KONTEXT Extra:
Mit klassischer Musik gegen Kampfdrohnen

Mit Cello und Bratsche rücken 80 MusikerInnnen vor der US-Kommandozentrale in Stuttgart-Möhringen an. Am kommenden Montag, 29. 8., 10 Uhr, wollen sie dem "Drohnenmord den Schlussakkord" setzen. Sie sammeln sich seit 30 Jahren unter dem Namen "Lebenslaute" und finden sich überall dort ein, wo sie Menschen bedroht sehen: auf Militärübungsplätzen, Abschiebeflughäfen, vor Atomkraftwerken und Raketendepots. Ihr Konzert ist verbunden mit einer Demonstration, bei der die Organisatoren von "Ohne Rüstung Leben" 13 000 Unterschriften an einen Vertreter von Africom und Eucom übergeben wollen. Sie fordern die Schließung der Kommandozentralen. Mit der "stillschweigenden Duldung" von Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) werde hier der Einsatz von tödlichen Kampfdrohnen koordiniert, schreibt das Bündnis. (26. 8.)


Versprochen, gebrochen!

Was kommt da eigentlich noch?, fragt sich die designierte SPD-Landesvorsitzende und mit ihr die politisch interessierte Öffentlichkeit im Land. Vor vier Wochen waren die ersten Nebenabreden öffentlich geworden, die Grüne und CDU nicht in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hatten (Kontext berichtete). Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste in einer Landtagsdebatte alle Register ziehen, um deren Notwendigkeit mehr schlecht als recht gerade auch vor den Regierungsfraktionen und der eigenen Klientel zu rechtfertigen. Ungenutzt ließ er die Chance, reinen Tisch zu machen, alles zu offenbaren, was er mit CDU-Landeschef Thomas Strobl ausbaldowert hat. Die Aufregung wäre groß gewesen - und doch deutlich kleiner als der Ärger, den sich die beiden jetzt eingehandelt haben. Drei Tage, sagt der Regierungschef gern, lägen zwischen "Hosianna" und "Kreuziget ihn!", was schon immer zweideutig war, weil er damit die Verantwortung für einen Niedergang auch dem Publikum zuschreibt. Jetzt tragen Kretschmann und Strobl diese ganz allein. Der Grüne allerdings deutlich schwerer als der Schwarze, weil er - siehe Persönlichkeitswerte - sehr vielen Menschen als Inbegriff der Redlichkeit galt. Mit seiner "Politik des Gehörtwerdens" war ein Transparenzversprechen verbunden, und das hat er höchstpersönlich gleich mehrfach gebrochen.


AfD kann nicht rechnen

Zu ihrer 100-Tage-Bilanz im Landtag legen die Abgeordneten der AfD-Fraktion, also jene, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit nicht gefolgt sind, eine arg geschönte Bilanz ihrer Arbeit vor. "Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir bereits 37 Anfragen gestellt, über die wir künftig berichten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Das übertrifft die SPD-Fraktion bei weitem, die gerade einmal 14 Anfragen eingereicht hat, oder auch die FDP, die beide aufgrund ihrer Parlamentshistorie mit einer deutlich größeren Mannschaft im Hintergrund agieren."

Wahr ist, dass die Fraktionsgröße die Zahl der Beschäftigten bestimmt und vor allem, dass die AfD-Fraktion seit der Abspaltung der "Alternative für Baden-Württemberg" (ABW) acht Kleine Anfragen gestellt hat und die ABW seit ihrer Gründung Anfang Juli neun. Davor hatte es die noch geeinte AfD auf 34 Kleine Anfragen gebracht. SPD und FDP kommen aber auf jeweils über 70 Initiativen in ihren ersten 100 Tagen, darunter Kleine Anfragen, Große Anfragen, Anträge und Gesetzentwürfe. "Nachdem die AfD bis zur Stunde mit ihren ungeheuerlichen Mätzchen dem Parlament und seiner demokratischen Kultur nur Schaden zugefügt hat, kommt sie nun mit einer vor lauter Selbstbeweihräucherung triefenden 100-Tage-Bilanz daher, die aber noch nicht mal korrekte Rechenkünste vorweisen kann", reagiert Martin Mendler, der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, scharf. Der SPD würden fälschlicherweise lediglich 14 Anfragen zugeordnet, wohingegen es laut Parlamentsdokumentation des Landtags von Mai bis August in der 16. Legislaturperiode mehr als fünf Mal so viele seien.


Mit Wolfgang Dietrich naht die Rettung

Die Rettung rückt immer näher: Jetzt hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Fußballvereins VfB den früheren S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich offiziell zum Präsidenten-Kandidaten erhoben. Gewählt wird er am 9. Oktober, so sich nicht irgendwelche Ultras zu einem Block zusammen rotten. Nicht so ganz schlüssig sind sich die beiden Fusionsblätter vor Ort, ob sie den 68-jährigen Streithansel gut oder schlecht finden sollen. Zum einen sei Dietrich ein "gewiefter Geschäftsmann", gar ein "Universalstratege", zum anderen ein "Polarisierer" und eine "Reizfigur", meinen die StZN, und sprechen von der "Altlast S 21". Sie mögen sich von den Parkschützern Mut zur Meinung machen lassen. Wenn das Neckarstadion unter die Erde gelegt werde, schreiben sie, könne man "oben Luxuswohnungen und Einkaufstempel" bauen.


Brigitte Lösch im Visier der AfD

Die beiden AfD-Gruppierungen im baden-württembergischen Landtag wollen ihre Spaltung nutzen, um mit einem Untersuchungsausschuss unter anderem gegen die frühere grüne Landtagsvizepräsidentin und Stuttgarter Abgeordnete Brigitte Lösch vorzugehen. Hintergrund ist ihr Engagement gegen die Bildungsplangegner der "Demo für alle" und für das Bündnis "No Pegida Stuttgart".

Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung sollen auch die Ereignisse vom vergangenen Oktober sein, als Künstler und Beschäftigte aus Protest gegen die "Demo für alle" ein Banner mit der Aufschrift "Vielfalt" vom Dach des Großen Hauses der Württembergischen Staatstheater entrollten (Kontext berichtete). Die beiden AfD-Fraktionen verlangen Auskunft darüber "wieso das Opernhaus Stuttgart durch Gegendemonstranten besetzt werden konnte". Grundsätzlich will die "Alternative für Deutschland", die mit ihren zur Zeit zwei Fraktionen allein einen Untersuchungsausschuss beantragen kann, dem "Linksextremismus in Baden-Württemberg" nachgehen und einer möglichen Nähe zu "der gewesenen oder derzeitigen Landesregierung, Parteien, der Verwaltung, der Behörden oder dem Landtag".

