KONTEXT:Wochenzeitung
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Kontext kennt keine Kurzarbeit

Kontext kennt keine Kurzarbeit
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Dieses Jahr haben wir die 500ste Kontext gestemmt. Viele mögen denken: Die sind doch längst übern Berg. Doch gemeinnütziger Journalismus ist und bleibt abhängig von Spenden. Auch und gerade in Zeiten der Pandemie.

Die Pressehäuser greifen dem Staat, via Kurzarbeit, ungeniert in die Tasche. Sie tun es in Coronazeiten, in der sie ihr Angebot vergrößern müssten, wenn sie ihren Anspruch einlösen wollten: den Menschen Orientierung geben. Stattdessen werden sie dünner.

Kontext kennt keine Kurzarbeit, weder eine angemeldete noch eine praktizierte. Und dünner werden wir auch nicht. Das freut, hoffentlich, unsere LeserInnen, und besorgt, stets zum Jahresende, unseren Kassier. So weist uns Johannes Rauschenberger auch jetzt wieder darauf hin, dass wir in diesem Pandemiejahr mehr Geld ausgeben mussten als eingeplant war. Denn natürlich rühren wir die Spenden, die uns zur Unterstützung unseres Rechtsstreits mit einem AfD-Mitarbeiter erreicht haben, nicht an. Der Prozess im Hauptsacheverfahren ist anberaumt für den 25. Februar kommenden Jahres und wird vor dem Landgericht in Frankfurt stattfinden. Wir sind zuversichtlich, dass wir Recht bekommen. Aber vor Gericht und auf hoher See – Sie wissen ja.

Der Prozess wird – Stand heute – stattfinden. Doch wir bangen um unsere Veranstaltung "Aufrecht gegen rechts". Geplant ist, dass wir am 18. Januar 2021 im Theaterhaus diskutieren. Und zwar mit Anja Reschke ("Panorama"), Georg Restle ("Monitor"), Ulrike Winkelmann (taz) und aus der Kontextredaktion Anna Hunger. Schon zweimal mussten wir die Diskussion verschieben, und wir wissen nicht, ob uns Corona noch einmal einen Strich durch die Rechnung macht.

Sie spenden, wir schreiben – so haben wir es forsch formuliert im Foto der Kontext-Redaktion. Nicht im Auftrag einzelner, sondern im Sinne vieler, die sich einen Journalismus wünschen, der nicht von Medienkonzernen auf den Markt geschüttet wird. Der Platz vor dem Lenk-Denkmal am Stuttgarter Stadtpalais darf als symbolisch betrachtet werden, sein kritischer Blick auf die (feine) Gesellschaft passt. Wir leisten uns die couragierte Auseinandersetzung mit den Rechten. Wir nennen den Wohnungsskandal beim Namen wie die soziale Ungleichheit, und vergessen weder den Klimaschutz noch das Schicksal von Geflüchteten, wenn andere nur noch Corona kennen.

Wir wissen, dass wir unseren Job Woche für Woche nur machen können, weil es Menschen gibt, denen dieser Journalismus wichtig ist. Wir kriegen das hin. Demnächst im zehnten Jahr. Wie immer mit Ihrer Unterstützung.


Und hier können Sie spenden: Kontext unterstützen.


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