KONTEXT Extra:
Zwei Afd-Fraktionen im Landtag zulässig

Nach dem von der Landtagsverwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten zur Vertretung der "Alternative für Deutschland" (AfD) im baden-württembergischen Parlament gibt es keine Handhabe gegen die Parallelfraktion. Die Professoren Christofer Lenz, Martin Morlok und Martin Nettesheim schreiben in ihrer 35-seitigen Stellungnahme: Der unter der Bezeichnung "Fraktion der Alternative für Baden-Württemberg im Landtag von Baden-Württemberg" auftretende Zusammenschluss von 14 der AfD angehörenden Abgeordneten sei "seit seiner Konstituierung am 06.07.2016 eine Fraktion im Sinne der Geschäftsordnung des Landtags". Einer Anerkennung bedürfe es nicht. Es bestünden keine über den Wortlaut Geschäftsordnung "hinausgehende, rechtliche Anforderungen an die Zulässigkeit einer Fraktionsbildung".

Auch das "Verbot der Fraktionsvermehrung" greift nach Einschätzung der Gutachter nicht. "Der Landtag würde die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner Geschäftsordnungsautonomie aber nicht überschreiten", heißt es weiter, "wenn er eine Regelung erließe, die die Gründung einer 'Parallelfraktion' untersagt." Einer bereits bestehenden Fraktion ist der Status aber auch dadurch nicht zu nehmen. Denn: "Eine derartige Regelung dürfte nur mit Wirkung für die Zukunft erlassen werden, zweckmäßigerweise zum Zeitpunkt des Zusammentritts des neuen Landtag."

Damit müssen sich die anderen Fraktionen, wenn der AfD-Bundes- und Landessprecher Jörg Meuthen mit den Bemühungen eines Zusammenschlusses unter seiner Führung keinen Erfolg hat, weiterhin mit mindestens zwei rechtspopulistischen Rednern und Rednerinnen zu jedem Tagesordnungspunkt abfinden. Die geschätzen Kosten der Spaltung für die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen liegen bei drei Millionen Euro. Denn auch die zweite AfD-Fraktion hat ein Recht auf die allen anderen zustehende finanzielle Ausstattung. (25.7.2016)


Zweiter NSU-Ausschuss: Geheimdienste auf der Theresienwiese?

Der zweite NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags hat in seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag die ersten zwei Zeugen benannt. Sie sollen nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Drexler (SPD) Auskunft darüber geben, "ob sich am Tag des Anschlags auf die beiden Polizeibeamten in Heilbronn Geheimdienste am oder in der Nähe des Tatorts befunden" haben.

Im ersten Ausschuss in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Journalist und NSU-Experte Rainer Nübel als Sachverständiger dazu Stellung genommen. "Er verwies", wie es im Abschlussbericht heißt, "zunächst auf die mutmaßliche Anwesenheit der Defence Intelligence Agency (DIA) zur Tatzeit am Tatort". Mitte November 2011 habe er, wie Nübel weiter zitiert wird, eine Nachricht von der "Stern"-Redaktion in Hamburg erhalten, wonach ein dort vorliegendes Papier ein mutmaßliches Observationsprotokoll des amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA darstelle. Daraus gehe hervor, dass zur Tatzeit eine Observation von "M. K." und einer weiteren, nicht näher definierten Person durch US-Agenten stattgefunden habe. Zumindest eine dieser beiden Personen habe zuvor bei der Santander-Bank 2,3 Millionen Dollar oder Euro abgeholt. Und weiter: "Sicherheitsbeamte entweder aus Baden-Württemberg oder Bayern sollten präsent gewesen sein und die Operation aufgrund eines 'Shooting Incident' zwischen 'White Wings', also Neonazis bzw. Rechtsextremisten, und einer Polizeistreife abgebrochen worden sein."

Nübel hatte bei seinem Auftritt als Sachverständiger umfangreiche Ausführungen zu den eigenen Recherchen gemacht. Aus Zeitgründen und angesichts des Endes der Legislaturperiode, so Drexler, der auch den ersten Ausschuss führte, habe diesem Komplex aber nicht mehr detailliert nachgegangen werden können. Im Einsatzbeschluss des zweiten Gremiums heißt es jetzt, insbesondere sei zu klären, ob "Angehörige von ausländischen Sicherheitsbehörden auf der Theresienwiese oder in der Umgebung im Umfeld des Mordanschlags am 25. April 2007 anwesend waren, ob und welche Rolle diese beim Tatgeschehen gespielt und welche Erkenntnisse dazu bei deutschen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden vorgelegen haben". Die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 19. September statt. Gehört werden zum Auftakt auch noch einmal vier Sachverständige.


Keine Nebenabsprache zu Stuttgart 21

Um Streit zu vermeiden, sind laut Winfried Kretschmann die bis zum Wochenanfang geheimen Nebenabreden mit der CDU zusätzlich zum Koalitionsvertrag getroffen worden. Die Aufregung darüber, dass Ausgaben von 1,3 Milliarden Euro ohne Finanzierungsvorbehalt an der Öffentlichkeit vorbei festgeschrieben wurden, versuchte der Regierungschef mit neuen Einblicken in seinen Politikstil zu kontern: "Auch ich muss mal mauscheln, auch ich muss mal dealen." Kein Mensch auf der Erde, der vernünftig Politik machen wolle, kriege das hin ohne Absprachen hinter den Kulissen. Da habe er kein schlechtes Gewissen, denn es sei "unspektakulär", einzelne Maßnahmen zu priorisieren, die grundsätzlich ohnehin im Koalitionsvertrag vereinbart seien.

