KONTEXT Extra:
Zwei Afd-Fraktionen im Landtag zulässig

Nach dem von der Landtagsverwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten zur Vertretung der "Alternative für Deutschland" (AfD) im baden-württembergischen Parlament gibt es keine Handhabe gegen die Parallelfraktion. Die Professoren Christofer Lenz, Martin Morlok und Martin Nettesheim schreiben in ihrer 35-seitigen Stellungnahme: Der unter der Bezeichnung "Fraktion der Alternative für Baden-Württemberg im Landtag von Baden-Württemberg" auftretende Zusammenschluss von 14 der AfD angehörenden Abgeordneten sei "seit seiner Konstituierung am 06.07.2016 eine Fraktion im Sinne der Geschäftsordnung des Landtags". Einer Anerkennung bedürfe es nicht. Es bestünden keine über den Wortlaut Geschäftsordnung "hinausgehende, rechtliche Anforderungen an die Zulässigkeit einer Fraktionsbildung".

Auch das "Verbot der Fraktionsvermehrung" greift nach Einschätzung der Gutachter nicht. "Der Landtag würde die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner Geschäftsordnungsautonomie aber nicht überschreiten", heißt es weiter, "wenn er eine Regelung erließe, die die Gründung einer 'Parallelfraktion' untersagt." Einer bereits bestehenden Fraktion ist der Status aber auch dadurch nicht zu nehmen. Denn: "Eine derartige Regelung dürfte nur mit Wirkung für die Zukunft erlassen werden, zweckmäßigerweise zum Zeitpunkt des Zusammentritts des neuen Landtag."

Damit müssen sich die anderen Fraktionen, wenn der AfD-Bundes- und Landessprecher Jörg Meuthen mit den Bemühungen eines Zusammenschlusses unter seiner Führung keinen Erfolg hat, weiterhin mit mindestens zwei rechtspopulistischen Rednern und Rednerinnen zu jedem Tagesordnungspunkt abfinden. Die geschätzen Kosten der Spaltung für die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen liegen bei drei Millionen Euro. Denn auch die zweite AfD-Fraktion hat ein Recht auf die allen anderen zustehende finanzielle Ausstattung. (25.7.2016)


Zweiter NSU-Ausschuss: Geheimdienste auf der Theresienwiese?

Der zweite NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags hat in seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag die ersten zwei Zeugen benannt. Sie sollen nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Drexler (SPD) Auskunft darüber geben, "ob sich am Tag des Anschlags auf die beiden Polizeibeamten in Heilbronn Geheimdienste am oder in der Nähe des Tatorts befunden" haben.

Im ersten Ausschuss in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Journalist und NSU-Experte Rainer Nübel als Sachverständiger dazu Stellung genommen. "Er verwies", wie es im Abschlussbericht heißt, "zunächst auf die mutmaßliche Anwesenheit der Defence Intelligence Agency (DIA) zur Tatzeit am Tatort". Mitte November 2011 habe er, wie Nübel weiter zitiert wird, eine Nachricht von der "Stern"-Redaktion in Hamburg erhalten, wonach ein dort vorliegendes Papier ein mutmaßliches Observationsprotokoll des amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA darstelle. Daraus gehe hervor, dass zur Tatzeit eine Observation von "M. K." und einer weiteren, nicht näher definierten Person durch US-Agenten stattgefunden habe. Zumindest eine dieser beiden Personen habe zuvor bei der Santander-Bank 2,3 Millionen Dollar oder Euro abgeholt. Und weiter: "Sicherheitsbeamte entweder aus Baden-Württemberg oder Bayern sollten präsent gewesen sein und die Operation aufgrund eines 'Shooting Incident' zwischen 'White Wings', also Neonazis bzw. Rechtsextremisten, und einer Polizeistreife abgebrochen worden sein."

Nübel hatte bei seinem Auftritt als Sachverständiger umfangreiche Ausführungen zu den eigenen Recherchen gemacht. Aus Zeitgründen und angesichts des Endes der Legislaturperiode, so Drexler, der auch den ersten Ausschuss führte, habe diesem Komplex aber nicht mehr detailliert nachgegangen werden können. Im Einsatzbeschluss des zweiten Gremiums heißt es jetzt, insbesondere sei zu klären, ob "Angehörige von ausländischen Sicherheitsbehörden auf der Theresienwiese oder in der Umgebung im Umfeld des Mordanschlags am 25. April 2007 anwesend waren, ob und welche Rolle diese beim Tatgeschehen gespielt und welche Erkenntnisse dazu bei deutschen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden vorgelegen haben". Die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 19. September statt. Gehört werden zum Auftakt auch noch einmal vier Sachverständige.


