KONTEXT Extra:
VfB gewinnt die Süperlig

Der VfB ist nun doch noch Meister geworden! Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga am Samstag hat er schon am Tag darauf die türkische Süperlig gewonnen. Wenigstens ein bisschen. Sagen wir mal, unter Einberechnung des Schön-war-die-Zeit-Vergangenheitsbonus', zu zwei Elfteln. Die beiden Besiktas-Istanbul-Spieler Mario Gomez und Andreas Beck haben nämlich ihre VfB-Meisterschaftserfahrung aus dem Jahr 2007 in den türkischen Club eingebracht. Nach dem 3:1-Sieg gegen Osmanlispor kann Besiktas am letzten Spieltag nicht mehr eingeholt werden. Gefeiert wurde das auch auf dem Stuttgarter Schlossplatz, schließlich hat der Verein viele Fans. Die sind übrigens Weltrekordhalter: in einem Spiel gegen Tottenham im Jahr 2006 (nach anderen Angaben 2007 gegen Liverpool) haben sie sich mit 132 Dezibel den Höchstwert für Fußballstadien zusammengejubelt. Die Besiktas-Fangruppe Carsi (offiziell aufgelöst, aber weiter virulent und freundschaftlich mit Sankt Pauli verbunden) umrundet das A im Namen zum Zeichen für Anarchie, versteht sich auch als soziale Bewegung und war etwa bei den Taksim-Platz-Protesten gegen Erdogan aktiv. Was jetzt eventuell weniger an den VfB und seine Fans erinnert. Aaaaaber: Trainiert wurde Besiktas auch einige Jahre von Christoph Daum, der den VfB 1992 zum Meister machte. Und drei Jahre später hat Daum mit Besiktas die Süperlig gewonnen! Wenn man also auch noch den Daum-Faktor einrechnet, dann ist der VfB an diesem Sonntag sogar mit mehr als Zwei-Elfteln türkischer Meister geworden. (17.5.2016)


Stuttgarter Friedenspreis 2016 an Jürgen Grässlin

Die Verleihung des diesjährigen Anstifter-Preises an Jürgen Grässlin ist ein Signal. Denn dem Rüstungsgegner droht eine Haftstrafe. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat wenige Monate nach seinem Enthüllungsbuch "Netzwerk des Todes" über die Verflechtungen von Rüstungsindustrie und Behörden Vorermittlungen eingeleitet: Gegen ihn und seine Mitautoren Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg - wegen des Verdachts verbotener Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen gemäß § 353d Strafgesetzbuch.

Dabei hatte Mitautor und Regisseur Daniel Harrich der Staatsanwaltschaft zahlreiche Dokumente zur Verfügung gestellt, auf deren Basis die staatsanwaltschaftliche Klageschrift gegen Heckler & Koch verfasst werden konnte. Vor rund einem Monat hat Daniel Harrich noch den Grimme-Preis dafür entgegengenommen. Nicht nur im Fall Böhmermann - auch sonst sehen sich deutsche Medienmacher und kritische Autoren immer wieder mit Strafermittlungen konfrontiert. Jetzt erst recht - Kontext gratuliert zum Friedenspreis.

In diesem Jahr wird er zum 14. Mal verliehen, 25 Vorschläge gingen bei den Anstiftern ein. Der erste Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Auf weiteren Plätzen folgen der Zeitzeuge Theodor Bergmann, Seawatch (Geflüchtete in Seenot), Ärzte ohne Grenzen und die kurdische Menschenrechtsaktivistin Leyla Zana. (16.Mai 2016)


Bündnis gegen rechts

Winfried Kretschmann engagiert sich im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf: Er ist einem breit verankerten Komitee gegen rechts und zur Unterstützung von Alexander van der Bellen beigetreten. Der frühere Bundesvorsitzende der österreichischen Grünen, der als parteiunabhängiger Kandidat antritt, kam bei der Volkswahl Mitte April im ersten Wahlgang auf 21,3 Prozent der Stimmen. Norbert Hofer, der Kandidat der rechtspopulistischen "Freiheitlichen Partei Österreichs" (FPÖ), liegt mit 35 Prozent weit vorn. Zusammengefunden haben sich vor dem entscheidenden zweiten Wahlgang am 22. Mai viele Promis aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für van der Bellen stark machen. Darunter Oscar-Preisträger Christoph Waltz, Everest-Bezwinger Reinhold Messner oder Liedermacher Konstantin Wecker und hunderte Schauspieler, Künstler, Journalisten, Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler oder Diplomaten aus dem linken, aber auch aus dem bürgerlichen Lager. Nach Pfingsten, am Dienstagabend,  wird Kretschmann nach Wien reisen, um im Wahlkampf des Universitätsprofessors aufzutreten. Er habe van der Bellen "als engagierten, fairen und vertrauenswürdigen Menschen kennen und schätzen gelernt, der für Demokratie, Menschenrechte, ökologische Nachhaltigkeit, gegenseitigen Respekt und Chancengleichheit" eintrete. Unter weiter: "Gerade in diesen bewegten Zeiten ist eine besonnene, weltoffene und weitsichtige Person in einem solchen Amt besonders wichtig." Hofer ist programmatisch einer der führenden Köpfe der FPÖ und damit der europäischen Rechten. Seine schlagende Verbindung Marko Germania hält wenig vom selbständigen Staat Österreich, sondern bekennt sich zu einem "deutschen Vaterland", "unabhängig von bestehenden staatlichen Grenzen". Er wäre in Mitteleuropa der erste Rechtspopulist im höchsten Amt eines Staates. (15.5.2016)


