KONTEXT Extra:
Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


SPD-Parteitag: 93,99 Prozent für Leni Breymaier

Noch mehr wäre kitschig gewesen: Die frühere Verdi-Bezirksleiterin Leni Breymaier wurde mit 93,99 Prozent der Stimmen auf dem Parteitag in Schwäbisch Gmünd zur SPD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl am 24. September gekürt. Damit zieht die Südwest-SPD erstmals seit ihrer Gründung 1952 mit einer Frau und – überhaupt erst zum zweiten Mal – auch mit einer VertreterIn des linken Flügels in einen Wahlkampf für den Bundestag. Zuvor hatte die 56-Jährige einen engagierten, kreativen Wahlkampf ohne Hass, ohne Lügen und ohne Beleidigungen versprochen. Sie werde kämpfen um jedes Zehntelprozent. Als Sinnbild präsentierte sie zwei Löwen, einen roten aus dem 3D-Druck und ein Steifftier, die "uns zum Sieg führen werden".

Wie ein Popstar wurde schon bei seinem Einzug in die Halle Martin Schulz gefeiert. "Mit jedem Mann und jeder Frau steht die SPD in Baden-Württemberg hinter dir", so Breymaier, die Schulz als "den künftigen Kanzler" vorstellte. Schulz selber erklärte, die SPD wolle stärkste Partei in der Bundesrepublik werden und er selbst die nächste Bundesregierung führen: "Wir haben eine gute Chance." Inhaltlich widmete sich der künftige SPD-Bundesvorsitzende in seiner halbstündigen Rede auch dem von CDU, FDP und den Arbeitgeberverbänden kritisierten Vorschlag, im Falle einer Qualifizierung die Bezugsdauer des Arbeitslosengeld II zu verlängern. Nicht von dieser Zeit hänge die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland ab, sondern von Qualifizierung von Facharbeiterinnen und Facharbeitern. Deshalb müsse die Bundesagentur für Arbeit zu einer Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung umgebaut werden. Grundsätzlich widersprach er auch Kritikern, die "mir Sozialromantik vorwerfen". Die SPD wolle "nicht 82 Millionen Einzelschicksale in die Hand nehmen". Wer aber ins Kanzleramt der Bundesrepublik Deutschland einziehe, der müsse "im Herzen ein Gefühl für die Alltagsprobleme der Menschen haben".

Mehr zum Thema: "Leni, vidi, vici"


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Stürmische Zeiten für den schlauen Fuchs von "Report Mainz". Foto: ARD, Montage: Kontext

Stürmische Zeiten für den schlauen Fuchs von "Report Mainz". Foto: ARD, Montage: Kontext

Ausgabe 281
Medien

Unter Strom gesetzt

Von Jürgen Lessat
Datum: 17.08.2016
Angriff ist die beste Verteidigung: Der Südwestrundfunk dreht den Spieß um und bezweifelt die Glaubwürdigkeit des Kontext-Artikels ("Böse Böen aus Südwest") über eine Windkraft-Reportage in "Report Mainz". Autor Jürgen Lessat antwortet auf die SWR-Stellungnahme, die am Schluss des Textes verlinkt ist: Noch mehr Kritik ist angezeigt.

Zugegeben, der Vorwurf, dass ausgerechnet eine Vorzeigeredaktion des SWR einseitig und tendenziös berichtet, gar Wahrheitswidriges verbreitet, wiegt schwer. Ich hatte mir – übrigens auf Anregung von Kontext-Lesern – die Dokumentation "Der Kampf um die Windräder" von "Report Mainz" genau angeschaut, in der laut Sender die "Auswüchse der Boomindustrie" aufgezeigt werden. In dem Kontext-Artikel wird die heftige Kritik, die der Beitrag im Netz auslöste, wiedergegeben und beschrieben, zu welchen Ergebnissen ein Faktencheck führte: Sprich, dass einige entscheidende Behauptungen des Films über Windenergie nicht stimmen. Für mich hat "Report Mainz" seither ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem. 

