KONTEXT Extra:
Fahrverbote beschlossen – Nordost-Ring vom Tisch

Wie ein Gespenst geisterte seit Wochen ein vor fast 40 Jahren beerdigtes Verkehrsprojekt durch die Debatte um Feinstaubalarmtage und Fahrverbote in der Landeshauptstadt: der Nordost-Ring. Jetzt hat Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) allen Spekulationen eine Absage erteilt. Auch deswegen, weil die Baumaßnahme entgegen den Behauptungen von Teilen der CDU keineswegs bereits im Bundesverkehrswegeplan steht. "Dort geht es um neun Kilometer der B 29", so Hermann nach dem heutigen Kabinettsbeschluss zu Fahrverboten ab 1.1.2018 an Feinstaubtagen, den schlussendlich auch die CDU-Landtagsfraktion mittrug.

Prompt gab es Lob von Umwelt- und Naturschützern. Hermann habe erkannt, so die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, "wenn nicht zeitnah effiziente Maßnahmen greifen, so werden die Gerichte die Entscheidungen zum Schutze der Bürger*innen treffen und die Politik das Heft aus der Hand geben müssen". Die Stuttgarter CDU ist noch nicht ganz so weit. Für den Kreisvorsitzenden Stefan Kaufmann sind Fahrverbote weiterhin "politisch klar abzulehnen". Und er träumt von Nordost-Ring: Jetzt gelte es "endlich neue Verkehrsprojekte wie den Nord-Ost-Ring auf den Weg zu bringen". Hermann machte dagegen deutlich, dass das nach dem eben erst in Kraft gesetzten Bundesverkehrswegeplan gar nicht möglich ist. 

In den Sechzigern und Siebzigern waren zwei Varianten durchdacht worden: eine größere mit einem Autobahnzubringer bei Mundelsheim und eine kleinere etwa auf der Gemarkungsgrenze zwischen Waiblingen und Fellbach. Schon damals vertraten Verkehrswissenschaftler allerdings die Ansicht, dass ein Ringschluss rund um Stuttgaart weniger die Stadt, sondern die Autobahnen im Westen und Süden entlasten würde.


Korntal: Opfervertreter verlangen mehr Engagement der Landeskirche

Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der evangelischen Brüdergemeinde Korntal ist unterbrochen. Die Opfervertreter verlangen einstimmig, dass sich Frank Otfried July endlich entscheidend einbringt. "Wir werden nicht mehr mit den Brüdern sprechen", so Netzwerk-Sprecher Detlev Zander. Jetzt müsse "der Oberhirte, also der Bischof, ran". Im Betroffenen-Netzwerk organisiert, werfen mehr als 300 ehemalige Heimkinder der Brüdergemeinde vor, in den 1950er- bis 1980er-Jahren in deren zwei Einrichtungen sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt worden zu sein.

Dass mehr Engagement von July gefordert wird, ist nicht neu. Im Sommer 2016 hatte einer der Betroffenen in einem langen Schreiben an den Landesbischof appelliert: "Die Kir¬che ist mit in der Verantwortung und wenn Sie als Oberhirte weiter schweigen, machen Sie sich persönlich schuldig. Die Heimopfer warten auf ein klärendes Wort von Ihnen." Denn die Korntaler Fürsorge habe "einen menschlichen Scherbenhaufen hinterlassen". (20.02.2017)


NSU-Ausschuss will weitere Akten

Der zweite parlamentarische Untersuchungsausschuss zum "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) geht auf die Suche nach zusätzlichen Akten, um dessen Verbindungen nach Baden-Württemberg besser auszuleuchten. Die Abgeordneten meinen, beim Generalbundesanwalt und/oder im Bundesamt für Verfassungsschutz fündig werden zu können. Beauftragt ist Bernd von Heintschel-Heinegg. Der Rechtswissenschaftler war schon für den ersten Ausschuss des Landtags und als Sonderermittler auch für den Bundestag tätig.

Zurückgestellt wurde in diesem Zusammenhang die Ladung von Mike Markus Friedel. Vor allem der NSU-Experte Hajo Funke hatte immer wieder darauf gedrängt, dass der gebürtige Sachse gehört wird. Dessen Name stand auf der sogenannten Garagenliste, die 1998 in Jena sichergestellt, aber erst mit großer zeitlicher Verzögerung detailliert ausgewertet wurde. Vor fast zwanzig Jahren zog er nach Heilbronn. "Markus Friedel war mit 'Erbse' (V-Mann), Torsten Ogertschnig, zusammen im Ländle im Gefängnis", schreibt Funke. Und von Friedel habe "Erbse" seine Kenntnisse über den NSU und Mundlos.

