KONTEXT Extra:
Abschiebung nach Afghanistan: Strobls "katastrophale Pannen"

Immerhin eines ist geklärt: was CDU-Innenminister Thomas Strobl unter dem "konsequenten Vollzug von Recht und Gesetz" versteht. Nach einer Einzelfallprüfung durch sein Haus sollten am Mittwochabend ein psychisch kranker Mann, der per Gerichtsbeschluss schon einmal von der baden-württembergischen Abschiebe-Liste geholt wurde, und ein afghanisch-türkischer Familienvater aus München nach Kabul reisen müssen. Abermals griffen Gerichte ein. Der grüne Koalitionspartner tobt, von "katastrophalen Pannen" ist die Rede und davon, dass der CDU-Landeschef alle Absprachen gebrochen hat. Sogar Ministerpräsident Winfried Kretschmann knöpfte sich den Stellvertreter vor. Und die baden-württembergischen Jusos sprechen von einem "Spiel mit dem Leben der Betroffenen". Dass wieder Gerichte "eingreifen müssen, um diesem Irrsinn ein Ende zu setzten, zeigt, wie leichtfertig mit dem Schicksal einzelner Menschen umgegangen wird". Die Landesregierung habe den Spielraum, "das zu stoppen, und muss diesen endlich nutzen".

Bisher wollte sich Kretschmann dem vorübergehenden Abschiebestopp nach Afghanistan, den andere grün-mitregierte Länder bereits umsetzen, allerdings nicht anschließen. Der Druck auf ihn steigt aber weiter, nachdem am Mittwoch auch ein Mann abgeschoben wurde, der seit Jahren einen Arbeitsplatz in Baden-Württemberg hatte. Außerdem ist Strobl weiter uneinsichtig und will die Aufregung beim Koalitionspartner, bei den Jusos, den Flüchtlingsorganisationen und vielen Unterstützern vor Ort nicht verstehen. Stattdessen sieht er in einer Aussetzung von Abschiebungen eine "Aushöhlung des Rechtsstaats". Er könne nicht nachvollziehen, sagt der Merkel-Vize, dass es Länder gibt, die sich "systematisch weigern", geltendes Recht zu vollziehen: "Das sind Schläge gegen den Föderalismus."

Mehr zum Thema: "Späte Einsicht", "Kritik ist Lüge", "Der Hardliner", "Geisterfahrer unterwegs" https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/300/der-hardliner-4100.html


Alles von vorne

Nicht alle bekommen eine zweite Chance, baden-württembergische Landtagsabgeordnete nehmen sie sich: Mit einem sogenannten Aufhebungsgesetz beginnen die Reparaturarbeiten nach dem bisher größten Aufreger der Legislaturperiode, der im Hau-Ruck-Verfahren beschlossenen knappen Verdoppelung der Pauschalen für Aufwand und Wahlkreis, sowie der Rückkehr zur staatlichen Altersversorgung. Die Grünen wollten alle Vorhaben gemeinsam auf den Prüfstand stellen, CDU und SPD setzten sich durch mit einer Expertenkommission, die allein die Rentenreform prüfen wird.

Zuerst allerdings muss Mitte März das entsprechende Gesetz endgültig aufgehoben werden. Danach werden die Experten, einschließlich jener vom Rechnungshof, benannt. Irgendwann im Herbst soll dann mit jener Transparenz, an der es im ersten Durchlauf bitter mangelte, über die Veränderungen, mit denen eine Anhebung der Alters- und Hinterbliebenenversorgung einhergeht, diskutiert werden. Eile haben die Abgeordneten keine, denn niemand will sich ausgerechnet in den Wochen vor der Bundestagswahl abermals Vorwürfen aussetzen, sich eine Luxuspension auf Staatskosten zu genehmigen. (22.2.2017)

Mehr zum Thema: "Raffkes mit Mandat"


Fahrverbote beschlossen – Nordost-Ring vom Tisch

Wie ein Gespenst geisterte seit Wochen ein vor fast 40 Jahren beerdigtes Verkehrsprojekt durch die Debatte um Feinstaubalarmtage und Fahrverbote in der Landeshauptstadt: der Nordost-Ring. Jetzt hat Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) allen Spekulationen eine Absage erteilt. Auch deswegen, weil die Baumaßnahme entgegen den Behauptungen von Teilen der CDU keineswegs bereits im Bundesverkehrswegeplan steht. "Dort geht es um neun Kilometer der B 29", so Hermann nach dem heutigen Kabinettsbeschluss zu Fahrverboten ab 1.1.2018 an Feinstaubtagen, den schlussendlich auch die CDU-Landtagsfraktion mittrug.

Prompt gab es Lob von Umwelt- und Naturschützern. Hermann habe erkannt, so die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, "wenn nicht zeitnah effiziente Maßnahmen greifen, so werden die Gerichte die Entscheidungen zum Schutze der Bürger*innen treffen und die Politik das Heft aus der Hand geben müssen". Die Stuttgarter CDU ist noch nicht ganz so weit. Für den Kreisvorsitzenden Stefan Kaufmann sind Fahrverbote weiterhin "politisch klar abzulehnen". Und er träumt von Nordost-Ring: Jetzt gelte es "endlich neue Verkehrsprojekte wie den Nord-Ost-Ring auf den Weg zu bringen". Hermann machte dagegen deutlich, dass das nach dem eben erst in Kraft gesetzten Bundesverkehrswegeplan gar nicht möglich ist. 

