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Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


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Bestsellerautoren Marc Friedrich (links) und Matthias Weik. Fotos: Joachim E. Röttgers

Bestsellerautoren Marc Friedrich (links) und Matthias Weik. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 273
Wirtschaft

"Gysi ist top"

Von Susanne Stiefel (Interview)
Datum: 22.06.2016
Mit ihren Büchern haben sie die "Spiegel"-Bestsellerlisten erobert: Marc Friedrich und Matthias Weik aus dem Remstal. Darin rechnen sie gnadenlos mit dem Finanzkapitalismus ab, aber auch mit Parteien und Politikern. Von Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht abgesehen. In Kontext haut Friedrich auf den Putz.

Herr Friedrich, Sie sind ein scharfer Kritiker des Finanzkapitalismus. Sie plädieren für Investitionen in Sachwerte, sind Schwabe und wohnten doch zur Miete. Warum glauben Sie nicht ans Betongold? 

Ich hatte sogar einen Bausparvertrag, da war ich noch gar nicht auf der Erde. Wahnsinn, wie weit die Eltern gedacht haben. Der Schwabe sagt halt, Sach bleibt Sach. Aber eine Immobilie ist kein sinnvolles Investment, nach 20 Jahren kommt eine neue Heizung, Reparaturen etc. Und wer jetzt glaubt, mit Geld, das er nicht hat, völlig überteuerte Immobilien kaufen zu können, als Altersvorsorge, das wird nicht funktionieren. Das hat nicht funktioniert in Irland, in Spanien und auch nicht in den USA. 

Die zwei Vermögenssicherer Friedrich und Weik plädieren für unter anderem Ackergold und haben ein Waldstück in Berglen bei Schorndorf gekauft. Soll das die Lösung sein?

Die Bauern von heute sind die Millionäre von morgen. Die Haltbarkeitsdauer unseres Finanzsystems ist 2008 abgelaufen, und seitdem wird es künstlich am Leben erhalten mit unglaublichen Geldspritzen. Mit einem Zins auf historischem Tief und zum Teil demokratisch fragwürdigen Maßnahmen. Was seit 2008 unter dem Dauerkrisenmodus verabschiedet wurde von Parlamenten, Notenbanken, da sträuben sich uns die Nackenhaare. Da wurde so viel öffentliches Geld in den Finanzsektor geschoben, sorry, das darf nicht sein. Wenn die 300 Milliarden Euro Rettungsgelder in Griechenland tatsächlich angekommen wären, dann würde da Honig und Milch fließen und wir hätten keine Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent. Stattdessen ging das Geld direkt wieder nach Frankfurt, Berlin, Hamburg und an die Wall Street, um die Finanzinstitute zu stützen. Die Griechen haben die Banken der westlichen Welt gerettet, nicht wir die Griechen.

Also zurück zu Ackerbau und Viehzucht und tschüss Industriegesellschaft? Nach einem Vortrag von Ihnen im Forum 3 in Stuttgart haben sich junge Leute zu einer solidarischen Landwirtschaft auf den Fildern zusammengeschlossen. Klingt ziemlich rückwärtsgewandt.

Nein, das ist nicht rückwärtsgewandt, sondern essenziell. Wir sind mitten in einem epochalen Wandel und wir müssen umdenken. Die Wirtschaftswelt ist immer im Wandel, wir müssen das akzeptieren und Bewährtes mit in die Neuzeit nehmen.

Solidarische Landwirtschaft ist "nicht rückwärtsgewandt sondern essenziell", meint Marc Friedrich.
Solidarische Landwirtschaft ist "nicht rückwärtsgewandt sondern essenziell", meint Marc Friedrich.

Nicht jeder kann in einen Acker investieren. Wo bleibt die soziale Verantwortung? 

Natürlich kann nicht jeder in Sachwerte investieren. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Wir haben auf der Wohlstandsleiter nach oben wichtige Säulen des Zusammenlebens ad acta gelegt – den Kitt, der diese Gesellschaft zusammenhält wie zum Beispiel Werte, Anstand, Moral. Ich habe mal das lustige Experiment gemacht, allen Leuten auf der Königstraße Hallo zu sagen. Eine halbe Stunde später stand die Polizei da, fragte, ob alles okay sei. Als ich angefangen habe, die Leute zu umarmen, da wäre ich fast eingekastelt worden. Wir leben also nicht mehr miteinander, sondern nebeneinander. Weil wir das Hamsterrad immer schneller drehen müssen, für Konsum, Auto, iPhone, haben wir keine Zeit mehr für die wirklich relevanten Dinge. Und dann wundern wir uns, dass wir keine Zeit mehr haben, kritische Zeitungen zu lesen, kritische Bücher zu lesen oder uns Gedanken zu machen, was hier schiefläuft. Und der Rest wird abgedeckt durch Brot und Spiele.

