KONTEXT Extra:
Versprochen, gebrochen!

Was kommt da eigentlich noch?, fragt sich die designierte SPD-Landesvorsitzende und mit ihr die politisch interessierte Öffentlichkeit im Land. Vor vier Wochen waren die ersten Nebenabreden öffentlich geworden, die Grüne und CDU nicht in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hatten (Kontext berichtete). Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste in einer Landtagsdebatte alle Register ziehen, um deren Notwendigkeit mehr schlecht als recht gerade auch vor den Regierungsfraktionen und der eigenen Klientel zu rechtfertigen. Ungenutzt ließ er die Chance, reinen Tisch zu machen, alles zu offenbaren, was er mit CDU-Landeschef Thomas Strobl ausbaldowert hat. Die Aufregung wäre groß gewesen - und doch deutlich kleiner als der Ärger, den sich die beiden jetzt eingehandelt haben. Drei Tage, sagt der Regierungschef gern, lägen zwischen "Hosianna" und "Kreuziget ihn!", was schon immer zweideutig war, weil er damit die Verantwortung für einen Niedergang auch dem Publikum zuschreibt. Jetzt tragen Kretschmann und Strobl diese ganz allein. Der Grüne allerdings deutlich schwerer als der Schwarze, weil er - siehe Persönlichkeitswerte - sehr vielen Menschen als Inbegriff der Redlichkeit galt. Mit seiner "Politik des Gehörtwerdens" war ein Transparenzversprechen verbunden, und das hat er höchstpersönlich gleich mehrfach gebrochen.


AfD kann nicht rechnen

Zu ihrer 100-Tage-Bilanz im Landtag legen die Abgeordneten der AfD-Fraktion, also jene, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit nicht gefolgt sind, eine arg geschönte Bilanz ihrer Arbeit vor. "Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir bereits 37 Anfragen gestellt, über die wir künftig berichten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Das übertrifft die SPD-Fraktion bei weitem, die gerade einmal 14 Anfragen eingereicht hat, oder auch die FDP, die beide aufgrund ihrer Parlamentshistorie mit einer deutlich größeren Mannschaft im Hintergrund agieren."

Wahr ist, dass die Fraktionsgröße die Zahl der Beschäftigten bestimmt und vor allem, dass die AfD-Fraktion seit der Abspaltung der "Alternative für Baden-Württemberg" (ABW) acht Kleine Anfragen gestellt hat und die ABW seit ihrer Gründung Anfang Juli neun. Davor hatte es die noch geeinte AfD auf 34 Kleine Anfragen gebracht. SPD und FDP kommen aber auf jeweils über 70 Initiativen in ihren ersten 100 Tagen, darunter Kleine Anfragen, Große Anfragen, Anträge und Gesetzentwürfe. "Nachdem die AfD bis zur Stunde mit ihren ungeheuerlichen Mätzchen dem Parlament und seiner demokratischen Kultur nur Schaden zugefügt hat, kommt sie nun mit einer vor lauter Selbstbeweihräucherung triefenden 100-Tage-Bilanz daher, die aber noch nicht mal korrekte Rechenkünste vorweisen kann", reagiert Martin Mendler, der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, scharf. Der SPD würden fälschlicherweise lediglich 14 Anfragen zugeordnet, wohingegen es laut Parlamentsdokumentation des Landtags von Mai bis August in der 16. Legislaturperiode mehr als fünf Mal so viele seien.


Mit Wolfgang Dietrich naht die Rettung

Die Rettung rückt immer näher: Jetzt hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Fußballvereins VfB den früheren S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich offiziell zum Präsidenten-Kandidaten erhoben. Gewählt wird er am 9. Oktober, so sich nicht irgendwelche Ultras zu einem Block zusammen rotten. Nicht so ganz schlüssig sind sich die beiden Fusionsblätter vor Ort, ob sie den 68-jährigen Streithansel gut oder schlecht finden sollen. Zum einen sei Dietrich ein "gewiefter Geschäftsmann", gar ein "Universalstratege", zum anderen ein "Polarisierer" und eine "Reizfigur", meinen die StZN, und sprechen von der "Altlast S 21". Sie mögen sich von den Parkschützern Mut zur Meinung machen lassen. Wenn das Neckarstadion unter die Erde gelegt werde, schreiben sie, könne man "oben Luxuswohnungen und Einkaufstempel" bauen.


Brigitte Lösch im Visier der AfD

Die beiden AfD-Gruppierungen im baden-württembergischen Landtag wollen ihre Spaltung nutzen, um mit einem Untersuchungsausschuss unter anderem gegen die frühere grüne Landtagsvizepräsidentin und Stuttgarter Abgeordnete Brigitte Lösch vorzugehen. Hintergrund ist ihr Engagement gegen die Bildungsplangegner der "Demo für alle" und für das Bündnis "No Pegida Stuttgart".

Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung sollen auch die Ereignisse vom vergangenen Oktober sein, als Künstler und Beschäftigte aus Protest gegen die "Demo für alle" ein Banner mit der Aufschrift "Vielfalt" vom Dach des Großen Hauses der Württembergischen Staatstheater entrollten (Kontext berichtete). Die beiden AfD-Fraktionen verlangen Auskunft darüber "wieso das Opernhaus Stuttgart durch Gegendemonstranten besetzt werden konnte". Grundsätzlich will die "Alternative für Deutschland", die mit ihren zur Zeit zwei Fraktionen allein einen Untersuchungsausschuss beantragen kann, dem "Linksextremismus in Baden-Württemberg" nachgehen und einer möglichen Nähe zu "der gewesenen oder derzeitigen Landesregierung, Parteien, der Verwaltung, der Behörden oder dem Landtag".

Die vier demokratischen Fraktionen sehen darin einem Missbrauch der parlamentarischen Möglichkeiten. Bereits ins Auge gefasst ist eine Überprüfung des Vorgehens der Rechtsnationalisten durch den baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof. Nach geltendem Recht kann ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden, wenn mindestens zwei Fraktionen oder ein Viertel aller Abgeordneten dafür sind. Er ist allerdings nur zulässig zu Sachverhalten, "deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegt" und wenn sie geeignet sind, "dem Landtag Grundlagen für eine Beschlussfassung im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeiten zu vermitteln".

Drei vom Landtag bestellte Gutachter sahen Ende Juli auf Basis der geltenden Geschäftsordnung keinen Weg, der AfD die Bildung zweier Fraktionen zu verwehren. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warnte schon damals, die "Alternative für Deutschland" könnte ihren doppelten Fraktionsstatus missbrauchen. Jetzt sieht er sich bestätigt: Die AfD nutze ihre Spaltung, "um sich Vorteile zu erschleichen".

Die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Christina Baum, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit um Wolfgang Gedeon nicht in die neue Fraktion gefolgt ist, bewertet das gemeinsame Vorgehen als "positives Signal für alle bürgerlichen Schichten im Land". Beide Fraktionen verhehlen auch nicht, dass der jetzt vorgelegte Antrag eine "Vorbereitung der Wiedervereinigung" (Baum) ist. Nach dieser, die für den Herbst und im Zuge einer gerade gestarteten Mediation von beiden Seiten in Aussicht gestellt wurde, könnte der Untersuchungsausschuss aber nicht mehr durchgesetzt werden.


Bahn muss Stuttgarts Bahnhof nicht offiziell stilllegen

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 09.08.2016 die Klage der Stuttgarter Netz AG als unzulässig abgewiesen. Mit der Klage wollte die Gesellschaft privater Eisenbahnunternehmen verhindern, dass die Deutsche Bahn nach der Fertigstellung des unterirdischen Durchgangsbahnhofs Stuttgart 21 das bestehende Gleisvorfeld des oberirdischen Stuttgarter Kopfbahnhofes abbaut, bevor hierfür ein Stilllegungsverfahren nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) durchgeführt wurde. Nach Auffassung des Gerichts handelt es sich bei dem "Umbau des Bahnknotens Stuttgart/Stuttgart 21" um ein ausschließlich planfeststellungspflichtiges Änderungsvorhaben nach dem AEG, für das ein zusätzliches Stilllegungsverfahren nicht erforderlich ist. Zugleich stellte das Gericht aber auch fest, dass der Rückbau des Gleisvorfeldes ohne vorherige Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens rechtlich unzulässig sei. Da die Stuttgarter Netz AG in diesem Planfeststellungsverfahren ihre Interessen noch geltend machen und gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen könne. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat das Gericht die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim sowie die Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.


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Feinstaubproblem im Scheinwerferlicht. Fotos: Joachim E. Röttgers

Feinstaubproblem im Scheinwerferlicht. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 261
Debatte

Feinstaub? Verkehrspolitik!

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 30.03.2016
Das Feinstaubproblem ist ein Verkehrsproblem. Abgasarme Motoren können daran nur begrenzt etwas ändern. Auch ein freiwilliger Fahrverzicht löst das Problem nicht. Es bedarf einer abgestimmten, vorausschauenden Verkehrspolitik. Ein Kommentar.

Vier Mal hat es in Stuttgart seit Januar Feinstaubalarm gegeben. Bei Inversionswetterlage sollen die Autofahrer ihre Fahrzeuge stehen lassen, um den Feinstaub im Zaum zu halten und eine EU-Klage abzuwehren. Doch die von Verkehrsminister Winfried Hermann, Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn und dem Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl groß angekündigte Maßnahme entpuppt sich als Schuss in den Ofen.

Schon nach dem ersten Alarm im Januar hatte das Messgerät am Neckartor – Stand 2. Februar – die Latte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an neun Tagen gerissen. Noch drei Mal hat die Stadt seither Feinstaubalarm ausgelöst, die Werte aber noch nicht bekannt gegeben. 35 Überschreitungstage im Jahr sind zulässig; es kann gut sein, dass es schon längst wieder mehr sind. Allein der letzte Alarm dauerte neun Tage.

Lösung in vier Worten.
Lösung in vier Worten.

Aber die Autofahrer nehmen es gelassen. Gerade mal drei Prozent ließen beim ersten Mal ihr Fahrzeug stehen, sehr viel mehr sind es die anderen Male offenbar nicht geworden. Und natürlich ist dabei die Feinstaubkonzentration kaum gesunken. Um tatsächlich unter die Grenzwerte zu kommen, müsste der Verkehr am Neckartor halbiert werden. Die CDU will das untaugliche Instrument am liebsten gleich wieder abschaffen, hat aber auch kein besseres parat. Der Fraktionsvorsitzende Alexander Kotz meint, E-Mobilität sei noch zu teuer.

