Ausgabe 150
Gesellschaft

Heißes Eisen

Von Susanne Stiefel
Datum: 12.02.2014
Die Idee schien bestechend: Aus den Schlecker-Filialen sollten Dorfläden werden. In Eigenregie geführt von den entlassenen Verkäuferinnen. Das Modell hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und mit ihm die Mutter des Gedankens – die Stuttgarter Verdi-Sekretärin Christina Frank. Heute liegen Frank und der Experte, der für den wirtschaftlichen Sachverstand zuständig ist, miteinander im Clinch. Es geht nicht nur darum, wem die "Drehpunkt"-Läden gehören. Es geht um ein Projekt, in dem zwei Welten aufeinanderprallen.

Christina Frank ist Gewerkschafterin. Eine, die sich reinhängt, ohne Rücksicht auf Verluste. Ob ihr Arbeitstag dann 16 Stunden hat oder mehr, ist der Stuttgarter Verdi-Frau schnurz. Reingehängt hat sich die 58-Jährige auch in die Betreuung der Schlecker-Frauen, die vor zwei Jahren am Ende waren. Der Drogeriekönig aus Ehingen war pleite, eine Transfergesellschaft gescheitert. Frank hat die Frauen getröstet, ihre Ansprüche an den Insolvenzverwalter berechnet, ihnen beim Papierkram mit dem Arbeitsamt geholfen. Wer nachts um drei schon mal eine Mail von ihr bekommen hat, der weiß, dass sie sich selbst nie schont.

Als sie gemeinsam mit den meist älteren, schwer vermittelbaren Frauen unter dem Namen "Drehpunkt" das Modell einer Bürgerdrogerie als Dorfladen entwickelte, wurde sie zum Schutzengel der Gefeuerten. Sie hatte ihnen eine Perspektive geboten und ihre Würde zurückgegeben, weil sie sich mit der neuen Aufgabe wieder nützlich und als Mensch fühlten. "Du gehst ab wie Schmidts Katze", sagte eine der vielen, die in ihrem Büro saßen, um sich Rat zu holen und sich von ihrer Begeisterung für den neuen Weg aus der Arbeitslosigkeit und in die Nahversorgung anstecken zu lassen. Christina Frank wusste immer Bescheid.

Wolfgang Gröll ist Unternehmensberater. Seit Jahren berät der Bayer Menschen bei der Gründung von Dorfläden. "New Way – Dynamik & Nahversorgungskonzepte" nennt sich sein Unternehmen, sein Briefpapier verkündet, dass seine Läden schon viele Auszeichnungen bekommen haben: Ehrenpreis Nahversorgung 2011 der IHK-Chemnitz, Preisträger von Deutschland – Land der Ideen, Sonderpreis beim Staatspreis 2010. Gröll analysiert Standorte, schreibt Businesspläne und Bilanzen, bietet Gründungscoachings. Er hat schon unzählige Male mit Lieferanten verhandelt, er kennt die Tücken von Kassensystemen, er weiß, aus welchen Fördertöpfen Gründerinnen Geld bekommen können und damit auch ihr Berater, also – er. Das ist sein Job, damit verdient er sein Geld, damit betreibt er sein Büro im bayerischen Starnberg. Als die Gewerkschafterin Frank professionellen Sachverstand bei der Gründung der Drehpunktläden suchte, wurde ihr dieser Mann empfohlen, von der Innova, der Förderungsgesellschaft für Genossenschaften. Auch Wolfgang Gröll weiß immer Bescheid.

Zusammengekommen sind sie vor zwei Jahren. Inzwischen sind die Gewerkschafterin und der Unternehmensberater heillos zerstritten. Von schlampig gearbeitet, von Unterschlagung der Vereinspost bis hin zu Subventionsbetrug lauten die Vorwürfe an die Adresse von Wolfgang Gröll. Der wirft Christina Frank "unzulässige Einmischung in unternehmerische Entscheidungen" und "Telefon- und Mailterror" vor. Entzündet hat sich der Streit ausgerechnet am Drehpunktladen Erdmannhausen, dem ersten Ex-Schlecker-Laden von inzwischen acht in Baden-Württemberg, der mit Unterstützung von Verdi und privatem Geld von Christina Frank an den Start ging.

