KONTEXT Extra:
Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Ausgabe 263
Medien

Öde Landschaften

Von Gastautor Horst Röper
Datum: 13.04.2016
Was im Stuttgarter Pressehaus passiert, ist übel, aber nicht originell. Mit der Fusion zur StZN ahmt Verleger Richard Rebmann nur nach, was andernorts schon Praxis ist. Ein Überblick über eine Zeitungslandschaft, die mehr und mehr verödet.

Das jüngste Stück des Kahlschlags spielt im Osten der Republik – in Thüringen. Marktbeherrschend agiert dort die Funke-Gruppe aus Essen mit ihren drei Zeitungen "Thüringer Allgemeine", "Ostthüringer Zeitung" und "Thüringische Landeszeitung". Bisher hatte jedes Blatt eine eigene Hauptredaktion für den überregionalen Teil. Sie werden nun in die neue Gesellschaft Thüringer Contents & Services GmbH überführt und personell ausgedünnt. Insgesamt sollen 65 Redakteursstellen entfallen, ein Drittel weniger als bisher. Ihren Job übernimmt eine Zentralredaktion, die der Konzern in Berlin aufgebaut hat und die sukzessive alle Titel des Konzerns mit überregionalen Nachrichten versorgen soll. Die Inhalte werden vereinheitlicht, die Unterschiede beschränken sich im Wesentlichen aufs Layout. Damit nicht genug. In den wenigen Städten, in denen der Konzern noch zwei Lokalredaktionen unterhält, werden auch diese zusammengelegt. Absehbare Folge: noch mehr Einheitsbrei.

Die Zeitungstitel suggerieren eine größere Vielfalt, als es der Realität entspricht. Fotos: Joachim E. Röttgers
Die Zeitungstitel suggerieren eine größere Vielfalt, als es der Realität entspricht. Fotos: Joachim E. Röttgers

Diese noch relativ junge Entwicklung, immer stärker auf eigene Redaktionen zu verzichten, führt zu kuriosen Verhältnissen. Ein Beispiel: Wenn ein Ortsfremder nach Dortmund kommt und sich über die örtlichen Gazetten ein Bild über die aktuellen Themen der Stadt machen will, findet er am Kiosk gleich drei lokale Zeitungen: den Marktführer, die "Ruhr Nachrichten" (RN), die WAZ und die "Westfälische Rundschau" (WR). Beim Blättern wird dann aber schnell deutlich, dass es mit der Vielfalt nicht weit her ist. Die lokale Berichterstattung ist identisch, denn allen drei Titeln liegt der Lokalteil der RN bei. Bei der WAZ und der WR sind auch die übrigen Angebote – abgesehen von Titel und Impressum – identisch. Nicht nur der Ortsfremde versteht das durchaus als Mogelpackung.

Wer will, kann in Dortmund eine Zombie-Zeitung lesen

Was ist los in Deutschlands Zeitungen, die immer mehr aus gleichen Inhalten und immer weniger aus journalistischen Eigenleistungen bestehen? Die seit der Jahrtausendwende sinkenden Werbeeinnahmen und die schon zuvor bröckelnden Verkaufsauflagen haben zu Löchern in den Verlagskassen geführt. Die bis dahin mit Spitzenrenditen verwöhnte Branche musste sich an geringere Profite gewöhnen. Die Verlagsmanager haben dabei längst die Redaktionen entdeckt. Wurden zunächst nur ausscheidende Redakteure nicht ersetzt und die redaktionellen Umfänge gekürzt, gehen die Manager inzwischen rigider vor und streichen ganze Redaktionen. Die "Westfälische Rundschau" hat es am härtesten erwischt: Sie hat keine einzige Redaktion mehr. Nicht nur in Dortmund erscheint sie als sogenannte Zombie-Zeitung. Der Mantel kommt von der WAZ, die diversen Lokalteile stammen allesamt von anderen Zeitungen.