Wohnungen sind zu teuer, damit beginnt das Problem 

Dabei wissen alle Verantwortlichen, allen voran die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW), dass das Problem mit schadstoffarmen Motoren nicht zu bewältigen ist. Reifen- und Bremsabrieb sind in viel höherem Maß für den Feinstaub verantwortlich als Auspuffabgase. Dazu kommt der weiträumige Partikelanteil in der Luft, zu dem – ja sicher – auch Blütenstaub und die Abgase von Holzpellet-Öfen gehören, die neuerdings zunehmend für den Feinstaub verantwortlich gemacht werden.

Paradoxerweise müssten die Autofahrer selbst eigentlich am meisten Interesse daran haben, dass nicht ganz so viel Verkehr über die Hauptstraßen rollt. Denn sie stehen tagtäglich im Stau. Und auch wenn immer mehr Stuttgarter den öffentlichen Verkehr nutzen, werden es trotzdem mehr. Selbst die Straßen ausbauen hilft wenig, denn dort, wo dies geschieht, wie derzeit am Rosensteintunnel, nimmt der Verkehr unweigerlich zu. Noch ein Paradox: Wie Erfahrungen aus den USA zeigen, kommt der Autoverkehr im Gegenteil ebenso gut voran, wenn die Zahl der Fahrspuren reduziert wird.

Das Problem beginnt ganz woanders. Es beginnt beim Wohnraum und bei der Wirtschaftskraft der Region. Stuttgart wächst, aber die Mieten können sich viele nicht leisten. Also bleibt ihnen nichts anderes, als ins Umland zu ziehen. Allerdings arbeiten sie in der Stadt, mit der Folge: Das Verkehrsaufkommen nimmt zu. Mehr als 80 Prozent der Pendler kommen von jenseits der Stadtgrenzen. Wirklich günstig lebt es sich erst weit außerhalb. Von dort aus ist es bei häufig verspäteten S-Bahnen und verpassten Anschlüssen oftmals völlig unmöglich, auf das eigene Auto zu verzichten.

In der Verkehrspolitik wurde viel Zeit vertan.
In der Verkehrspolitik wurde viel Zeit vertan.

Dazu kommen Jahrzehnte alte Versäumnisse einer verfehlten Verkehrspolitik. Denn auch wenn einer im Remstal wohnt und auf den Fildern arbeitet, bleibt ihm im Regelfall nur der Weg mitten durch den Talkessel. Verkehrspolitik ist Stadtplanung. Die Probleme sind am besten zu lösen, wenn der Arbeitsplatz vom Wohnort nicht weit entfernt liegt. Lange Zeit wurde – wegen der Luftverschmutzung durch Fabriken – das Gegenteil gepredigt.

Um in Stuttgart eine Umkehr herbeizuführen, müsste massiv billiger Wohnraum im Stadtzentrum bereitgestellt werden – bei den explodierenden Bodenpreisen eine Quadratur des Kreises. Oder die Betriebe müssten sich aufs Umland verteilen. Wenn die Allianz nun aus der Innenstadt nach Stuttgart-Vaihingen ziehen will, ergibt sich eine solche Chance: Aus den Gebäuden im Talkessel müsste bezahlbarer Wohnraum werden. Fragt sich, was das kostet, denn der Versicherer will sicher Kasse machen.

Auch das allerhinterste Dorf muss mit Öffentlichen gut erreichbar sein

Davon abgesehen lässt sich ein Umsteigen auf den Umweltverbund – Fahrrad, Fußgänger und öffentlicher Verkehr – nicht durch Appelle erreichen, sondern nur durch verkehrspolitische Steuermaßnahmen: Fahrpreissenkungen im öffentlichen Verkehr. Höhere Gebühren für Parkplätze im Verbund mit einem großzügigen und vorteilhaften Ausbau des Park-and-ride-Systems. Wie kann es sein, dass das Parkhaus am Cannstatter Wilhelmsplatz in der Regel zu großen Teilen leer steht, statt dass Autofahrer hier anhalten und in die S-Bahn umsteigen?

Noch immer dauert es für Fußgänger an vielen Ampeln jedenfalls gefühlt sehr lange, bis sie die Straße zur Hälfte überqueren können, um dann erneut vor einer roten Ampel zu stehen. So fördert man nicht das Zufußgehen. Noch immer müssen sich Fußgänger und Radfahrer häufig dieselben Wege teilen. Eine eigene Fahrspur für Radler, von der Autostraße abgezweigt, könnte Abhilfe schaffen. Fahrspuren schmaler machen; dann geht die Geschwindigkeit zurück. Zebrastreifen statt Fußgängerampeln und enge Unterführungen: Das wären positive Impulse für die Fortbewegung auf Schusters Rappen.