Kretschmann gewählt – CDU wieder staatstragend

Mit 82 von 142 Stimmen – bei einer Krankmeldung – ist Winfried Kretschmann zum zehnten Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg gewählt worden. Seine neue grün-schwarze Koalition wäre rein rechnerisch auf 88 Stimmen gekommen. Für einen Moment war es auch mucksmäuschenstill im Plenarsaal, bevor sich die Abgeordneten zum Applaus erhoben. Wie schon am Vortag nach der Wahl von Muhterem Aras zur Landtagspräsidentin verweigerten die Abgeordneten der AfD diese Ehrbezeugung. Zuvor hatte Kretschmann die CDU-Fraktion besucht, mit der sich Parteichef Thomas Strobl erst am Morgen ausgesöhnt hatte. Eine Probeabstimmung am Dienstag war schiefgegangen. Einzelne CDU-Abgeordnete blieben auch am Donnerstag bei ihrer ablehnenden Haltung. Es wurde dementsprechend gemutmaßt, dass die fehlenden sechs Stimmen aus der Union kommen. Sichtlich gerührt nahm Aras ihrem Parteifreund den Amtseid ab. Danach gab’s einen weißen Blumenstrauß für den grünen Regierungschef. (12.5.2016)


"Ein Zeichen für das Gelingen von Integration"

Mit der Stuttgarterin Muhterem Aras bekleidet zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs eine Frau das Amt der Landtagspräsidentin, und noch dazu eine mit Migrationshintergrund. „Sie haben mit Ihrer Wahl ein deutliches Zeiten für Weltoffenheit, für Toleranz und für das Gelingen von Integration gesetzt“, sagte die 50-Jährige in ihrer Antrittsrede zu den Abgeordneten. Handeln wolle sie im hohen Amt nach einem Zitat der sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz aus dem Jahr 1919: „Scharfes kluges Denken, ruhiges Abwägen und warmes menschliches Fühlen gehören zusammen in einer vom ganzen Volke gewählten Körperschaft.“ Die 23 Abgeordneten der „Alternative für Deutschland“ (AfD) verweigerten der neuen Präsidentin sowohl den Beifall als auch die traditionelle Ehrerbietung durch Erheben. Die AfD scheiterte beim Versuch an der übergroßen Mehrheit der anderen vier Fraktionen, einen eigenen Vizepräsidenten durchzusetzen. Der neue CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart begründete die Ablehnung „ganz unabhängig davon, dass es keinen Anspruch der AfD gibt“ damit, ein Zeichen der Sparsamkeit setzen zu wollen. Und er hielt AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen Äußerungen vor, in denen der die Verknappung der Zahl der Vizes auf einen einzigen Posten unterstützt hatte – gerade mit dem Hinweis auf das Portemonnaie der Bürger. (11.5.2016)


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Laufsteg Katastrophe: Politiker-Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathieköder.

Laufsteg Katastrophe: Politiker-Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathieköder.

Ausgabe 209
Politik

Selektive Trauer

Von Thomas Rothschild
Datum: 01.04.2015
Angela Merkel und François Hollande fahren zur Absturzstelle des Germanwings-Flugs in den französischen Alpen. Es heißt, sie seien dort, um zu trauern, in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Unser Autor hat daran erhebliche Zweifel.

Als Menschen recht unterschiedlicher politischer Couleur sich darin überschlugen, ihr Verlangen nach Identifikation mit den Opfern des Mordanschlags auf Redakteure der Zeitschrift "Charlie Hebdo" öffentlich kundzutun, sagte Sahra Wagenknecht: "Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuungswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen."

Was ist falsch an dieser Aussage? Was lässt sich gegen sie vorbringen? Offenbar allein die Tatsache, dass Sahra Wagenknecht Mitglied der Linken ist. Weder faktisch noch moralisch lässt sich Wagenknechts Feststellung und Postulat widerlegen. Trotzdem empörten sich, kaum war Wagenknechts Äußerung publiziert worden, die üblichen Verdächtigen, allen voran der dem Seeheimer Kreis zugehörige Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag Thomas Oppermann: "Den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan mit dem Terror-Angriff von Paris zu vergleichen ist eine unsägliche Entgleisung und Beleidigung für alle deutschen Soldaten."

