KONTEXT Extra:
Auch Hermann will Maut verzögern

Wenn es nach den Grünen geht, wird die Landesregierung gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland versuchen, die Einführung der PKW-Maut über den Bundesrat noch zu verzögern oder gar zu verhindern. Verkehrsminister Winne Hermann kündigte einen entsprechenden Vorstoß an. Er habe bereits im Verkehrsausschuss des Bundesrats Position bezogen und insbesondere kritisiert, dass "die Grenzregionen schwer tangiert sind, ausgerechnet in Zeiten, in denen wir den europäischen Geist betonen wollen". Die "Bürokratie-Maut" passe nicht in die Zeit. Außerdem würden Milliarden eingenommen, Milliarden an deutsche Autofahrer wieder zurückgegeben und "vielleicht bleiben ein paar Millionen übrig".

Saarland, Rheinland-Pfalz oder NRW wollen den Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag anrufen, nachdem letzterer die Maut am Freitag beschlossen hat. Das Gesetz ist allerdings nicht zustimmungspflichtig, weshalb die Einführung der Maut auf diesem Wege lediglich verzögert werden kann. Allerdings könnte Verzögerung am Ende auch das Scheitern bedeuten, weil womöglich nach der Bundestagswahl im September die Karten ganz neu gemischt werden, und die CSU bisher bekanntlich die einzige Partei ist, die die Maut wirklich will. (24.3.2017)


Aras legt sich mit Erdogan an

Die Stuttgarter Grünen-Abgeordnete und Landtagspräsidentin Muhterem Aras hat die deutschtürkische Community aufgefordert, sich mit dem Verfassungsreferendum am 16. April kritisch auseinanderzusetzen. Von den Imamen wünscht sich die Stimmenkönigin ihrer Partei bei den Landtagswahlen 2016, dass die "in den Freitagspredigten zu einem respektvollen und fairen Umgang miteinander aufrufen und die hier geltenden Werte von Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit entschieden weitergeben". Sie selber verzichte derzeit auf Reisen in die Türkei, "weil ich nicht weiß, ob ich mich dort frei bewegen könnte". Zugleich müssten sich Demokraten weigern, sich zu Feinden der Türkei machen zu lassen. Aras nutzte eine Landtagsdebatte zum 60. Geburstag der EU auch zu scharfer Krtik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, weil der "auf das Infamste" gebaute Brücken wieder einreißen und die Gesellschaft spalten wolle. Von den Vertretern AKP-naher Institutionen erwartet die Grüne eine öffentliche Distanzierung von den "die Opfer verhöhnenden Nazivorwürfen". Im Südwesten dürfen insgesamt rund 230 000 Türken am Referendum teilnehmen – und zwar vorab: Die Wahl beginnt bereits am 27. März und endet am 9. April. (22.3.2017)

Mehr zum Thema: "Meister der Feindbilder", "Unverschämt und dumm"


Stuttgart 21: Aktionsbündnis warnt Aufsichtsrat

Drei Tage vor einer Sitzung des DB-Aufsichtsrats verlangt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erneut eine "faktenehrliche Bestandsaufnahme". Sollte sich der Aufsichtsrat wieder um die Auseinandersetzung drücken oder gar unbeirrt den Weiterbau beschließen, so Eisenhart von Loeper, schädige er wider besseres Wissen das Vermögen der Deutschen Bahn AG. "Das würde", erklärt der Bündnissprecher weiter, "den Tatbestand der Untreue erfüllen." Eine strafrechtliche Aufarbeitung sei die Konsequenz; darauf habe das Bündnis zuletzt am 11. März 2017 den Aufsichtsrat per Brief hingewiesen.

Ihren Appell richten die Stuttgart-21-Gegner nicht nur an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Utz-Hellmuth Felcht, sondern auch an den designierten Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz. Als erstes sei "eine Bestandsaufnahme der ungelösten Probleme und hohen Risiken notwendig, die sich an den Realitäten und nicht an den Gesichtswahrungsproblemen der politisch Verantwortlichen orientiert". Von Loeper argumentiert damit, dass sich das Projekt "jenseits aller wirtschaftlichen Rationalität bewegt", und mit dem weiter offenen Brandschutz. Außerdem solle der Aufsichtsrat "endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die DB mit S 21 einen Dauerengpass für viel Geld baut, der den Bahnverkehr behindert und den viel beschworenen Deutschlandtakt im Südwesten irreversibel unmöglich macht". Nach der Devise "Politik beginnt mit der Kenntnisnahme der Realität" will das Aktionsbündnis den neuen Bahnchef zu Gesprächen einladen, bei denen sie ihm auch die von der Bürgerbewegung entwickelten Alternativen zum Weiterbau erläutern wollen. Deren "ernsthafte Prüfung" wünscht sich nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap in Baden-Württemberg sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter. (19.3.2017)

Mehr zum Thema: "Bahnfeinde im Bahnvorstand"


IHK will nicht mehr gegen Kakteen polemisieren

Auch ein Vergleich kann ein Erfolg sein: Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart akzeptierte die IHK Region Stuttgart die Feststellung, dass sie in der Vergangenheit mit Angriffen gegen die IHK-Rebellen der Kaktus-Initiative ihre Kompetenz überschritten hat. Stein des Anstoßes waren zwei IHK-Pressemitteilungen, in denen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter gegen die Kakteen polemisiert habe, so Kaktus-Mitglied Klaus Steinke, der in der Folge Klage eingereicht hatte.