Keine Nebenabsprache zu Stuttgart 21

Um Streit zu vermeiden, sind laut Winfried Kretschmann die bis zum Wochenanfang geheimen Nebenabreden mit der CDU zusätzlich zum Koalitionsvertrag getroffen worden. Die Aufregung darüber, dass Ausgaben von 1,3 Milliarden Euro ohne Finanzierungsvorbehalt an der Öffentlichkeit vorbei festgeschrieben wurden, versuchte der Regierungschef mit neuen Einblicken in seinen Politikstil zu kontern: "Auch ich muss mal mauscheln, auch ich muss mal dealen." Kein Mensch auf der Erde, der vernünftig Politik machen wolle, kriege das hin ohne Absprachen hinter den Kulissen. Da habe er kein schlechtes Gewissen, denn es sei "unspektakulär", einzelne Maßnahmen zu priorisieren, die grundsätzlich ohnehin im Koalitionsvertrag vereinbart seien.

Unter anderem ist im Detail aufgeführt, dass 325 Millionen Euro ohne Finanzierungsvorbehalt in die Digitalisierung fließen sollen, 100 Millionen in die bessere Ausstattung der Polizei oder 40 Millionen in die Elektromobilität. Der mit 500 Millionen Euro größte Betrag ist allerdings nicht mit konkreten Informationen versehen, die Summe steht für "Investieren/Sanieren (Straße/Schiene, Hochbau, Hochschulen, ...)" zur Verfügung. Der Ministerpräsident widersprach Mutmaßungen, dass in dieser halben Milliarde auch zusätzliche Mittel für Stuttgart 21 über den Kostendeckel hinaus versteckt sein könnten. Für die laufenden Zahlungen gebe es einen Sonderposten im Haushalt. Nebenabsprachen zu diesem Thema hätten nicht stattgefunden.

(19.07.2016)


Die Reichen sind noch viel reicher

Einkommenserhebungen bei Spitzenverdienern aus mehr als 1300 Firmen haben ergeben, dass alle offiziellen Einschätzungen zur wachsenden sozialen Kluft in der Bundesrepublik die Situation beschönigen. Nach den Zahlen, die das ARD-Magazin "Monitor" in diesen Tagen veröffentlichte, verdienen Manager und Vorstände im Durchschnitt nicht 200 000 Euro jährlich, sondern rund eine halbe Million. Die 200 000 Euro sind aber offiziell im sogenannten Sozioökonomischen Panel (SOEP) ausgewiesen, welches wiederum wichtiger Eckpfeifer der bisherigen Armuts- und Reichtums-Berichterstattung in Bund und Ländern ist.

Das Bundesarbeitsministerium will die Daten dort jetzt einfließen lassen, ebenso wie die Erkenntnisse einer in der vergangenen Woche von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie. Danach verdienen die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die unteren 40 Prozent zusammen. Und die Einkommensungleichheit wächst weiter. In "Monitor" präsentierte Wirtschaftsweise Peter Bofinger eine vergleichsweise einfache Lösung: "Aus meiner Sicht würde es naheliegen, wieder zu den Steuersätzen zurückzukehren, die wir in den Neunzigerjahren hatten, und das war ein Spitzensteuersatz in der Einkommenssteuer von 53 Prozent." Zurzeit liegt er bei 42 Prozent. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe werden drei Prozentpunkte Reichensteuer hinzugerechnet. Von ihr sind aber nicht einmal ein halbes Prozent der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen betroffen.


Stuttgart 21: Großdemo und Umstiegskonzept

Zur Großdemo gegen Stuttgart 21 am kommenden Samstag erwarten die Initiatoren Tausende Teilnehmer. Kontext kommt auch. Mit hübschen neuen Postkarten und Aufklebern!

Heute, Freitag, hat eine Expertengruppe des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 ihr Konzept "Umstieg21" vorgestellt, mit dem die derzeitige Projektbaustelle doch noch zu einem sinnvollen Ende finden könnte. Unter www.umstieg-21.de stellen die Planer ihre Ideen in einer umfänglichen Broschüre dar. "In meinen dreißig Jahren als Literaturkritiker im Fernsehen habe ich nie eine Prosa gelesen, die so wohltuend war, so sinnvoll wohltätig", schreibt der berühmte Schriftsteller aus Freiburg, Jürgen Lodemann, über das Heft. "Endlich wird da nicht mehr nur Nein gesagt, sondern entstand da eine wunderbare Broschüre, die mit Sorgfalt und mit großer Eisenbahnliebe und Stuttgartliebe reale Vorschläge macht, wie man aus dem unverantwortlichen Desaster noch jetzt 'positiv' aussteigen kann - und muss! - das spart tatsächlich immense Kosten und da bleibt im Herzen der Landeshauptstadt keine dauerhaft blamable Bau-Ruine, sondern es entstehen zahlreiche überaus einleuchtende Lösungen rund um einen tollen Kopfbahnhof!"


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Ausgabe 233
Medien

Asoziale Netzwerke

Von Jürgen Lessat
Datum: 16.09.2015
Hass und Hetze haben im Internet Hochkonjunktur: Auf einschlägigen Portalen und in sozialen Netzwerken häufen sich Beleidigungen und Drohungen gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer. Widerspruch wird zur Bürgerpflicht.

