KONTEXT:Wochenzeitung
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Mit Kontext feiern!

Mit Kontext feiern!
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Am liebsten würden wir derzeit stolz die Säge machen und schreien: "Wir sind fünf." Deshalb wird am kommenden Sonntag im Theaterhaus gefeiert. Mit Max Uthoff, Peter Grohmann und dem Spoken Word Impro Orchestra. Unser Stargast? Na, Sie!

Fünf Sinne hat der Mensch, fünf Finger, fünf Zehen, fünf Säulen hat der Islam, da Vinci hat seine weltberühmte Figur in ein Pentagramm gezeichnet, und dank Timmy, dem Hund, sind auch die "Fünf Freunde" zahlenmäßig komplett. Ab Sonntag wird die Fünf noch für den Erfolg von spendenfinanziertem, unabhängigem Journalismus stehen, unabhängig von Werbung und Verlag. Die Kontext:Wochenzeitung wird fünf.

Im April 2011 haben eine Handvoll JournalistInnen ein Zeitungsexperiment gewagt, von dem keiner wusste, ob es überlebt. Sie sind angetreten mit der Hoffnung, dass Menschen, die eine unabhängige Presse wollen, diese mitfinanzieren werden. Wir waren die Ersten, die sich Wege abseits verlegerischer Trampelpfade überlegten, vermessen, damals wie heute. Hand in Hand mit unseren SoligeberInnen und unserer Partnerin, der Berliner taz, haben wir nun die Fünfjahresmarke geschafft. Haben alle diejenigen, die am Wegrand standen und uns "Pffff!" und "Das wird nix!" nachgerufen haben, vom Gegenteil überzeugt. Es gibt sie also, die kritische Öffentlichkeit, der guter Journalismus etwas wert ist. Dafür sei all unseren SpenderInnen gedankt.

Das Projekt Kontext hat ab und zu furchteinflößend geröchelt, geheult und gezetert. Aber wir haben uns allen Hindernissen und Widrigkeiten zum Trotz einen Ruf erarbeitet, der nicht der schlechteste ist. Kontext steht für hartnäckige Recherche und Reportage, für Überraschendes wie einen eigenen Politcomic und knackige Karikaturen, für fundierte Medienberichterstattung und dem Kampf gegen Rassismus und Hetze. Kontext steht inzwischen auch jenseits von Baden-Württemberg für gutes Zeitungsmachen. Im Netz und dank der taz auch auf Papier.

Die Berliner haben ihre Leser zum fünften Jahrestag von Kontext mal nach deren Meinung gefragt. Die Antworten kamen aus ganz Deutschland. "Der Ruhrpottler denkt eigentlich nicht über seinen Kirchturm hinaus, aber die Kirchtürme in BaWü sind schön", schrieb einer aus Dortmund. 130 GenossInnen haben geantwortet, nur eine Handvoll freut sich jeden Samstag am Knüllgeräusch, wenn Kontext papierkorb-tauglich gemacht wird. Der überwiegende Rest allerdings möchte die Beilage in der taz nicht mehr missen. Immerhin!

"Ich wohne in Hamburg, aber ich freue mich jedes Wochenende diebisch auf die Kontext. Hoffentlich bleibt sie uns noch lang erhalten wie sie ist: immer informativ, immer direkt und auf den Punkt", schreibt Angelika Woischwill. Der Münchner Gerd Baumann, taz-Leser "seit Nr. 1", findet die Texte "gut recherchiert, vor allem Sachverhalte, die mir bislang unbekannt waren, sind in gut nachvollziehbarer Form aufbereitet". "Und das nicht in üblicher Journalistensprache", meldet Hilde Wackerhagen aus Frankfurt zurück, die sich Kontext immer für den Schluss der taz-Leküre aufspart "als Nachtisch", vor allem, "weil Kontext so unverzagt Engagement und vor allem Haltung zeigt". Das seien Nachrichten mit Standpunkt und Herzblut, meint ein anderer.

Über so viel Lob freuen wir uns wie Bolle. Weil aber alleine freuen doof ist, wollen wir gemeinsam feiern. Feiern Sie mit, liebe KontextleserInnen und UnterstützerInnen, am 1. Mai im Theaterhaus. Und falls Sie jetzt noch zögern, überzeugt Sie bestimmt Max Uthoff.

"In einer Zeit, in der Günther Jauch ungestraft die Berufsbezeichnung Journalist tragen darf, in der sich das Kapital benimmt wie Rotz am Backen und Hartz IV oft nur die Fortsetzung von Stirb langsam III ist, gilt mehr denn je: Wer über den Tellerrand sieht, sieht viel mehr von der schmutzigen Tischdecke." Das ist O-Ton Uthoff, kritischer "Anstalt"-Macher und bissiges Kabarett-Original aus München, den wir als Special Guest begrüßen dürfen. Um 17 Uhr tritt er für Kontext auf, später im (ausverkauften) Renitenztheater. Fürs Theaterhaus sind noch Karten zu kriegen. Wir freuen uns jedenfalls, dass Uthoff dabei ist. Der passt zu uns.

Unser Kolumnist Peter Grohmann wird auftreten, für die Ohren entführt das Spoken Word Impro Orchestra in ein Land, in dem sich die Töne wie Tänzer bewegen. Und natürlich wird es Grußworte geben. Von taz-Chefredakteur Georg Löwisch, von Kontext-Mitbegründerin Susanne Stiefel. Aber kurz, versprochen.

Begleitet wird das Ganze von Ines Pohl, Ex-taz-Chefin, heute Korrespondentin der Deutschen Welle in Washington und uns herzlich verbunden durch ein inniges Brezelverhältnis. Sie wird am Samstag extra für uns in den USA in den Flieger steigen, mit ihrer Moderation unterm Arm und ihrem Herz für Kontext, das sogar über den Großen Teich schlägt.

"Wer 10 werden will, muss auch schon den 5. Geburtstag feiern", schrieb ein Leser-Paar aus Tübingen als Antwort auf die taz-Umfrage. Das meinen wir auch und freuen uns am Sonntag auf unsere prominenten Gäste. Aber vor allem freuen wir uns auf Sie! Mit allen fünf Sinnen, Fingern und Zehen.

 

Hier alle Infos zum Fest und wie Sie an Tickets kommen.


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2 Kommentare verfügbar

  • holger reile
    am 29.04.2016
    Antworten
    Liebe Kontext-erInnen,

    Die besten Glückwünsche auch von uns, Eurem Kooperationspartner aus Konstanz. Leider können wir Eurer Einladung zum Feste nicht folgen, denn wir gründen (endlich) unseren seemoz-Verein und feiern gleichzeitig unser neunjähriges Bestehen. Weiter so und alles Gute.
    Holger…
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