Bei einer Veranstaltung der "Anstifter" im Stuttgarter Kunstverein hat Rainer Nübel, der im ersten Ausschuss als Sachverständiger aufgetreten war, erneut von den Abgeordneten verlangt, sich ernsthafter mit der Anwesenheit ausländischer Geheimdienste am 25. April 2007 in Heilbronn zu befassen. An diesem Tag waren die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet und ihr Kollege Martin Arnold schwer verletzt worden. Der zweite Ausschuss hat bereits mehrere Zeugen vernommen. Jetzt ist ein Bericht beim Bundesnachrichtendienst angefordert.

Die nächste Ausschusssitzung beginnt am Freitag, den 24. Februar, um 9.30 Uhr im Landtag. Zwei Kriminalbeamtinnen sollen Auskünfte über die rechte Szene geben und die Verbindungen des NSU in den Südwesten. Geladen sind außerdem drei Zeuginnen, die Kontakt zu Beate Zschäpe gehabt haben sollen.

Auch die weiteren Sitzungstermine bis zur parlamentarischen Sommerpause sind festgelegt: 20. März, 28. April, 15. Mai, 19. Juni und der 17. Juli 2017.

Mehr zum Thema: "Geheimdienste im Fokus", "Eh-wurscht-Akten" 


WKZ liest mit

Anfang Januar hatte der Waiblinger Lokalhistoriker und Anstifter Ebbe Koegel sich darüber beschwert, dass das Land dem Firmengründer Andreas Stihl eine Kunstmedaille gewidmet hat. "Andreas Stihl war ein überzeugter Nazi, NSDAP-Mitglied seit 1933, seit 1935 SS-Mitglied mit dem Rang eines Hauptsturmführers (seit 1939)", schrieb er an Finanzministerin Edith Sitzmann. Die Waiblinger Kreiszeitung (WKZ) schwieg dazu - bis Kontext den Fall am 25. Januar aufgriff. Nun erschien am 11. Februar ein zweiseitiges Extra mit ausdrücklichem Bezug auf den Kontext-Artikel. Der Redakteur Peter Schwarz zitiert darin aus der 100-seitigen Entnazifizierungsakte. Die beiden Kinder Stihls, der langjährige IHK-Präsident Hans Peter Stihl und seine Schwester Eva Mayr-Stihl wurden befragt. Die Recherche ergibt, wie die WKZ selbst schreibt, ein "außerordentlich schillerndes Bild."

Der Redakteur zitiert mehrere Fremdarbeiter - den Begriff Zwangsarbeiter meidet er - die sich im Verfahren positiv über Stihl geäußert haben. Ein Slowake berichtet, Stihl habe einem Freund geholfen zu fliehen, der sich den Partisanen anschließen wollte. Ein Jugoslawe meinte, der Patriarch habe sich "mit großer Empörung geäußert über die Gemeinheit und den Terror des dritten Reiches", ein Holländer, er habe "gelitten, als er sehen musste, wie schmutzig dieses System war, und konnte doch nicht mehr von demselben weg." Der Betriebsrat sagte dagegen aus, Stihl sei "100 Prozent Nationalsozialist" gewesen, habe "mehrere seiner Lehrlinge zum Eintritt in die SS" bewogen und Regimekritiker als "Eiterbeulen" bezeichnet, denen er "in die Fresse" schlagen wolle. (16.2.2017)


Wüstenjubiläum: Fünf Jahre Parkräumung

Vor genau fünf Jahren, am 14. Februar 2012, räumten rund 2500 Polizeibeamte das Protestcamp der Stuttgart-21-Gegner im Mittleren Schlossgarten. Drei Tage später waren rund 180 teils bis zu 300 Jahre alte Bäume gefällt oder (ein kleiner Teil der jüngeren) verpflanzt, und einer der ehemals schönsten innerstädtischen Parks Deutschlands hatte sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Zum fünften Jahrestag der Parkräumung wollen die Parkschützer am heutigen Dienstag daran erinnern, mit einer Versammlung und Kundgebung an der Lusthausruine im Mittleren Schlossgarten um 17 Uhr. Es soll Reden, Musik und Gedichte geben, anschließend einen Demozug durch die Königstraße.

Kontext hat damals mit einer Reportage von der Parkräumung berichtet – und danach immer wieder von der erstaunlich langen Untätigkeit oder auch von Baufortschritt vorgaukelnden Alibi-Arbeiten. (14.2.2017)


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Ausgabe 233
Medien

Asoziale Netzwerke

Von Jürgen Lessat
Datum: 16.09.2015
Hass und Hetze haben im Internet Hochkonjunktur: Auf einschlägigen Portalen und in sozialen Netzwerken häufen sich Beleidigungen und Drohungen gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer. Widerspruch wird zur Bürgerpflicht.