Nicht nur Prominente wie den Schauspieler Til Schweiger oder SPD-Chef Sigmar Gabriel kann es treffen. Jeder, der sich in diesen Zeiten gegen Hassparolen, Nazipropaganda oder schlicht dummes Zeug stellt, kann Opfer eines  Shitstorms im Netz werden. So wie Jörg Rupp, der sich in Karlsruhe gegen einen der letzten verbliebenen "Pegida"-Ableger im Lande engagiert. "Wir stehen alle vierzehn Tage auf der Straße, um Flagge gegen rechts zu zeigen", sagt der Schulungsleiter, der zu Jahresbeginn das Netzwerk "Nokargida" mitgegründet hat.  

Die Anonymität im Internet senkt die Hemmschwelle. Foto: Pixabay
Die Anonymität im Internet senkt die Hemmschwelle. Foto: Pixabay

Sein öffentliches Engagement für Toleranz, Vielfalt und eine offene Willkommenskultur in Karlsruhe,  sein Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit, wie sie die "besorgten Bürger" praktizieren (die inzwischen deutlich dezimiert als "Widerstand Karlsruhe" firmieren), wurde ihm schnell übelgenommen. "Ich werde bedroht, beleidigt, beschimpft", sagt Rupp, der in seinem Wohnort Malsch für die Grünen im Gemeinderat sitzt und kürzlich seinen Rückzug aus dem Landesvorstand angekündigt hat. Wegen der grünen Flüchtlingspolitik. Er spricht von Facebook, der zum "asozialen" Netzwerk mutierten Plattform. 

"Es ist unglaublich, was die Leute da einem an den Kopf werfen. Der Hass ist erschreckend", wundert sich Rupp immer wieder aufs Neue.  Nicht selten erfüllen Wortwahl und Inhalt der Hetzpostings einen oder mehrere Straftatbestände, für die das bürgerliche Strafgesetzbuch ein- bis mehrjährige Haft oder hohe Geldstrafen vorsieht: üble Nachrede, Nötigung, Bedrohung, Volksverhetzung. Dabei ist es kein Trost, dass Rupp nicht alleine im Fokus rechter Hassprediger steht. 

Das LKA sammelt so viele Hinweise wie noch nie  

Seit Syrer, Iraker und Afghanen vor dschihadistischen Terrormilizen, fanatischen Selbstmordattentätern und Assads Fassbomben nach Europa und Deutschland fliehen, haben Hass und Hetze im virtuellen Raum Hochkonjunktur. Nicht nur polizeibekannte Neonazis machen im deutschsprachigen Internet mobil gegen Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer. "Vom Schüler bis zum unbescholtenen Bürger konnten wir alles als Tatverdächtige oder als Urheber ermitteln", sagt Hans Matheis, Abteilungsleiter Staatsschutz im baden-württembergischen Landeskriminalamt (LKA). 

Über das anonyme Hinweissystem der Behörde liefen in den vergangenen Wochen so viele Hinweise auf rechtsextremistische Inhalte im Netz ein wie noch nie. "Allein im August hatten wir 1700 Hinweise", sagt der Beamte. In den ersten Septembertagen wurden den Stuttgarter Ermittlern weitere 350 Mal Internetseiten gemeldet, auf denen rechtes Gedankengut verbreitet wird. Oftmals dienen Screenshots und Bilddateien der verdächtigen Seiten als Beweis. "Sehr häufig geht es um volksverhetzende oder antisemitische Äußerungen", so Matheis.

Doch das ist nur die Spitze eines Eisbergs. Das LKA-Portal für anonyme Kontaktaufnahme in Sachen Rechtsextremismus, Ende 2012 in Betrieb genommen und bis dato bundesweit einmalig, ist ein Weg, über den Mitbürger die Behörden über potenziell strafbare Inhalte im Netz in Kenntnis setzen. "Viele Bürger melden sich auch über die Internetwachen", erläutert Matheis. Doch nicht in allen Internetwachen kann auch online Strafanzeige gegen Volksverhetzer oder Bedroher gestellt werden. In manchen Bundesländern müssen Anzeigeerstatter weiterhin persönlich auf einer Polizeidienststelle erscheinen, wo Polizisten die Angaben und Hinweise aufnehmen. Dies ist der klassische Weg, um Strafermittlungen anzustoßen. 

