KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


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Brandschutz im Tunnel ist schwierig – und wird wohl immer teurer. Foto: Joachim E. Röttgers

Brandschutz im Tunnel ist schwierig – und wird wohl immer teurer. Foto: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 246
Politik

Pfusch mit Ansage?

Von Jürgen Lessat
Datum: 16.12.2015
Stuttgart 21 ist auf gutem Weg, den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg BER als chaotischste Skandalbaustelle Deutschlands abzulösen, sagen die projektkritischen "Ingenieure 22". Grund für die Befürchtung: Beim schwäbischen Tunnelbahnhof gehe es beim Brandschutz weiter drunter und drüber.

Mal war eine Rolltreppe um drei Stufen zu kurz, dann ächzte die Terminaldecke unter zu schweren Entrauchungsventilatoren, jüngst mussten 600 Brandschutzwände eingerissen und erneuert werden. Der Pfusch am Berliner Flughafen BER ist legendär, verschlingt Unsummen und verzögert die Fertigstellung um Jahre.

Doch die Konkurrenz schläft nicht, könnte man sagen. Auch im Schwabenland, wo die krisengebeutelte Bahn den Tiefbahnhof Stuttgart 21 gräbt, hat der Pfusch Hochkonjunktur. Das sagen die "Ingenieure 22", die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ein kritisches Auge auf alles zu werfen, was der Staatskonzern im Zuge des Jahrhundertprojekts so plant und baut. "Stuttgart 21 wird das Desaster BER noch weit in den Schatten stellen", prophezeit deren Sprecher, Hans Heydemann.

"Die Bahn muss beim Brandschutz von vorn anfangen."

Für Beispiele muss der pensionierte Ingenieur nicht lange überlegen. Erst im vergangenen April, mehr als fünf Jahre nach Baubeginn, habe die Bahn acht zusätzliche Fluchttreppenhäuser in der unterirdischen Bahnhofshalle vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt bekommen. Zwei auf jedem der 420 Meter langen Bahnsteige, um einer Auflage des Planfeststellungsbeschlusses von 2005 nach zusätzlichen Fluchtmöglichkeiten nachzukommen.

Die dunklen Treppenhäuser stören die Ästhetik, meint Ingenhoven.
Die dunklen Treppenhäuser stören die Ästhetik, meint Bahnhofsarchitekt Christoph Ingenhoven.

Mitte Oktober jedoch verkündete Bahnhofsarchitekt Christoph Ingenhoven überraschend, die verglasten Fluchttreppenhäuser an die Bahnsteigenden verschieben zu wollen, um der Ästhetik der Tiefbahnsteighalle wieder Geltung zu verschaffen. "Vielleicht hat aber auch unsere Kritik gewirkt, dass diese dunklen Treppenkästen weitere Engstellen auf den Bahnsteigen darstellen. Und dass deren Ausgänge direkt auf den Straßburger Platz in den Rauch hinein geführt hätten, der im Brandfall aus den Lichtaugen des Bahnhofs austritt", sagt Heydemann. "Die Bahn weiß nicht, was sie will, und sie muss beim Brandschutz wieder von vorn anfangen."

Erst neulich stieß Heydemann, der in seiner aktiven Berufszeit Lüftungs- und Entrauchungsanlagen für Industrie- und Verwaltungsgebäude plante, wieder auf Hinweise, wonach die Planungen bei Stuttgart 21 unweigerlich ins Chaos führen. Und zwar in einer Ausarbeitung der Schweizer HBI Haerter AG von November 2014, die die "Ingenieure 22" nach zweimonatigem Hin und Her mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) Mitte Oktober einsehen konnten. Auf 165 Seiten beschreiben die Gutachter den Stand der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Entrauchungsanlagen im unterirdischen Hauptbahnhof und seinen insgesamt 55 Kilometer langen Tunnelzulaufröhren.

