KONTEXT Extra:
Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


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S 21 macht viel Dreck. Fotos: Joachim E. Röttgers

S 21 macht viel Dreck. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 252
Politik

Klimakiller Tiefbahnhof

Von Jürgen Lessat
Datum: 27.01.2016
Stuttgart 21 ist ein ökologisches Projekt, behauptet die Deutsche Bahn seit jeher. Tatsächlich beschleunigt das Baggern, Bohren und Betonieren den globalen Klimawandel: Allein beim Bau von Tiefbahnhof und Tunnelstrecken entweichen rund 1,6 Millionen Tonnen Treibhausgase.

"Dieser Bahnhof ist ein Beweis dafür, dass nachhaltige Bauweise und modernste Ausstattung Hand in Hand gehen können. Das ist ein Modell für die Zukunft!", lobte Bahnchef Rüdiger Grube zur Eröffnung im Juni 2014. Grube muss wissen, wovon er spricht: als "Chief Sustainability Officer", kurz CSO, verantwortet er auch das Thema Nachhaltigkeit im Konzern. Grube sprach von der Haltestation Kerpen-Horrem, westlich von Köln, wo Regionalzüge und S-Bahnen halten. 

Grün darf sich der 4,3 Millionen Euro teure Bahnhofsneubau nennen, weil er klimaneutral ist. Solarpanels liefern Strom, Geothermie heizt und kühlt. Öko ist auch die Architektur. Tragende Teile sind aus Holz, die Schieferfassade stammt vom nahen Steinbruch. Große Glasflächen lassen Tageslicht einfallen, bei Dunkelheit leuchten effiziente LEDs. Gespart wird auch auf dem Klo: Regenwasser spült die Toiletten.

Frischer Beton für die Bahnhofsbaustelle.
Frischer Beton für die Bahnhofsbaustelle.

Nimmt man Grube beim Wort, dann begeht der Staatskonzern drei Zugstunden weiter südlich gerade einen unverzeihlichen Sündenfall. Beim Bau von Stuttgart 21. Denn der neue Tiefbahnhof erfüllt kaum ein Kriterium für nachhaltiges Bauen. Schlimmer noch: Stuttgart 21 ist ein respektabler Klimakiller. Nach Kontext-Berechnungen entweichen allein in der Bauphase der Superstation rund 1,6 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre. Das ist mehr als die Hälfte dessen, was Industrie, Handel, Verkehr und private Haushalte in Stuttgart in einem Jahr an klimaschädlichen Gasen emittieren.

Das "neue Herz Europas" schlägt rabenschwarz

Auch auf die gesamte Nutzungsdauer betrachtet, schlägt das "neue Herz Europas" nicht grün, sondern eher rabenschwarz. Der Tiefbahnhof wird den Klimawandel mehr befeuern, als ihn durch Verkehrsverlagerung auf die umweltfreundliche Bahn abbremsen. Die Berechnungen basieren auf einer Studie des Öko-Instituts zu Treibhausemissionen der Schieneninfrastruktur sowie öffentlich zugänglichen S-21-Daten.

Schuld an der miesen Klimabilanz ist ein Konstruktionsfehler: Die künftige Durchgangsstation und ihre 60 Kilometer langen Zulauftrassen werden weitgehend unter die Erde verlegt. Dafür müssen 20 Millionen Tonnen Gesteins- und Erdmassen bewegt werden. Dies schlägt schon mit rund 300 000 Tonnen Treibhausgasen zu Buche. Das jahrelange Bohren und Baggern im Stuttgarter Untergrund, der Abtransport des Abraums auf Lkws und Zügen in Hunderte Kilometer entfernte Steinbrüche, all das frisst enorme Mengen an Energie.

Der Roh- und Ausbau von Tunnel und Tiefbahnhöfen verschlingt ebenfalls Unmengen an Ressourcen. So braucht es allein für die riesige Bahnsteighalle, die Tunnelgewölbe am Nord- und Südkopf sowie die Dükerbauwerke rund 300 000 Kubikmeter Transportbeton. Das ist mehr als sechs Mal so viel, wie im Mercedes-Benz-Museum verbaut wurde. Allein in die innerstädtischen Baustellen, zu denen neben dem Bahnhofstrog die nördlichen Eisenbahntunnel nach Feuerbach und Bad Cannstatt zählen, fließen fast eine Million Kubikmeter Beton.