Konkret einigten sich die Streitparteien am heutigen Donnerstag, den 16. März, auf folgenden Vergleich: Die IHK Region Stuttgart erklärt, "dass ohne Beratung und Beschlussfassung durch die Vollversammlung keine weiteren öffentlichen Äußerungen der IHK und ihrer Organe über Binnenkonflikte, die keine wirtschaftspolitischen Positionen betreffen, abgegeben werden", und dass es den beiden strittigen Pressemitteilungen "an einer solchen Beratung und Beschlussfassung mangelte". Außerdem trägt die IHK trägt die Kosten des Verfahrens von 5000 Euro.

Für Steinke ist es "ein gutes Ergebnis, weil es die Transparenz innerhalb der IHK stärkt, und weil es deutlich die Frage artikuliert, was Geschäftsführer und Präsident dürfen und was nicht". Zwar wäre es, so Steinke, spannend gewesen, wenn das Gericht in einem Urteil Grundsatzregeln für die Öffentlichkeitsarbeit der IHK aufgestellt hätte. Aber er sei mit dem Vergleich zufrieden, "weil es mir in der Sache nicht darum geht, zu siegen, sondern eine Veränderung innerhalb der IHK zu bewirken". Zudem habe das Ergebnis, so hofft Steinke, auch "eine Signalwirkung auf andere IHKs".

Die Kaktus-Initiative, 2011 gegründet, kritisierte in den letzten Jahren immer wieder intransparente Wahlverfahren und die offizielle Pro-Haltung der IHK zu Stuttgart 21. (16.3.2017)

Mehr zum Thema: "Rebellen im Weinberghäusle" und "Die IHK wackelt nicht".


Afghanistan-Rückkehrer bekommt zweimonatiges Arbeitsvisum

Es ist ein kleines Wunder. Denn trotz der mannigfaltigen Unterstützung in den vergangenen Wochen, glaubten nicht viele seiner Freunde wirklich daran, dass der Zahnarzt Ahmad Shakib Pouya, der in einem französischen Krankenhaus in Herat gearbeitet hat, zurück in die Bundesrepublik kommen kann. Pouya war in seiner früheren Heimat von den Taliban bedroht, floh 2010 nach Deutschland. Hier war er einer der Hauptdarsteller in der vielbeachten Produktion der Mozart-Oper "Zaide" und hatte eine doppelte Zusage auf Festanstellung – vom Münchner Gärtnerplatztheater und der IG Metall. Dennoch wurde er zur Abschiebung vorgesehen, weshalb er am 20. Januar 2017 ausreiste. Seither machten seine Unterstützer vom im Mai 2014 gegründeten Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur. Entweder. Oder. Frieden." bundesweit auf sein Schicksal aufmerksam. Auch mit einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit der Bitte um "ein Visum und ein langfristiges Bleiberecht als wertvoller Bürger unseres Landes".

Jetzt kam die gute Nachricht. Der 33-Jährige kann für zwei Monate zurück nach Deutschland. Mitausschlaggebend dürfte ein Schreiben von Georg Podt gewesen sein, dem Intendanten des kommunalen Münchner Kinder- und Jugendtheaters "Schauburg", der Pouya in einer Neuinszenierung von Rainer Werner Fassbinders "Angst essen Seele auf" als Hauptdarsteller besetzt hat. Die Proben sollen in der kommenden Woche beginnen, Premiere wird am 22. April sein. Mitte Mai läuft das Visum aus. Pouya will gemeinsam mit dem Verein die Zeit nutzen, um das angestrebte dauerhafte Bleiberecht zu bekommen. Die Chancen stehen angesichts der 2015 eigentlich gelockerten Regelungen gar nicht so schlecht. Allerdings werden die nach den Erkenntnissen von Pro Asyl oder dem Flüchtlingsrat viel zu selten von den Behörden angewandt.


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Lange her: Sitzkunst vor der Staatsgalerie. Fotos: Joachim E. Röttgers

Lange her: Sitzkunst vor der Staatsgalerie. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 307
Kultur

Sitzen verboten

Von Josef-Otto Freudenreich
Datum: 15.02.2017
Die Stuttgarter Staatsgalerie gilt als heiliger Hort hehrer Meisterwerke. Sehr profan ist der Streit hinter den Kulissen. Direktorin Christiane Lange übe eine "Schreckensherrschaft" aus, heißt es in der Belegschaft, die sich einer Flut von Abmahnungen gegenübersieht.