Derartige Vorwürfe wollte die "Report Mainz"-Redaktion nicht auf sich sitzen lassen. Zum Kontext-Beitrag verfasste Gottlob Schober, der stellvertretende Chef vom Dienst (CvD), eine ausführliche Stellungnahme. "Der Artikel der Kontext:Wochenzeitung enthält zahlreiche Behauptungen, die so nicht zutreffen", heißt es wörtlich in dem Schreiben. Anhand von zehn Beispielen glaubt der CvD, dies belegen zu können. Sein Fazit: Nicht "Report Mainz" hat ein Glaubwürdigkeitsproblem, sondern der Kontext-Beitrag.

Es blieb nicht der einzige Rechtfertigungsversuch von "Report Mainz". Wenige Tage nach Ausstrahlung des Beitrags wandte sich das SWR-Magazin auf der eigenen Homepage an seine Kundschaft. "Uns haben ausgesprochen viele Zuschriften erreicht – zum Teil mit sehr positiven Reaktionen, zum Teil mit deutlicher Kritik", heißt es zur Begründung. Doch während der Zuspruch erfreut haben dürfte, wird die massive Kritik keinesfalls akzeptiert. Die Vorwürfe, "statt solider recherchierter Fakten nur auf die Tränendrüse gedrückt" oder "beliebig absurde und falsche Argumente aneinandergereiht" zu haben, weist die Redaktion auf ihrer Internetseite "entschieden zurück".

Windräder drehen sich langsam und brummen bedrohlich

Tatsächlich bietet die halbstündige Reportage noch weitaus mehr Kritikpunkte, auch leisteten sich die Autoren Achim Reinhardt und Claudia Butter noch mehr Fehler, als in "Böse Böen aus Südwest" beschrieben ist. Unerwähnt blieb beispielsweise, wie die SWR-Autoren die Meinung der Zuschauer zur Windenergie zu manipulieren versuchen. So beginnt der Film mit Aufnahmen einer Familie, die durch ostfriesisches Heideland spaziert. Im Hintergrund drehen sich langsam Windräder. Nur: Der Ton im Film passt nicht zur Szenerie. Zu hören ist ein bedrohliches Brummen, das von einer schnell drehenden Turbine stammt und aus nächster Nähe eines Windrades aufgenommen sein muss. Wenig später wird das Ehepaar in freier Landschaft befragt, outet sich als erklärte Windkraftgegner. Und wieder drehen sich Windräder in rund 100 Meter Entfernung im Rücken der Interviewten. Doch diesmal ist außer Stimmen nichts zu hören. Für das "Report Mainz"-Mikrofon bleiben die Rotoren unhörbar. Doch die subtile Angstmache zieht sich durch den gesamten Film: An mehreren weiteren Stellen ist das bedrohliche Brummen (de)platziert.

Der umstrittene Beitrag, exklusiv im Ersten. Screenshot
Der umstrittene Beitrag, exklusiv im Ersten. Screenshot

Ausgespart blieb auch, wie die "Report Mainz"-Autoren am Beispiel einer alleinerziehenden Mutter sozialpolitische Defizite unserer Gesellschaft zu einem energiepolitischen Skandal ummünzen – und dabei mit falschen Zahlen und Zusammenhängen hantieren. "Die Quittung für die Energiewende bekommt sie jeden Monat mit der Stromrechnung – und die wird immer höher", heißt es im Film über die prekäre Situation der Protagonistin. Behauptet wird, dass die Geringverdienerin, die mit ihren beiden Söhnen von knapp 1000 Euro im Monat leben muss, Strom spart, wo es nur geht. Dass sie weder Spülmaschine noch Trockner hat. "Trotzdem ist ihre Rechnung seit 2008 auf mehr als das Doppelte gestiegen – auf rund 90 Euro im Monat. Weil sie die nicht mehr bezahlen kann, droht ihr jetzt die Stromsperre", behauptet der Film. Was aber nicht stimmen kann. Seit 2008 bis heute sind die Strompreise in Deutschland laut Statistischem Bundesamt um rund 30 Prozent gestiegen. Eine Nachfrage beim örtlichen Energieversorger ergibt: Die EnBW, der Grundversorger am Wohnort der Alleinerziehenden unweit von Stuttgart, hat im gleichen Zeitraum den Grundstromtarif um knapp 39 Prozent erhöht (20,53 auf 28,71 Cent brutto/Kilowattstunde im Tarif EnBW-Komfort).

