KONTEXT:Wochenzeitung
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Genau hinschauen

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Die gute Nachricht vorneweg: Rottenburg schaut genauer hin. Dort, wo Kontext-Redakteurin Anna Hunger vor gut einem Jahr noch ausweichende Antworten zu hören bekam, beginnen die KommunalpolitikerInnen nun, sich gegen das dunkle Rottenburg zu positionieren. Sie schauen genauer auf den rechtspopulistischen Kopp-Verlag vor ihrer Haustür und die fremdenfeindliche Hetze, die auf dessen Internetseiten zu lesen ist. Klare Worte auch von der Politik sind nötig, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Dabei gilt es auch, sich nicht von Nebelkerzen die Sicht nehmen zu lassen, die unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit gezündet werden. Fremdenfeindlichkeit hat keinen Platz in einer demokratischen, reichen Gesellschaft. Das haben viele RottenburgerInnen erkannt. Der Kopp-Verlag wird sie und auch uns – im Sinne eines nachhaltigen Journalismus – noch weiter beschäftigen.

Ebenso wie die Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen. Es ist Paul Schobels Job als engagierter Seelsorger, dabei auch das helle Deutschland nicht zu vergessen: Die vielen Menschen, die am vergangenen Wochenende in München 20 000 Flüchtlingen willkommen geheißen haben; die in vielen Städten mit Geschenken, Unterstützung bei Behördengängen und mit Sprachunterricht helfen. Dem braunen Sumpf gelte es dabei das Wasser abzugraben, schreibt er in seinem Beitrag "Weltweite Schrägverteilung" und fordert eine Politik der Gerechtigkeit.

Ein Blick noch in die Zukunft. Nicht erst seit gestern berichten wir regelmäßig über Flüchtlingspolitik, schauen über den Tellerrand Richtung Europa, auf die Einzelschicksale. Doch wer genau hinsieht, stellt auch immer wieder fest, wie viel noch fehlt. Deshalb haben wir beschlossen, eine ganze Ausgabe auf dieses Thema zu konzentrieren. Kommende Woche geht die Flüchtlings-Kontext an den Start.


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5 Kommentare verfügbar

  • era
    am 18.09.2015
    Antworten
    Die Auseinandersetzung mit dem Kopp-Verlag ist nicht nachhaltig. Man könnte man bessere Ergebnisse erzielen, wenn man dabei bleibt, sachliche Fehler nachzuweisen und auf Korrektur von Entgleisungen zu bestehen, ohne den Menschen dahinter zu diffamieren. Die Formulierungen aus dem Rottenburger…
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