Dabei ist Beton alles andere als ökologisch, auch wenn Hersteller dies gern behaupten. Zum Anmischen braucht es Zement, dessen Herstellung viel klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) freisetzt. Ein Teil entweicht dabei auf natürliche Art beim Entsäuern des Zementrohstoffs Kalkstein, die andere Hälfte beim energieintensiven Mahlen und Brennen des Zementklinkers. Im Schnitt setzt ein Kubikmeter Beton so 324 Kilogramm Treibhausgase frei. Die Betonierung der neuen Bahnsteighalle und der Zulauftunnel im Norden Stuttgarts belastet das Klima mit rund 324 000 Tonnen Schadgasen.

Beton und Stahl sind echte Dreckschleudern

Daneben fällt auf den Baustellen auch Stahl in ökologischer Hinsicht ins Gewicht. In Tunnelwänden und Gebäudedecken, in den Kelchstützen der Bahnsteighalle, in den Betonschwellen der Gleistrassen, überall bedarf es stählernen Armierungen. Riesige Mengen Stahl werden auch für die 18 Brücken benötigt, die für Stuttgart 21 erstellt werden.

Beispiel Neckarbrücke, mit 345 Metern die zweitlängste Talbrücke des Projekts: In die markante Stahlsegelbrücke, entworfen vom Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich, Begermann und Partner (shp), werden neben 13 000 Kubikmeter Beton rund 7300 Tonnen Beton- und Baustahl verbaut. Das hat seinen Klimapreis, weil Eisenerzgewinnung und Stahlwerke viel Energie verschlingen: Pro Kilogramm Baustahl entweichen zwei Kilogramm CO2, bei Armierungsstahl sind es etwa 1,5 Kilogramm. Die Klimabilanz der Neckarbrücke liegt bei 16 000 Tonnen Treibhausgasen.

Betonmischanlage für Stuttgart 21 auf dem Abstellbahnhof der Firma Godel.
Betonmischanlage für Stuttgart 21 auf dem Abstellbahnhof der Firma Godel.

Nicht nur der Bau, auch der Betrieb und die Instandhaltung von Stuttgart 21 sind klimarelevant. Mehr als es beim oberirdischen Kopfbahnhof der Fall ist. Zwar betont die Bahn auf Kontext-Anfrage, dass beim Tiefbahnhof weder für die natürliche Klimatisierung, noch für Beleuchtung oder Belüftung CO2-Verbräuche anfallen. Dass die Züge im weit verzweigten Tunnelsystem wegen höherer Luftwiderstände deutlich mehr Traktionsenergie verbrauchen, verschweigt sie dagegen.

Auch das Trassenprofil des neuen Bahnknotens lässt die Stromzähler schneller rotieren: Vom Tiefbahnhof zum Flughafen müssen die Züge aus dem Stand energiezehrend steil bergauf beschleunigen. Ein Höhenunterschied von 155 Meter ist zu überwinden. Die Energierückgewinnung moderner Lokomotiven bei gebremster Talfahrt gleicht diesen Kraftakt längst nicht aus.

Während der Schlichtung im Herbst 2010 spielte die Klimabilanz nur eine Nebenrolle. Kritisch hinterfragen konnten die Projektgegner diesen Aspekt ohnehin kaum, denn die Bahn behielt alle Daten mit Hinweis auf anstehende Vergabeverfahren unter Verschluss. Entscheidend für ein sachgerechtes Urteil ist jedoch die Gesamtökobilanz des Projekts. Der "ökologische Rucksack" wurde nie berechnet, wie die Bahn offen zugab. Auch weil die konkrete Bilanzierung von Energieverbräuchen und CO2-Emissionen nicht Teil der Planfeststellungsverfahren war. Die Umweltverträglichkeit wurde nur auf lokale Effekte geprüft. Bis heute hat sich im Baurecht daran nichts geändert.

