Lichterglanz in der Lautenschlagerstraße – nur leider niemand da. Zur Bilderstrecke geht's per Klick aufs Bild. Foto: Ralph Klohs

An der Haltestelle Hölderlinplatz sticht das Dixiklo für die SSB-MitarbeiterInnen ins Auge – eine lieblose Lösung, findet Fotograf Erwin Haese.

Abrissarbeiten am Österreichischen Platz: Fotograf Frank Paul Kistner dokumentiert, wie das Gebäude der WGV-Versicherungen verschwindet und zu einem "apokalyptischen Wrack mutiert". Die Aufnahme stammt vom 10. Juni 2010.

Natur ist hier selten, doch findet auch im Industriehafen ein paar Lücken. Foto: Hubert Vollmer

Die ehemalige EnBW-Zentrale in der Jägerstraße steht seit 2009 leer, wie Ulla Hägele zeigt. Mit dem Geld aus dem Aktienverkauf an die EDF zog der Konzern auf die Fildern. Der preisgekrönte Bau ist vom Abriss bedroht.

In seinen "Zeitfenstern" lässt Kurt Laurenz Theinert Positiv und Negativ aus demselben Blickwinkel sich gegenseitig neutralisieren – sichtbar sind so nur die Zeitsprünge in der Bewegung, hier am Mailänder Platz.

Das Aufzugsystem der Uni Stuttgart, hier auf einen Blick. Foto: Julien Salamon

Die unterirdischen S-Bahn-Stationen werden trotz räumlicher Trennung als zusammenhängendes Ganzes wahrgenommen, findet Fotograf Julian Salamon.

"Sichtbar 21": Thomas Fütterer zeigt in Momentaufnahmen, wie Stuttgart 21 nicht nur Stadtmitte und Hauptbahnhof verändert, sondern in den gesamten Organismus Stadt eingreift.

Ausgabe 296
Schaubühne

Städtlein wandel Dich!

Von unserer Redaktion
Datum: 30.11.2016
Nur der Wandel ist beständig. Das dokumentieren die Fotografien, die derzeit in Stuttgart zu sehen sind. Die Momentaufnahmen rücken positive und negative Seiten der Stadtentwicklung ins Bild. Für diese Ausstellung braucht es weder Spaten noch Presslufthammer, betonen die Ausstellungsmacher. Unsere Schaubühne.

Die KünstlerInnen des Deutschen Werkbunds wollen Stärken und Schwächen des "Stadtraums in Bewegung?" - so der Titel der Ausstellung - offenlegen und festhalten. Frei nach dem Ausspruch des dänischen Stadtplaners und Architekten Jan Gehl: "Zuerst gestalten wir unsere Städte, dann prägen diese uns."

Die Verluste von lieb gewordenen Anblicken im öffentlichen Raum sind oft schmerzlich, der Ersatz häufig fragwürdig, die Begleitumstände problematisch, schreibt Herausgeber Frank Huster im Begleitband zur Ausstellung: "Zu oft sind die entstehenden Lösungen vorrangig kommerziell bestimmt". Und dennoch: Einige Teilnehmer seien trotzdem fasziniert von der umstrittenen Schönheit Stuttgarts.

 

Info:

Bis zum 7. Januar sind im Gustav Siegle Haus des Kunstbezirks über 100 ausgewählte Fotografien zu sehen. Am Freitag, den 9. Dezember, 19 Uhr, kann dort über die Ausstellung diskutiert werden. Die Fotos sind von Dienstag bis Samstag zwischen 15 und 19 Uhr zu sehen. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.


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Ausgabe 453 / Die letzte Schlacht am Flächenbüfett / Alois Cleverle ErwartungsImmobilist im Vollerwerb / vor 4 Tagen 7 Stunden
Das schönste Land ist das Bau-Erwartungsland.

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