Es gibt genug gute Beispiele, von Kopenhagen bis zum New Yorker Times Square. Helsinki will das private Automobil überflüssig machen. Daran könnte sich Stuttgart ein Beispiel nehmen. Etwas schwieriger, sicher – Stuttgart hört nicht an der Stadtgrenze auf. Es wäre eine Aufgabe für die Region, die sich bekanntlich nur schwer einigen kann. Aber genau darauf kommt es an: auf eine abgestimmte Wohnungspolitik und ein öffentliches Verkehrsangebot, das auch die hintersten Dörfer erreicht. Andernfalls werden Stau und Feinstaub trotz EU-Klage noch lange ein Problem bleiben.


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Kommentare

Müller, 05.04.2016 20:36
@bytheway
Warum schon wieder diese persönlichen Angriffe?
Ich habe geschrieben, dass die Luft in Stuttgart die letzten Jahre besser wurde. Nicht wegen sondern trotz S21. Die besten Werte seit Erhebung haben wir tatsächlich seit S21 gebaut wird. Das ist Fakt. Und das war mir ein Späßle wert.

Zu Ihrem Link:
"..... Eine auf Basis der Inhaltsstoffanalysen durchgeführte Abschätzung ergab, dass im Jahr 2014 an der Spotmessstelle Stuttgart Am Neckartor im Mittel ungefähr 2 Mikrogramm pro Kubikmeter der Feinstaubimmissionen durch Bautätigkeiten im Umfeld der Messstelle verursacht wurden...."

Hui.

Zur Erinnerung: in einer Raucherwohnung, im Büro oder der Kneipe haben wir Werte von 1000 und in einer Nichtraucherwohnung bis 200.
Und wegen der Baustellen haben wir: 2! Hui...

by-the-way, 04.04.2016 19:43
@ Müller 02.04.

Möglicherweise haben Sie den Beitrag des Foristen "Reinhard" vom 31.03. überlesen....

Den möchte ich Ihnen empfehlen, bevor Sie hier weiter Märchen erzählen, wie "Stuttgart21 rettet Leben", oder "die Feinstaubwerte wären wegen des Baues von Stuttgart21 zurückgegangen" (...)

Nee, schon klar, die Baustelle produziert saubere Luft, die durch Stuttgart21fehlenden Großbäume im mittleren Schloßgarten waren sicher die Ursache der Feinstaubmisere... (Ironie aus)

Der link des Foristen Reinhard schafft hier Aufklärung:
http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/254655/

Darin heisst es: "Die Einführung von Umweltzonen und anderer Maßnahmen zur Luftreinhalteplanung haben in Baden-Württemberg und Stuttgart in den letzten Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität geführt."

Und zu Großbaustellen können Sie lesen: "An der Spotmessstelle Stuttgart Am Neckartor sind 14 der 64 im Jahr 2014 gemessenen Überschreitungen des Partikel PM10-Tagesmittelwertes von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die baustelleninduzierten Emissionen zurückzuführen“, erläutert Barth."

Stuttgart21-Befürworter, wie Sie, "wahrheiten" Fakten auf ihre eigene Weise, die mit logischer und wissenschaftlicher Betrachtung nichts zu tun haben.
Pure Ideologie!

Was will man von fakten-resistenten, nicht einsichtsfähigen Stuttgart21-Fanatikern auch anderes erwarten?

Müller, 02.04.2016 15:35
@Kornelia
Ich bin bei den allermeisten Themen Ihres Beitrags Ihrer Meinung.
Stadtbegrünung. Mehr Platz für Radler. Wasser in die Stadt bringen. Alles prima.
Und ich werde Ihren Vorschlag annehmen und mich über Ostertags Stadtwerkstadt informieren. Können Sie mir einen Link senden?
Der einzige Unterschied zwischen uns liegt wohl darin, dass ich S21 als Chance betrachte die grünere Stadt zu realisieren.

Müller, 02.04.2016 11:40
Werter bytheway, ich erwarte mir nicht allzuviel Niveau in den Kommentar Spalten des www. Aber als Lügner möchte ich mich doch nicht hinstellen lassen.

Wie wäre es, wenn die Gegnerschaft den Mitmenschen ein wenig Respekt entgegen bringt. Wäre die Welt nicht schöner, wenn man nicht gleich beleidigend wird? Und wäre das eigene Leben nicht schöner, wenn man den Grund für die schnöde Schimpferei auf Wahrheit prüft. Oder hat man Angst, dass dann das düstere Weltbild zusammenbricht?

Zum Lügenvorwurf:
Es ist Fakt, dass seit dem Start der großen Bauaktivitäten 2014 die Feinstaubwerte am Neckartor die niedrigsten seit über 10 Jahren sind...
https://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?luft_messdaten_ueberschreitungen
Und nein, Sie dürfen die Werte von 2016 nicht interpolieren. Im Winter gibt es mehr Überschreitungen.

Die Luft wird besser. Und logischerweise nicht wegen sondern trotz S21.
Das wäre doch mal ein Grund für gute Laune, oder?

