Vorsicht, bissige Rottweiler!

Wie riskant ist es, in Baden-Württemberg zu leben? "Wenn man nicht gerade einem bissigen Rottweiler begegnet, ist unser Land nur wenig risikobehaftet", sagt der Risikoforscher Christian Büscher im Interview. Aber: es gibt ungesicherte Baugerüste, die Atomkraft und die Mafia. Landvermessung Teil vier.

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Hohe Mauern

Ein Jahr Freiwilligendienst an zwei Schulen in Kolumbien wird nicht als Vorpraktikum fürs Lehramtsstudium anerkannt? Ja, das ist möglich, und zwar in Baden-Württemberg. Die Kultusbürokratie sträubt sich, bis die Ministerin eingreift.

18 Sekunden im Dezember

Die längste Raubserie der deutschen Kriminalgeschichte endete nach 15 Jahren mitten im Weihnachtstrubel. Im Zentrum von Karlsruhe stellten vor zehn Monaten zwei junge Polizisten die sogenannten Gentlemen-Räuber, ein Ehepaar aus Tschechien. Der schwerbewaffnete Bankräuber eröffnete sofort das Feuer und starb, von Polizeikugeln getroffen. Seine Frau beging Selbstmord. Die beiden Polizisten kamen gerade noch mit dem Leben davon. Mit der Kontext:Wochenzeitung sprachen sie über das furchtbare Erlebnis. Über 18 lange Sekunden und einen Schutzengel.

Und tschüss

Matthias Roser, dessen Aufruf zum vollständigen Erhalt des Stuttgarter Hauptbahnhofs berühmte Architekten, Bauhistoriker und Denkmalpfleger aus aller Welt unterzeichnet haben, verlässt Stuttgart. Aber er betont: nicht wegen des Bahnhofs. Zorn auf die Stadt mischt sich bei ihm mit Bewunderung für ihre Bürgerschaft. In Stuttgart sei erkennbar geworden, wie eine gelebte demokratische Gesellschaft funktionieren könne.

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Empören, engagieren

Das "Empört euch!" ist in Deutschland längst angekommen. Doch wie steht es ums Engagieren? Der laute, meist auch nötige und von den Medien wahrgenommene Protest wie bei Stuttgart 21 oder der neuen Occupy-Bewegung gilt hierzulande als etwas völlig anderes als das eher stille Engagement von Bürgern, die ehrenamtlich im sozialen Bereich wirken. Ein grobes Missverständnis, das einer in Lippenbekenntnissen geübten Politik nutzt.

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Die Abkratzer

Seit Jahren gibt es einen ganzen Haufen Bahnhofsgegner. Sie sind laut, bisweilen nervend und ziemlich sichtbar, und man könnte meinen, es gebe nur sie. Aber wenn man genau hinschaut, findet man in Stuttgart auch ein paar versprengte Menschen, die so kurz vor dem Volksentscheid Werbung machen für den Tiefbahnhof in Stuttgart. Und die Aufkleber der S-21-Gegner abkratzen.

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Zu große Schuhe

Schön, wenn über uns geredet wird. Besser, wenn Diskussionen angestoßen werden. Das ist uns mit unserer letzten Ausgabe gelungen. Die Stuttgarter Schriftstellerin Anna Katharina Hahn nannte den S-21-Protest romantisch, und schon war unser Gipfelgespräch Tagesgespräch bei den Parkschützern. So soll es sein.

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