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Frischer Wind

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Es gibt tatsächlich Menschen, die sich riesig über die Landtagswahl freuen: die MacherInnen der Comedystube im Tübinger Sudhaus. Für die Stubencomedians ist der Kampf um Stimmen und der Streit der Kandidaten ein unerschöpflicher Quell für fröhliche Abende. Nach dem Video über die poetische Begabung des CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf hat das Team um Helge Thun und Christine Prayon nachgelegt und das Hin und Her um die Elefantenrunde kurz vor der Landtagswahl im SWR-Fernsehen in einen Animationsfilm festgehalten. In den Hauptrollen: AfD-Mann Jörg Meuthen, SPD-Chef Nils Schmid, MP Winfried Kretschmann und natürlich CDU-Reimemonster Guido Wolf.

Dass der "Wolf im Revier" denn doch nicht des Heimatgedichts letzter Schluss ist, zeigen die Sudhaus-Komiker in eigenen Reimen: "Seht einmal, da steht er. Auf und ab vorm Studio geht er. Der Jörg ist's von der AfD, und er zetert ach und weh. Doch Nils und Winfried rufen rein: 'Wir wolln mit dem nicht reden, nein!'" Wie es dann doch noch zur Sinnesänderung kam, können Sie sehen in "Die Struwwel-Elefantenrunde". 

Mitten rein in den baden-württembergischen Landtagswahlkampf fiel auch unsere Volontärin Elena Wolf. Seit 1. Dezember schon gehört sie zu unserem kleinen Redaktionsteam und ihre Geschichten zu Kontext. Deshalb kennt sie mancher schon als Schreiberin, bevor wir sie richtig vorgestellt haben. Aber so viel Zeit muss auch in Wahlzeiten sein. Also: Elena Wolf, Kürzel ele, nicht verwandt und nicht verschwägert, hat einen Master in Philosophie und ein Faible für den schrägen Blick auf die Welt. Sie hat sich schon mit wahlkämpfenden FDP-Frauen auf die MS Raffaello begeben, die leuchtende Kristallwelt des Thomas G. Hornauer besucht und nachgefragt, was muslimische Verbände für die Integration von Flüchtlingen tun. In dieser Ausgabe hat sich ele damit beschäftigt, was Bob Dylans "Knocking on Heaven's Door" mit den vielen Freiwilligen zu tun hat, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. "Das Leben ist verrückt", sagt die Sängerin einer Punkband, "Musik hilft entschieden, damit klarzukommen."

Bis zum August wird die 29-Jährige bei uns das journalistische Handwerk lernen. Dass sie bei Kontext Einblicke in den Medienbereich bekommt, davon ist sie überzeugt. Und so hat sie alles darangesetzt, die letzten acht Monate ihres Volontariats in der Hauptstätter Straße 57 zu verbringen. Ermöglicht haben dies die Patenschaften von Kontext-UnterstützerInnen, die überzeugt sind, dass eine gute Ausbildung wichtig ist für einen Journalismus, der den Namen verdient. Ihnen sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt. Und wir freuen uns über Elenas Neugierde und Engagement und über frischen Wind in unseren Stuben.


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