KONTEXT Extra:
Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


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Laufsteg Katastrophe: Politiker-Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathieköder.

Laufsteg Katastrophe: Politiker-Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathieköder.

Ausgabe 209
Politik

Selektive Trauer

Von Thomas Rothschild
Datum: 01.04.2015
Angela Merkel und François Hollande fahren zur Absturzstelle des Germanwings-Flugs in den französischen Alpen. Es heißt, sie seien dort, um zu trauern, in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Unser Autor hat daran erhebliche Zweifel.

Als Menschen recht unterschiedlicher politischer Couleur sich darin überschlugen, ihr Verlangen nach Identifikation mit den Opfern des Mordanschlags auf Redakteure der Zeitschrift "Charlie Hebdo" öffentlich kundzutun, sagte Sahra Wagenknecht: "Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuungswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen."

Was ist falsch an dieser Aussage? Was lässt sich gegen sie vorbringen? Offenbar allein die Tatsache, dass Sahra Wagenknecht Mitglied der Linken ist. Weder faktisch noch moralisch lässt sich Wagenknechts Feststellung und Postulat widerlegen. Trotzdem empörten sich, kaum war Wagenknechts Äußerung publiziert worden, die üblichen Verdächtigen, allen voran der dem Seeheimer Kreis zugehörige Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag Thomas Oppermann: "Den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan mit dem Terror-Angriff von Paris zu vergleichen ist eine unsägliche Entgleisung und Beleidigung für alle deutschen Soldaten."

François Hollande und Angela Merkel beim Kondolenzbesuch in den Alpen. Screenshot
François Hollande und Angela Merkel beim Kondolenzbesuch in den Alpen. Screenshot

Das sollte man im Gedächtnis behalten, wenn Politiker vorgeben, zu trauern, in Gedanken und mit Gebeten bei den Opfern und ihren Angehörigen zu sein. Ihre Trauer ist selektiv und schlägt schnell in Rage um, wenn Trauer nicht in ihr politisches Konzept passt. Ihre öffentliche Trauer ist nicht mehr und nicht weniger als ein Sympathieköder, ein Selbstdarstellungsakt für die Medien, ein Kalkül, im besten Fall ein Ritual, ein rhetorisches Zeremoniell. Sie dient einzig und allein der Ausbeutung der allgemeinen Erschütterung für wahlarithmetische Zwecke. Der so genannte Mann oder auch die Frau von der Straße, die nicht um Stimmen buhlen müssen, sind der Wahrheit wohl näher, wenn sie auf die Frage, was ihnen nach einer Katastrophe als erstes durch den Kopf gegangen sei, antworten: "Was ein Glück, dass ich nicht dabei war."

Kaum hatten die Nachrichtenagenturen den Absturz der Germanwings-Maschine auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf gemeldet, ließen die Staatsoberhäupter oder Regierungschefs von Spanien, Frankreich und Deutschland wissen, dass sie nicht nur trauerten, sondern sich zudem mit prominenter Entourage an den Ort des Geschehens begeben würden. Die Welt konnte sie sehen, wie sie in gebirgiger Höhe die Front der Helfer abschritten, Hände schüttelten und, vor den Nationalflaggen, versteht sich, eine Pressekonferenz abhielten. Zuletzt hatten sie sich in Paris getroffen, um in einer Nebenstraße ein Gruppenfoto machen zu lassen.

Will man den Tränen dieser Herrschaften trauen?

Der Internationale Autorenverband PEN hat daran erinnert, in welcher Gesellschaft François Holland, Mariano Rajoy und Angela Merkel da getrauert und ihre Solidarität mit erschossenen Journalisten demonstriert haben: Arm in Arm nämlich mit Regierungsvertretern von Ländern, in denen die Meinungsfreiheit aktiv eingeschränkt wird und Schriftsteller Morden, Gewalt und Gefängnis ausgesetzt sind. Wie in der Türkei, wo mehr als 20 Journalisten inhaftiert sind und Dutzende weitere unter Anklage stehen; wie in Russland, wo zahlreiche Journalisten ermordet wurden und in den allermeisten Fällen niemand dafür zur Rechenschaft gezogen wurde; wie in Ägypten, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo zahlreiche Journalisten, Blogger und Dichter hinter Gittern sitzen oder, wie Raif Badawi, unter Lebensgefahr öffentlich ausgepeitscht werden. Will man den Tränen dieser Herrschaften trauen?