Schneller nach Bratislava – und schon gibt's weniger Autoverkehr

Während der Schlichtung erwähnte die Bahn als "maßgeblichen Punkt" in der Klimabilanz von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm die Verkehrsverlagerung von der Straße und vom Flugzeug auf den Schienenverkehr. Aus ihr resultiere eine "jährliche CO2-Minderung gegenüber dem jetzigen Stand von knapp 170 000 Tonnen". Auf aktuelle Nachfrage bestätigt die Bahn die Zahl, was den ökologischen Rucksack des Projekts in weniger als acht Jahren neutralisieren würde. "Die infolge des Bahnprojekts ermöglichten steigenden Angebote im öffentlichen Verkehr werden den motorisierten Individualverkehr reduzieren und so CO2-Emissionen verringern", betont ein Bahnsprecher. 

Doch das ist Zahlentrickserei. Die CO2-Reduktion von angeblich 170 000 Tonnen stammt aus einem Gutachten der Universität Karlsruhe vom März 2009, erstellt im Auftrag der damaligen CDU-Landesregierung. Die Autoren um den Wirtschaftswissenschaftler Werner Rothengatter hatten darin die CO2-Vermeidungseffekte der Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm einfach dem Projekt Stuttgart 21 zugerechnet. Die Effekte sind jedoch zu trennen, weil die Schnellfahrstrecke auch mit bestehendem Kopfbahnhof realisierbar gewesen wäre. Korrekt berechnet, spart Stuttgart 21 weit weniger CO2, nämlich rund 78 000 Tonnen jährlich.

Aber selbst diese Zahl schönt die Klimaeffekte von Stuttgart 21. Denn Rothengatter verwendete veraltete Datenquellen und ließ entscheidende Einflussgrößen außen vor. Etwa den technologischen Fortschritt, der Motoren effizienter macht. Rothengatter rechnete mit einer mittleren CO2-Emission von 200 Gramm je Pkw-Kilometer im Fernverkehr und 235 Gramm im Nahverkehr. Bis zum Jahr 2021, in dem Stuttgart 21 in Betrieb gehen soll, müssen Autohersteller den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte auf 95 Gramm pro Kilometer drosseln. Je weniger fossilen Sprit die Autos der Zukunft schlucken, je weniger Klimagase die Motoren ausstoßen, desto geringer fällt der Klima-Benefit von Stuttgart 21 aus.

Das Gutachten ignorierte auch den Verlagerungseffekt hin zum Flugzeug. "Der Flughafen Stuttgart unterstützt das Projekt mit insgesamt 359 Millionen Euro, weil wir uns von Stuttgart 21 bis zu 1,5 Millionen neue Passagiere versprechen", hofft Flughafen-Geschäftsführer Walter Schoefer bis heute auf den S-21-Projektseiten im Internet. Was das für das Klima bedeutet, lässt sich am Umwelt-Mobil-Check der Bahn ablesen: Von Stuttgart bis München verursacht ein Reisender 10,9 Kilogramm CO2 mit der Bahn, 36 Kilogramm mit dem Auto, 51,5 Kilogramm mit dem Flugzeug.

Zudem konnte Rothengatter nicht vorhersehen, dass ein neues Verkehrsmittel die Ökobilanz des Milliardenprojekts beeinträchtigt. Seit Anfang 2013 konkurriert der Fernbus mit der Bahn, und das mit wachsendem Erfolg: Im vergangenen Jahr transportierten Fernbusse erstmals rund 20 Millionen Menschen. Laut Bundesverkehrsministerium sind dabei 30 bis 40 Prozent von der Bahn umgestiegen. Stuttgart 21 könnte also weit weniger Menschen als versprochen dazu bewegen, mit dem Zug nach Ulm, München oder gar bis Bratislava zu fahren.


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Kommentare

Müller, 03.02.2016 09:09
@blender
Vor dem Volksentscheid haben die Gegner die Medien mit einer Präsentation überschwemmt: das kam sogar im SWR zur besten Sendezeit!

https://m.youtube.com › WerZahltS21

Einfach nochmal anschauen. Hier werden Sie gut informiert.