Ähnlich wie in Dortmund sieht es auch im Norden der Republik aus. In Bremen sind die Hauptteile von "Weser-Kurier" und "Bremer Nachrichten" identisch. In der Region Aachen unterscheiden sich die "Aachener Zeitung" und die "Aachener Nachrichten" nur auf den ersten Seiten. Beide Blätter erscheinen wie in Bremen im selben Verlag und werden von einer Redaktion erstellt. Nur in Aachen und in Düren werden noch getrennte Lokalredaktionen unterhalten. In allen anderen Ausgaben ist auch die örtliche Berichterstattung gleich. In der Region Köln hat die DuMont-Gruppe die Lokalredaktionen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Kölnischer Rundschau" überall dort zusammengelegt, wo bis dahin zwei Redaktionen getrennt und im Wettbewerb miteinander gearbeitet hatten. Die Lokalberichte sind nun vielfach identisch. Nur in der Stadt Köln existieren noch zwei Lokalredaktionen.

Mehrarbeit von weniger Personal ist normal geworden

Kreuz und quer über das Land regiert in den Lokalredaktionen inzwischen der Rotstift. Mit weniger Personal müssen fast alle Redaktionen auskommen, obwohl sie neben der Zeitung auch noch die digitalen Angebote des Verlags bestücken müssen. Mehrarbeit mit weniger Man-Power ist zum Normalzustand geworden.

Fraglich ist allerdings, ob die Abonnenten diesen Etikettenschwindel auf Dauer mitmachen werden. Der WAZ-Konzern, die heutige Funke-Gruppe, hat in Nordrhein-Westfalen bereits erfahren müssen, dass solche Mogelpackungen nicht akzeptiert werden. Die WR hatte im Märkischen Kreis Lokalteile von der Konkurrenz übernommen. Schon nach nicht mal einem Jahr wurde das Experiment beendet. Die Ausgaben wurden eingestellt, nachdem die Leser scharenweise abgesprungen waren. Ähnlich erging es der WR in Lünen und in Schwerte im Kreis Unna, wo der Lokalteil von den "Ruhr Nachrichten" übernommen worden war. Im November letzten Jahres war auch hier Schluss.

Diese Fälle müssten eigentlich ein deutliches Signal für die Verlagsleitungen sein, dass sich Leser nicht jeden Etikettenschwindel unterjubeln lassen. Aber ob das die Hoffnung auf ein wenig Vielfalt in der lokalen Publizistik nährt? Wahrscheinlicher ist eine weitere Zunahme von Zeitungsmonopolen, die dauerhaft bestehen bleiben. Die Erfahrungen mit der Pressekonzentration lehren, dass in Deutschland keine neuen Zeitungen entstehen. Und die etablierten Titel wagen nicht mal zusätzliche Ausgaben zur Vergrößerung des Verbreitungsgebiets. Verleger scheuen den Wettbewerb und lieben das Monopol.

Das "Stuttgarter Modell" – das war einmal

Auf bestem Weg zum Einheitsbrei: StZ und StN.
Auf bestem Weg zum Einheitsbrei: StZ und StN.

Der Kritik am Aufkauf von Zeitungen ist früher von den Verlagen gern entgegengehalten worden, dass sich bei den Inhalten nichts ändern werde. So auch in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs, wo die "Stuttgarter Zeitung" die "Stuttgarter Nachrichten" 1974 übernommen hat. Das damals so genannte Stuttgarter Modell sah Rationalisierungen zwar in allen Bereichen vor, die Redaktionen beider Titel sollten aber unabhängig voneinander bleiben – bis zur "flexiblen Gemeinschaftsredaktion" 2016. Beim Essener WAZ-Konzern wurden die gleichen Setzungen ebenfalls zum "Modell" erklärt. Inzwischen sind davon nur noch Rudimente zu erkennen: Die WR hat keine Redaktion mehr, die "Neue Ruhr/Rhein Zeitung" verfügt selbst in Großstädten nur noch über Mini-Redaktionen und übernimmt ansonsten Inhalte von der WAZ oder auch von der Konkurrenz. Selbst die Hauptredaktion der WAZ, immerhin die Regionalzeitung mit der höchsten Auflage in Deutschland, ist inzwischen personell halbiert worden. Auch die WAZ bezieht die überregionalen Stoffe weitgehend von der Zentralredaktion des Konzerns in Berlin. Dasselbe gilt für den "Schwarzwälder Boten", der sich der "Stuttgarter Nachrichten" bedient.