Rechte Hetze auf der Facebookseite von "Widerstand Karlsruhe". Screenshot
Rechte Hetze auf der Facebookseite von "Widerstand Karlsruhe". Screenshot

Das Stuttgarter Landeskriminalamt surft nicht selbst durchs Netz, um fragwürdige Inhalte zu finden. Die personellen Ressourcen erlauben die lückenlose Überwachung sozialer Netzwerk-Kommunikation schlicht nicht. "Wir beobachten beispielsweise gezielt einzelne Chats und Websites, etwa im Vorfeld von einschlägigen Veranstaltungen", betont Matheis. Denn schon so droht die jüngste Flut an Hinweisen und Anzeigen die Stuttgarter Staatsschützer zu überrollen. Organisatorisch versucht die Behörde bereits umzusteuern. Die Bevölkerung soll künftig Hinweise auf strafbare Netzinhalte möglichst persönlich bei einer Polizeidienststelle geben oder auf der Internetdienstwache, so die Aufforderung auf der Seite des LKA-Hinweissystems. Das Portal soll der Meldung schwerer rechtsextremer Straftaten oder Hinweisen auf extremistische oder terroristische Vereinigungen vorbehalten bleiben. "Der Bürger kann und sollte sich außerdem auch direkt an den Betreiber des sozialen Netzwerks wenden", fordert der Staatsschützer auf, direkt beispielsweise bei Facebook das Löschen strafbarer Inhalte zu fordern. 

Der Grüne Rupp sucht gezielt nach rechtsextremistischen Inhalten 

Inzwischen gibt es einige Bürger, die selbst gezielt nach rechtsextremistischen Inhalten im Netz fahnden, so die Erfahrung der Ermittler. Zu ihnen gehören auch Jörg Rupp und seine Mitstreiter von "Nokargida". "Ich habe mehrere Seiten gebookmarkt und lese regelmäßig, was verbreitet wird", erzählt Rupp. Die Lektüre sei unverzichtbar, um Gegenöffentlichkeit zu schaffen: Rupp kontert fremdenfeindliche Postings häufig mit eigenen Kommentaren. Doch das reicht nicht immer. Nachdem jüngst auf der Facebook-Seite von "Widerstand Karlsruhe" mehrere Kommentatoren gegen Flüchtlinge hetzten, erstattete Rupp auch Strafanzeige wegen Volksverhetzung.

"Es gilt die menschenverachtenden Aspekte im Netz zu bekämpfen", sagt auch Julia Schramm von der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung, die eine viel beachtete Broschüre zu Hate Speech und Debattenkultur veröffentlicht hat. Auch weil die fremdenfeindliche Hetze im Extremfall dazu führe, dass Flüchtlinge angegriffen und Flüchtlingsunterkünfte angezündet werden, sagt die Journalistin. Es gebe verschiedene Möglichkeiten, auf Hass und Hetze in sozialen Medien zu reagieren. "Jeder kann widersprechen, klarstellen oder eine abstruse Meinung auch ironisch kommentieren", rät Schramm. Und: "Wer sich gegen rechte Propaganda stellt, sollte nicht alleine bleiben, sondern sich immer mit Gleichgesinnten vernetzen", empfiehlt sie.

Der Kampf gegen die dunklen Seiten im Netz ist aufreibend, erscheint oftmals aussichtslos, das weiß auch Julia Schramm. "Die Dynamik im Netz ist extrem hoch, innerhalb kürzester Zeit lassen sich Hypes erzeugen, was gerade Neonazis und Rechte nutzen, um Stimmung zu machen", sagt sie. Mitunter auch besonders verwerfliche Art: Immer wieder werden manipulierte Zeitungsmeldungen oder Bildinhalte weiterverbreitet, um einzelne Personen oder ganze Gruppen zu verunglimpfen. 

Mit haarsträubenden Geschichten wird Hetze betrieben 

Mitunter werden auch haarsträubende Geschichten erfunden, die über einschlägige Seiten und Portale weiterverlinkt und nur schwer als Hetze richtigzustellen sind. So geistert seit Monaten ein Facebook-Post durchs Netz, wonach drei Asylbewerber in Donaueschingen eine junges Mädchen vergewaltigt und ihr ein Ohr abgeschnitten haben sollen. Die Polizei habe dem Opfer nahegelegt, die Öffentlichkeit nicht über die Taten zu informieren, so die Statusmeldung. 

Alles erfunden. Screenshot: Mimikama
Alles erfunden. Screenshot: Mimikama

Mitte Juli ging der "Südkurier" der haarsträubenden Geschichte nach: "An diesem Gerücht, dass es eine Vergewaltigung gab, ist überhaupt nichts dran. Es gibt keinen polizeilich registrierten Fall zu vermelden", bestätigte der Donaueschinger Revierleiter Jörg Rommelfanger der Zeitung. Dennoch verbreitete sich der Facebook-Beitrag ungehemmt weiter. Am 10. September warnte auch die österreichische Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch, "mimikama.at", vor dem Post. "Wir haben mit der Polizei in Donaueschingen Kontakt aufgenommen. Diese kannte bereits erwähnten Statusbeitrag. Und es handelt sich hierbei um eine Falschmeldung", so "mimikama.at". 

Am Folgetag nahm der Fall eine unerwartete Wendung: Die Polizei ermittelte eine 31-jährige Frau aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, die die Falschmeldung erfunden und verbreitet haben soll. Weil der "unwahre Inhalt dieses Postings geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören [...] und bewusst publizierte Falschmeldungen strafrechtlich relevant sind", muss sich die junge Frau wegen Volksverhetzung verantworten, teilte das zuständige Polizeipräsidium in Tuttlingen mit. 