Das Ergebnis: S21 kostet die Bahn kein Geld. Die Bahn verdient durch S21.
Also werden durch S21 die Tickets billiger.
Interessantes Video, oder?

Aber ich muss zugeben, dass ich in diesem Fall eher Ihrer Argumentation folgen kann. Ich bin zwar kein Betriebswirt, aber ich glaube auch hier eher den offiziellen Zahlen als den Gegnern.
Ja S21 kostet die Bahn viel Geld.
Hier liegen die Vorteile klar bei K21. Und durch die Komplexität treten auch finanzielle Risiken ein.
Wobei auch kleinr öffentliche Prohekte, wie der Theaterumbau, selten im Kostenrahmen bleiben.

Ich wünsche eine schöne Restwoche!

Blender, 02.02.2016 13:59
@Müller, 01.02.2016 19:06
@..keine Kontakte zu S21

Ich gebe zu, ich profitiere vom S21-Stopp, durch preiswertere Bahntickets und eine geringere Steuerlast. Zumindest die Kostenentwicklung ist jetzt schon nicht mehr planmäßig, da widerspreche ich Ihnen ein weiteres Mal. ... und wenn die gleichen Leute die Statik ausgerechnet haben (z.B.: Bodenplatte oder Kelchsäulen) wird mir himmelangst.

Müller, 01.02.2016 19:06
@blender
Schon seltsam, dass jeder der mal einen Kommentar schreibt der nicht die Weltuntergangsmeinung widerspiegelt ein Lohnschreiber ist.
Sie dürfen nicht vergessen, dass fast 60% pro S21 sind.
Nein. Ich habe keine Kontakte zu S21 und verdiene nicht daran.
Aber ich kann einfach nicht der Logik folgen, dass alles was jemals auf dem Planeten schiefgelaufen ist ein Argument gegen S21 liefert.
Es gibt tausende Projekte die einfach glatt laufen. Darüber schreibt aber keiner. Es wird nicht gelesen, dass auf der Alb alles nach Plan läuft. Trotz den schlimmen Prognosen vom Lastwagen.
Und in Stuttgart läuft bisher auch alles prima.
Über 12km Tunnelvortrieb ohne irgendein nennenswertes Problem. Und das in ca. einem Jahr.

Und da die Gegner ja mal mit reinem Herzen für Stuttgart auf die Straße gingen, werden sich montags hoffentlich auch alle freuen, dass alles super läuft, oder?

Aber irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass manche es ärgert wenn alles gut läuft.

Frage an Sie: vom Protest profitiert? Ein Pöstchen im Rathaus oder vielleicht Webmaster bei den Parkschützern?

Blender, 01.02.2016 11:54
@Müller, 28.01.2016 07:08
@Ich glaube manche sind schlicht wegen der Komplexität dagegen.

Ja Herr Müller, was ist dagegen einzuwenden, wegen der Komplesität dagegen zu sein? Man sollte meinen, dass der Bau eines Flughafens in Anbetracht so vieler funktionierender Flughäfen zu Meistern sein sollte:
Nicht so in Berlin (Brandschutz, Insolvenzen).
Man sollte meinen dass der Bau einer Philharmonie zu meistern sein sollte:
Nicht so in Hamburg (Streit mit Hoch-Tief).
Man sollte meinen dass der Bau einer U-Bahn zu Meistern sein sollte:
Nicht so in Köln (Einsturz des Stadtarchivs, Kontakt zum Fundament des Doms).
Man sollte meinen dass der Bau eines Flugzeugs zu meistern sein sollte:
Nicht so beim A380 (Kabelkanal), Euro Hawk Drohne (keine Zulassung),
Und jetzt sollen wir Nettozahler (über Steuern, Bahntickets, etc.) den Stuttgarter Planern einfach nur vertrauen, dass ausgerechnet bei einem Projekt für das es keine Blaupause gibt (z.B. Kelchstützen) alles glatt läuft. Ich frage Sie, Herr Müller, WARUM? Aber, so intensiv wie sie sich morgens kurz nach 7 schon um Kommentare kümmern, vermute ich, dass Sie vielleicht persönlich an S21 was verdienen. Darf ich fragen, woher kommen ihre tiefen Einsichten in S21, was machen Sie beruflich?

