KONTEXT:Wochenzeitung
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Alles Labor

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Alle reden vom Stuttgarter Labor. Der "Spiegel" hat's entdeckt, die "Zeit", die "Süddeutsche" und die taz. In aller Bescheidenheit: die Kontext:Wochenzeitung hat darüber schon vor mehr als einem Jahr geschrieben. Über die neue Bürgergesellschaft.

Alle reden vom Stuttgarter Labor. Der Spiegel hat's entdeckt, die Zeit, die Süddeutsche und die taz. In aller Bescheidenheit: die Kontext:Wochenzeitung hat darüber schon vor mehr als einem Jahr geschrieben. Über die neue Bürgergesellschaft.

Bei der Stuttgartnacht in der Redaktion: Hermann G. Abmayr, Martin Storz, Walter Sittler und Sigrid Klausmann-Sittler (v. l. n. r.). Foto: Joachim E. RöttgersJetzt also der Citoyen, konservativ wie Fritz Kuhn, aber mit grün-versöhnlichem Einschlag. Keine Wut-, Mut- oder Zornbürger mehr, sondern solche mit "Oben-bleiben"- Bäpper auf dem Porsche, wie es die liberale Christdemokratin Susanne Eisenmann in ihrem Interview mit der Kontext:Wochenzeitung so hübsch formuliert. Da kann eine Kampagne à la Turner, die bei "Freiheit statt Sozialismus" (Eisenmann) endet, natürlich nur im Nirwana landen.

So einfach sei es Grüns nicht gemacht. Schließlich ist der Streit das Elixier für viele Errungenschaften im Zusammenleben. Angedeutet haben wir das bereits am Wahlabend mit dem "Alle-Wetter-Plakat", auf dessen Unterzeile steht: "Und Kontext schaut euch auf die Finger!" Und weil's so schön war und von Tausenden angeklickt wurde, denken wir daran, es auch zu drucken. Für alle die, die sich was Aufmunterndes an die Wand hängen wollen. Wer sich dafür interessiert, möge sich melden.

 

Konkreter wird's mit dem scharfkantigen Text von Volker Lösch, der die Grünen daran erinnert, wofür sie einmal gestanden haben. Dass der Bahnhof dabei den Mittelpunkt bildet, versteht sich für den streitlustigen Regisseur von selbst. Er hat oft genug auf S21-Bühnen inszeniert - und dennoch Kuhn gewählt.

Und falls der neue Oberbürgermeister noch für weitere Anregungen offen sein sollte, sei ihm der Beitrag von Heinrich Steinfest ans Herz gelegt. Er dürfe ruhig die Hände falten, empfiehlt ihm der Schriftsteller, "aber der Mund muss offen bleiben". Außerdem dürfe er ruhig ausschlafen und dann am Nachmittag eine kluge Entscheidung treffen, anders als diese Leute, "die schon zeitig in der Früh das Unglück anrufen".

Einem Steinfest würde das nicht passieren. Zumindest nicht nach der "Stuttgartnacht", in der er mit seinen Kollegen Wolfgang Schorlau, Rainer Wochele, Hobbyautor Walter Sittler und Volker Lösch in der Kontext-Redaktion zusammen hockte. Bis in die Puppen.

 

Zur Bildergalerie ...

 

Ein Wort noch zu unseren Fotografen Joachim E. Röttgers und Martin Storz. Beide haben es wieder einmal geschafft, den "historischen" Wahlabend ins besondere Licht zu rücken. Ihre gemeinsame Bildergalerie ist hier dokumentiert.

Wie schwierig das ist, war im Fernsehen am 22. Oktober in der "Landesschau" zu betrachten. Ein Team des SWR hatte Röttgers den Abend über im Rathaus begleitet und erzählt, wie unser Jo das beste Bild kriegt. Mit vollem Körpereinsatz, aber auch mit dem Gespür für Zeit, Ort und Emotion. Der Kretschmann am Hals hängende Kuhn hat ihm selbst am besten gefallen.

 

 

 

 


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1 Kommentar verfügbar

  • peterwmeisel
    am 24.10.2012
    Antworten
    Danke, durch KONTEXT wird der Profi-Bürger effizient mit Informationen unterstützt! So eine Schöpfungsgeschichte besteht eben doch im "Einhauchen von Geist". Dem Menschen bleibt es vorbehalten diesen zu benutzen: Eine Philosophie der Lebenskunst, des Selbst. Ich bin Stolz auf die Stuttgarter!
    Das…
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