Eine alleinerziehende Mutter wird zum Opfer der Windenergie

"Natürlich bin ich nicht gegen die Energiewende, aber wenn es im Endeffekt auf mich als Verbraucher umgelegt wird und ich jedes Jahr höhere Strompreise habe, bringt mir das auch nichts", klagt die Mutter weiter. Die Autoren lassen dies unkommentiert, um anschließend selbst zu behaupten, dass der Boom der Windenergie die Preise in die Höhe katapultiere: Wie andere Energiewende-Kritiker macht auch "Report Mainz" somit Anlagenbetreiber und die steigende Produktion von Ökostrom einseitig zum Sündenbock für den starken Anstieg der EEG-Umlage.

Dabei treiben vor allem Fremdkosten, wie die gefallenen Großhandelspreise an der Strombörse und die Befreiung vieler Industrieunternehmen von der Umlage, die Kosten nach oben, stellt das Portal "Strom-Report" klar. Laut Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hatte die reine Ökostromförderung in 2014 nur noch einen Anteil von 42 Prozent (2,61 von 6,24 Cent) an der EEG-Umlage. Der gefallene Börsenpreis verursachte 23 Prozent (1,45 Cent) und die Industrieprivilegien noch einmal 20 Prozent (1,25 Cent) Zusatzkosten.

Die nicht befreiten Stromverbraucher entlasteten auf diese Weise die Unternehmen im Jahr 2014 mit 4,8 Milliarden Euro und subventionierten so die großen Industriebetriebe mit 1,25 Cent pro Kilowattstunde. Eine Durchschnittsfamilie mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden, so viel wie etwa die Alleinerziehende im Film verbraucht, zahlte 2014 knapp 220 Euro Ökostrom-Umlage, davon entfielen rund 44 Euro auf Industrie-Rabatte. "Die ursprüngliche Förderung der erneuerbaren Energien ist zur Förderung der energieintensiven Industrie mutiert", sagt Norbert Allnoch, Gründer des Internationalen Wirtschaftsforums Erneuerbare Energien (IWR). Warum die Strompreise für Haushalte steigen, obwohl sie an der Strombörse dank erneuerbarer Energien auf Rekordtiefs fallen, erklärt das IWR anschaulich unter diesem Link.

Was hängen bleibt: Die Windkraft ist böse

Dass die frühere schwarz-gelbe Bundesregierung an diesem Missverhältnis großen Anteil hat, wird bei der Lektüre des Artikels ebenfalls klar. Doch derart Hintergründiges verschweigt "Report Mainz" im "Kampf um die Windkraft" geflissentlich. Was nicht nur Kontext, sondern auch dem Medienmagazin "Meedia" auffiel: "Statt einzelne Missstände konsequent und durch Fakten belegt aufzudecken, wird eine Branche pauschal an den Pranger gestellt und eine Energieform verdammt. Außer der emotional aufgeladenen Botschaft 'Windenergie ist böse' bleibt nichts hängen." 

Anders als "Report Mainz" will ich der alleinerziehenden Mutter (und natürlich auch allen anderen Verbrauchern) aus der Klemme mit den steigenden Stromrechnungen helfen: Beim Wechsel von Stromversorger und Stromtarif lassen sich jährlich Hunderte Euro sparen. Bis zu einem Drittel weniger müssen Verbraucher zahlen, wenn sie den günstigsten Anbieter wählen, wie der Preisvergleich auf einschlägigen Internet-Portalen zeigt. Denn an Neukunden geben Energiekonzerne und Stadtwerke den durch den Boom der Erneuerbaren gesunkenen Börsenstrompreis, der im Juni bei 2,8 Cent pro Kilowattstunde am Spotmarkt notierte, in Form von satten Wechselprämien weiter. Auch das war den "Report Mainz"-Autoren trotz monatelanger und intensiver Recherche nicht der Rede wert.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

Kh, 06.10.2016 16:19
Report mainz hat für mich schon immer, jedenfalls seit vielen Jahren, ein Glaubwürdigkeitsproblem. Es werden halt ständig Fakten und Meinung vermischt.