Horst Ruch, 31.01.2016 11:26
Ah ha...@ Müller...ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, daß auch Sie bei Lessats Thema Feinstaub durch S21 auf Dr Engelhardt mit den von ihm berechneten Personenströmen ausgewichen sind. Hat das mit Feinstaub zu tun?
Der beste Beweis, wie undurchsichtig das Gestrüpp aus Dichtung und Wahrheit S21 zumindest für die Stuttgarter Bevölkerung ist.
Die 20 000 Löffelkratzerarbeitskräfte von Frederike Groß waren doch nur das Symbol für die Desinformation der Werbung. Einerseits die 20 000 für Ökonomie, die Kratzer für Ökologie.

Müller, 28.01.2016 07:08
@Hr Ruch
Volksabstimmung, Kretschmann, Künstler, Wendehälse, Ex-OBs und Ehrenprofessoren, Löffelkratzerarbeitskräfte, Karikaturen von Frederike Groß, das bestgeplante Projekt Europas"....
Sorry, ich verstehe überhaupt nicht was Sie mir mitteilen möchten.
Im Artikel und in meinem Kommentar geht es um S21 und Umweltschutz.
Das ist übrigens eine Schwäche nahezu aller Gegner.
Es gibt bei einem großen Infrastrukturprojekt tausende Pros und Contras.
Es ist meist unmöglich, mit einem Gegner über einen einzelnen Punkt zu diskutieren.
Wenn ich nicht in der Lage bin einzelne Punkte isoliert zu betrachten, wie soll ich dann das Große und Ganze bewerten können.
Ich glaube manche sind schlicht wegen der Komplexität dagegen.
Nach dem Motto: "Was ich nicht verstehe ist doof!:

D. Hartmann, 27.01.2016 19:12
@ Ande Leucht:
"Zur Zeit des römischen Reiches waren die Alpen bekanntermaßen eisfrei."
Echt!? Jetzt wird's richtig spannend!
Wie kam dann der Ötzi wieder ins Eis, nachdem er zur Römerzeit schon ca. 3000 Jahre tot aber bereits aufgetaut war?

Erklärung:
Vor lannger, langer (Römer-) Zeit, als das Eis in den Alpen schmolz, fanden die Römer den Ötzi auf dem Gletscher und trugen ihn ins Tal. Sie legten ihn in Formalin ein (Römertopf?) und bauten ein schönes Museum drumherum. Das, erzählt man sich, sollen auch hunderttausende Römer auf ihrem Weg über die (eisfreien) Alpen besucht haben.
Als das Eis dann wiederkam und Römer verschwanden, haben sich die Tiroler gesagt: "Jetzt ist die Zeit gekommen, den Ötzi auf den neuen Gletscher zurückzubringen und wieder in sein kaltes Grab Eis einzubetten, damit auch unsere Nachfahren ihn finden und in Bozen ausstellen können". Gesagt getan.
Ja, solche Schlawiner sind es, diese Tiroler.

Ande Leucht, 27.01.2016 14:26
Schwachsinn den Klimawandel mit S 21 in Verbindung zu bringen. Klimawandel hat es immer gegeben. Zur Zeit des römischen Reiches waren die Alpen bekanntermaßen eisfrei. Die Auswirkungen der CO2-Freisetzung auf das Weltklima sind reine Spekulation. CO2 ist für sich genommen kein Gift sondern eine unabdingbare Vorraussetzung für das Funktionieren der Photosynthese, aufgrund derer wir alle letztich überhaupt existieren können. Allerdings wird CO2 von Politik und Industrie inzwischen gerne benutzt um von wirklichen Luftschadstoffen, wie z.B. Schwefelverbindungen, abzulenken.