Unter anderem ist im Detail aufgeführt, dass 325 Millionen Euro ohne Finanzierungsvorbehalt in die Digitalisierung fließen sollen, 100 Millionen in die bessere Ausstattung der Polizei oder 40 Millionen in die Elektromobilität. Der mit 500 Millionen Euro größte Betrag ist allerdings nicht mit konkreten Informationen versehen, die Summe steht für "Investieren/Sanieren (Straße/Schiene, Hochbau, Hochschulen, ...)" zur Verfügung. Der Ministerpräsident widersprach Mutmaßungen, dass in dieser halben Milliarde auch zusätzliche Mittel für Stuttgart 21 über den Kostendeckel hinaus versteckt sein könnten. Für die laufenden Zahlungen gebe es einen Sonderposten im Haushalt. Nebenabsprachen zu diesem Thema hätten nicht stattgefunden.

(19.07.2016)


Die Reichen sind noch viel reicher

Einkommenserhebungen bei Spitzenverdienern aus mehr als 1300 Firmen haben ergeben, dass alle offiziellen Einschätzungen zur wachsenden sozialen Kluft in der Bundesrepublik die Situation beschönigen. Nach den Zahlen, die das ARD-Magazin "Monitor" in diesen Tagen veröffentlichte, verdienen Manager und Vorstände im Durchschnitt nicht 200 000 Euro jährlich, sondern rund eine halbe Million. Die 200 000 Euro sind aber offiziell im sogenannten Sozioökonomischen Panel (SOEP) ausgewiesen, welches wiederum wichtiger Eckpfeifer der bisherigen Armuts- und Reichtums-Berichterstattung in Bund und Ländern ist.

Das Bundesarbeitsministerium will die Daten dort jetzt einfließen lassen, ebenso wie die Erkenntnisse einer in der vergangenen Woche von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie. Danach verdienen die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die unteren 40 Prozent zusammen. Und die Einkommensungleichheit wächst weiter. In "Monitor" präsentierte Wirtschaftsweise Peter Bofinger eine vergleichsweise einfache Lösung: "Aus meiner Sicht würde es naheliegen, wieder zu den Steuersätzen zurückzukehren, die wir in den Neunzigerjahren hatten, und das war ein Spitzensteuersatz in der Einkommenssteuer von 53 Prozent." Zurzeit liegt er bei 42 Prozent. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe werden drei Prozentpunkte Reichensteuer hinzugerechnet. Von ihr sind aber nicht einmal ein halbes Prozent der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen betroffen.


Stuttgart 21: Großdemo und Umstiegskonzept

Zur Großdemo gegen Stuttgart 21 am kommenden Samstag erwarten die Initiatoren Tausende Teilnehmer. Kontext kommt auch. Mit hübschen neuen Postkarten und Aufklebern!

Heute, Freitag, hat eine Expertengruppe des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 ihr Konzept "Umstieg21" vorgestellt, mit dem die derzeitige Projektbaustelle doch noch zu einem sinnvollen Ende finden könnte. Unter www.umstieg-21.de stellen die Planer ihre Ideen in einer umfänglichen Broschüre dar. "In meinen dreißig Jahren als Literaturkritiker im Fernsehen habe ich nie eine Prosa gelesen, die so wohltuend war, so sinnvoll wohltätig", schreibt der berühmte Schriftsteller aus Freiburg, Jürgen Lodemann, über das Heft. "Endlich wird da nicht mehr nur Nein gesagt, sondern entstand da eine wunderbare Broschüre, die mit Sorgfalt und mit großer Eisenbahnliebe und Stuttgartliebe reale Vorschläge macht, wie man aus dem unverantwortlichen Desaster noch jetzt 'positiv' aussteigen kann - und muss! - das spart tatsächlich immense Kosten und da bleibt im Herzen der Landeshauptstadt keine dauerhaft blamable Bau-Ruine, sondern es entstehen zahlreiche überaus einleuchtende Lösungen rund um einen tollen Kopfbahnhof!"


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Brandschutz im Tunnel ist schwierig – und wird wohl immer teurer. Foto: Joachim E. Röttgers

Brandschutz im Tunnel ist schwierig – und wird wohl immer teurer. Foto: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 246
Politik

Pfusch mit Ansage?

Von Jürgen Lessat
Datum: 16.12.2015
Stuttgart 21 ist auf gutem Weg, den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg BER als chaotischste Skandalbaustelle Deutschlands abzulösen, sagen die projektkritischen "Ingenieure 22". Grund für die Befürchtung: Beim schwäbischen Tunnelbahnhof gehe es beim Brandschutz weiter drunter und drüber.

Mal war eine Rolltreppe um drei Stufen zu kurz, dann ächzte die Terminaldecke unter zu schweren Entrauchungsventilatoren, jüngst mussten 600 Brandschutzwände eingerissen und erneuert werden. Der Pfusch am Berliner Flughafen BER ist legendär, verschlingt Unsummen und verzögert die Fertigstellung um Jahre.

