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Wettern der Woche

Kriegsverbrecher

Wettern der Woche: Kriegsverbrecher
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Kriegsverbrecher suchen immer als Erste das Weite, und sie nehmen meistens die Kasse mit. Sie tun das Beste für ihre Gesundheit. Die korrupte Clique von Kabul hat natürlich alles kommen sehen – gute Analysten! – und bereits vor Jahren mit Netz und doppeltem Boden für die Zukunft vorgesorgt.

Als das Ende der DDR nahte und noch nicht alle abgehauen waren, mussten vor 60 Jahren unsere zurückgebliebenen Schwestern und Brüder ostwärts der Elbe mit dem Mauerbau die weiße Fahne hissen. Für den freien Westen durften fortan Hilfsarbeiter oder besser ausgebildete Fachkräfte aus anderen Erdteilen anreisen und schnell Deutsch lernen. Die einen bauen Mauern, damit die Menschen nicht gehen, die anderen bauen Mauern, damit die Menschen nicht kommen. So viel zum 13. August 1961. Als 1989/1990 das Ende nahte, kamen die Kassierer und holten den Rest vom Fest.

Dennoch glauben manche Zeitgenossen immer noch an den Weihnachtsmann und die Mär, dass zum Beispiel Sozialismus ohne Demokratie möglich ist, selbst wenn man die eigenen Leute einsperrt. Andere wiederum pochen mit purer Gewalt auf westliche Werte und verteidigen das nun geeinte Deutschland am Hindukusch – aber es ist doch nichts Neues, dass Menschenrechte im Fall des Falles für die westliche Wertegemeinschaft keinen Pfifferling wert sind! Daher bleibt die erste Einschätzung für den Afghanistan-Einsatz der Bundesregierung relativ kurz: Es war eine giftige Mischung aus Bürokratie, Fehleinschätzungen und deutscher Überheblichkeit. Krieg, Völkermord und Sklaverei sind nicht durch Ungehorsam entstanden, sondern aus Gehorsam, so Howard Zinn.

Der Jasager hat ja nicht immer recht, denn die langfristigen Wirkungen des Wegduckens und Wegschauens sind noch nicht ganz erforscht. In einem geheimen und daher geleakten Vertrag zwischen Arzneimittelproduzenten und Regierung heißt es (angeblich): "Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind (…) Der Käufer erklärt sich hiermit bereit, Pfizer, BioNTech (und) deren verbundene Unternehmen (…) von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten." So isch's recht!

Ständiges Nicken ist schlecht für die Haltung, das wusste schon meine Omi Glimbzsch in Zittau, eine aufrechte Linke, die der SED ins Gehege kam und dafür in Bautzen umerzogen wurde – was aber nicht geklappt hat. Das Radikalste, was man tun kann, ist: nie aufgeben, sagte sie.


Peter Grohmann ist Kabarettist und Koordinator von Bürgerprojekten. Alle Wettern-Videos gibt es hier zum Nachgucken.


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3 Kommentare verfügbar

  • Peter Grohmann
    am 19.08.2021
    Antworten
    Ja, verstanden. ich übernehmen einen textteil für meinen Audtritt am 21.8..
    Geklaut ist geklaut, wiederholen is gestohlen, sagte wir buben gern (oder ähnlich)
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