Sie gehen nicht wählen, Sie halten alle Parteien für unfähig. Ist ja schön, zu analysieren und Prognosen zu entwickeln. Die Frage ist doch, was folgt aus der Analyse? 

Meine grauen Haare kommen nicht von ungefähr. Wir haben viel mit Politikern gesprochen, mit Ministern, mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten, wir waren im Wirtschaftsministerium. Und irgendwann wurde uns beiden klar, da passiert nichts. Von oben wird es keinen notwendigen Wandel geben. Natürlich verstehen wir uns als politische Menschen, sonst würden wir keine Bücher schreiben, keine Vorträge halten an Schulen und Volkshochschulen, aber wir fühlen uns von keiner Partei vertreten. Die Skandale werden immer krasser. Im letzten Jahr FIFA, VW, DFB, ADAC, SPD, FDP, überall haben sie Dreck am Stecken. Es ist nicht mehr zu leugnen, dass da was aus dem Ruder gelaufen ist, auch im politischen System. Die Leute fühlen sich nicht mehr abgeholt. Und dann kommen die Schreihälse von links und von rechts und fangen die Leute ein. Und das ist die Gefahr, dass nicht nur unser Geld und unser Wohlstand, sondern auch unsere Demokratie am Scheidepunkt steht. 

Mit Ihrer Analyse der Finanzmärkte könnten Sie sich bei Oskar Lafontaine und Sarah Wagenknecht zu Hause fühlen. 

Weiß ich, weil die Daten ja gegeben sind und wer sie richtig liest, auch versteht, zum selben Ergebnis kommt. Ich habe ja auch mit Lafontaine gesprochen, der war angetan, wollte uns einladen und war ein bisschen empört, als wir Nein sagten. Wir wurden schon von allen Parteien eingeladen. Ich will aber nicht vor einen politischen Karren gespannt werden. Wir haben die Schnauze gestrichen voll vom politischen Establishment. Das sind solche Konformisten, da wird mir schlecht. Und die, die Charakter haben und Sachverstand, wie Sahra Wagenknecht, die sind in der falschen Partei. Ich kann fast alles unterschreiben, was sie sagt, weil sie eine tolle wirtschaftliche Analyse macht, die nicht ideologisch verfärbt ist. Ich will die Politik aus der Analyse heraushaben.

Anlagetipp: Streuobstwiese. Foto: Joachim E. Röttgers
Anlagetipp: Streuobstwiese. Foto: Joachim E. Röttgers

Aber beim Handeln muss es politisch werden. Da sind wir an dem Punkt, wo sie mit Ihrer Parteienverdrossenheit im rechten Lager landen, bei der AfD, die mit mit dem diffusen Gefühl von Machtlosigkeit Politik macht und alle Politikverdrossenen einsammelt. Fühlen Sie sich da wohl?

Die AfD ist auch nur eine Partei. Die AfD hat als Euro- und Wirtschaftspartei begonnen. Jetzt ist sie ein Sammelbecken für alle Protestbewegten, und das ist gefährlich, wenn sich der rechte Rand durchsetzen sollte. Ich wähle nicht die AfD und ich glaube nicht an die AfD, aber auch nicht an die SPD, die CDU, die Linke oder die FDP. Den im Endeffekt regiert das Geld, und alle Parteien ordnen sich diesem unter. Warum sonst ist die Finanzwelt die einzige Branche die außerhalb von Recht und Gesetz steht und mit Steuergelder gerettet wird, wenn sie sich verzockt? Das ist Champions League. Mehr geht nicht. 

Die Linke benennt als einzige Partei, wie Sie in Ihren Büchern und Vorträgen, die Kluft zwischen den Superreichen und dem großen Rest. 

