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Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


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Unterwegs auf der Südbahn: Umsteigebahnhof Aulendorf. Foto: The weaver/Wikipedia

Unterwegs auf der Südbahn: Umsteigebahnhof Aulendorf. Foto: The weaver/Wikipedia

Ausgabe 176
Wirtschaft

Schall und Rauch auf der Südbahn

Von Rudi Schönfeld
Datum: 13.08.2014
Kritiker von Stuttgart 21 haben es schon immer vermutet: Die Verbuddelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde und der Bau der Trasse nach Ulm verschlingen dermaßen viel Geld, dass für andere Schienenwege wenig bis nichts übrig bleibt. Jüngstes Beispiel: die Südbahn von Ulm über Friedrichshafen nach Lindau, deren Elektrifizierung seit Jahren versprochen, aber immer wieder aufgeschoben wird.

Die Botschaft aus Berlin war an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) teilte seinem Stuttgarter Amtskollegen Winfried Hermann (Grüne) lapidar mit, dass aus dem schon seit 2003 im Bundesverkehrswegeplan stehenden Vorhaben Südbahn wieder einmal nichts werde: "Die nach der derzeitigen Haushaltsplanung für Neu- und Ausbauvorhaben des Bedarfsplans mittelfristig zur Verfügung stehenden Bundesmittel erlauben eine Finanzierungsvereinbarung für dieses Vorhaben im laufenden Jahr nicht." Für Hermann heißt das, dass der Ausbau der Südbahn damit auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben ist, und das, obwohl das Land dafür bereits 90 Millionen Euro im Haushalt stehen hat.

Tatsächlich hat das Land gemeinsam mit den Regionalverbänden Bodensee-Oberschwaben sowie Donau-Iller in den vergangenen Jahren in die Planung schon Millionenbeträge investiert. Dies alles im Glauben, dass nach den kurz vor dem Abschluss stehenden Planfeststellungsverfahren für den baden-württembergischen Teil des Vorhabens sofort eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund getroffen werden könne. Doch "all dies scheint dem Bundesverkehrsminister nun ebenso wenig wert zu sein wie die Versprechungen gegenüber eigenen politischen Freunden und der Bevölkerung in Oberschwaben und am Bodensee", schimpft Hermann.

Der S-21-Freund Rivoir spricht jetzt von einem politischen Skandal

Dort sind sie auf fruchtbaren Boden gefallen. Politik, Bahn, Wirtschaft hatten den Oberschwaben versichert, wenn S 21 komme, komme auch die schnelle Südbahn. Rechtzeitig vor der Volksabstimmung im November 2011 war Bahnchef Rüdiger Grube nach Biberach gereist, um grünes Licht zu geben, die schwarzen Bürgermeister und Landräte trommelten nach Kräften, assistiert von roten Abgeordneten wie dem Ulmer Martin Rivoir, der jetzt von einem "echten politischen Skandal" spricht. Dobrindt, so poltert er, habe "alle Aussagen der CDU-Granden" zur Makulatur gemacht.

Bahnhof Ravensburg: warten auf den Stromanschluss. Foto: Joachim E. Röttgers
Bahnhof Ravensburg: warten auf den Stromanschluss. Foto: Joachim E. Röttgers

Nun ist hinlänglich bekannt, dass man in Oberschwaben und am Bodensee leidensfähig ist, wenn es um den Ausbau der Infrastruktur geht. Weil der Bau einer Autobahn am See entlang vor Jahrzehnten beerdigt worden war, ist man dort schon froh, wenn mal wieder ein Stück einer Ortsumgehung der Bundesstraße 31 fertig gestellt oder – wie kürzlich zwischen Friedrichshafen und Immenstaad – neu begonnen wird. Der vormalige Landrat von Wangen im Allgäu, Walter Münch, hat schon Ende der 1960er-Jahre in einer Streitschrift mit dem Titel "Steinbeis kam nur bis Ravensburg" beklagt, dass die allermeisten Mittel der Infrastruktur- und Gewerbeförderung in den Ballungsräumen vergraben werden und für das flache Land nur noch Brosamen übrig blieben.

