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Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


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Ausgabe 219
Politik

Rockenbauch tritt für die "Linke" an

Von Josef-Otto Freudenreich
Datum: 10.06.2015
Die Stuttgarter "Linke" schickt einen bemerkenswerten Kandidaten ins Rennen: Hannes Rockenbauch (34) soll die Partei bei der Landtagswahl über die Fünf-Prozent-Hürde lupfen.

Man kann sich die Pressemitteilung der Partei schon vorstellen. Sie freut sich, einen Kandidaten gewonnen zu haben, der den Landtag durchlüftet. Frisch, frech und fröhlich links, und immer an der Seite der Bewegung, sei sie sozial, ökologisch oder gegen den Bahnhof. Die Freude ist sogar nachvollziehbar, weil Rockenbauch, zumindest in Stuttgart, nicht irgendwer ist, sondern eben "der Hannes". Eine Ikone der S 21-Gegner, einer, dem selbst Heiner Geißler (CDU) bescheinigte, ein heller Kopf zu sein.

Der Diplomingenieur (Architektur und Stadtplanung) sitzt seit 2004 im Stadtrat für die SÖS, seit 2009 ist er Fraktionschef des Bündnisses SÖS/Linke/Plus. 2012 hat er für den OB kandidiert, gegen Fritz Kuhn und Sebastian Turner, und dabei 10,4 Prozent der Stimmen einkassiert. Das sind freilich nur die nackten Daten, spannender ist das politische Gewicht, das der 34-Jährige mitbringt. Wer es schafft, das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Parkschützer am Tisch zu halten, wer es hinkriegt, die Altvorderen im Gemeinderat ins Schwitzen zu versetzen, wem es gelingt, eine öffentliche Debatte mit einem Satz auszulösen, der hat etwas.

Ein Licht für die Linke im Land: "Heller Kopf" Hannes Rockenbauch. Foto: Joachim E. Röttgers
Ein Licht für die Linke im Land: "Heller Kopf" Hannes Rockenbauch. Foto: Joachim E. Röttgers

Die LBBW als "kriminelle Vereinigung", gesagt im Mai 2012 - das hat eine Welle der Empörung ausgelöst, unter allen Konsensdemokraten, die nicht gefragt haben, ob da was dran sein könnte, sondern sofort wussten, dass man so was nicht sagt. Damals kam gerade raus, dass die Landesbank zu den Zockern bei der Nahrungsmittelproduktion zählte. Aber das war nicht so wichtig. Wichtiger war die Botschaft: So einer stellt sich außerhalb unserer Kreise, so einer ist unwählbar. Zur Erinnerung: In Stuttgart-Mitte hat der OB-Kandidat Rockenbauch 15 Prozent der Stimmen erhalten.

Seinerzeit ist der Rotschopf nicht mehr zum zweiten Wahlgang angetreten. Wegen Fritz Kuhn, den Grünen und der Aussicht auf einen Politikwechsel im Rathaus. Den sieht er, nach zweieinhalb Jahren, immer noch nicht. Kein Mut zu wirklichen Änderungen, Bürgerbeteiligung als Beschäftigungstherapie, keine Spur von Mitbestimmung - so lautet Rockenbauchs Fazit, und dahinter steckt die Enttäuschung insbesondere über die Grünen, die vieles davon versprochen haben. Sie hätten, sagt er, den "Blick fürs Grundsätzliche" verloren. Damit wird sich auch Muhterem Aras (Grüne), die Stimmenkönigin (42,5 Prozent) im Stuttgarter Wahlkreis I, auseinandersetzen müssen. Genau dort tritt Rockenbauch an - die finale Zustimmung des Kreisverbands der Partei vorausgesetzt. 

Jetzt also die "Linke", die bei den letzten Landtagswahlen schlappe 3,4 Prozent erreicht hat. Natürlich nur, weil Mappus verhindert werden musste, sagen sie, und viele deshalb das kleinere Übel gewählt hätten. Geschichte. Für Rockenbauch ist die "Linke" inzwischen eine "offene Partei", eine, die mit Bürgerbewegungen zusammenarbeite, und eine, die sich noch wirklich mit dem Kapital anlege, die Systemfrage stelle. Beides treibt ihn an, das Außerparlamentarische und die Realpolitik, beides hätte er gerne verknüpft, weil nur so ein Leben "ohne Ausbeutung von Mensch und Natur" schaffbar sei. Er will ran an die "Fleischtöpfe der richtig Reichen", das "richtig gute Leben für alle" rausholen, und das mit der "Linken", die sich an einen wie ihn auch noch gewöhnen müssen wird. Als Parteiloser zumal. Aber allein die Vorstellung, den jungen Cohn-Bendit im Landtag reden zu hören, zwischen Schmid, Schmiedel, Wolf und Kretschmann, über Wahrheiten und Mehrheiten, über Gehörtwerden und Erhörtwerden, über Gottes Segen auf dem Bahnhof - die hätte schon was.