In den Sechzigern und Siebzigern waren zwei Varianten durchdacht worden: eine größere mit einem Autobahnzubringer bei Mundelsheim und eine kleinere etwa auf der Gemarkungsgrenze zwischen Waiblingen und Fellbach. Schon damals vertraten Verkehrswissenschaftler allerdings die Ansicht, dass ein Ringschluss rund um Stuttgaart weniger die Stadt, sondern die Autobahnen im Westen und Süden entlasten würde.


Korntal: Opfervertreter verlangen mehr Engagement der Landeskirche

Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der evangelischen Brüdergemeinde Korntal ist unterbrochen. Die Opfervertreter verlangen einstimmig, dass sich Frank Otfried July endlich entscheidend einbringt. "Wir werden nicht mehr mit den Brüdern sprechen", so Netzwerk-Sprecher Detlev Zander. Jetzt müsse "der Oberhirte, also der Bischof, ran". Im Betroffenen-Netzwerk organisiert, werfen mehr als 300 ehemalige Heimkinder der Brüdergemeinde vor, in den 1950er- bis 1980er-Jahren in deren zwei Einrichtungen sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt worden zu sein.

Dass mehr Engagement von July gefordert wird, ist nicht neu. Im Sommer 2016 hatte einer der Betroffenen in einem langen Schreiben an den Landesbischof appelliert: "Die Kirche ist mit in der Verantwortung und wenn Sie als Oberhirte weiter schweigen, machen Sie sich persönlich schuldig. Die Heimopfer warten auf ein klärendes Wort von Ihnen." Denn die Korntaler Fürsorge habe "einen menschlichen Scherbenhaufen hinterlassen". (20.02.2017)


NSU-Ausschuss will weitere Akten

Der zweite parlamentarische Untersuchungsausschuss zum "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) geht auf die Suche nach zusätzlichen Akten, um dessen Verbindungen nach Baden-Württemberg besser auszuleuchten. Die Abgeordneten meinen, beim Generalbundesanwalt und/oder im Bundesamt für Verfassungsschutz fündig werden zu können. Beauftragt ist Bernd von Heintschel-Heinegg. Der Rechtswissenschaftler war schon für den ersten Ausschuss des Landtags und als Sonderermittler auch für den Bundestag tätig.

Zurückgestellt wurde in diesem Zusammenhang die Ladung von Mike Markus Friedel. Vor allem der NSU-Experte Hajo Funke hatte immer wieder darauf gedrängt, dass der gebürtige Sachse gehört wird. Dessen Name stand auf der sogenannten Garagenliste, die 1998 in Jena sichergestellt, aber erst mit großer zeitlicher Verzögerung detailliert ausgewertet wurde. Vor fast zwanzig Jahren zog er nach Heilbronn. "Markus Friedel war mit 'Erbse' (V-Mann), Torsten Ogertschnig, zusammen im Ländle im Gefängnis", schreibt Funke. Und von Friedel habe "Erbse" seine Kenntnisse über den NSU und Mundlos.

Bei einer Veranstaltung der "Anstifter" im Stuttgarter Kunstverein hat Rainer Nübel, der im ersten Ausschuss als Sachverständiger aufgetreten war, erneut von den Abgeordneten verlangt, sich ernsthafter mit der Anwesenheit ausländischer Geheimdienste am 25. April 2007 in Heilbronn zu befassen. An diesem Tag waren die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet und ihr Kollege Martin Arnold schwer verletzt worden. Der zweite Ausschuss hat bereits mehrere Zeugen vernommen. Jetzt ist ein Bericht beim Bundesnachrichtendienst angefordert.

Die nächste Ausschusssitzung beginnt am Freitag, den 24. Februar, um 9.30 Uhr im Landtag. Zwei Kriminalbeamtinnen sollen Auskünfte über die rechte Szene geben und die Verbindungen des NSU in den Südwesten. Geladen sind außerdem drei Zeuginnen, die Kontakt zu Beate Zschäpe gehabt haben sollen.

Auch die weiteren Sitzungstermine bis zur parlamentarischen Sommerpause sind festgelegt: 20. März, 28. April, 15. Mai, 19. Juni und der 17. Juli 2017.

Mehr zum Thema: "Geheimdienste im Fokus", "Eh-wurscht-Akten" 


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Foto: Joachim E. Röttgers

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Ausgabe 209
Gesellschaft

"Ich bin die Ratte"

Von Hans Hoff
Datum: 01.04.2015
Wer die Berichterstattung über die Germanwings-Katastrophe verfolgt hat, wird bemerkt haben, unter welchem Druck Journalisten und Redaktionen standen. Dass aus Fehlern gelernt wird, ist kaum zu erwarten, sagt der Medienjournalist Hans Hoff.

Ich möchte mich verabschieden vom Journalismus. Er war mir jahrzehntelang ein treuer Weggefährte. Er gab mir Halt, er zimmerte mir Leitplanken, die dafür sorgten, dass ich nicht vom Weg abkam. Ich konnte mich geborgen fühlen als Journalist, aufgehoben in einem Ordnungssystem, das für Werte stand. Zu diesen Werten bekannte sich die Mehrheit meiner Kollegen, weshalb ich es als ehrenhaft empfand, mich als Journalist bezeichnen zu dürfen.

