'-Titel, in eine gewisse Ecke gestellt, als 'Dunkeldeutschland' bezeichnet wird. Sondern muss auch durch sein eigenes Tun belegen: Ich gehöre da nicht hin", so der Bürgermeister.

"Und welches kraftvollere Zeichen kann eine Gemeinde setzen, als zu sagen: Genau an dem Ort bauen wir das wieder auf! Wir bauen das immer wieder auf, weil wir einfach zeigen wollen, dass so eine Tat völlig inakzeptabel ist." Von dem Brand erfahren hatte Schölzel, als er gerade mit seiner Familie im Urlaub auf Sylt war, "da ist man natürlich erst mal erschüttert". Er nahm noch am gleichen Tag den nächstmöglichen Flieger zurück, "eineinhalb Stunden Flug kamen mir noch nie so lange vor, du sitzt da wirklich auf Kohlen". Dass er in dieser Situation so schnell wie möglich in seiner Gemeinde sein muss, sei für ihn aber keine Frage gewesen, da sei er pflichtbewusst. "Dazu bin ich zu sehr Bürgermeister und mit meinem Beruf und dem Ort zu sehr verbunden."

Eine Gemeinde zwischen hellem und dunklem Deutschland 

Den Entschluss, den Wiederaufbau anzukündigen, hat Schölzel alleine gefasst, ohne sich davor mit dem Gemeinderat abzustimmen. "Ich stehe zu 100 Prozent hinter dieser Äußerung, weil sie einfach meiner Grundüberzeugung entspricht", sagt Schölzel, "und ich werbe und kämpfe auch für diese Position." Er wünsche sich schließlich auch von anderen Politiker, dass sie sagen, wofür sie stehen. Dafür sei man dann zwar angreifbar, "aber in so einer Situation kannst du nicht erst hierhin und dorthin schielen, sondern du musst dich einfach klar positionieren. Zumindest habe ich diesen Anspruch an mich." Am 17. September hat der Gemeinderat einstimmig den Wiederaufbau beschlossen. Bedenken, die Mehrheit der Räte könnte ihm nicht folgen, hatte Schölzel schon davor nicht. Er habe voll auf seinen Gemeinderat vertraut, "weil ich denke, es sind sich alle ihre besonderen Verantwortung bewusst und der Wirkung ihrer Entscheidung."

Aus der Bürgerschaft hat Schölzel für seine Position bislang viel Zustimmung erfahren. Manche hätten nach dem Anschlag ihre Privatwohnungen zur Verfügung stellen wollen, andere, auch von außerhalb der Gemeinde, hätten Spenden für den Wiederaufbau angeboten. "Tolle Reaktionen" nennt das Schölzel, aber natürlich gebe es nicht nur Fürsprecher in der Gemeinde, das sei ebenso klar.

Ist Weissach also, im "Spiegel"-Sinne, ein Beispiel fürs helle Deutschland? Dass helle und dunkle Regionen zumindest sehr nahe beieinander liegen und sich auch überlagern können, wird deutlich, wenn man an die Entwicklung der rechten Gewalt im Rems-Murr-Kreis in den letzten 15 Jahren denkt. Spätestens seit 2000 gilt der Kreis, vor allem der Raum Backnang und der Schwäbische Wald, als Hochburg von Neonazis und der rechten Szene in Baden-Württemberg. Und auch als Beleg dafür, dass Rechtsextremismus keineswegs nur in wirtschaftlich schwachen Regionen floriert, sondern auch dann, wenn er in den Millieus der Mehrheitskultur stillschweigend geduldet wird, wie 2008 eine Regionalstudie zeigte.

Was die Wahlergebnisse angeht, wird es zwar tendenziell dunkler, je weiter man in den Schwäbischen Wald hineinkommt; die meisten Stimmen bekommen rechte Parteien fast schon traditionell in der Gemeinde Großerlach, wo die NPD bei der Bundestagswahl 2013 auf 4,1 Prozent der Zweitstimmen kam, im Gegensatz zu 1,4 Prozent in Weissach (bundesweit: 1,3 Prozent). Doch aktiv werden die Nazis auch jenseits der Hotspots. Und eben auch in Weissach.

Schon 2005 brannte das Flüchtlingsheim 

So wurde auf das jetzt abgebrannte Weissacher Flüchtlingsheim schon 2005 ein Brandanschlag verübt, 2003 gab es in der Gemeinde gleich mehrere Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Als Täter konnten damals jeweils junge Neonazis dingfest gemacht und verurteilt werden. Seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2007 kann sich Schölzel an keine entsprechenden Gewalttaten erinnern. Ein 2011 verfasster Drohbrief gegen eine Weissacher Bürgerin, die einen Leserbrief gegen rechts geschrieben hatte, stellte das Extremste dar. Bis jetzt. 