Womöglich hat Rockenbauch damit auch seine FreundInnen in der SÖS überzeugt, die normalerweise bei der Parteipolitik die Krätze kriegen, egal welche Farbe sie hat. Wehe, er mache sich die "Hände schmutzig", haben sie ihn gewarnt. Aber zum einen will er ihr Fraktionschef bleiben, zum anderen hat Gangolf Stocker, sein politischer Ziehvater, geknurrt, er soll's halt machen, wenn's die Linke über die fünf Prozent bringen sollte. Und nachdem er noch versprochen hat, auf keinen Fall Minister werden zu wollen, haben sie brav genickt.


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Kommentare

Richard Huber, 15.06.2015 19:56
Rockenbauch: Davon gibts leider viel zu wenige, um den etablierten und satuierten Rathausklünkel ( Grün inclusive ) aufzumischen - nicht nur im Schwabenland ! Zum Glück gibts Hannes !

F. Fischer, 14.06.2015 17:20
@Rolf Steiner, 12.06.2015 17:36

Man sollte Herrn Rockenbauch als politisches Talent mit gewissen Volkstribun-Fähigkeiten wahrnehmen. Aber man sollte darauf verzichten, ihn als politischen Messias zu glorifizieren. Das ist 1. Politisch naiv und 2. Peinlich. So wie ich ihn einschätze, sind ihm solche Ewartungshaltungen, auch wenn er durchaus nicht uneitel wirkt, fremd. Dazu ist er zu realistisch. Manche Unterstützer der LINKEN haben da doch erhebliche Defizite, was die Einschätzung der politischen Realitäten, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten angeht. ... Bei realistischer Betrachtung wird Herr Rockenbauch den Wahlkampf etwas beleben. In Stuttgart. Ob es dazu reicht, die LINKE landesweit über 5 % zu bugsieren, muß man abwarten.

Ernst Hallmackeneder, 14.06.2015 11:37
Wie schön, daß die Linke, alter sozialistischer Tradition entsprechend, ein echtes Kind der Arbeiterklasse, des Proletariats, als Landtagskandidaten aufstellt. Aufgewachsen in bitterarmen Verhältnissen, mit sechzehn gleich nach der Volksschule als Hilfsarbeiter auf den Bau gehend, um die verwitwete Mutter und die hungrigen Mäuler der fünf kleineren Geschwister zu sättigen, erst viel später in Abendkursen auf der Gewerkschaftsschule die Ideen des großen Mannes aus Trier kennen lernend, hat der Hannes die Berufung als Landtagskandidat vollauf verdient, um auch dort die Interessen des Prek, ähm, Proletariats kämpferisch zu vertreten. Sehr vorbildlich, sehr löblich von der Linken!

Andere, sich als "links" bezeichnende Parteien, wie die Grünreligiösen oder - Gott möge schützen - die Sozis, hätten da doch bestimmt einen Typen aus gutbürgerlich-gehobener Familie, selbstverständlich mit "Abi" ausgestattet, mit anschließendem 10jährigen Bummelstudium auf Kosten der steuerzahlenden Arbeiterschaft (aus Faulheit und weil man lieber auf "Demos" und "Blockaden" rumhängt und große Reden schwingt), aufgestellt, der - nach gerade mal 3 oder 4 Jahren "Berufstätigkeit" - die besser dotierten Fleischtöpfe im Landtag als Berufspolitiker "anstrebt".
Was bin ich froh, daß solche Kandidaten bei der Linkspartei nieeemals eine Schanze haben werden!

Rolf Steiner, 12.06.2015 17:36
Ganz schlimm und für ambitionierte Demokraten widerlich: Baden-Württemberg wird regiert von einer Koalition, die keinesfalls die Möglichkeiten nutzt, die sie hätte, um dem wirklichen Volkswillen zu entsprechen. Nicht nur bei diesem unsäglichen S-21-Desaster! Kretschmann und Schmid haben eine riesige Chance vertan und stellen sich schamlos in die Reihen der "Wertkonservativen". Alles dieselbe dumme Soße des Neokapitalismus.