Doch die Konkurrenz schläft nicht, könnte man sagen. Auch im Schwabenland, wo die krisengebeutelte Bahn den Tiefbahnhof Stuttgart 21 gräbt, hat der Pfusch Hochkonjunktur. Das sagen die "Ingenieure 22", die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ein kritisches Auge auf alles zu werfen, was der Staatskonzern im Zuge des Jahrhundertprojekts so plant und baut. "Stuttgart 21 wird das Desaster BER noch weit in den Schatten stellen", prophezeit deren Sprecher, Hans Heydemann.

"Die Bahn muss beim Brandschutz von vorn anfangen."

Für Beispiele muss der pensionierte Ingenieur nicht lange überlegen. Erst im vergangenen April, mehr als fünf Jahre nach Baubeginn, habe die Bahn acht zusätzliche Fluchttreppenhäuser in der unterirdischen Bahnhofshalle vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt bekommen. Zwei auf jedem der 420 Meter langen Bahnsteige, um einer Auflage des Planfeststellungsbeschlusses von 2005 nach zusätzlichen Fluchtmöglichkeiten nachzukommen.

Die dunklen Treppenhäuser stören die Ästhetik, meint Ingenhoven.
Die dunklen Treppenhäuser stören die Ästhetik, meint Bahnhofsarchitekt Christoph Ingenhoven.

Mitte Oktober jedoch verkündete Bahnhofsarchitekt Christoph Ingenhoven überraschend, die verglasten Fluchttreppenhäuser an die Bahnsteigenden verschieben zu wollen, um der Ästhetik der Tiefbahnsteighalle wieder Geltung zu verschaffen. "Vielleicht hat aber auch unsere Kritik gewirkt, dass diese dunklen Treppenkästen weitere Engstellen auf den Bahnsteigen darstellen. Und dass deren Ausgänge direkt auf den Straßburger Platz in den Rauch hinein geführt hätten, der im Brandfall aus den Lichtaugen des Bahnhofs austritt", sagt Heydemann. "Die Bahn weiß nicht, was sie will, und sie muss beim Brandschutz wieder von vorn anfangen."

Erst neulich stieß Heydemann, der in seiner aktiven Berufszeit Lüftungs- und Entrauchungsanlagen für Industrie- und Verwaltungsgebäude plante, wieder auf Hinweise, wonach die Planungen bei Stuttgart 21 unweigerlich ins Chaos führen. Und zwar in einer Ausarbeitung der Schweizer HBI Haerter AG von November 2014, die die "Ingenieure 22" nach zweimonatigem Hin und Her mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) Mitte Oktober einsehen konnten. Auf 165 Seiten beschreiben die Gutachter den Stand der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Entrauchungsanlagen im unterirdischen Hauptbahnhof und seinen insgesamt 55 Kilometer langen Tunnelzulaufröhren.

Für Kenner der Materie gilt der Brandschutz als Achillesferse des Jahrhundertprojekts. Im September 2012 bescheinigte die Schweizer Gruner AG der Bahn "kein gesamthaftes, funktions- und genehmigungsfähiges Konzept" zu haben, um Reisende sicher aus der Bahnhofshalle zu evakuieren. Ein Anfang 2013 vorgelegter weiterer Entwurf scheiterte am Veto der Stuttgarter Feuerwehr. Erst im vergangenen März gab das EBA dem Brandschutzkonzept endlich grünes Licht, freilich mit der Auflage, zahlreiche ungelöste Fragen im weiteren Planungsablauf zu klären. Das HBI Haerter-Gutachten soll nun den "Nachweis für die Erreichung der festgelegten Schutzziele" erbringen. In der Lenkungskreissitzung vom 20. April 2015 gab sich die Bahn optimistisch, bis zum September ein positives Feedback vom EBA zu bekommen. Doch daraus wurde nichts.

Die "Ingenieure 22" glauben den Grund für den erneuten Zeitverzug zu kennen. "Die Ausarbeitung der Schweizer Gutachter ist in wesentlichen Teilen unzureichend und mangelhaft, teilweise grob fehlerhaft und technisch so nicht umsetzbar. Der Nachweis einer sicheren Entrauchung der Tiefbahnsteighalle S-21 sowie der Zulauftunnel ist damit nicht erbracht", sagt Heydemann.

Entrauchungsanlage im Seniorenheim: Da intervenierte die Stadt

Als Beispiel verweist der Ingenieur auf das Entrauchungsbauwerk Prag (EBW Prag), das im Notfall die Brandgase aus dem Feuerbacher Tunnel, dem nördlichen Zulauftunnel zum Tiefbahnhof, blasen oder saugen soll. Es war ursprünglich an anderer Stelle vorgesehen, in einem Seniorenzentrum im exklusiven Wohnquartier Killesberg, unter dem die Tunnelröhren verlaufen. Auf Intervention der Stadt Stuttgart wurde der EBW-Standort um einige Hundert Meter nach Osten verschoben. Genauer gesagt zum Zwischenangriff Prag, von dem aus die Mineure derzeit den Feuerbacher Tunnel vortreiben. Vom Angriffsportal führt ein insgesamt 312 Meter langer Stollen zu den eingleisigen Tunnelröhren hin. Er soll nach Inbetriebnahme nicht nur als Entrauchungsschacht, sondern auch als Rettungszufahrt dienen.