Laut Polizei ist der volksverhetzende Post aus dem Schwarzwald kein Einzelfall: Seit in Donaueschingen und Villingen Flüchtlinge in Notunterkünften oder bedarfsorientierten Erstaufnahmestellen untergebracht wurden, veröffentlichen Nutzer in den sozialen Netzwerken immer wieder Falschmeldungen oder auch wahrgenommene Gerüchte über gewalttätige Asylsuchende. Was vor Ort offenbar die gewünschte Wirkung erzielt: "Diese Postings haben in den letzten Wochen bei der Bevölkerung für Verunsicherung, Angst und Ablehnung gegenüber Asylsuchenden gesorgt", konstatiert die Polizei.

Hemmschwelle gesunken, Zeitgeist nach rechts gerückt

"Die vermeintliche Anonymität des Internets verführt dazu, fremdenfeindliche Kommentare zu posten", meint Julia Schramm. Manchmal machten sich die Hetzer nicht einmal mehr die Mühe, ihre Identität zu verschleiern, und verunglimpfen unter vollem Klarnamen. "Die Hemmschwelle ist gesunken, der Zeitgeist nach rechts gerückt. Manche Mitmenschen fühlen sich nicht mehr an eine zivilisatorische Debattenkultur gebunden", klagt Schramm. Die Schuld an sprachlichen Gewaltexzessen könne man aber nicht dem Internet geben. "Das liegt an der Gesellschaft selbst", glaubt Schramm. 

"Alles was online läuft, bedarf der Moderation", sieht Rupp als Lösung, Hass und Hetze aus dem Netz zu verbannen. Aus seiner Sicht müsste Facebook konsequenter durchgreifen und bei deutschen Profilen in Sachen Rede- und Meinungsfreiheit einen anderen Maßstab als im Mutterland des Konzerns anwenden. "Wer eine Internet-Seite betreibt, muss dafür sorgen, dass sich auf ihr nicht der Mob unbehelligt austoben kann", verlangt er, dass der Konzern strafbare Inhalte auf Facebook-Seiten selbst löscht. Schließlich dürfte auch in der realen Welt nicht ungestraft ständig gepöbelt und gedroht werden. Ein Arbeitskreis zum Umgang mit Hassbotschaften im Netz, wie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ihn am vergangenen Montag mit Facebook-Manager Richard Allen vereinbarte, reicht Jörg Rupp nicht.

 

Info:

Mit der Broschüre "Geh sterben! – Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet" widmet sich die Amadeu-Antonio-Stiftung dem Thema Hass und Hetze im Internet und gibt Handlungsempfehlungen für den Umgang damit. Die Broschüre ist als kostenloser Download verfügbar.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

schleswig-holsteinerin, 21.11.2015 13:02
vielen dank für die kostenlose downloadmöglich keit der broschüre " geh sterben ". sie war mir bis dato unbekannt und ist wahrlich wertvoll im kampf gegen hate speech. bedankt!

Ernst Hallmackeneder, 22.09.2015 16:41
Werter Herr Dr. Gscheidle,

lobpreiset den HERRn, Halleluja. Entbiete Ihnen ein fröhliches Grüß Gott und bedanke mich für Ihr Vertrauen, Sie bei der Bekämpfung dieses diabolischen Fratzenbuches zu unterstützen. Leider muß ich ihnen zu meiner Schande gestehen, daß ich kein Fratzenbuch besitze. In meinem Haushalt habe ich nur die Bibel (täglich gelesen), das "Kapital" (ungelesen) sowie auf meinem Nachtkastel zur gelegentlichen Bettlektüre das Trauerspiel "Goethe in Halberstadt" von Lothar Frohwein.
Habe mich daher vor ein paar Tagen in eine Buchhandlung begeben um dieses schreckliche Fratzenbuch (es scheint sich ja um so eine Art Loseblattsammlung mit häufigen Ergänzungslieferungen zu handeln) käuflich zu erwerben. Die unfreundliche Verkäuferin meinte, dieses Buch gebe es nicht; auf meinen wiederholten Einwand, daß dieses schon millionenfach verkauft sein müsste, bestand sie auf ihrer Meinung und warf mich schließlich unter gotteslästerlichen Flüchen aus dem Laden raus, eine Frechheit. War ganz offensichtlich so 'ne männerhassende Feministin, Damenbärtchen, Herrenkurzhaarschnitt, Hornbrille mit schwarzem Rand, leichter Schwefel-Odeur; habe mich echt voll krass diskriminiert gefühlt. Habe diesen Vorfall natürlich gleich bei den Grünen gemeldet, bestimmt kann unser ehrwürdiger Ministerpräsident Kretschmann, strenger Katholik, redlich, in gutbürgerlicher Ehe mit seiner Gerlinde verheiratet, überzeugter Marktwirtschaftler, solche Diskrimierungen redlicher, staatstragender Bürger auch nicht leiden. Bin aber gerne bereit, solch ein Fratzenbuch - vielleicht von einem Kontext-Leser - auch gebraucht zu kaufen.