François Hollande und Angela Merkel beim Kondolenzbesuch in den Alpen. Screenshot
François Hollande und Angela Merkel beim Kondolenzbesuch in den Alpen. Screenshot

Das sollte man im Gedächtnis behalten, wenn Politiker vorgeben, zu trauern, in Gedanken und mit Gebeten bei den Opfern und ihren Angehörigen zu sein. Ihre Trauer ist selektiv und schlägt schnell in Rage um, wenn Trauer nicht in ihr politisches Konzept passt. Ihre öffentliche Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathieköder, ein Selbstdarstellungsakt für die Medien, ein Kalkül, im besten Fall ein Ritual, ein rhetorisches Zeremoniell. Sie dient einzig und allein der Ausbeutung der allgemeinen Erschütterung für wahlarithmetische Zwecke. Der so genannte Mann oder auch die Frau von der Straße, die nicht um Stimmen buhlen müssen, sind der Wahrheit wohl näher, wenn sie auf die Frage, was ihnen nach einer Katastrophe als erstes durch den Kopf gegangen sei, antworten: "Was ein Glück, dass ich nicht dabei war."

Kaum hatten die Nachrichtenagenturen den Absturz der Germanwings-Maschine auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf gemeldet, ließen die Staatsoberhäupter oder Regierungschefs von Spanien, Frankreich und Deutschland wissen, dass sie nicht nur trauerten, sondern sich zudem mit prominenter Entourage an den Ort des Geschehens begeben würden. Die Welt konnte sie sehen, wie sie in gebirgiger Höhe die Front der Helfer abschritten, Hände schüttelten und, vor den Nationalflaggen, versteht sich, eine Pressekonferenz abhielten. Zuletzt hatten sie sich in Paris getroffen, um in einer Nebenstraße ein Gruppenfoto machen zu lassen.

Will man den Tränen dieser Herrschaften trauen?

Der Internationale Autorenverband PEN hat daran erinnert, in welcher Gesellschaft François Holland, Mariano Rajoy und Angela Merkel da getrauert und ihre Solidarität mit erschossenen Journalisten demonstriert haben: Arm in Arm nämlich mit Regierungsvertretern von Ländern, in denen die Meinungsfreiheit aktiv eingeschränkt wird und Schriftsteller Morden, Gewalt und Gefängnis ausgesetzt sind. Wie in der Türkei, wo mehr als 20 Journalisten inhaftiert sind und Dutzende weitere unter Anklage stehen; wie in Russland, wo zahlreiche Journalisten ermordet wurden und in den allermeisten Fällen niemand dafür zur Rechenschaft gezogen wurde; wie in Ägypten, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo zahlreiche Journalisten, Blogger und Dichter hinter Gittern sitzen oder, wie Raif Badawi, unter Lebensgefahr öffentlich ausgepeitscht werden. Will man den Tränen dieser Herrschaften trauen?

Nun ist es in der Tat erschütternd, wenn, wie im Fall des verunglückten Fliegers, 150 Menschen auf einen Schlag ums Leben kommen. Und niemand wollte daran zweifeln, dass Politiker wie ganz normale Menschen schockiert sind, wenn sie davon erfahren. Aber zwischen dem privaten Schock und der öffentlichen Zurschaustellung liegt für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die politische Reflexion. Und die müsste Frau Merkel zum Beispiel einflüstern, dass in Deutschland im Monat rund 300 Menschen - also zwei Mal so viele wie bei dem Flugzeugunglück - bei Verkehrsunfällen sterben, und das nicht alle paar Jahre, sondern im Schnitt jeden Monat. In Europa sind es monatlich rund 2000 oder täglich 70 Menschen, die dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Von der Trauer der Politiker war bisher nichts zu vernehmen und auch nicht von einer Änderung ihrer Agenda.

Das muss wohl seine Gründe haben. Könnte es daran liegen, dass man, wenn man die täglichen Verkehrstoten betrauerte, wie man jetzt die Toten in den südfranzösischen Alpen zu betrauern vorgibt, nicht nur nach den Ursachen fahnden, sondern auch Konsequenzen ziehen müsste? Könnte es daran liegen, dass man dann strenge gesetzliche Maßnahmen ergreifen müsste, um die Autoindustrie zu zwingen, alle erdenklichen Sicherheitsvorrichtungen nicht nur zu entwickeln, sondern auch serienmäßig in ihre Produkte einzubauen, selbst wenn das mit Umsatzeinbußen verbunden ist?