Skizze der geplanten Tunnellüftung. Grafik: HBI Haerter AG
Skizze der geplanten Tunnellüftung. Grafik: HBI Haerter AG

"Die neue Lage ist lüftungstechnisch sehr ungünstig, weil die meiste Gebläseluft nicht tief in den Tunnel vordringt, sondern durch das nahe Feuerbacher Tunnelportal entweichen wird", kritisiert Heydemann. Zudem sei das Entrauchungsbauwerk noch nicht genehmigt. Trotzdem baue die Bahn mit Hochdruck in diesem Bereich, was zwei mögliche Folgen habe: Entweder erfordert das Entrauchungsbauwerk nachträglich aufwendige Bauänderungen. Oder abweichende Baumaßnahmen zur Luftführung in den Bahntunneln seien bereits im Vorgriff auf die Planfeststellung des neuen EBW ausgeführt. "Letzteres wäre ein glatter Verstoß gegen geltendes Baurecht", so Heydemann.

Weitere Ungereimtheiten entdeckten die "Ingenieure 22" bei den Rauchabzugsschächten der Bauwerke. "Sie sind für den Rauch-Austritt viel zu niedrig und müssen nach einschlägiger Gesetzgebung erheblich höher sein", sagt Heydemann. Die Austrittshöhe von Rauchgasen müsse oberhalb der Nachbarbebauung und des Baumbestandes liegen. Ein solches Gutachten gebe es aber bis heute nicht. Für das EBW Prag schätzt er die erforderliche Schachthöhe auf etwa 40 Meter. "HBI gibt eine Schachthöhe von nur drei Metern an", zitiert er das Gutachten. Für das EBW an der Heilbronner Straße schätzt er die erforderliche Höhe auf 20 Meter – statt der veranschlagten fünf. Heydemann erwartet teure nachträgliche Änderungen an den bereits im Bau befindlichen EBWs.

Gefahren lauern aus Sicht der "Ingenieure 22" auch in den südlichen Zulauftunneln. Der Fildertunnel, mit 9,5 Kilometern der längste Tunnel von Stuttgart 21, wie auch der Neckartunnel erhalten keine Entrauchungsanlagen. Im Brandfall sollen diese Tunnel mit Zuluft aus einem Schwallbauwerk am Südkopf der Tiefbahnsteighalle belüftet und dabei der Rauch zum Tunnelausgang abgedrängt werden. Bei Brand in der Bahnhofshalle soll die Zuluft hingegen dorthin gelenkt werden. Um das zu erreichen, waren in der Planfeststellung Tunneltore vorgesehen, die bei Bedarf den Tunnel verschließen sollten – allerdings ohne zu erklären, wie das gehen soll. "Eine abenteuerliche Vorstellung; solche Tunneltore gibt es sonst nirgends", sagt Heydemann.

Selbst bei den Planern herrschen Zweifel

Inzwischen haben auch Planer offenbar Bedenken. Die HBI-Gutachter schlagen statt Toren nun sogenannte Saccardo-Düsen vor. Im Brandfall sollen diese den betroffenen Tunnelast gezielt durch einen extrem starken Luftstrahl durchlüften. "Ob das gelingt, bleibt zweifelhaft", sagt Heydemann. Selbst HBI verweist im Gutachten auf geringe Erfahrungen. Zudem hätten die Saccardo-Düsen auch einen gravierenden Nachteil: Die hohe Luft-Ausblasgeschwindigkeit sowie extrem laute Zischgeräusche bis zu 120 Dezibel versperrten den Flüchtenden den Fluchtweg.

Für Heydemann weist das HBI-Gutachten weder die gesicherte Entrauchung des Tiefbahnhofs noch der angrenzenden Tunnelröhren nach. "Mir ist unverständlich, wie die DB Projektbau diese Planungsunterlage an das Eisenbahn-Bundesamt zur Freigabe der Brandschutz-Maßnahmen hat einreichen können", wundert er sich. Auf Nachfrage betont die Deutsche Bahn, dass sie als Bauherrin über ein genehmigtes Brandschutzkonzept verfügt. "In Detailfragen befindet sich die Bahn in Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden", so die wenig präzise Auskunft.

Kaum konkreter wird das Eisenbahn-Bundesamt. Der Antrag werde derzeit noch bearbeitet, eine zeitliche Prognose, wann mit einem Prüfergebnis zu rechnen ist, sei leider nicht möglich. Und man bitte um Verständnis, zu laufenden Verfahren keine Detailauskünfte geben zu können.

106 132 Baumängel zählten TÜV-Sachverständige beim Berliner Hauptstadtflughafen bei einer Bestandsaufnahme im Jahr 2013. Vier Mal wurde die Eröffnung bereits abgesagt. Im Laufe der Zeit explodierten die Kosten von drei auf bislang offiziell 5,4 Milliarden Euro. Kritiker und Medien rechnen bereits mit acht Milliarden bis zur Eröffnung, die inzwischen für 2017 vorgesehen ist.