Ich liebe Gysi, Gysi ist top. Aber Kommunismus und Sozialismus wird nie funktionieren. Auf dem Papier klingt das super, in meinen jungen Jahren bin auch rumgelaufen, hab die Faust gereckt und war ziemlich links. Aber jetzt bin ich Realist und der Meinung, dass Kapitalismus de facto etwas Gutes und nur der Finanzkapitalismus destruktiv ist. Deshalb sage ich: Wir müssen Brücken bauen, aus allen Systemen das beste rausziehen. Deshalb bin ich ein Freund des Best-practice-Ansatzes. Unser jetziges System ist dem Untergang geweiht, denn es dividiert die Menschen auseinander und beutet Natur, Mensch und Tier aus. Worum geht es im Leben denn? Dass ich viele Aktien habe und Gold im Tresor? Oder darum, dass ich Fußstapfen und eine lebenswerte Zukunft hinterlasse? 

Wie sieht denn die Gesellschaft aus, in der Sie leben wollen? 

Ich stelle mir ein Grundeinkommen vor, dass jeder eine Sicherheit hat. Ein faires direktes Steuersystem, das viel niedriger ist als jetzt. Im Mittelalter gab es zum Beispiel den Zehnten. Mehr Demokratie und Volksabstimmungen. Politiker, die tugendhaft sind ... 

... tugendhaft klingt ziemlich altertümlich.

Sorry, das ist das Erste, was mir eingefallen ist bei unseren Gesprächen mit Politikern: dass die Tugendhaftigkeit fehlt. Der Antriebsmotor der Berufspolitiker ist nur, wiedergewählt zu werden und damit eine sichere Pension zu haben. Aber es sind die Menschen, die wichtig sind. Ich möchte, dass Lobbyisten verboten werden, dass wir ein Finanzsystem haben, das den Menschen dient und nicht den zwei Prozent globaler Elite. Wir brauchen permanente, antizyklische Kapitalmarktkontrollen. Als ich durch die Krisenländer, Spanien, Portugal, Island, gereist bin, haben mir alle gesagt, die Krise hat eines bewirkt: Wir haben Geld verloren, aber wir sind als Menschen, als Gesellschaft näher zusammengerückt. Und mir fehlt in diesem ganzen verdammten System die Menschlichkeit.

Wie wollen Sie das erreichen?

Das Geldsystem muss gerecht werden. Das ist der Krisenherd. Wir brauchen eine demokratisch gewählte Notenbank. Wir müssen den Euro ad acta legen. Wir brauchen souveräne Währungen, wenn möglich, ein gedecktes Vollgeldsystem, das heißt, die Banken können nur ausgeben, was sie haben. Wir brauchen ein gedecktes Geldsystem etwa durch Rohstoffe. Wir brauchen ein Trennbankensystem, ein nachhaltiges Wirtschaftsdenken, das die Natur, Menschen und Tiere nicht länger als Ware betrachtet. Wir müssen den Wohlstand gleichmäßig global verteilen, dann gibt es auch keine Flüchtlingsströme, keine Kriege. Warum sind die rohstoffreichsten Länder der Welt die korruptesten? Das ist ein klares Zeichen mangelnder Kontrolle. Die Menschen neigen dazu, sich zu bereichern. Da müssen wir wahrscheinlich eine neue Bewusstseinsstufe erreichen.

"Wenn ich heute sage: Grundeinkommen, dann werde ich als utopischer Spinner abgestempelt."
"Wenn ich heute sage: Grundeinkommen, dann werde ich als utopischer Spinner abgestempelt."

Woher soll dieser Bewusstseinswandel denn kommen? Erst kommt das Fressen, dann die Moral, sagt Bertolt Brecht.

Momentan ist unser System nicht reif dafür. Wenn ich heute sage: Grundeinkommen, dann werde ich als utopischer Spinner abgestempelt. Wir können uns noch fünf Jahre weiter so erkaufen, aber dann ist es vorbei. Jetzt haben wir die Spanienwahl, mal sehen, was dort passiert. Brexit, nächstes Jahr Frankreich, Bundestagswahl, und wenn wir so weitermachen, hat die AfD zweistellige Ergebnisse. Vielleicht sollten wir Berufspolitiker abschaffen? Eine Legislaturperiode und dann ist Schluss? Der frühere Berliner Regierende Bürgermeister Wowereit hat im BER-Aufsichtsrat komplett versagt. Sofort gehen und noch was zahlen – das wäre doch mal was anderes. Steuergeldverschwendung sollte genau so hart bestraft werden wie Steuerhinterziehung.