Trauer auf einer Kondolenztour muss Verdacht erregen

Es geht nicht um Schuldzuweisung - das ist die Sichtweise der Versicherungen, die möglichst wenig zahlen wollen -, sondern um Schlussfolgerungen für die Zukunft. Trauer, die nicht mehr kostet als eine Kondolenztour, sollte ebenso Verdacht erregen wie ein Eingeständnis angeblicher Fehler, ein "mea culpa", das nur Vorteile einbringt und die Karriere befördert. Dass der Absturz eines Flugzeugs und der Tod von 150 Menschen tragisch ist, wird kein halbwegs vernünftiger Mensch bestreiten. Aber nach wie vor gilt, dass Fliegen die sicherste Art der Fortbewegung ist. Der ökologische Schaden steht auf einem anderen Blatt. 

Nach dem Kenntnisstand bei der Abfassung dieses Artikels weist alles auf eine Selbstmordabsicht eines Copiloten hin, der den Tod von 149 Menschen in Kauf genommen hat (wobei wir hier nicht die unappetitliche Unsitte vieler Medien reproduzieren wollen, Vermutungen und Hypothesen als gesicherte Tatsachen auszugeben, ehe sich diese Medien wieder wichtigeren Themen zuwenden wie einem Abspeckprogramm für Hund und Herrchen oder der Scheidung von Bettina und Christian Wulff). Die Tragödie von Seyne-les-Alpes muss man, so schwer das fallen mag, als Restrisiko verbuchen, das, anders als viele Karambolagen auf den Straßen, als Unfälle am Arbeitsplatz wegen vernachlässigter Arbeitsschutzmaßnahmen oder als "Kollateralschäden" bei militärischen Aktionen, nicht zu verhindern ist.

Menschliches Versagen ist noch weniger berechenbar und prognostizierbar als technisches Versagen. So unwahrscheinlich und zum Glück selten ein Fall wie der aktuelle ist, so sehr entspricht es der üblichen leeren Rhetorik, wenn Angela Merkel sagt, es gehe "über jedes Vorstellungsvermögen hinaus", dass der Copilot das Flugzeug bewusst zum Absturz gebracht habe. Die Drehbuchautoren von Krimiserien stellen sich Szenarien wie dieses alle paar Tage vor. Vorzustellen vermag man sie sich sehr wohl. Nur wenn sie in der Wirklichkeit, diesseits der Fiktion, eintreffen, geraten die Begriffe durcheinander.

Ein umstrittenes Bild. Screenshot
Ein umstrittenes Bild. Screenshot

Schlichtweg beunruhigend aber ist es, wenn eine Frau, die an den Schalthebeln der Macht sitzt, die also im tatsächlichen oder vermeintlichen Verteidigungsfall die oberste Befehls- und Kommandogewalt innehat und über Krieg und Frieden entscheidet, sich den unerwarteten Ausbruch einer psychischen Erkrankung, einen plötzlichen depressiven Schub nicht vorstellen kann. Die Konsequenzen aus dem Schreckensdrama haben nicht die Politiker, sondern die Fluggesellschaften gezogen: Ab sofort muss das Cockpit immer von zumindest zwei Menschen besetzt sein. Absolute Sicherheit kann auch diese Maßnahme nicht garantieren. Gerade der aktuelle Fall beweist, dass eine Aktion, die der Sicherheit (gegenüber Terroranschlägen) dienen sollte, nämlich dass sich die Tür zum Cockpit nicht von außen öffnen lässt, das Gegenteil bewirken kann.

Es könnten auch die Toten im Straßenverkehr betrauert werden

Dass die Bundeskanzlerin weder die Absicht hatte noch hat, irgendetwas zu unternehmen, was die Profite der Autoindustrie verringern könnte, findet man an versteckter Stelle bestätigt. Als sie vor zwei Jahren beim EU-Gipfel erst einmal auf eine Verschiebung der Abstimmung über - inzwischen in veränderter Form vereinbarte - strengere CO2-Abgasnormen drang, ließ sie ihren Vize-Regierungssprecher erklären: "Gleichzeitig brauchen wir aber auch eine faire Lösung, die den Besonderheiten der deutschen Automobilindustrie Rechnung trägt." Worin diese Besonderheiten bestehen, konnte man damals der dpa-Meldung ebenfalls entnehmen: "Deutschland fürchtete Nachteile für seine Oberklasse-Hersteller Mercedes, BMW und Audi".

Darf man sich bei dieser Mentalität wundern, wenn es wenig politisches Interesse daran gibt, die Toten im Straßenverkehr zu betrauern? Wahrscheinlich wird der Fraktionsvorsitzende der SPD und vielleicht sogar der eine oder andere Gewerkschafter entgegnen, solch ein Hinweis sei eine Beleidigung für alle deutschen Beschäftigten in der Automobilindustrie.