Die vier demokratischen Fraktionen sehen darin einem Missbrauch der parlamentarischen Möglichkeiten. Bereits ins Auge gefasst ist eine Überprüfung des Vorgehens der Rechtsnationalisten durch den baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof. Nach geltendem Recht kann ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden, wenn mindestens zwei Fraktionen oder ein Viertel aller Abgeordneten dafür sind. Er ist allerdings nur zulässig zu Sachverhalten, "deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegt" und wenn sie geeignet sind, "dem Landtag Grundlagen für eine Beschlussfassung im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeiten zu vermitteln".

Drei vom Landtag bestellte Gutachter sahen Ende Juli auf Basis der geltenden Geschäftsordnung keinen Weg, der AfD die Bildung zweier Fraktionen zu verwehren. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warnte schon damals, die "Alternative für Deutschland" könnte ihren doppelten Fraktionsstatus missbrauchen. Jetzt sieht er sich bestätigt: Die AfD nutze ihre Spaltung, "um sich Vorteile zu erschleichen".

Die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Christina Baum, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit um Wolfgang Gedeon nicht in die neue Fraktion gefolgt ist, bewertet das gemeinsame Vorgehen als "positives Signal für alle bürgerlichen Schichten im Land". Beide Fraktionen verhehlen auch nicht, dass der jetzt vorgelegte Antrag eine "Vorbereitung der Wiedervereinigung" (Baum) ist. Nach dieser, die für den Herbst und im Zuge einer gerade gestarteten Mediation von beiden Seiten in Aussicht gestellt wurde, könnte der Untersuchungsausschuss aber nicht mehr durchgesetzt werden.


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Karikatur: Kostas Koufogiorgos

Karikatur: Kostas Koufogiorgos

Ausgabe 209
Gesellschaft

Springen, wenn die Bahn ruft

Von unserer Redaktion
Datum: 01.04.2015
Sauberer Seitenwechsel: Jörg Hamann, Lokalchef der "Stuttgarter Nachrichten" (StN), wird neuer Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart 21. "Schamlos" nennen Kritiker den Abgang zur Deutschen Bahn, "ganz normal" findet ihn die Chefetage des Blattes. Der 52-Jährige ist ein glühender Verfechter der tiefgelegten Schienen - und ein Symbol für den Verfall journalistischer Moral.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht, dass Jörg Hamann neuer Projektsprecher von Stuttgart 21 wird. "Weißt Du schon ...?"-SMSe wurden getippt, aufgeregt "Das gibt's doch gar nicht!"-Telefonate geführt, nachdem die Deutsche Bahn am vergangenen Mittwoch (25. März) in einer dürren Presseerklärung offenbarte, dass der 52-jährige Leiter des StN-Ressorts "Stuttgart und Region" zum Staatskonzern wechselt. Spätestens ab Oktober soll Hamann die Kommunikation der bahneigenen Projektgesellschaft Stuttgart - Ulm verantworten, Öffentlichkeit wie Medien über Baufortschritt und Kostenrahmen beim Tiefbahnhof informieren. Seine Kollegen im Möhringer Pressehaus unterrichtete der Auserkorene, der von seinem Wohnort Maichingen bei Sindelfingen stets mit dem Auto zur Arbeit fährt, erst danach in einer der Redaktionskonferenzen. Abends nach getaner Arbeit durfte, wer wollte, die Überraschung bei einem guten Tropfen verdauen.

Der neue Projektsprecher von Stuttgart 21: Der Noch-Journalist Jörg Hamann. Foto: Joachim E. Röttgers
Der neue Projektsprecher von Stuttgart 21: Der Noch-Journalist Jörg Hamann. Foto: Joachim E. Röttgers

"Für eine ganz normale Angelegenheit", hält Wolfgang Molitor, stellvertretender StN-Chefredakteur, dass der Chef des wichtigsten Ressorts dem Beispiel Ronald Pofallas folgt. Kurz nach der Bundestagswahl 2013 war durchgesickert, dass der CDU-Kanzleramtsminister bei der Bahn anheuert. Zu Jahresbeginn trat er das Amt als Generalbevollmächtigter des Staatskonzerns an. Der CDU-Mann, mit Bahnchef Rüdiger Grube befreundet, brachte im Februar 2013, als Stuttgart 21 wegen Milliarden-Mehrkosten auf der Kippe stand, widerspenstige Staatssekretäre im Aufsichtsrat auf Weiterbauen-Linie. "Eindrücke, Unterstellungen und Verschwörungstheorien entbehren jeglicher Grundlage", bekräftigt StN-Vize Molitor, im Übrigen werde Hamann ab sofort nicht mehr über S 21 berichten oder kommentieren.

Die Personalie Hamann wird via DB-Pressetext vermeldet

Für andere hat die Ernennung des neuen "Mister Stuttgart 21" einen bitteren Beigeschmack. "Schamlos" nennt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 den Seitenwechsel des Journalisten. Weil dieser wie kaum ein anderer für die "kritiklose und kampagnenförmige Unterstützung" des Milliardenprojekts durch "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" stehe. "Hamann ist berüchtigt für Hofberichterstattung und bedingungsloses Schönschreiben des Projekts, für die Begleitmusik zur Faktenschafferei der Bahn und für die Diffamierung von S21-Gegnern", heißt es im Pressestatement des Bündnisses, das die Möhringer Redaktionen ihren Lesern dann doch vorenthielten. Stattdessen beließen es die Blätter bei einer Kurzmeldung zur Personalie - die in den "Stuttgarter Nachrichten" nahezu identisch mit dem Pressetext der Deutschen Bahn war.

Wie kein anderes Bauprojekt hat Stuttgart 21 auf Politik und Gesellschaft gewirkt. Die Auseinandersetzung um die Tieferlegung des Kopfbahnhofs trug dazu bei, dass die CDU-Herrschaft im Südwesten nach 58 Jahren ihr Ende fand, der erste grüne Ministerpräsident der Republik hier vereidigt wurde. Medien, insbesondere denen an der Riesenbaustelle ansässigen beiden Stuttgarter Zeitungen, wäre die Aufgabe zugefallen, Bau wie Begleitumstände kritisch zu beleuchten. Schon allein, um dem Anspruch als Vierte Gewalt gerecht zu werden. Wie bekannt: es war nicht so. Auch wenn es StN-Vize Molitor nicht so sieht: der angekündigte Wechsel eines leitenden Redakteurs zum Bauherrn des Megaprojekts legt einen medienethischen Diskurs nahe, verlangt nach Erklärungen, wie es um die journalistische Moral in Medien und bei Medienschaffenden bestellt ist. "Darf der das?", lautet die Gretchenfrage, auf die Projektgegner und S 21-Befürworter unterschiedliche Antworten finden.