Ein Fettfleck. Das kann Kunst sein wie bei Joseph Beuys. Das kann aber auch stören wie an der Wand der Staatsgalerie. Dort sind sie hingekommen durch die Hinterköpfe der AufseherInnen, die im Stuhl gesessen sind, und in zurückgelehnter Haltung ihre Häupter an dem Mauerwerk geschuppert haben. Die Direktorin der Einrichtung, Christiane Lange (52), hat sich das nicht lange angeschaut und schon beim Amtsantritt 2013 beschlossen, dass die Stühle weg müssen. "Ich will kein klinisch reines Museum", sagt sie bei unserem Besuch, "aber ein aufgeräumtes." Irgendwann komme es so weit, dass die Bediensteten ein Kissen, ein Kreuzworträtsel und einen Blumentopf mitbringen würden. Und seitdem müssen sie stehen und gehen.

Seit 2013 Direktorin der Staatsgalerie: Christiane Lange.
Seit 2013 Direktorin der Staatsgalerie: Christiane Lange.

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die große Gefühle auslösen können. Auch negative. Die ihrer Sitzgelegenheiten Beraubten jedenfalls sind sauer. Wieder so eine Aktion ihrer Direktorin, schimpfen sie, mit der sie zeige, wie gering sie ihre Belegschaft schätze. Einfaches "Wachpersonal" sollen sie sein, was sie in ihrem Selbstverständnis trifft, schließlich sind sie zu einem Gutteil kunstaffine AkademikerInnen. ArchitektInnen, LehrerInnen, JuristInnen, die sich etwas dazu verdienen und bisweilen eingreifen, wenn sie finden, dass die Erläuterungen der Bilder durch die BesucherInnen nicht fachkundig genug sind.

Das wiederum regt Dirk Rieker (49), den kaufmännischen Geschäftsführer der Staatsgalerie, auf. Er hat Wirtschaft studiert und als Handballer bei der SG Bietigheim den Kampf gelernt. Der stramme Manager will kein besserwisserisches Sitzpersonal in den Sälen, sondern eine umhergehende Observation, mittels derer die wertvollen Exponate vor Vandalismus aller Art geschützt werden. "Wer redet", erklärt Rieker, "passt nicht auf." Um diesem Problem Herr zu werden, hat er bereits früh begonnen, das "Wachpersonal" in professionelle Hände zu legen, vulgo outzusourcen.

Phil Collins darf seine Einsätze auch nicht verpassen

39 AufseherInnen haben noch feste Verträge mit der Staatsgalerie, eine ähnlich hohe Anzahl wird von privaten Sicherheitsdiensten bei Bedarf bestellt. Für zwei Euro weniger die Stunde, aber mit der gemeinsamen Pflicht, sich einen Arbeitsethos anzueignen, der verhindern soll, dass einer erst um elf kommt, obwohl er schon um neun da sein sollte. Das sei immer wieder passiert, berichtet Rieker, und das könne er nicht dulden. Phil Collins, sein Lieblingssänger, könne es sich auch nicht leisten, seine Trommeleinsätze auf der Bühne zu verpassen.

Nicht berühren!
Nicht berühren!

Auch deshalb ist der Geschäftsführer dazu übergegangen, das Abmahnwesen zu verstärken. Waren es im Jahr 2015 noch 15 offizielle Ermahnungen, verdoppelte sich die Zahl 2016 auf 30, unter anderem wegen verspäteter Krankmeldungen oder privater Internetnutzung. Allerdings, schränkt er ein, seien die Abmahnungen mehrheitlich letztlich nicht ausgesprochen worden. Trotzdem, das sei schon viel bei 200 MitarbeiterInnen. Vor seiner Zeit bei der Staatsgalerie, also vor 2012, habe er in 15 Jahren ganze vier Abmahnungen gehabt.

Das deutet auf eine besondere Lage in dem Stuttgarter Kunsttempel hin. Was Rieker als "führungsresistente" Belegschaft bezeichnet, hat Tradition. Hier sind KuratorInnen, KunsthistorikerInnen und kunstbeflissene Menschen versammelt, die sich nicht in ein betriebswirtschaftliches Korsett zwängen lassen wollen, das sie als Kostenfaktor begreift. Wenn sie unter Langes Vorgänger Sean Rainbird gestreikt haben, war das genau so egal wie eine verlängerte Kaffeepause. Heute müssen sie dafür an die Stechuhr.

Unter ihm konnten die AufpasserInnen machen, was sie wollen: Sean Rainbird.
Unter ihm konnten die AufpasserInnen machen, was sie wollen: Sean Rainbird.

