Ausgabe 358
Kolumne

Helau und hammern statt jammern

Von Peter Grohmann
Datum: 07.02.2018

… das macht munter, hält jung und schafft Zuversicht, sagte meine Omi Glimbzsch in Zittau gerne, während sie ihren Ährenkranz abstaubte. In Chóśebuz (früher Cottbus, DDR) freilich leben heute viele Menschen in Kellern, haben Angst, im Konsum einzukaufen, nur die Mutigsten trauen sich bei Einbruch der Dunkelheit noch auf die Straße, um sich eine Flasche des preiswerten polnischen Wodkas Grasowka (der mit dem Grashalm) zu besorgen.

Lockt in diesen faschingstrunkenen Zeiten vielleicht ein Freitrunk die Menschen aus den dunklen Löchern? Nein! Es ist die Sorge um Zukunft und Heimat, die tausende hausbackene Braune und Rote, Grüne und Christliche gegen den Untergang des Abendlandes trieb, bewaffnet mit medialen Mistgabeln und Morgensternen (Heckler & Koch).

Sie wären, wenn die Islamisierung Brandenburgs so rasant weitergeht wie bisher, zu durchaus ganz anderen Schritten bereit, war von den Heimatvertriebenen von morgen zu hören. Eine Studentin der TU Dresden hat dazu eine Studie vorgelegt, die beweist, dass in Brandenburg vor sieben Millionen Jahren besonders viele Vormenschen lebten – sie sind damals aus Afrika und Hinterasien in das unbewohnte Land eingewandert und haben es urbar gemacht. Glücklich ist, wer vergisst!

Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Hunde beißen am liebsten ängstliche Menschen – und Männer, so die "Süddeutsche". Die werden demnach fast doppelt so oft von Hunden gebissen wie Frauen. Aber reicht ein Biss, um den Menschen die Angst zu nehmen? Genügt es vielleicht auch, wenn man Kriegsaktien von Heckler & Koch und damit das Stimmrecht auf der Hauptversammlung erwirbt? Oder regelt das dann alles die GroKo, mit oder ohne Waffenlieferungen?

Oder ist es eventuell sogar realistischer, dem Beispiel Israels zu folgen und einfach Ausweisungsbescheide an Andersdenkende, Andersfarbige oder Andersgläubige zu versenden? Denn wer bis Ende März freiwillig aus dem gelobten Land abhaut, bekommt einen Sack voll Geld für die Flucht, alternativ Knast. Ach, Menschenskinder, wie man's macht, isses verkehrt! Ich bleibe.

 

Peter Grohmann ist Kabarettist und Initiator des Bürgerprojekts Die AnStifter.Alle "Wettern"-Videos gibt's hier zum Anschauen.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

1 Kommentar verfügbar

  • Peter Meisel
    am 07.02.2018
    Ja - bitte: "Aber reicht ein Biss, um den Menschen die Angst zu nehmen? Genügt es vielleicht auch, wenn man Kriegsaktien von Heckler & Koch und damit das Stimmrecht auf der Hauptversammlung erwirbt?" und die SPD sich erst einmal ausserhalb der GroKo regeneriert!
    Ich habe Angst vor dem Kroko-deal!
    Meine Meinung an die SPD: Es war nach den Erfahrungen mit Frau Merkel’s "Christlicher Union“ und ihrer „Marktkonformen Demokratie“ d.h. (Delegation des Regierens an die Industrie) offensichtlich nicht möglich eine Menschenkonforme Demokratie in mehreren Legislatur Perioden, Menschen konform, also sozial zu gestalten. Ein AHA Effekt - Humpta-Tätärä.
    Das Automobilkartell der Industrie hat nicht die Gesetze eingehalten und damit keine DEMOKRATIE (Aristoteles) verbürgt. Das immobile Spekulationsprojekt Stuttgart 21 hat die CDU zur Zerstörung des Vertrauens in die Politikfähigkeit der Waffenexportierenden CDU (mit Markus Grübel aus Esslingen) geführt. Das ruinierte Vertrauen in eine Soziale Beteiligung ist sogar als Witzvorlage auf der TAZ Titelseite zu finden.

    An die SPD: Nach den MONOPOLI Regeln gehe die SPD vier Jahre direkt ins Gefängnis - ziehe nicht über LOS, und bedenke Deine unsozialen Fehler!
    Sonst kommt die AfD und deren Leitung der Wirtschaft- und Rechtsausschüsse und zeigt Euch deren Artikel 14: Öffentlich-Privat-Projekte: Transparenz statt Lobby (am Beispiel S21)

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr
unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.
JETZT ANMELDEN

Letzte Kommentare:
















Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!