Selbstverständlich ist es Christenpflicht, Ausländer und vor allem ausländisches Personal liebevoll und korrekt zu behandeln. So handhabe ich das auch bei meiner Haushälterin, einer älteren, ganz famosen kosovarischen Dame muselmanischen Bekenntnisses (was mir gar nichts ausmacht, auch wenn natürlich der katholische Glaube der einzig wahre ist, obschon ich schon seit geraumer Zeit auch redliche Pietisten, Evangelikale und Kreationisten, denen klar ist, daß der HERR unsere schöne Erdenscheibe vor 8000 Jahren erschaffen hat, sehr schätze). So gestehe ich ihr einen 8-Stunden-Tag zu, den sie mit frauenangemessenen Arbeiten verbringt (Putzen, Waschen, Kochen, Spülen, Nähen, Stricken, Socken-Stopfen, Müll runter bringen, Kehrwoche), die restlichen 16 Stunden hat sie Rufbereitschaft, die sie in ihrem gemütlichen Zimmer (mit heimeliger 20er-Birnen-Beleuchtung, den Strom bezahle ich) im Ke, ähm Untergeschoß verbringt, selbstverständlich ist nach vorheriger Absprache auch ein gelegentlicher Moscheebesuch möglich. Und natürlich gestehe ich ihr zum Tässchen Zichorienkaffee (ich selbst trinke guten Bohnenkaffee) morgens und nachmittags eine Zigarette aus meinem Overstolz-Bestand zu. Da ich großen Wert auf korrekte und einwandfreie Bekleidung lege (trage selbst morgens zum Frühstück einen bayerischen Trachtenanzug mit Gamsbart-Hut), war sie mit meinem Vorschlag sofort einverstanden, als Dienstkleidung stets eine Schwarzwaldmädel-Tracht mit Bollenhut zu tragen, wie schön. Auf der Arbeit (auch ich kontrolliere Fahrkarten und schaue nach Falschparkern, die Strafgelder kassiere ich gleich in bar ein) trage ich eine vor vielen Jahren von einem Trödler erstandene, gut erhaltene preußische Hauptmannsuniform, die einem gehörig Respekt verschafft; inbesondere bei Übeltätern, die im linken Spektrum zu verorten sind, die schlagen richtig die Hacken zusammen. Ja, Kleider machen Leute.
Sie sehen, es ist nicht schwer ein guter und redlicher Mensch zu sein.

Mit redlichen Grüßen
Ihr Ernst Hallmackeneder

irritiert, 22.09.2015 12:59
Seher verehrter Dr.Diethlem Gscheidle

Vielen Dank für Ihre Kommentare, ich finde sie wirklich sehr erhellend und zutreffend!
Die angemessene Verwendung unserer wunderbaren Muttersprache in Ihren Einlassungen stellt ein Labsal für jede, vom übermäßigen Gebrauch schrecklicher Anglizismen, geschunden deutschen Seele dar.
Außerdem habe ich schon sehr lange nicht mehr so viel gelacht!
Bitte! Wir brauchen mehr von Ihren Einsichten!

Grüße

Dr. Diethelm Gscheidle, 21.09.2015 15:12
Sehr geehrte/r/s Herr/Frau/Fräulein Lederer,

16 Stunden Arbeit sind doch ein wenig viel, dann schließlich soll der Mensch doch noch ein wenig Zeit haben: für Gebete, Gottesdienstbesuche und regelmäßige Besuche auf dem örtlichen Polizeirevier, um Straftaten und unredliches Verhalten anzuzeigen (z.B. Falschparken, Rasen betreten im Park, Altglastonnen-Zuspätbefüllung). In meinem redlichen verkehrswissenschaftlichen Forschungsinstitut haben meine ziemlich faulen wissenschaftlichen Angestellten daher lediglich von 06:00 bis 20:00 Uhr zu arbeiten, wobei ich letzteres selbstverständlich durch Telefonanrufe aus meinem Fernsehsessel um 19:55 Uhr überprüfe. Und die faule Sekretärin, sowie die stinkfaule Putzfrau dürfen sogar bereits dann gehen, wenn ich selbst das Institut verlasse, wobei die Putzfrau selbstverständlich am Wochenende meine Villa und meinen Porsche zu reinigen hat.