Nicht nur Prominente wie den Schauspieler Til Schweiger oder SPD-Chef Sigmar Gabriel kann es treffen. Jeder, der sich in diesen Zeiten gegen Hassparolen, Nazipropaganda oder schlicht dummes Zeug stellt, kann Opfer eines  Shitstorms im Netz werden. So wie Jörg Rupp, der sich in Karlsruhe gegen einen der letzten verbliebenen "Pegida"-Ableger im Lande engagiert. "Wir stehen alle vierzehn Tage auf der Straße, um Flagge gegen rechts zu zeigen", sagt der Schulungsleiter, der zu Jahresbeginn das Netzwerk "Nokargida" mitgegründet hat.  

Die Anonymität im Internet senkt die Hemmschwelle. Foto: Pixabay
Die Anonymität im Internet senkt die Hemmschwelle. Foto: Pixabay

Sein öffentliches Engagement für Toleranz, Vielfalt und eine offene Willkommenskultur in Karlsruhe,  sein Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit, wie sie die "besorgten Bürger" praktizieren (die inzwischen deutlich dezimiert als "Widerstand Karlsruhe" firmieren), wurde ihm schnell übelgenommen. "Ich werde bedroht, beleidigt, beschimpft", sagt Rupp, der in seinem Wohnort Malsch für die Grünen im Gemeinderat sitzt und kürzlich seinen Rückzug aus dem Landesvorstand angekündigt hat. Wegen der grünen Flüchtlingspolitik. Er spricht von Facebook, der zum "asozialen" Netzwerk mutierten Plattform. 

"Es ist unglaublich, was die Leute da einem an den Kopf werfen. Der Hass ist erschreckend", wundert sich Rupp immer wieder aufs Neue.  Nicht selten erfüllen Wortwahl und Inhalt der Hetzpostings einen oder mehrere Straftatbestände, für die das bürgerliche Strafgesetzbuch ein- bis mehrjährige Haft oder hohe Geldstrafen vorsieht: üble Nachrede, Nötigung, Bedrohung, Volksverhetzung. Dabei ist es kein Trost, dass Rupp nicht alleine im Fokus rechter Hassprediger steht. 

Das LKA sammelt so viele Hinweise wie noch nie  

Seit Syrer, Iraker und Afghanen vor dschihadistischen Terrormilizen, fanatischen Selbstmordattentätern und Assads Fassbomben nach Europa und Deutschland fliehen, haben Hass und Hetze im virtuellen Raum Hochkonjunktur. Nicht nur polizeibekannte Neonazis machen im deutschsprachigen Internet mobil gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer. "Vom Schüler bis zum unbescholtenen Bürger konnten wir alles als Tatverdächtige oder als Urheber ermitteln", sagt Hans Matheis, Abteilungsleiter Staatsschutz im baden-württembergischen Landeskriminalamt (LKA). 

Über das anonyme Hinweissystem der Behörde liefen in den vergangenen Wochen so viele Hinweise auf rechtsextremistische Inhalte im Netz ein wie noch nie. "Allein im August hatten wir 1700 Hinweise", sagt der Beamte. In den ersten Septembertagen wurden den Stuttgarter Ermittlern weitere 350 Mal Internetseiten gemeldet, auf denen rechtes Gedankengut verbreitet wird. Oftmals dienen Screenshots und Bilddateien der verdächtigen Seiten als Beweis. "Sehr häufig geht es um volksverhetzende oder antisemitische Äußerungen", so Matheis.

Doch das ist nur die Spitze eines Eisbergs. Das LKA-Portal für anonyme Kontaktaufnahme in Sachen Rechtsextremismus, Ende 2012 in Betrieb genommen und bis dato bundesweit einmalig, ist ein Weg, über den Mitbürger die Behörden über potenziell strafbare Inhalte im Netz in Kenntnis setzen. "Viele Bürger melden sich auch über die Internetwachen", erläutert Matheis. Doch nicht in allen Internetwachen kann auch online Strafanzeige gegen Volksverhetzer oder Bedroher gestellt werden. In manchen Bundesländern müssen Anzeigeerstatter weiterhin persönlich auf einer Polizeidienststelle erscheinen, wo Polizisten die Angaben und Hinweise aufnehmen. Dies ist der klassische Weg, um Strafermittlungen anzustoßen. 