Sie sei fassungslos gewesen, erzählt Direktorin Lange, was sie bei ihrem Amtsantritt vorgefunden habe. Es erschien ihr, als könne an jenem Ort, dessen Werte sie zu "bewachen" und dessen "große Kunst" sie zu verantworten habe, jeder machen, was er wolle. Und für ihren Geschäftsführer muss es ein Alarmsignal gewesen sein, in der Bildzeitung zu lesen, vor seiner Zeit sei die Staatsgalerie ein "Saustall" gewesen.

Umfassende Überwachung gefordert

Konsequenterweise wird in der Ausschreibung für die Leitung des Besucherservices auch viel verlangt: fortlaufende unangekündigte Kontrollgänge (Einhaltung der Verhaltensregeln, Kleiderordnung, Position etc.), Wahrnehmung der disziplinarischen Personalverantwortung, Überwachung des Arbeitsbeginns, der Pausenzeiten und der Krankmeldungen, Unterstützung des Outsourcing-Prozesses. Außerdem muss die Person, die am 1. April das Kommando übernehmen soll, ein "ausgeprägtes Kostenbewusstsein" haben und "durchsetzungsstark" sein.

Nun ist die Staatsgalerie, die, wie viele Museen, mit kriselnden BesucherInnenzahlen zu kämpfen hat, kein Knast, aber auch kein Anarchohotel. Mit einem Jahresetat von elf Millionen Euro, der zu drei Vierteln aus Steuergeldern gespeist wird, ist sie gehalten, verantwortlich mit Geld und Kunst umzugehen. Nur: Die Peitsche wird auch nicht helfen. Dazu gibt es in dem Stirling-Bau zu viele eigenständige und widerborstige Köpfe, die sich dem Diktat der Betriebswirtschaftslehre und dem "Change-Management-Prozess" nicht beugen werden. Da ist viel Sachverstand versammelt, auch viel Ego, das in den Jahren gewachsen ist, als manche dachten, Götter regierten in ihrem Reich.

Das weiß auch Christiane Lange, deren Vertrag Ende 2017 ausläuft. Sie hat bis heute keinen Draht zu dieser Belegschaft gefunden. Die Härte, die sie nach innen zeigt, weicht im Gespräch eher einer Rat- und Hilflosigkeit. Sie erwarte ein "Mindestmaß an Respekt", sagt sie, gibt ihn aber offenbar nicht zurück. Langjährige MitarbeiterInnen werfen ihr die Missachtung von Ressortkompetenzen vor, vom Personalrat wird sie als autokratisch und selbstherrlich gescholten, von Verdi-Sekretär Markus Kling wird ihr eine "unsägliche Personalführung" bescheinigt. In Fachkreisen, die sie von außen argwöhnisch betrachten, gilt sie als konservative Ausstellungsfrau mit einem elitären Kunstverständnis, mit einem verengten Blick auf Gängiges, auf Design und Quote. Das ist selbst der "Stuttgarter Zeitung" zu langweilig. "Mehr Lust auf aktuelle Debatten" wünscht sich das Blatt.

Dementi: Keine Medusa mit den Schlangenhaaren

Das Wissen um den endlosen Streit heißt freilich nicht, dass Lange ihn auch versteht. Zu klein und eine zu sichere Bank dürfte ihre letzte Wirkungsstätte, die Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, gewesen sein, um das Große wuppen zu können. Sie müsse noch üben, bekennt die promovierte Kunsthistorikerin, aber sie sei doch nicht die "Medusa mit den Schlangenhaaren". Das klingt durchaus sympathisch, aber dem steht eben das Wort von der "Schreckensherrschaft" entgegen, das der Personalrat verwendet, wenn er über sie redet. Vielleicht ist es einfach so, dass die Direktorin, die durchaus kluge Sachen sagen kann ("Das kapitalistische Modell vom Wachstum gefährdet die Zukunft der Museen"), die Menschen nicht mitnehmen kann, bei dem, was sie denkt. Wie wär's eigentlich mit einem Coach?

Archivbild aus der guten alten Zeit.
Archivbild aus der guten alten Zeit.

Der Kontrollfreak, der sie ist, macht Kooperation schwer. Und wenn sie in der Ausstellung Papierfetzen vom Boden klaubt, sich selbst als "schwäbische Hausfrau" bezeichnet, dann mag das die Erinnerung an die Kehrwoche beleben. Aber das "Wachpersonal" steht daneben und staunt. Und wenn sie sagt, "Frauen räumen eher auf, wenn's unangenehm wird", dann sieht der Personalrat weniger Let's putz auf sich zukommen als eine neue Kampfansage.

Im Politsprech würde man wohl sagen, die Fronten sind verhärtet, die Lager unversöhnlich. Umgangssprachlich wäre von einer beschissenen Stimmungslage zu reden, die beim zweistündigen Kontext-Besuch in Langes Büro so auch benannt wird. Zu befürchten ist, dass sie auch nicht besser wird.