Lediglich mit den Grünen könnten wir uns in dieser Frage wohl einigen. Ob der Schulterschluss anhält, wenn wir darauf aufmerksam machen, dass die Verhungernden in der Dritten Welt, denen man, anders als den Toten in Seyne-les-Alpes, noch helfen könnte, oder, ja, ob die Opfer westlicher Drohnen, die allein im ersten Halbjahr 2014 1564 getöteten Zivilisten in Afghanistan, wo die NATO unter Beteiligung der Bundeswehr für Sicherheit sorgt, nicht weniger Trauer verdienen als eben jene Toten, und dass sie, wenn es denn nützt, eine Reise von Regierungschefs und -chefinnen nicht weniger rechtfertigen als ein abgestürztes Flugzeug, wäre zu überprüfen.

Eins freilich ist inmitten dieser widerwärtigen Heuchelei doch tröstlich: Die so genannten "einfachen Menschen" durchschauen das Spektakel. Sie nehmen den Politikern ihre demonstrative Trauer ebenso wenig ab wie ihre Versprechen und ihre Erfolgsberichte. Sie wissen nämlich, was Trauer wirklich bedeutet. Sie erleiden sie, wenn der Lebenspartner stirbt oder das eigene Kind an Krebs erkrankt. "Das Gedenken ist vor allem auch eine private Sache", sagte die Bürgermeisterin von Montabaur, dem Wohnort des Todespiloten. Sie wollte nicht vor die Fernsehkameras treten. Sie hat als einzige unter den Politikern angemessen reagiert.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

Michael Schöfer, 08.04.2015 15:28
@Schwabe

Hier bewegen wir uns im Bereich der Psychologie, das Ganze hat etwas mit der Aufmerksamkeit zu tun. Genauer: mit der Schwelle, ab der ein Reiz unsere Aufmerksamkeit bekommt. Und da bekommen eben 150 Tote bei einem Flugzeugabsturz naturgemäß wesentlich mehr Aufmerksamkeit als täglich 70 Tote über Europa hinweg verstreut. Das sagt freilich gar nichts über den Wert der einzelnen Opfer aus. Können Sie das wirklich nicht verstehen? Außerdem: Stimmt, ich finde meine Einstellung auch immer interessanter...

Schwabe, 08.04.2015 08:09
@Michael Schöfer
Soso, "...nicht zu vergleichen.", dann fragen Sie doch mal die Hinterbliebenen ob die Ihre Unterscheidung teilen. Ihre Einstellung wird immer interessanter.
Im übrigen geht es auch darum das von der Politik adäquate Maßnahmen getroffen werden die - wie Sie es nennen - unspektakulären Zehntausende von Toten zu verhindern. In Krankenhäusern, beim Autofahren, etc. Von bürgerlichen Politikern ist da jedoch nichts zu erwarten, denn die haben diese Umstände herbeigeführt - und machen weiter damit.

Michael Schöfer, 07.04.2015 20:24
@Schwabe

Wenn so ein spektakuläres Unglück passiert, ist das doch nicht mit den durchschnittlich 70 Toten pro Tag auf Europas Straßen zu vergleichen. Natürlich könnte man um jeden Einzelnen trauern, aber der Gedanke, es tatsächlich jeden Tag siebzig Mal zu tun, ist in meinen Augen einfach absurd.

Moin, 07.04.2015 20:13
Das mit der selektiven Trauer kann man noch erweitern (nicht nur auf den Autoverkehr):

Alle 6 Minuten wird in Deutschland ein Kind abgetrieben. Da wird nicht öffentlich getrauert, obwohl es bestimmt genug Möglichkeiten gaebe, den Frauen bzw. Paaren zu helfen, dass dieser Schritt nicht nötig ist.

Schwabe, 07.04.2015 19:16
@Michael Schöfer
Sie denken also es gibt eine Rechtfertigung dafür selektiv um unschuldige Menschen zu trauern?! Interessante Einstellung!

Michael Schöfer, 07.04.2015 17:54
Muss man bei Merkel und Hollande nicht zwischen Privatperson und Amtsperson unterscheiden? Von einem öffentlichen Amtsträger wird so etwas eben erwartet. Was hättet Ihr geschrieben, wenn Merkel nicht an den Absturzort gekommen wäre? Hättet Ihr der Kanzlerin dann menschliche Kälte vorgeworfen?

Schwabe, 04.04.2015 14:02
Schließe mich dem Kommentar von H.Ewerth vom 2.4.2015, 22:29 Uhr vollumfänglich an.

charlotte, 03.04.2015 21:01
erstaunlich, wie viel menschen lieber einen "technischen defekt" gehabt hätten.
ich meine, jeder technische defekt setzt einen vorherigen "menschlichen defekt" voraus. noch bauen sich weder sicherheitssysteme noch maschinen selber.