Auch vom Madsack-Konzern in Hannover oder von DuMont in Köln sind solche Zentralredaktionen eingerichtet worden. Das betriebswirtschaftliche Kalkül ist simpel: Die Stückkosten werden gesenkt, wenn redaktionelle Leistungen für eine immer höhere Gesamtauflage genutzt werden. Auf der Strecke bleibt die journalistische Vielfalt. Die Folgen sind noch nicht vollständig abzusehen. Ändert sich für den Berliner Politikapparat das Verhältnis zur Presse, wenn nur noch wenige Journalisten die Berichterstattung einer Fülle von Zeitungen dominieren? Werden die Abgeordneten aus dem Verbreitungsgebiet einer Regionalzeitung von solchen Zentralen überhaupt noch wahrgenommen? Können die regional unterschiedlichen Interessen der Leser bedient werden?

Die Verlage gehen ein hohes Risiko ein. Und die Politik schweigt. Als in den 1970er-Jahren im deutschen Zeitungsmarkt noch viel mehr Vielfalt herrschte, hat sich der Bundestag ausführlich mit dem grundgesetzlichen Auftrag der Vielfaltsicherung befasst. Heute herrscht teilnahmslose Zurückhaltung.

Horst Röper.
Horst Röper.

 

Horst Röper, 63, ist der führende Zeitungswissenschaftler in Deutschland und leitet das Formatt-Institut. Der Dortmunder Experte für Medienkonzentration hat den Beitrag aus aktuellem Anlass für Kontext verfasst.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

Demokrator, 22.04.2016 22:12
Jedem Ewiggestrigen seine Scheuklappen...

David, 22.04.2016 17:27
Seit es Kontext gibt unterstütze ich es gerne - da Medienpluralität ein hohes Gut ist und erhalten werden muss. Trotzdem habe ich manchmal den Eindruck, dass die Kontextverantwortlichen, im Gegensatz zur befreundeteten taz, etwas verbissenes, ja besserwisserisches haben. Ja es stimmt, das Mediensterben ist furchtbar. Und es stimmt auch, dass die Stuttgarter Zeitung/Nachrichten keine gute Entwicklung nehmen.

Trotzdem gibt es dort immer noch auch sehr gute Artikel und Beiträge, z.B. jüngst: "Interview Bürgersprechstunde (41): Die Verkäuferin auf dem Wasen „Dieser Sexismus macht mich wütend“" http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.buergersprechstunde-41-die-verkaeuferin-auf-dem-wasen-dieser-sexismus-macht-mich-wuetend.8938c5c7-91cd-4901-97fa-3d1f6f001a92.html. Das sollte auch mal anerkannt werden. Dazu bei Kontext aber Schweigen im Walde.

Was mich aber um so trauriger macht, ist dass die Leserkommentare ein Hort von Verschörungstheorien aller Art geworden sind. Nein, auch mir als als altem Linken kommt es nicht in den Sinn, Putin gut zu heißen. Ständige Verweise auf das Projekt Nachdenkenseiten sind vielleicht einer der Vorboten, was mit Kontext passieren könnte? Von einem kritischen, linken, Pluralität bejahenden Projekt hin zu einer weiteren Amerikafeindlichen, homophoben, fremdenfeindlichen und putinophilen Verschörungsplattform? Bitte, bitte nicht!