Es wird eine Geschichte erzählt und für die müssen die Fakten passend gemacht werden. Bsp.: Aus der Meinung der Mutter, das sei so, dass ihre Stromrechnung wg. Windstrom immer teurer wird, wird flux ein Fakt. Das wird dann auch noch vermischt, mit den 300.000 Zählersperrungen in Deutschöland/p.a.

Nein, das ist keine Stimmungsmache (Ironiemodus Ende).

Sehr bezeichnend auch die überwiegend flapsigen, teils agressiven bzw. gereizten, oft auch ausweichenden Antworten der stv. Chefredakteurin in der aktuellen Ausgabe der BWE-Mitgliedszeitung. Kritik ist nicht vorgesehen.

Peter S., 23.08.2016 10:22
Etwas gutes hat diese ganze Diskussion hier bei mir bewirkt.
Ich informiere mich aktiv zu dem Thema und versuche Fakten zu sammeln.
u.a. wurde ich bei Makroskop fündig

https://makroskop.eu/2016/08/ein-plaedoyer-fuer-kritische-fragen-nicht-nur-zur-energiewende/

someonesdaughter, 18.08.2016 23:53
"Guter Journalismus ist also, wenn er Kontext gefällt? D. h. die richtigen Prioritäten setzt?"

Halten wir mal kurz fest: Sie stellen zwei Behauptungen auf, verkleiden sie als Frage, bleiben aber Belege schuldig.

"Da waren letzte Woche unter Ihrem Artikel so viele Kommentare, die bedeutend mehr Aspekte der Thematik aufgegriffen haben, und offenbar alles für die Katz... Schade."

Nach Ihren Eingangs-'Fragen' jetzt die Retourkutsche: Guter Journalismus ist also, wenn die Kommentare aufgegriffen werden, die Ihnen passen?

"Was mich wirklich ärgert sind nicht die Vorwürfe mangelnder "politischer" Bildung einiger NDS- Jünger"

Ohne abwertendes Vokabular geht es wohl nicht, wessen "Jünger" sind Sie denn? DAtF? ENEN? FOATOM?

", obwohl ich das reichlich pseudo- elitär finde um nicht zu sagen kleingeistig."

Ich finde das reichlich dürftig – drei Schmähungen in einem Satz unterbringen, ist keine besondere Leistung.

"Sie werfen dem Chef vor, dass er sich hinter seine Leute stellt? Ernsthaft?"

Wieder ein missbrauchtes Fragezeichen, weil Sie gar keine echte Frage stellen. Der 'Chef' könnte sich übrigens _vor_ seine Mitarbeiter stellen, indem er die Kritik abfängt und zu widerlegen versucht. Stattdessen steht er aber irgendwo in der Gegend rum und versucht den Spieß umzudrehen und ruft aufgeregt 'selber, selber'. Ich weiss ja nicht, wie das bei Ihnen so ist, aber für einen 'Chef' der so unbeholfen reagiert, würde ich nicht so gerne arbeiten wollen.

"Und was das Beispiel der alleinerziehenden Mutter betrifft: So, wie erneuerbare Energien zur Zeit gefördert werden, ist sie eine ganz große Umverteilung von unten nach oben. Da mag die Darstellung ungenau gewesen sein, aber die Grundaussage ist richtig"

Und was genau ist jetzt die Grundaussage der manipulativen Methode? Sie sind schon der zweite, der so eine Behauptung aufstellt aber nicht konkret werden möchte. Sie können eine Antwort auch gerne mit Fragezeichen beenden, ich verstehe sie dann schon.

roland adam, 18.08.2016 11:25
wahrheit oder geld ------das ist hier die frage . sieht man sich an wer das sagen hat beim swr und welch ein postengeschachere dort parteiinteressen unterzogen wurde -----der kann von ausgewogener berichterstattung gar nicht mehr sprechen