So empfindet man in diesem ländlich geprägten Raum noch heute. Hätten sich zum Beispiel die entlang der Südbahn in Oberschwaben liegenden Städte und Gemeinden nicht zusammengetan und die Boden-Oberschwaben-Bahn (BOB) gegründet, die zwischen Friedrichshafen und Aulendorf höchst erfolgreich verkehrt, gäbe es den einen oder anderen Bahnhof entlang der Strecke schon längst nicht mehr. Und ohne den Einsatz des Interessenverbands Südbahn, dem neben den Städten und Gemeinden auch die Landkreise Alb-Donau, Bodensee, Biberach, Lindau und Ravensburg, die Industrie- und Handelskammern Ulm und Bodensee-Oberschwaben sowie die Regionalverbände Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller angehören, hätte es die vorbereitenden Planungen für die Elektrifizierung der 130 Kilometer langen Strecke nicht gegeben.

Ganz schlecht: In den neuen Tiefbahnhof dürfen keine Dieselloks

Dazu muss man wissen, dass die Südbahn eine der noch ganz wenigen zweigleisigen nicht elektrifizierten Hauptbahnen in Deutschland ist. Diese Strecke erschließt seit 150 Jahren nicht nur die ganze Region Bodensee-Oberschwaben, sondern hat auch als europäische Verkehrsachse mit Verbindungen ins österreichische Vorarlberg und in den ostschweizerischen Raum Bedeutung. Sie sollte auch Zulaufstrecke für die neue Alpentraversale werden, die nach Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels ab 2017 den Schienenverkehr in Richtung Italien wesentlich beschleunigen wird. Das kann man sich in Oberschwaben nun wohl abschminken. Wenn es mit der Südbahn – wie befürchtet – in absehbarer Zeit tatsächlich nicht vorwärts gehen sollte, geriete gar die Erreichbarkeit der Landeshauptstadt vom Bodensee aus per Schiene in Gefahr. Denn in den neuen Tiefbahnhof von Stuttgart 21 dürfen keine Dieselloks einfahren.

Die Nachricht aus Berlin hat freilich nicht nur Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann aufgeschreckt. Auch dessen Parteifreund und Ulmer Gemeinderat Michael Joukov reagiert entsetzt. Ohne die Elektrifizierung der Südbahn drohe auch der Bahnhofsumbau in Ulm auf unbestimmte Zeit verschoben zu werden. Joukov: "Wer setzt schon einen neuen Bahnhof mitten in Regionalstrecken auf dem technischen Stand von vor über 100 Jahren?"

Bahnfahren zwischen Bodensee und Stuttgart: beliebt bei Ausflüglern. Foto: Joachim E. Röttgers
Bahnfahren zwischen Bodensee und Stuttgart: beliebt bei Ausflüglern. Foto: Joachim E. Röttgers

Mit heftiger Kritik kommentiert auch der Verkehrsexperte Klaus-Peter Gussfeld vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Hiobsbotschaft Dobrindts: "Die Bahnpolitik der Bundesregierung steht vor einem Scherbenhaufen. Oberschwaben bleibt für weitere Jahrzehnte benachteiligt", sagt Gussfeld und fügt hinzu: "Als Schall und Rauch erweisen sich alle vollmundigen Versprechungen, Oberschwaben werde von Stuttgart 21 unmittelbar profitieren." Statt attraktive, schnelle und umsteigefreie Verbindungen vom Bodensee über Ulm und die Neubaustrecke nach Stuttgart zu realisieren, würden die Reisenden auch künftig mühsam umsteigen müssen, oder es würden zeitaufwendige Lokwechsel in Ulm erforderlich. Aufgrund des immensen Finanzierungsbedarfs von Stuttgart 21 drohen nach Einschätzung des Kritikers weitere wichtige Projekte wie der viergleisige Ausbau der Rheintalbahn Karlsruhe–Freiburg–Basel, die Realisierung einer Bodensee-S-Bahn und der Ausbau der teilweise noch eingleisigen Gäubahn Horb–Singen auf unbestimmte Zeit verschoben zu werden. Damit schädige Stuttgart 21 zahlreiche Landesteile nachhaltig.