Horst Ruch, 27.01.2016 13:51
...oh,je, @ Müller, wenn das Dr.E. erführe, was wäre dann? Dann hätte man doch endlich eine diskutierbare Ausgangslösung zu beurteilen. Wer hat wen belogen. Kretschmann als noch MP wäre genötigt, die ehrenwerte kollegiale Professur an Dr. Schuster- verliehen im Rausch seines Erfolges als Wendehals-MP postwendend zurückzufordern. Peinlich. Denn es war zunächst ExOB Schuster mit seinen Schwärmereien für das ökologischste Projekt aller Zeiten, natürlich wo? Mitten im Herzen Europas, besser noch der Mittelpunkt der Welt, regiert eben von dem oben genannten. Logisch, daß die Bahn solche Schmeicheleien als Werbekonzept dankbar übernommen hat, und die Konzeption S21 erst nach der mißglückten "VA" mit den intensiven Planungen weiterverfolgt hat. Mit diesem Placed war endlich die freie Fahrt Ins Ungewisse ohne jegliche Beschränkung und Kostenlimit möglich. Wie wir alle, -außer den politischen Akteuren- wissen, hätte das Quorum erfüllt sein müssen, um Rechtskräftig Bestand zu haben. Aber auch bis heute Dementi über Dementi. Wo die Milliarden sprudeln für was" Ökologisches" war GRÜNROT geblendet, hat sich verzaubern lassen, offensichtlich von der Werbung die uns weismachen wollte "das bestgeplante Projekt Europas". Auch gilt: die Mehrheit zählt, da zählen auch die Zahlen. Bei soviel Milliarden für was "Ökologisches", da ist ihre Welt doch in Ordnung. Nun, Ironie beiseite, der ganze Artikel von Lessat zeigt doch im Grunde nur ein Pünktchen aus dem Konvolut S21 aus.
Auch hier wurde -höflich ausgesagt: gemogelt,- verständlicher gesagt gelogen, oder wie kürzlich auf der Montagsdemo vorgetragen, es waren Lügen"Künstler" am Werk.
Echte Künstler gab's allerdings auch, die sich satirisch mit den S21-Münchhausensymptom auseinandergesetzt hatten:
Man denke nur zurück an die Zeit als die Stuttgarter Zeitung noch die herrlichen Karikaturen von Frederike Groß zeigen durfte. Zum heutigen Thema: wer kennt sie nicht,
die Zeichnung mit den 20 000 -von ExOB Schuster prognostizierten- Löffelkratzerarbeitskräften für die Tunnelarbeiten wo F. Groß Ökonomie und Ökologie unter einen Hut gebracht hat. Wahrlich eine Weissagung.
Überschneidungen von Dichtung und Wahrheit sind leider erst ab der übernächsten Generation durch Chronisten -sofern das Geld bis dahin noch nicht ausgegangen ist- erklärbar.
"Kunst" darf eben Alles. Auch den Pakt zum Lügen bilden.

Blender, 27.01.2016 09:03
Was auch nicht berücksichtigt wurde ist die Feinstaubbelastung durch S21. Baumaschinen benötigen ja bekanntlich keine "Grüne Plakette" um nach Stuttgart einfahren zu dürfen, und sind deshalb regelrechte Dreckschleudern.
Herr OB Kuhn und Herr Landesminister für Verkehr und Infrastruktur Winfried Hermann (beide B90/Grüne), wie wäre es mit einem S21 Baustopp bei Feinstaubalarm, der Stuttgarter zuliebe..., das würde mehr bringen als die paar offenen Kamine die in den Wohnzimmern stillzulegen.

Müller, 27.01.2016 07:17
Hihi, in den letzten Ausgaben wird gejammert, dass die Normverbräuche der PKWs nicht plausibel sind.
Aber für tendenziöse Berechnungen werden sie gerne benutzt.
Mit diesen und anderen wilden mathematischen Konstrukten wird herbeigerechnet was wir alle schon lange wussten:
S21 ist schuld am Klimawandel!