Nun ist es in der Tat erschütternd, wenn, wie im Fall des verunglückten Fliegers, 150 Menschen auf einen Schlag ums Leben kommen. Und niemand wollte daran zweifeln, dass Politiker wie ganz normale Menschen schockiert sind, wenn sie davon erfahren. Aber zwischen dem privaten Schock und der öffentlichen Zurschaustellung liegt für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die politische Reflexion. Und die müsste Frau Merkel zum Beispiel einflüstern, dass in Deutschland im Monat rund 300 Menschen - also zwei Mal so viele wie bei dem Flugzeugunglück - bei Verkehrsunfällen sterben, und das nicht alle paar Jahre, sondern im Schnitt jeden Monat. In Europa sind es monatlich rund 2000 oder täglich 70 Menschen, die dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Von der Trauer der Politiker war bisher nichts zu vernehmen und auch nicht von einer Änderung ihrer Agenda.

Das muss wohl seine Gründe haben. Könnte es daran liegen, dass man, wenn man die täglichen Verkehrstoten betrauerte, wie man jetzt die Toten in den südfranzösischen Alpen zu betrauern vorgibt, nicht nur nach den Ursachen fahnden, sondern auch Konsequenzen ziehen müsste? Könnte es daran liegen, dass man dann strenge gesetzliche Maßnahmen ergreifen müsste, um die Autoindustrie zu zwingen, alle erdenklichen Sicherheitsvorrichtungen nicht nur zu entwickeln, sondern auch serienmäßig in ihre Produkte einzubauen, selbst wenn das mit Umsatzeinbußen verbunden ist?

Trauer auf einer Kondolenztour muss Verdacht erregen

Es geht nicht um Schuldzuweisung - das ist die Sichtweise der Versicherungen, die möglichst wenig zahlen wollen -, sondern um Schlussfolgerungen für die Zukunft. Trauer, die nicht mehr kostet als eine Kondolenztour, sollte ebenso Verdacht erregen wie ein Eingeständnis angeblicher Fehler, ein "mea culpa", das nur Vorteile einbringt und die Karriere befördert. Dass der Absturz eines Flugzeugs und der Tod von 150 Menschen tragisch ist, wird kein halbwegs vernünftiger Mensch bestreiten. Aber nach wie vor gilt, dass Fliegen die sicherste Art der Fortbewegung ist. Der ökologische Schaden steht auf einem anderen Blatt. 

Nach dem Kenntnisstand bei der Abfassung dieses Artikels weist alles auf eine Selbstmordabsicht eines Copiloten hin, der den Tod von 149 Menschen in Kauf genommen hat (wobei wir hier nicht die unappetitliche Unsitte vieler Medien reproduzieren wollen, Vermutungen und Hypothesen als gesicherte Tatsachen auszugeben, ehe sich diese Medien wieder wichtigeren Themen zuwenden wie einem Abspeckprogramm für Hund und Herrchen oder der Scheidung von Bettina und Christian Wulff). Die Tragödie von Seyne-les-Alpes muss man, so schwer das fallen mag, als Restrisiko verbuchen, das, anders als viele Karambolagen auf den Straßen, als Unfälle am Arbeitsplatz wegen vernachlässigter Arbeitsschutzmaßnahmen oder als "Kollateralschäden" bei militärischen Aktionen, nicht zu verhindern ist.

Menschliches Versagen ist noch weniger berechenbar und prognostizierbar als technisches Versagen. So unwahrscheinlich und zum Glück selten ein Fall wie der aktuelle ist, so sehr entspricht es der üblichen leeren Rhetorik, wenn Angela Merkel sagt, es gehe "über jedes Vorstellungsvermögen hinaus", dass der Copilot das Flugzeug bewusst zum Absturz gebracht habe. Die Drehbuchautoren von Krimiserien stellen sich Szenarien wie dieses alle paar Tage vor. Vorzustellen vermag man sie sich sehr wohl. Nur wenn sie in der Wirklichkeit, diesseits der Fiktion, eintreffen, geraten die Begriffe durcheinander.