Rechte Hetze auf der Facebookseite von "Widerstand Karlsruhe". Screenshot
Rechte Hetze auf der Facebookseite von "Widerstand Karlsruhe". Screenshot

Das Stuttgarter Landeskriminalamt surft nicht selbst durchs Netz, um fragwürdige Inhalte zu finden. Die personellen Ressourcen erlauben die lückenlose Überwachung sozialer Netzwerk-Kommunikation schlicht nicht. "Wir beobachten beispielsweise gezielt einzelne Chats und Websites, etwa im Vorfeld von einschlägigen Veranstaltungen", betont Matheis. Denn schon so droht die jüngste Flut an Hinweisen und Anzeigen die Stuttgarter Staatsschützer zu überrollen. Organisatorisch versucht die Behörde bereits umzusteuern. Die Bevölkerung soll künftig Hinweise auf strafbare Netzinhalte möglichst persönlich bei einer Polizeidienststelle geben oder auf der Internetdienstwache, so die Aufforderung auf der Seite des LKA-Hinweissystems. Das Portal soll der Meldung schwerer rechtsextremer Straftaten oder Hinweisen auf extremistische oder terroristische Vereinigungen vorbehalten bleiben. "Der Bürger kann und sollte sich außerdem auch direkt an den Betreiber des sozialen Netzwerks wenden", fordert der Staatsschützer auf, direkt beispielsweise bei Facebook das Löschen strafbarer Inhalte zu fordern. 

Der Grüne Rupp sucht gezielt nach rechtsextremistischen Inhalten 

Inzwischen gibt es einige Bürger, die selbst gezielt nach rechtsextremistischen Inhalten im Netz fahnden, so die Erfahrung der Ermittler. Zu ihnen gehören auch Jörg Rupp und seine Mitstreiter von "Nokargida". "Ich habe mehrere Seiten gebookmarkt und lese regelmäßig, was verbreitet wird", erzählt Rupp. Die Lektüre sei unverzichtbar, um Gegenöffentlichkeit zu schaffen: Rupp kontert fremdenfeindliche Postings häufig mit eigenen Kommentaren. Doch das reicht nicht immer. Nachdem jüngst auf der Facebook-Seite von "Widerstand Karlsruhe" mehrere Kommentatoren gegen Flüchtlinge hetzten, erstattete Rupp auch Strafanzeige wegen Volksverhetzung.

"Es gilt die menschenverachtenden Aspekte im Netz zu bekämpfen", sagt auch Julia Schramm von der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung, die eine viel beachtete Broschüre zu Hate Speech und Debattenkultur veröffentlicht hat. Auch weil die fremdenfeindliche Hetze im Extremfall dazu führe, dass Flüchtlinge angegriffen und Flüchtlingsunterkünfte angezündet werden, sagt die Journalistin. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, auf Hass und Hetze in sozialen Medien zu reagieren. "Jeder kann widersprechen, klarstellen oder eine abstruse Meinung auch ironisch kommentieren", rät Schramm. Und: "Wer sich gegen rechte Propaganda stellt, sollte nicht alleine bleiben, sondern sich immer mit Gleichgesinnten vernetzen", empfiehlt sie.

Der Kampf gegen die dunklen Seiten im Netz ist aufreibend, erscheint oftmals aussichtslos, das weiß auch Julia Schramm. "Die Dynamik im Netz ist extrem hoch, innerhalb kürzester Zeit lassen sich Hypes erzeugen, was gerade Neonazis und Rechte nutzen, um Stimmung zu machen", sagt sie. Mitunter auch besonders verwerfliche Art: Immer wieder werden manipulierte Zeitungsmeldungen oder Bildinhalte weiterverbreitet, um einzelne Personen oder ganze Gruppen zu verunglimpfen. 

Mit haarsträubenden Geschichten wird Hetze betrieben 

Mitunter werden auch haarsträubende Geschichten erfunden, die über einschlägige Seiten und Portale weiterverlinkt und nur schwer als Hetze richtigzustellen sind. So geistert seit Monaten ein Facebook-Post durchs Netz, wonach drei Asylbewerber in Donaueschingen eine junges Mädchen vergewaltigt und ihr ein Ohr abgeschnitten haben sollen. Die Polizei habe dem Opfer nahegelegt, die Öffentlichkeit nicht über die Taten zu informieren, so die Statusmeldung. 

Alles erfunden. Screenshot: Mimikama
Alles erfunden. Screenshot: Mimikama

Mitte Juli ging der "Südkurier" der haarsträubenden Geschichte nach: "An diesem Gerücht, dass es eine Vergewaltigung gab, ist überhaupt nichts dran. Es gibt keinen polizeilich registrierten Fall zu vermelden", bestätigte der Donaueschinger Revierleiter Jörg Rommelfanger der Zeitung. Dennoch verbreitete sich der Facebook-Beitrag ungehemmt weiter. Am 10. September warnte auch die österreichische Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch, "mimikama.at", vor dem Post. "Wir haben mit der Polizei in Donaueschingen Kontakt aufgenommen. Diese kannte bereits erwähnten Statusbeitrag. Und es handelt sich hierbei um eine Falschmeldung", so "mimikama.at". 