Das ist vorbei. Nicht erst seit den Ereignissen der vergangenen Woche. Es ist schon länger vorbei. Ich hätte das schon lange sehen können, aber ich wollte es nicht wahrhaben. Der Journalismus, so wie ich ihn kennen- und schätzen gelernt habe, existiert nicht mehr. Journalismus ist nur mehr ein hohles Gefäß, in das jeder füllt, was er mag oder was er meint, im Auftrag seiner Nutzer einfüllen zu müssen. Das dadurch entstehende Gemisch ist mir unerträglich geworden. Es sind Dinge zusammengekommen, die nicht zusammenkommen sollten. Ich fand mich als Journalist wieder in enger Nachbarschaft zu widerlichsten Existenzen. Ich möchte das nicht mehr. Ich bin kein Journalist mehr.

Call me motherfucker, but spell my name right

Ich weiß nicht, was ich stattdessen gerne wäre, ich habe noch keinen neuen Begriff für das, was mich und mein Tun ausmacht, aber ich glaube ohnehin nicht, dass es die Zeit ist für schnelle Reaktionen. Ich muss das nicht entscheiden, nicht hier und nicht jetzt. Nennt mich wie ihr wollt. Call me Motherfucker, but spell my Name right.

Schnelle Reaktionen gab es in der vergangenen Woche jede Menge. Schnelle Reaktionen sind wohl wichtig, wenn man in einem schnellen Gewerbe arbeitet. Am besten man hat schon einen Plan, wie man Dinge angeht, wenn etwas Unfassbares geschieht. Dann muss man nicht mehr lange reden, dann kann man den Kollegen A nach B schicken und den Kollegen C nach D. So wie man das immer gemacht hat.

So wie immer. Das ist die fatale Regel, die in vielen, auch in sehr vernünftig strukturierten Köpfen eingraviert scheint, die aber fatale Folgen hat. Wenn ich einen Kollegen an einen Unglücksort oder in eine Trauergemeinde schicke, dann ist nichts so wie immer. Dann muss ich auch bedenken, dass der einzelne, mit ehrenwerten Absichten angereiste Reporter am Ort des Geschehens beinahe zwangsläufig zum Teil jener Meute wird, die Betroffene nicht ohne Grund als sehr bedrohlich empfinden.

Auch 50 sehr ehrenwerte und sehr vernünftige Journalisten können eine Meute sein. Das will keiner, aber es passiert beinahe zwangsläufig und wäre nur zu vermeiden, wenn ehrenwerte Kollegen zur durchaus auch ehrenwerten Auffassung gelangten, dass aus solchen Situationen niemals ehrenwerte Arbeit sprießen wird.

Dazu kommt der Zwang berichten zu müssen, den eigenen Dreh zu finden. Die in der heimischen Redaktion warten, die brauchen Futter. Beinahe zwangsläufig ergibt sich daraus, dass jene, die mit der Meute laufen, die anderen quasi ermutigen besonders aggressiv aufzutreten, auf dass sie ganz vorne mitspielen. Jeder will die Geschichte für sich. Möglichst als erster. Wer mal gesehen hat wie Hyänen sich gegenseitig von der Beute wegbeißen, hat eine Ahnung davon, wie sich Fotografen und Kamerateams manchmal aufführen.

Es ist aber nicht nur die ewige Routine, die das alles so unerträglich macht, es ist vor allem die Art und Weise, wie Gewissheiten verbreitet werden. Ein jeder weiß, wie es geht. Und wer es nicht weiß, tut halt so als wüsste er es. Zuhören, abwägen, dazulernen, das sind nicht die Tugenden des Tages. Da wird munter geurteilt, werden Ungewissheiten im Brustton der geilen Schlagzeile weggepustet.

Natürlich stehen die Mitglieder der Meute unter Druck. Der Druck kommt aus den Redaktionen. Die wiederum stehen auch unter Druck. Der Verleger. Die Intendanten. Was weiß ich wer. Druck aber hemmt die Fähigkeit, verantwortungsvoll zu handeln. Nicht selten führt dieser Druck auch dazu, dass die Akteure Allmachtsphantasien ausleben, dass sie sich erheben zu omnipotenten Erkenntnisgurus, zu Richtern, die letztgültige Urteile fällen.

Journalisten schütteln Witwen und belästigen Trauernde

Niemand weiß wirklich, was geschah in der vergangenen Woche. Niemand kann das wissen, so lange immer noch Wrackteile in den Alpen herumliegen, so lange Untersuchungen nicht abgeschlossen sind. Trotzdem laufen da draußen Menschen herum, die sich Journalisten nennen, die Gewissheiten verschleudern, die Witwen schütteln und Trauernde belästigen.

Mit denen möchte ich nicht länger in einen Topf geworfen werden. Es gibt nichts, was mich mit denen einen könnte. Wie immer die auch heißen, für wen auch immer sie ihr übles Werk vollenden. Da können noch so sympathische Moderatoren kommen und mir erzählen, dass man die Angehörigen der Opfer nicht bedränge, dass diese durchaus ein Bedürfnis hätten, öffentlich zu reden. Ich glaube das nicht.