Wir schaffen das, glauben die "Ingenieure 22" fest daran, dass Stuttgart 21 den Pannenfluchhafen BER noch überflügeln wird. Bei den Kosten scheint dies bereits zu klappen. Nach einem neuen Gutachten des Münchner Planungsbüros Vieregg Rössler, das an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde, soll der Stuttgarter Tiefbahnhof mindestens 9,8 Milliarden Euro kosten. Die Bahn dementiert und rechnet weiter mit 6,5 Milliarden Euro. In einer ersten Machbarkeitsstudie Anfang 1995 waren die Baukosten für die Tieferlegung des bestehenden Kopfbahnhofs noch mit 2,45 Milliarden Euro taxiert worden.


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Kommentare

Müller, 21.12.2015 08:32
@Dichtbert
Angenommen ihr Alter stimmt, dann könnte ich Sie nächsten Montag direkt ansprechen. Als U30er müsste man Sie leicht finden.
Dass die Planer von S21 zum Teil schon im Ruhestand sind ist bei den in D üblichen 20 Jahren Vorlaufzeit bei Großprojekten irgendwie logisch und normal, oder? Aber zur Planungszeit waren sie in Ihrem Beruf und von Experten umgeben. Das unterscheidet sie von den Gegnern, die den Protest als Rentenhobby haben. Ein wenig googeln und schon ist man Bahn-, Brandschutzexperte und Geologe.
Zum Thema:
Warum kennen sich weder Heydemann noch Lessat mit modernem Brandschutz aus?
Warum wird das, was in CH, AUT und sonst in der Welt im Einsatz ist bei S21 wieder mal zum Weltuntergang? Warum gibt es die verbissenen Rentner nur in Stuttgart?
Wie werden die 20km K21-Tunnels entraucht, wenn z.B. Saccardo-Düsen Teufelszeug sind?
Das Konzept muss ja fertig in der Schublade liegen, da S21 sowieso nicht gebaut wird und man bei K21 sofort losbauen könnte (Quelle: montägliche "Informationsveranstaltung")

dichtbert, 20.12.2015 18:29
Müller, 18.12.2015 17:10 Sie schreiben von den "alten Leuten" die sich montags treffen. Nun sind die Planer und Experten von Stuttgart 21 in der Regel Ü70. Die Experten-Riege um Heimerl, Wittke & Co ist sogar Ü80. Was sagt uns das nun? Diese Herrschaften werden aller Voraussicht nach für ihr Handeln nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden können. Kommen Sie mit dieser Tatsache klar, oder müssen Sie weiter hier polemische Blödelkommentare, die sich auf das Alter von Menschen beziehen, absondern?

Ps. ich bin übrigens auch fast jeden Montag am Start. Allerdings bin ich erst 28 Jahre alt.

Friedrich Schuster, 20.12.2015 17:13
Wer hier behauptet, dass die Lüftung mit Saccardo-Düsen auch bei S21 funktionieren wird, sollte das mal beser auch nachweisen können. Wird wahrscheinlich etwas schwierig werden, den nach einem HBI-Paper taugt das Konzept nur für kurze Tunnel:

http://www.hbi.ch/fileadmin/downloads/pdf/publikationen/03_Entrauchung-v-Strassent_WTC-2013_Genf_D.pdf

"3.2 Mechanische Längslüftung mit Strahlventilatoren
oder Saccardo-Düsen ... m Brandfall kommt die mechanische Längslüftung für
Tunnel mit kleinen Längen in Betracht. Die
maximalen Tunnellängen liegen in der Schweiz bei Ri
chtungsverkehr und geringer Stauhäufigkeit bei
500 bis 3.000 m, bei Tunnel mit Richtungsverkehr un
d großer Stauhäufigkeit oder bei Gegenverkehr
bei 500 bis 1.500 m. In Österreich sind bei Richtun
gsverkehr Längen von 500 bis 3.000 m und bei
Gegenverkehr von 500 bis 2.000 m möglich. "

CharlotteRath, 18.12.2015 22:43
S21 im Vergleich:

Zuletzt hatte die DB AG als größeres Bauwerk unter einer deutschen Großstadt im Dezember 2013 den City-Tunnel-Leipzig eröffnet - mit 3,6 km Länge, einer Bauzeit von 13,5 Jahren und für 960 Millionen Euro Kosten.
(siehe DB ProjektBau GmbH,
http://wwwm.htwk-leipzig.de/~m6bast/rvlprojekte/140122RVLprojekteTobianCityTunnelLeipzig.pdf)

S 21 soll über 60 km Tunnel umfassen.
Wenn die DB AG in Stuttgart so flott voran kommt wie in Leipzig, kann das Werk im Jahre 2235 in Betrieb gehen.
Und wenn sie so kostengünstig arbeitet wie in Leipzig, sind zur Fertigstellung 16 Milliarden Euro nötig.