Und dann noch eine Schlafmatratze im Keller

Am Ende des Gesprächs legt Geschäftsführer Rieker noch Fotos auf den Tisch, die erstaunliche Gegenstände aus dem Keller des Hauses zeigen: einen Männerbarren, einen Stepper, Pfannen, Kochtöpfe, Teller und eine Schlafmatratze. Hier habe sich ein geheimer Fitnessraum, eine Küche und eine Schlafstätte befunden, mutmaßt Rieker, genutzt von MitarbeiterInnen. Das erinnert stark an das klandestine "Jägerstüble" im alten Süddeutschen Rundfunk, das tief unter dem Fernsehstudio Villa Berg verborgen war. In den 80er-Jahren sei dort, ohne Wissen der Intendanz und bei hochfliegenden Tassen, so manche treffliche Idee geboren worden, heißt es. In der Staatsgalerie ist der Technikleiter dafür fristlos gefeuert worden.

Den ollen Kram aus dem Keller haben sie weggeräumt. Die olle Banane von Graffitikünstler Thomas Baumgärtel prangt noch am Eingang.
Den ollen Kram aus dem Keller haben sie weggeräumt. Die olle Banane von Graffitikünstler Thomas Baumgärtel prangt noch am Eingang.

Die kleinen Fluchten gehören der Vergangenheit an. Der Fitnessraum ist geschlossen, ein neuer Fünfjahresvertrag liegt unterschriftsreif auf Christiane Langes Tisch. Sie wolle weiter machen, betont sie und äußert die Hoffnung, dass jeder seine "Verantwortung im Sinne des Ganzen" übernimmt. Die Oberverantwortung liegt beim Wissenschaftsministerium, das auch für die Kunst zuständig ist. Dienstherrin Theresia Bauer (Grüne) lässt auf Anfrage wissen, man habe sich für Frau Lange entschieden, man setze auf Kontinuität.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

ThomasR, 22.02.2017 18:14
Ich wundere mich doch arg, was für ein Kunstwärter_innenverständnis im Beitrag und in den Kommentaren herrscht. Alle Kunstvermittlungsdiskurse der letzten 30 Jahren scheinen an Euch vorbeigegangen zu sein. Braucht Kunst denn wirklich Aufseher, die sich dann auch noch erdreisten den nichts-wissenden Pöbel ihre einzige legitimierte Auffassung der Kunstwerke auf zu oktroyieren? Klar, wenn es darum gehen soll, einen elitären Musentempel für eine kleinen Teil der Gesellschaft zu sichern, der für 90% der anderen keine persönliche Relevanz im Leben hat. Können wir nicht alle Wärter_innen entlassen und durch Kunstvermittler_innen ersetzen?

U.M., 22.02.2017 12:35
Beim Lesen mancher Kommentare entsteht für Außenstehende der Eindruck, frustrierte Mitarbeiter wagen im Schutz der Anonymität des Internets "Vorgesetzten-Bashing". Dabei überschreiten sie allerdings Grenzen, indem sie sich beleidigend und diffamierend nicht nur über ihren Vorstand, sondern gleich auch noch über das darüber stehende Ministerium äußern. Von Sachlichkeit ist diese Diskussion leider weit entfernt.
Nehmen wir an, das stimmt alles: Der Vorstand ist nicht nur fachlich inkompetent, sondern führt tatsächlich auch eine Schreckensherrschaft, erkennt die wahren Potenziale seiner Mitarbeiter nicht und lässt diese überqualifizierten Mitarbeiter unterbezahlt in langweiligen Jobs verkümmern. Das Ministerium samt seiner politischen Spitze ist genauso ignorant und zementiert diesen Zustand, indem es auf Kontinuität in der inkompetenten und demotivierenden Führung setzt. Alles in allem also ein ziemlich unattraktives Umfeld für jeden Arbeitnehmer.
Da drängt sich die Frage auf, warum man als qualifizierter Mitarbeiter sich diesem schrecklichen Umfeld länger als nötig aussetzt. Wenn die Qualifikation es hergibt, gibt es außerhalb des öffentlichen Dienstes sehr attraktive Arbeitsplätze mit u. a. wesentlich besseren wirtschaftlichen Konditionen. Gerade im technischen Bereich sind gute Fachkräfte sehr gefragt. Allerdings wird in der freien Wirtschaft bei Regelverstößen – und die beziehen sich meist auf den vertraglichen Leistungsaustausch „Arbeit gegen Bezahlung“ – bekanntermaßen anders agiert als im öffentlichen Dienst. Scheinbar ist also der Reiz, in der relativ hohen Sicherheit des öffentlichen Diensts zu bleiben doch größer als der Leidensdruck der Unzufriedenheit. Zusammenfassend: Love it, change it or leave it – Gute Reise und viel Erfolg!