Deshalb sagen Sie auch, dass Stuttgart 21 explodieren wird? 

Natürlich! Das ist ein politisches Projekt, das hat man durchgeboxt. Mein Freund ist Geograf, der hat schon vor Jahren gesagt, das Ding wird niemals rechtzeitig fertig und es wird eine Kostenexplosion geben, da werden die Schwaben sich noch dreimal am Kopf kratzen. Und jetzt bekommen sie das bröckchenweise serviert: "Ja, dauert länger. Oh, es wird doch 500 Millionen Euro teuer." Und ich verspreche ihnen heute schon, das wird nicht das Ende der Fahnenstange sein. Denn die Bahn und die Politik haben das Projekt schöngerechnet, um die Volksabstimmung zu beeinflussen und den Bahnhof auf Kosten der Steuerzahler durchzuboxen. Ich persönlich glaube, dass sie den unterirdischen Bahnhof nicht fertigstellen.

Dann sind die Löcher da, und in den Tunneln werden Champignons angebaut?

Na und? Wie viele öffentliche Projekte gibt es, die nie fertig gebaut wurden? Die berühmten Brücken ins Nichts. Ich erhalte jedes Jahr das schöne Buch vom Bund der Steuerzahler. Nach zehn Seiten muss ich es weglegen, weil ich sonst ein Magengeschwür bekomme. Da haftet niemand, wie kann das sein? Wenn Sie fünf Euro Steuern hinterziehen, haben Sie ein Riesenproblem. Aber da werden Milliarden verbrannt und keiner haftet. Das ist ein Luxus, in dem wir noch leben. Aber wie lange noch? In fünf bis zehn Jahren werden wir ein anderes Deutschland haben. Den aktuellen Wohlstand kann man nicht aufrechterhalten.

Das klingt ganz nach dem Crash-Propheten, der Sie nicht sein wollen. Blicken Sie noch mit Zuversicht in die Zukunft? 

Wenn wir jetzt nichts ändern, nein. Ich hatte die Hoffnung, dass die Große Koalition diese Strukturreformen, die von allen Seiten gefordert werden, durchführt, und nichts ist passiert. Das war für mich die Bankrotterklärung der Politik, und seitdem hab ich den Glauben an die Politik komplett verloren.

Wollen Sie etwa eine neue Partei gründen?

Warum nicht? Ich setz mich da hin. Arbeitstitel: Stuttgarter Erklärung. Nach der Diskussion um die AfD-Nähe überleg ich mir das wirklich. Und dann können Sie mir auch nicht mehr vorwerfen, dass ich unpolitisch bin. Dann kommt die Partei. Aber eine, die auch sagt, hei, sobald einer korrupt wird, dann tschüss, ciao. Denn man darf nicht vom System inhaliert werden, das ist die große Gefahr.

 

Mehr zum Redaktionsbesuch von Friedrich und Weik lesen Sie in unserem Editorial "500 Euro zum Ersten".


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Kommentare

Gerhard Pauli, 30.06.2016 09:11
Ein Rabbi im antiken Galiläa gab dazu folgendes Gedankenexperiment zum besten: Stellt euch einen Bauern vor, dessen Ernte heuer so gut war, dass er seine Scheunen abreißen und neue bauen lassen musste, um alles zu verstauen. Nun sagt er sich: Liebe Seele, iss und trink und hab Ruhe. Schön für ihn - aber wenn er morgen stirbt, für wen hat er dann all seine Scheunen gebaut? (Lk 12, 16 ff.)
Heute hat jeder Joghurt in meinem Kühlschrank ein Mindesthaltbarkeitsdatum; und wenn jemand es geschafft hat, mit seinen Konzepten zur "Vermögenssicherung" in die Spiegel-Bestsellerliste zu kommen, ist jedenfalls seine Zukunft gesichert, auch wenn mit den Besitztiteln der Kunden, deren Vermögen er "sichern" will, längst die Motten weggeflogen sind.

era, 26.06.2016 17:10
Und noch Gratulation an die vielen anderen aufmerksamen Leser, denen die Ungereimtheiten auch nicht entgangen sind - prost!

era, 26.06.2016 17:06
>>Die Griechen haben die Banken der westlichen Welt gerettet, nicht wir die Griechen<<
yippie - knackig, klar und deutlich. Herr Schäuble - ? Sie sind dran!

