KONTEXT:Wochenzeitung
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Bedingt berührungsempfindlich

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Langsam steigt das Wahlfieber. Schließlich sind es nur noch wenige Tage bis zur Kommunal- und Europawahl am 25. Mai. In der Kontext-Redaktion steht der doppelte, in manchen Ländern der Republik durch zusätzliche Regional- und Kreistagswahlen auch dreifache Urnengang selbstverständlich auf der Tagesordnung. Kämpfe und Krämpfe rund um Wahltage gelten gemeinhin als ergiebiger Quell für Journalisten. Nur klafft mitunter zwischen einer guten Wahlgeschichte und ihrer Umsetzung eine unüberbrückbare Kluft. Manchmal auch ein mobiles Generationenproblem.

So wollte Kontext seinen Lesern zeigen, wie ein Homo electus im mobilen Informationszeitalter dank Apps up to date bleibt. Wie er unterwegs in Bus und Bahn die Partei seiner Wahl findet, etwa mit der Wahl-O-Mat-App der Bundeszentrale für politische Bildung. Doch Kontext scheiterte an der Wahl 2.0. Genauer gesagt an der dazu notwendigen Hardware. Das Smartphone unseres Autors gab überraschend seinen Geist auf. Ein verzweifelter Hilferuf blieb in der Redaktion zwar nicht ungehört, förderte in der absoluten Mehrheit aber nur rustikale Althandys aus Hosen- und Jackentaschen zutage. Siehe Beweisfoto oben.

Vor Kurzem erst feierte das Smartphone seinen siebten Geburtstag. Inzwischen soll es allein in Deutschland 40,4 Millionen Nutzer der berührungsempfindlichen Alleskönner geben. Weltweit empfangen 1,9 Milliarden Smartphones meist mehr Webseiten und Videostreams als klassische Telefonate. Nahezu alles abgefischt von den Schnüfflern der amerikanischen NSA oder des britischen Geheimdiensts GHCQ. Der schwarz-roten Großkoalition ist das bekanntlich egal. Und auch Otto Normalsmartphoner stört sich kaum daran: Bis zum Jahr 2019 soll die Zahl der weltweit aktivierten Mobilcomputer auf 5,6 Milliarden steigen. 

Trotz des SP-Nachholbedarfs in unserer Redaktion: Die Wahlen Ende Mai finden in dieser Kontext-Ausgabe statt. Redakteurin Susanne Stiefel besuchte (ohne Smartphone) Matthias Filbinger. Der Sohn des ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten und einstigen Marinerichters Hans Filbinger kandidiert bei der Kommunalwahl in Stuttgart für die Grünen.

Und Kontext-Redakteurin Anna Hunger machte sich in Baltmannsweiler, einer kleinen Schurwaldgemeinde im Landkreis Esslingen, auf die Spurensuche nach Europa. Was sie gefunden hat, zeigen die (digitalen) Bilder von Fotograf Joachim E. Röttgers.


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2 Kommentare verfügbar

  • Erika Schneider
    am 07.05.2014
    Antworten
    Trieft in alle Richtungen. Schulterklopfen beim Käffchen. Ein aktuelles Smartphone gibt es ab 200 Euro (oder ist das auch schon eine unüberbrückbare Hürde für die Damen und Herren?), den Wahl-o-Mat kann man auch am Computer testen (https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2014/) und was mich eher…
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