Am Folgetag nahm der Fall eine unerwartete Wendung: Die Polizei ermittelte eine 31-jährige Frau aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, die die Falschmeldung erfunden und verbreitet haben soll. Weil der "unwahre Inhalt dieses Postings geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören [...] und bewusst publizierte Falschmeldungen strafrechtlich relevant sind", muss sich die junge Frau wegen Volksverhetzung verantworten, teilte das zuständige Polizeipräsidium in Tuttlingen mit. 

Laut Polizei ist der volksverhetzende Post aus dem Schwarzwald kein Einzelfall: Seit in Donaueschingen und Villingen Flüchtlinge in Notunterkünften oder bedarfsorientierten Erstaufnahmestellen untergebracht wurden, veröffentlichen Nutzer in den sozialen Netzwerken immer wieder Falschmeldungen oder auch wahrgenommene Gerüchte über gewalttätige Asylsuchende. Was vor Ort offenbar die gewünschte Wirkung erzielt: "Diese Postings haben in den letzten Wochen bei der Bevölkerung für Verunsicherung, Angst und Ablehnung gegenüber Asylsuchenden gesorgt", konstatiert die Polizei.

Hemmschwelle gesunken, Zeitgeist nach rechts gerückt

"Die vermeintliche Anonymität des Internets verführt dazu, fremdenfeindliche Kommentare zu posten", meint Julia Schramm. Manchmal machten sich die Hetzer nicht einmal mehr die Mühe, ihre Identität zu verschleiern, und verunglimpfen unter vollem Klarnamen. "Die Hemmschwelle ist gesunken, der Zeitgeist nach rechts gerückt. Manche Mitmenschen fühlen sich nicht mehr an eine zivilisatorische Debattenkultur gebunden", klagt Schramm. Die Schuld an sprachlichen Gewaltexzessen könne man aber nicht dem Internet geben. "Das liegt an der Gesellschaft selbst", glaubt Schramm. 

"Alles was online läuft, bedarf der Moderation", sieht Rupp als Lösung, Hass und Hetze aus dem Netz zu verbannen. Aus seiner Sicht müsste Facebook konsequenter durchgreifen und bei deutschen Profilen in Sachen Rede- und Meinungsfreiheit einen anderen Maßstab als im Mutterland des Konzerns anwenden. "Wer eine Internet-Seite betreibt, muss dafür sorgen, dass sich auf ihr nicht der Mob unbehelligt austoben kann", verlangt er, dass der Konzern strafbare Inhalte auf Facebook-Seiten selbst löscht. Schließlich dürfte auch in der realen Welt nicht ungestraft ständig gepöbelt und gedroht werden. Ein Arbeitskreis zum Umgang mit Hassbotschaften im Netz, wie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ihn am vergangenen Montag mit Facebook-Manager Richard Allen vereinbarte, reicht Jörg Rupp nicht.

 

Info:

Mit der Broschüre "Geh sterben! – Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet" widmet sich die Amadeu-Antonio-Stiftung dem Thema Hass und Hetze im Internet und gibt Handlungsempfehlungen für den Umgang damit. Die Broschüre ist als kostenloser Download verfügbar.


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Kommentare

schleswig-holsteinerin, 21.11.2015 13:02
vielen dank für die kostenlose downloadmöglich keit der broschüre " geh sterben ". sie war mir bis dato unbekannt und ist wahrlich wertvoll im kampf gegen hate speech. bedankt!