Nachdenkenseiten waren mal toll, gehörten heute aber zum üblichen Gehirnwäschespam von Querfrontfreunden, Pegida und vorallem Hasskommentaren. Nur Schwarz und Weiß, kaum Differenzierung, möge dieses Schicksal der Kontext-Wochenzeitung erspart bleiben!

Schwabe, 19.04.2016 12:30
Warum den Medien nicht zu trauen ist
Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Erosion der Demokratie, Interviews, Medienkonzentration Vermachtung der Medien, Medienkritik
In den Medien muss sich fast alles ändern. Darauf insistieren die NachDenkSeiten seit über zehn Jahren. Denn ihre Durchsetzung mit „Meinungsmache“ beschädigt die Demokratie. Inzwischen sind die Verwerfungen zwischen Medien und Mediennutzern gewaltig. Und so verwundert es nicht, dass eine Medienkritik entstanden ist, die grundsätzlicher Natur ist: „Sie akzeptiert das Selbstbild, das die „großen Medien“ von sich nach außen kommunizieren, nicht mehr. Die Rolle der Medien als „Hauptwirklichkeitsdeuter“ der Gesellschaft ist zerbrochen, ihr Welterklärungsmonopol ist in weiten Teilen aufgebrochen“, wie es im Telepolis-eBook „Medienkritik“ heißt. Auf der einen Seite setzen sich Mediennutzer mit der Berichterstattung teilweise im Detail auseinander, markieren die Schwachstellen und scheuen sich nicht, auf blinde Flecken und Manipulationen in der Berichterstattung hinzuweisen. Auf der anderen Seite erforschen Wissenschaftler wie etwa Uwe Krüger die „Meinungsmacht“ von Eliten-Netzwerken hinter den Kulissen unserer Medien und gehen der Frage nach, warum die veröffentlichte Meinung aktuell immer homogener wird. Jens Wernicke sprach mit ihm zum „Mainstream-Effekt“.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=31990#more-31990

kontratext, 18.04.2016 18:20
@ Gela: invino hat aber angefangen!

Gela, 18.04.2016 17:44
Mein letzter Kommentar zu diesem Thema: meine Kritik an den persönlichen Diffamierungen gilt natürlich auch denen, die sich provozieren lassen von Invinoveritas. Die Benennungen
"troll, profilneurotiker, schaumwein, der mäkelt, ans bein pinkelt, herumstänkert, nix wie schmäh postet und ein problem hat mit der meinungsfreiheit" sind auch nicht wirklich Argumente, die zur sachlichen Diskussion beitragen. Oder?

invinoveritas, 18.04.2016 13:36
der und die geneigte leser(in) möge doch mal auf sich wirken lassen, was gewisse beiträger sich so alles einfallen lassen für einen, der ihrem mainstream gelegentlich widerworte gibt (obwohl er das doch gar nicht darf in ihrer seltsamen welt):

troll, profilneurotiker, schaumwein, der mäkelt, ans bein pinkelt, herumstänkert, nix wie schmäh postet und ein problem hat mit der meinungsfreiheit.

und dieselben leute jubeln jedem zu, der ihnen das ammenmärchen von den gleichgeschalteten medien erzählt!

Barolo, 18.04.2016 10:36
Schön Gela, wenn Sie etwas beim Schaumwein erreichen wollen ;-)
Daß meine Frage nicht aus der Welt war und vor allem die Reaktion aus Moskau zeigt sich auf seriösen Seiten wie NDS
"Der russische Präsident Putin hat in seiner Fernsehveranstaltung einiges Richtiges zu den Panamapapers und der damit verbundenen Kampagne gesagt. Er hat etwas Falsches gesagt, was künftig immer wieder benutzt werden wird, um seine Glaubwürdigkeit infrage zu stellen: Er hat behauptet, die Süddeutsche Zeitung sei in den Händen von Goldman Sachs. Diese Behauptung war falsch und unnötig, um die Vermutung zu belegen, dass das Spiel mit den Panamapapers wesentlich aus den USA gesteuert ist. Letzteres hätte auch mit Hinweis auf die dahintersteckenden Organisationen belegt werden können, die entweder eng und finanziell mit US-amerikanischen Einrichtungen oder mit dem Milliardär Soros verbunden sind.
Der Sprecher Putins hat sich für den Kreml und den Präsidenten bei der Süddeutschen Zeitung entschuldigt. Ich zitiere Spiegel online: „Das ist wahrscheinlich unser Fehler, wahrscheinlich mein Fehler“, sagte Putins Sprecher Dmitrij Peskow. Es habe tatsächlich eine unbestätigte Information gegeben, die nicht noch einmal überprüft, sondern direkt an Präsident Wladimir Putin gegeben wurde. „Wir bitten den Verlag um Entschuldigung.“