Kinderarbeit möchte ich in Deutschland dagegen nicht haben - unsere stinkfaule und verkommene Jugend soll sich allerdings auf den Hosenboden setzen und gefälligst für die Schule und das spätere Leben lernen - ich habe keine Lust, wegen deren Faulheit später von meinen Steuern deren sowieso viel zu großzügig bemessenes Hartz-IV zu finanzieren, weil die Bengel und Gören von heute nur amoklaufverursachende Schieß-Spiele, gehirnbrandverursachende Handtelefone, scheußliche Krachmusik, ekelerregenden Sechs und kriminelles Haschgift im Kopf haben! Viel lieber gebe ich als mitfühlender und christlicher Mensch mit meinem Geld fleißigen, indonesischen Kindern eine Schanze, indem ich es in dortige Firmen investiere, welche die armen Kinder in Lohn und Brot bringen, indem sie ihnen Arbeit beim Nähen von Kleidern oder beim Schnitzen von redlichen, heiligen Rosenkränzen geben- so leiste ich sogar privat noch Entwicklungshilfe! Wie ich schon in meinem ersten Beitrag betonte: Ich bin ein äußerst toleranter Mensch und habe überhaupt nichts gegen Ausländer (solange sie redlich sind).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(bekennender und praktizierender Katholik, Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

T.Lederer, 19.09.2015 19:13
Sie sind leicht zu erkennen, die nationalistischen, rasistischen beiträge in den sozialen Medien. Es ist gut die Menschen aufzufordern , Hetzbeiträge zu melden. Die organisierten Hintermänner/Frauen gehen über zu subtileren Methoden.
Die Zeitschrift (mit Internet Auftritt ) 'Compact' zum Beispiel kommt auf den ersten Blick als ganz der Bürgerlichen Mitte zugehöriges Medium rüber. Sie benutzen dazu Türöffner oder Brückenbauer die bei dem Thema Flüchtlinge erst mal über ihr Mitgefühl und Verständnis für die flüchtenden Menschen schwadronieren, um am Ende zu dem Schluss kommen, das Boot ist voll.
Recherchiert man dann mal den Hintergrund über diese Zeitschrift und die ideologische Herkunft der Schreiberlinge, kommt man rasch zu der Erkenntnis , dass es sich dabei um rechtsradikale Kräfte handelt.
Der Herausgeber dieser Zeitschrift ist mitorganisator und Werber für die Pegida Bewegung.
Andere Schreiber sind der selben Richtung zuzuordnen.
Auf ähnliche Ergebnisse kommt man bei der Recherche von
Xtreme news.
Sie benutzt z.Bsp. Ken Jebsen als Türöffner. Von ihm hört man nur ganz wenige verdächtige Worte, man kommt über ihn dann allerdings auf etliche rechtslastige und kruse Artikel.
Meine Konsequenz ist, beim durchforschen nach guten Artikeln immer auch den Hintergrund und in welchem Kontext der jeweilige Schreiber arbeitet.
Ja und der Herr Dr. Gscheidle ist der Beweis, das Akademische Ehren kein Beweis für Intiligenz, insbesondere für soziale Inteligenz und Wissen aus diesem Bereich, ist.
Ich nehme mal an dass er es nach seinen Aussagen gerne noch den 16 Stunden Arbeitstag und Kinderarbeit befürworten würde.

gesders, 17.09.2015 13:46
darf satire wirklich alles? wenn´s denn wirklich satire ist...

Dr. Diethelm Gscheidle, 16.09.2015 15:30
Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie kennen mich als äußerst liberalen, toleranten und weltoffenen Menschen! Als solcher habe ich selbstverständlich überhaupt nichts gegen fleißige Ausländer, die dem dummen, faulen und von garstigen Gewerkschaften zu unangemessenem Anspruchsdenken erzogenen deutschen Arbeitnehmer mal zeigen können, dass man problemlos auch fleißige und gute Arbeit zu einem Bruchteil des Gehaltes abliefern kann - und das, ohne ständig krankzufeiern oder dem fleißigen Arbeitgeber durch Betriebsrat und Gewerkschaft Knüppel zwischen die Beine zu werfen!

Daher bin ich sehr dafür zu haben, solche ausländerfeindlichen Beiträge aus unsozialen Netzwerken wie "Fratzenbuch" zu entfernen! Ich fordere daher seit Jahren bereits ein Verbot von Fratzenbuch und anderer unsozialer Netzwerke, denn neben der unredlichen ausländerfeindlichen Hetze ist Fratzenbuch auch aus anderen Gründen gefährlich, z.B.:
* Diabolische Schieß-Spieler treffen sich auf Fratzenbuch, um sich über noch bessere Amoklauf-Methoden (wie Sie ja sicherlich wissen, ist jeder Schieß-Spieler ein potenzieller Amokläufer!) auszutauschen.
* Kriminelle benutzen Fratzenbuch, um ihre nächsten Einbrüche zu planen.
* Unanständige Weibsbilder zeigen sich in diabolischer, aufreizender Kleidung (z.B. in sogenannten T-Hemden mit unbedeckten Unterarmen!), was die Bevölkerung zu unkeuschem Verhalten verführt. Teilweise bieten Huren sogar ihre Dienste über Fratzenbuch an! Andere Leute verwenden diese Netzwerke, um sich zu dieser widernatürlichen, ekelerregenden, unhygienischen und extrem unredlichen sogenannten "Sechs"-Sache da zu verabreden - pfui!
* Auf Fratzenbuch wird die Sprache unseres schönen deutschen Vaterlandes nicht nur durch unredliche Anglizismen, sondern auch durch dumme Rechtschreibfehler und lt. dem redlichen Duden nicht existierende Wörter (z.B. "Alta", ischwör" oder gar "Muahahahahaha") verunstaltet!