Es musste schnell gehen in Erdmannhausen, der leer geräumte Schleckerladen sollte nicht zu lange leer stehen, die Kunden sollten im Ort gehalten werden. Die Banken ließen sich Zeit mit der Bewilligung von Geldern, das Finanzministerium von Nils Schmid (SPD) fand warme Worte, doch die Politik wollte keine Bürgschaft übernehmen. Da half eben, wie so oft, Christina Frank aus, unbürokratisch und hurtig: "Ich hab meine Einzimmerwohnung verkauft und die Altersversorgung meines Mannes aufgelöst", sagt sie. Es ging zunächst um eine schnelle Geldspritze von 30 000 Euro vom Verein, um Waren einkaufen zu können. Und es ging um 40 000 Euro, die Christina Frank privat reingesteckt hat. Ist das Geld nun als Privatdarlehen zu sehen, wie Christina Frank sagt, die ihr Geld wieder zurückhaben will? Oder ist es als Eigenkapital zu behandeln, mit einer Laufzeit von mehreren Jahren, wie Wolfgang Gröll sagt.

"Wenn Emotion und Geld zusammenkommen", sagt Wolfgang Gröll, der als Mann der Zahlen eine erstaunlich bilderreiche Sprache pflegt, "dann ist das Nitroglyzerin. Bei der geringsten Erschütterung geht es hoch." Damit liegt der kühl rechnende Unternehmensberater nur zum Teil richtig. Denn es geht um mehr als Geld, es geht vor allem um Politik. Gefragt waren nach der Schlecker-Pleite neue Formen des Wirtschaftens, die von den Interessen der Beschäftigten und der Nahversorgung von Kommunen ausgingen. Viele Bürgermeister, Vermieter und ehemalige Kunden unterstützten die Initiative der Gewerkschaft, den Laden im Dorf zu lassen. Die Ursache des Konflikts liegt eher im Zusammenprall von unterschiedlichen Interessen.

Hier die nüchterne Geschäftswelt des Unternehmensberaters Gröll, ein Mann der Zahlen, der sich weniger für Solidarität als für Bilanzen interessiert und sich jede Einmischung von außen verbittet. Dort die Welt der Gewerkschafterin Christina Frank, die für die Idee der Bürgerdrogerien brennt und für die Gerechtigkeit nicht nur ein Wort ist, die ehrenamtlich, mit viel Idealismus und großem persönlichem und finanziellem Einsatz das Projekt Drehpunkt erst möglich gemacht hat und nun fürchtet, dass da einer nur noch Dollarzeichen in den Augen hat und die Idee längst auf den Müll geworfen hat.

Die Idee kam von den Schlecker-Frauen, weiterentwickelt wurde sie in Bernd Riexingers Büro, wenn Christina Frank immer mal wieder spätabends bei dem damaligen Stuttgarter Verdi-Geschäftsführer vorbeischaute, um über Hilfe für die Schlecker-Frauen zu diskutieren. Warum nicht aus den Schlecker-Filialen Bürgerläden machen? Die Kunden könnten weiter in ihrem Dorf einkaufen, die arbeitslosen Frauen hätten einen Job, und die Nahversorgung auf dem Land wäre gesichert. Und damit sich viele Menschen an diesen Bürgerdrogerien beteiligen konnten, sollte es eine Genossenschaft werden. Ein Job für die arbeitslosen Frauen, eine konkrete Initiative für die öffentliche Daseinsvorsorge, ein politischer Vorschlag zur Bewältigung wirtschaftlicher Krisen und für eine gerechtere Gesellschaft – das war der "Drehpunkt".

Inzwischen ist Riexinger Bundevorsitzender der Linken, sitzt in Berlin und ist nur noch selten im Café List in Stuttgart. An diesem Tag schon, den Kaffee hat er bereits bestellt. Hat die Gewerkschaft ihre Sekretärin allein gelassen, Herr Riexinger? "Es war die Politik, die die Frauen und die Gewerkschaft im Regen hat stehen lassen", widerspricht der und nippt an seinem Kaffee. Bürgschaften gebe es eben nur für Banken, nicht für Schlecker-Frauen. Die Waren wurden schon verramscht, als die Idee der Bürgerdrogerien entstand, sie waren spät dran. "Man hätte die Läden besetzen müssen, bevor sie ausverkauft wurden", sagt Riexinger, "dazu braucht man auch die Lust zur Rebellion." Doch im Bundesvorstand von Verdi war dazu wenig Lust zu verspüren. So wurde die Drehpunkt-Idee kein Exportschlager aus Baden-Württemberg für den Bund und musste regional gestemmt werden. Die Arbeit blieb an Christina Frank hängen, und die Zeit drängte.