Ein umstrittenes Bild. Screenshot
Ein umstrittenes Bild. Screenshot

Schlichtweg beunruhigend aber ist es, wenn eine Frau, die an den Schalthebeln der Macht sitzt, die also im tatsächlichen oder vermeintlichen Verteidigungsfall die oberste Befehls- und Kommandogewalt innehat und über Krieg und Frieden entscheidet, sich den unerwarteten Ausbruch einer psychischen Erkrankung, einen plötzlichen depressiven Schub nicht vorstellen kann. Die Konsequenzen aus dem Schreckensdrama haben nicht die Politiker, sondern die Fluggesellschaften gezogen: Ab sofort muss das Cockpit immer von zumindest zwei Menschen besetzt sein. Absolute Sicherheit kann auch diese Maßnahme nicht garantieren. Gerade der aktuelle Fall beweist, dass eine Aktion, die der Sicherheit (gegenüber Terroranschlägen) dienen sollte, nämlich dass sich die Tür zum Cockpit nicht von außen öffnen lässt, das Gegenteil bewirken kann.

Es könnten auch die Toten im Straßenverkehr betrauert werden

Dass die Bundeskanzlerin weder die Absicht hatte noch hat, irgendetwas zu unternehmen, was die Profite der Autoindustrie verringern könnte, findet man an versteckter Stelle bestätigt. Als sie vor zwei Jahren beim EU-Gipfel erst einmal auf eine Verschiebung der Abstimmung über - inzwischen in veränderter Form vereinbarte - strengere CO2-Abgasnormen drang, ließ sie ihren Vize-Regierungssprecher erklären: "Gleichzeitig brauchen wir aber auch eine faire Lösung, die den Besonderheiten der deutschen Automobilindustrie Rechnung trägt." Worin diese Besonderheiten bestehen, konnte man damals der dpa-Meldung ebenfalls entnehmen: "Deutschland fürchtete Nachteile für seine Oberklasse-Hersteller Mercedes, BMW und Audi".

Darf man sich bei dieser Mentalität wundern, wenn es wenig politisches Interesse daran gibt, die Toten im Straßenverkehr zu betrauern? Wahrscheinlich wird der Fraktionsvorsitzende der SPD und vielleicht sogar der eine oder andere Gewerkschafter entgegnen, solch ein Hinweis sei eine Beleidigung für alle deutschen Beschäftigten in der Automobilindustrie.

Lediglich mit den Grünen könnten wir uns in dieser Frage wohl einigen. Ob der Schulterschluss anhält, wenn wir darauf aufmerksam machen, dass die Verhungernden in der Dritten Welt, denen man, anders als den Toten in Seyne-les-Alpes, noch helfen könnte, oder, ja, ob die Opfer westlicher Drohnen, die allein im ersten Halbjahr 2014 1564 getöteten Zivilisten in Afghanistan, wo die NATO unter Beteiligung der Bundeswehr für Sicherheit sorgt, nicht weniger Trauer verdienen als eben jene Toten, und dass sie, wenn es denn nützt, eine Reise von Regierungschefs und -chefinnen nicht weniger rechtfertigen als ein abgestürztes Flugzeug, wäre zu überprüfen.

Eins freilich ist inmitten dieser widerwärtigen Heuchelei doch tröstlich: Die so genannten "einfachen Menschen" durchschauen das Spektakel. Sie nehmen den Politikern ihre demonstrative Trauer ebenso wenig ab wie ihre Versprechen und ihre Erfolgsberichte. Sie wissen nämlich, was Trauer wirklich bedeutet. Sie erleiden sie, wenn der Lebenspartner stirbt oder das eigene Kind an Krebs erkrankt. "Das Gedenken ist vor allem auch eine private Sache", sagte die Bürgermeisterin von Montabaur, dem Wohnort des Todespiloten. Sie wollte nicht vor die Fernsehkameras treten. Sie hat als einzige unter den Politikern angemessen reagiert.


