KONTEXT:Wochenzeitung
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Auf ein Neues!

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So oft wurde unser Prozess nun schon verschoben, dass wir uns fast sicher sind: Wenn er denn eines Tages stattfinden sollte, können wir wahrscheinlich vom neuen Stuttgarter Tiefbahnhof in Richtung Frankfurt am Main abfahren. Eigentlich hätten wir von Kontext am Freitag, 5. November, vor Gericht stehen sollen gegen den früheren Mitarbeiter zweier ehemaliger AfD-Abgeordneter im Landtag, dessen rechtsradikale Facebook-Chats wir 2018 in Auszügen veröffentlicht haben. Mittlerweile soll der Fall in einem Hauptsacheverfahren verhandelt werden. Mehrfach wurde der Prozess von Seiten des Gerichts neu terminiert, zuletzt vor wenigen Tagen. Also: Wieder nichts. Wann die Verhandlung stattfinden soll, steht in den Sternen und liegt in den Händen des Frankfurter Landgerichts. Wir bleiben gespannt und halten Sie auf dem Laufenden. Nicht zuletzt, damit Sie erfahren, was mit Ihren Spendengeldern passiert. Keine Bange, unser Kassierer bewacht sie eisern, das hat er auch zuletzt wieder in der Mitgliederversammlung des Kontext:Vereins bewiesen.

Denn der tagte nach fast zwei Jahren coronabedingter Abstinenz am vergangenen Mittwoch erstmals wieder der Kontext-Verein – und das sogar im echten Leben. Etwa zwei Dutzend Vereinsmitglieder haben im Glaskasten des Stuttgarter Theaterhauses knapp drei Stunden rege diskutiert und einen neuen Vorstand gewählt. Und der ist der alte geblieben, personell unverändert, was uns in der Redaktion sehr freut.
 

Vor zwei Wochen haben wir über ein regelrechtes Geheimtreffen von Windkraftgegnern berichtet, die sich im Kurhaus Schluchsee zusammenfinden wollten, um einen irgendwie gearteten Plan gegen Windräder im Schwarzwald zu schmieden. Getroffen haben sie sich am vergangenen Freitag, es waren Hoteliers dabei, der Tourismusverband als Veranstalter involviert und mittendrin, als Haupt-Act: Tunnelbohrchef Martin Herrenknecht (CDU). Wer draußen bleiben musste, ja nicht einmal offiziell informiert wurde, war die Öffentlichkeit. Aber so klandestin wie sich die Akteure das erhofft hatten, ging das Ganze dann doch nicht vonstatten – auch ein Kontext-Artikel hatte daran seinen Anteil. Und prompt gab es Protest. Wie der SWR vor wenigen Tagen berichtete, haben sich Pro-Windkraft-DemonstrantInnen vor dem Kurhaus versammelt, um das Treffen der "Schwarzwälder Seilschaften" (so stand es auf einem Plakat) etwas aufzulockern und gute Fragen zu stellen. Etwa: "Warum hat man es nötig, so intransparent und konspirativ zusammenzukommen?" Das wollte Annika Kirschke von Extinction Rebellion Freiburg wissen. Die Frage bleibt vorerst unbeantwortet, den Bericht zum Protest gibt's hier.


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1 Kommentar verfügbar

  • Philipp Horn
    vor 3 Wochen
    Antworten
    Euer Beitrag, zur Windkraft, wurde sogar in einem Kommentar zum Thema, der BNN, erwähnt.
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