Die CDU-Granden sind immer noch guter Hoffnung

In der ganzen Aufregung um den vorhersehbaren Aufschub der Südbahn-Elektrifizierung reagieren die südwürttembergischen Bundestagsabgeordneten der CDU erstaunlicherweise gelassen. Flott ausgedrückt sei das, was der Landesverkehrsminister Hermann behaupte, dass nämlich der Bund das Südbahnprojekt gefährde, Kokolores. Thomas Bareiß (Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen), Lothar Riebsamen (Bodensee), Andreas Schockenhoff (Ravensburg), Josef Rief (Biberach), Waldemar Westermayer (Ulm) und Heinz Wiese (Ehingen) verbreiten stattdessen in einer gemeinsamen Mitteilung: "Der Bund steht ohne Wenn und Aber zur Südbahn." Allerdings: Erst wenn die Kosten feststünden, könne der Bund die vom Land gewünschte Finanzierungszusage erteilen. Das sei aber vor Abschluss der laufenden Genehmigungsverfahren nicht machbar. Die Südbahn-Elektrifizierung werde zuerst mit den zugesagten Landesmitteln in Höhe von 50 Prozent der Baukosten begonnen. Dafür stünden die von Hermann erwähnten 90 Millionen Euro im Landeshaushalt bereit. Anschließend, so die Argumentation der Abgeordneten, werde mit Geld vom Bund finanziert.

Der Streckenverlauf der Südbahn. Grafik: DB Netze
Der Streckenverlauf der Südbahn. Grafik: DB Netze

Wenn's denn so käme, wäre die ganze Aufregung tatsächlich überflüssig. Indes, die Sache mit den Kosten und ihrer Verteilung auf Bund und Land ist etwas komplizierter als von den CDU-Parlamentariern dargelegt. Sie gehen von 180 Millionen Euro Gesamtkosten aus. Diese Zahl ist jedoch schon ziemlich alt und deshalb überholt. Inzwischen sprechen die Planer von Kosten im Umfang von 226 Millionen Euro. Dass der Bund freilich bereit ist, über seinen bisher vereinbarten Anteil von 90 Millionen Euro hinaus noch einmal knapp 50 Millionen Euro zu zahlen, ist kaum anzunehmen.

Obwohl die Finanzierung von Bundesschienenwegen Sache des Bundes ist, hat sich in Baden-Württemberg (siehe Strecke Wendlingen–Ulm) eine Vorfinanzierungsmentalität eingeschlichen. Ein Umstand, den der Bund gerne für sich nützt, der das Land aber teuer zu stehen kommt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat zwar kürzlich bei der Bereisung des Bodenseekreises bekundet, das Land gebe außer den zugesagten 90 Millionen Euro keinen zusätzlichen Cent. Doch da ist wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen. Als Oberschwabe müsste Kretschmann eigentlich alles tun, damit das Projekt Südbahn endlich auf die Gleise gestellt werden kann. Sozusagen nach dem Motto: Koste es, was es wolle.


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Kommentare

Dafür ist es dem Daimler jetzt gelungen,, 04.09.2014 22:25
erstmals ein Auto mit mehr Einfühlungsvermögen als beim Menschen vorhanden, zu bauen. Gut: in Stuttgart. Nadddiierrrlich.

Solidago, 19.08.2014 22:35
Was heißt hier Schall und Rauch? Die CDU bleibt gelassen, logo, vielleicht wieder ein neuer Trick S21 kozufinanzieren. „Das Land streckt erst mal die Kosten vor...“ und der Bund dann nach, wenn wieder (hätten sie gerne), die Schwarzen dran sind. Dann haben sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Die grüne Verkehrspolitik ausgehungert, den baden-württembergischen Steuerzahler geschröpft und die Südbahn auch noch als ihre Errungenschaft gefeiert. Das ist der Unterschied, die Schwarzen nutzen den kurzen Draht nach Berlin und machen nach wie vor Politik, wie sie es wollen. Respekt vor dem Votum des Volkes ist denen doch schnurz.

Kopfrechnerin, 18.08.2014 22:06
Kopfrechnerin
@ ja, genau Uli,
endlich einer der rechnen kann und räumliches Vorstellungsvermögen besitzt. Nullen sind eben nicht gleich Nullen, wenn bei den Zahlen einmal einst der Zahltag kommt.
Ob das mit Irak und Ebola allerding so einfach ist wage ich zu bezweifeln.

Eisenbahn in Bürgerhand, 18.08.2014 21:54
@leo loewe

auf los leo! Bin dabei! Die Vergabefrist läuft noch bis 31.8. Also dann mal auf die Plätze...