Diese Entschuldigung ist ehrenwert und kommt in der Politik selten vor. Ob sie aber dabei hilft, Putin davor zu bewahren, immer wieder mit seiner falschen Behauptung konfrontiert zu werden, ist fraglich."

Danke an Albrecht Müller und einen schönen Wochenanfang

kontratext, 18.04.2016 09:37
Ich finde Pispers köstlich, verstehe aber auch, wenn Profilneurotiker ihn nicht goutieren und versuchen, ihm ans Bein zu pinkeln. Schade dass Pispers (vorläufig?) aufgehört hat.

Fritz Meyer, 18.04.2016 01:04
Hier hat wohl einer ein grundlegendes Problem mit der Meinungsfreiheit. Von seiner eigenen mal abgesehen.

Aber ein Jurist ist er eindeutig nicht, zumindest bis auf das Thoma-Zitat.

Gela, 17.04.2016 21:25
@Invinoverotas: Ich halte Sie eigentlich für intelligent und differenziert genug, um bezüglich Selbsterkenntnis zwischen Mundgeruch und Arroganz unterscheiden zu können; auch den Schritt von scharfer Sprache zur persönlichen Diffamierung müßten Sie eigentlich bemerken können. Ich finde es einfach schade, daß Sie Ihre Beiträge durch diese Überschreitungen oft selbst entwerten: " zu den unschönsten anblicken, die man so haben kann, ist der von menschen, die sich für kolossal kritisch halten, bei denen aber jedes kritische selberdenken ausfällt, sobald etwas in ihren kram zu passen scheint. " - Muß das sein?

invinoveritas, 17.04.2016 19:01
noch ganz unter dem eindruck der wuchtigen inhaltlichen beiträge von fritz ("achtung, troll!" und ein link zu youtube! - wahnsinn, dieser aufwand!) , habe ich mir letzteren angeschaut.

was volker pispers da über die deutsche medienlandschaft verzapft, ist zu großen teilen und im ganzen duktus blanke Diffamierung. so werden die ressentimentgeladenen vorurteile eines ebenso dankbaren wie wenig informierten publikums bedient.

einige beispiele:

1. nicht Angela Merkel, sagt pispers, habe macht in deutschland, sondern Friede Springer. eine realitätsferne absurdität.

2."Focus" sei "der 'Spiegel' für hirntote". köstlicher humor, kritische aufklärung vom feinsten.

3.pispers führt zehn wichtige verlegerfamilien zwischen nord- und bodensee an und suggeriert, es sei deren existenz und stellung schon per se ein missstand. unterschwellig soll da familie mit mafiösen strukturen assoziiert werden (dabei wird sonst und nicht zu unrecht das aussterben von familienunternehmen beklagt und deren verdrängung durch branchenfremde manager ohne bezug zu tradition usw.). eine grundlose skandalisierung.