Grundsätzlich ist jeder Mensch frei in seiner Entscheidung, was Job und Karriere betrifft. Auch ein leitender Journalist. Zudem ist der scheidende Lokalchef nicht der erste Redakteur, der sich von Bord der personalsparenden Südwestdeutschen Medienholding begibt, zu der die "Stuttgarter Nachrichten" gehören. Wirtschaftsredakteurinnen sind als Pressesprecherinnen bei Gewerkschaften untergekommen, über deren Tarifkampf sie geschrieben haben. Ein einst leitender StN-Lokalreporter spricht heute für die kommunalen Stuttgarter Stadtwerke, obwohl er zuvor auch über Skandale im hiesigen Rathaus berichtete. All diese Wechsel gingen ohne großes Aufsehen über die Bühne. Als der Redaktionsleiter der "Leonberger Zeitung", einer Lokalausgabe der "Stuttgarter Zeitung", Ende 2012 direkt in das Kommunikationsbüro von Stuttgart 21 wechselte, wurde dies fast nur in Medienkreisen beachtet. Und dass ein preisgekrönter StZ-Redakteur als Mitglied der Agentur "Lose Bande" heute im Auftrag der Bahn fleißig PR-Texte für den Tiefbahnhof schreibt, wissen nur Kontext-Leser.

Journalisten zeigen gerne mit dem Finger auf andere

"An andere legen viele Journalisten gerne ziemlich strenge Maßstäbe an. An sich selbst weniger", schreibt Markus Wiegand, Chefredakteur vom Branchenblatt "Wirtschaftsjournalist". Es sei im Mediengeschäft etwas zu sehr Mode geworden, mit dem Finger auf andere zu zeigen. "Der Hang zur Selbstkritik dagegen bleibt bei vielen Journalisten nur schwach entwickelt", moniert Wiegand. "Wenn Spitzenpolitiker ohne Karenzzeit in die freie Wirtschaft wechseln, ist das sehr anrüchig. Wenn Spitzenjournalisten ohne Unterbruch auf die PR-Seite gehen, suchen sie einfach mal nach einer neuen Herausforderung", nennt er als Beispiel.

Die ausgewiesene Philosophin Annemarie Pieper definiert Medienethik als korrekte Information seitens der Journalisten, Redakteure und übrigen Medienschaffenden, die auf der Basis genauer Recherchen und unvoreingenommener Berichterstattung ihrer Wahrheitspflicht nachkommen. Diesem Diktum ist der angehende Projektsprecher an seiner bisherigen Wirkungsstätte nicht nachgekommen, sagen Stuttgart-21-Kritiker. "Wem, Herr Hamann, sind Sie mehr verpflichtet - der freien Berichterstattung oder den Drahtziehern aus Politik und Wirtschaft?", fragte im Jahr 2012 Klaus Arnoldi vom Verkehrsclub Deutschland (VCD), der früher zum Aktionsbündnis gegen S 21 gehörte.

Im eigenen Blatt ließ Hamann gewöhnlich seine Redakteure über das Milliardenprojekt berichten. Er beschränkte sich auf Leitartikel und Kommentare, die ihm, journalistisch korrekt, Raum für persönliche Meinungen geben. "In allen Leitartikeln haben sich die Stuttgarter Nachrichten im Kern bisher stets für S 21 ausgesprochen", bekannte Hamann auf einer Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) im Mai 2011. Die positive Grundhaltung sei keine Festlegung für alle Zeiten und habe nie kritische Kommentare im Einzelfall ausgeschlossen, betonte er damals.

Hamann war einer der Ersten, der "unumkehrbar" erfand

Doch der Grat zwischen Meinung und polemischer Meinungsmache ist schmal. Als einer der Ersten apostrophierte Hamann in seinen Kommentaren Stuttgart 21 als "unumkehrbar" und "alternativlos", was es bis heute nicht ist. Spätestens zur Volksabstimmung war dies auch offizieller Projektsprech. Mitunter kamen aus Hamanns Feder "Pamphlete, für die man sich fremdschämen muss" ("Stuttgarter Tagblatt"). In einem Kommentar ("Hermann: Wie lange noch?") bezeichnete er im September 2011 den grünen Verkehrsminister Winfried Hermann als "unberechenbaren Querkopf". Dagegen arteten wohlwollende Berichte über Stuttgart 21 in der StN mitunter zu träumerischen Elogen ans Jahrhundertprojekt aus ("Der Bahnhof als verheißungsvoller Ort").

Mini-Mitteilung der eigenen Zeitung: Artikel zum Wechsel des Lokalchefs in den Stuttgarter Nachrichten. Screenshot
Mini-Mitteilung der eigenen Zeitung: Artikel zum Wechsel des Lokalchefs in den Stuttgarter Nachrichten. Screenshot

"Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen", meinte Voltaire. Hamann berücksichtigte diesen Rat nicht. Zum offiziellen Projektbaustart im Februar 2010 rechnete er die explodierenden Kosten mit einer bahnbrechenden Milchmädchenrechnung klein. Von den damals mit 4,1 Milliarden Euro angegeben Baukosten "kostet der Tiefbahnhof nur 300 Millionen Euro - was auch zu kurz gekommen ist bei der Vermittlung des Vorhabens", leitartikelte er einen Tag vor der großen Auftaktfeier mit symbolischer Prellbockversetzung. Seinen Lesern vermittelte er die "zuführende Strecken mit insgesamt 32 Kilometern durch Tunnel und den Bau eines ICE-Bahnhofs am Flughafen" als die wahren Kostentreiber des Projekts.

Ob wissentlich oder unwissentlich, Hamann verbreitete auch die vom früheren Stuttgarter OB Wolfgang Schuster (CDU) gestreute Halbwahrheit, dass "Stuttgart 100 Hektar Entwicklungsfläche in bester Citylage bekommt, wenn von 2019 an der Talkessel von der Gleiswüste befreit wird, die heute die Landeshauptstadt teilt". Tatsächlich lassen sich auch bei einem modernisierten Kopfbahnhof K 21 rund 60 Hektar Bahnflächen umwidmen. Dazu zählt etwa das 16 Hektar große Teilgebiet A1, das als neues Europaviertel bereits weitgehend bebaut ist, obwohl der Kopfbahnhof weiter in Betrieb ist. Immer wieder verwiesen Projektkritiker darauf. Hamann verschwieg es seinen Lesern eisern.

