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Fast blind

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Ein Mann mit blutenden Augen, gestützt auf zwei Helfer – das Bild von Dietrich Wagner ging durch die Republik, es wurde Symbol des Protests und zum Mahnmal der überzogenen Polizeigewalt gegen die S-21-Gegner.

Ein Mann mit blutenden Augen, gestützt auf zwei Helfer – das Bild von Dietrich Wagner ging durch die Republik, es wurde Symbol des Protests und zum Mahnmal der überzogenen Polizeigewalt gegen die S-21-Gegner.

Dietrich Wagner traf der Strahl eines Wasserwerfers im Gesicht, seitdem ist er auf einem Augen blind, auf dem anderen besitzt er nur noch acht Prozent Sehkraft. Der Stuttgarter Fotograf Felix Bassler hat den Rentner für seine Fotoserie "Wagners Wahrnehmung" ein Jahr lang begleitet. "Trotzdem", sagt Felix Bassler, "bleibt es immer nur eine Annäherung."

Seine Serie soll kein politisches Statement zu S 21 sein, vielmehr möchte er zeigen, wie ein Mensch wahrnimmt, der kaum noch Augenlicht besitzt, und welcher Hilfsmittel er sich bedient, um seinen Alltag meistern zu können. Die Styroporstückchen zum Beispiel, die er zu seinem Schrebergarten ausgelegt hat, helfen ihm, nicht von Weg abzukommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wagners Wahrnehmung" ist ab Sonntag, 30. Oktober, bis zum Sonntag, 4. November, in der Galerie Zukunftslabor, Alexanderstr. 164 B dienstags bis donnerstags jeweils von 18 bis 20 Uhr zu sehen. 

 

 


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