Ernst Hallmackeneder, 22.09.2015 16:41
Werter Herr Dr. Gscheidle,

lobpreiset den HERRn, Halleluja. Entbiete Ihnen ein fröhliches Grüß Gott und bedanke mich für Ihr Vertrauen, Sie bei der Bekämpfung dieses diabolischen Fratzenbuches zu unterstützen. Leider muß ich ihnen zu meiner Schande gestehen, daß ich kein Fratzenbuch besitze. In meinem Haushalt habe ich nur die Bibel (täglich gelesen), das "Kapital" (ungelesen) sowie auf meinem Nachtkastel zur gelegentlichen Bettlektüre das Trauerspiel "Goethe in Halberstadt" von Lothar Frohwein.
Habe mich daher vor ein paar Tagen in eine Buchhandlung begeben um dieses schreckliche Fratzenbuch (es scheint sich ja um so eine Art Loseblattsammlung mit häufigen Ergänzungslieferungen zu handeln) käuflich zu erwerben. Die unfreundliche Verkäuferin meinte, dieses Buch gebe es nicht; auf meinen wiederholten Einwand, daß dieses schon millionenfach verkauft sein müsste, bestand sie auf ihrer Meinung und warf mich schließlich unter gotteslästerlichen Flüchen aus dem Laden raus, eine Frechheit. War ganz offensichtlich so 'ne männerhassende Feministin, Damenbärtchen, Herrenkurzhaarschnitt, Hornbrille mit schwarzem Rand, leichter Schwefel-Odeur; habe mich echt voll krass diskriminiert gefühlt. Habe diesen Vorfall natürlich gleich bei den Grünen gemeldet, bestimmt kann unser ehrwürdiger Ministerpräsident Kretschmann, strenger Katholik, redlich, in gutbürgerlicher Ehe mit seiner Gerlinde verheiratet, überzeugter Marktwirtschaftler, solche Diskrimierungen redlicher, staatstragender Bürger auch nicht leiden. Bin aber gerne bereit, solch ein Fratzenbuch - vielleicht von einem Kontext-Leser - auch gebraucht zu kaufen.

Selbstverständlich ist es Christenpflicht, Ausländer und vor allem ausländisches Personal liebevoll und korrekt zu behandeln. So handhabe ich das auch bei meiner Haushälterin, einer älteren, ganz famosen kosovarischen Dame muselmanischen Bekenntnisses (was mir gar nichts ausmacht, auch wenn natürlich der katholische Glaube der einzig wahre ist, obschon ich schon seit geraumer Zeit auch redliche Pietisten, Evangelikale und Kreationisten, denen klar ist, daß der HERR unsere schöne Erdenscheibe vor 8000 Jahren erschaffen hat, sehr schätze). So gestehe ich ihr einen 8-Stunden-Tag zu, den sie mit frauenangemessenen Arbeiten verbringt (Putzen, Waschen, Kochen, Spülen, Nähen, Stricken, Socken-Stopfen, Müll runter bringen, Kehrwoche), die restlichen 16 Stunden hat sie Rufbereitschaft, die sie in ihrem gemütlichen Zimmer (mit heimeliger 20er-Birnen-Beleuchtung, den Strom bezahle ich) im Ke, ähm Untergeschoß verbringt, selbstverständlich ist nach vorheriger Absprache auch ein gelegentlicher Moscheebesuch möglich. Und natürlich gestehe ich ihr zum Tässchen Zichorienkaffee (ich selbst trinke guten Bohnenkaffee) morgens und nachmittags eine Zigarette aus meinem Overstolz-Bestand zu. Da ich großen Wert auf korrekte und einwandfreie Bekleidung lege (trage selbst morgens zum Frühstück einen bayerischen Trachtenanzug mit Gamsbart-Hut), war sie mit meinem Vorschlag sofort einverstanden, als Dienstkleidung stets eine Schwarzwaldmädel-Tracht mit Bollenhut zu tragen, wie schön. Auf der Arbeit (auch ich kontrolliere Fahrkarten und schaue nach Falschparkern, die Strafgelder kassiere ich gleich in bar ein) trage ich eine vor vielen Jahren von einem Trödler erstandene, gut erhaltene preußische Hauptmannsuniform, die einem gehörig Respekt verschafft; inbesondere bei Übeltätern, die im linken Spektrum zu verorten sind, die schlagen richtig die Hacken zusammen. Ja, Kleider machen Leute.
Sie sehen, es ist nicht schwer ein guter und redlicher Mensch zu sein.

Mit redlichen Grüßen
Ihr Ernst Hallmackeneder

irritiert, 22.09.2015 12:59
Seher verehrter Dr.Diethlem Gscheidle

Vielen Dank für Ihre Kommentare, ich finde sie wirklich sehr erhellend und zutreffend!
Die angemessene Verwendung unserer wunderbaren Muttersprache in Ihren Einlassungen stellt ein Labsal für jede, vom übermäßigen Gebrauch schrecklicher Anglizismen, geschunden deutschen Seele dar.
Außerdem habe ich schon sehr lange nicht mehr so viel gelacht!
Bitte! Wir brauchen mehr von Ihren Einsichten!