Thomas Lederer, 02.04.2016 11:35
Ein wichtiger Artikel, die Zerstörung der Umwelt ist mittlerweile eine der größten Bedrohungen der Menschheit.
Schuld sind nicht die Kollegen/innen die , wie von Kommentatorinnen schon bemerkt, wegen hoher Mieten in das Umland ziehen und mit Ihrem Fahrzeug zur Arbeit müssen. Es sind doch politische Entscheidungen die dazu führen. Ein Beispiel dafür ist die Müllverbrennung . Von "Grünen"Politikern befördert, als die Lösung des Müllproblems. Die Müllverbrennungsanlage ist der größte Einzelemitent des Feinstaubes, auch in Stuttgart. Technisch gibt es schon längst Lösung für die Verwertung von Kunststoffmüll in weiterverwertbare Grundstoffe. Doch die Müllverbrennung wird weiter betrieben bis uns der Krebs aus den Ohren kommt und die Anlage maximal profitabel ausgenutzt ist(wie die Atomkraftwerke).
Die Forderung nach Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und dass möglichst kostenfrei im ganzen Umland ist richtig! Wer soll das bezahlen ? 35 Cent bleiben uns von jedem verdienten Euro.
Wir zahlen Steuern in gewaltigem Umfang- statt zBsp. Rückbau der Eisenbahn , des Schienennetzes, Neubau gefährlicher mit hohen Risiken belasteten Bahnhöfen und das durch Steuergelder in mehrstelligen Milliardenbeträgen- dafür können wir und unsere Kinder locker kostenfrei die Öffis nutzen.

kornelia, 01.04.2016 19:40
@Müller
"Ein konstruktiver Vorschlag ohne auf die Mitmenschen zu schimpfen?“ Schaffen Sie das? ohne Polemik, ohne Heuchelei, ohne Arroganz und Überheblichkeit?

"Mir als Stuttgarter und Stuttgart liebender geht's dennoch blendend. Ich liebe mein Städtle, die Region die Leute."
Durften "wir"?
Die wir, weil wir "unsere" Bahn, und "unsere" Stadt, "unsere" Natur und Umwelt verteidigten und auf die Straße gingen, massiv von Prolern angegriffen wurden.
2010 gab es tausende von Veranstaltungen geplant, bezahlt und durchgeführt von den Widerständlern21 und geblockt, verachtet und gemieden wie die Pest von den Prolern......
Schade, denn dort war hochkarätige Dialogkultur zu beobachten! Und viel über diese Stadt zu lernen! Über Entstehung, Kessellage, Luftzufuhr, Mobilität, Fusswege, unentdeckte Kleinods etc pp.
Doch in Deutschland gilt ja nix was umsonst und vom Bürger kommt.... Muss ja teuer und von VIP-Institution mit VIP-Präsentanten sein!

Und geht es Ihnen (ICH Ag) wirklich blendend? Oder denken Sie darüber hinaus und auch an Andere?
Als 2010 ein Vater, an der Hand zwei kleine Kinder haltend, auf mich zukam und meinte wir sollten uns nicht so anstellen wegen der Bäume, fragte ich ihn wo er denn für seine Kids eine Schaukel aufhängen würde: in 10 Jahren auf den kleinen Schößlingen oder heute auf einen ausgewachsenen Baum.... wütend drehte er sich weg........ warum eigentlich?

Lesen Sie das Buch vom Ostertag! Mehr Wasser wieder in die Stadt holen! Die natürlichen Quellen anzapfen und sie gen Tal führen!
a) es lohnt sich ein Besuch in der Stadtwerkstadt Ostertags, der ein Großmodell Stgt aufgestellt hat...empfehlenswert!
b) "Wasser für Stuttgart." Architektur. Wasser in der Stadt Konzept für ein schöneres Stuttgart Roland Ostertag Peter-Grohmann-Verlag, Stuttgart

Es gibt die tolle Innovation "Regionalparlament" .... leider ist es offensichtlich zu einer ABM- und Zank-um-Macht Spielarena verkommen!
Die Stadt und auch andere Städte müssen aufhören sich als abgeschlossene Fürstentümer zu verhalten! Anstatt sich also im Wettbewerb mit Esslingen, Ludwigsburg etc zu begeben, sollten sich Großregionen als Großregionen wahrnehmen .... (die Bürger machen das seit eh und je!)
Den Nachbargemeinden die Kunden wegnehmen .... wie blöd ist das denn vom Stuttgarter Gemeinderat?

Dringend rate ich zu einer Kesselzone! Die geht soweit, dass mensch den Buckel nuff kann, um von dort gut mit dem Fahrrad weiter zu kommen! Der einzige bequeme Weg raus aus dem Kessel für nicht-Leistungssportler...also massiv auch für Familien .... ist der verbaute und zerstörte Weg durch die Schloßgartenanlage. Der Neckarweg ist bis heute nicht besonders attraktiv für Fahrrad und Familie!
Und da "Kinder unsere Zukunft" sind unterstütze ich dringend das Kita und Schüler Umsonst Ticket! Von klein auf müssen sie lernen, schwups in die sbahn gestiegen und wilhelma/Wald etc besucht! An vielen Attraktionen ist der Zugang mit Öffis eine Kathastrophe! Achten Sie mal drauf!

Warum man auf dem Bücherknast keine grüne Wiese angelegt hat ist mir absolut ein Rätsel, stattdessen USAnische Knastatmosphäre!
Wir müssen dringend die Begrünung der Stadt vorantreiben und den Massenexodus von Grün stoppen! Pflanzen sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die darin lebenden Menschen! Grün hat nun mal eine anti-Aggressionswirkung! (die Partei schon lange nicht mehr;)
Siehe Marienplatz/Wilhelmsplatz: stellen Sie sich mal zwei Plätze vor: hier der schwäbische sauber zu haltende Kehrwochenplatz und daneben ein lauschiger Platz mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und Schattenplätzen! Wette, der Mensch würde letzteres anstreben!
Stuttgart kann nur Kehrwochenplätze!

