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Versprochen, gebrochen!

Was kommt da eigentlich noch?, fragt sich die designierte SPD-Landesvorsitzende und mit ihr die politisch interessierte Öffentlichkeit im Land. Vor vier Wochen waren die ersten Nebenabreden öffentlich geworden, die Grüne und CDU nicht in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hatten (Kontext berichtete). Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste in einer Landtagsdebatte alle Register ziehen, um deren Notwendigkeit mehr schlecht als recht gerade auch vor den Regierungsfraktionen und der eigenen Klientel zu rechtfertigen. Ungenutzt ließ er die Chance, reinen Tisch zu machen, alles zu offenbaren, was er mit CDU-Landeschef Thomas Strobl ausbaldowert hat. Die Aufregung wäre groß gewesen - und doch deutlich kleiner als der Ärger, den sich die beiden jetzt eingehandelt haben. Drei Tage, sagt der Regierungschef gern, lägen zwischen "Hosianna" und "Kreuziget ihn!", was schon immer zweideutig war, weil er damit die Verantwortung für einen Niedergang auch dem Publikum zuschreibt. Jetzt tragen Kretschmann und Strobl diese ganz allein. Der Grüne allerdings deutlich schwerer als der Schwarze, weil er - siehe Persönlichkeitswerte - sehr vielen Menschen als Inbegriff der Redlichkeit galt. Mit seiner "Politik des Gehörtwerdens" war ein Transparenzversprechen verbunden, und das hat er höchstpersönlich gleich mehrfach gebrochen.


AfD kann nicht rechnen

Zu ihrer 100-Tage-Bilanz im Landtag legen die Abgeordneten der AfD-Fraktion, also jene, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit nicht gefolgt sind, eine arg geschönte Bilanz ihrer Arbeit vor. "Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir bereits 37 Anfragen gestellt, über die wir künftig berichten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Das übertrifft die SPD-Fraktion bei weitem, die gerade einmal 14 Anfragen eingereicht hat, oder auch die FDP, die beide aufgrund ihrer Parlamentshistorie mit einer deutlich größeren Mannschaft im Hintergrund agieren."

Wahr ist, dass die Fraktionsgröße die Zahl der Beschäftigten bestimmt und vor allem, dass die AfD-Fraktion seit der Abspaltung der "Alternative für Baden-Württemberg" (ABW) acht Kleine Anfragen gestellt hat und die ABW seit ihrer Gründung Anfang Juli neun. Davor hatte es die noch geeinte AfD auf 34 Kleine Anfragen gebracht. SPD und FDP kommen aber auf jeweils über 70 Initiativen in ihren ersten 100 Tagen, darunter Kleine Anfragen, Große Anfragen, Anträge und Gesetzentwürfe. "Nachdem die AfD bis zur Stunde mit ihren ungeheuerlichen Mätzchen dem Parlament und seiner demokratischen Kultur nur Schaden zugefügt hat, kommt sie nun mit einer vor lauter Selbstbeweihräucherung triefenden 100-Tage-Bilanz daher, die aber noch nicht mal korrekte Rechenkünste vorweisen kann", reagiert Martin Mendler, der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, scharf. Der SPD würden fälschlicherweise lediglich 14 Anfragen zugeordnet, wohingegen es laut Parlamentsdokumentation des Landtags von Mai bis August in der 16. Legislaturperiode mehr als fünf Mal so viele seien.


Mit Wolfgang Dietrich naht die Rettung

Die Rettung rückt immer näher: Jetzt hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Fußballvereins VfB den früheren S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich offiziell zum Präsidenten-Kandidaten erhoben. Gewählt wird er am 9. Oktober, so sich nicht irgendwelche Ultras zu einem Block zusammen rotten. Nicht so ganz schlüssig sind sich die beiden Fusionsblätter vor Ort, ob sie den 68-jährigen Streithansel gut oder schlecht finden sollen. Zum einen sei Dietrich ein "gewiefter Geschäftsmann", gar ein "Universalstratege", zum anderen ein "Polarisierer" und eine "Reizfigur", meinen die StZN, und sprechen von der "Altlast S 21". Sie mögen sich von den Parkschützern Mut zur Meinung machen lassen. Wenn das Neckarstadion unter die Erde gelegt werde, schreiben sie, könne man "oben Luxuswohnungen und Einkaufstempel" bauen.