Grüße

Dr. Diethelm Gscheidle, 21.09.2015 15:12
Sehr geehrte/r/s Herr/Frau/Fräulein Lederer,

16 Stunden Arbeit sind doch ein wenig viel, dann schließlich soll der Mensch doch noch ein wenig Zeit haben: für Gebete, Gottesdienstbesuche und regelmäßige Besuche auf dem örtlichen Polizeirevier, um Straftaten und unredliches Verhalten anzuzeigen (z.B. Falschparken, Rasen betreten im Park, Altglastonnen-Zuspätbefüllung). In meinem redlichen verkehrswissenschaftlichen Forschungsinstitut haben meine ziemlich faulen wissenschaftlichen Angestellten daher lediglich von 06:00 bis 20:00 Uhr zu arbeiten, wobei ich letzteres selbstverständlich durch Telefonanrufe aus meinem Fernsehsessel um 19:55 Uhr überprüfe. Und die faule Sekretärin, sowie die stinkfaule Putzfrau dürfen sogar bereits dann gehen, wenn ich selbst das Institut verlasse, wobei die Putzfrau selbstverständlich am Wochenende meine Villa und meinen Porsche zu reinigen hat.

Kinderarbeit möchte ich in Deutschland dagegen nicht haben - unsere stinkfaule und verkommene Jugend soll sich allerdings auf den Hosenboden setzen und gefälligst für die Schule und das spätere Leben lernen - ich habe keine Lust, wegen deren Faulheit später von meinen Steuern deren sowieso viel zu großzügig bemessenes Hartz-IV zu finanzieren, weil die Bengel und Gören von heute nur amoklaufverursachende Schieß-Spiele, gehirnbrandverursachende Handtelefone, scheußliche Krachmusik, ekelerregenden Sechs und kriminelles Haschgift im Kopf haben! Viel lieber gebe ich als mitfühlender und christlicher Mensch mit meinem Geld fleißigen, indonesischen Kindern eine Schanze, indem ich es in dortige Firmen investiere, welche die armen Kinder in Lohn und Brot bringen, indem sie ihnen Arbeit beim Nähen von Kleidern oder beim Schnitzen von redlichen, heiligen Rosenkränzen geben- so leiste ich sogar privat noch Entwicklungshilfe! Wie ich schon in meinem ersten Beitrag betonte: Ich bin ein äußerst toleranter Mensch und habe überhaupt nichts gegen Ausländer (solange sie redlich sind).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(bekennender und praktizierender Katholik, Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

T.Lederer, 19.09.2015 19:13
Sie sind leicht zu erkennen, die nationalistischen, rasistischen beiträge in den sozialen Medien. Es ist gut die Menschen aufzufordern , Hetzbeiträge zu melden. Die organisierten Hintermänner/Frauen gehen über zu subtileren Methoden.
Die Zeitschrift (mit Internet Auftritt ) 'Compact' zum Beispiel kommt auf den ersten Blick als ganz der Bürgerlichen Mitte zugehöriges Medium rüber. Sie benutzen dazu Türöffner oder Brückenbauer die bei dem Thema Flüchtlinge erst mal über ihr Mitgefühl und Verständnis für die flüchtenden Menschen schwadronieren, um am Ende zu dem Schluss kommen, das Boot ist voll.
Recherchiert man dann mal den Hintergrund über diese Zeitschrift und die ideologische Herkunft der Schreiberlinge, kommt man rasch zu der Erkenntnis , dass es sich dabei um rechtsradikale Kräfte handelt.
Der Herausgeber dieser Zeitschrift ist mitorganisator und Werber für die Pegida Bewegung.
Andere Schreiber sind der selben Richtung zuzuordnen.
Auf ähnliche Ergebnisse kommt man bei der Recherche von
Xtreme news.
Sie benutzt z.Bsp. Ken Jebsen als Türöffner. Von ihm hört man nur ganz wenige verdächtige Worte, man kommt über ihn dann allerdings auf etliche rechtslastige und kruse Artikel.
Meine Konsequenz ist, beim durchforschen nach guten Artikeln immer auch den Hintergrund und in welchem Kontext der jeweilige Schreiber arbeitet.
Ja und der Herr Dr. Gscheidle ist der Beweis, das Akademische Ehren kein Beweis für Intiligenz, insbesondere für soziale Inteligenz und Wissen aus diesem Bereich, ist.
Ich nehme mal an dass er es nach seinen Aussagen gerne noch den 16 Stunden Arbeitstag und Kinderarbeit befürworten würde.

gesders, 17.09.2015 13:46
darf satire wirklich alles? wenn´s denn wirklich satire ist...

Dr. Diethelm Gscheidle, 16.09.2015 15:30
Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie kennen mich als äußerst liberalen, toleranten und weltoffenen Menschen! Als solcher habe ich selbstverständlich überhaupt nichts gegen fleißige Ausländer, die dem dummen, faulen und von garstigen Gewerkschaften zu unangemessenem Anspruchsdenken erzogenen deutschen Arbeitnehmer mal zeigen können, dass man problemlos auch fleißige und gute Arbeit zu einem Bruchteil des Gehaltes abliefern kann - und das, ohne ständig krankzufeiern oder dem fleißigen Arbeitgeber durch Betriebsrat und Gewerkschaft Knüppel zwischen die Beine zu werfen!