Natürlich gibt es auch ehrenwerte Kollegen, die alles daran setzen, abzuwägen, Zweifel zu bewahren, misstrauisch zu sein. Kollegen, die ich mag und schätze, weil sie Verantwortung tragen. Aber selbst viele dieser Kollegen haben in der vergangenen Woche Fehler gemacht. Fehler, die nicht passieren dürften. Die Redaktion, die komplett ohne Fehl und Tadel geblieben ist, darf jetzt die Hand heben. Ich erwarte, nichts zu sehen. 

Das Problem ist eben auch, dass aus den Fehlern nichts gelernt wird. Nach jeder Katastrophe wird erneut beteuert, dass man es so keinesfalls noch einmal tun wolle. Ein Einzelfall, verstehen Sie. Und beim nächsten Mal werde alles ganz anders. Besser. Bestimmt. Man kennt das Verfahren von den Dopern bei der Tour de France.

Es ist doch schon mehr als bezeichnend, wenn die ausgeruhtesten Texte ausgerechnet von den betroffenen Fluglinien kommen, wenn die Krisen-PR bedächtiger und klarer wirkt als all das, was die eigentlich für Aufklärung zuständigen Publikationen hervorbringen.

Ich verlasse also den Journalismus, der ohnehin nicht viel mehr ist als das bleiche Gewand eines sterbenden Gewerbes. Ich bin die Ratte, die vom sinkenden Schiff flieht. Journalismus eint niemanden mehr. Journalismus ist dabei, eine tote Hülle zu werden oder ist es bereits. Heutzutage läuft das Geschäft nur noch zwischen der jeweiligen Publikation und den Lesern, den Zuschauern und den Anzeigenkunden. Alles ist darauf abgestellt, dieses System rotieren zu lassen. So etwas erzeugt eigene Zwänge, eigene Gesetzmäßigkeiten. Moral wird dabei neu definiert. Oder anders gesagt: Moral ist das, was Klicks bringt.

Es ist ein sich selbst immer wieder befeuerndes System, das sich gelöst hat von Werten, das sich einzig und allein orientiert an dem, was der Kunde angeblich will. Will der Kunde schnelle Gewissheiten, dann kriegt er schnelle Gewissheiten. Will der Kunde Schuldige, dann kriegt er einen Schuldigen. Will der Kunde Hinrichtungsvideos, die von der Strafe der Schuldigen künden, dann kriegt er diese - nicht. Noch nicht. Aber es wird nicht mehr allzu lang dauern, bis jene, die ihre voreiligen Gewissheiten dreist als Teil einer aktuellen Geschichtsschreibung verbrämen, auch eine steile These dazu erfinden. Dann werden öffentlich Köpfe rollen. Leider die falschen.


Hans Hoff (59) schreibt seit vielen Jahren für die Medienseite der "Süddeutsche Zeitung" und ist Kolumnist bei dem Medienmagazin DWDL.de, dem wir den Beitrag mit freundlicher Genehmigung des Autors entnommen haben. Hoff hat früher als Sozialpädagoge gearbeitet.

Mehr dazu beim Deutschlandfunk und bei DRadioWissen.


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Kommentare

Felix Coeln, 07.04.2015 01:09
ein Bedingungsloses Grundeinkommen könnte auch hier helfen, zu entschleuinigen

Peter Dossow, 06.04.2015 22:49
Ebenso meinen herzliche Dank für diesen sehr guten Artikel, Danke, -wärs nicht so bitter, könnte man fast "Bravo" rufen, wir sind nicht im Theater, aber trotzdem Danke für Standfestigkeit...

Jürgen Frankenberger, 06.04.2015 13:14
Ausgerechnet zu diesem Thema muss ich die viel gescholtene #Lügenpresse wenigstens ein bischen in Scutz nehmen: Tapfer haben verschiedene Zeitungen und Magazine schon vor Jahren zu den Vorfällen bei #Germanwings und anderen berichtet. Es geht dabei hauptsächlich um die Probleme mit der sog. #Abzapfluft.

Eklatante Vorfälle, die auffällig deckungsgleich auch mit der jetzigen Katastrophe waren und sind, haben immerhin zu Bundestagsdebatten geführt. Das waren Lehrstunden für den Niedergang der Demokratie in Deutschland. Da wurden dann Abgeordnete der Grünen und SPD als #Brandstifter und "psychisch" krank" bezeichnet.

Jedenfalls muss eine Menge Druck ausgeübt und Geld geflossen sein, um die Angelegenheit dann unter dem Teppich verschwinden zu lassen. Die Bevölkerung hatte ohnehin NULL Interesse. http://dbtg.tv/fvid/1926076

Das Problem besteht weiter !

p.Biedermann, 06.04.2015 12:16
Was für ein Gejammer! TU was dagegen Mann!

Kornelia, 05.04.2015 00:19
@invinoveritas, 02.04.2015 15:45:
Wie kommt es, dass wir, die wir in einer der zertifiziert bestausgebildesten Generationen leben, so oft - gefühlt- dem Kontrahenten mangelnde Fähigkeiten, mangelndes Wissen vorwerfen?
Ich finde diese Art der Kommunikation -ehrlich gesagt- einfältig und billig und angesichts der vielen Schein-doktoren und Schein-professoren auch merkwürdig schräg!