"Kretschmanns Chaoten im Park"

In bestem Boulevard-Stil polemisierte Hamann auch gegen diejenigen, die sich nicht mit dem "demokratisch legitimierten" Projekt abfinden wollen. "Kretschmanns Chaoten im Park" überschrieb er im April 2011 einen Kommentar, das sich gegen das Protest-Camp von Bahnhofsgegnern im Stuttgarter Schlossgarten richtete. "Ein Ministerpräsident, der so großen Wert auf eine von Bürgern getragene Gesellschaft legt, darf keinen rechtsfreien Raum dulden, in dem eine radikale Splittergruppe das Bedürfnis der Allgemeinheit nach Freizeit und Erholung stört", verlangte er wenige Tage vor Vereidigung des ersten grünen Ministerpräsidenten. "Kretschmann muss schnell aufräumen im Schlossgarten. Wie sonst will er den Bürgern vermitteln, dass nicht jeder Rasen geeignet ist zum Fußballspielen, für Grill-Partys - oder als Campingplatz?", fragte er damals. Heute klingen diese Zeilen absurd, tummeln sich im fraglichen Parkabschnitt doch keine Bürger, sondern Bagger und Baulaster, um den Bahnhofstrog auszuheben.

Hamanns Schreibe goutierten die "Proler", die Befürworter des Bahnprojekts, stets auf ihren Facebook-Seiten, während Projektkritikern nur blieb, vor Wut zu schäumen, ungläubig den Kopf zu schütteln oder gleich das Zeitungsabo zu kündigen. "Für die Stuttgarter Nachrichten gab es von den Lesern überwiegend Lob. Wir hatten 139 Abbestellungen wegen Stuttgart 21", behauptete Hamann auf der bpb-Veranstaltung. Und überhaupt sei der Protest überbewertet, so seine Botschaft: "Kritik lässt sich heute durch die Vernetzung im Internet leicht bündeln, um so gezielt eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen. Diese bildet nicht die Mehrheit, wird aber als solche wahrgenommen."

Tatsächlich besitzen Journalisten und Medien durchaus Mittel, um eine ihnen genehme Öffentlichkeit aufzubauen. Dafür bedarf es nicht einmal der Lüge. Unpassende Wahrheiten lassen sich subtil verschleiern, ohne Unwahrheit sagen zu müssen. Was es braucht sind journalistische Chuzpe und publizistische Macht. Aktuelles Beispiel ist die Griechenland-Kampagne der "Bild"-Zeitung, die durch Umfang der Berichterstattung bis hin zur Bebilderung und Kommentierung, Stimmung macht. Totschweigen ist im Medienalltag ein gängiges Mittel, um vermeintlich Unbequemes zu unterdrücken. Hochschreiben ein anderes, um schwachen Argumenten Gewicht zu verleihen. Gern als Manipulationsinstrument verwendet: Das ausführliche Experteninterview, in dem der Journalist im schlimmsten Fall als williger Stichwortgeber auftritt.

Zum Abschied noch ein großes Interview mit Vorgänger Dietrich

Kommentar des Kolumnisten. Zum Vergrößern klicken.
Kommentar des Kolumnisten. Zum Vergrößern klicken.

Die "Stuttgarter Nachrichten" befragten immer wieder Experten ausführlich zum Bahnhofsprojekt. Das ist zunächst löblich. Anstößig wird es, wenn im gedruckten Blatt wie in der öffentlichen StN-Diskussionsreihe "Forum 21" fast nur Projektbefürworter zu Wort kommen. Zu Gast Bahnchef Rüdiger Grube und Infrastrukturvorstand Volker Kefer, befragt vom Journalisten Hamann. Ebenso auffallend ist, dass der Ressortleiter im vergangenen Oktober noch ein großes Abschiedsinterview mit seinem Vorgänger als S 21-Projektsprecher, Wolfgang Dietrich, führte.

Ein weiterer bekennender S-21-Befürworter ist Nikolai B. Forstbauer, der Kulturchef der "Stuttgarter Nachrichten". Er sitzt bei den Interviews und Diskussionen mit Bahn-Vertretern nicht nur gerne mit dabei, sondern bezieht auch im Blatt Stellung, insbesondere die vorzügliche Architektur des Baus betreffend. Zuletzt im Nachruf auf den Architekten Frei Otto, dessen "Begeisterung für die Idee eines Durchgangsbahnhofs" er pries. (Dass die eher verhalten war, hat Dietrich Heißenbüttel kürzlich in Kontext beschrieben). Forstbauer ist mit Nadia El Almi verheiratet, die im S-21-Kommunikationsbüro als "Leiterin Kommunikation, Medien, Politik" geführt wird. Der StN-Feuilletonchef könnte damit zumindest als befangen gelten.

Geschmeidige Seitenwechsel von Journalisten zwischen Redaktionen, Unternehmen und Parteien? Alltag in der Republik, der keiner Aufregung lohnt? Zur Kür des neuen S21-Projektsprechers reichen die Kommentare in den Online-Foren der beiden Stuttgarter Zeitungen von "Pfui-Teufel" über "Geschmäckle" bis "völlig normal". Während die einen die Glaubwürdigkeit der "Stuttgarter Nachrichten" nun vollends beschädigt sehen, werten andere Hamanns Karriereschritt als legitim. "Es kommt immer wieder vor, dass Journalisten, wie man so schön sagt, die Seiten wechseln. Meist sind das nicht die schlechtesten", argumentiert ein gewisser Tom Hörner im Kommentarteil der "Stuttgarter Nachrichten". Was der Schreiber nicht verrät: Hörner ist StN-Lokalredakteur und schreibt die tägliche Knitz-Kolumne.


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Kommentare

Klaus, 23.10.2015 12:09
Ich meine - denke - hoffe - prophezeie:

Mit S21 werden noch einige Viele untergehen. Beruflich und oder anderstwie.

Jede/r darf seine Rolle in diesem Schauspiel der Charaktere
dabei gerne weiterspielen.

Petra Otte, 23.04.2015 14:51
Ich oute mich als eine der im Text erwähnten Wirtschaftsjournalistinnen, die zu Gewerkschaften wechselten. Bis Ende 2013 arbeitete ich als stellvertretende Leiterin des StN-Wirtschaftsressorts, seitdem als Pressesprecherin der IG Metall Baden-Württemberg.
Zu diesem Monumentalwerk erlaube ich mir, ein paar Fakten zu ergänzen, die wohl bei der Suche nach einem möglichst pathetischen Ton verloren gegangen sind. Bemerkenswert an dieser angeblichen Denkschrift der journalistischen Ethik ist schon die Autorenzeile „Von unserer Redaktion“. Hier schwadroniert also einer (oder mehrere) aus Anlass des Wechsels von Jörg Hamann über Presseethik, der den journalistischen Grundsatz ignoriert, dass Meinungsbeiträge mit Namen zu kennzeichnen sind.