>>Und die, die Charakter haben und Sachverstand, wie Sahra Wagenknecht, die sind in der falschen Partei.<<
Oje, die Linke = Kommunismus. Bin ich auf der falschen Mondseite oder Herr Weik? Selbst wenn (haha) ein linker Kanzler eine ganze Reihe von Konzernen verstaatlichen sollte - in anderen kapitalistischen Staaten ist das Normalität von Frankreich bis Japan.
Zusammen mit der Lektüre des ersten Buches der beiden erscheint mir die Haltung von Herrn Weik doch noch ideologisch Schlagseite zu haben.

>>Ein faires direktes Steuersystem, das viel niedriger ist als jetzt. Im Mittelalter gab es zum Beispiel den Zehnten<<
Au-Au, da hapert es gewaltig. Ohne stark progressive Steuern sowohl auf Einkommen als auch auf Vermögen geht es nicht. Das ist einfache Mathematik, e-Funktion. Siehe Thomas Piketty.

>> ein gedecktes Vollgeldsystem, das heißt, die Banken können nur ausgeben, was sie haben<<
als Reaktion auf die Finanzblasen durchaus verständlich. Aber Ohne Bereitstellung von soviel Geld wie für die erbrachten Leistungen notwendig, stürzt ein Wirtschaftssystem ab. Deckelung durch die gegenüberstehende Leistung, nicht durch irgendetwas, was "im Keller" liegt.

>>Steuergeldverschwendung sollte genau so hart bestraft werden wie Steuerhinterziehung<<
Ins Gefängnis wie die Timoschenko? Das wird Friedrich weit von sich weisen. Politiker werden (hoffentlich noch lange) gewählt und handeln deshalb im Wählerauftrag. Mehr oder weniger. Eine Bestrafung für "Mißwirtschaft" ist höchstfragwürdig. Vor allem, wer entscheidet? Nachher bleiben 700 Euro wie im Falle Wulff. Peinlich.

>>Den aktuellen Wohlstand kann man nicht aufrechterhalten.<<
Welchen Wohlstand? Ich merke nichts davon. Ich erinnere mich an die kleinbürgerlichen Annehmlichkeiten als Kind und mir kommen die Tränen, was ich (nicht) meinen Kinder bieten kann. Bei vergleichbarer Arbeit.
Friedrich sollte sich mehr mit den Innerwirtschaftlichen Umschichtungen beschäftigen. Der Wohlstand könnte im Gegenteil noch um Vielfaches steigen, wenn wir weniger parasitäre Schichten und Berufsstände hätten, die leistungslos auf Kosten der Gesellschaft leben. Und damit meine ich Anleger, Rüstungsindustrie, Finanzmärkte.
HartzIV Menschen fallen da definitiv nicht ins Gewicht.

Emily W., 24.06.2016 11:11
Also das würde ich an Gysis Stelle aber nicht auf mir sitzen lassen! In jeder Hand eine Flug-Schoko-Torte würde ich mich den beiden stinkreaktionären und ziemlich geschäftstüchtigen Extremquerfrontlern nähern...
:-)

CharlotteRath, 23.06.2016 00:07
Wow. Ackergold. Was ganz Neues.
Dabei läuft der Ausverkauf der Erde doch längst schon in großem Stil, siehe beispielsweise das Engagement von George Soros in der Ukraine, mit entsprechendem Säbelrasseln als Begleitmusik.
Solange es den rechtlichen Status "Eigentum" an Produktionsmitteln gibt, wird es unter menschlichem Wirtschaften vermutlich immer auf Akkumulation und damit auf unproduktive Ungleichverteilung, auf Verteilungskämpfe usw. hinauslaufen.
Vielleicht sollten andere Formen des Wirtschaftens, ob in Genossenschaften oder in Erbpachten, von wissenschaftlicher und medialer Seite deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten?

invinoveritas, 22.06.2016 22:49
vieles bei Marc Friedrich klingt vernünftig und geht jedenfalls in die richtige richtung. anderes klingt aber leider ziemlich pubertär, nach dem wunschdenken eines aufgeregten jünglings, der mit einer komplexen wirklichkeit nicht zurechtkommt. wenn beispielsweise jemand den satz loslässt "Der Antriebsmotor der Berufspolitiker ist nur, wiedergewählt zu werden und eine sichere Pension zu haben", dann tut er seinem anliegen gar keinen gefallen.

sondern er weckt mit einer derart plumpen pauschalbeleidigung, die natürlich vielen prima gefällt, den ebenfalls berechtigten verdacht, dass er zu emotional, zu populistisch, mit einem wort: entschieden zu unsachlich operiert. es sich also auch bei wichtigen ökonomischen sachaussagen zu einfach macht, indem er zweifellos vorhandene teilaspekte für das ganze ausgibt und obendrein sein kritikerheil in maßlosen übertreibungen sucht.