Wenn's schnell gehen muss, passieren auch Fehler. Da wurde ein Verein zur Förderung der Nahversorgung gegründet, als Dach der Mini-GmbHs, um die Frauen bei der Existenzgründung zu unterstützen und aufzubauen und ihr Risiko abzufedern, Vorsitzende der ehrenamtlichen Spender und Förderer: Christina Frank. Da wurde das Konto des Erdmannhauser Ladens als Vereinskonto benutzt, weil noch kein eigenes Konto da war, auf das die Spenden fließen konnten. Da wurde ein Unternehmensberater gefunden, aber weder genau durchleuchtet noch seine Aufgaben vertraglich klar abgegrenzt: Wofür ist Gröll zuständig und wofür der Verein samt der verantwortlichen Vorsitzenden Frank? Wenn Vertrauen da ist, muss das kein Problem sein. Wenn es zum Konflikt kommt, allerdings schon. Dann muss vieles geklärt werden, was einmal selbstverständlich schien.

Zum Beispiel: Wem gehört die Marke Drehpunkt? Die Idee wurde 2012 bei einem Gewerkschaftswochenende am Bodensee gemeinsam mit den Schlecker-Frauen entwickelt. Sie ist nicht zu trennen vom Stuttgarter Verdi-Engagement. Das wird auch in dem Film über Erdmannhausen deutlich, der überall dort gezeigt wird, wo Unternehmensberater Gröll für neue Ladengründungen wirbt, neuerdings ohne die Unterstützung von Verdi. Das grüne Logo Drehpunkt hat, vermittelt durch Gröll, der Werbedesigner Marco Gambel gestaltet – und auf seinen Namen eintragen lassen. "Es gibt eine Vereinbarung mit den Damen, dass die Verfügungsgewalt bei Ihnen liegt", beschwichtigt Gröll. Doch auch darüber gibt es keinen Vertrag. Welche Neugründungen sollen den Namen tragen dürfen, und wer bestimmt darüber?

Die Leidtragenden dieser Kultur- und Interessenkampfs sind die ehemaligen Schlecker-Frauen. Wie in Brechts "Kaukasischem Kreidekreis" wird von zwei Seiten an ihnen gezerrt. "Wir haben Frau Frank viel zu verdanken", sagt Martina Bareiss aus Welzheim vorsichtig, "aber auch Herrn Gröll. Wir wollen uns da lieber nicht reinziehen lassen." Und das klingt fast schon flehend. Endlich haben sie ihren Drehpunktladen, die drei Welzheimer Frauen, hängen sich voll rein in ihre Arbeit, und nun der Streit um Erdmannhausen. Ein zu heißes Eisen sei das, sagt Martina Bareiss, zu heiß für sie alle. Die zwei Frauen aus Erdmannhausen, von Frank aufgefordert, ihr Werbekonzept zu ändern oder die Gelder zurückzuzahlen, von Gröll beraten, die Füße still zu halten, sind völlig überfordert mit der Situation.

Sie haben sich einen Anwalt genommen und Widerspruch eingelegt. "Ich kann nicht anders", sagt Christina Frank, die für manche vom Schutzengel zum Racheengel geworden ist, "ich bin als Vereinsvorsitzende doch für die Läden verantwortlich." Uli Neumann, der einst ehrenamtlich für Franks Verein für Nahversorgung gearbeitet und Erdmannhausen beraten hat und inzwischen bei Gröll fest angestellt ist, schlägt sich klar auf die Seite seines neuen Arbeitgebers: "Was als Unterstützung durch den Verein geplant war, ist längst unternehmerische Einmischung. Doch die Entscheidung liegt bei den Damen." Gröll und Neumann reden gerne von "den Damen", wenn sie die nun in Mini-GmbHs organisierten Ex-Schleckerfrauen meinen.