Wenn ich ein Museum besuche, kann ich entscheiden, die Ausstellung für mich alleine zu genießen zu wollen, dann möchte ich weder vom Aufsichtspersonal angesprochen noch durch Mitarbeitergespräche gestört werden. Oder ich möchte eine Ausstellung inhaltlich kompetent kennenlernen, dann buche ich eine Führung durch eigens dafür zur Verfügung stehende Experten.

Wir Steuerzahler haben einen Anspruch darauf, dass mit Mitteln der öffentlichen Hand verantwortungsbewusst umgegangen wird. Insofern ist es richtig und angemessen, dass offenkundig vorhandene Missstände – und dazu gehört z. B. das permanente Zuspätkommen - unterbunden werden.

F. Stirling, London, 20.02.2017 14:54
Die Totenruhe ist gestört

Die wiederkehrenden Erschütterungen am Grabe von Sir James Frazer Stirling, die vor einigen Jahren in London zu zahlreichen Vermutungen Anlass gab, scheinen nun eine plausible Erklärung zu finden: sie wurden zeitgleich mit der Neubesetzung der Leitung der Staatsgalerie Stuttgart festgestellt und seither immer häufiger und stärker im Epizentrum London aufgezeichnet.
Bei dem Entwurf zur Staatsgalerie Stuttgart, von 1977 - 1983 errichtet, wurde in Anlehnung an den bestehenden Altbau eine Idee übernommen und auf bemerkenswerte Weise weiter entwickelt. Nämlich die Idee einer Tageslichtgalerie, die, mit sich selbst regulierenden Verschattungslamellen neu gedacht und vorbildlich umgesetzt wurde. Dieser lichte Bau, zusammen mit seinen verschiedensten Ausblicken auf Innenhof, der Terrasse und Rotunde, wurde zu seiner Eröffnung und in den Jahren danach zu einer Stil-Ikone moderner Architektur. Hiervon ist nicht mehr viel übrig geblieben.
Den heutigen Besucher begrüßt kein großzügiges und offenes Foyer mehr, geblieben ist nur Farbe des Bodenbelages, giftgrün, ansonsten sieht man sich einem Ramschladen und einem Besucherterminal gegenüber, die jeder Beschreibung spotten. Bei diesem Umbau hatte wohl nur ein Kaufmann das Sagen.
Beim Besuch der Ausstellungsräumen selbst fallen dem aufmerksamen Besucher, der Haus aus seinen Anfangszeiten her kennt, schmerzhaft auf, dass von einer Tageslichtgalerie eigentlich nicht mehr gesprochen werden kann. Sind doch die meisten Glastüren Zugestrichen oder gar verbaut, die Fenster zur Terrasse zugeklebt oder verhangen, gar nicht zu reden von den Oberlichtern. Nichts mehr von einem hellen offen und lichten Bauwerk! Nichts mehr zu spüren von der Verbindung von Innenraum zu Aussenraum, die Rotunde und die Terrasse gehören nicht mehr dazu. Zudem vermittelt der Rundgang nicht den Eindruck, dass man als Besucher erwünscht ist und eingeladen wird vor den Kunstwerken zu verweilen. Denn es gibt fast keine Sitzmöglichkeiten, es befällt einen den Eindruck schnellstmöglich durchgeschleust zu werden, um schnellstmöglich das Haus wieder verlassen zu können. Es gibt keine Cafeteria mehr, Sofas stehen deplaziert im Treppenhaus vor dem Aufzug.
Alles Anzeichen dafür, dass hier kein Sachverstand und Respekt vor dem Erbauer herrscht, weshalb sich den Verdacht erhärtet, es könnte tatsächlich Sir James Frazer Stirling sein, der sich wegen dieser Zustände in Stuttgart seither unruhig im Grabe wälzt.