Wie wenig dieses Epos mit dem Alltag bei den StN gemein hat, hätte Kontext mühelos redaktionsintern recherchieren können, zuvorderst bei den Mitarbeitern Bruno Bienzle, der direkte Vorgänger von Hamann, Jürgen Bartle, jahrelang unter Bienzle Reporter der StN-Lokalredaktion, später Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Hier GmbH, Jürgen Lessat, jahrelang freiberuflicher Mitarbeiter der StN-Lokalredaktion, allesamt flammende S21-Gegner, die geschmeidig zu Kontext wechselten. Bienzle dürfte größte Mühe haben, einen Bruch im Tenor der Berichterstattung über den Tiefbahnhof nach seinem Weggang nachzuweisen. Es gab keinen, weil die Blattlinie zu gleich welchem Thema kein einzelner Ressortleitern festlegt, sondern die Chefredaktion.

Bartle war in Personalunion Geschäftsführer und Chefredakteur über vier gemeinsame Lokalblätter von StN und StZ. Durch kritische S21-Berichterstattung ist keines von ihnen aufgefallen. Den flammenden K-ler Lessat ließ der Zensurdiktator Hamann zwar nicht standard-, aber doch regelmäßig über S21 berichten. Dass der nun Gescholtene kritische Berichte zum Thema keineswegs unterdrückte oder unterdrückt, ließ und lässt sich nahezu täglich anhand der Texte meines Ex-Kollegen Konstantin Schwarz beweisen.

Unabhängig davon ist es absurd, aus Hamanns Wechsel zur Bahn sogar die Unterstellung zu konstruieren, dass Journalisten in der Hoffnung auf einen möglichen Wechsel in gleich welche Pressestelle vorauseilend wohlwollend berichten. Was mich betrifft, kann ich in Bezug auf Gewerkschaftsthemen anhand meiner früheren Arbeit mühelos kritische Distanz nachweisen. Der im Text erwähnte Ex-Kollege und jetzige Pressesprecher der Stadtwerke hat meines Wissens nach - falls überhaupt -, keineswegs regelmäßig über die Stadtwerke geschrieben.

Die zur Exklusivmeldung hochgejubelte Tatsache, nur Kontextleser könnten wissen, dass ein preisgekrönter Ex-Redakteur der StZ PR-Texte für die Bahn schreibt, ist eine Banalität. Der Betroffene hat aus freien Stücken gekündigt und tut seither, was jeder freiberufliche Schreiber tut: Er schlägt sich finanziell durch, was angesichts dessen, dass Verlagshäuser Freiberufler inzwischen ähnlich unterirdisch honorieren wie der Einzelhandel seine Hilfskräfte, allein mit Journalismus nicht mehr möglich ist. Dies offenbart mit Sicherheit auch ein Blick auf die Honorarabrechnungen der freiberuflichen Kontext-Mitarbeiter.

In diesem Sinne gewerkschaftlichen Gruß.
Petra Otte

Schwabe, 06.04.2015 20:34
@Troll(inger) - Name von mir geändert ;-)
Sie haben Ihre Meinung kund getan, ich habe sie verstanden und sie deckt sich nicht mit meiner Meinung. Ihr "Kern der Sache" greift für mich viel zu kurz.
In Sachen S21 und Medienkritik stellen Sie m.E. genau die Art von Haltung zur Schau wie sie auch bei der Schlichtung zu S21 gebraucht wurde: Laßt uns darüber reden, sachlich überzeugende Argumente habe ich zwar nicht, aber ich gebe zu das nicht alles in Ordnung ist, trozdem aber weiter so. Es wird von Ihrer Seite (der ja so gerne differenziert) noch nicht einmal der Blickwinkel klargestellt (Gemeinwohl/Daseinsvorsorge oder Gewinnmaximierung/Privatisierung)!

Und dann noch Ihr hilfloser Hinweis auf die Verfassung - schweres Geschütz auf dünnem Eis!
Wir haben m.E. ein gutes und entsprechend formuliertes Grundgesetz - unsere Verfassung. Diese ist unsere höchste Norm. Es begrenzt die Macht der Regierenden über die Normuntergebenen (so sollte es sein).
Parallel zum Grundgesetz wird aber - von bürgerlich neoliberalen Politikern - eine Staatsräson formuliert (Staatsziele welche gewichten und Prioritäten setzen), die insbesondere den Investorenschutz und die Privatisierung der Daseinsvorsorge hervorhebt und aggressiv verteidigt! Das ist m.E. nicht nur verfassungsfeindlich sondern verfassungswidrig, da es eine interessengesteuerete Auslegung der Verfassung darstellt!

Kornelia, 06.04.2015 02:10
Liebster @invinoveritas wie wäre es die eigenen Worte mal zu Herzen nehmen? Und selber mal den Spiegel bemühen und hineinschauen?
Ich behaupte: wenn viele DIE Medien nicht für wichtig erachten würden, würden sie sich nicht darüber aufregen, bzw weder Zeit noch Spucke dafür aufwenden.... Ich wenigstens nicht!
Regt Mensch sich über Unwichtiges auf? Im durchschnitt nicht!

Journalisten sind sooooo System relevant dass es sich lohnt darüber zu streiten! Leider scheinen sie selber unter dem hinlänglich bekannten "eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" zu agieren!
Wie viel anderen systemrelevante Bereiche auch übrigens!
Mit dem Effekt: wenn dich die Winde des Wandels umgeben bauen die einen Mauern die anderen Flügel!
Politik, Medien, Kirche, Parlamente, Wissenschaft bauen abgeschlossene feudale KlassenMauern!
Und "empfinden" (von empfindlich) Kritik als Majestätsbeleidigung und nicht als Hinweis, Anregung ... als Geschenk!
Aber leider lernen Schüler dieses nicht von Anfang an in der Schule! Kritik und Versagen sollte Unterrichtsfach sein!