Dass Berater Entscheidungen beeinflussen können, wissen sowohl der Unternehmensberater als auch die Gewerkschafterin. Christina Frank hat an Einfluss verloren. Sie hat als zuständige Sekretärin im vergangenen Jahr Tarifverhandlungen im Einzelhandel geführt, sie ist vor der Bundestagswahl als Kandidatin der Linken wahlkämpfend auf der Straße gestanden. Frank hat sich deshalb monatelang nicht intensiv um die Entwicklung und Neugründung der Läden gekümmert, weil auch ihr Tag nur 24 Stunden hat und sie die Läden in guten Händen wähnte. Und als sie wieder genauer hinsah, bemerkte sie, dass sich vieles verändert hatte. Nicht zum Guten, wie die Vereinsvorsitzende befand. Frank kritisierte falsche Werbekonzepte und hingerotzte Standortanalysen. Die Frau, die sich als Kämpferin für die Schlecker-Frauen einen Namen gemacht hat, witterte gar Betrug und Abzocke der Frauen, sie versuchte gegenzusteuern. Doch inzwischen gab es einen anderen, professionellen Ratgeber, der öfter vor Ort war. Die einstige Ideen- und Geldgeberin fand nicht mehr bei allen ihren Frauen Gehör.

Nun hat Christina Frank die Notbremse gezogen. Sie fürchtet nicht allein um ihr Darlehen, sondern vor allem um die Existenz der Drehpunktläden und das Lebenskonzept ihrer Schlecker-Frauen. Sie hat Wolfgang Gröll angezeigt. Wegen Betrugs.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

11 Kommentare verfügbar

  • Kritische Stimm
    am 22.05.2015
    Das wahre Gesicht von Frau Frank wird langsam sichtbarer. Ich zitiere Frau Frank: "Du musst die Menschen in deine Abhängigkeit bringen, dann kannst Du alles mit ihnen machen und alles was Du willst, von den abhängigen Menschen fordern" Zitatende! Frau Frank fordert jetzt per Klage 5 % Zinsen von den Damen. Das nenne ich "sozial" Frau Frank die Retterin - und lässt sich dies gut und üppig bezahlen!
    Schon mal hinter die Kulissen geschaut? Dr. Goericke, Ehemann von Frau Frank, hat von den Damen zusätzlich ein weit über den Durchschnitt hohes Honorar von den Damen eingefordert! Steuerberater - Rechtsanwalt im Auftrag der Damen. Und plötzlich offizieller Geldgeber und Kläger! Das wirft Fragen auf, die Frau Frank auch nicht beantworten will!
  • Ein Schelm wer böses denkt.
    am 11.05.2014
    Es hat schon was an sich: Da streiten sich eine Gewerkschaftssekretärin und ein Unternehmensberater wer was falsch gemacht haben soll?

    Meine Tante hat zeitlebens ihren kleinen Laden ohne gewerkschaftliche, staatliche oder unternehmensberaterische Hilfe geführt und Gewinne erwirtschaftet. Ich habe seit 40 Jahren ein Geschäft, das ohne Banken, Staat, Gewerkschaft oder Unternehmensberater ausgekommen ist. Aber ich bin gelernter Controller. Vielleicht sollten sich die Damen mal in Erinnerung rufen, dass bisher noch kein Unternehmensberater eine auch nur in Ansätzen funktionierende Kristallkugel erfunden hat.

    Und für alles andere braucht man in dieser Größenordnung keinen teuren Berater, sondern lediglich einen gesunden Menschenverstand, vielleicht ein Kalkulationsprogramm ( Excel; Open Office etc. ) und offene Augen und Ohren, denn oft sagen einem die Kunden was fehlt?
  • Wolfgang Gröll
    am 05.04.2014
    Wir schreiben den 31.3.2014:

    Die Staatsanwaltschaft München II hat das Ermittlungsverfahren eingestellt.

    Soviel zur Anzeige von Frau Frank und ihr Versuch, mit allen Mitteln einen Rufmord zu betreiben. Frau Frank geht es nicht um die Sache selbst, sondern um persönliche Ziele - um jeden Preis.
  • Kritische Stimm
    am 07.03.2014
    Frau Frank hat ihre Schlagzeile
    ...und die Wahrheit wird später mal als Fußnote erscheinen -vielleicht!