Keinesfalls vergleichbar?
Hier ein Auszug aus dem Gutachten des sächsischen Rechnungshofs:
„Bei der Festsetzung des Ausgangswertes von rd. 572 Mio. € hat die S-Bahn Tunnel Leipzig GmbH dem Grunde nach bekannte kostenrelevante Sachverhalte nicht in Ansatz gebracht. Dazu gehören Risiken, übliche Sicherheitsmargen und zu niedrig angesetzte Kostenpauschalen, wie bspw. für Planungsleistungen. Der Freistaat Sachsen als Gesellschafter der S-Bahn Tunnel Leipzig GmbH hätte auf die Einrechnung dieser Faktoren in den Ausgangswert hinwirken müssen.
Der Großteil der unvorhersehbaren Mehrkosten entstand durch Planungsänderungen, gestiegene Material- und Baupreise, zusätzliche Sicherheitsanforderungen und Bauzeitverlängerungen. … Der Freistaat Sachsen muss den größten Anteil an den Mehrkosten tragen. Dies resultiert aus dem für den Freistaat Sachsen unvorteilhaften Vertragswerk.“
http://www.rechnungshof.sachsen.de/files/SRH_Gutachten_CityTunnelLeipzig.pdf

Der sächsische Rechnungshof ist zwar spät, aber immerhin noch während der Bauzeit aktiv geworden.

Es wäre allen im Ländle arbeitenden Steuerzahlern sehr zu wünschen, dass sich der Landesrechnungshof Baden-Württemberg baldmöglichst mit dem "X" befasst, das neben den 823,8 Mio. Landesfinanzierung in S 21 steckt!

Müller, 18.12.2015 17:10
In der Schweiz, Österreich usw. werden Saccardo-Düsen zur Tunnelentrauchung eingesetzt.
Aber dort gehen wahrscheinlich die pensionierten Ingenieure mit ihren Enkelkindern spazieren.
Da gibt es keinen Heydemann.
Ergo wissen die gar nicht, dass das alles Murks ist was die in den Bergen so machen.
Ich weiß nicht wieviele Jahre der Hert schon raus aus der Branche ist, aber von modernem Brandschutz scheint er nicht viel zu verstehen.
Bei S21 ist alles ganz schlimm. Danke an die alten Leute die sich jeden Montag treffen und düstere Prophezeiungen predigen. Wie im Mittelalter.

CharlotteRath, 18.12.2015 08:47
@müller
"mir hat ein Geräusch den Weg versperrt."

Bei 110 dB(A) liegt die Schwelle, ab der empfindliche Menschen (wie z. B. Kinder) spürbaren Schmerz durch den Lärm empfinden. 120 dB(A) ist doppelt so laut. 120 dB(A) gelten nach offiziellen Quellen als "unerträglich" (siehe z. B. Website des Bundesumweltministeriums).

Macht aber nix, wenn man das nicht weiß.
Schließlich haben nur Hausfrauen und pensionierte Ingenieure Zeit, sich mit so etwas zu befassen ...

Müller, 17.12.2015 18:24
Oho, ein pensionierter Ingenieur mimt den Experten. Hui.
Willkpmmen bei den Malern, Theaterregisseuren und Hausfrauen.

"... Die hohe Luft-Ausblasgeschwindigkeit sowie extrem laute Zischgeräusche bis zu 120 Dezibel versperrten den Flüchtenden den Fluchtweg...."

Warum sind Sie nicht weitergegangen?
Mir hat ein Geräusch den Weg versperrt.
Ach so...

Horst Ruch, 17.12.2015 18:20
.....es ist schon abstrus, mit welcher Unbekümmertheit und gleichzeitiger Arroganz unsere Landes-und Stadtpolitiker sich von den "Strategen" der DB "AG" verdummen lassen. Als Architekt Ingenhoven vor Jahr und Tag einmal äußerte- es seien nicht von ihm autorisierte falsche Pläne im Umlauf , waren die Alarmglocken bewußt beim Stadtplanungsamt der Stadt auf stumm geschaltet. Die Inszenierung mit Ingenhovens/Frei Otto's Kelchachtel-Musterstützen-Besichtigung war offensichtlich ein Werbegag zur Zeitgewinnung des nicht einhaltbaren Terminplanes. Oder wie sonst kann so ein Witz in die Öffentlichkeit gelangen, daß obwohl alle Brandschutzfragen "vor"geklärt seien, der Architekt nicht weiß, wie die mit Recht beanstandeten, unmöglich platzierten, beengenden Treppenhäuser zustandegekommen sind. Hatte doch Heydemann bereits bei einem Brandschutzabstimmungsgespräch beim EBA am 23.07.2014 unter anderen, einen Mitarbeiter aus Ingenhovens Büro erwähnt.
Noch schlimmer als lächerlich macht sich der Vorhabenträger genannt DB "AG ", sowie deren Auftraggeber - also die Körperschaften des öffentlichen Rechts- durch ständige Dementis die erkennbaren Fehler des "best"geplanten Projektes abzustreiten.
Unbestreitbar, ein kompliziertes Projekt, S21. Das war zwar immer schon bekannt, wird aber durch Lügen nicht normaler. Durch die gestern zum wiederholten Male bekanntgemachten prognostizierten Finanzierungskosten um die 10 Mia. durch Vieregg wird wohl endlich für die Großsprecher Grube und Kefer die Luft dünner, auch hoffentlich für die zur nächsten Wahl wieder bereitstehende "demokratische" Regierungsriege, die neben der Negierung der planerischen Fehldiagnosen auch noch den Bundesrechnungshof daran gehindert hat, die etwa gleichlaufende Bausumme von Vieregg der Öffentlichkeit bekanntzugeben.