Hat sich die Gewalttat angekündigt? Dass der Umgang mit den immer zahlreicheren Flüchtlingen auch in Weissach nicht nur Fürsprecher findet, musste Schölzel am 10. August feststellen, als er die Bürger zu einer Informationsveranstaltungen über eine vom Landkreis in Weissach geplante Sammelunterkunft eingeladen hatte. 160 Flüchtlinge sollten nach Vorstellungen des Kreises in einem ehemaligen Druckereigebäude untergebracht werden, ein Plan, gegen den sich auch schon eine Bürgerinitiative gegründet hat. "Hoch emotional" sei die Stimmung bei der Veranstaltung gewesen, noch heute beschäftigt Schölzel die Aggression, die ihm teilweise entgegengeschlagen sei.

"Da schießen einem schon viele Gedanken durch den Kopf", so der Bürgermeister. "Man sagt sich: Gut, wir hatten ja wirklich bis dahin sehr gute Integrationsarbeit geleistet. Und dann kommt der Landkreis und sagt, die Not ist so groß, wir bringen bei euch eine Sammelunterkunft unter.

Wir machen die Bürgerinfo relativ zeitnah, und dann diese Stimmungslage, und dann eben kurz darauf so ein Anschlag ... logisch, dass man sich da fragt: Gibt es eine gewisse Kausalität? Das wäre ja komisch, wenn man sich diese Gedanken nicht machen würde."

Mit der Sammelunterkunft ist auch Schölzel nicht ganz zufrieden. Er hofft zumindest, dass man die geplante Belegung auf 80 Flüchtlinge reduziert, betont aber auch, dass die Gemeinde zu ihrer Verantwortung stehen werde. Bislang setzte Weissach auf eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen, damit habe man beste Erfahrungen gemacht. "Wenn eine Flüchtlingsfamilie in einem Haus mit verschiedenen Mietparteien untergebracht ist, findet sie auf jeden Fall schneller Anschluss", ist Schölzel überzeugt, "damit stärken wir die Akzeptanz und fördern die Integration." 

Es gebe für diese dezentrale Struktur sogar noch freie Kapazitäten, und man wolle als Gemeinde auch an ihr festhalten. Doch zugleich dürfe man den Bürgern nichts vormachen, findet Schölzel: "Die Not wird ja nicht geringer. Es kommen Tag für Tag zusätzliche Flüchtlinge. Wir werden nicht umhinkommen, den Landkreis zu unterstützen und eine Sammelunterkunft in Weissach unterzubringen – wenn nicht an dieser Stelle, dann kommt sie an einer anderen." Etwas anderes zu sagen sei nicht redlich. "Andererseits sollte es unser Anspruch sein, dass wir diese Herausforderung gemeinsam meistern und nicht nur versuchen, ein Problem daraus zu machen."

Schölzel geht davon aus, dass die meisten Flüchtlinge in Deutschland bleiben werden, und er ist auch zuversichtlich, dass das Land dies meistern könne. Sofern man nicht vor den Brandstiftern kapituliere.


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4 Kommentare verfügbar

  • Jona Gold
    am 26.09.2015
    Wer so einen Bürgermeister wie Schölzel hat, kann stolz sein!
    Hut ab. Daran sollten sich eine Menge Politiker ein Beispiel nehmen!

    @sastre:
    Wenn ein Mensch in einem Land "aufgenommen" wird, dann wird er Bürger dieses Landes. Punkt. Zumindest ein Einwohner. Wenn ich jemanden ernsthaft aufnehme, dann integriere ich ihn. Und Integration bedeutet, dass man die gleichen Partizipationsrechte vergibt/erhält. Alles andere läuft auf Ausgrenzung hinaus. Wohin das führt, wenn wir Menschen nicht als uns selbst gleichberechtigt ansehen...dafür gibt es unzählige...auch schreckliche Beispiele.
    Sie scheinen dafür zu plädieren, dass eine Bevölkerungsgruppe mehr Rechte erhält, als eine andere.
    Das wäre dann....naja. Lassen wir das.

    Und wer angesichts unzähliger fürchterlicher kriegerischer Konflikte in der Welt von einer Einwanderung in die Sozialsysteme schwadroniert, ist in meinem Augen jemand, der versucht subtil Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen! Widerlich.
    Jetzt schreiben Sie, dass Flüchtlinge den Einheimischen "ihren Platz" streitig machen. Ja genau.der Volkskörper wird bedroht oder was?
    Was ist das eigentlich fur ein ausgemachter Blödsinn, den Sie schreiben?
    Dann schwurbeln Sie irgendwas, dass das soziale Leben zum erliegen kommt.
    Sagen Sie mal:Geht's noch?
    Zum Schluss erdreisten Sie sich nicht zu behaupten, dass die "Großherzigkeit" (die ja eigentlich nur humanitäre Pflicht ist) dann enden wird, wenn man personliche Erfahrungen mit den "Neubürgern" macht. IGITT!!
    Was passiert denn dann? Fressen die meine Kinder und saugen mein Blut aus, nachdem sie meine Frau vergewaltigt haben und mein Haus angezündet....
    Ach nee, mir fällt grad ein, die Brandstifter sind ja momentan andere.
    Ich sag Ihnen eins: Mir sind als Nachbarn 100 Flüchtlinge lieber, als nur einer Ihrer Sorte! Und wenn ich dafür, dass von Leuten wie Ihnen keiner mehr hier wohnt, die Hälfte vom Gehalt abgezogen bekomme....Gerne!

