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OB? Ja, bitte!

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Ein Hoch dem Jahrmarkt. Kaum hat OB Schuster Nein gesagt, dreht sich das mediale Riesenrad, und aus jeder Kabine lächeln munter mögliche KandidatInnen für die Stuttgarter OB-Wahl. Da drehen wir von Kontext ein bisschen mit. OB? Ja, bitte.

Ein Hoch dem Jahrmarkt. Kaum hat OB Schuster Nein gesagt, dreht sich das mediale Riesenrad, und aus jeder Kabine lächeln munter mögliche KandidatInnen für die Stuttgarter OB-Wahl. Da drehen wir von Kontext ein bisschen mit.

Eingestiegen, es geht los. Mit der schwäbischen Bescheidenheit ist ab sofort Schluss. Viele aus Funk und Fernsehen und "Bild" bekannte Politiker suchen derzeit einen neuen Job, weil der alte Sessel zu heiß geworden ist oder das private Glück nicht mehr ausreicht. Da wäre etwa der Noch-BuPrä Wulff, der die Stuttgarter CDU-Größen Dietrich Birk, Karin Maag und Susanne Eisenmann locker aus der Kabine drängen könnte. Und auch Herr von und zu Guttenberg sucht noch ein neues Betätigungsfeld. Also, werte Schwaben-CDU, zugegriffen!

Die Sozialdemokraten würden sicher auf dem Stuttgarter Marktplatz ein Freudenfeuer anzünden, wenn sich Doris Schröder-Köpf alles nochmal überlegen würde. Schmiedel, Schmidt und Co. müssten der Frau an Gerhard Schröders Seite den Job im Stuttgarter Rathaus halt ein bisschen schmackhaft machen, damit sie ihre Ambitionen auf einen Platz im niedersächsischen Landtag aufgibt. Viel zu bieten im Riesenrad hat die SPD sowieso nicht. Zumal Brigitte Dahlbender ja partout nicht antreten will. Schade eigentlich. Wollen Sie es sich nicht doch noch überlegen, Frau Dahlbender? Kontext nimmt noch Bewerbungen an (siehe unten).

Die Grünen hingegen wissen sich vor lauter kompetenten Kandidaten nicht zu retten, da wird einem ganz schwindlig. Schwamm drüber. Wir von Kontext haben uns eh schon entschieden, wen wir ins Riesenrad setzen.

Denn wir haben das Wohl der Stadt im Blick. Und am besten für Stuttgart wäre, keine Frage: Walter Sittler. Er bringt alles mit, was Wolfgang Schuster über Jahre so schmerzhaft vermissen ließ: Er sieht gut aus. Er ist kein Jurist. Er macht im Fernsehen eine gute Figur und kann drei Sätze hintereinander fehlerfrei aufsagen. Und als Kommissar Robert Anders ist es Walter Sittler gewohnt, weit vorauszudenken und seiner Nase zu vertrauen, auch wenn er manchmal nicht so genau weiß, warum das so ist. Wenn das keine Empfehlung für die Politik ist. Die Stuttgarter sollten sich ein Beispiel an den USA nehmen: mehr Schauspieler in die Politik!

Gefährlich könnte Sittler höchstens OB-Anwärter Schroeder (OBAn) werden. Denn die Slogans der Puppe mit dem schwarzen Schlapphut sind schlicht und gut. "Lieber ne Puppe als eine Marionette" oder "Schroeder, die ganz neue Ernsthaftigkeit". Das überzeugt in Inhalt und Prägnanz. Da muss sich Sittlers Wahlkampfteam noch einiges einfallen lassen.

Falls wir noch potente potentielle Kandidaten vergessen haben sollten: aussagekräftige Bewerbungen für das OB-Riesenrad bitte an die Kontext-Redaktion via Kommentarspalte.


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4 Kommentare verfügbar

  • BerufsdemonstrantSchroeder
    am 17.01.2012
    Antworten
    Während Herr Sittler, den ich sehr wertschätze, sich bislang auf sein gutes Aussehen verlässtn, war ich sehr aktiv.

    Hab mir - unter Anderemn - ein neues Dienstfahrzeugn angeschafftn, Handelsbeziehungn zu Belgien aufgenommn, 130 Mitarbeiter angestelltn und sehr viel für die Menschn mit…
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