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Kommentare

Michael Schöfer, 08.04.2015 15:28
@Schwabe

Hier bewegen wir uns im Bereich der Psychologie, das Ganze hat etwas mit der Aufmerksamkeit zu tun. Genauer: mit der Schwelle, ab der ein Reiz unsere Aufmerksamkeit bekommt. Und da bekommen eben 150 Tote bei einem Flugzeugabsturz naturgemäß wesentlich mehr Aufmerksamkeit als täglich 70 Tote über Europa hinweg verstreut. Das sagt freilich gar nichts über den Wert der einzelnen Opfer aus. Können Sie das wirklich nicht verstehen? Außerdem: Stimmt, ich finde meine Einstellung auch immer interessanter...

Schwabe, 08.04.2015 08:09
@Michael Schöfer
Soso, "...nicht zu vergleichen.", dann fragen Sie doch mal die Hinterbliebenen ob die Ihre Unterscheidung teilen. Ihre Einstellung wird immer interessanter.
Im übrigen geht es auch darum das von der Politik adäquate Maßnahmen getroffen werden die - wie Sie es nennen - unspektakulären Zehntausende von Toten zu verhindern. In Krankenhäusern, beim Autofahren, etc. Von bürgerlichen Politikern ist da jedoch nichts zu erwarten, denn die haben diese Umstände herbeigeführt - und machen weiter damit.

Michael Schöfer, 07.04.2015 20:24
@Schwabe

Wenn so ein spektakuläres Unglück passiert, ist das doch nicht mit den durchschnittlich 70 Toten pro Tag auf Europas Straßen zu vergleichen. Natürlich könnte man um jeden Einzelnen trauern, aber der Gedanke, es tatsächlich jeden Tag siebzig Mal zu tun, ist in meinen Augen einfach absurd.

Moin, 07.04.2015 20:13
Das mit der selektiven Trauer kann man noch erweitern (nicht nur auf den Autoverkehr):

Alle 6 Minuten wird in Deutschland ein Kind abgetrieben. Da wird nicht öffentlich getrauert, obwohl es bestimmt genug Möglichkeiten gaebe, den Frauen bzw. Paaren zu helfen, dass dieser Schritt nicht nötig ist.

Schwabe, 07.04.2015 19:16
@Michael Schöfer
Sie denken also es gibt eine Rechtfertigung dafür selektiv um unschuldige Menschen zu trauern?! Interessante Einstellung!

Michael Schöfer, 07.04.2015 17:54
Muss man bei Merkel und Hollande nicht zwischen Privatperson und Amtsperson unterscheiden? Von einem öffentlichen Amtsträger wird so etwas eben erwartet. Was hättet Ihr geschrieben, wenn Merkel nicht an den Absturzort gekommen wäre? Hättet Ihr der Kanzlerin dann menschliche Kälte vorgeworfen?

Schwabe, 04.04.2015 14:02
Schließe mich dem Kommentar von H.Ewerth vom 2.4.2015, 22:29 Uhr vollumfänglich an.

charlotte, 03.04.2015 21:01
erstaunlich, wie viel menschen lieber einen "technischen defekt" gehabt hätten.
ich meine, jeder technische defekt setzt einen vorherigen "menschlichen defekt" voraus. noch bauen sich weder sicherheitssysteme noch maschinen selber.

Ralf Kiefer, 03.04.2015 01:43
@Tillupp:
"Wir brauchen weder eine Aufweichung der Schweigepflicht, noch eine Flugzeugsteuerung vom Boden aus, und auch sonst keinen Skandalisierungsjournalismus oder Betroffenheitstourismus."

Stimmt schon.

Aber was wir jetzt und sofort unbedingt brauchen, ist die ... hm ... Vorratsdatenspeicherung, weil wir sonst ... äh ... nicht wissen, wer in so einem Flugzeug saß, als es abstürzte, also wir wissen nicht, welche Gefährder und so ... (frei nach Thomas de Maizière, Innenminister).