4. der "tenor" in d e n deutschen medien sei immerzu derselbe, etwa beim eisenbahnerstreik der gdl. eine behauptung, die sich schon bei flüchtigster durchsicht von mehr als zwei medien als vorsätzliche unwahrheit herausstellen würde. oder: d i e deutschen medien spielen obdachlose gegen flüchtlinge aus. unzählige texte und sendungen taten schon in der zeit von pispers' auftritt und tun auch heute wieder das gegenteil. nicht zuletzt daher der "lügenpresse"-vorwurf von pegida.

pispers selbst ist der beweis: es gibt die hasserfüllte und ignorante methodik von pegida auch von links bzw. von dort, was pispers fälschlich als links ausgibt.

dass ein derart verzerrtes bild der medienlandschaft hierzulande die ansichten von zigtausend bundesbürgern über eben diese presse prägt, ist eine mittlere katastrophe für das gemeinwesen. siehe afd-wahlergebnisse und vieles mehr.

der mechanismus ist uralt: versuch der selbstentlastung und komplexitätsreduzierung durch erfolgreiche sündenbocksuche.

P.S.I. bitte mich jetzt nicht wieder aufklären zu wollen über die vielen versäumnisse, armseligkeiten, schandtaten und sonstigen fehler einschließlich struktureller defizite, denen man bei d e n medien begegnet. sie sind mir bekannt. ändern aber nichts daran, dass deren qualität und vielfalt sich immer noch sehen lassen kann.

P.S. II. @ gela: bitte zu meinen gunsten berücksichtigen zu wollen, dass arroganz, dummheit und mundgeruch vom betroffenen nicht bemerkt werden (können).

im übrigen möchte ich sowohl an sachlicher argumentation als auch an einer klaren, scharfen sprache festhalten. auch wenn Sie darin arrogantes niedermachen zu erkennen meinen.

Jörg Beyer, 17.04.2016 17:33
Bei all' dieser fabrizierten Hilflosigkeit, sollte man eine oder auch mehrere im Rhein-Main-Gebiet geschehene nicht vergessen. Erst im vergangenen Jahr hat die Mainzer Verlagsanstalt (Rhein-Main-Presse) das Darmstädter Echo geschluckt, vor Jahren ja schon in Gießen den dortigen Anzeiger und an der FAZ beteiligt ist sie auch - dass allerdings schon aus Adenauers Zeiten. Also jeder kann sich vorstellen, wie auch hier die Stimmung bei vielen Journalisten ist und welche Wege sie nun zwangsläufig gehen müssen, an die sie vordem nie gedacht hätten.

Fritz, 17.04.2016 15:33
Bitte nicht den Troll füttern! Wenn hier einer so offensichtlich nur gegen andere (und deren Meinungen) stänkern will, dann hat er auch sonst nichts beizutragen.

Gela, 17.04.2016 12:00
@ Invinoveritas: Sie haben inhaltlich ja recht -aber warum müssen Sie Ihre Meinung so arrogant äußern? Wissen Sie nicht, daß Sie damit Ablehnung provozieren anstatt jemanden zum Umdenken zu bringen? In letzter Zeit hatte ich sonst den Eindruck, daß Sie sachlicher argumentieren und dabei andere nicht mehr so niedermachen. Dann stimme ich Ihnen auch meist zu, weil Sie von der Sache her und nicht von einer Ideologie her diskutieren.

Fritz, 16.04.2016 12:04
Was man über die deutsche Medienlandschaft wissen sollte:

https://www.youtube.com/watch?v=X4PJwHCjh_g

Andere posten hier ja lieber Schmäh...

Barolo, 15.04.2016 17:55
Danke Herr Freudenreich für die klare Antwort. Im Gegensatz zu anderen Menschen ist für Sie eine Frage nicht gleich eine Verschwörung.
P.S. Der Ball war doch sehr flach von mir gehalten :-)

invinoveritas, 15.04.2016 13:36
zu den unschönsten anblicken, die man so haben kann, ist der von menschen, die sich für kolossal kritisch halten, bei denen aber jedes kritische selberdenken ausfällt, sobald etwas in ihren kram zu passen scheint.

barolo: "da höre ich heute, dass die sz und ihre holding den goldman sachs leuten gehört."