Für Kenner der Materie gilt der Brandschutz als Achillesferse des Jahrhundertprojekts. Im September 2012 bescheinigte die Schweizer Gruner AG der Bahn "kein gesamthaftes, funktions- und genehmigungsfähiges Konzept" zu haben, um Reisende sicher aus der Bahnhofshalle zu evakuieren. Ein Anfang 2013 vorgelegter weiterer Entwurf scheiterte am Veto der Stuttgarter Feuerwehr. Erst im vergangenen März gab das EBA dem Brandschutzkonzept endlich grünes Licht, freilich mit der Auflage, zahlreiche ungelöste Fragen im weiteren Planungsablauf zu klären. Das HBI Haerter-Gutachten soll nun den "Nachweis für die Erreichung der festgelegten Schutzziele" erbringen. In der Lenkungskreissitzung vom 20. April 2015 gab sich die Bahn optimistisch, bis zum September ein positives Feedback vom EBA zu bekommen. Doch daraus wurde nichts.

Die "Ingenieure 22" glauben den Grund für den erneuten Zeitverzug zu kennen. "Die Ausarbeitung der Schweizer Gutachter ist in wesentlichen Teilen unzureichend und mangelhaft, teilweise grob fehlerhaft und technisch so nicht umsetzbar. Der Nachweis einer sicheren Entrauchung der Tiefbahnsteighalle S-21 sowie der Zulauftunnel ist damit nicht erbracht", sagt Heydemann.

Entrauchungsanlage im Seniorenheim: Da intervenierte die Stadt

Als Beispiel verweist der Ingenieur auf das Entrauchungsbauwerk Prag (EBW Prag), das im Notfall die Brandgase aus dem Feuerbacher Tunnel, dem nördlichen Zulauftunnel zum Tiefbahnhof, blasen oder saugen soll. Es war ursprünglich an anderer Stelle vorgesehen, in einem Seniorenzentrum im exklusiven Wohnquartier Killesberg, unter dem die Tunnelröhren verlaufen. Auf Intervention der Stadt Stuttgart wurde der EBW-Standort um einige Hundert Meter nach Osten verschoben. Genauer gesagt zum Zwischenangriff Prag, von dem aus die Mineure derzeit den Feuerbacher Tunnel vortreiben. Vom Angriffsportal führt ein insgesamt 312 Meter langer Stollen zu den eingleisigen Tunnelröhren hin. Er soll nach Inbetriebnahme nicht nur als Entrauchungsschacht, sondern auch als Rettungszufahrt dienen.

Skizze der geplanten Tunnellüftung. Grafik: HBI Haerter AG
Skizze der geplanten Tunnellüftung. Grafik: HBI Haerter AG

"Die neue Lage ist lüftungstechnisch sehr ungünstig, weil die meiste Gebläseluft nicht tief in den Tunnel vordringt, sondern durch das nahe Feuerbacher Tunnelportal entweichen wird", kritisiert Heydemann. Zudem sei das Entrauchungsbauwerk noch nicht genehmigt. Trotzdem baue die Bahn mit Hochdruck in diesem Bereich, was zwei mögliche Folgen habe: Entweder erfordert das Entrauchungsbauwerk nachträglich aufwendige Bauänderungen. Oder abweichende Baumaßnahmen zur Luftführung in den Bahntunneln seien bereits im Vorgriff auf die Planfeststellung des neuen EBW ausgeführt. "Letzteres wäre ein glatter Verstoß gegen geltendes Baurecht", so Heydemann.

Weitere Ungereimtheiten entdeckten die "Ingenieure 22" bei den Rauchabzugsschächten der Bauwerke. "Sie sind für den Rauch-Austritt viel zu niedrig und müssen nach einschlägiger Gesetzgebung erheblich höher sein", sagt Heydemann. Die Austrittshöhe von Rauchgasen müsse oberhalb der Nachbarbebauung und des Baumbestandes liegen. Ein solches Gutachten gebe es aber bis heute nicht. Für das EBW Prag schätzt er die erforderliche Schachthöhe auf etwa 40 Meter. "HBI gibt eine Schachthöhe von nur drei Metern an", zitiert er das Gutachten. Für das EBW an der Heilbronner Straße schätzt er die erforderliche Höhe auf 20 Meter – statt der veranschlagten fünf. Heydemann erwartet teure nachträgliche Änderungen an den bereits im Bau befindlichen EBWs.