Peter S., 18.08.2014 16:29
Man könnte schadenfroh sagen: Selber schuld wer damals bei dem getürkten VA gegen den Ausstiegt des Landes aus der S21-Finanzierung gestimmt hat und einfältig genug war, den Lügen der CDU+SPD+FDP zu glauben. Es ist ja alles noch viel schlimmer und die heute zugegebenen 6,5 Mrd für das Loch mit Tunneln ist noch lange nicht das Ende. Für mich stellt sich die Frage, wie gross der Schmerz noch sein muss, denn anscheinend ist er noch nicht gross genug. Oder es gibt viele Menschen, denen fast alles egal ist und die sich auch gerne und oft für dumm verkaufen lassen wollen. Mir graut schon vor der nächsten Landesregierung die vermutlich Schwarz/Grün sein wird. Oder Schwarz/Rot. Warum gibt es hier in BW nicht eine Partei welche die Interessen der Bürger vertritt? Vielleicht gilt eben immer noch: Jedes Volk erhält die Regierung die es verdient :-((((((((((((((((

Uli, 16.08.2014 11:25
Für das Schienenrückbauprojekt S21 und die überflüssige Neubaustrecke zusammen werden am Ende sicherlich weit mehr als 10-12.000.000.000 € (Zehn bis Zwölftausend Millionen Euro) verbraten.
Von der Bundespolitik sind wegen diesem, das Gemeinwohl schädigende und von den zuständigen Politikern mit aller Macht vorangetriebenen Projekt ohne nennenswerten Nutzen für die Allgemeinheit/den Schienenverkehr für die versprochene und sinnvolle Südbahnelektrifizierung noch nicht einmal mehr läpische zweistellige Millionensummen übrig! Beziehungsweise um wieviel gehts da beim Bund? Um 20 Millionen? Oder 30 Millionen?

Auch im Vergleich zu der von Steinmeier großspurig angekündigten Hilfe von mikrigen 25 Mio Euro für die verfolgten Menschen im Nordirak stimmt m.E. die Verhältnismäßigkeit nicht (da geht es ja nur um Menschenleben). Gleiches gilt für die Summe von bisher 12 Millionen Euro der EU-Kommission für die Bekämpfung der mittlerweile als International geltenden Ebola-Epidemie (da geht es ja auch nur um Menschenleben).

Nochmal zur Erinnerung, dass unnütze S21 und die Neubaustrecke zusammen verschlingen sicherlich 10-12.000.000.000 € (Zehn bis Zwölftausend Millionen Euro) ohne nennenswerten Nutzen für das Gemeinwohl. Im Gegensatz dazu sind die geschätzten 30 Mio € für die Südbahn anscheinend nicht vorhandenen oder die Summen von 25 oder 12 Millionen Euro für humanitäre Hilfe hierzu im Vergleich geradezu lächerlich. Auch an die durch Steuergelder finanzierte Bankenrettung mit was weiß ich wieviel 100.000 Millionen Euro aufgrund der durch die Banken selbst verursachten Finanzkrise sei hier noch einmal erinnert (Gewinne werden privatisiert und Verluste solidarisiert)!

Bürgerliche Politik (z.B. CDU/CSU, SPD, Grüne, AfD, FDP) kommt Ihrer im Grundgesetz verankerten Pflicht zum Schutz des Allgemeinwohls schon lange nicht mehr nach - im Gegenteil! Und das wirkt sich negativ auf unser aller Leben aus - bis ins kleinste Detail!

Schorsch, 16.08.2014 11:07
@VDA
Bei der 50-Millionen Beteiligung der Schweiz geht es nicht um die Südbahn, sondern um die Elektrifizierung Lindau - Kempten - München.
Aber auch da geht es - soviel ich weiß - seitens der DB wohl nur sehr schleppend voran.

VDA, 16.08.2014 09:02
Meines Wissens haben die Schweizer den Deutschen angeboten sich mit 50 Mill.CHF am Ausbau der Südbahn zu beteiligen,auch damit diese Strecke komplett elektrisch betrieben wird .Die Schweizer sind mit ihrem Teil der Strecke fertig.Die deutsche Seite hat scheints dafür kein Geld aber für S 21 werden Milliarden versenkt.Eben eine richtige "Wirtschaftslokomotive Deutschland".

leo loewe, 15.08.2014 23:19
"Wir gründen die Landesbahn BW AG ..."

Die Deutsche Bahn AG ist inzwischen zu einem 100% interessengetriebenen Unternehmen des Bundes mutiert. Und darum agiert dieses Infrastruktur- und Logistik-Unternehmen in harmonischem Zusammenspiel mit dem Bundesverkehrsministerium mit recht überraschenden politischen Weichenstellungen, die wohl auch jeweils von der Farbe der amtierenden Bundesregierung abhängen?