Brigitte Lösch im Visier der AfD

Die beiden AfD-Gruppierungen im baden-württembergischen Landtag wollen ihre Spaltung nutzen, um mit einem Untersuchungsausschuss unter anderem gegen die frühere grüne Landtagsvizepräsidentin und Stuttgarter Abgeordnete Brigitte Lösch vorzugehen. Hintergrund ist ihr Engagement gegen die Bildungsplangegner der "Demo für alle" und für das Bündnis "No Pegida Stuttgart".

Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung sollen auch die Ereignisse vom vergangenen Oktober sein, als Künstler und Beschäftigte aus Protest gegen die "Demo für alle" ein Banner mit der Aufschrift "Vielfalt" vom Dach des Großen Hauses der Württembergischen Staatstheater entrollten (Kontext berichtete). Die beiden AfD-Fraktionen verlangen Auskunft darüber "wieso das Opernhaus Stuttgart durch Gegendemonstranten besetzt werden konnte". Grundsätzlich will die "Alternative für Deutschland", die mit ihren zur Zeit zwei Fraktionen allein einen Untersuchungsausschuss beantragen kann, dem "Linksextremismus in Baden-Württemberg" nachgehen und einer möglichen Nähe zu "der gewesenen oder derzeitigen Landesregierung, Parteien, der Verwaltung, der Behörden oder dem Landtag".

Die vier demokratischen Fraktionen sehen darin einem Missbrauch der parlamentarischen Möglichkeiten. Bereits ins Auge gefasst ist eine Überprüfung des Vorgehens der Rechtsnationalisten durch den baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof. Nach geltendem Recht kann ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden, wenn mindestens zwei Fraktionen oder ein Viertel aller Abgeordneten dafür sind. Er ist allerdings nur zulässig zu Sachverhalten, "deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegt" und wenn sie geeignet sind, "dem Landtag Grundlagen für eine Beschlussfassung im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeiten zu vermitteln".

Drei vom Landtag bestellte Gutachter sahen Ende Juli auf Basis der geltenden Geschäftsordnung keinen Weg, der AfD die Bildung zweier Fraktionen zu verwehren. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warnte schon damals, die "Alternative für Deutschland" könnte ihren doppelten Fraktionsstatus missbrauchen. Jetzt sieht er sich bestätigt: Die AfD nutze ihre Spaltung, "um sich Vorteile zu erschleichen".

Die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Christina Baum, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit um Wolfgang Gedeon nicht in die neue Fraktion gefolgt ist, bewertet das gemeinsame Vorgehen als "positives Signal für alle bürgerlichen Schichten im Land". Beide Fraktionen verhehlen auch nicht, dass der jetzt vorgelegte Antrag eine "Vorbereitung der Wiedervereinigung" (Baum) ist. Nach dieser, die für den Herbst und im Zuge einer gerade gestarteten Mediation von beiden Seiten in Aussicht gestellt wurde, könnte der Untersuchungsausschuss aber nicht mehr durchgesetzt werden.


Bahn muss Stuttgarts Bahnhof nicht offiziell stilllegen

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 09.08.2016 die Klage der Stuttgarter Netz AG als unzulässig abgewiesen. Mit der Klage wollte die Gesellschaft privater Eisenbahnunternehmen verhindern, dass die Deutsche Bahn nach der Fertigstellung des unterirdischen Durchgangsbahnhofs Stuttgart 21 das bestehende Gleisvorfeld des oberirdischen Stuttgarter Kopfbahnhofes abbaut, bevor hierfür ein Stilllegungsverfahren nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) durchgeführt wurde. Nach Auffassung des Gerichts handelt es sich bei dem "Umbau des Bahnknotens Stuttgart/Stuttgart 21" um ein ausschließlich planfeststellungspflichtiges Änderungsvorhaben nach dem AEG, für das ein zusätzliches Stilllegungsverfahren nicht erforderlich ist. Zugleich stellte das Gericht aber auch fest, dass der Rückbau des Gleisvorfeldes ohne vorherige Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens rechtlich unzulässig sei. Da die Stuttgarter Netz AG in diesem Planfeststellungsverfahren ihre Interessen noch geltend machen und gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen könne. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat das Gericht die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim sowie die Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.


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Ausgabe 219
Politik

Rockenbauch tritt für die "Linke" an

Von Josef-Otto Freudenreich
Datum: 10.06.2015
Die Stuttgarter "Linke" schickt einen bemerkenswerten Kandidaten ins Rennen: Hannes Rockenbauch (34) soll die Partei bei der Landtagswahl über die Fünf-Prozent-Hürde lupfen.