wenn eine der größten und wichtigsten deutschen tageszeitungen einem amerikanischen geldhaus gehörte, einer säule der finanzindustrie, mit ellenlangem sündenregister, dann wäre das hinlänglich bekannt und anlass zu ständiger, berechtigter, scharfer kritik.

davon war aber nie die rede.

bis putin kam. und barolo lauschte ergriffen. putin bringt ja bekanntlich ein beachtliches glaubwürdigkeitspotenzial mit, wie die welt u.a. anlässlich seiner nachträglichen beichten hinsichtlich seiner grünen männchen auf der krim lernen durfte.

als (vermeintlich) kritischer und informationswilliger zeitgenosse würde man bei putins behauptung a) stutzig werden und b) selber in windeseile recherchieren, wem die sz tatsächlich gehört: der letzten verbliebenen der fünf alten verlegerfamilien sowie - zu ca. achtzig prozent - der swmh, also jener aus einer reihe größerer und kleinerer südwestdeutscher verleger bestehenden holding, die auch die beiden stuttgarter blätter herausbringt.

goldman und sachs war lediglich im gespräch als geldgeber für dieter von holtzbrinck, als der sich vor acht jahren um die übernahme der sz-anteile bewarb, die dann aber an die swmh verkauft wurden. so jedenfalls die sz. dafür, dass an dieser plausiblen darstellung etwas nicht stimmt, gibt es keinerlei anhaltspunkt.

natürlich hindern so öde fakten gewisse leute nicht daran, die menschheit auch weiter mit ihren abstrusen theorien und verdächten zu bereichern - als wäre die schnöde wirklichkeit nicht schon finster genug.

aber viele brauchen sowas für ihr seelenheil. und können nie genug davon kriegen. gern landen sie dann da, wo ein anderer kontext-forist an anderer stelle schon gelandet ist - u.a. mit der behauptung, die meisten deutschen journalisten seien mit der atlantik-brücke verbandelt.

da weiß man nicht mehr, ob man lachen soll oder sich nicht doch besser die augen ausweinen.

Josef-Otto Freudenreich, 15.04.2016 12:34
Bisweilen lohnt es sich, den Ball flach zu halten. Eigentümerin der Süddeutschen Zeitung ist die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) zu 81,25 Prozent, die nichts mit dem US-Konzern Goldman Sachs zu tun hat. Dasselbe gilt für den Mitgesellschafter SV Friedmann Holding GmbH. Der Kreml hat sich inzwischen für die Falschbehauptung entschuldigt.

Barolo, 14.04.2016 22:04
Da höre ich heute, dass die SZ und ihre Holding den Goldman Sachs Leuten gehört. Stimmt das denn liebe Kontext? Würde ja einiges erklären mit der Panama Selektion.

CharlotteRath, 13.04.2016 16:42
Sehr geehrter Herr Röper,
was lässt Sie auf Hilfe aus der Politik hoffen?

Gemeinwohlorientierte Politiker und Politikerinnern könnten einer starken und pluralen ‚vierten Gewalt‘ vermutlich schon eine wichtige Rolle zuerkennen.
„Aber unter der demokratischen Oberflächenstruktur haben sich im Laufe der Jahrzehnte Formen der politischen Willensbildung und der politischen Herrschaft herausgebildet und verfestigt, die dem Geist einer lebendigen Demokratie krass zuwiderlaufen,“ meinte Wolfgang Koschnick jüngst (siehe http://www.nachdenkseiten.de/?p=32897)

Audiovisuelle Medien werden unter der Regie regierungsnaher Rundfunkräte mit der 'Haushaltsabgabe' gehätschelt. Die Presselandschaft wird von Springer und Bertelsmann dominiert, an oberster Spitze bestens vernetzt mit der Dame, welche die Richtlinien der deutschen Politik bestimmt und an der alle öffentlichen Skandale abperlen. Längst ist alles bestens bestellt für's 'Nudging' des Wahlvolkes.