Ralf Kiefer, 03.04.2015 01:43
@Tillupp:
"Wir brauchen weder eine Aufweichung der Schweigepflicht, noch eine Flugzeugsteuerung vom Boden aus, und auch sonst keinen Skandalisierungsjournalismus oder Betroffenheitstourismus."

Stimmt schon.

Aber was wir jetzt und sofort unbedingt brauchen, ist die ... hm ... Vorratsdatenspeicherung, weil wir sonst ... äh ... nicht wissen, wer in so einem Flugzeug saß, als es abstürzte, also wir wissen nicht, welche Gefährder und so ... (frei nach Thomas de Maizière, Innenminister).

H.Ewerth, 02.04.2015 22:29
Wenn im Westen Menschen, durch ein Unglück ums leben kommen oder getötet werden, nennt man diese Opfer. Wenn Menschen im Ausland durch die aggressive Politik des Westens getötet werden, wird von "Kollateralschäden" im Westen geschrieben und gesprochen. Soweit hat es die westliche Propaganda gebracht. Die Mehrheit im Westen hat sich schon so an die Propaganda gewöhnt, dass durch das viele wiederholen es als "Wahrheit" gesehen wird. Deshalb können auch viele im Westen nicht verstehen, woher der Terrorismus oder die Flüchtlinge kommen. Ursachen und Wirkung werden ausgeblendet. EIN IMPERIUM DER SCHANDE um es mit den Worten von Jean Ziegler zu sagen.

Ulrich Hartmann, 02.04.2015 22:06
Dieser Artikel macht mich fassungslos. Daß jemand so hartherzig sein kann, daß er die einen Toten instrumentalisiert, um die Trauer über andere Tote schlechtzumachen - dafür fehlen mir die Worte.

Schwabe, 02.04.2015 13:20
@lupe
Fazit: Unter einer bürgerlich neoliberalen Politik (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, AfD usw) wird für die Mehrheitsbevölkerung nichts besser, alles wird schlechter. Diese Politik geht bewußt über Leichen! Egal ob es die ignorierten Toten im Autoverkehr sind, Tote durch Drohnenangriffe oder tausende von Toten durch das kaputtsparen des privatisierten Gesundheitswesens (Krankheit als Ware/Kostenfaktor). Wobei - was mich nicht wundern würde - eher gesetzlich Krankenversicherte sterben. In den mittlerweile oft hermetisch abgeriegelten "Komfortzonen" für privat Krankenversicherte in neu gebauten Krankenhäusern wird betimmt genauer hingeschaut bzw. wird mehr in die Reinlichkeit/Keimfreiheit "investiert"!

lupe, 02.04.2015 11:09
"Es könnten auch die Toten im Straßenverkehr betrauert werden"

Richtig. Es müssten aber auch die jährlich mindestens 12000 Toten betrauert werden, die durch multiresistente Keime in Krankenhäusern umkommen. Die Regierungen haben nicht nur nicht getrauert, sondern jahrelang tatenlos zugeschaut.

Tillupp, 02.04.2015 10:46
@ Gottfried Strehler, 01.04.2015 13:43: ...
... Erstaunlich, dass der Co-Pilot nicht als Terrorist eingestuft wurde
Man kann sich ausmalen was jetzt alles geschrieben würde, wäre der selbe Mensch mit den selben Beweggründen Nachfahre ausländischer Urgroßeltern oder bei seiner Suche nach Orientierung kurz vorher zum Islam konvertiert. Umgekehrt sollten wir unsere Schlüsse ziehen. Nicht jeder Selbstmord(atten)täter ist ein Terrorist. Wahrscheinlich sind die meisten einfach nur krank (depri, schizo, etc.) oder hoffnungslos und bekommen nur zu Lebzeiten zu wenig Aufmerksamkeit.

Schwabe, 02.04.2015 09:49
Was für ein grandioser Artikel!
Vielen Dank an Thomas Rothschild, Kontext und auch an Sahra Wagenknecht!

Ein Artikel der unseren bürgerlichen Politikern (allen voran Frau Merkel) endlich Ihre widerliche Rolle/Politik deutlich bzw. in angemessener Form vor Augen führt.

Der Vergleich mit der Autoindustrie, Drohnenangriffen, etc. ist nicht nur angebracht sondern seit Jahren wenn nicht gar seit Jahrzehnten überfällig!

Eines möchte ich jedoch kritisch anmerken - ohne es selbst genau zu wissen: Ist fliegen wirklich die sicherste Art der Fortbewegung?
Ich wage zu behaupten, es ist der öffentliche Personen Nah- und Fernverkehr. Nicht nur aus ökologischen Gründen sollte dieser flächendeckend in Deutschland (und darüber hinaus) ausgebaut werden! Und nicht wie heute praktiziert - zerstört und überteuert werden.
Wobei ich großen wert auf das Wort "öffentlich" lege! Nicht zu verwechseln mit "privat" ;-).