Klaar Kiming, 18.08.2016 08:52
Guter Journalismus ist also, wenn er Kontext gefällt? D. h. die richtigen Prioritäten setzt?
Da waren letzte Woche unter Ihrem Artikel so viele Kommentare, die bedeutend mehr Aspekte der Thematik aufgegriffen haben, und offenbar alles für die Katz... Schade.
Was mich wirklich ärgert sind nicht die Vorwürfe mangelnder "politischer" Bildung einiger NDS- Jünger, obwohl ich das reichlich pseudo- elitär finde um nicht zu sagen kleingeistig.
Sie werfen dem Chef vor, dass er sich hinter seine Leute stellt? Ernsthaft?
Und was das Beispiel der alleinerziehenden Mutter betrifft: So, wie erneuerbare Energien zur Zeit gefördert werden, ist sie eine ganz große Umverteilung von unten nach oben. Da mag die Darstellung ungenau gewesen sein, aber die Grundaussage ist richtig.

someonesdaughter, 17.08.2016 17:50
@Hartmann Ulrich:

"Das monierte "Brummen" ist eine Untermalung des Sprechertextes, es wird nirgends der Eindruck erweckt, es handle sich um den Originalton."

Der ist gut, ist das neuerdings üblich beim SWR, Sprechertexte mit Brummtönen zu unterlegen? Muss mir irgendwie entgangen sein. Warum wurde eigentlich der Kernkraft-Lobbyist Pfeiffer nicht mit einem lustigen Brummton unterlegt? Oder mit dem gurgelnden Geräusch absaufenden Atommülls in der Asse?

Man erkennt hier sehr deutlich die Intention und ist verstimmt oder in den Worten von Pfeiffer:

'Es gehört schon eine ordentliche Portion Dreistheit (sic!) dazu.'

"Bei der auf mehr als das Doppelte gestiegenen Stromrechnung wird nicht behauptet (allerdings auch nicht bestritten), daß das nur auf die EEG-Umlage zurückgehe."

Eingeleitet wird die Stromrechnungsnummer mit "Die Deutschen zahlen diese Jahr für die Windkraft über die EEG-Zulage acht Milliarden Euro Subventionen" – und es geht nahtlos weiter mit "Menschen wie Nina Albig müssen dafür aufkommen".

Wir müssen hier keine Deutschstunde abhalten um zu sehen, worauf sich das "müssen DAFÜR aufkommen" bezieht, oder?

Auch hier erkennt man sehr deutlich die Absicht und ist verstimmt.

"Es wäre besser gewesen, der Autor wäre auf die Stellungnahme des SWR eingegangen."

Die Stellungnahme des SWR ist eine einzige Nicht-Stellungnahme, die hilflos (und vermutlich um die Defizite der Sendung wissend) versucht, den Spieß umzudrehen.

"Die Sendung war sicherlich einseitig, aber das sind viele Dokumentationen (wie auch Artikel Ihrer Zeitung)."

'Die anderen aber auch' ... meine Kinder kommen schon am Ende des Kindergartens damit nicht mehr durch.

"Reaktionen wie diese beiden Artikel und andere, darin zitierte, Stellungnahmen machen den Eindruck, daß Kritik am Ausbau der Windkraft generell nicht sein soll -"

Schade, dass Sie die Behauptung eines Eindrucks zwar aufstellen, aber so gar nicht belegen wollen. Wie der SWR versuchen Sie auch nur, den Spieß umzudrehen.

"und bestätigen damit die Grundaussage der Sendung."

Was ist denn nun die Grundaussage der Sendung mit dem selektiven lustigen Brummton und der Behauptung dass die alleinerziehende Mutter für die EEG-Umlage aufkommen muss?