Vielleicht sollte das Land Baden-Württemberg adhoc eine 100%-landeseigene Bahngesellschaft gründen, ohne Beteiligung der DBregio AG! -- Und dann eigene Züge bzw. vom Land direkt beauftragte private Bahnen auf unseren badischen und württembergischen Schienentrassen fahren lassen.

Außerdem müsste das Land schleunigst das Bundeseigentum "Schiene" als Landeseigentum umwidmen und dann künftig von der Bahn AG für deren Fernreisezüge und Güterzüge entsprechend hohe Trassennutzungsentgelte verlangen! -- Das wäre nicht nur ein echter Knüller sondern auch auf jeden Fall einen Versuch wert ...

"OBEN bleiben!" (in Stuttgart und im Oberland) ...

leo loewe

dichtbert, 15.08.2014 21:34
@Schwarzwaelder, 14.08.2014 09:03 - haben Sie sich überhaupt mal mit der Deutschen Bahn AG ernsthaft auseinandergesetzt? Sollten Sie mal schleunigst tun und sich vielleicht die Frage stellen, wie man sich als Unternehmen mit einer maroden Infrastrukur (etwa 30 Mrd fehlen alleine für Brückensanierungen usw.) so einen Luxus wie das Quatschprojekt Stuttgart 21 leisten kann? Ich meine das sind doch die eigentlich interessanten Fragen, die zu stellen sind.

Andreas Kremer, 15.08.2014 12:26
@wolle Sie sehen das falsch.
Die CDU möchte nur sicher sein, dass der Regierungswechsel funktioniert. Deshalb werden die Projekte in BW auch vom Bund aus torpediert. Danach wird es sicher schnell gehen. So wird Politik gemacht.

Ulrich Frank, 14.08.2014 16:28
@Schwarzwaelder, 14.08.2014 09:03 & wolle, 14.08.2014 11:43

Sie stellen Fragen über Fragen, von denen Sie durchaus auch einige selber beantworten könnten - z.B. anhand der gängigen Finanzierungspraxis. Und der Tatsache, daß sich Ehrenmänner (oder ehrwürdige Kaufleute) - könnte man meinen - an ihrem WORT messen lassen müßten. Wenn also der Ausbau z.B. der Südbahn - oder die Renovierung von Bahnhöfen - zugesagt wird z.B. von Seiten des höchstrangigen Vertreters der Bahn AG könnte man mehr erwarten in Form einer Antwort als provozierendes Ausweichen von Ihrer Seite - mehr als eine Argumentation die nicht an der SACHE interessiert ist sondern vor allem daran, Herr wolle, pauschal z.B. einen mißliebigen Verkehrsminister als Vertreter einer generell mißliebigen Regierung anzuschwärzen.

Herr Pofalla telefonierte nicht - erfolgreich - im Interesse des Südbahn-Ausbaus, er telefonierte dafür, 2 Milliarden mehr für ein Projekt herauszuschlagen welches "so heute nicht mehr gebaut würde" und welches ein ehemaliger Bahnchef bereits wegen Unrentabilität eingestellt hatte.

Ihre, Schwarzwaelders und wolles Argumente kommen auf eine merkwürdige Weise zugleich altfränkisch und verschlagen daher im Plädieren und Beharren auf "Zuständigkeiten". Die Bahn AG hat mehr Spielraum und mehr politische Lobby-Gewalt als Sie beide zugeben. Im Kleinen wie im Großen. Man kann eine Weiche reparieren lassen. Dann bezahlt man selber. Man kann sie völlig kaputtgehen lassen. Dann zahlt der Bund - der SPIEGEL berichtete. Man kann die Infrastruktur verlottern (und Schutzweichen herausreißen) lassen bei der Bahn AG - und mit 30 Milliarden EUR Sanierungsrückstau fast schon prahlend hausieren gehen wie das nur Manager können. Usw.

Tun wir also bitte nicht so altmodisch, mit "Zuständigkeiten", zum Zwecke der Provokation! Das gehörige Quantum eingerissene Korruption hätte nützlicher verwendet werden können.

Aber wie sagte schon Herr Grube. "Bei der Bahn gibt es nichts Gewisses" - das scheint vor allem für seine eigenen Worte zu gelten.