Wünschen Sie sich das Mittelalter zurück wo nur Klerus und Adel Bescheid wissen und etwas sagen durfte?
Muss Fussvolk also seine Klappe halten, Abos kaufen, die vorderen Plätze für die Medien-VIPs freihalten und Platz machen wenn die kommen?!. Und ansonsten den mittlerweile so gern aufgenommenen O-Ton "Volk" für die Deko zur Verfügung stellen? Basta?

FernDerHeimat, 02.04.2015 18:15
Einen schönen Gruss an den Zweitnick "Didi"!

Was für ein "Zufall", dass unser bekennender Pressefreund vom Weinberg ausgerechnet jetzt Unterstützung bekommt, wo ihm (schon) ein wenig mehr Wind ins Gesicht bläst. Das läuft ja wie geschmiert!

Und "Didi" schreibt natürlich auch nur bei den zwei Themen, wo sich der Weingummi aus der Deckung traut.

Eine "traurige Gestalt" in der Tat, wenn man schon auf solche billigen Tricks zurückgreifen muss. Oder wohl doch eher typisch...

Ulrich Frank, 02.04.2015 16:31
Der Entprofessionalisierungsschub der seit 15-20 Jahren die Berichterstattung in den diversen Medien, aus verschiedenen Gründen, betrifft und den Herr Hoff hier, wenn auch in etwas dramatischen Wendungen, beschreibt, hat in der Tat bei der Berichterstattung über das jüngste Flugzeugunglück einen vorläufigen, ohne weiteres pathologischen Höhepunkt gefunden.

Wo zurückhaltender und das Wichtige und Wesentliche auswählender Journalismus angebracht gewesen wäre wurde das Publikum von einer buchstäblichen Inkontinenz an Bildern, Stellungnahmen und (immer noch) voreiligen Schlüssen, in Dauerberieselung, begossen, Gründlichkeit durch nichtssagende Breite ersetzt. Unter gewohnt botmäßiger Kollaboration mit Vertretern der Politik (siehe auch den zutreffenden Beitrag von Herrn Rothschild in dieser kontext-Ausgabe, "Selektive Trauer").

Ich kann nicht sagen daß ich auch nur eine Person angetroffen hätte die diese Berichterstattung, insbesondere auch in den öffentlich-rechtlichen Medien (ARD), für gut gehalten hätte - z.T. wurde Wut darüber zum Ausdruck gebracht. Und welche die exhibierte Teilnahme der Politiker und auch der Kanzlerin nicht für zumindest merkwürdig gehalten hätte. Bei anderen Dingen schauen oder schauten Vertreter/Innen der Politik völlig unbeteiligt zu obwohl dort noch ohne weiteres Abhilfe zu schaffen wäre. Man versucht aber jetzt markant Nähe und Emotion zu zeigen - mit den Medien und mithilfe der Medien. Siehe hierzu den schauderhaften Artikel einer Hannah Beitzer in der SZ - ja da unten tobt der Mob: daß oben schon lange der Schmock schreibt wird ausgelassen (http://www.sueddeutsche.de/politik/facebook-seite-der-bundesregierung-oben-harmlose-pr-unten-tobt-der-mob-1.2402421

Daß ein mittlerweile bekannter Kommentator hier wieder - und wider alle Evidenz* - einen Angriff gegen die Kritik an den Medien vorträgt (Invinoveritas, 01.01, 14.31h) kann mittlerweile nur wie ein Ritual erscheinen - der Gegenstand selbst ist nur Vorwand. Eine "schöne und gequälte Seele" scheint eher in den Grabkammern des altägyptischen Kulturverständnisses zu liegen welches invinoveritas, Experte hinter Visier, immer wieder dazu bringt, mit leeren konservativen Gesten der beschworenen "Erfahrung" dem Publikum (welches "noch nie eine Redaktion von ihnen gesehen hat") und nunmehr auch Kollegen (aber "immerhin") vom Fach ein Recht zur Wertung von Journalismus und Kritik daran, abzusprechen. Erstens dürfte es vielerlei verschiedene Redaktionen geben, und zweitens hat wohl kaum ein Journalist selber in allen Metiers über deren Produkte er berichtet auch schon gearbeitet - Motorjournalisten nicht in der Entwicklungsabteilung oder am Band usw. - trotzdem werden Autos und andere Produkte bewertet und kritisiert. usw.. Was dann darüber hinaus aus dem Blick gerät - und das ist symptomatisch für den Blick des kooptierten herrschenden Journalismus der Parteien- und Politikerversteher - ist, daß es legitime Interessen der Allgemeinheit, des Publikums gibt und Journalismus ein zwei-seitiger Kommunikations- und nicht ein priesterlicher Segnungsprozeß ist.

Das Ausgeschenkte, der Wein muß somit nicht geschluckt werden.