Städte müssen dringend der ausartenden Bringdienste entgegen wirken! Die "just in time" und "Bestellorgien" Fahrzeubrigaden! Dafür müssen sich Städte clevere Konzepte ausdenken! Der gerade stattfindende Wettbewerb geht "online Bestellung" ist günstiger als "Vor-ort-Kauf". Städte müssten dagegen Konzepte entwickeln!

Gleichzeitig ist natürlich auch die ewige Schlepperei eine zu lösende Komponente! Stuttgart bietet Fahrräder und Kindersitze und -wägen zum leihen, warum nicht auch witzige "Oma"-Shopper? Und mittlere Stücke werden von einer FahrradRikscha gebracht?

Und wo sind Ihre konstruktiven Pläne? @Müller
Waren Sie mal auf den diversen Veranstaltungen 2010? Und wo waren Ihre Konzepte 94-16? Visionäres, lebendiges, städtisch flairiges habe ich in den über 20jährigen Planungen zu S21 nicht gehört, gesehen und/oder gelesen!
Auch das ist ein Punkt gegen S21: man hat nur einen kleinen Fleck im Auge, nicht das ganze Stuttgart. (Genau wie übrigens das ElisabethenKonzept im Stgt Westen!)
Stadt-LandPlanungen müssen GesamtAnamnese voraussetzen! Genau das erwarten Sie ja auch von einem Arzt, bevor er lebenswichtige OPs ansetzt!

by-the-way, 01.04.2016 19:23
@Müller, 31.03.

Zitat: "Komisch, die Feinstaubwerte sind seit dem Bau von S21 sogar zurückgegangen. S21 rettet Leben."

Diesen Kommentar haben Sie leider etwas zu früh abgeschickt.
Aprilscherze macht man erst am ERSTEN April !

Lügen verbreiten kann man allerdings an jedem Tag im Jahr...

Müller, 01.04.2016 10:42
Zum Thema:
Ich finde es Prima, wenn das Thema sachlich angegangen wird.
Toll wäre, wenn man die Hysterie und die Haudraufmentalität mal weglassen könnte.
Der Grenzwert mit 50 Mikrogramm/m³ ist sehr ambitioniert.
In einer Kneipe, Raucherwohnung oder auch in Büros liegt der Wert ist über 1000.
In einer Nichtraucherwohnung immer noch bei ca. 200.
Und da wir Menschen 90% in der Wohnung verbringen wäre es schlau auch am Neckartor das Fenster aufzumachen und die 200 durch die 50 auszutauschen.
Aber es geht nicht nur um Feinstaubwerte. Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor emmitiert auch schädliche Abgase. Stuttgart ist zweifelsohne zu voll.

Was tun?
Den ÖPNV verbilligen. Ich denke aber nicht, dass dies den großen Effekt bringt. Im Ländle ist nicht Geld sondern die Zeit knapp. Aber 5-10% kann man sicher über das Geld motivieren.
Fahrrad Infrastruktur verbessern. Sehr wichtig. Ich träume von Fahrradschnellwegen. Alle Städte der Region miteinander vernetzen. Ich fahre gerne mit einem Schnitt von 30kmh auch längere Strecken. Wenn man weitgehend Ampelfreie Schnellwege schafft bin ich in einem Radius von 30km schneller als das Auto.
Toll wäre zum Bsp die alte Eisenbahnbrücke zu erhalten und einen Schnellweg von der City nach Cannstatt schaffen. S21 bietet auch hier viele Chancen!
Mir fällt da viel ein.
Wie sieht es bei euch aus? Ein konstruktiver Vorschlag ohne auf die Mitmenschen zu schimpfen? Schafft ihr das?

So muss jetzt los. Grüße Müller

Bernd Kruczek, 31.03.2016 22:33
1. Raus mit immer neuen Büros und Arbeitsplätzen aus der Stadt, verlagern in die Peripherie. Aber damit ist ja nix verdient
2. Raus mit den Shopping Malls aus der Stadt. Aber damit ist ja auch nichst verdienst
2. Endlich die seit JAHRZEHNTEN überfällige Nord-Ost Umfahrung.

Müller, 31.03.2016 18:43
@bytheway
Komisch, die Feinstaubwerte sind seit dem Bau von S21 sogar zurückgegangen. S21 rettet Leben.
@kornelia
500000 Tote durch Luftverschmutzung. Krass. Da sind wur ja bald alle weg. Und tausende sterben wegen der Zeitumstellung. Steht auch im Spiegel.
Mir als Stuttgarter und Stuttgart liebender geht's dennoch blendend. Ich liebe mein Städtle, die Region die Leute. Darf ich das?

by-the-way, 31.03.2016 17:55
@ Reinhard:

Sehr richtig!
Solange Herr Kuhn, bei "Feinstaub-Alarm", nicht sämtliche Aktivitäten auf der Großbaustelle im mittleren Schloßgarten, inclusive der massenhaften Fahrten von Baufahrzeugen in Stuttgart, unterbindet, besteht für keinen Autofahrer in Stuttgart und Umgebung irgendein Anlaß oder eine moralische Verpflichtung, den Appellen, das Auto stehen zu lassen, Folge zu leisten.
Der "kleine Normalbürger" soll mal wieder drangsaliert werden und Opfer bringen...

