Reaktor Rostiges Rohr

Von Jürgen Lessat

Seit Ende September ist Block II des Kernkraftwerks Neckarwestheim wieder am Netz. Obwohl Korrosion still und leise an sensiblen Rohren des Druckwasserreaktors nagt. Ein Leck könnte zu einer Atomkatastrophe wie in Fukushima führen, warnt ein Nuklearexperte. Betreiber und Behörde widersprechen.

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Nett, charmant und wenig trittsicher

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Sie ist herzlich und freundlich, sie ist emsig, aber fremd geblieben in der Politik. Seit ihrem Blitzaufstieg 2016 schlingert Nicole Hoffmeister-Kraut als erste Wirtschaftsministerin des Landes durch viele der komplexen Aufgaben – mit fatalen Folgen. Nicht nur beim Megathema Wohnungsbau.

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Die Gutsherren legen die Axt an

Von Josef-Otto Freudenreich

Die Nebel im Stuttgarter Pressehaus lichten sich. Zumindest beim Sparprogramm. Geschlossen werden sollen die Redaktionen in Esslingen, Böblingen, Waiblingen und Göppingen. Der Einheitsbrei wird immer breiter.

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Gegen den alten Hass

Von Johanna Henkel-Waidhofer

60 Seiten umfasst der erste Bericht, den Michael Blume, der Antisemitismus-Beauftragte der Landesregierung, zur Entwicklung und zur Lage in Baden-Württemberg vorgelegt hat. Auf der Hälfte der Seiten: Handlungsempfehlungen. Viele davon befassen sich, schon vor dem Anschlag in Halle, mit Fragen der Sicherheit.

Den Krieg als Krieg zu bezeichnen, ist verboten

Von Filiz Koçali

Wer sich in der Türkei kritisch über den Angriff auf die KurdInnen in Nordsyrien äußert, muss mit Strafverfolgung rechnen – und sei es nur, dass man die Invasion "Besatzung" nennt. Doch zu schweigen, meint unsere Kolumnistin im Exil, ist das eigentliche Verbrechen. Kontext bu mektupları Türkçe ve Almanca yayınlıyor.

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Verlässlich in die Selbstzerstörung

Von Jörg Scheller

Nach dem Terror von Halle wird wieder verstärkt über "toxische Maskulinität" diskutiert. Doch der Begriff ist wenig hilfreich, um Rechtsextremisten zu charakterisieren, meint unser Autor.

Der entfremdete Körper

Von Fabian Scheidler

Der Körper dressiert, der Blick verbissen auf Sieg fokussiert, die Emotion der eigenen Körperlichkeit, die Individualität – ausgemerzt. Der turnende Mensch passt perfekt in die heutige Gesellschaft. Revolution? Ist mit ihm nicht zu machen. Gedanken zum Ende der Leichtathletik-WM in Doha und der Turnweltmeisterschaft in Stuttgart.

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Endspiel um den Amazonas

Von Sandra Weiss

Medienberichte und Empörung haben abgenommen, aber Amazonien brennt noch immer. Die Feuer angefacht hat vor allem Brasiliens ultrarechter Präsident Bolsonaro, der auf sein Recht zur Zerstörung pocht. Doch tatsächlich ist er nur ein schriller Handlanger wirtschaftlicher und militärischer Interessen.

Quatsch und Tollerei

Von Minh Schredle

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn schlägt eine "autofreie Innenstadt" mit haufenweise Ausnahmen vor. Die CDU fürchtet das Ende einer Wohlstandsregion und schwafelt was von einem "Feldzug". Geht's nicht eine Nummer kleiner?

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Die Morgenröte fand nicht statt

Von Dietrich Heißenbüttel

Sechs vielversprechende junge Künstler probten vor 100 Jahren in Stuttgart den Aufstand. Sie wollten Paul Klee an die Akademie holen. Ihr weiterer Werdegang reflektiert wie ein Kaleidoskop die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts.

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"Wir wissen nicht, wohin"

Von Peter Nowak

Nach über 20 Jahren in Baden-Württemberg werden zwei Schwestern in ein fremdes Land abgeschoben. Die regierenden Grünen knirschen mit den Zähnen, wollen aber keine Krise mit dem Koalitionspartner riskieren. Am 26. Oktober geht ein Bündnis gegen solche Abschiebepraktiken auf die Straße.

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Sauberer Klassenkampf

Von Rupert Koppold

In Bong Joon-hos virtuosem Film "Parasite" schleicht sich die arme Familie Kim in die Villa der reichen Familie Park ein. Das ist spannend, das ist komisch, das ist auch mal brutal. Und aufklärerisch ist es außerdem – gerade so als hätte Brecht an dem brillanten Drehbuch mitgeschrieben.

Die Kastanie bleibt in der Tasche

Von Josef-Otto Freudenreich und Oliver Stenzel Fotos: Julian Rettig

Kein grünes Gesicht unter den Gästen, kein rotes, schwarz sowieso nicht – als hätten sie Angst davor, angesteckt zu werden. Von den Stuttgart-21-Gegnern, die so Vieles in Unordnung gebracht haben, unter anderem die Rituale der Parteien. Im Stuttgarter Theaterhaus haben sie das Zehnjährige ihrer Montagsdemos gefeiert, ganz unverkniffen und mit all denen, die aus dem Protest eine höchst respektable Bewegung gemacht haben.

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