*Siehe z.B. auch: http://www.heise.de/tp/artikel/44/44240/1.html und konkret: https://heisersstimme.wordpress.com/2015/02/16/sz-leaks-schleichwerbung-fur-steuerhinterziehung/

Leonhard Fromm, 02.04.2015 16:28
Liebe Kollegen und Medieninteressierte,
ich begrüße, dass wir so heftig und kontrovers über unser Tun diskutieren. Ich denke, das tun wir viel zu selten. Formal fehlt dafür die Zeit. Als früheres Mitglied dreier Tageszeitungs-Redaktionen sage ich aber auch, vielen Kollegen fehlt das Standing, ihr eigenes Tun zu reflektieren und in der Redaktionskonferenz die Binnenpluralität zu pflegen - auch darüber, wie und in welchem Umfang über ein Ereignis berichtet wird. Mit 51 Jahren gehöre ich wohl zu den Älteren und Antiquierteren in desem Forum. Ich schließe mich dem Kollegen Hoff an und habe meinerseits unter www.lenhard-fromm.de das Thema mit ähnlichem Zungenschlag kommentiert.
Euch frohe Ostern.

invinoveritas, 02.04.2015 15:45
@doctorwho

Eigentlich gehört es zur Allgemeinbildung zu wissen, dass einzelne Beobachtungen nicht zur ultimativen Beurteilung hochkomplexer Systeme taugen, es sei denn, diese einzelnen Beobachtungen werden in so hoher Dichte und in so vielen Teilbereichen dieser Systeme gemacht, dass sie als charakteristisch für sie angesehen werden können.

In Bezug auf den hiesigen Journalismus würde das bedeuten, kontinuierlich eine beträchtliche Zahl der hierzulande angebotenen Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk- und Fernsehsendungen über das ganze Spektrum hinweg intensiv analysierend zur Kenntnis zu nehmen (und womöglich noch zu vergleichen mit einschlägigen ausländischen Produkten).

Ich ahne, vorsichtig gesagt, dass diese Voraussetzung von denen, die sich hier so munter äußern, in der Regel nicht erfüllt wird. Hinweise auf diese oder jene persönlich gemachte üble Erfahrung, auf da oder dort feststellbare Verstöße, Missstände oder Fehlentwicklungen können derart weitreichende Verallgemeinerungen, wie sie von Hans Hoff oder den meisten Kommentatoren angestellt werden, nun mal nicht rechtfertigen. Sie sind nicht weniger töricht, als wenn man aus dem Vorhandensein von Kontext, den nachdenkseiten, Neues Deutschland, Freitag o.ä. den Schluss zöge, die deutschen Medien seien wohl ganz überwiegend links eingestellt. Medien"analysen" auf dem Niveau von Sätzen wie "Der Schweizer ist sparsam", "Kicker schlagen Fehlpässe" oder "Lehrer gehen nicht auf Kinder ein" sind und bleiben armselig.

Im übrigen kann man sich die oben beschriebenen Mühen aber auch ohnehin sparen, wenn man über einen so speziellen Blick auf die Wirklichkeit verfügt wie Sie. Ihre Behauptung, Politik sei immer nichts anderes als Inszenierung (!), ist so grotesk wie Ihre Neigung offenkundig, die zwei verlinkten Parteitagsreden nur deshalb als Exempel abscheulicher Schauveranstaltungen zu qualifizieren, weil sie Ihnen inhaltlich nicht passen.

Ute Plass, 02.04.2015 15:31
Eigentlich erstaunlich, dass jetzt erst JournalistInnen entdeckt haben wollen, worauf ein kluger Analyst der politischen Ökonomie schon vor langer Zeit hingewiesen hat:
„Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.“ (K.Marx)

@Hans Hoff: "Nennt mich wie ihr wollt. Call me Motherfucker, but spell my Name right."

Wie wär's mit *Sorgearbeiter*? :-)

https://www.boell.de/de/2015/02/19/wirtschaft-ist-care-oder-die-wiederentdeckung-des-selbstverstaendlichen

doctorwho, 02.04.2015 12:57
ich möchte noch zum artikel und zu meiner antwort an den "weinweisen" ein kleines detail ergänzen :
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/20823/wie-der-vizechef-von-spiegel-tv-einen-halterner-schueler-einschuechtert/#comments

ich denke , auch dies ist ein aspekt , den herr hoff anspricht und der mit grundlage seiner entscheidung ist .

Hans Paul Lichtwald, 02.04.2015 11:12
Ja, die Revolution frisst eben doch die eigenen Kinder! Mit Lichtsatz, Ganzseitenumbruch am Computer und dem Internet ist alles schneller geworden, auch die "Lieferung" der Journalisten. Der Druck auf die "Meute" ist enorm geworden. Ich bin froh, im Ruhestand zu sein. Nach dem Flugzeugabsturz bei Überlingen hatte ich noch einmal die neuen "Kollegen" erlebt. Es ging höchstinternational zu. Ein Gerücht jagte das andere. Flugzeugteile sollten in Konstanz einen Türken erschlagen haben. Deshalb kamen türkische Sender!
Beim Berufsethos müssen wir uns an der eigenen Nase packen. Zur Akkreditierung bei einer lokalpolitisch umstrittenen Deutschen Motorradmeisterschaft wurde von mir verlangt, dass ich auch im Namen meiner Angehörigen auf jegliche Entschädigungen verzichte. Ich war Lokalchef und kein Fachjournalist: Bisher habe die Unterschrift noch niemand verweigert! Ich habe nicht unterschrieben! Beim Rennen gab es zwei Tote bei einem Abflug ins Publikum!
Fazit: Journalisten könnten auf ihre Arbeitsbedingungen mehr Einfluß nehmen. Ich sage "Journalisten" und nicht "Nachrichtenhändler" zwischen den Büfetts.