Mike Morris, 17.08.2016 16:14
Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel. Allerdings möchte ich dennoch den letzten Absatz und die darin enthaltene Empfehlung kritisch hinterfragen:
Sie empfehlen, dass ein Wechsel des Stromverbrauchers bis zu einem Drittel der Kosten spare.
Dies lässt sich auf Dauer nicht erreichen und ist mit nicht unerheblichen Risiken verbunden.
Es gibt keinen echten Wettbewerb im Strommarkt, darum sind die auf selbsternannten "Verbraucherportalen" genannten Einsparungen in den allermeisten Fällen (>90%) unrealistisch und nicht zu erzielen. Das liegt daran, dass immer der schlechteste lokale Tarif als Vergleich verwendet wird. Darüber hinaus wird immer ein Wechselbonus oder ähnliches mit dem neuen Tarif verrechnet, welcher spätestens im Folgejahr zu höheren Kosten führt, weil er weg fällt. Der Verbraucher muss somit jedes Jahr wechseln um jedesmal durch den Wechselbonus eine kleine Summe zu sparen (oft nur 20EUR!).
In der Vergangenheit gab es bereits etliche Fälle, bei dem Kunden durch extrem hohe Wechselboni gelockt wurden. Da jedoch die Einstandskosten der Stromvermittler aufgrund des nicht vorhandenen Wettbewerbs weitgehend gleich hoch sind, trug dieses "Geschäftsmodell" nicht lange und die Firma ging Pleite (flexstrom u.a.). Fazit für die Kunden: Kein Strom , aber im schlimmsten Fall bereits eine Jahreszahlung geleistet!
Fazit: Auf Dauer ist diese Anbieterwechselei mit mehr Ärger und Aufwand verbunden, als beim örtlichen Anbieter nach einem Online-Tarif zu fragen.
Die Flexstrom Story können sie hier auf mehreren Seiten nachlesen: http://forum.oekotest.de/cgi-bin/YaBB.pl?num=1124712483/0

Hartmann Ulrich, 17.08.2016 11:44
Dieser Artikel hat mich dazu gebracht, mir die Reportage einmal anzusehen. Das monierte "Brummen" ist eine Untermalung des Sprechertextes, es wird nirgends der Eindruck erweckt, es handle sich um den Originalton. Bei der auf mehr als das Doppelte gestiegenen Stromrechnung wird nicht behauptet (allerdings auch nicht bestritten), daß das nur auf die EEG-Umlage zurückgehe.
Es wäre besser gewesen, der Autor wäre auf die Stellungnahme des SWR eingegangen.
Die Sendung war sicherlich einseitig, aber das sind viele Dokumentationen (wie auch Artikel Ihrer Zeitung). Weder die Windkraft noch die Energiewende werden darin allerdings grundsätzlich abgelehnt. Reaktionen wie diese beiden Artikel und andere, darin zitierte, Stellungnahmen machen den Eindruck, daß Kritik am Ausbau der Windkraft generell nicht sein soll - und bestätigen damit die Grundaussage der Sendung.

Schwabe, 17.08.2016 11:29
Bravo Jürgen Lessat und an die Kontext-Redaktion - Applaus!

Hier ein weiteres Beispiel wie die Meinung der Bevölkerung in Deutschland tagtäglich von öffentlich-rechtlichen Medien manipuliert wird bzw. beeinflusst werden soll - finanziert durch die GEZ-Gebühren.
"ARD – Mittagsmagazin macht Meinung" http://www.nachdenkseiten.de/?p=34627

Auch der SWR ist Gebührenfinanziert! Die Bevölkerung bezahlt ihre Meinungsmanipulation selbst.

M. Stocker, 17.08.2016 10:34
So hats früher schon (und in B-Filmen heute noch) im Kino funktioniert, warum also auf die 'passende' Geräuschkulisse verzichten, wenn man die Möglichkeit hat, ein inexistentes bedrohliches Hintergrundgeräusch dazuzumischen.
Das erinnert mich doch sehr stark ein ein anderes Schmierenstück der Propagandaklempner des SWR. Denen was es vor der letzten OB-Wahl offenbar zuwider, dass die Unterstützungsrede der Kanzlerin auf dem Stuttgarter Marktplatz für den Brezel-OB-Kandidaten aus Berlin im Publikum nur mit Beschallung in Gefechtslautstärke überhaupt hörbar war. Also ersetzte man flugs die Kamera-Tonspur durch die Original-Beschallung der CDU, und erhielt einen Landesschau-Bericht, bei dem 3000 Zuhörer andächtig der Rede der Kanzlerin lauschten. Der Pflicht zur 'Ausgewogenheit' entledigte man sich durch einen stummen 500 ms-Schwenk auf die Plakate der Protestierenden.
Diejenigen, die dabei waren, wissen wie es damals gelaufen ist: ca. 500 desorientierte und über das Ausmaß des Protests geschockte herbeigekarrte CDU-Landeier und Kanzlerinnenfans inklusive der Bierbüdchenbetreiber der JU waren auf verlorenem Posten gegen die Protestierenden. Fast der gesamte abgesperrte Bereich vor der Bühne war gähnend leer, da die wenigen VIPs säuerlichen Gesichts auf Bühne standen, und die Rentner der CDU wohl aufgrund der mörderischen Beschallung zurecht Schäden an Ohren und Hörgeräten befürchteten. Ein Schwenk auf diese Szenerie hätte die Propaganda des SWR wie eine Seifenblase platzen lassen. Alles in zahlreichen Youtube-Filmchen verifizierbar. Im Sinne von Herrn Boudgoust sicher auch ein Paradebeispiel für anspruchsvollen Journalismus.

