KONTEXT:Wochenzeitung
KONTEXT:Wochenzeitung

Angebissen

Angebissen
|

Datum:

Die Kontext:Wochenzeitung hatte den (journalistischen) Köder schon im Februar ausgelegt. "Der Schiefbahnhof" titelten wir in unserer Ausgabe vom 27. Februar und beschrieben darin die Gefahren, die der geplante Stuttgarter Tiefbahnhof nach Inbetriebnahme aufgrund seines einmalig hohen Gefälles für die Bahnfahrer mit sich bringen kann. Angebissen hat "frontal 21".

Das ZDF-Politmagazin berichtete am Dienstag vergangener Woche unter dem Titel "Schieflage 21" über ebendiese Sachverhalte und stellte die Verbindung her zum Kölner Hauptbahnhof. Der hat ein Gefälle von gut sieben Promille – halb so viel wie bei S 21 –, undtrotzdem haben sich dort seit 2009 nicht weniger als 13 Züge selbstständig gemacht, allein vier schon in diesem Jahr. Weil die Bremse nicht angezogen war.

Seither ist das rund um Köln ein Riesenthema und mithin auch S 21. Der WDR griff es auf, dann der "Kölner Express" und die WAZ, schließlich die Nachrichtenmagazine. Nur den hiesigen Medien war die Sache – mal wieder – keine Meldung wert.

Das war unser Artikel (27. 2.): Der Schiefbahnhof

Dann kam "frontal 21" (18. 6.): Bahnhof in Schieflage – Sicherheitsrisiken bei Stuttgart 21

Dann der WDR (20. 6.): Der Zug rollt auch ungewollt

"Kölner Express" (20. 6.): Hauptbahnhof: Zusatzbremsen wegen Gleisgefälle

Die WAZ (25. 6.): Wenn sich Züge verselbständigen – Gefahr durch Gefälle

"Köln-Nachrichten" (25. 6.): Gefälle am Kölner Hauptbahnhof – Züge rollen ungewollt

 

Und: Vergangene Woche stand ab Mittwoch null Uhr online und exklusiv bei Kontext zu lesen, dass die Neubaustrecke nach Ulm sich um die Kleinigkeit von 370 Millionen Euro verteuert. Am Donnerstagabend, volle zwei Arbeitstage später, stellten StZ und StN dann nahezu zeit- und wortgleich eine Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) online, wonach es sich sogar um 400 Millionen handelt. Diese seien laut Deutsche Bahn lediglich der "Inflationsausgleich", der bisher nicht eingerechnet gewesen sei. Ob sich diese 13-prozentige Verteuerung allerdings auf Inflation in der Vergangenheit oder zukünftige bezieht, blieb offen ...


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT!
KONTEXT unterstützen!

Verbreiten Sie unseren Artikel
Artikel drucken


0 Kommentare verfügbar

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare anzeigen  

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochvormittags unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Letzte Kommentare:






Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!