    Und noch was: Weil Sie ja so ganz nebenbei noch die drohenden Einschränkungen unserer Wohlfahrt und Steuererhöhungen auf Grund der Flüchtlinge an die Wand malen.

    Soweit ich weiß, ist in keinem anderen Land Europas das Vermögen derart ungleich verteilt wie in Deutschland.
    Ein paar Steuererhöhungen an der richtigen Stelle, würde ich außerordentlich begrüßen! Gerade nach dem Steuersenkungswahn der letzten 15 Jahre zugunsten von Kapital, großen Konzernen,Aktionären und eben denen, die ohnehin einen Haufen genug Kohle haben!

    Fur die Rettung der Banken wurden mal uber Nacht geschwind mehrere hundert Milliarden locker gemacht. Für die Flüchtlinge, für deren Leid wir eine Mitverantwortung tragen, gerade mal knapp 10 Milliarden.
    Aber die sind halt nicht systemrelevant.

    Übrigens haben wir nach dem Krieg 12 Millionen Menschen in kürzester Zeit aufnehmen müssen. Dazu über 4 Millionen Gastarbeiter später und dann nochmal mindestens so viele russische Aussiedler.
    Der einzige Unterschied ist, dass wir jetzt so tun,als käme das überraschend.

    Indiesem Sinne:
    Leben Sie wohl!

    Jona
  • Peter Schey
    am 25.09.2015
    @m.sastre

    Ich kenne die Geschichte der - übrigens auslaufenden - Jahn-Realschule in Lübbecke: 150 verbliebene Neunt- und Zehntklässler beendeten den Unterricht und setzten ihn nach dem Wochenende in einer anderen Schule (der Pestalozzischule) fort. Vorausgegangen war auch eine Diskussion darüber, ob man die Pestalozzischüler mit in die Jahn-Realschule umsetzt. Hierauf wurde aber wegen verschiedener Handicaps der Pestalozzischüler verzichtet.

    Die Schilder der Jahn-Realschule wurden abmontiert, um ortsfremden Neonazis keine Zielhinweise für Brandanschläge zu geben - es war bereits wiederholt zu entsprechenden Drohungen und Ankündigungen gekommen.

    Zum Schluß noch etwas Persönliches: Ich habe sehr viele Kontakte zu Menschen mit "nicht biodeutscher" Herkunft und begegne ihnen auf Augenhöhe - von Mensch zu Mensch.
  • m. sastre
    am 23.09.2015
    @ Peter Schey

    Dabei vergessen sie aber, dass nur Bürger eines Staates ein grundsätzliches Mitspracherecht in den eigenen Angelegenheiten haben. Ein im Land aufgenommener Mensch hat sich nach den Bedingungen der Gastgeber zu richten, sofern nicht seine grundsätzlichen Menschenrechte beeinträchtigt sind. Ein Menschenrecht auf Einwanderung, insbesondere in die Sozialsystem, gibt es aus gutem Grund aber nicht!
    Derzeit sind es die Einheimischen, denen ihr Platz zunehmend streitig gemacht wird. Gerade musste in Lübbecke eine Schule binnen einer Stunde geräumt werden, die Schüler konnten gerade noch ihre Sachen packen. An anderen Orten sind es bewohnte Wohnungen, Kindergärten,Turnhallen, Jugendheime, Vereinsheime, Volkshochschulen, Kasernen u.v.a. die regelrecht besetzt werden.
    In einigen Gegenden kommt das soziale Leben dadurch fast zum erliegen. Es ist auch schwerlich zu vermitteln, wenn der Staat in den letzten Jahren Infrastruktur massiv vernachlässigt, an der Bildung gespart und soziale Leistungen eingeschränkt hat und nun plötzlich jedes Geld zur Bewältigung der selbst provozierten Krise vorhanden ist.
    Ich würde gerne mal wissen, ob sie immer noch so überzeugt und großherzig sein werden, wenn die erste Steuererhöhung oder Einschränkung ihrer persönlichen Wohlfahrt ansteht oder sie die ersten direkten Erfahrungen mit den "Neubürgern" gemacht haben.
  • Peter Schey
    am 23.09.2015
    Bürger eines Staates zu sein, verschafft mir Rechte, gibt mir aber auch Pflichten. Jeder hat in einer Gemeinschaft seinen Raum. Deshalb ist es derart unwürdig, jemand anderem seinen Platz streitig zu machen !
    "Einen Kindergarten ? Eine Schule ? Ein Wohnheim ? Nicht in meiner Nachbarschaft !" - diese unsoziale Burgmentalität zu durchbrechen ist wichtig. Man kann diskutieren, auch argumentieren. Aber man darf sich nicht auf bloße "Geh, oder ich schlage Dich tot"-Pöbeleien einlassen - ob es Brandsätze auf Flüchtlingsheime, brennende Synagogen oder Pogrome sind.

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