Gefahren lauern aus Sicht der "Ingenieure 22" auch in den südlichen Zulauftunneln. Der Fildertunnel, mit 9,5 Kilometern der längste Tunnel von Stuttgart 21, wie auch der Neckartunnel erhalten keine Entrauchungsanlagen. Im Brandfall sollen diese Tunnel mit Zuluft aus einem Schwallbauwerk am Südkopf der Tiefbahnsteighalle belüftet und dabei der Rauch zum Tunnelausgang abgedrängt werden. Bei Brand in der Bahnhofshalle soll die Zuluft hingegen dorthin gelenkt werden. Um das zu erreichen, waren in der Planfeststellung Tunneltore vorgesehen, die bei Bedarf den Tunnel verschließen sollten – allerdings ohne zu erklären, wie das gehen soll. "Eine abenteuerliche Vorstellung; solche Tunneltore gibt es sonst nirgends", sagt Heydemann.

Selbst bei den Planern herrschen Zweifel

Inzwischen haben auch Planer offenbar Bedenken. Die HBI-Gutachter schlagen statt Toren nun sogenannte Saccardo-Düsen vor. Im Brandfall sollen diese den betroffenen Tunnelast gezielt durch einen extrem starken Luftstrahl durchlüften. "Ob das gelingt, bleibt zweifelhaft", sagt Heydemann. Selbst HBI verweist im Gutachten auf geringe Erfahrungen. Zudem hätten die Saccardo-Düsen auch einen gravierenden Nachteil: Die hohe Luft-Ausblasgeschwindigkeit sowie extrem laute Zischgeräusche bis zu 120 Dezibel versperrten den Flüchtenden den Fluchtweg.

Für Heydemann weist das HBI-Gutachten weder die gesicherte Entrauchung des Tiefbahnhofs noch der angrenzenden Tunnelröhren nach. "Mir ist unverständlich, wie die DB Projektbau diese Planungsunterlage an das Eisenbahn-Bundesamt zur Freigabe der Brandschutz-Maßnahmen hat einreichen können", wundert er sich. Auf Nachfrage betont die Deutsche Bahn, dass sie als Bauherrin über ein genehmigtes Brandschutzkonzept verfügt. "In Detailfragen befindet sich die Bahn in Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden", so die wenig präzise Auskunft.

Kaum konkreter wird das Eisenbahn-Bundesamt. Der Antrag werde derzeit noch bearbeitet, eine zeitliche Prognose, wann mit einem Prüfergebnis zu rechnen ist, sei leider nicht möglich. Und man bitte um Verständnis, zu laufenden Verfahren keine Detailauskünfte geben zu können.

106 132 Baumängel zählten TÜV-Sachverständige beim Berliner Hauptstadtflughafen bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2013. Vier Mal wurde die Eröffnung bereits abgesagt. Im Laufe der Zeit explodierten die Kosten von drei auf bislang offiziell 5,4 Milliarden Euro. Kritiker und Medien rechnen bereits mit acht Milliarden bis zur Eröffnung, die inzwischen für 2017 vorgesehen ist.

Wir schaffen das, glauben die "Ingenieure 22" fest daran, dass Stuttgart 21 den Pannenfluchhafen BER noch überflügeln wird. Bei den Kosten scheint dies bereits zu klappen. Nach einem neuen Gutachten des Münchner Planungsbüros Vieregg Rössler, das an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, soll der Stuttgarter Tiefbahnhof mindestens 9,8 Milliarden Euro kosten. Die Bahn dementiert und rechnet weiter mit 6,5 Milliarden Euro. In einer ersten Machbarkeitsstudie Anfang 1995 waren die Baukosten für die Tieferlegung des bestehenden Kopfbahnhofs noch mit 2,45 Milliarden Euro taxiert worden.