Warum sollten für die vereinigte Bau- und Banken-Mafia am Bahnhof stillschweigend Sonder-Luftverschmutzungsrechte bestehen?

Daher habe ich jedes Verständnis für Mitbürger, die das Auto nicht stehen lassen, weil sie sich von einem Pseudo-Grünen im Rathaus nicht länger, für dämlich verraten und verkaufen lassen wollen.

Schwabe, 31.03.2016 09:35
@Reinhard
Das S-Bahn fahren oder mit dem Zug im Fernverkehr fahren mittlerweile sehr oft teurer ist als mit dem Auto zu fahren ist kein Zufall.
Am Auto fahren verdienen:
Die mächtigen Ölkonzerne, die mächtigen Autokonzerne, Versicherungen, Staat/Land an Mineralöl- und KFZ-Steuer. Durchgesetzt von karrieregeilen, charakterlosen und überbezahlten Politikern in verantwortlichen Positionen. Feinstaub hin oder her. Unter bürgerlichen Regierungen geht es nicht ernsthaft um den Menschen/das Gemeinwohl. Das ist eine harte Wahrheit, doch um so schneller Sie und andere das begreifen um so eher ändert sich etwas in Deutschland. Stichwort Bundestagswahl!
Ihree Vorschläge von 1 Stuttgart = 1 Zone und Preise deutlich runter finde ich selbstverständlich gut!

Andrea, 31.03.2016 08:17
Zunächst müsste man auch aufhören, das Problem ausschließlich aus dem "Neckartor-Blickwinkel" zu betrachten.

Meine Anfrage ergab, dass zur Ermittlung der im Text genannten 3% Rückgang des Autoverkehrs lediglich eine Mess-Stelle im Talkessel herangezogen wurde. Um die VVS-Verkaufszahlen zu ermitteln, wurden ganze 3 Fahrkartenautomaten ausgewertet. Das bedeutet, wer wie ich statt mit dem Auto mit dem ÖPNV in die Stadt gefahren ist, landet in der gesamten Berichterstattung in der Kategorie "starrköpfige Autofahrer, die ihr Fahrzeug nicht stehen lassen". Schade, ich bin hier sicher nicht die einzige, denn die 50% Rabatt über moovel haben die Attraktivität durchaus erhöht.

Und wer fährt denn da eigentlich am Neckartor? Wollen die Leute wirklich in die Stadt? Ich glaube nicht. Ich denke, viele sind "Querpendler", denen einfach ein besseres Angebot für Ihre Strecke fehlt. Denn so viele Jobs gibt es in der City selbst gar nicht und außerdem ist sie ja ganz gut erreichbar. Nur müssen dort eben auch alle durch, die eigentlich woanders hin wollen. Nicht nur mit dem Auto sondern auch mit dem ÖPNV führen alle Wege über Hauptbahnhof und Charlottenplatz.
Und wer zur Arbeit mit dem ÖPNV eine Strecke befahren muss, die 2x Umsteigen erfordert kann ganz fest davon ausgehen, einen der beiden Anschlüsse auf jedem Weg zu verpassen. Da ist das Auto selbst mit dem täglichen Stau die attraktivere Lösung.

Reinhard, 30.03.2016 23:23
Ein erster Schritt als Sofortmaßnahme wäre die Einführung der "ungeteilten" Stadt Stuttgart im VVS-Zonenplan.
Ein Stuttgart, eine Zone!
Und das bitte auch zum Preis von einer Zone.

Nur so zum Nachdenken über den Vorschlag:
Fahre ich mit Familie in die Stadt: Zwei Zonen rein, zwei raus (obwohl ich nur 2 Haltestellen vom Innenraum entfernt wohne), so kostet mich das Vergnügen rund 16 €.
Nehme ich das Auto, so fallen für die insgesamt gefahrenen km ca. 5 € an. Parken kostet 4-5 €, das reicht dann noch für jedes Kind ein dickes Eis oder für mich eine Zigarre zum zusätzlich Feinstaub in die Luft blasen.

Also: Schritt 1
Eine Stadt, eine Zone. Zum Tarif einer Zone.
Schritt 2 Preise für Abos deutlich runter. (Alternativ kann ja auch Strafgeld an die EU gezahlt werden, damit wird jedoch nichts erreicht.
Auch für School-Abos, das könnte die Belastung durch den Hol- und Bringverkehr senken und in am Morgen die STaraßen entlasten.
3. Schritt: Dienstreise nach Wien, sich dort beraten lassen.
kleiner Zusatzvorschlag: Wie wäre es mit Stillegung der Baustelle im Mittleren Schlossgarten bei winterlicher Inversionswetterlage mit Feinstaubalarm.
Lesen Sie dazu http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/254655/
LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg vom 23.10.2015
"Baumaßnahmen im Stuttgarter Zentrum führen zu mehr Feinstaub in der Stadt
Im Jahr 2014 waren 14 Überschreitungstage im Stuttgarter Zentrum auf Baumaßnahmen zurückzuführen"

kornelia, 30.03.2016 18:57
Früher dachte ich mal -sozial-demokratisch:
Wenn man schon die Nachteile einer Örtlichkeit -umsonst- geliefert bekommt, sollte man auch die Vorteile günschtig erhalten!
(Um Tiere zu sehen, braucht ein Stadtkind Zone2= 2,80 und ticket: 8 Euro = 10,80 )