invinoveritas, 05.04.2015 16:03
Liebe Leute,
lasst endlich den fruchtlosen Quatsch bleiben!
Ihr* könnt Euch lachhafte Erich-Fried-Kopien sparen, von Soziologenjargon aufgepeppte Gründeleien, vergiftete Ratschläge und haltlose Unterstellungen. Auch die mühseligen immergleichen köstlichen Wortspiele mit dem Rebensaft könnt ihr Euch allmählich schenken - reine Zeitverschwendung, von Anfang an.
Ich bin kein Troll, kriege auch keine 30 Silberlinge, wie ein besondes dreister Lümmel phantasierte, sondern habe zum Thema Medien eine entschieden andere Auffassung als Ihr und finde die Mittel, mit denen Ihr hier für Eure streitet, ziemlich oft ziemlich daneben. Und erlaube mir, eben dies gelegentlich zum Ausdruck zu bringen.
Und spreche auch niemandem das Recht zur Kritik am Journalismus ab, wie unser Soziologe ablenkend fabuliert, sondern weiß selbst: Jeden Tag könnten Dutzende von Folianten gefüllt werden mit den Beschreibungen von Fehlern, Mängeln, Regelverstößen, dubiosen Deals, Liebedienereien, Opportunismus, Zynismus, Bedeutungsfimmeln, professioneller Unfähigkeit und strukturellen Missständen in deutschen Redaktionsstuben.
Und wenn es den durchtrainierten Medienmobbern noch so sehr nicht in den Kopf will: Das alles ist aber ein Ausschnitt, und bei weitem nicht der größte. Aufs Ganze gesehen ist die hiesige Medienlandschaft eben kein Dorado mehr oder weniger erbärmlicher Organe samt ihren mehr oder weniger hirnlosen/willfährigen/gekauften Hanswursten, die ein Maximum an Misstrauen und Verachtung verdienen. Sondern eine, die sich in ihrer oft genug peinlichen Unvollkommenheit sehen lassen kann in puncto Breite, Vielfalt und Qualität.
Diese Differenz ist der Kern der Sache, um die es in diesem Disput geht. Ich behaupte: Das von vielen gemalte Schreckensbild hielte näherem, nüchternem Hinsehen nicht stand. Und zwar vor allem deswegen, weil da viel zu oft blankes Ressentiment und unzulässiges Verallgemeinern am Werke sind anstatt Sachkentnis und Differenzierung. Medien sind aber in einer sogenannten Mediengesellschaft zu wichtig, als dass auf Dauer folgenlos Greuelmärchen über sie verbreitet werden dürften. Pegida, wo zum Teil inhaltlich ganz andere, aber in denselben wahnhaften Befund "Lügenpresse" mündende Vorwürfe geäußert wurden, gab einen Vorgeschmack.
Zum Ausgangspunkt: Einem Journalisten, den Ihr vermutlich persönlich so wenig kennt wie ich, einfach mal so zu unterstellen, er habe schon über Jahre hinweg im "Auftrag"(!) seines neuen Arbeitgebers geschrieben, bleibt eine Unverschämtheit. (Nebenbei: Wer so etwas öffentlich behauptet, müsste dafür wenigstens handfeste Indizien nennen können. Dass der Betreffende angeblich oder tatsächlich immer nur pro S 21 kommentierte, ist keines. Schon die Annahme, jeder halbwegs anständige Mensch müsse S 21 durchschauen als Mist, ist ein schwerer Irrtum.)
Oder was hieltet Ihr davon, wenn ich etwa behauptete, der Fritz Häberle** liefere hier ständig verfassungsfeindliche Postings ab, die von übriggebliebenen Stasi-Veteranen-Netzwerken bestellt wurden?
* Das "Ihr" dient nur der Vereinfachung. Die Gemeinten werden ahnen, dass sie gemeint sind
** Name von mir geändert

Ernst Hallmackeneder, 05.04.2015 12:18
Werter Herr Dr. Gscheidle,
dem HERRn sei Lobpreis und Dank für Ihren wiederum trefflichen Kommentar. Ja, dieser junge Bursche Hamann scheint wirklich etwas auf dem Kasten zu haben, brauchbar und anstellig zu sein, hat aber für den Bahnjob auch wie ein Berserker gekämpft, löblich!

Mein größter Dank jedoch gilt Ihnen, werter Herr Dr. Gscheidle, der Sie als Koordinator der S21-Lohnschreiber mittlerweile erkannt haben, daß ein Einsatz derselbigen auch auf der Kontext-Wochenzeitung dringend vonnöten ist. Und, potztausend, tatsächlich bringen Sie die besten Pferde, die Sie im Stall haben, zum Einsatz, und das mit einer bestechenden Taktik:
Der eine, Herr "Kauf den Weg" (unredlich: "by the way") - bei der Kontext-Redaktion, insbesondere Frau Henkel-Waidhofer, möchte ich mich für die vielleicht nicht gendergerecht korrekte Bezeichnung "Herr" entschuldigen - präsentiert sich als "braun angehauchter" Proll (der den löblichen Herrn Hamann "arbeiten" lassen möchte bzw. beim anderen Artikel - Interview Hermann - das Wort "lebensunwert" benutzt) und verschreckt somit die leicht, aber nur gaaanz leicht, links angehauchte Leserschaft dieses Blattes, der andere, Herr "invinoveritas" überzeugt eher bürgerlich orientierte S21-Gegner mit seinem "Des Projekt ischd Scheiße, aber jetzt koschd au nix meh macha, ond so schlimm ischd doch elles gar ned" davon, sich jetzt damit abzufinden.
Genial, lieber Gscheidle, absolut genial!

Ihnen wünsche ich ein schönes Osterfest und mir, daß unser GOTTesprojekt spätestens in einem Jahr fertig hat,

Ihr Ernst Hallmackeneder

FernDerHeimat, 05.04.2015 09:37
Es ist SINNLOS diesen Troll zu füttern!

Es herrscht offensichtlich keine BEREITSCHAFT auf andere Meinungen einzugehen, sondern nur die Leute deswegen ANZUPÖBELN und sie HERABZUWÜRDIGEN. Eine EIGENE Meinung wird (wie schon von anderen festgestellt) nicht eingebracht, sondern immer nur die ANDERER kritisiert.

Ob das aus nun aus persönlicher Befangenheit oder gegen Bezahlung geschieht, ist UNERHEBLICH.

Don't feed the troll.

treffler, 04.04.2015 23:24
"Schwer erträglich sind Unterstellungen wie jene von einem immer wieder durch Rufmordversuche auffallenden Foristen, Hamann sei jetzt "direkt zu seinem Auftraggeber
'gewechselt'"."

Wenn man feststellt, dass ein notorischer Lobhudler, dem bisher kein einziger kritischer Satz über das "unumkehrbare" (sein O-Ton) Projekt Tiefbahnhof und dessen Seltsamkeiten nachgewiesen werden kann, jetzt direkt zum Veranstalter dieses von ihm belobhudelten Projektes wechselt, dann ist das "Rufmord"? Ham'ses nicht 'ne Nummer weniger lächerlich?

Im Wein liegt wohl weniger Wahrheit als Verwirrung.

http://www.stern.de/politik/deutschland/2-medien-und-stuttgart-21-fahrt-auf-schwaebischem-filz-1611232.html

Kornelia, 04.04.2015 22:16
@invinoveritas, 02.04.2015 23:34
Lach, so langsam denke ich, Sie sitzen feixend auf der Couch und genießen Ihre Rolle!
Journalismus als aussterbende Rasse? naja wenn man mal eine Zeitreise macht, dann kann mensch durchaus darauf kommen!
"Immer mehr Institutionen haben eine Presseabteilung" klagte mir mal ein Journalist der STZ sein Lied!
Und wenn man jetzt mal zusammenrechnet:
auf der Seite der Macht lassen sich immer mehr selber. "veröffentlichen und vertreten" (jetzt kann Meter direkt Einfluss auf die Veröffentlichung nehmen)
auf der Seite der Ohn-Mächtigen finden sich auch immer mehr, die ihr eigens Ding schreiben, veröffentlichen, Stellung nehmen .... (Wunderbar am 30. zu beobachten, ohne eigene Dokumente hätte Rech ohne Gegenwehr seinen vorformulierten PR-Text im heute journal"veröffentlichen" können.)