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Schwabe, 23.03.2017 17:35
Auch von mir vielen Dank an den Autor und an Kontext (E.M., 22.03.2017 01:27 hat das wunderbar formuliert). Dennoch, um das erfolgreich anzupacken bzw. umzusetzen was Fabian Scheidler so treffend wie beängstigend und unmissverständlich...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / CharlotteRath, 23.03.2017 14:51
Fußgängerstegle ... eine echt schwäbische Lösung. München hat sich einen Park gegönnt, um zwei voneinander getrennte Stadtteile über eine große Straße hinweg zusmmenzuführen: https://de.wikipedia.org/wiki/Petuelpark Mit...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Bruno Neidhart, 23.03.2017 09:51
Selbstverständlich bräuchte Stuttgart in dieser Kulturecke einen Fußgängersteg. Möglichst als breite Grünbrücke. Dies hat weder mit Sozialwohnungen, noch mit Kitas zu tun. Es ist eine andere, ebenso stadtbildende Ebene.

Ausgabe 312 / Afrika kommt / Dr. Diethelm Gscheidle, 23.03.2017 09:24
Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich ist es äußerst wichtig, Entwicklungshilfe zu betreiben - und das geht natürlich jeden Einzelnen von uns an. Als bekennender und praktizierender Katholik ist mir die Entwicklungshilfe...

Ausgabe 66 / Gnadenlose Bank / Gerald Wiegner, 22.03.2017 22:45
Das ist eine traurige, aber wahre Geschichte. Ich habe mit Herrn Nusser telefoniert und möchte noch folgende Ergänzung machen. Herr Nusser war ein langjähriges Genossenschaftsmitglied. Genossenschaften sind gesetzlich verpflichtet...

Ausgabe 312 / Lipps Liste / Horst Ruch, 22.03.2017 22:22
....was soll man denn von politischen Karrieristen wie Kretschmann &Co eigentlich noch erwarten? Es gibt nur eine Antwort: nichts.

Ausgabe 311 / Sehnsucht nach Franz Josef Strauß / Gela, 22.03.2017 19:54
Kontext sollte diesem wichtigen Thema weitere Artikel widmen. Die Kommentare zeigen, daß die Spannbreite der Einstellungen dazu riesig ist, wobei jeder etwas anderes unter Haßreden versteht. Die einen verteidigen (mit Recht ) die...

Ausgabe 312 / Reiche auf der Flucht / Jürgen Michels, 22.03.2017 19:02
Nicht nur Billigheimer dürften die Luxusschuppen vertreiben, Stuttgart 21 mit seinen »modernen« Stadtquartieren tragen zum Niedergang der Topadresse Königstraße bei. Feststellen läßt sich das am Beispiel Berlin, wo der Ku-Damm –...

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Pierre C., 22.03.2017 18:57
Entscheidender als das Prinzip "aus Geld mehr Geld zu machen" ist auch im Kapitalismus das Prinzip "aus Geld mehr Macht zu machen". Das Machtbedürfnis des Einzelnen und von Kollektiven ist, wie der Selbsterhaltungstrieb oder Sexualtrieb,...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Wolfgang Jaworek, 22.03.2017 18:14
Fake und Statistik Der Kommentator "Dr. Gscheidle" ist wohl eher ein "Feikle" (Verkleinerung von Fake). Aber ernsthaft: Die Einhegung der freien Verfügungsgewalt der Immobilieneigentümer durch Baurecht, Denkmal- und Mieterschutz...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!