Da die Politik jedoch Fratzenbuch und andere unsoziale Netzwerke aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nicht verbietet, fordere ich als Alternative eine Redlichkeitskontrolle für Beiträge auf Fratzenbuch und anderen unsozialen Netzwerken. Ich würde mich selbst sogar freiwillig dazu melden, wie einige meiner besten Freunde (z.B. der redliche Herr Hallmackeneder, der christliche Herr Pfarrer Bräuchle oder der hochlöbliche Herr Paul Peter) sicherlich auch! Gemeine ausländerfeindliche Beiträge hätten dann ebensowenig eine Schanze wie Bilder mit aufreizender Kleidung, Gespräche über diese schreckliche "Sechs"-Sache, Diskussionen über Krachmusik, Blasphemie, Leugnung der Existenz Gottes, Sozen-Gewäsch, angebliche Nachteile hochredlicher Großprojekte wie "Stuttgart 21", positive Beiträge über den diabolischen Alkohol und den garstigen Tabak, sowie sämtliche Beiträge unreifer Jugendlicher unter 25 Jahren. Beiträge, welche gegen Orthographie oder Interpunktion verstoßen, führen postwendend zu einer Sperrung des Nutzers, die erst wieder aufgehoben wird, sobald er den Deutschunterricht in der Grundschule wiederholt und dies nachgewiesen hat.

Auf diese Art und Weise erhalten wir ein viel redlicheres, keuscheres und anständigeres Internetz!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 278 / Winfried I. / Susanne, 27.07.2016 16:07
Komisch, der einst flammende S-21-Gegner-König kann aber gerade beim Thema S-21 so gar nicht führen. Oder will er einfach nicht? Ach, ja Schnee von gestern, oder bessergesagt: Käs' von geschtern....

Ausgabe 277 / NSU: zu viele Zufälle / Michael Kuckenburg, 27.07.2016 15:55
Also, Herr "Schwabe", auf Ihre Beleidigungen möchte ich nicht eingehen, dafür beim Thema bleiben. Und das heißt in unserem Fall: Sie behaupten, dass es in Deutschland einen "tiefen Staat" (Teile von Regierung und Parteien,...

Ausgabe 278 / Fragen Sie Ihren Doktor! / zara, 27.07.2016 15:34
Ich verstehe den Sinn des Beitrages nicht. Das Buch ist 5 Jahre alt. Werbung von Wolfgang Schorlau für die Bücher von Wolfgang Schorlau ?:)

Ausgabe 278 / Dietrich for President / deepblue, 27.07.2016 14:18
Als VfB Fan ist man sehr leidensfähig und hat schon viele beim VfB kommen und wieder gehen gesehen. Wenn Herr Dietrich wirklich kommen sollte, so würde er sich nahtlos in die Riege Mäuser, Wahler einreihen. Stichwort Marketing...

Ausgabe 278 / Kill, kill, kill / BlckSpy, 27.07.2016 13:23
Siehe hierzu: http://www.zeit.de/digital/games/2016-07/killerspiele-amoklauf-muenchen-thomas-de-maiziere-debatte

Ausgabe 278 / Kill, kill, kill / Blender, 27.07.2016 12:45
Egal was Jugendliche heutzutage so schlimmes treiben und wieviele unschuldige durch Amok sterben, die schlimmste deutsche Jugendgeneration aller Zeiten war die zwischen 1933 und 1945.

Ausgabe 278 / Dietrich for President / Blender, 27.07.2016 12:37
Es ist schonerstaunlich welche Qualifikationen ausreichen um ein Millionen-Euro-Umsatz-Unternehmen wie den VfB zu leiten. Ab und zu Fußball zu gucken reicht meines Erachtens nicht aus. Ein Fall für die SWR3 Maultaschen-Connection.

Ausgabe 278 / 300 Euro gegen die Schmerzen / Volker Klenk, 27.07.2016 12:32
In dem ansonsten korrekten Artikel fehlt mein zum wiederholten Male geäußerter Hinweis, dass ich bereits 1982 (Ende der sozialliberalen Koalition, Kohl statt Brandt, im Zorn die FDP verlassen habe. Volker Klenk

Ausgabe 278 / 300 Euro gegen die Schmerzen / Blender, 27.07.2016 12:22
Allein schon für die posttraumatische Belastungsstörung sollte jeder Verletzte unabhängig, und zuzüglich eines Schmerzensgeldes für den körperlichen Schaden, mindestens 10000 Euro bekommen, Herr Kretschmann.

Ausgabe 278 / Raus aus der NATO, rein ins Vergnügen / Manfred Fröhlich, 27.07.2016 12:08
Worum es geht? Um Menschenwürde, Menschenrechte, Demokratie ... oder Globalisierung durch Wirtschaftskriege ...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!