Kornelia, 01.04.2015 20:09
Aus der Basler Zeitung:

http://bazonline.ch/ausland/europa/Deplatzierte-Selbstdarsteller/story/10690203

Politischer Katastrophentourismus

Doch angemessene Beileidsbekundungen, an deren Aufrichtigkeit zu zweifeln kein Grund besteht, sind etwas anderes als politischer Katastrophentourismus. Handelt es sich bei Ersteren um eine Selbstverständlichkeit, offenbart sich in Letzterem ein seltsames, geradezu vordemokratisches Staatsverständnis: als müssten Staats- und Regierungschefs bei Bergungsarbeiten eine Führungsrolle demonstrieren wie mittelalterliche Fürsten, die an der Spitze ihrer Heere ins Feld zogen.

Derartige PR-Stunts sind nichts als ein peinliches Sich-hinein-Drängen in das Leid fremder Menschen und in die Fernsehbildschirme, ein deplatzierter Akt, der keinen Sinn hat und keinen Zweck erfüllt – ausser dem der Selbstdarstellung.

Kornelia, 01.04.2015 14:54
Event- und Kampagnen-Marketing!
Alles gehorcht den Bedingungen des Marktes, bzw einiger weniger Strippenzieher und deren Erfüllungsgehilfen (Journalisten): Menschlichkeit ist mehr denn je ein kalter Markt gworden (früher haben sich auch deswegen Diktatoren gern mit Kindern ablichten lassen: seht her ich bin ganz lieb!)

Damals wie heute: im Alltag versagen, aber für Familienfotos den Guten hervorheben!
1 500 000 Kinder leben in Armutsfalle: Mitgefühl fehlanzeige
Griechen bringen sich und ihre Kinder um: M.F.
Immer mehr Rentner leben aus der Tonne: M.F.
Oder
In Schuttgart leben 1000de von Kesselkindern, müssen Dreck schlucken, unglaublichen Lärm ertragen, ihnen wird die Lebensgrundlage und Zukunft geklaut! (Generationen-Imperialismus! Karen DUWE: wie Egoisten,Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen)
Mitgefühl? Fehlanzeige!

PS: DAS ist ein Bild mit SymbolCharakter: die Hofgang-Anlage des katharinen stifts! Sowas für den Landtag oder für Zetsche und co? Undenkbar!

Gottfried Strehler, 01.04.2015 13:43
Scheinheilige Politiker - noch schlimmer "Staatsoberhäupter", die auch jedes Ereignis für ihren Medienauftritt nutzen - schlimm!
Erstaunlich, dass der Co-Pilot nicht als Terrorist eingestuft wurde.
Auch verwunderlich, dass die Fahrtenschreiber keine Signale senden und geortet werden können in unserer überwachten Welt.

Tillupp, 01.04.2015 13:43
Was soll dieser Artikel in einer Wochezeitschrift mit Reginalbezug?
150 Tote, na und. Alle 2-3 Wochen sterben insgesamt ca. 150 Menschen im Straßenverkehr (3368 Tote/365 Tage) auf Europa bezogen sogar 70/Tag (2014: 25700 Unfalltote), und keiner schert sich drum. Aber wenn was aus der Luft abstürzt dann ist gleich Staatstrauer angesagt, der Präsidentenparrer FLIEGT aus Südamerika zurück um seine Trauermine aufzusetzen und die Gespräche mit Griechenland werden ausgesetzt (ebenso wie das Hirn). Es sei hier nochmal jedem gesagt: Die Schwerkraft gilt überall, auch in der Luft, und wer in so ein Ding einsteigt und abhebt kommt auch wieder runter- GARANTIERT! Aus diesem Unfall kann man gar nichts lernen, außer vielleicht, dass immer 2 Personen im Cockpit sein müssen (ich frage mich, warum die Amis das schon immer so gemacht haben, die Europäer aber nicht). Das Flugzeug hatte trotz seines Alters von 25Jahren keine Probleme. Wir brauchen weder eine Aufweichung der Schweigepflicht, noch eine Flugzeugsteuerung vom Boden aus, und auch sonst keinen Skandalisierungsjournalismus oder Betroffenheitstourismus. Wenn Politiker da hin fliegen, dann sollen sie auch mit anpacken, aber nicht nur rumstehen und gaffen.

denbaadersihrandi, 01.04.2015 13:20
Wie in der Artikel von einem Flugzeugunglück auf die Automobilindustrie kommt ist schon etwas krampfhaft an den Haaren herbei gezogen.
Die Branche hat sicher jede Menge Dreck am stecken.
Aber die Autos sind meiner Meinung nach sehr hoch entwickelt und relativ sicher.
Wenn ich mir die anschau wie 18 jährige mit getunten Corsas durch die Landschaft rasen und dazu noch überforderte Rentner und die Alkoholfahrer rechne,dann sind 3000 Tote vielleicht garnicht so übel .