M.Kersting, 19.02.2017 22:10
Dieser Artikel lässt staunen: Eine Redaktion, die für sich in Anspruch nimmt, »Wichtiges von Unwichtigem« unterscheiden zu können, echauffiert sich über die selbstverständliche Durchsetzung von notwendigen Regularien im Museumsalltag. Dass die Staatsgalerie mit ihrem gesamten Team dem Publikum in den jüngst vergangenen Jahren grandiose Ausstellungen geboten hat und ihren Bestand um exquisite Stücke bereichern konnte, die Institution also ihre Kernaufgaben glänzend erfüllt hat, gerät auf der Suche nach dem »Wichtigen« völlig aus dem Blick.
Statt dessen werden die einstmals angestammten Stühle zu einem gravierenden Problem stilisiert. »Journalisten, die ihr Handwerk gelernt haben« – als ein solcher möchte der Autor wahrgenommen werden –, wären gut beraten, nicht bereits im Titel eines veröffentlichten Textes mit einer Lüge aufzuwarten: Nicht das Setzen ist den Aufsichtführenden verboten, wie behauptet wird, sondern lediglich die allein ihnen vorbehaltenen Sitzgelegenheiten wurden verräumt. In dieser für die meisten Museen völlig außer Frage stehenden und zur Sicherung öffentlichen Eigentums bewährten Praxis die Auswüchse einer »Schreckensherrschaft« erkennen zu wollen, ist allerdings ebenso lächerlich wie die Verteidigung des Privilegs der Unpünktlichkeit für akademisch vorgebildete Mitarbeiter. Dem dazu zitierten Personalrat – ein Personalrat? der Personalrat? – scheint über dieses Lamento abhanden gekommen zu sein, dass ihm vom Gesetzgeber nicht nur das rechtliche Instrumentarium zur Verhinderung betrieblicher »Schreckensherrschaften« zur Verfügung gestellt wurde, sondern dass ihm eben dies auch durch die Wahl in eine solche privilegierte Funktion von den Mitarbeitern zur Pflicht gemacht ist.
Tatsächlich lässt auch die Diktion in dieser Angelegenheit ahnen, dass es gar nicht um Missstände geht, die in konstruktivem Umgang miteinander zu beseitigen wären. Umso mehr erscheint dem Leser das mit ebenso generöser wie unangenehmer Herablassung des Autors zugestandene Lob, die Direktorin der Staatsgalerie könne »durchaus kluge Sachen sagen«, als läppisch inszenierte Diffamierung. Mutmaßungen über die wahren Absichten eines solchen Kampagnenversuchs verbieten sich. Die Reaktionen der netznotorischen Anonymlinge allerdings lassen erahnen, dass man mit diesen Absichten eindeutig auch nicht konfrontiert werden möchte. Das Wichtige zu würdigen, nämlich die an der Staatsgalerie Stuttgart und von ihren Mitarbeitern geleistete Arbeit, wie es von der sachkundigen Presse auch getan worden ist, taugt allerdings nicht für den Klick-Klamauk. Allein ein Blick auf die im und für das Ensemble dieses Museums so präzise konzipierte Bacon-Ausstellung hätte zur wirklichen Qualität des Hauses aktuell allerbestens Auskunft zu geben vermocht.

Haelgie, 19.02.2017 20:47
Ich erinnere mich noch gut, wie Frau Lange 2013 in ihr Amt eingeführt wurde und auf der Pressekonferenz kichernd mitteilte, dass sie nun auch vom damaligen Staatssekretär Jürgen Walter die Handynummer hätte. Mehr blieb mir nicht in Erinnerung: keine Visionen, keine Ausstellungen im Gepäck. Die Schlemmerausstellung war schon in Vorbereitung, oder? In München waren die Ausstellungen alle eingekauft. Aus informierten Quellen aus der Münchner Kunstszene war zu hören: „Na dann mal viel Spaß mit ihr. Hier ist keiner traurig, dass sie geht.“ Aus anderen informierten Quellen hat man auch erfahren, dass sich so Kaliber wie Moritz Wullen (Direktor der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen Berlin) beworben haben. Aber offensichtlich ging man nach dem Peter-Prinzip vor.
Mich würde interessieren, warum das Ministerium an dieser „Kontinuität“ festhalten will? Die Besucherzahlen sinken, die Hängung ist unspektakulär, die Ausstellungen keine Publikumsmagnete mehr. Lang ist es her: Giacometti, Max Ernst, „Magie der Zahl“, Gauguin, Funny Cuts – die Besucher standen Schlange... Wo sind die kreativen Ausstellungkuratoren? Wo ist die zeitgenössische Kunst? Wie durch ein Wunder zeigt die Staatsgalerie „Manifesto“ von Julian Rosefeldt – eine Neuerwerbung der Freunde der Staatsgalerie. Zum Glück gibt es den Galerieverein. Doch landen viele dieser Geschenke im Depot. Oder wissen Sie, wo der „Ordnungshüter“ von Neo Rauch hängt? Die Betrachtung dieses Werkes wäre für alle Beteiligten ein gute Übung.
Und übrigens: Was sagt denn die neue Staatssekretärin dazu? Liebe Petra Olschowski, brechen Sie den Fluch des Peter-Prinzips. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

I. Gaehr, 19.02.2017 16:36
Es hat halt immer alles zwei Seiten. Hier zwei Beispiele: ich erinnere mich an eine Situation vor Längerem bei meinem Besuch der Monet Ausstellung, dort saß eine Aufsichtsperson auf ihrem Stuhl zwischen zwei hochkarätigen Leihgaben und war eingeschlafen, eine ungeheuerliche Situation. Wäre sie gestanden oder hätte sie sich bewegt, hätte sie aufpassen können. Bei der Sonderausstellung Giorgio De Chirico hatten sich zwei Aufsichtspersonen stehend laut miteinander unterhalten und hatten sich selbst genügt. Es könnten noch weitere Beispiele zugefügt werden.
Ich kann mir schon vorstellen, wie frustrierend es ist, überqualifiziert einen Job ausfüllen zu sollen, aber ich bin wie Herrn Rieker auch der Meinung, dass man die Aufgabe ausführen sollte, für die man eingestellt wurde. Man sollte diese Unzufriedenheit nicht auf Frau Dr. Lange und den Verwaltungsleiter projizieren. Ich finde unter der jetzigen Leitung hat sich manches erfreulich verändert, z.B. ist der Eingangsbereich im Stirlingsbau wieder attraktiv gemacht worden, wurde der Schlemmerraum angemessen gestaltet usw.
Ich freue mich, wenn ich Frau Dr.Lange durch die Räume gehen sehe wie früher Herrn Dr.v.Holst.