Damit ist auch diese Grüne/SPD- "Koalition der Phantasielosigkeit" verantwortlich für den weiter wachsenden Frust am Politischen.

Ich hoffe, dass Hannes dieser weit verbreiteten Unlust ein Ende bereitet. Für mich ist er ein Hoffnungsträger.

Rolf Steiner, 12.06.2015 15:50
Die Kandidatur von Herrn R. könnte mit helfen, dass die Linke endlich mal über die 5 % Schranke kommen wird. Verdient hätte es sie schon seit längerem.

Bernhard Tschürtz, 12.06.2015 10:12
Ich finde dies eine sehr gute Entscheidung, da Hannes weiß was in Stuttgart gebraucht wird.
Wünsche mir noch mehr Politiker mit Zivilcourage deshalb unterstütze Ich Ihn.

Peterwmeisel, 11.06.2015 19:35
Hannes Rockenbauch ist der Richtige im Landtag den Mut zum Denken zu verbreiten. Das ist dringend. Ich werde ihn unterstützen!
1) Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sauere aude!
2) ZURÜCK ZUR NATUR
Nach der Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen von Jean-Jacques Rousseau (1755)
folgte 1789 - 1799 die Französische Revolution.
Ich warte immer noch darauf, daß die Grünen Grün werden und nicht inhaltlich die
CDU als Wirtschaftspartei einnehmen wollen. Bei mir hängt ein grünes KONTEXT Plakat:
Alle reden vom Wetter - Wir machen es - und KONTEXT schaut Euch auf die Finger!
das kann der Hannes Rockenbauch!
3) Jetzt will auch noch der Papst helfen: ab 18. Juni 2015 erscheint von
Papst Franziskus: Enzyklika zur ÖKOLOGIE Laudate sii - Sei du gelobt
"Über die Verantwortung für unser gemeinsames Wohl"
Seine Hauptthese: Konsumismus und Kapitalismus sind die Ursachen des Problems.
Es trifft zuerst die Armen

Peter S., 11.06.2015 19:28
Gut so.
Der Rockenbauch ist ein echte Person.
Nicht der Typ Politikerkopie wie die meisten im Parlament die ich so sehe.
Das wird eine klare Persönlichkeitswahl.
Good Luck Hannes

F. Fischer, 10.06.2015 22:07
Ein Tritt vor die Grün-Rote-Wade kann nichts schaden, da ich das zwar aus demokratischer Vielfaltssicht begrüße, dem aber dennoch wenig Aussicht auf Erfolg, allenfalls CDU-Kandidat-förderlich ansehe. Aber die Kräfte links der Mitte belieben manchmal für ... ähm ... Vernunftbürger kaum nachvollziehbare Wege gehen zu wollen. Good luck. Ein Langweiler ist er jedenfalls nicht, der Hannes Rockenbauch. Ob das alle Landtagskandiaten und -Innen in Stuttgart für sich in Anspruch nehmen können? Oder gar das teilweise unterirdische Grubenpersonal der LINKEN? Mal schaun, was er bietet. Interessant wird das sicher im Wahlkreis I.

Schorsch, 10.06.2015 20:23
Ach ja, ist denn diese Entscheidung auch im "Demokratielabor" (liebste Floskel vom Rocky) getroffen worden?
War nicht der Rocky derjenige, der den Parkschützerngejubelt hat:
"Wir gewinnen die Volksabstimmung? Auch mit oder gegen die Quote"?
War Rocky nicht der, der letztes Jahr als Erster "Hurra" geschrien hat bei der satten Sitzungsgelderhöhung des Gemeinderates?
Nun ja, so ein Landtagsmandat bringt perkuniär schon einiges ein, 7000 + x.
Ehrlich gesagt ist der Rocky für für mich nur ein Karrierist von der linken Seite.

Und, lieber Herr Freudenreich, den Herrn Cohn-Bendit als Vorbild zu bringen, das ist ja nun unter aller Sau, ehrlich!