Was soll denn noch alles verbaut werden?

Technik ist auch nicht fehlerfrei.

Sensoren könnn bespielsweise vereisen.

So geschehen bei einem Flug einer A320 von Bilbao nach München.
Der Flieger ging in den Sinkflug über.Er wär direkt in den Boden geknallt wenn nicht ein erfahrener Pilot den Computer ausgeschaltet hätte.

Da solltet ihr Superreporter mal nachhacken.

Sind viele Piloten am Tag nach dem Absturz wirklich nicht geflogen weil sie so betroffen waren oder hatten sie Sicherheitsbedenken?

Da wurden Diskussionen auffällig schnell beendet.Es war ja ein Schuldiger präsentiert worden.Wehren kann der sich nicht mehr ,soviel steht fest.

Wer hat bisher die Aufnahmen vom Voicerecorder gehört?

Warum wird die Blackbox nicht gefunden?Obwohl die selbst unter Wasser noch Signale sendet.

Was hätte es für finanzielle Auswirkungen wenn es doch ein technischer Defekt gewesen wäre.

Der dann auch noch bekannt war.

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 268 / "Geht und nehmt Gabriel gleich mit" / Klaar Kiming, 24.05.2016 16:15
Ich finde es nachvollziehbar, dass so viele neoliberal mit Mitte gleichsetzen. Uns wird ja seit gut 20 Jahren nichts anderes mehr vorgebetet... Wo sollen denn also die Leute herkommen, die Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität neu...

Ausgabe 268 / Öko im Quadrat / Stefan König, 24.05.2016 13:24
Schöner Artikel, schöne Ergänzung dazu: http://www.thermo-natur.de/jute-story/

Ausgabe 268 / Öko im Quadrat / Fred Heine, 24.05.2016 11:03
Jürgen Falkenstein, 18.05.2016 10:25 Oh, wie öde. Und vorhersehbar. Kaum schreibt ein Journalist einmal etwas Positives über einen Unternehmer, schon subsumiert man ihn unter die Lohnschreiber. Was spukt in manchen frustrierten...

Ausgabe 268 / Das Zittern der Lehrer / Magda von Garrel, 23.05.2016 22:20
Leider gibt es auch noch andere stark demotivierende Unterrichts- und Arbeitsbedingungen an den Schulen, die von den Bildungsforschern kaum in den Blick genommen und somit auch nicht in ihrer immensen Bedeutung erkannt werden. Dabei...

Ausgabe 268 / Wir sind wir / Die Lerche, 23.05.2016 16:22
Glückwunsch, liebe Redaktion, dass ihr Jagoda Marinić als Gastautorin gewinnen konntet. Der Artikel ist gut geschrieben. Ich habe seit langem keinen Artikel zum Thema Migration gelesen, der mit so viel Empathie die zu uns gekommenen...

Ausgabe 268 / Wiki – voll neutral / Barolo, 23.05.2016 11:58
@era: Danke für die passenden Erklärungen. Die meisten Deutschen haben das mit dem Putsch in Kiew gar nicht mitbekommen und glauben, es hätte einen legalen Parlamentsbeschluss für die heutige Regierung gegeben. @Bernhard Meyer: Auch...

Ausgabe 268 / Öko im Quadrat / Yadgar, 23.05.2016 11:58
Ja, Ritter Spocht (Nougat!!!) ist schon wirklich was Feines für meine Wampe... aber mittlerweile kostet die normale Tafel schon 1,09 Euro, da weiche ich doch lieber auf die Fairtrade-Rewe-Hausmarke aus, die kostet nur 79 Cent, ist aus...

Ausgabe 268 / Das Zittern der Lehrer / Manfred Fröhlich, 22.05.2016 19:54
Lehrkräfte in Schulferien im Arbeitslosenstatus ist KEINE Unsitte, sondern Betrug & Rechtsbeugung der Politik!

Ausgabe 268 / "Geht und nehmt Gabriel gleich mit" / Dr. Uwe+Prutscher, 22.05.2016 18:27
Nach eher kurzen Besinnungspausen verrät die SPD ihre Mitglieder, Menschen, Volk, Staat und Land seit dem so genannten Burgfrieden zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Ohne Not folgten die Vorstandsweisen ihrem unausrottbaren Drang zu den...

Ausgabe 268 / Revolution auf dem stillen Örtchen / Sabine Mayer, 22.05.2016 13:03
@Florian Hinterhuber: Das genaue Wirkprinzip, auf das sich ihr Installateur bezieht, würde ich gerne verstehen. Bezieht er sich auf Korrosion, auf Verstopfung, ... von welchem Rohr eigentlich? Oder verbreitet ihr Installateur...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!