Oberham, 17.12.2015 17:29
Aktueller den je...
https://oberham.wordpress.com/2013/03/05/das-s21-x-dekaden-happening/

Ein Vorkommentierender Artgenosse hat eines schön auf den Punkt gebracht - die kommende Generation darf den Dreck auch hier wegräumen.
Allerdings ist fraglich, ob sie überhaupt noch die Chance dazu erhält.

Wir dulden die Kleptokratenparties, da es uns selber trotzdem extrem gut geht, wir unglaubliche Privilegien beanspruchen.

Mal sehen, wohin das führt - ein Loch in Stuttgart dürfte da noch eines der kleinsten Probleme sein.

Blender, 17.12.2015 17:24
Wenn die Bahn sagt das kostet 6,5 Mrd dann meint sie damit genau so lange 6,5 Mrd. bis diese Verbraucht sind, und dann sagt sie, jetzt haben wir schon so viel ausgegeben, jetzt müssen wir auch fertigbauen. Das war kurz vor der Volksabstimmung auch schon so, kurz vorher Verträge unterschreiben damit der Ausstieg möglichst teuer wird.
Falls es so kommt:
Nehmt die Tunnelröhren um die Autos aus der Stadt zu bringen und lasst die Züge an der frischen Luft.
Man sollte die Manager wegen Betrug und Übervorteilung ins Gefängnis bringen.

F. Fischer, 16.12.2015 18:24
Die Bahn dementiert natürlich die fast 10 Mrd. als "fern der Realität". Neuprojekt- ... ....ich verkneife es mir ... - sprecher Hamann (Ex-StN), die StN und die DB nebst weiteren "seriösen" Presseorganen (leider oft auch der SWR) waren schon immer fern der Realität. Bezahlte .... oft justitiable ... Hetze gegen Bürger, die Grundrechte wahrnehmen, Rechtfertigung von Verfassungsbrüchen, Rechtsbrüchen und Staftaten durch Mappus und Co., ein willfährige gesetzesvergessende Polizeiführung, rechtswidrig brutalst prügelnde Polizistenhorden, eine merkwürdige Staatsanwaltschaft in Stuttgart nebst Vorgesetzten, seltsame Bürgermeister und ein feiger Ex-OB? Ist nicht das die durch Tatsachen und Urteile belegte Realität?

Und was machen Grün/Rot? "Kridisch-konschdrugdiv" wegschauen? Sich von der DB und ihren bezahlten Kommunikationschergen vorführen lassen? Bin gespannt.

Blender, 16.12.2015 09:45
Da Rauch nach oben steigt müssen die wichtigsten Fluchtwege am tiefsten Punkt der Tief-Schief-Haupthaltestelle S21 beginnen und durch dichte, bis 2 Meter über dem Boden, von der Decke herabhängende Brandschutzvorhänge vor Verrauchung geschützt werden. Solche segmentierenden absenkbaren Rauchbremsen (oder deckenhohe Brandschutztüren) bräuchte man auch in den schrägen Tunnelröhren um die unkontrollierte Ausbreitung der Hitze und des Rauchs zu verhindern, was aber wegen der Stromkabel an der Decke schwierig wird. Eine dritte stromführende Schiene (wie in der Metro in Paris) neben den Gleisen wäre da vielleicht eine Idee. Ich bin mal gespannt wie der Murks weitergeht.
Ich befürchte, dass wohl die meisten die FÜR S21 gestimmt haben die Einweihung nicht mehr erleben werden und ich bedauere, dass die meisten die die Schulden abbezahlen müssen und unter fehlendem Geld leiden nicht abstimmen konnten.

AndreasE, 16.12.2015 09:40
"Die Bahn dementiert und rechnet weiter mit 6,5 Milliarden Euro."
Das ist das Offizielle. Demnächst tagt der Aufsichtsrat nach Auskunft der Stuttgarter Zeitung (heute 16.12. unter dem Titel "Bahn hofft auf
Milliardenerlöse") in Berlin, um Teile an Tochtergesellschaften (u.a. DB Schenker und die britische DB-Tochter Arriva) an Privatinvestoren zu verkaufen. Grund hierfür u.a. : Noch mehr Geld für Stuttgart-21 frei zu bekommen.
Der Konzern glaubt also selbst nicht an seine eigenen Aussagen.

Thomas A, 16.12.2015 09:35
Wieso fällt mir immer Peter Löscher ein ? Der wurde mal Siemenschef wegen einer Korruptionsaffäre unter seinem Vorgänger. Siemensmitarbeiter hatten im Ausland bestochen. Das war in Deutschland sogar von der Steuer absetzbar. Wieso er gegen seine Verkäufer vorgehe sinngemäß...."sie haben ihren beruflichen Erfolg mit illegitimen Mitteln erzielt. Es spielt keine Rolle, dass sie dabei kein Geld für sich abgezweigt haben. Die beruflichen Vorteile beim Arbeitgeber Siemens waren ja dann legal. Das ist für mich Korruption." Wenn man das auf ausbleibende berufliche Nachteile bei Nichterfüllung anwendet passt das permanent zur Schande21.