Man kann sich die Pressemitteilung der Partei schon vorstellen. Sie freut sich, einen Kandidaten gewonnen zu haben, der den Landtag durchlüftet. Frisch, frech und fröhlich links, und immer an der Seite der Bewegung, sei sie sozial, ökologisch oder gegen den Bahnhof. Die Freude ist sogar nachvollziehbar, weil Rockenbauch, zumindest in Stuttgart, nicht irgendwer ist, sondern eben "der Hannes". Eine Ikone der S 21-Gegner, einer, dem selbst Heiner Geißler (CDU) bescheinigte, ein heller Kopf zu sein.

Der Diplomingenieur (Architektur und Stadtplanung) sitzt seit 2004 im Stadtrat für die SÖS, seit 2009 ist er Fraktionschef des Bündnisses SÖS/Linke/Plus. 2012 hat er für den OB kandidiert, gegen Fritz Kuhn und Sebastian Turner, und dabei 10,4 Prozent der Stimmen einkassiert. Das sind freilich nur die nackten Daten, spannender ist das politische Gewicht, das der 34-Jährige mitbringt. Wer es schafft, das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Parkschützer am Tisch zu halten, wer es hinkriegt, die Altvorderen im Gemeinderat ins Schwitzen zu versetzen, wem es gelingt, eine öffentliche Debatte mit einem Satz auszulösen, der hat etwas.

Ein Licht für die Linke im Land: "Heller Kopf" Hannes Rockenbauch. Foto: Joachim E. Röttgers
Ein Licht für die Linke im Land: "Heller Kopf" Hannes Rockenbauch. Foto: Joachim E. Röttgers

Die LBBW als "kriminelle Vereinigung", gesagt im Mai 2012 - das hat eine Welle der Empörung ausgelöst, unter allen Konsensdemokraten, die nicht gefragt haben, ob da was dran sein könnte, sondern sofort wussten, dass man so was nicht sagt. Damals kam gerade raus, dass die Landesbank zu den Zockern bei der Nahrungsmittelproduktion zählte. Aber das war nicht so wichtig. Wichtiger war die Botschaft: So einer stellt sich außerhalb unserer Kreise, so einer ist unwählbar. Zur Erinnerung: In Stuttgart-Mitte hat der OB-Kandidat Rockenbauch 15 Prozent der Stimmen erhalten.

Seinerzeit ist der Rotschopf nicht mehr zum zweiten Wahlgang angetreten. Wegen Fritz Kuhn, den Grünen und der Aussicht auf einen Politikwechsel im Rathaus. Den sieht er, nach zweieinhalb Jahren, immer noch nicht. Kein Mut zu wirklichen Änderungen, Bürgerbeteiligung als Beschäftigungstherapie, keine Spur von Mitbestimmung - so lautet Rockenbauchs Fazit, und dahinter steckt die Enttäuschung insbesondere über die Grünen, die vieles davon versprochen haben. Sie hätten, sagt er, den "Blick fürs Grundsätzliche" verloren. Damit wird sich auch Muhterem Aras (Grüne), die Stimmenkönigin (42,5 Prozent) im Stuttgarter Wahlkreis I, auseinandersetzen müssen. Genau dort tritt Rockenbauch an - die finale Zustimmung des Kreisverbands der Partei vorausgesetzt. 

Jetzt also die "Linke", die bei den letzten Landtagswahlen schlappe 3,4 Prozent erreicht hat. Natürlich nur, weil Mappus verhindert werden musste, sagen sie, und viele deshalb das kleinere Übel gewählt hätten. Geschichte. Für Rockenbauch ist die "Linke" inzwischen eine "offene Partei", eine, die mit Bürgerbewegungen zusammenarbeite, und eine, die sich noch wirklich mit dem Kapital anlege, die Systemfrage stelle. Beides treibt ihn an, das Außerparlamentarische und die Realpolitik, beides hätte er gerne verknüpft, weil nur so ein Leben "ohne Ausbeutung von Mensch und Natur" schaffbar sei. Er will ran an die "Fleischtöpfe der richtig Reichen", das "richtig gute Leben für alle" rausholen, und das mit der "Linken", die sich an einen wie ihn auch noch gewöhnen müssen wird. Als Parteiloser zumal. Aber allein die Vorstellung, den jungen Cohn-Bendit im Landtag reden zu hören, zwischen Schmid, Schmiedel, Wolf und Kretschmann, über Wahrheiten und Mehrheiten, über Gehörtwerden und Erhörtwerden, über Gottes Segen auf dem Bahnhof - die hätte schon was.