H.Ewerth, 02.04.2015 22:29
Wenn im Westen Menschen, durch ein Unglück ums leben kommen oder getötet werden, nennt man diese Opfer. Wenn Menschen im Ausland durch die aggressive Politik des Westens getötet werden, wird von "Kollateralschäden" im Westen geschrieben und gesprochen. Soweit hat es die westliche Propaganda gebracht. Die Mehrheit im Westen hat sich schon so an die Propaganda gewöhnt, dass durch das viele wiederholen es als "Wahrheit" gesehen wird. Deshalb können auch viele im Westen nicht verstehen, woher der Terrorismus oder die Flüchtlinge kommen. Ursachen und Wirkung werden ausgeblendet. EIN IMPERIUM DER SCHANDE um es mit den Worten von Jean Ziegler zu sagen.

Ulrich Hartmann, 02.04.2015 22:06
Dieser Artikel macht mich fassungslos. Daß jemand so hartherzig sein kann, daß er die einen Toten instrumentalisiert, um die Trauer über andere Tote schlechtzumachen - dafür fehlen mir die Worte.

Schwabe, 02.04.2015 13:20
@lupe
Fazit: Unter einer bürgerlich neoliberalen Politik (CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP, AfD usw) wird für die Mehrheitsbevölkerung nichts besser, alles wird schlechter. Diese Politik geht bewußt über Leichen! Egal ob es die ignorierten Toten im Autoverkehr sind, Tote durch Drohnenangriffe oder tausende von Toten durch das kaputtsparen des privatisierten Gesundheitswesens (Krankheit als Ware/Kostenfaktor). Wobei - was mich nicht wundern würde - eher gesetzlich Krankenversicherte sterben. In den mittlerweile oft hermetisch abgeriegelten "Komfortzonen" für privat Krankenversicherte in neu gebauten Krankenhäusern wird betimmt genauer hingeschaut bzw. wird mehr in die Reinlichkeit/Keimfreiheit "investiert"!

lupe, 02.04.2015 11:09
"Es könnten auch die Toten im Straßenverkehr betrauert werden"

Richtig. Es müssten aber auch die jährlich mindestens 12000 Toten betrauert werden, die durch multiresistente Keime in Krankenhäusern umkommen. Die Regierungen haben nicht nur nicht getrauert, sondern jahrelang tatenlos zugeschaut.

Tillupp, 02.04.2015 10:46
@ Gottfried Strehler, 01.04.2015 13:43: ...
... Erstaunlich, dass der Co-Pilot nicht als Terrorist eingestuft wurde
Man kann sich ausmalen was jetzt alles geschrieben würde, wäre der selbe Mensch mit den selben Beweggründen Nachfahre ausländischer Urgroßeltern oder bei seiner Suche nach Orientierung kurz vorher zum Islam konvertiert. Umgekehrt sollten wir unsere Schlüsse ziehen. Nicht jeder Selbstmord(atten)täter ist ein Terrorist. Wahrscheinlich sind die meisten einfach nur krank (depri, schizo, etc.) oder hoffnungslos und bekommen nur zu Lebzeiten zu wenig Aufmerksamkeit.

Schwabe, 02.04.2015 09:49
Was für ein grandioser Artikel!
Vielen Dank an Thomas Rothschild, Kontext und auch an Sahra Wagenknecht!

Ein Artikel der unseren bürgerlichen Politikern (allen voran Frau Merkel) endlich Ihre widerliche Rolle/Politik deutlich bzw. in angemessener Form vor Augen führt.

Der Vergleich mit der Autoindustrie, Drohnenangriffen, etc. ist nicht nur angebracht sondern seit Jahren wenn nicht gar seit Jahrzehnten überfällig!

Eines möchte ich jedoch kritisch anmerken - ohne es selbst genau zu wissen: Ist fliegen wirklich die sicherste Art der Fortbewegung?
Ich wage zu behaupten, es ist der öffentliche Personen Nah- und Fernverkehr. Nicht nur aus ökologischen Gründen sollte dieser flächendeckend in Deutschland (und darüber hinaus) ausgebaut werden! Und nicht wie heute praktiziert - zerstört und überteuert werden.
Wobei ich großen wert auf das Wort "öffentlich" lege! Nicht zu verwechseln mit "privat" ;-).