Lutz Maeder, 10.06.2015 19:39
Hannes als Kandidat für die LINKE ist OK. Er soll jede Menge Stimmen bekommen.
Überhaupt ist jede Stimme gut die nicht an die völlig politisch gleich geschalteten, vom Kapital finanzierten und uns Bürger für dumm verkaufenden Parteien wie CDU, SPD, GRÜNE, REP, AfD, FDP , NPD, oder sonstige Quatschvereinigungen (z.B. Freie Wähler) geht.
Sonst wird sich nie etwas ändern im Ländle.
Aber es wird wohl so ausgehen, dass sich die GRÜNEN nach der Wahl ins Bett der widerlichen CDU legen. Oder das machen halt die SPDler. Beide Parteien schrecken ja vor nichts, aber schon vor garnichts zurück.
So wird es kommen - und das Stimmvieh hat es dann auch nicht besser verdient.
Lutz Maeder, Dipl,.Ing. Architekt

Wolfgang Weiss, 10.06.2015 18:55
Freut mich auch sehr (!), das Hannes kandidiert. Und das als parteilos-unabhängiger Bewerber auf der Lister der Linken :-)!

Damit steigt auch die Aussicht m.E. enorm, daß die Linke ( die sich im übrigen als einzigste Partei konsequent gegen das mafiöse Murksprojekt $21 von Anfang an stellt,- vor und vor allem auch n a c h der Wahl(!) ,- ) es schafft, in Stuttgart zumindest mal ein oder zwei Direktmandate zu erhalten.

Es gibt manchmal Momente, wo ich es bedauere, nicht in Stuttgart zu wohnen. Dies ist z.B. so einer davon.
Meine Stimme hätte Hannes (auch zwei, wenn das möglich wäre@invinoveritas )
Vielleicht brauchts auch in Bawü mal "Bremer Verhältnisse" ;-)

Walter Steiger, 10.06.2015 17:34
Werte Herren Kunz und (?) invinoveritas,

danke für die freundlichen Hinweise in Sachen Staatsbürgerkunde. Mir als hier geborenem Nicht-EU-Ausländer, der zwar brav Steuern zahlen, aber nicht mal auf kommunaler Ebene wählen darf, sei diese Bildungslücke, mangels Übung, nachgesehen. Ob ich allein deshalb aber Herrn Dorfs gestrigen brieflichen Lockungen erliegen soll, mein StZ-Abonnement wieder aufzunehmen, sei noch dahingestellt :)

hajo_mueller, 10.06.2015 15:48
@ invinoveritas,
manchmal kommt man der Wahrheit mit weniger Wein näher. Was spricht dagegen, gewisse Blätter nicht mal mit spitzigen Fingern anzufassen. Könnte das nicht heißen: "nur die allerdümmsten Leser (Kälber), finanzieren ihre Metzger selber"? Schließlich kann man sich seine Meinung über die Blätter auch im Netz bilden.

Schwabe, 10.06.2015 14:41
schön zu hören, freut mich sehr!
Vielen Dank und viel Erfolg Hannes Rockenbauch.

invinoveritas, 10.06.2015 14:26
Schön, dass Hannes Rockenbauch, der zwar nur bescheidene Aussichten hat, aber ein Gewinn für den Landtag wäre, sich schon mal auf die Stimme des Herrn Eifler freuen darf. Ähnlich schön wäre es allerdings, wenn der Herr Steiger sich wenigstens so weit auskennen würde, dass ihm vertraut wäre, dass es bei der Landtagswahl gar keine Zweitstimme gibt, sondern nur die eine. Das erinnert etwas an Kommentatoren, die hier ungeniert mitteilen, dass sie zwar seit Jahren keines der beiden Stuttgarter Blätter auch nur mit spitzen Fingern anfassen, aber ganz genau wissen, dass es sich um tiefschwarze CDU-Propaganda-Instrumente auf dem Niveau der Bild-Zeitung (die sie natürlich auch nicht lesen) handelt. Motto: Wieso muss man was wissen, wenn man doch eine Meinung hat?
P.S. Beeindruckend jedenfalls schon mal die organisatorische Schlagkraft der Rockenbauch-Gemeinde. So viele Facebook-Empfehlungen! Wahnsinn!!

Steven Kunz, 10.06.2015 13:03
Lieber Herr Steiger,
auch bei der kommenden Landtagswahl werden Sie die "Zweitstimme" auf dem Wahlzettel nicht finden. Sie haben nur eine Stimme, aber die können Sie ja der Linken und Herrn Rockenbauch geben.
Freundliche Grüße
Steven Kunz

Walter Steiger, 10.06.2015 11:17
@Max Eifler: Zweitstimme nicht vergessen! Nur so kommt Leben in die Bude ;-)
Und Dank an Hannes, dass er's macht!

Max Eifler, 10.06.2015 07:24
Einwandfrei!
Meine Stimme hat er!

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