Frühlingserwachen, 02.04.2015 07:30
Lieber Doktor von Gallifrey,

Dein Tun ehrt Dich,
aber ist vergebliche Liebesmüh' bei einem,
der hier nur billigst rechthaben will
und dabei stets die Leute belästigt.
Am Ende gar nur wieder einer,
die das für 30 Silberlinge tun.

Didi, 02.04.2015 02:05
Gibt es eigentlich einen Geldpreis für den ersten Kommentar unter einem Artikel von diesem Blättle? FernDerHeimat müsste ja mittlerweile tatsächlich "FernDerHeimat" sein und unter Palmen liegen. Was ist denn das für eine traurige Gestalt?

doctorwho, 01.04.2015 18:45
@ invinoveritas :
"Allerdings sind Film, Fernsehen, Showbusiness sein Fachgebiet. So wird der Frust, den er schon seit Jahren empfindet, verständlicher: Hoff hatte es unentwegt mit Inszenierungen zu tun, mit Fiktion....."

gute güte , was ist politik anderes als inszenierung ? ich bitte sie , stellen sie sich nicht naiv . da sie später auf parteitage eingehen gebe ich ihnen hier mal ein wunderschönes inszenierungsbeispiel :
https://www.youtube.com/watch?v=9UNM6Ul1yK0#t=53

und das ist KEIN aprilscherz , sondern von einem grünen-parteitag im letzten jahr .

so , und nun darf ich ihnen als bisweilen von journalistischem interesse betroffener dieses sagen :
1. : kameraleute und fotografen sind oft und gerne sehr sehr rücksichtslos .
2. : reporter und journalisten stellen immer und immer wieder in intervievs die dämlichsten fragen , weil sie so dämlich sind , zu denken , dass das publikum interesse an diesen fragen hat .

und was die berichterstattung über 4Uxxxx angeht : der schrotthaufen , der da von ALLEN mainstream-outlets präsentiert wurde ( sinnlos / unlogisch / ehrabschneidend / persönlichkeitsverletztend ) war so ernorm , dass es sogar einzelnen mitbeteiligten unheimlich wurde . nachzulesen in der zeit oder im spiegel .

nur eines ist nicht zu erwarten : dass es sich bessert .

denn die misstände , die hoff sehr wohl anspricht werden von einem grossteil der journalisten einfach gar nicht wahrgenommen . dasind dann die brötchen eben doch wichtiger als das eingeständnis , dass man schon längst viele ideale ( und noch mehr handwerkliche selbstverständlichkeiten ) der angst , seinen job zu verlieren geopfert hat .

ein beispiel dazu : sie finden im mainstream immer öfter "tatsachenfesstellungen" , die mit "beweislinks" hinterlegt sind , aber selten überhaupt zu echten tatsachenfesstellungen führen . die journalisten wissen das ganz genau , schliesslich lernt man das j nun wirklich recht früh im studium . trotzdem tun sie es ununterbrochen wieder und wieder .

denken sie mal drüber nach .

invinoveritas, 01.04.2015 14:31
Großartig, dass nun auch Hans Hoff bei den liturgischen Gesängen der Medienmobber mitmacht. Immerhin, anders als so viele, die sich hier und anderswo als Medienfachleute in die Brust werfen und in ihrem ganzen Leben noch nie eine Redaktion von innen gesehen haben, kennt Hoff das Gewerbe.

Allerdings sind Film, Fernsehen, Showbusiness sein Fachgebiet. So wird der Frust, den er schon seit Jahren empfindet, verständlicher: Hoff hatte es unentwegt mit Inszenierungen zu tun, mit Fiktion nicht zuletzt aus kommerziellem Interesse. Auch daraus erwächst offenbar sein Überdruss, der ihn zu diesem Rundumschlag angestiftet hat. Der allerdings wimmelt bei näherem Hinsehen nur so von Widersprüchen und kurzschlüssigen Verallgemeinerungen, von penetranter Ichbezogenheit und seltsamer Weltfremdheit.

Einige Beispiele:
"Auch 50 sehr ehrenwerte und vernünftige Journalisten können eine Meute sein." Die 50 gibt es also noch?! Und in der Tat, das war aber schon immer so, auch schon als Hans Hoff sich noch wohl fühlte in dem Metier, und auch "Meuten" können sich übrigens zivilisiert benehmen und keineswegs so, wie Hoff sein Horrorgemälde anlegt.

Keiner könne wissen, was da in den Alpen geschah, "solange dort noch Wrackteile herumliegen". Was für ein gedankenloser Unfug, der keinen anderen Zweck verfolgt, als Menschen, die bei ihrer Berufsausübung zwei und zwei zusammenzählen, am Zeuge zu flicken. Es geht einfach zu viel durcheinander bei diesen Bekenntnissen einer schönen und gequälten Seele, die vor Jahren schon diesen bemerkenswerten Satz schrieb: "Auch wenn ich selbst noch gern und oft Interviews führe, halte ich das Genre Print-Interview für tot." Oder Kollegen neben vielen anderen romantischen Tipps, was sie am besten alles unterlassen sollten, auch diesen gab: Parteitagen fernbleiben. Begründung: "Was tun Reporter dort? Brandheiße Geschichten abgreifen? Lächerlich."

