KONTEXT:Wochenzeitung
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Sabo in Bonn

Sabo in Bonn
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Sabo ging von Südkorea ­­­nach Deutschland in der jugendlichen Hoffnung, von hier aus den Teil seiner Familie besuchen zu können, der in Nordkorea lebt. Er kam dann nur bis Stuttgart. Der Künstler hat alles in Illustrationen festgehalten. Hier der erste Teil: die Ankunft in Bonn.

Hierher lockte ihn die Kunstakademie, an der er visuelles Kommunikationsdesign studierte. Heute ist Sang Bong Lim 43 Jahre alt, spricht perfekt Schwäbisch ("Jetzedle" gehört zu seinem aktiven Wortschatz) undSang Bong Lim, der sich als Künstler Sabo nennt. wohnt und arbeitet in Seoul. Dort besitzt er eine Galerie, malt seine Bilder, die auch auf T-Shirts gedruckt werden, und sammelt.

Auf der Jagd nach Möbeln, Küchengeräten und Lampen vom Bauhaus bis zu Modern Classic (70er-Jahre), die er in Seoul zu viel beachteten Ausstellungen zusammenführt, kommt Sabo zweimal im Jahr nach Stuttgart. Hier hat er noch viele Freunde. Von hier aus schleppt er allerhand Beute vom Flohmarkt am Schillerplatz zu seinen Stuttgarter Gastgebern. Von hier aus geht er auf Jagd in ganz Deutschland und füllt die Container für die Reise nach Seoul.

Sabo, der Wanderer zwischen den Welten, hat einen scharfen Blick und ein gutes Ohr für die Eigenarten der Deutschen, insbesondere die der Schwaben. Die Kontext:Wochenzeitung zeigt in vier Folgen die Illustrationen, mit denen Sabo seine Annäherung an Deutschland im Allgemeinen und an die Schwaben im Besonderen mit spitzer Feder und viel Selbstironie festgehalten hat. Diese Illustrationen sind Teil von Sabos Abschlussarbeit an der Stuttgarter Kunstakademie.

Wir starten mit der Ankunft des jungen Südkoreaners in Bonn, das damals noch die Hauptstadt Deutschlands war und den Mann aus Seoul mit seiner Provinzialität zutiefst verunsicherte.

Sabo in Bonn.


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