CharlotteRath, 14.08.2014 13:22
@Wolle
Ach, soll's Ländle etwa wieder verfassungswidrige Köder auslegen, damit die "schwarze Mischfinanzierung" klappt?

wolle, 14.08.2014 11:43
Wir haben eine Landesregierung mit einem "Verkehrsminister" der die Bahn als Feind sieht. Warum sollte die Bahn sich für dieses Land engagieren? Was hat unser VM getan um die Südbahn zu elektrisieren. Wie hoch war sein Engagement? Nach über drei Jahren Regierung noch kein Projekt gestemmt. Nullkommanix. 100% der Kapa werden dafür eingesetzt die Vorgängerregierung zu belasten. U-Ausschuss 1-x...
Und beim nächsten Regierungswechsel kann es keine Ausschüsse geben, weil fünf Jahre schlicht nichts geschafft wurde. Man sitzt im Präsidium und fragt sich: wie komme ich an Berliner Geld? Wie haben es die schwarzen Säcke geschafft, do viele Projekte ins Ländle zu holen? Warum schaff ich nicht mal ein paar km Stromleitungen zu ziehen?
Wer hat eine Idee?

Schwarzwaelder, 14.08.2014 09:03
Jaja, Stuttgart 21 kannibalisiert die Südbahn, Basel-Karlsruhe, Gäubahn, usw. usf. Wie im Artikel ja unmissverständlich dargestellt wird, steht der Landesanteil und der Bund will (noch) nicht zahlen. Wie groß ist noch gleich der Anteil des Bundes an Stuttgart 21?

Und die Bahn und der Grube, die haben ja versprochen, die Südbahn zu elektrifizieren! Wie steht im Artikel? "Obwohl die Finanzierung von Bundesschienenwegen Sache des Bundes ist, [...]". Komisch, von "die Bahn ist für die Finanzierung des Ausbaus der Schienenwege verantwortlich" kann ich irgendwie nichts lesen...?

Und wie war das noch gleich? Eigentlich verdient sich die Bahn an Stuttgart21 dumm und dämlich, auf Kosten von Stuttgart und Land? Ja wie zum Geier soll Stuttgart21 dann Projekte gefährden, mit deren Finanzierung weder Stadt noch Land zu tun haben?!

Ulrich Frank, 13.08.2014 17:49
@walter steiger, 13.08.2014 08:52 - Und mit welcher Verve er sich artikuliert und gestikuliert, der ehrliche hanseatische Kaufmann Grube! Dann muß ja auch alles so sein und jeder, der ein "Aber" äußern könnte, gehört vor die Tür gestellt als Fortschritts- und Wohltatsverhinderer!! Wir haben den Macher vor uns der Verheißungen wahr macht!

Jedes Wort ein punktgenauer Hammer! Rüdiger Grube, Einlöser historischer Versprechen, der Ökologe, der Gegendiesler! Wieviel 100te oder tausende von Tonnen an Abgasen bei den Bauarbeiten - oder durch die Trassenführung - freigesetzt werden, davon schweigt er. Es wird ja auch nur geklatscht, und nicht gefragt. Emissionen "unter Kontrolle" - vor allem die, die man nicht sieht und deshalb erst recht nicht zu kontrollieren braucht.

Vielen Dank für den youtube-Videobeweis. Fakt ist, wir haben vor allem einen Kommunikator an der Spitze der Bahn AG. Einen Politiker, der nach außen viel verspricht und - neuerdings - nach innen - den Aufsichtsrat zum Schweigen vergattert, und die Versetzung einer unbequemen Führungskraft zumindest duldet (worüber man gern mehr wüßte). Der den Spagat zwischen Profiterwartungen und "was-unterm-Strich-rauskommt" Excel einerseits und realistischem nachhaltigem Bahnbetrieb in Deutschland nur unsicher beherrscht, großer für sich reklamierter "Managementkapazität" zum Trotz.

Und solche Leute - Verkäufer - sind nicht nur an der an der obersten Spitze der Bahn AG. Von Herrn Kefer war, wenn ich mich richtig erinnere, ähnliches zu hören: alles lange Geplante wird realisiert, das DB-AG Eisenbahn-Himmelreich kommt, Stuttgart 21 zieht von nichts Mittel ab. Wie dies heute aussieht kümmert die Bahn AG-Vorstände nicht. Was geht uns unser Geschwätz von gestern an. Mit demselben ist man einen Schritt weitergekommen beim großen, von den "Volksparteien" mit ihren unbedarften Großsprechern wie SPD-Rivoir usw. usw. geduldeten Betrug.