Aber da hechelt der Autor dem Trend hinterher:
Die Feinstaubbelastung ist auf allen Kanälen die Nummer1.
Es gibt sogar Leute, die sich selbst Messstationen zusammenlöten.

Und für all diejenigen, die sich wirklich um das Städtle sorgen kommt jetzt die gute Nachricht:
S21 reduziert den Feinstaub in Stuggi:

https://www.pro-rheintal.de/bahnlaerm_weitere-umweltthemen_feinstaubbelastung.html

Wer für S21 ist gestimmt hat dem liegt auch die Gesundheit der Stuttgarter am Herzen.


Aber auch sonst findet man tolle Thesen im Artikel:
Am Ende wird tatsächlich die Theorie aufgestellt, dass die Bahn in Zukunft weniger Fahrgäste transportiert.
Oh mein Gott.. Wenn das Dr. E erfährt. Das bedeutet ja im Umkehrschluss, dass S21 vollkommen überdimensioniert ist.
Also brauchen wir die Kapazitätslügensau zukünftig nicht mehr durchs Kontextdorf jagen, oder?

Außerdem: Hätte (hätte Fahrradkette) man sich für K21 entschieden, würde man z.B. bei der Anbindung an die NBS 10km böse Klimakillertunnels und div. Brücken errichten. Ganz zu schweigen von den restlichen Baumaßnahmen des Milliardenprojekts K21. Also steht auch hier wieder etwas auf der anderen Seite der Gleichung. Für die Bilanz muss man das abziehen.
Mathematik fünfte Klasse.
Bei S21- Genern gibt es stets nur eine Seite. Setzen. Sechs.

Und K21 hat keine positiven Effekte bei der Minderung Feinstaubbelastung.

Wer also nicht möchte, dass tausende Menschen in Stuttgart den Feinstaubtod sterben ist Proler.

Ferdl, 27.01.2016 01:40
Leider ist an dem kompletten Projekt - wie man es auch dreht und windet, für den Verkehr und für die Bürger kein reeller Vorteil. Auch wenn sich noch so viele Politkier dafür prostituieren! Wenn es wenigstens Mist wäre, könnte man damit die Weinberge düngen.

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....a propos "Stegle". Das ist es gerade was W.Backes angesprochen hat: Think big. Stirling hatte nicht umsonst die Planung für die Erschließung der Staatsgalerie und Musikhochschule auf einer höheren Ebene angeordnet, somit die (Teil)...

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Schwabe, 23.03.2017 17:35
Auch von mir vielen Dank an den Autor und an Kontext (E.M., 22.03.2017 01:27 hat das wunderbar formuliert). Dennoch, um das erfolgreich anzupacken bzw. umzusetzen was Fabian Scheidler so treffend wie beängstigend und unmissverständlich...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / CharlotteRath, 23.03.2017 14:51
Fußgängerstegle ... eine echt schwäbische Lösung. München hat sich einen Park gegönnt, um zwei voneinander getrennte Stadtteile über eine große Straße hinweg zusmmenzuführen: https://de.wikipedia.org/wiki/Petuelpark Mit...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Bruno Neidhart, 23.03.2017 09:51
Selbstverständlich bräuchte Stuttgart in dieser Kulturecke einen Fußgängersteg. Möglichst als breite Grünbrücke. Dies hat weder mit Sozialwohnungen, noch mit Kitas zu tun. Es ist eine andere, ebenso stadtbildende Ebene.

Ausgabe 312 / Afrika kommt / Dr. Diethelm Gscheidle, 23.03.2017 09:24
Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich ist es äußerst wichtig, Entwicklungshilfe zu betreiben - und das geht natürlich jeden Einzelnen von uns an. Als bekennender und praktizierender Katholik ist mir die Entwicklungshilfe...

Ausgabe 66 / Gnadenlose Bank / Gerald Wiegner, 22.03.2017 22:45
Das ist eine traurige, aber wahre Geschichte. Ich habe mit Herrn Nusser telefoniert und möchte noch folgende Ergänzung machen. Herr Nusser war ein langjähriges Genossenschaftsmitglied. Genossenschaften sind gesetzlich verpflichtet...

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