Kornelia, 01.04.2015 20:09
Aus der Basler Zeitung:

http://bazonline.ch/ausland/europa/Deplatzierte-Selbstdarsteller/story/10690203

Politischer Katastrophentourismus

Doch angemessene Beileidsbekundungen, an deren Aufrichtigkeit zu zweifeln kein Grund besteht, sind etwas anderes als politischer Katastrophentourismus. Handelt es sich bei Ersteren um eine Selbstverständlichkeit, offenbart sich in Letzterem ein seltsames, geradezu vordemokratisches Staatsverständnis: als müssten Staats- und Regierungschefs bei Bergungsarbeiten eine Führungsrolle demonstrieren wie mittelalterliche Fürsten, die an der Spitze ihrer Heere ins Feld zogen.

Derartige PR-Stunts sind nichts als ein peinliches Sich-hinein-Drängen in das Leid fremder Menschen und in die Fernsehbildschirme, ein deplatzierter Akt, der keinen Sinn hat und keinen Zweck erfüllt – ausser dem der Selbstdarstellung.

Kornelia, 01.04.2015 14:54
Event- und Kampagnen-Marketing!
Alles gehorcht den Bedingungen des Marktes, bzw einiger weniger Strippenzieher und deren Erfüllungsgehilfen (Journalisten): Menschlichkeit ist mehr denn je ein kalter Markt gworden (früher haben sich auch deswegen Diktatoren gern mit Kindern ablichten lassen: seht her ich bin ganz lieb!)

Damals wie heute: im Alltag versagen, aber für Familienfotos den Guten hervorheben!
1 500 000 Kinder leben in Armutsfalle: Mitgefühl fehlanzeige
Griechen bringen sich und ihre Kinder um: M.F.
Immer mehr Rentner leben aus der Tonne: M.F.
Oder
In Schuttgart leben 1000de von Kesselkindern, müssen Dreck schlucken, unglaublichen Lärm ertragen, ihnen wird die Lebensgrundlage und Zukunft geklaut! (Generationen-Imperialismus! Karen DUWE: wie Egoisten,Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen)
Mitgefühl? Fehlanzeige!

PS: DAS ist ein Bild mit SymbolCharakter: die Hofgang-Anlage des katharinen stifts! Sowas für den Landtag oder für Zetsche und co? Undenkbar!

Gottfried Strehler, 01.04.2015 13:43
Scheinheilige Politiker - noch schlimmer "Staatsoberhäupter", die auch jedes Ereignis für ihren Medienauftritt nutzen - schlimm!
Erstaunlich, dass der Co-Pilot nicht als Terrorist eingestuft wurde.
Auch verwunderlich, dass die Fahrtenschreiber keine Signale senden und geortet werden können in unserer überwachten Welt.

Tillupp, 01.04.2015 13:43
Was soll dieser Artikel in einer Wochezeitschrift mit Reginalbezug?
150 Tote, na und. Alle 2-3 Wochen sterben insgesamt ca. 150 Menschen im Straßenverkehr (3368 Tote/365 Tage) auf Europa bezogen sogar 70/Tag (2014: 25700 Unfalltote), und keiner schert sich drum. Aber wenn was aus der Luft abstürzt dann ist gleich Staatstrauer angesagt, der Präsidentenparrer FLIEGT aus Südamerika zurück um seine Trauermine aufzusetzen und die Gespräche mit Griechenland werden ausgesetzt (ebenso wie das Hirn). Es sei hier nochmal jedem gesagt: Die Schwerkraft gilt überall, auch in der Luft, und wer in so ein Ding einsteigt und abhebt kommt auch wieder runter- GARANTIERT! Aus diesem Unfall kann man gar nichts lernen, außer vielleicht, dass immer 2 Personen im Cockpit sein müssen (ich frage mich, warum die Amis das schon immer so gemacht haben, die Europäer aber nicht). Das Flugzeug hatte trotz seines Alters von 25Jahren keine Probleme. Wir brauchen weder eine Aufweichung der Schweigepflicht, noch eine Flugzeugsteuerung vom Boden aus, und auch sonst keinen Skandalisierungsjournalismus oder Betroffenheitstourismus. Wenn Politiker da hin fliegen, dann sollen sie auch mit anpacken, aber nicht nur rumstehen und gaffen.