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Kommentare

Müller, 21.12.2015 08:32
@Dichtbert
Angenommen ihr Alter stimmt, dann könnte ich Sie nächsten Montag direkt ansprechen. Als U30er müsste man Sie leicht finden.
Dass die Planer von S21 zum Teil schon im Ruhestand sind ist bei den in D üblichen 20 Jahren Vorlaufzeit bei Großprojekten irgendwie logisch und normal, oder? Aber zur Planungszeit waren sie in Ihrem Beruf und von Experten umgeben. Das unterscheidet sie von den Gegnern, die den Protest als Rentenhobby haben. Ein wenig googeln und schon ist man Bahn-, Brandschutzexperte und Geologe.
Zum Thema:
Warum kennen sich weder Heydemann noch Lessat mit modernem Brandschutz aus?
Warum wird das, was in CH, AUT und sonst in der Welt im Einsatz ist bei S21 wieder mal zum Weltuntergang? Warum gibt es die verbissenen Rentner nur in Stuttgart?
Wie werden die 20km K21-Tunnels entraucht, wenn z.B. Saccardo-Düsen Teufelszeug sind?
Das Konzept muss ja fertig in der Schublade liegen, da S21 sowieso nicht gebaut wird und man bei K21 sofort losbauen könnte (Quelle: montägliche "Informationsveranstaltung")

dichtbert, 20.12.2015 18:29
Müller, 18.12.2015 17:10 Sie schreiben von den "alten Leuten" die sich montags treffen. Nun sind die Planer und Experten von Stuttgart 21 in der Regel Ü70. Die Experten-Riege um Heimerl, Wittke & Co ist sogar Ü80. Was sagt uns das nun? Diese Herrschaften werden aller Voraussicht nach für ihr Handeln nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden können. Kommen Sie mit dieser Tatsache klar, oder müssen Sie weiter hier polemische Blödelkommentare, die sich auf das Alter von Menschen beziehen, absondern?

Ps. ich bin übrigens auch fast jeden Montag am Start. Allerdings bin ich erst 28 Jahre alt.

Friedrich Schuster, 20.12.2015 17:13
Wer hier behauptet, dass die Lüftung mit Saccardo-Düsen auch bei S21 funktionieren wird, sollte das mal beser auch nachweisen können. Wird wahrscheinlich etwas schwierig werden, den nach einem HBI-Paper taugt das Konzept nur für kurze Tunnel:

http://www.hbi.ch/fileadmin/downloads/pdf/publikationen/03_Entrauchung-v-Strassent_WTC-2013_Genf_D.pdf

"3.2 Mechanische Längslüftung mit Strahlventilatoren
oder Saccardo-Düsen ... m Brandfall kommt die mechanische Längslüftung für
Tunnel mit kleinen Längen in Betracht. Die
maximalen Tunnellängen liegen in der Schweiz bei Ri
chtungsverkehr und geringer Stauhäufigkeit bei
500 bis 3.000 m, bei Tunnel mit Richtungsverkehr un
d großer Stauhäufigkeit oder bei Gegenverkehr
bei 500 bis 1.500 m. In Österreich sind bei Richtun
gsverkehr Längen von 500 bis 3.000 m und bei
Gegenverkehr von 500 bis 2.000 m möglich. "

CharlotteRath, 18.12.2015 22:43
S21 im Vergleich:

Zuletzt hatte die DB AG als größeres Bauwerk unter einer deutschen Großstadt im Dezember 2013 den City-Tunnel-Leipzig eröffnet - mit 3,6 km Länge, einer Bauzeit von 13,5 Jahren und für 960 Millionen Euro Kosten.
(siehe DB ProjektBau GmbH,
http://wwwm.htwk-leipzig.de/~m6bast/rvlprojekte/140122RVLprojekteTobianCityTunnelLeipzig.pdf)

S 21 soll über 60 km Tunnel umfassen.
Wenn die DB AG in Stuttgart so flott voran kommt wie in Leipzig, kann das Werk im Jahre 2235 in Betrieb gehen.
Und wenn sie so kostengünstig arbeitet wie in Leipzig, sind zur Fertigstellung 16 Milliarden Euro nötig.