Markus Hitter, 13.08.2014 09:40
Mir erweckt sich so langsam der Eindruck, dass man auf dem besten Weg zurück ins 19. Jahrhundert ist, als die Bahnen noch den einzelnen Ländern und Herzogtümern gehörten. Bei den Fahrkarten, Betriebern und Fahrzeugen hat man ohnehin schon einen bunten Mix aus allen möglichen Tarifzonengebieten, da liegt es nicht mehr all zu fern, die Sache komplett zu übernehmen. Würden Land und Kommunen auch noch Strecken und Bahnhöfe übernehmen, würden zig Millionen Zuschüsse nicht im Bundeshaushalt versickern, sondern Einnahmen generieren bzw. Ausgaben für Trassengebühren vermeiden. Dank moderner Informationstechnologien ist man ja heutzutage in der Lage, trotz der rechtlichen Unterteilungen ein gut nutzbares Gesamtangebot zu stellen.

walter steiger, 13.08.2014 08:52
Die Südbahnlüge des Dr. Grube (unter Anwesenheit der Herren Rivoir, Schmiedel, Hauk, Kulitz, Bauer, Heimerl, Gönner; Ulm/Do., Bahnpavillon, 23.11.2011)

Kurzfassung: http://youtu.be/Y-z9gCwYUwY
Langfassung: https://www.youtube.com/watch?v=84aKBQKeF9g

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Mein Herz geht auf. Hier wird nicht nur über die Vergangenheit oder Gegenwart gschimpft. Nein, es wird tatsächlich über die Zukunft nachgedacht! Und ich bin vollkommen bei Frau Rath :-) Was soll ein Fussgängerstegle? Wir haben...

Ausgabe 312 / Afrika kommt / leo loewe, 24.03.2017 00:24
"Die künftige Entwicklung gestalten!" Wir sollten versuchen, die globale Entwicklung weiterhin aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass sich die Welt um uns herum rasch verändert und dass es dabei um so mehr auf...

Ausgabe 312 / Das große Fressen / HippiE, 23.03.2017 23:50
@tauss: Dieser gelungene Beitrag handelt nicht von Kompensation, sondern von haarsträubender Ungleichheit und niederschmetternder Selbstbezogenheit und Gleichgültigkeit. Er nervt daher nicht, sondern macht betroffen und fassungslos.

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Horst Ruch, 23.03.2017 22:12
....a propos "Stegle". Das ist es gerade was W.Backes angesprochen hat: Think big. Stirling hatte nicht umsonst die Planung für die Erschließung der Staatsgalerie und Musikhochschule auf einer höheren Ebene angeordnet, somit die (Teil)...

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Schwabe, 23.03.2017 17:35
Auch von mir vielen Dank an den Autor und an Kontext (E.M., 22.03.2017 01:27 hat das wunderbar formuliert). Dennoch, um das erfolgreich anzupacken bzw. umzusetzen was Fabian Scheidler so treffend wie beängstigend und unmissverständlich...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / CharlotteRath, 23.03.2017 14:51
Fußgängerstegle ... eine echt schwäbische Lösung. München hat sich einen Park gegönnt, um zwei voneinander getrennte Stadtteile über eine große Straße hinweg zusmmenzuführen: https://de.wikipedia.org/wiki/Petuelpark Mit...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Bruno Neidhart, 23.03.2017 09:51
Selbstverständlich bräuchte Stuttgart in dieser Kulturecke einen Fußgängersteg. Möglichst als breite Grünbrücke. Dies hat weder mit Sozialwohnungen, noch mit Kitas zu tun. Es ist eine andere, ebenso stadtbildende Ebene.

Ausgabe 312 / Afrika kommt / Dr. Diethelm Gscheidle, 23.03.2017 09:24
Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich ist es äußerst wichtig, Entwicklungshilfe zu betreiben - und das geht natürlich jeden Einzelnen von uns an. Als bekennender und praktizierender Katholik ist mir die Entwicklungshilfe...

Ausgabe 66 / Gnadenlose Bank / Gerald Wiegner, 22.03.2017 22:45
Das ist eine traurige, aber wahre Geschichte. Ich habe mit Herrn Nusser telefoniert und möchte noch folgende Ergänzung machen. Herr Nusser war ein langjähriges Genossenschaftsmitglied. Genossenschaften sind gesetzlich verpflichtet...

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