Wie sehr Stuttgart seine Kinder verachtet und wie weit Politiker vom Lebensalltag entfernt sind kann man der verschwurbelten Antwort auf den Bürgerhaushaltsvorschlag entnehmen:
"Freie Fahrt für Stuttgarter Schülergruppen (siehe stuttgarterschulergruppen.jimdo.com)"
Gemeinderatsablehnung: https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/10758%20
entspricht dem Gedankenspiel:
Kuhns Dienstwagen steht nicht dienstbeflissen im Hof, sondern in Stuttgart Süd, der Fahrer müsste erst im Osten abgeholt werden und jede Fahrt muss 2 Wochen vorher beantragt werden!

Lieber S21 Showrooms unterstützen als den Kesselkindern freie Zugänge zum "Draußen" ermöglichen!
Und solange Politiker/Verwaltokraten in Stuttgart, BW und Bund so ihre feigen Richtungsentscheidungen tätigen wird sich nur unter Gewalt mutiges "jetzt ganz anderscht" entwickeln.
(Ohne Brüsseler blauen Brief wüssten Politiker und Verwaltokraten wahrscheinlich immer noch nicht wie Feinstaub geschrieben wird!)

kornelia, 30.03.2016 16:40
@Heißenbüttel: wenn es "nur" die falsche Verkehrs-Wirtschaften-Sozial- Politik der 50-80er wären..... Nein die Heutigen machen doch nahtlos weiter!
Immer mehr Hotels in die Stadt: ergo: mehr PendelVerkehr!
Immer mehr Shopping Highlights in die Stadt: ergo: mehr PendelVerkehr!
Immer mehr Familien müssen überlegen, wie sie ihre Kinder unbeschadet "durchbringen": ergo Stadtrand, ergo mehr Verkehr!
Die Spiel- und Austobräume für Kinder werden immer mehr eingeengt: ergo: raus aufs Land zu den Spielhallen und Tobecentren: ergo: mehr Verkehr!
Immer mehr Reiche " leisten" sich Zweitwohnungen, Drittwohnungen, Stadtwohnungen: ergo: mehr Verkehr!
(Reiche gehen selten zu Fuss und fahren nicht S-Bahn!)

Seit 2010 ein gigantischer GrünenKahlschlag, sowohl in Privatgärten als auch in öffentlichen Anlagen, wie wahnsinnig wird abgeholzt und "vegetative Übermöbilierung" kleingehäxelt, steht halt der Betonmöbilierung im Weg! ergo: Feinstaub und Umweltverschmutzung geht noch jahrzehntelang so weiter!

kornelia, 30.03.2016 16:18
Verhältnismässigkeit.....
49 Terroropfer: Reaktion Abbau von demokratischen Grundlagen, Aufbau eine paramilitärischen Schattenorganisation, kollektive vor-Verurteilung von ganzen Menschengruppen, Verzicht auf Debatten und Auseinandersetzungen: alternativloses Basta-Geschrei!!!

490 000 Tote:
in GrünStuttgart und in GrünBW..... neue LED Spielchen, neue komplizierte "wollten-wir-immer-schon-mal-ausprobieren“- APS, bunte Bildchenkarten verteilt in Region Stuttgart!

Gemeinsamkeit: es geht nicht um den Menschen, nicht um Kinder, nicht um Gesundheit (weswegen ja auch Gesundheitsamt so ruhig ist, incl Kinderbeauftragte) es geht um Profitmaximierung!
An technischen Spielereien lässt sich halt Geld verdienen! Sowohl bei Kriegsspielereien als auch beim "Kampf gegen Feinstaub"!

kornelia, 30.03.2016 05:36
Das Feinstaubproblem ist ein Verkehrsproblem.
Verdammt.... beide "Probleme" sind lebensgefährlich für den Menschen!
430 000 Europäer sterben jährlich an Luftverschmutzung
49 Terroropfer in der EU pro Jahr von 1970 bis 2014

http://m.spiegel.de/wissenschaft/medizin/a-1021596.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=
http://www.watson.ch/Wissen/Schweiz/982459207-Die-vergessenen-Jahre-des-Terrors--In-den-70ern-und-80ern-zogen-Terroristen-eine-Blutspur-durch-Europa

Barolo, 30.03.2016 01:40
Die Planung des ÖPNV in Stuttgart ist blamabel.
Und mit der grünen Schlafkapp Kuhn hat sich da leider nix geändert.
Vor einiger Zeit war hier ein Artikel über Wien.
Das Abo für ein Euro am Tag.
Dafür würde ich sogar die längere Zeit zu meinem Arbeitsplatz in Kauf nehmen.
Warum machen wir ein S21 und haben eine S-Bahn am Limit welche durch S21 noch risikoanfälliger wird als heute?
Einfach total irre wir Schwaben.

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