Thomas A, 16.12.2015 09:04
Ein knappes Jahrzehnt hat der zuständige Branddirektor bei den wesentlichen Punkten den Kopf geschüttelt. Vor nicht allzu langer zeit wurde ein Posten ausgeschrieben...Stadt Stuttgart: Branddirektor zuständig für S21.
Ergibt sich die Fragen ist dieser Posten komplett neu und lag der die Besetzung nicht vor der Ausschreibung fest. Der "Neue" scheint Umstände durchzuwinken deren Sachverhalt den Brandschutz 10 Jahre nicht genehmigungsfähig machte. Einsatzzeit der Feuerwehr - 30min bei Addition günstiger Annahmen 24min. Jetzt soll in einer Simulation die Verrauchungsgeschwindigkeit langsamer bzw Fußgängerbereiche länger rauchfrei gehalten werden können.

Die Windgeschwindigkeit 100km/h der saccardodüse ist gerade noch Windstärke 10 . Und die 120dB machen so Sätze wie..ich brauche Hilfe...beeilen Sie sich...falsche Richtung....unhörbar. Man hätte deshalb schon gerne gewusst, wo dieses durchaus alte Prinzip in Tunneln mit Fußgängerfluchtweg eingesetzt wird. Dieses weisse Kaninchen erinnert an die Sprühnebelanlage. Eine Solitärlösung deren Un/wirksamkeit nicht sofort von jedem Feuerwehrmann mangels Erfahrungen als unzureichend demaskiert werden kann. Die ersten Murkslösungen/planungen lagen ausreichend lange im PfB öffentlich vor und haben sich vor Baurealisierung im Dunst aufgelöst. Jetzt soll die Genehmigungshürde durch Vernebelung/Verrauchung überrannt werden.

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Ausgabe 277 / NSU: Zu viele Zufälle / Michael Kuckenburg, 26.07.2016 09:29
Hallo Herr "Barolo", schön, dass Sie sich nochmal gemeldet haben! Noch schöner wär's gewesen, wenn Sie meine Frage - die ging nicht an den Verfasser des Artikels, sondern an Sie - beantwortet hätten. Die lautet/e...

Ausgabe 277 / NSU: Zu viele Zufälle / Barolo, 26.07.2016 00:56
Also nochmal ganz langsam und einfach. Hat irgend jemand der Kommentatoren hier eine fundierte Aussage die dem artikel wiederspricht? Glaubt jemand, Herr Drexler wird im zweiten Anlauf wirklich versuchen den Heilbronn mord...

Ausgabe 277 / NSU: Zu viele Zufälle / Michael Kuckenburg, 25.07.2016 12:03
Hallo "Schwabe" und "Barolo", Sie haben hier behauptet, es gebe in Deutschland einen "tiefen Staat" (Teile von Regierung, Parteien, Geheimdiensten, Rechtsextremen, Organisierter Kriminalität usw.), der hinter den Kulissen der...

Ausgabe 277 / Warum nicht zu Ende gebaut wird / Fritz, 24.07.2016 22:39
Ich finde den Umgangston, den hier einer der Teilnehmer anschlägt, wirklich extrem unangenehm. Und das ist auch nicht das erste Mal.

Ausgabe 277 / Warum nicht zu Ende gebaut wird / D. Hartmann, 24.07.2016 19:02
Das Festhalten an S2x wird noch unverständlicher, wenn man sich mal für ein paar Minuten den Luxus erlaubt, die schwäbische Nabelschau zu beenden, um den Blick ins benachbarte Ausland schweifen zu lassen. Während man in Deutsch- und...

Ausgabe 277 / NSU: Zu viele Zufälle / adabei, 24.07.2016 18:23
Über eines muss sich jeder einigermaßen klar denkende Mensch im Klaren sein: In diesem unserem Land, das – um es mal ganz freundlich zu formulieren – mit der faschistischen Gewaltherrschaft nun keine wirklich guten Erfahrungen...

Ausgabe 277 / Warum nicht zu Ende gebaut wird / invinoveritas, 24.07.2016 13:22
ausgerechnet einer, der hier fortwährend kreuzzüge gegen andersdenkende führt respektive sie als schurken hinstellt, verlangt, anderen "ihre meinung zu lassen"; zudem will er anderen ihre themen vorschreiben; und er ruft nach zensur,...

Ausgabe 277 / Warum nicht zu Ende gebaut wird / Schwabe, 23.07.2016 18:52
Invinoveritas ist gegen S21, greift aber ausschließlich andere Kommentatoren an anstatt z.B. seiner Ablehnung mehr Ausdruck zu verleihen und anderen ihre Meinung zu lassen. Entspricht das der von der Kontext-Redaktion...

Ausgabe 277 / Warum nicht zu Ende gebaut wird / M. Stocker, 23.07.2016 16:50
So, nun haben wir den Salat. Bis Mittwoch dieser Woche konnten sich die Befürworter des Schwachsinnsprojektes 21 dahinter verstecken, dass es "keinesfalls" andere Schienenprojekte kannibalisiert. Pünktlich zur 10-Mrd.-Botschaft des BRH...

Ausgabe 276 / Hagen, der Lokführer / Matthias Funk, 23.07.2016 12:31
Gefährdung der Sauschwänzlesbahn durch Fledermäuse stimmt so wie im Artikel beschrieben nicht. Es gab lediglich ein Winterfahrverbot von November bis März. Dieser Fahrverbot wurde nun durch den VGH in Mannheim, bis zu einer...

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