Womöglich hat Rockenbauch damit auch seine FreundInnen in der SÖS überzeugt, die normalerweise bei der Parteipolitik die Krätze kriegen, egal welche Farbe sie hat. Wehe, er mache sich die "Hände schmutzig", haben sie ihn gewarnt. Aber zum einen will er ihr Fraktionschef bleiben, zum anderen hat Gangolf Stocker, sein politischer Ziehvater, geknurrt, er soll's halt machen, wenn's die Linke über die fünf Prozent bringen sollte. Und nachdem er noch versprochen hat, auf keinen Fall Minister werden zu wollen, haben sie brav genickt.


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Kommentare

Richard Huber, 15.06.2015 19:56
Rockenbauch: Davon gibts leider viel zu wenige, um den etablierten und satuierten Rathausklünkel ( Grün inclusive ) aufzumischen - nicht nur im Schwabenland ! Zum Glück gibts Hannes !

F. Fischer, 14.06.2015 17:20
@Rolf Steiner, 12.06.2015 17:36

Man sollte Herrn Rockenbauch als politisches Talent mit gewissen Volkstribun-Fähigkeiten wahrnehmen. Aber man sollte darauf verzichten, ihn als politischen Messias zu glorifizieren. Das ist 1. Politisch naiv und 2. Peinlich. So wie ich ihn einschätze, sind ihm solche Ewartungshaltungen, auch wenn er durchaus nicht uneitel wirkt, fremd. Dazu ist er zu realistisch. Manche Unterstützer der LINKEN haben da doch erhebliche Defizite, was die Einschätzung der politischen Realitäten, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten angeht. ... Bei realistischer Betrachtung wird Herr Rockenbauch den Wahlkampf etwas beleben. In Stuttgart. Ob es dazu reicht, die LINKE landesweit über 5 % zu bugsieren, muß man abwarten.

Ernst Hallmackeneder, 14.06.2015 11:37
Wie schön, daß die Linke, alter sozialistischer Tradition entsprechend, ein echtes Kind der Arbeiterklasse, des Proletariats, als Landtagskandidaten aufstellt. Aufgewachsen in bitterarmen Verhältnissen, mit sechzehn gleich nach der Volksschule als Hilfsarbeiter auf den Bau gehend, um die verwitwete Mutter und die hungrigen Mäuler der fünf kleineren Geschwister zu sättigen, erst viel später in Abendkursen auf der Gewerkschaftsschule die Ideen des großen Mannes aus Trier kennen lernend, hat der Hannes die Berufung als Landtagskandidat vollauf verdient, um auch dort die Interessen des Prek, ähm, Proletariats kämpferisch zu vertreten. Sehr vorbildlich, sehr löblich von der Linken!

Andere, sich als "links" bezeichnende Parteien, wie die Grünreligiösen oder - Gott möge schützen - die Sozis, hätten da doch bestimmt einen Typen aus gutbürgerlich-gehobener Familie, selbstverständlich mit "Abi" ausgestattet, mit anschließendem 10jährigen Bummelstudium auf Kosten der steuerzahlenden Arbeiterschaft (aus Faulheit und weil man lieber auf "Demos" und "Blockaden" rumhängt und große Reden schwingt), aufgestellt, der - nach gerade mal 3 oder 4 Jahren "Berufstätigkeit" - die besser dotierten Fleischtöpfe im Landtag als Berufspolitiker "anstrebt".
Was bin ich froh, daß solche Kandidaten bei der Linkspartei nieeemals eine Schanze haben werden!

Rolf Steiner, 12.06.2015 17:36
Ganz schlimm und für ambitionierte Demokraten widerlich: Baden-Württemberg wird regiert von einer Koalition, die keinesfalls die Möglichkeiten nutzt, die sie hätte, um dem wirklichen Volkswillen zu entsprechen. Nicht nur bei diesem unsäglichen S-21-Desaster! Kretschmann und Schmid haben eine riesige Chance vertan und stellen sich schamlos in die Reihen der "Wertkonservativen". Alles dieselbe dumme Soße des Neokapitalismus.