Daher bin ich sehr dafür zu haben, solche ausländerfeindlichen Beiträge aus unsozialen Netzwerken wie "Fratzenbuch" zu entfernen! Ich fordere daher seit Jahren bereits ein Verbot von Fratzenbuch und anderer unsozialer Netzwerke, denn neben der unredlichen ausländerfeindlichen Hetze ist Fratzenbuch auch aus anderen Gründen gefährlich, z.B.:
* Diabolische Schieß-Spieler treffen sich auf Fratzenbuch, um sich über noch bessere Amoklauf-Methoden (wie Sie ja sicherlich wissen, ist jeder Schieß-Spieler ein potenzieller Amokläufer!) auszutauschen.
* Kriminelle benutzen Fratzenbuch, um ihre nächsten Einbrüche zu planen.
* Unanständige Weibsbilder zeigen sich in diabolischer, aufreizender Kleidung (z.B. in sogenannten T-Hemden mit unbedeckten Unterarmen!), was die Bevölkerung zu unkeuschem Verhalten verführt. Teilweise bieten Huren sogar ihre Dienste über Fratzenbuch an! Andere Leute verwenden diese Netzwerke, um sich zu dieser widernatürlichen, ekelerregenden, unhygienischen und extrem unredlichen sogenannten "Sechs"-Sache da zu verabreden - pfui!
* Auf Fratzenbuch wird die Sprache unseres schönen deutschen Vaterlandes nicht nur durch unredliche Anglizismen, sondern auch durch dumme Rechtschreibfehler und lt. dem redlichen Duden nicht existierende Wörter (z.B. "Alta", ischwör" oder gar "Muahahahahaha") verunstaltet!

Da die Politik jedoch Fratzenbuch und andere unsoziale Netzwerke aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nicht verbietet, fordere ich als Alternative eine Redlichkeitskontrolle für Beiträge auf Fratzenbuch und anderen unsozialen Netzwerken. Ich würde mich selbst sogar freiwillig dazu melden, wie einige meiner besten Freunde (z.B. der redliche Herr Hallmackeneder, der christliche Herr Pfarrer Bräuchle oder der hochlöbliche Herr Paul Peter) sicherlich auch! Gemeine ausländerfeindliche Beiträge hätten dann ebensowenig eine Schanze wie Bilder mit aufreizender Kleidung, Gespräche über diese schreckliche "Sechs"-Sache, Diskussionen über Krachmusik, Blasphemie, Leugnung der Existenz Gottes, Sozen-Gewäsch, angebliche Nachteile hochredlicher Großprojekte wie "Stuttgart 21", positive Beiträge über den diabolischen Alkohol und den garstigen Tabak, sowie sämtliche Beiträge unreifer Jugendlicher unter 25 Jahren. Beiträge, welche gegen Orthographie oder Interpunktion verstoßen, führen postwendend zu einer Sperrung des Nutzers, die erst wieder aufgehoben wird, sobald er den Deutschunterricht in der Grundschule wiederholt und dies nachgewiesen hat.

Auf diese Art und Weise erhalten wir ein viel redlicheres, keuscheres und anständigeres Internetz!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

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Ausgabe 307 / Kritik ist Lüge / Rolf Steiner, 20.02.2017 14:42
Wie armselig dieser Gorka "diskutiert", zeigt das Interview des BBC-Journalisten Evan Devis, das seit 16.2.17 im Netz ist und auch bei Stefan Niggemeier angesehen werden kann: https://twitter.com/niggi/status/832475880622428161 Ein...

Ausgabe 307 / Kritik ist Lüge / Rolf Steiner, 20.02.2017 14:21
Als anständiger Demokrat sollte man sich gegen die mit Flüchtlingshetze, Fremden- und Europa-Feindlichkeit sich nicht gerade zurückhaltenden vom Kopp-.Verlag vertriebenen Publikationen deutlich positionieren. Schädliche Angriffe auf...

Ausgabe 306 / "Die Ungerechtigkeit schreit zum Himmel" / Stefan Elbel, 20.02.2017 11:33
Laut der Bundesregierung geht es den Menschen in Deutschland so gut wie noch nie? Sind das nicht Fake-News? Diese Bundesregierung will es einfach nicht wahrhaben. Sie lobt sich selber, die geringste Arbeitslosenquote seit Jahren zu...

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