Math.Frage: wenn auf beiden Seiten immer mehr Distanz und Emanzipation entsteht, wie viele Journalisten braucht es dann noch? Und wenn immer mehr Journalisten "ihren Ruf" aufs Spiel setzen .... und wenn dann noch immer mehr "investigativer Journalismus" eingespart wird, was bleibt dann?

Ulrich Frank, 04.04.2015 20:01
@invinoveritas, 02.04.2015 23:34h. Das höchste Glück auf Erden - hier nicht auf dem Rücken von Pferden sondern wenn man endlich einmal zur SACHE kommen würde auf Ihrer Seite, invinoveritas, und nicht nur schrill-emotionale Protestationen in die Luft geben würde, den Gegnern eine gewisse Unterbelichtetheit unterstellt (Komplexität, ja das verstehen die nie, da fehlt u.U. sogar die Allgemeinbildung...).

Man muß konzedieren daß der der Sache und der Analyse eben AUSWEICHENDE Kampfmodus den Sie, invinoveritas, gewöhnlich anzuschlagen pflegen und der kaum über Behauptungen oder Suggestionen des Gegenteils hinausgeht auch etwas Anregendes hat, obwohl er auf die Dauer sehr monoton wirkt. Weil er dann die Aussagen und Argumente derer die Sie als Ihre Gegner ausgemacht haben gerne noch ins Extrem verzerrt. OHNE auf die Sache einzugehen. Die Sache ist nicht: Ihre Gegner sondern das worum letztendlich der Konflikt entbrennt.

Ob es Trolle gibt und andere Trojaner, darüber braucht man sich nicht im Einzelnen zu streiten. Daß die Bahn AG in der Vergangenheit bereits Astroturfing betreiben ließ ist unbestritten, wie auch Widerrechtlichkeit für respektable hiesige Vorstände von Großkonzernen kein Problem darstellen muß (Bestechung, Abhören). Daß die projektinteressierten Parteien sich bestens aufs Deichseln und alles Mögliche Versprechen verstehen ebenso. Daß ein Redakteur der StZ (Brauner?) in einem Leitartikel zu Stuttgart 21 offen darlegte daß eine "Zeitung Partei ergreifen müsse (für S21)", (ohne m.W. auch darzulegen wieso dies im Falle eines derartigen Projektes zwingend der Fall sein muß), ist nachzulesen.

Daß dann z.B. die heutigen Beiträge des StZ-Redakteurs Christian Milankovic wieder einmal nachdenklich stimmen - außer man lebt im nichtkontrastiven atemporalen Gegenwartsmodus - das mögen Sie, invinoveritas, wohl nicht nachvollziehen. Hier der große Aufmacher auf Seite 1: "Bahn kündigt mehr Tempo bei S21 an", dann ein ausführliches Interview mit "S21-Chef" Leger auf Seite 23 ("Warten Sie wie schnell wir hier noch werden") in welchem Herr Milankovic leider wenig mehr hermacht als den Stichwortgeber für Herrn Leger - man fragt sich ob da nicht ein Fragebogen eingereicht wurde*.

Ein klein bißchen wird nachgehakt, im übrigen darf sich Herr Leger in der Tradition der gängig gewordenenen Schmuseinterviews mit höheren Führungskräften frei entfalten und allerhand Behauptungen aufstellen - so z.B. die eines geklärten Brandschutzes. Es kommt vor wie das eingespielte propagandistische liturgische Antifon, zur Osterzeit. Wie die von Herrn Grube versprochene Baustellenzeitung: eigentlich alles bestens - und was jucken uns vergangene Zusagen. - Wer vor einigen Wochen bei der Veranstaltung im Rathaus zum Brandschutz im Tiefbahnhof und in den zig-Kilometer langen Tunnels zugegen war bekam einen anderen Eindruck, insbesondere da schwarz auf weiß dokumentiert wurde wie ein Brandschutzgutachter der Bahn AG Berechnungen vorlegte deren nachvollziehbar elementare Falschheit nicht einmal einen Realschulabschluß sicherstellen würde. Herr Leger darf sich aber "entspannt" geben, die "Entrauchung am Bahnhof (und das ist das Entscheidende") wird "funktionieren", und der Herr Milankovic sagt dazu nichts mehr - kein Wunder auch, war er doch, m.W., nicht (noch irgend ein anderer Vertreter der StZ) , auf der erwähnten Informationsveranstaltung**.

Eine derart große Aufmerksamkeit, derart großen 2-teiligen Raum, schenkt man von Seiten der SWMH-Qualitätsprodukte den Projekt-Gegnern in der Regel (wenn überhaupt jemals) nicht. Das sind eher Wichte aus der Bürgerschaft die ins "Meinung"sfluidum von StZ und StN eintauchen dürfen. Ungeachtet der Tatsache daß es allein (!) ihnen zu verdanken ist daß der Brandschutz überhaupt thematisiert und verbessert wird.

Das hier ist SACHE, vor allem auch auch journalistische Problemsache, invinoveritas, und um die geht es - ganz unabhängig davon daß Sie sich jetzt auch projektkritisch geben.


*Werden doch auch zumindest in Einzelfällen von Vertretern des dt. "Qualitätsjournalismus" Aufsätze in Interviews umgearbeitet, und dann noch ohne Wissen des Verfassers.

** Ein StZ-Redakteur war auf einer gleichzeitig stattfindenden Veranstaltung für die Hausbesitzer.

Frühlingserwachen, 04.04.2015 14:21
Da beklagt sich also
einer
über die Zustände hier
und den Umgang miteinander
wo er sich doch
genau derselben Formen
bedient.

Bist Du eigentlich
besser
wenn Du andere
wegen ihrer Meinung
anmachst?

Oder trollt da nur einer
gegen
unbequeme Ansichten?

Troll
Dich.