Damit ist auch diese Grüne/SPD- "Koalition der Phantasielosigkeit" verantwortlich für den weiter wachsenden Frust am Politischen.

Ich hoffe, dass Hannes dieser weit verbreiteten Unlust ein Ende bereitet. Für mich ist er ein Hoffnungsträger.

Rolf Steiner, 12.06.2015 15:50
Die Kandidatur von Herrn R. könnte mit helfen, dass die Linke endlich mal über die 5 % Schranke kommen wird. Verdient hätte es sie schon seit längerem.

Bernhard Tschürtz, 12.06.2015 10:12
Ich finde dies eine sehr gute Entscheidung, da Hannes weiß was in Stuttgart gebraucht wird.
Wünsche mir noch mehr Politiker mit Zivilcourage deshalb unterstütze Ich Ihn.

Peterwmeisel, 11.06.2015 19:35
Hannes Rockenbauch ist der Richtige im Landtag den Mut zum Denken zu verbreiten. Das ist dringend. Ich werde ihn unterstützen!
1) Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sauere aude!
2) ZURÜCK ZUR NATUR
Nach der Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen von Jean-Jacques Rousseau (1755)
folgte 1789 - 1799 die Französische Revolution.
Ich warte immer noch darauf, daß die Grünen Grün werden und nicht inhaltlich die
CDU als Wirtschaftspartei einnehmen wollen. Bei mir hängt ein grünes KONTEXT Plakat:
Alle reden vom Wetter - Wir machen es - und KONTEXT schaut Euch auf die Finger!
das kann der Hannes Rockenbauch!
3) Jetzt will auch noch der Papst helfen: ab 18. Juni 2015 erscheint von
Papst Franziskus: Enzyklika zur ÖKOLOGIE Laudate sii - Sei du gelobt
"Über die Verantwortung für unser gemeinsames Wohl"
Seine Hauptthese: Konsumismus und Kapitalismus sind die Ursachen des Problems.
Es trifft zuerst die Armen

Peter S., 11.06.2015 19:28
Gut so.
Der Rockenbauch ist ein echte Person.
Nicht der Typ Politikerkopie wie die meisten im Parlament die ich so sehe.
Das wird eine klare Persönlichkeitswahl.
Good Luck Hannes

F. Fischer, 10.06.2015 22:07
Ein Tritt vor die Grün-Rote-Wade kann nichts schaden, da ich das zwar aus demokratischer Vielfaltssicht begrüße, dem aber dennoch wenig Aussicht auf Erfolg, allenfalls CDU-Kandidat-förderlich ansehe. Aber die Kräfte links der Mitte belieben manchmal für ... ähm ... Vernunftbürger kaum nachvollziehbare Wege gehen zu wollen. Good luck. Ein Langweiler ist er jedenfalls nicht, der Hannes Rockenbauch. Ob das alle Landtagskandiaten und -Innen in Stuttgart für sich in Anspruch nehmen können? Oder gar das teilweise unterirdische Grubenpersonal der LINKEN? Mal schaun, was er bietet. Interessant wird das sicher im Wahlkreis I.

Schorsch, 10.06.2015 20:23
Ach ja, ist denn diese Entscheidung auch im "Demokratielabor" (liebste Floskel vom Rocky) getroffen worden?
War nicht der Rocky derjenige, der den Parkschützerngejubelt hat:
"Wir gewinnen die Volksabstimmung? Auch mit oder gegen die Quote"?
War Rocky nicht der, der letztes Jahr als Erster "Hurra" geschrien hat bei der satten Sitzungsgelderhöhung des Gemeinderates?
Nun ja, so ein Landtagsmandat bringt perkuniär schon einiges ein, 7000 + x.
Ehrlich gesagt ist der Rocky für für mich nur ein Karrierist von der linken Seite.

Und, lieber Herr Freudenreich, den Herrn Cohn-Bendit als Vorbild zu bringen, das ist ja nun unter aller Sau, ehrlich!