Keinesfalls vergleichbar?
Hier ein Auszug aus dem Gutachten des sächsischen Rechnungshofs:
„Bei der Festsetzung des Ausgangswertes von rd. 572 Mio. € hat die S-Bahn Tunnel Leipzig GmbH dem Grunde nach bekannte kostenrelevante Sachverhalte nicht in Ansatz gebracht. Dazu gehören Risiken, übliche Sicherheitsmargen und zu niedrig angesetzte Kostenpauschalen, wie bspw. für Planungsleistungen. Der Freistaat Sachsen als Gesellschafter der S-Bahn Tunnel Leipzig GmbH hätte auf die Einrechnung dieser Faktoren in den Ausgangswert hinwirken müssen.
Der Großteil der unvorhersehbaren Mehrkosten entstand durch Planungsänderungen, gestiegene Material- und Baupreise, zusätzliche Sicherheitsanforderungen und Bauzeitverlängerungen. … Der Freistaat Sachsen muss den größten Anteil an den Mehrkosten tragen. Dies resultiert aus dem für den Freistaat Sachsen unvorteilhaften Vertragswerk.“
http://www.rechnungshof.sachsen.de/files/SRH_Gutachten_CityTunnelLeipzig.pdf

Der sächsische Rechnungshof ist zwar spät, aber immerhin noch während der Bauzeit aktiv geworden.

Es wäre allen im Ländle arbeitenden Steuerzahlern sehr zu wünschen, dass sich der Landesrechnungshof Baden-Württemberg baldmöglichst mit dem "X" befasst, das neben den 823,8 Mio. Landesfinanzierung in S 21 steckt!

Müller, 18.12.2015 17:10
In der Schweiz, Österreich usw. werden Saccardo-Düsen zur Tunnelentrauchung eingesetzt.
Aber dort gehen wahrscheinlich die pensionierten Ingenieure mit ihren Enkelkindern spazieren.
Da gibt es keinen Heydemann.
Ergo wissen die gar nicht, dass das alles Murks ist was die in den Bergen so machen.
Ich weiß nicht wieviele Jahre der Hert schon raus aus der Branche ist, aber von modernem Brandschutz scheint er nicht viel zu verstehen.
Bei S21 ist alles ganz schlimm. Danke an die alten Leute die sich jeden Montag treffen und düstere Prophezeiungen predigen. Wie im Mittelalter.

CharlotteRath, 18.12.2015 08:47
@müller
"mir hat ein Geräusch den Weg versperrt."

Bei 110 dB(A) liegt die Schwelle, ab der empfindliche Menschen (wie z. B. Kinder) spürbaren Schmerz durch den Lärm empfinden. 120 dB(A) ist doppelt so laut. 120 dB(A) gelten nach offiziellen Quellen als "unerträglich" (siehe z. B. Website des Bundesumweltministeriums).

Macht aber nix, wenn man das nicht weiß.
Schließlich haben nur Hausfrauen und pensionierte Ingenieure Zeit, sich mit so etwas zu befassen ...

Müller, 17.12.2015 18:24
Oho, ein pensionierter Ingenieur mimt den Experten. Hui.
Willkpmmen bei den Malern, Theaterregisseuren und Hausfrauen.

"... Die hohe Luft-Ausblasgeschwindigkeit sowie extrem laute Zischgeräusche bis zu 120 Dezibel versperrten den Flüchtenden den Fluchtweg...."

Warum sind Sie nicht weitergegangen?
Mir hat ein Geräusch den Weg versperrt.
Ach so...