Wer sich da noch als unabhängig - gar investigativ - verstehen möchte, sollte vielleicht eher auf seine Leserschaft setzen. Wie taz, Kontext, Krautreporter, viele Buchautoren ... Natürlich birgt dieses Vorgehen ein Risiko geschlossener Meinungszirkel. Natürlich lässt sich so keine große diskursive Öffentlichkeit herstellen. Doch immerhin bringt es einen bunten Strauß unterschiedlicher Ansichten und Formate hervor.

Und - sind denn etwa die Tageszeitungen nicht auch auf bestimmte Zielgruppen hin ausgerichtet? Könnte es gar sein, dass deren Auflagen zusammen mit der 'Mitte der Gesellschaft' schrumpfen?

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 312 / Das große Fressen / tauss, 24.03.2017 15:03
@HifppiE ... so darf man unterschiedlicher Meinung sein... Ich bleibe dabei: Eine völlig verantwortungslose Staatengemeinschaft, die über "Werte" faselt, sich allein über die Steigerung von Rüstungsausgaben definiert und die UN-...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Jupp, 24.03.2017 07:17
Mein Herz geht auf. Hier wird nicht nur über die Vergangenheit oder Gegenwart gschimpft. Nein, es wird tatsächlich über die Zukunft nachgedacht! Und ich bin vollkommen bei Frau Rath :-) Was soll ein Fussgängerstegle? Wir haben...

Ausgabe 312 / Afrika kommt / leo loewe, 24.03.2017 00:24
"Die künftige Entwicklung gestalten!" Wir sollten versuchen, die globale Entwicklung weiterhin aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass sich die Welt um uns herum rasch verändert und dass es dabei um so mehr auf...

Ausgabe 312 / Das große Fressen / HippiE, 23.03.2017 23:50
@tauss: Dieser gelungene Beitrag handelt nicht von Kompensation, sondern von haarsträubender Ungleichheit und niederschmetternder Selbstbezogenheit und Gleichgültigkeit. Er nervt daher nicht, sondern macht betroffen und fassungslos.

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Horst Ruch, 23.03.2017 22:12
....a propos "Stegle". Das ist es gerade was W.Backes angesprochen hat: Think big. Stirling hatte nicht umsonst die Planung für die Erschließung der Staatsgalerie und Musikhochschule auf einer höheren Ebene angeordnet, somit die (Teil)...

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Schwabe, 23.03.2017 17:35
Auch von mir vielen Dank an den Autor und an Kontext (E.M., 22.03.2017 01:27 hat das wunderbar formuliert). Dennoch, um das erfolgreich anzupacken bzw. umzusetzen was Fabian Scheidler so treffend wie beängstigend und unmissverständlich...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / CharlotteRath, 23.03.2017 14:51
Fußgängerstegle ... eine echt schwäbische Lösung. München hat sich einen Park gegönnt, um zwei voneinander getrennte Stadtteile über eine große Straße hinweg zusmmenzuführen: https://de.wikipedia.org/wiki/Petuelpark Mit...

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / Bruno Neidhart, 23.03.2017 09:51
Selbstverständlich bräuchte Stuttgart in dieser Kulturecke einen Fußgängersteg. Möglichst als breite Grünbrücke. Dies hat weder mit Sozialwohnungen, noch mit Kitas zu tun. Es ist eine andere, ebenso stadtbildende Ebene.

Ausgabe 312 / Afrika kommt / Dr. Diethelm Gscheidle, 23.03.2017 09:24
Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich ist es äußerst wichtig, Entwicklungshilfe zu betreiben - und das geht natürlich jeden Einzelnen von uns an. Als bekennender und praktizierender Katholik ist mir die Entwicklungshilfe...

Ausgabe 66 / Gnadenlose Bank / Gerald Wiegner, 22.03.2017 22:45
Das ist eine traurige, aber wahre Geschichte. Ich habe mit Herrn Nusser telefoniert und möchte noch folgende Ergänzung machen. Herr Nusser war ein langjähriges Genossenschaftsmitglied. Genossenschaften sind gesetzlich verpflichtet...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!