Lutz Maeder, 10.06.2015 19:39
Hannes als Kandidat für die LINKE ist OK. Er soll jede Menge Stimmen bekommen.
Überhaupt ist jede Stimme gut die nicht an die völlig politisch gleich geschalteten, vom Kapital finanzierten und uns Bürger für dumm verkaufenden Parteien wie CDU, SPD, GRÜNE, REP, AfD, FDP , NPD, oder sonstige Quatschvereinigungen (z.B. Freie Wähler) geht.
Sonst wird sich nie etwas ändern im Ländle.
Aber es wird wohl so ausgehen, dass sich die GRÜNEN nach der Wahl ins Bett der widerlichen CDU legen. Oder das machen halt die SPDler. Beide Parteien schrecken ja vor nichts, aber schon vor garnichts zurück.
So wird es kommen - und das Stimmvieh hat es dann auch nicht besser verdient.
Lutz Maeder, Dipl,.Ing. Architekt

Wolfgang Weiss, 10.06.2015 18:55
Freut mich auch sehr (!), das Hannes kandidiert. Und das als parteilos-unabhängiger Bewerber auf der Lister der Linken :-)!

Damit steigt auch die Aussicht m.E. enorm, daß die Linke ( die sich im übrigen als einzigste Partei konsequent gegen das mafiöse Murksprojekt $21 von Anfang an stellt,- vor und vor allem auch n a c h der Wahl(!) ,- ) es schafft, in Stuttgart zumindest mal ein oder zwei Direktmandate zu erhalten.

Es gibt manchmal Momente, wo ich es bedauere, nicht in Stuttgart zu wohnen. Dies ist z.B. so einer davon.
Meine Stimme hätte Hannes (auch zwei, wenn das möglich wäre@invinoveritas )
Vielleicht brauchts auch in Bawü mal "Bremer Verhältnisse" ;-)

Walter Steiger, 10.06.2015 17:34
Werte Herren Kunz und (?) invinoveritas,

danke für die freundlichen Hinweise in Sachen Staatsbürgerkunde. Mir als hier geborenem Nicht-EU-Ausländer, der zwar brav Steuern zahlen, aber nicht mal auf kommunaler Ebene wählen darf, sei diese Bildungslücke, mangels Übung, nachgesehen. Ob ich allein deshalb aber Herrn Dorfs gestrigen brieflichen Lockungen erliegen soll, mein StZ-Abonnement wieder aufzunehmen, sei noch dahingestellt :)

hajo_mueller, 10.06.2015 15:48
@ invinoveritas,
manchmal kommt man der Wahrheit mit weniger Wein näher. Was spricht dagegen, gewisse Blätter nicht mal mit spitzigen Fingern anzufassen. Könnte das nicht heißen: "nur die allerdümmsten Leser (Kälber), finanzieren ihre Metzger selber"? Schließlich kann man sich seine Meinung über die Blätter auch im Netz bilden.

Schwabe, 10.06.2015 14:41
schön zu hören, freut mich sehr!
Vielen Dank und viel Erfolg Hannes Rockenbauch.

invinoveritas, 10.06.2015 14:26
Schön, dass Hannes Rockenbauch, der zwar nur bescheidene Aussichten hat, aber ein Gewinn für den Landtag wäre, sich schon mal auf die Stimme des Herrn Eifler freuen darf. Ähnlich schön wäre es allerdings, wenn der Herr Steiger sich wenigstens so weit auskennen würde, dass ihm vertraut wäre, dass es bei der Landtagswahl gar keine Zweitstimme gibt, sondern nur die eine. Das erinnert etwas an Kommentatoren, die hier ungeniert mitteilen, dass sie zwar seit Jahren keines der beiden Stuttgarter Blätter auch nur mit spitzen Fingern anfassen, aber ganz genau wissen, dass es sich um tiefschwarze CDU-Propaganda-Instrumente auf dem Niveau der Bild-Zeitung (die sie natürlich auch nicht lesen) handelt. Motto: Wieso muss man was wissen, wenn man doch eine Meinung hat?
P.S. Beeindruckend jedenfalls schon mal die organisatorische Schlagkraft der Rockenbauch-Gemeinde. So viele Facebook-Empfehlungen! Wahnsinn!!

Steven Kunz, 10.06.2015 13:03
Lieber Herr Steiger,
auch bei der kommenden Landtagswahl werden Sie die "Zweitstimme" auf dem Wahlzettel nicht finden. Sie haben nur eine Stimme, aber die können Sie ja der Linken und Herrn Rockenbauch geben.
Freundliche Grüße
Steven Kunz

Walter Steiger, 10.06.2015 11:17
@Max Eifler: Zweitstimme nicht vergessen! Nur so kommt Leben in die Bude ;-)
Und Dank an Hannes, dass er's macht!

Max Eifler, 10.06.2015 07:24
Einwandfrei!
Meine Stimme hat er!

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