Horst Ruch, 17.12.2015 18:20
.....es ist schon abstrus, mit welcher Unbekümmertheit und gleichzeitiger Arroganz unsere Landes-und Stadtpolitiker sich von den "Strategen" der DB "AG" verdummen lassen. Als Architekt Ingenhoven vor Jahr und Tag einmal äußerte- es seien nicht von ihm autorisierte falsche Pläne im Umlauf , waren die Alarmglocken bewußt beim Stadtplanungsamt der Stadt auf stumm geschaltet. Die Inszenierung mit Ingenhovens/Frei Otto's Kelchachtel-Musterstützen-Besichtigung war offensichtlich ein Werbegag zur Zeitgewinnung des nicht einhaltbaren Terminplanes. Oder wie sonst kann so ein Witz in die Öffentlichkeit gelangen, daß obwohl alle Brandschutzfragen "vor"geklärt seien, der Architekt nicht weiß, wie die mit Recht beanstandeten, unmöglich platzierten, beengenden Treppenhäuser zustandegekommen sind. Hatte doch Heydemann bereits bei einem Brandschutzabstimmungsgespräch beim EBA am 23.07.2014 unter anderen, einen Mitarbeiter aus Ingenhovens Büro erwähnt.
Noch schlimmer als lächerlich macht sich der Vorhabenträger genannt DB "AG ", sowie deren Auftraggeber - also die Körperschaften des öffentlichen Rechts- durch ständige Dementis die erkennbaren Fehler des "best"geplanten Projektes abzustreiten.
Unbestreitbar, ein kompliziertes Projekt, S21. Das war zwar immer schon bekannt, wird aber durch Lügen nicht normaler. Durch die gestern zum wiederholten Male bekanntgemachten prognostizierten Finanzierungskosten um die 10 Mia. durch Vieregg wird wohl endlich für die Großsprecher Grube und Kefer die Luft dünner, auch hoffentlich für die zur nächsten Wahl wieder bereitstehende "demokratische" Regierungsriege, die neben der Negierung der planerischen Fehldiagnosen auch noch den Bundesrechnungshof daran gehindert hat, die etwa gleichlaufende Bausumme von Vieregg der Öffentlichkeit bekanntzugeben.

Oberham, 17.12.2015 17:29
Aktueller den je...
https://oberham.wordpress.com/2013/03/05/das-s21-x-dekaden-happening/

Ein Vorkommentierender Artgenosse hat eines schön auf den Punkt gebracht - die kommende Generation darf den Dreck auch hier wegräumen.
Allerdings ist fraglich, ob sie überhaupt noch die Chance dazu erhält.

Wir dulden die Kleptokratenparties, da es uns selber trotzdem extrem gut geht, wir unglaubliche Privilegien beanspruchen.

Mal sehen, wohin das führt - ein Loch in Stuttgart dürfte da noch eines der kleinsten Probleme sein.

Blender, 17.12.2015 17:24
Wenn die Bahn sagt das kostet 6,5 Mrd dann meint sie damit genau so lange 6,5 Mrd. bis diese Verbraucht sind, und dann sagt sie, jetzt haben wir schon so viel ausgegeben, jetzt müssen wir auch fertigbauen. Das war kurz vor der Volksabstimmung auch schon so, kurz vorher Verträge unterschreiben damit der Ausstieg möglichst teuer wird.
Falls es so kommt:
Nehmt die Tunnelröhren um die Autos aus der Stadt zu bringen und lasst die Züge an der frischen Luft.
Man sollte die Manager wegen Betrug und Übervorteilung ins Gefängnis bringen.

F. Fischer, 16.12.2015 18:24
Die Bahn dementiert natürlich die fast 10 Mrd. als "fern der Realität". Neuprojekt- ... ....ich verkneife es mir ... - sprecher Hamann (Ex-StN), die StN und die DB nebst weiteren "seriösen" Presseorganen (leider oft auch der SWR) waren schon immer fern der Realität. Bezahlte .... oft justitiable ... Hetze gegen Bürger, die Grundrechte wahrnehmen, Rechtfertigung von Verfassungsbrüchen, Rechtsbrüchen und Staftaten durch Mappus und Co., ein willfährige gesetzesvergessende Polizeiführung, rechtswidrig brutalst prügelnde Polizistenhorden, eine merkwürdige Staatsanwaltschaft in Stuttgart nebst Vorgesetzten, seltsame Bürgermeister und ein feiger Ex-OB? Ist nicht das die durch Tatsachen und Urteile belegte Realität?