denbaadersihrandi, 01.04.2015 13:20
Wie in der Artikel von einem Flugzeugunglück auf die Automobilindustrie kommt ist schon etwas krampfhaft an den Haaren herbei gezogen.
Die Branche hat sicher jede Menge Dreck am stecken.
Aber die Autos sind meiner Meinung nach sehr hoch entwickelt und relativ sicher.
Wenn ich mir die anschau wie 18 jährige mit getunten Corsas durch die Landschaft rasen und dazu noch überforderte Rentner und die Alkoholfahrer rechne,dann sind 3000 Tote vielleicht garnicht so übel .

Was soll denn noch alles verbaut werden?

Technik ist auch nicht fehlerfrei.

Sensoren könnn bespielsweise vereisen.

So geschehen bei einem Flug einer A320 von Bilbao nach München.
Der Flieger ging in den Sinkflug über.Er wär direkt in den Boden geknallt wenn nicht ein erfahrener Pilot den Computer ausgeschaltet hätte.

Da solltet ihr Superreporter mal nachhacken.

Sind viele Piloten am Tag nach dem Absturz wirklich nicht geflogen weil sie so betroffen waren oder hatten sie Sicherheitsbedenken?

Da wurden Diskussionen auffällig schnell beendet.Es war ja ein Schuldiger präsentiert worden.Wehren kann der sich nicht mehr ,soviel steht fest.

Wer hat bisher die Aufnahmen vom Voicerecorder gehört?

Warum wird die Blackbox nicht gefunden?Obwohl die selbst unter Wasser noch Signale sendet.

Was hätte es für finanzielle Auswirkungen wenn es doch ein technischer Defekt gewesen wäre.

Der dann auch noch bekannt war.

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....a propos "Stegle". Das ist es gerade was W.Backes angesprochen hat: Think big. Stirling hatte nicht umsonst die Planung für die Erschließung der Staatsgalerie und Musikhochschule auf einer höheren Ebene angeordnet, somit die (Teil)...

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Schwabe, 23.03.2017 17:35
Auch von mir vielen Dank an den Autor und an Kontext (E.M., 22.03.2017 01:27 hat das wunderbar formuliert). Dennoch, um das erfolgreich anzupacken bzw. umzusetzen was Fabian Scheidler so treffend wie beängstigend und unmissverständlich...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / CharlotteRath, 23.03.2017 14:51
Fußgängerstegle ... eine echt schwäbische Lösung. München hat sich einen Park gegönnt, um zwei voneinander getrennte Stadtteile über eine große Straße hinweg zusmmenzuführen: https://de.wikipedia.org/wiki/Petuelpark Mit...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Bruno Neidhart, 23.03.2017 09:51
Selbstverständlich bräuchte Stuttgart in dieser Kulturecke einen Fußgängersteg. Möglichst als breite Grünbrücke. Dies hat weder mit Sozialwohnungen, noch mit Kitas zu tun. Es ist eine andere, ebenso stadtbildende Ebene.

Ausgabe 312 / Afrika kommt / Dr. Diethelm Gscheidle, 23.03.2017 09:24
Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich ist es äußerst wichtig, Entwicklungshilfe zu betreiben - und das geht natürlich jeden Einzelnen von uns an. Als bekennender und praktizierender Katholik ist mir die Entwicklungshilfe...

Ausgabe 66 / Gnadenlose Bank / Gerald Wiegner, 22.03.2017 22:45
Das ist eine traurige, aber wahre Geschichte. Ich habe mit Herrn Nusser telefoniert und möchte noch folgende Ergänzung machen. Herr Nusser war ein langjähriges Genossenschaftsmitglied. Genossenschaften sind gesetzlich verpflichtet...

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