C. Wenger, 22.06.2016 22:21
Also wirklich unterhaltsam, muss man schon sagen. Fantasievoll. Im Einzelnen sogar die eine oder andere gute Idee dabei. Aber auch unfreiwillig komisch, wenn offenbar wird, dass die beiden Alleinunterhalter das ökonomische System, welches sie so dringend ändern wollen, dessen Bewegungsgesetze, offensichtlich so überhaupt nicht gerafft haben. Denn wem nach 5.000 Jahren Schulden und ca. 500 Jahren Kapitalismus dazu im Grundsatz lediglich einfällt, dass "Kapitalismus de facto etwas Gutes und nur der Finanzkapitalismus destruktiv ist", sieht mindestens vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr - und hält sich - ausgerechnet daher! - für einen Realisten. Schön absurd. Gute Comedy. Besonders lustig das Ganze, wenn, als weitere Begründung, Sozialismus und Kommunismus vorgeworfen werden, dass diese nur auf dem Papier funktionieren würden (wobei mir wiederum gleich Adam Smith' "Unsichtbare Hand" einfällt - und ich dann noch lauter prusten muss).

Bernd Oehler, 22.06.2016 19:30
Schon klar: »Ich will die Politik aus der Analyse heraushaben«, weiß allerdings: »Kommunismus und Sozialismus wird nie funktionieren« und vertraue auch auf »das schöne Buch vom Bund der Steuerzahler«. Ich will zwar immer noch »die Politik aus der Analyse heraushaben«, hatte abere trotzdem »die Hoffnung, dass die Große Koalition diese Strukturreformen, die von allen Seiten gefordert werden, durchführt«.
Ich will zwar immer noch »die Politik aus der Analyse heraushaben«, denke aber über meine »Stuttgarter Erklärung« nach und – Obacht! – »dann kommt die Partei. Aber eine, die auch sagt, hei, sobald einer korrupt wird, dann tschüss, ciao.« Damen und Herren: so einfach ist das, wenn man die Politik aus der Analyse heraushat.
Was für eine Klamauk. Verbalradikale Kritik am Finanzkapital und modernen Lebensstil, das Scheren aller Parteien über den gleichen Kamm unter Ausblendung der Macht- und Interessenverhältnisse und der herrschenden neoliberalen Ideologie - damit landet man irgendwann im rechten Sumpf.
Kein Wunder, dass Barolo sein Gläschen hebt und applaudiert.

Schwabe, 22.06.2016 11:54
Nettes Interview.
Warum wunderte es mich nicht das:
Ein "Vermögenssicherer" (soll das ein neues Wort für Vermögensberater sein) der Meinung ist, dass Kapitalismus de facto etwas Gutes ist?
Ein "Vermögenssicherer" von Landwirten als den "Millionären von Morgen" spricht?
Ein "Vermögenssicherer" meint zu wissen das Sahra Wagenknecht in der falschen Partei ist?
Ein "Vermögenssicherer" Hoffnungen in eine große Koalition aus bürgerlichen Parteien setzt?
Ein "Vermögenssicherer" (auch als Bestsellerautor) nicht zwingend etwas konstruktives zur Verbesserung der Lage der Bevölkerungsmehrheit zu sagen hat?
Ein "Vermögenssicherer" Gysi gut findet?
usw.

Barolo, 22.06.2016 11:54
Interessante Ansätze welche hier zum Besten gegeben werden.
Keine Wiederwahl ist sicherlich sehr hilfreich.
Keine Parteien, welche über Ranglisten systemkonformes Verhalten erzwingen ist ein Muss.
Und das Schweizer Model mit qualifizierter Methode der Abstimmung durch die Bürger.

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Ausgabe 312 / Afrika kommt / andromeda, 27.03.2017 21:49
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