Und was machen Grün/Rot? "Kridisch-konschdrugdiv" wegschauen? Sich von der DB und ihren bezahlten Kommunikationschergen vorführen lassen? Bin gespannt.

Blender, 16.12.2015 09:45
Da Rauch nach oben steigt müssen die wichtigsten Fluchtwege am tiefsten Punkt der Tief-Schief-Haupthaltestelle S21 beginnen und durch dichte, bis 2 Meter über dem Boden, von der Decke herabhängende Brandschutzvorhänge vor Verrauchung geschützt werden. Solche segmentierenden absenkbaren Rauchbremsen (oder deckenhohe Brandschutztüren) bräuchte man auch in den schrägen Tunnelröhren um die unkontrollierte Ausbreitung der Hitze und des Rauchs zu verhindern, was aber wegen der Stromkabel an der Decke schwierig wird. Eine dritte stromführende Schiene (wie in der Metro in Paris) neben den Gleisen wäre da vielleicht eine Idee. Ich bin mal gespannt wie der Murks weitergeht.
Ich befürchte, dass wohl die meisten die FÜR S21 gestimmt haben die Einweihung nicht mehr erleben werden und ich bedauere, dass die meisten die die Schulden abbezahlen müssen und unter fehlendem Geld leiden nicht abstimmen konnten.

AndreasE, 16.12.2015 09:40
"Die Bahn dementiert und rechnet weiter mit 6,5 Milliarden Euro."
Das ist das Offizielle. Demnächst tagt der Aufsichtsrat nach Auskunft der Stuttgarter Zeitung (heute 16.12. unter dem Titel "Bahn hofft auf
Milliardenerlöse") in Berlin, um Teile an Tochtergesellschaften (u.a. DB Schenker und die britische DB-Tochter Arriva) an Privatinvestoren zu verkaufen. Grund hierfür u.a. : Noch mehr Geld für Stuttgart-21 frei zu bekommen.
Der Konzern glaubt also selbst nicht an seine eigenen Aussagen.

Thomas A, 16.12.2015 09:35
Wieso fällt mir immer Peter Löscher ein ? Der wurde mal Siemenschef wegen einer Korruptionsaffäre unter seinem Vorgänger. Siemensmitarbeiter hatten im Ausland bestochen. Das war in Deutschland sogar von der Steuer absetzbar. Wieso er gegen seine Verkäufer vorgehe sinngemäß...."sie haben ihren beruflichen Erfolg mit illegitimen Mitteln erzielt. Es spielt keine Rolle, dass sie dabei kein Geld für sich abgezweigt haben. Die beruflichen Vorteile beim Arbeitgeber Siemens waren ja dann legal. Das ist für mich Korruption." Wenn man das auf ausbleibende berufliche Nachteile bei Nichterfüllung anwendet passt das permanent zur Schande21.

Thomas A, 16.12.2015 09:04
Ein knappes Jahrzehnt hat der zuständige Branddirektor bei den wesentlichen Punkten den Kopf geschüttelt. Vor nicht allzu langer zeit wurde ein Posten ausgeschrieben...Stadt Stuttgart: Branddirektor zuständig für S21.
Ergibt sich die Fragen ist dieser Posten komplett neu und lag der die Besetzung nicht vor der Ausschreibung fest. Der "Neue" scheint Umstände durchzuwinken deren Sachverhalt den Brandschutz 10 Jahre nicht genehmigungsfähig machte. Einsatzzeit der Feuerwehr - 30min bei Addition günstiger Annahmen 24min. Jetzt soll in einer Simulation die Verrauchungsgeschwindigkeit langsamer bzw Fußgängerbereiche länger rauchfrei gehalten werden können.

