KONTEXT:Wochenzeitung
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Mach mit bei Kontext!

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Sie, liebe Kontext-Leser, sind mehrheitlich männlich, weit überdurchschnittlich gebildet, nicht mehr ganz jung und – mit uns sehr zufrieden. Das Ergebnis der Umfrage, zu der im Dezember Studenten der Hochschule der Medien die Kontext-Leser eingeladen hatten, hat uns insoweit nicht arg überrascht.

Ein Semester lang war die Kontext:Wochenzeitung Studienobjekt für die 35 Drittsemester des Studiengangs Online-Medien-Management der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM). Unter anderem hatten die Studierenden einen Fragebogen erarbeitet, der vom 4. bis zum 17. Dezember vergangenen Jahres auf dem Server der Hochschule online gestellt war. Wir hatten den Fragebogen in dieser Zeit auf der Kontext-Homepage beworben und unsere Leser gebeten, sich bitte "fünf Minuten Zeit zu nehmen". Und wir hatten versprochen, über die Ergebnisse zu informieren.

Zugegeben, die meisten der 228 Leser, die den Fragebogen vollständig ausgefüllt haben, sind nicht ganz mit fünf Minuten ausgekommen. Wir haben uns dafür ein paar freundlich-freche Kommentare eingefangen. Und sagen freundlich-herzlich Danke!

Zugegeben, 228 freiwillige Auskunftgeber in nur zwei Wochen sind zwar eine Zahl, mit der wir gar nicht gerechnet haben, aber andererseits auch keine Größenordnung, die wirklich repräsentativ wäre. Dies zumal, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sich insbesondere solche Leser zum Mitmachen haben motivieren lassen, die uns ohnehin große Sympathie entgegenbringen. Das wissen wir zu schätzen. Wir wissen aber auch, dass wir aus diesen Gründen nicht alles für bare Münze nehmen dürfen, was wir im Folgenden, wie versprochen, veröffentlichen.

Wer liest Kontext?

> Männer vor allem (66 % männlich, 28 % weiblich, 6 % keine Antwort).

> Menschen zwischen 50 und 65 vor allem (42,6 %). Wenige Junge (nur 5 % unter 30-Jährige).

> Angestellte (35 %), Selbstständige (25 %), Rentner (14 %) und sogar Beamte (8 %).

> Menschen mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife (11 %).

> Menschen mit höherem Abschluss (79 %), Hochschulabschluss (52 %) und Promotion (10 %).

Warum lesen diese Menschen Kontext?

> Wegen der kritischen Berichterstattung (93 %), der tiefgründigen Recherche (75 %), des Lokalbezugs (63 %); (Mehrfachnennungen waren ab hier möglich).

> Wegen der Themen aus der Region Stuttgart (88 %) sowie aus Politik und Wirtschaft (95 %).

> Weil Kontext "hochwertigen Journalismus" bietet (96 %) sowie "genaue Analysen" (93 %).

> Weil Kontext Spenden finanziert und damit "unabhängig" ist (91 %).

Zu dem letzten Punkt gab es zwei Zusatzfragen. Kontext hat längst, was die Zugriffszahlen im Internet anbelangt, die untere Grenze der Vermarktbarkeit überschritten. Das heißt, wir könnten Werbung machen und zusätzliche Einnahmen dadurch erzielen. Von den sechs Arbeitsgruppen der HdM-Studenten empfahlen uns drei, das auch zu tun, die anderen drei legten uns ans Herz, zu bleiben, wie wir sind. Unsere Leser auch: 74 Prozent der Umfrage-Teilnehmer würde Werbung auf der Kontext-Seite "stören".

Gleichwohl ist wohl allen klar, dass von nichts nichts kommen kann: Während (nur) 21 Prozent der Befragten angaben, sie wollten Kontext in keinem Falle finanziell unterstützen, gaben 44 Prozent an, sie würden dies am Liebsten in Form einmaliger Spenden tun. Wir werden genau darum also künftig verstärkt werben und auch online besser erklären, wie das funktioniert. Schließlich ist Kontext gemeinnützig, und jeder Euro, der uns zufließt, kann vom Spender beim Finanzamt abgesetzt werden.

Kontext – weil Sie mitmachen! Machen Sie mit!

Schließlich noch anbei und als PDF herunterzuladen die vollständigen Kommentare und Empfehlungen unserer Leser auf die sogenannten offenen Fragen: "Was finden Sie an Kontext besonders gut?", "Was finden Sie an Kontext verbesserungswürdig?" und "Haben Sie sonstige Anmerkungen?".

Das ist, um das geringste Kompliment zu machen, interessanter Lesestoff. Für uns zumindest. Und mehr als einmal hätten wir bei dieser Lektüre gern gewusst, wer denn der jeweilige Absender war. Wir haben es nicht erfahren. Da waren die Hochschule und natürlich der Datenschutz vor.

Gut so. Schließlich bleibt eines noch zu sagen: Allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön!


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11 Kommentare verfügbar

  • Tillupp
    am 21.02.2014
    Antworten
    Liebe Kontextredaktion, die Formulierungen "sehr gute Frauen" und "für sehr wenig Geld" klingen ein wenig nach dem gängigen Modell, dass Frauen besser sein müssen als die Männer um genommen zu werden und dafür mit weniger Geld zufrieden sein sollen als der Rest. Ich hoffe, dass es eher so gemeint…
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