Schorsch, 04.04.2015 02:23
Nun ja, eingedenk der alten Volksweisheit "Wie der Herr, so's Gescherr" scheint in den Redaktionsräumen der StN noch immer das Rüchlein des jahrzehntelangen Chefredakteurs Jürgen Offenbach zu hängen, eines schwarzen Vorkämpfers von ganzem Herzen, von daher ist der Vorgang vielleicht wirklich nicht beanstandbar.
Ach ja, @Kornelia, die Webseite von Herrn Offenbach http://www.offenbach-kommunikation.de/cms/startseite
mal genau anzusehen ist für kritische Geister interessant.

planb, 03.04.2015 22:19
Im Moment kursieren noch viel deftigere Ansagen zu Hamann:

http://www.parkschuetzer.de/assets/statements/181683/original/Schleuder.jpg?1428078918

Ich finde das hat er sich verdient :-D

Redaktion Kontext, 03.04.2015 20:38
Der Kommentar vom 1.4. ist von der Redaktion gelöscht worden.
Wir distanzieren uns von dessen Inhalt und bitten darum, aktuelle Vorgänge nicht mit der Nazi-Keule, Hitler-Vergleichen oder gar Internierungswünschen zu kommentieren.
Ihre Kontext-Radaktion

Udo Cronauge, 03.04.2015 16:04
@invinoveritas, 02.04.2015 23:34 +++ >> "Hofberichterstattung von Anfang unterbinden" - dieser Idee sollte man doch wirklich mal nachgehen << +++ Leider bezieht sich nur dieser eine kritische Satz ihres emotionsgeladenen Kommentars in sachlicher Form auf das hier diskutierte Thema. Sie sollten sich zukünftig besser selbst vor der Schublade eines Kommentarspalten-Trolls schützen.

invinoveritas, 02.04.2015 23:34
Phänomenal, diese unbestechlichen und scharfäugigen Analysen hier.

- Jeder S 21 -Befürworter ist ein Lump. In absoluten Zahlen, gemessen am Volksentscheid von 2011: Durch Baden-Württemberg laufen eine Million fünfhundertsiebentausendneunhunderteinundsechzig Lumpen, ausweislich ihrer Ansicht zum Stuttgarter Tiefbahnhof (den ich, @ by-the-way, schon mehrfach kritisiert habe als beknacktes Projekt)
- Stuttgart hat eine "Mainstream-Presse", mit lauter Trollen im Forum
- die StN sind ein Hetzblättle mit geschmierten Heckenschützen im Lotterbett, die ekelerregende Sachen machen
- Andersdenkende sollen im Kontext-Forum gefälligst endlich die Klappe halten
- "Hofberichterstattung von Anfang unterbinden" - dieser Idee sollte man doch wirklich mal nachgehen
- Wenn Journalistenverbände nicht tun wie ihnen von Kornelia geheißen, dann SIND ALLE JOURNALISTEN ÜBERFLÜSSIG!

Ich sach mal so: Seid ihr sicher, dass ihr noch bei Troste seid?

Marie Laveau, 02.04.2015 23:01
@Tom Hörner:
Ich kannte den Namen und ich kenne das Pseudonym "Knitz", aber ich wusste nicht, dass beides ein und derselbe ist.
Ich möchte Dich bitten, diesen Artikel aus der Feder des Herrn Hamann zu lesen:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kommentar-zu-stuttgart-21-gruene-ziehen-die-notbremse.f428e89d-dddf-4b28-9a7e-a429c3cb8d8e.html
und Dir dann zu überlegen, was Du empfinden würdest, wenn Du zu den dort aufs Übelste verunglimpften Parkschützern gehören würdest. Nein, das ist nicht mehr nur "Haltung", die einer da an den Tag legt. Das ist einfach nur üble Hetzschreiberei.

Daniel, 02.04.2015 22:58
In dem Artikel wird beiläufig erwähnt, dass Herr Hamann von seinem Wohnort Maichingen (S-Bahn-Anschluss) zum Pressehaus Stuttgart (U-Bahn-Anschluss) mit seinem Auto pendelt. Na dann: weiterhin gute Fahrt! Bei der Bahn ist er damit bestens aufgehoben. Denn die DB rekrutiert ihr Führungspersonal ja zumeist aus der Flugzeug- und Automobilbranche - leitende Angestellte ohne Faible und Leidenschaft für den Schienenverkehr. So kann Herr Hamann nun am anderen Ende des Schreibtisches seine Mission fortsetzen, die er bei den StN jahrelang praktiziert hat. Und wir Fahrgäste freuen uns schon auf die nächste Signal-, Tür-, Fahrzeug-, Weichen- oder Oberleitungsstörung.

planb, 02.04.2015 22:38
Frau Schiller, Praunheim ist 90er, so wenig Ahnung von der eigenen Geschichte?

Ulrich Frank, 02.04.2015 20:55
So so, "eine ganz normale Angelegenheit" sei der Wechsel, findet Wolfgang Molitor. Mit seinen starken Zähnen hat er wieder einmal sicher und zuverlässig jeglichen unnormalen aussagekräftigen Kontext ab- und weggebissen. Etwas ins Konzept Passende für normal zu erklären ist ja die Strategie der Konservativen - wenn es nicht direkt zur Natur erklärt oder als solche behandelt wird - Finanzkrise usw.

Schön, daß wir jetzt auch wissen wer Tom Hörner ist, auch dank der Kontext-Redaktion. Nicht, daß es zu allerletzt darauf ankäme. Das leicht Schräge der Einfädelungen und wirklichen Identitäten besser zu sehen kann jedoch nicht schaden. Insbesondere wenn die Zuwortmeldung Expertenschaft und die Autorität des gedruckten Wortes beansprucht bzw. geltend macht aber ohne echten Namen erfolgt - wie bei invinoveritas, für dessen Flankenschutz sich Herr Hörner bedankt. Richtig "bedanken" täten WIR uns erst bei Aufgabe des sonderbaren Visiers, aller Visiere. Vielleicht würden uns dann aber auch die Augen auf- oder übergehen.

StN und die Schwesterzeitschrift StZ geben und nehmen sich in punkto durchwachsener Berichterstattung leider wenig. Die Fakten und Probleme (des Projekts S21) sollten bestimmenden Charakter haben in den Artikeln - leider sind aus dem Namen des jeweiligen Redakteurs Inhalt und Tenor/Agenda des Artikels zumeist im Wesentlichen schon vorherzuahnen. Man weiß was Gayer - und Hamann - schreiben wird bzw. würde. Statt gebührender Berichterstattung über die Brandschutzprobleme in den Tunnelanlagen und im Tiefbahnhof (z.B. anläßlich der Abendveranstaltung vor einigen Wochen im Rathaus - die StN schickte immerhin Herrn Schwarz) zielt man auf Formelles und Äußerliches ab - so z.B. der heutige Bericht des Herrn Milankovic in der StZ, mit ausführlicher Statistik der nachlassenden Unterschriftenzahlen bei Bürgerbegehren. Das Papier hätte besser verwendet werden können. Dahinter ist Gedankenlosigkeit oder kaltschnäuzige Strategie zu vermuten im Effekt ohne großen Unterschied.

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