Natürlich nützen solche Einwände wie die hier vorgebrachten nichts. Medienmobbing gehört schließlich zum guten Ton der Eingeweihten und Durchblicker. Und wenn dann auch noch Journalisten selber zu Kronzeugen werden - und zwar wo? In Medien!! -, dann ist ja der Beweis für Verdorbenheit und Inkompetenz eines ganzen Berufsstands hinlänglich erbracht.

Was auf der Stecke bleibt, ist eine Medienkritik, die sich vor Pauschalurteilen hütet, Grautöne kennt, in handwerklichen Fehlern nicht per se Absicht und Unmoral wittert. Kurzum: Die die konkreten Missstände und Fehlentwicklungen benennt und dieser grassierenden, maßlosen Dämonisierung der Medien entgegentritt.

Die ist nämlich erstens unberechtigt und zweitens verhängnisvoll fürs Gemeinwesen.

christina Samel, 01.04.2015 13:20
Sehr geschätzter Herr Hoff,
jeder weiß, dass Ratten hochintelligente Tiere sind.
Seit heute weiß ich, dass sie auch Rückgrat, Charakter und eine gehörige Portion Selbstreflektion haben und Anstand besitzen.

DANKE DAFÜR!

Ulrich Scheuffele, 01.04.2015 09:47
wenn der Journalismus stirbt, stirbt unsere Demokratie

FernDerHeimat, 01.04.2015 08:03
Danke für diesen Kommentar!

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Ausgabe 308 / Wenn Kunst verschimmelt / Haelgie, 23.02.2017 17:56
Wer hätte gedacht, dass man die Misswirtschaft und Misanthropie in der Staatsgalerie noch toppen kann. Alle, die Werner Sumowski kannten oder bei ihm studiert haben, wissen, was für ein wertvoller Schatz hier grob fahrlässig missachtet...

Ausgabe 307 / Verbote werden kommen / paul käppsele, 23.02.2017 16:36
Natürlich gibt es Lösungen. Kurzfristige und mittelfristige: kurzfristig: z.B. Regelgeschwindigkeit 30 km /h Durchfahrtstrassen max. 40 km /h z.B.PKWs dürfen 800 kg nicht überschreiten um in Städten zu fahren. z.B. alle...

Ausgabe 308 / Von Gewinnern, Verlierern und Analneurotikern / hessekopp, 23.02.2017 12:59
amen.

Ausgabe 308 / Die Kahlschlag-Gartenschau / Bernd Lange, 23.02.2017 12:46
Es wird von Tag zu Tag erschreckender, wie der Mensch als solcher mit unserer Welt umgeht. Wahrscheinlich muss man fast die gesamte Menschheit erst zum Teufel scheren, damit die Erde m Leben bleibt. Ich könnt kotzen!

Ausgabe 308 / Von Gewinnern, Verlierern und Analneurotikern / Heinz Greiner, 23.02.2017 11:46
Es sind ganz wenige , denen ich soviel Respekt zolle wie Herrn Schneider . Ein paar Anmerkungen dennoch : Anders als im 19. Jahrhundert als die Nutzung der fossilen Energien Fortschritt versprach , ist heute die Umstellung auf neue...

Ausgabe 308 / Die Kahlschlag-Gartenschau / Martina Poll, 23.02.2017 09:53
Die Umweltzerstörung nennt sich heutzutage "Renaturierung" und Landesgartenschau. Damit ist offenbar ein gutes Geschäft zu machen. Und die gutbezahlten Bürokraten in den Amtsstuben sind dabei gerne behilflich. Der Kardinalfehler...

Ausgabe 308 / Die Kahlschlag-Gartenschau / Peterwmeisel, 23.02.2017 08:51
Eine "Garten Schau" ?? Die Geburt der Philosophie im Garten der Lüste. Das Paradies -Das Geschützte / Eingezäunte hätte ohne schattenspendenden Baum nicht existiert. Schaut auf die Gärten im Zweistromland. Daraus folgte die...

Ausgabe 308 / Die Kahlschlag-Gartenschau / Heike V., 22.02.2017 23:27
Wie pervers ist das denn? 160 alte Bäume abholzen für eine "Garten"schau? Statt sie zu integrieren. Nicht zu fassen! Wie kann man als "Landschaftsarchitekt" sowas planen? Wie kann man als politisch Verantwortlicher sowas...

Ausgabe 308 / Die Kahlschlag-Gartenschau / by-the-way, 22.02.2017 22:48
... eine "Landesgartenschau" für die ein Kulturdenkmal , bestehend aus alten Platanen abgeholzt werden soll? Zitat: "entschied sich das Preisgericht ausgerechnet für den Entwurf des Stuttgarter Büros Relais Landschaftsarchitekten und...

Ausgabe 308 / Von Gewinnern, Verlierern und Analneurotikern / Zaininger, 22.02.2017 22:42
Man rechne mal die Leistungen derer zum Bruttosozialprodukt hinzu, die sich neben ihrer sonstigen Erwerbsarbeit um alte und/oder kranke Familienangehörige kümmern, um Flüchtlinge, in Sport- und anderen Vereinen und Initiativen engagiert...

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