Die Windgeschwindigkeit 100km/h der saccardodüse ist gerade noch Windstärke 10 . Und die 120dB machen so Sätze wie..ich brauche Hilfe...beeilen Sie sich...falsche Richtung....unhörbar. Man hätte deshalb schon gerne gewusst, wo dieses durchaus alte Prinzip in Tunneln mit Fußgängerfluchtweg eingesetzt wird. Dieses weisse Kaninchen erinnert an die Sprühnebelanlage. Eine Solitärlösung deren Un/wirksamkeit nicht sofort von jedem Feuerwehrmann mangels Erfahrungen als unzureichend demaskiert werden kann. Die ersten Murkslösungen/planungen lagen ausreichend lange im PfB öffentlich vor und haben sich vor Baurealisierung im Dunst aufgelöst. Jetzt soll die Genehmigungshürde durch Vernebelung/Verrauchung überrannt werden.

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Hallo Kontext-Redaktion, Ich finde es super, dass ihr das Thema reich/arm zum Schwerpunkt machen wollt. Und dass ihr gleich in BaWü anfangt und v.a. auch Namen nennt. Bitte weiter so!! Hoch spannend ist in meinen Augen auch die Aussage...

Ausgabe 300 / Kopp auf der Resterampe / Barolo, 16.01.2017 11:30
@R.N. volle Zustimmung.

Ausgabe 302 / Lidl lohnt sich – für einen / Schwabe, 16.01.2017 10:47
"Produktion für die Tonne" - Fakten,Fakten, Fakten Tierleid, ungesundes Essen, miese Jobs: Die Lebensmittelindustrie hat viele unschöne Gesichter. Ein besonders herausragendes Problem ist die massive Überproduktion. Riesige...

Ausgabe 302 / Hilfe für Snowdens Helfer / Michael Müller, 15.01.2017 18:07
Ich schließe mich der Frage von Herrn Struwe an. Wohin kann jemand spenden der keine Paypal/Bitcoin/Kreditkarte hat? @partisan: Verstand hat Ihre Worte nicht geformt, es muss Reflex gewesen sein. Sie hätten stattdessen auch ein...

Ausgabe 300 / Kopp auf der Resterampe / R.N., 15.01.2017 15:38
Als die Kontext-Wochenzeitung erstmals erschienen ist, habe ich mich auf eine Zeitung gefreut, die ohne offensichtlichen politischen Einfluss auskommt. Zu früh gefreut. Nach dem Lesen dieses Artikels spürt man, woher der Wind...

Ausgabe 302 / Lidl lohnt sich – für einen / Gela, 15.01.2017 13:31
2 unterschiedliche Diskusionsstile: Manfred Lieb kennt die Fakten, wertet sie und kommt dadurch zu einer differenzierten Beurteilung, was zu lobenund was zu tadeln ist. Bei der Kritik fehlt mir allerdings die an dem erpresserischen...

Ausgabe 302 / Kobra ins Körbchen / Jan, 15.01.2017 12:17
Oh man, jetzt macht dieser Lowandorder auch noch die Kontext Kommentarfunktion zu seiner Dada Bühne....

Ausgabe 302 / Oh, wie schön ist Biberach / Hartmut Hendrich, 15.01.2017 11:54
@Fritz: Danke, der Schlag sitzt und schmerzt in der Magengrube. Dass mir die Nachsilbe „er“ doppelt in ein Wort geraten war und mir nicht beim Kontrollieren vorm Absenden, aber sofort nach der Veröffentlichung auffiel, war schon...

Ausgabe 302 / Weg mit den Klammern / Blender, 14.01.2017 23:12
Ein V-Mann (diesmal vom LKA) fuhr Herrn Amri nach Berlin. Vielen Dank auch (für die weitere staatliche Unterstützung einer weiteren terroristischen Vereinigung). These: Ohne V- Männer gäbe es keinen Terrorismus?...

Ausgabe 302 / Lidl lohnt sich – für einen / Schwabe, 14.01.2017 21:10
Manfred Lieb tut so als sei der Milliardär Schwarz ein ganz normaler Steuerbürger der sich an Recht und Gesetz hält "...aber dies ist nicht einem Steuerbürger (Manfred Lieb meint damit den Milliardär Schwarz) anzulasten..." oder "Man...

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