Dreckige Geschäfte

In Heilbronn nahm der Absturz des italienischen Vorzeigeunternehmers Giuseppe Grossi seinen Lauf. Der Abfallmagnat erfreute sich bester Kontakte zu Politik und Wirtschaft, jetzt sitzt er als krimineller Steuerhinterzieher in Haft. Hundert Millionen Euro soll er mithilfe deutscher Unternehmern auf die Seite geschafft haben. Ein Detail brachte das Finanzamt Heilbronn auf Grossis Spur.

Drogenhandel

Noch nie habe er eine so verdorbene Geschäftspolitik erlebt, sagt der Schriftsteller Wolfgang Schorlau, wie bei der Pharmaindustrie. Und darum geht's in seinem neuen Krimi "Die letzte Flucht". Für die Kontext:Wochenzeitung schreibt er, was er bei seinen Recherchen ermittelt hat: Gewinne wie im Drogenhandel und "kriminelles Marketing".

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Die Muse

Im Alltag und in der Literatur finden sich tradierte Lebens- und Denkmuster, die vielen kaum noch bewusst sind. Dabei haben sie eine zeitaktuelle Bedeutung. Vor allem vermitteln sie strukturiertes Denken – eine Kompetenz, die in der Bildung wie im Beruf besonders wichtig ist. Die Kontext:Wochenzeitung putzt diese Denkmuster wieder blank, in einer fortlaufenden Erzählung. In dieser Ausgabe werden Manager damit konfrontiert, dass sie eigentlich Lyriker sind.

Aufrecht

2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit. In Stuttgart wird es dazu am 20. und 21. September eine Konferenz in der Liederhalle geben. Ein Anlass, Formen, Projekte und Protagonisten des Bürgerengagements in anderen EU-Ländern vorzustellen. Die Niederlande sind ein Stammland der Freiwilligenarbeit: In Deventer engagiert sich fast die halbe Stadt, als ob es etwas Selbstverständliches wäre. Und Menschen mit gebrochenen Lebensgeschichten finden "aufrecht" in die Gemeinschaft zurück.

Der strahlende Nachbar

Ein beschauliches Dorf bietet der Atomlobby die Stirn. In Linkenheim-Hochstetten bei Karlsruhe erforschen EU-Wissenschaftler mit Steuergeldern und Millionen aus der Industrie neue Generationen von Kernreaktoren. Kritische Bürgervertreter wollen jetzt aber den dafür geplanten Erweiterungsbau eines Forschungsinstituts stoppen. Ein Vermittler soll im Auftrag des grünen Umweltministers die Kastanien aus dem Feuer holen. Es geht um eine exzellente Universität, um viel hochgiftiges Plutonium und um einen Nachbarn, den keiner wirklich kennt.

Drama an der Donau

Die SPD im Land hat ein Problem. Mit Stuttgart 21, mit der Rolle als Juniorpartner der Grünen, aber vor allem mit sich selbst. Interne Kritik? Gehört sich nicht! Und wenn die Basis dann doch mal aufmuckt, wie jetzt bei S 21, kennen die Genossen keine Gnade. Die Gräben bei den Sozialdemokraten sind tief und wie im Brennglas zu beobachten in der Münsterstadt Ulm. Dort hat jetzt ein Frauentrio der Irrationalität den Kampf angesagt.

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In grüner Demut

Es war eine Montage. Vor vier Monaten hat die Kontext:Wochenzeitung den Schriftzug auf einem Transparent ("Stopp dem Tunnelblick") geändert. Durch "Stoppt den Kretschmann". Es war nur eine Ahnung, dass es so weit kommen könnte, wenn der Ministerpräsident sein Wahlversprechen vergessen sollte, das klarer nicht sein konnte: kein Stuttgart 21. "Jedes Lavieren", schrieb der Kontext-Autor Anton Hunger, "führt zum Mappus-Syndrom". Heute sehen ihn viele S-21-Gegner auf dem Weg dahin.

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Sünde, Verführung

Die Volksabstimmung wird zur Vertrauensfrage – zwischen Bürgerbewegung und Regierung. Sagt Dieter Spöri (SPD), der frühere Vize-Ministerpräsident. Nur eine "große Debatte" über S 21 und seine Alternativen könne Grüne und SPD vor einem Debakel bewahren. Wenn beide Parteien auf das Aussitzen setzen, wie er befürchtet, sei jede Wahl in den kommenden Jahren "haushoch verloren".

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