    Seit dem Frau Frank aus einigen Projekten raus ist, konnten hier die Umsätze deutlich gesteigert werden. Ich bin gespannt, wie dies bei den Läden ist, die Frau Frank noch "betreut". Lassen wir und überraschen.
  • Dorfladler
    am 26.02.2014
    Wer verkauft denn eine Wohnung und löst eine Altersversorgung auf, um die Erlöse daraus als "schnelle Geldspritze" in einen Bürger-Laden zu stecken?? Das ist doch nicht glaubwürdig. War das etwa nur eine Wahlkampf-Aktion der linken Bundestagskandidatin? Wenn Bürger eigenes Geld in Bürger-Läden stecken, dann langfristig und dauerhaft ausgerichtet als Eigenkapital. Kaum einer kommt dann auf die Idee, die Rückzahlung seines Geldes schon nach kurzer Zeit / nach wenigen Jahren zu fordern. Bürger-Dorfläden werden jedenfalls nachhaltig organisiert. "Schnelle Geldspritzen" haben mit Nachhaltigkeit wenig zu tun. Übrigens: Nicht jeder Unternehmensberater ist ein "schlimmer Finger" und nicht jede Gewerkschafts-Dame ist ein Engel, da ist mir dieser Bericht zu einfach "gestrickt". In der Dorfladen-Szene genießt Wolfgang Gröll jedenfalls einen guten Ruf.
  • trubi 007
    am 21.02.2014
    Es gibt keinen Berater der mehr Bürger- und Nachbarschaftsläden erfolgreich etabliert hat als Herr Gröll. Weit über 50 ähnliche und durchwegs erfolgreiche Projekte. Insofern kann man von hoher Kompetenz ausgehen und darf vermeintliches Engagement von Frau Frank nicht mit Kompetenz verwechseln. Nur die Ausrede, wegen Tarifverhandlungen oder Wahlkampfterminen überfordert gewesen zu sein greifen zu kurz. Gerade von hochrangigen, in verantwortlicher Position befindlichen Gewerkschaftern dürfte man auch die notwendige Verantwortung erwarten. Entweder man kümmert sich oder man gibt ab!Wenn alles ander wichtiger ist als die einst so hochgehängte Initiative zur Rettung der Läden, und damit auch die betroffenen "Schlecker-Frauen" dann klingt das nicht wirklich sozial.
  • maguscarolus
    am 17.02.2014
    So ist das eben in einer von Kapitalinteressen dominierten Welt:

    Genossenschaftliche Projekte haben es schwer, weil "interessierte Kreise" um alles in der Welt verhindern wollen, dass sich in Konkurrenz zur Lohnsklaverei ein solidarisches Wirtschaften als machbar erweist.

    Zwar führt so etwas dann häufig zur Selbstausbeutung der Genossenschaftler, aber ist das nicht immer noch um Welten besser, als sich für ein Nasenwasser von irgendwelchen Profitgeiern ausbeuten zu lassen und dabei noch ständig mit existenzbedrohenden "Sanierungs-und Verschlankungsmaßnahmen" bedroht zu werden?

    Detlev Karsten Rohwedder könnte zur Problematik genossenschaftlicher Projekte und Firmenumwandlungen sicher etwas beitragen, wenn er noch könnte ...
  • Jörg Krauß
    am 15.02.2014
    Bildet Genossenschaften! Jetzt! Für später. Und - Die Arbeitsagenturen auflösen und mit dem eingesparten Geld und den Zuschüssen des Bundes eine "Stiftung genossenschaftliche Bürgschaftsrepublik" gründen.
    Das Unmögliche versuchen. Denn die Möglichkeiten, die wir anscheinend nur haben, wurden uns von Menschen untergejubelt, die nicht wollen, das wir sehen können, dass das Mögliche auch das Unmögliche beinhaltet.
  • YoYo
    am 14.02.2014
    da kann ich "Meinungsmacht" nur zustimmen, wie kann man sich einen Unternehmensberater ins Boot holen wenn es um menschlichkeit und anständige Arbeit(sbedingungen) geht?!
    Glauben Sie mir Frau Frank, alles was der in die Hand nimmt, können Sie oder andere normal und anständig denkende Menschen besser!
  • Ruschdie
    am 14.02.2014
    Die Kostenlose Warenlieferung ,war das beste bei Schlecker .
  • Meinungsmacht
    am 13.02.2014
    Also das ist schon sehr naiv sich die Hilfe eines Gau... äh Unternehmensberaters zu suchen - das ist ein Paradebeispiel des Bocks, der zum Gärtner gemacht wurde. Bin schon gespannt, wie lange es dauert, bis dieser Gröll die Läden an finanzstarke Investoren (mit Hilfe der korumpierten Politik) verscherbelt und die "Schlecker"-Frauen nach dem Aufbau der Läden wegrationalisiert werden. Und die bewundernswerte Frau Frank sollte sich nicht daran klammern, auch nur einen Cent ihrer "Investition" wieder zu bekommen - die hat dieser Gröll wohl schon fest für private Zwecke eingeplant.

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr
unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.
JETZT ANMELDEN

Letzte Kommentare:
















Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!