Joseph-Maria, 19.02.2017 16:12
Die Konsequenzen eines derart systematisch von einem so selbstherrlichen wie subalternen Vorstand ausgeübten Mobbings lassen natürlich die Institution als ganze nicht ungeschoren. Unter der Leitung eben dieses Vorstands - heutzutage ist es leider nicht selten, dass ein Vorstand gebildet ist aus einem nicht notwendigerweise fachlich gebildeten Geschäftsführer und einem Direktor, der an ein großes Haus berufen wurde, obgleich er die nötige Leitungserfahrung in Sachen Personalführung, Sammlungsverantwortung und Entwicklung wissenschaftlicher Forschungsprojekte gar nicht vorweisen konnte - unter solcher Leitung ist die Staatsgalerie in allerkürzester Zeit zu einem vergessenen Provinzmuseum verkommen. Heute gibt es dort ein Qualitätsmanagement, dem offenbar die ehemalige internationale Bedeutung bzw. die weltweit beachtete Qualität des Museums ein Dorn im Auge ist, zumal das zuständige Ministerium diese Auffassung teilt: Sonst setzte es nicht auf „Kontinuität“ dieser Misere, und sonst hätte es bei der Besetzung des Vorstands gewisse Maßstäbe angelegt.
Über das Niveau des sein Amt so gründlich missverstehenden und ihm so wenig gewachsenen Geschäftsführers macht übrigens dieser selbst eine klare Aussage, wenn er nämlich öffentlich kundtut, er habe vom vorigen Direktor einen „Saustall“ übernommen.

Oh. Schlemmer, 19.02.2017 16:06
Der kaufm. Geschäftsführer, der selbst in Halbhöhenlage des StaGa-Areals residiert, einen unbezahlbaren kostenlosen Ausblick auf die City genießt, scheint der Ansicht zu sein, das Paradies seines kleinen Reichs liegt in den Katakomben, in der Technikzentrale.
Ein Gewirr aus Lüftungs- und Heizungsrohren, Pumpen und Aggregaten, schlechte Luft, kein Tageslicht, keine Fenster. Offenbar hatte er Zeit während seiner Dienstzeit hier zu fotografieren, Dinge die nicht unbedingt in die StaGa gehören... warum hat er kein Selfie gemacht?
Was sagt es aus, eine Matratze, einen Barren zu fotografieren...
Vergessen zu erwähnen hat er den Kasten Bier, der auch gefunden wurde- allerdings waren nur zwei Flaschen leer- ein Synonym für die StaGa?

Wow, man spart bei den Aufsichten- angeblich zwei Euro die Stunde!
In der Regel werden Rentner rekrutiert deren einzige Qualifikation für diesen Job ist, dass sie lange stehen können, weil sie nach Sozialleistungen, Sonderangeboten und bei der „Tafel“ anstehen müssen um ihr karge Rente aufzubessern. Sie werden in schnieke Anzüge gesteckt und schon sind sie Fachpersonal einer Sicherheitsfirma.
Und das in einem sooo reichen Bundesland.
Würde Frau Lange acht Stunden in ihren Diensträumen stehen, (ihre rechte Hand könnte dann gern das Schreiben von Abmahnungen für zehn Minuten unterbrechen und als Sitzpausenvertretung zur Verfügung stehen...) wäre das Gleichbehandlung.

Wenn man sonst schon nichts auf die Beine stellen kann, dann zumindest die Aufsichten.

Der Haustechniker, auf den sie eigentlich stolz sein sollten, der die technischen Anlagen kennt und beherrscht wie kein Zweiter, konnte nach dem zweiten AG-Prozess das Viktory-Zeichen machen.
Aber die Schikanen gehen weiter.
Und wer zahlt die Prozesskosten? Die Kosten der Arbeitsunfähigkeit?
Durch unfähige Vorgesetzte, denen jegliche soziale Kompetenz fehlt, durch Mobbing, durch Abmahnungen, durch ungerechtfertigte Kündigungen, gehen der Volkswirtschaft jährlich Milliardenbeträge durch die Folgekosten verloren!
Und da wünscht sich die Ministerin Kontinuität?
„Setzen sechs, Frau Bauer!“ Und da sollten sie sich glücklich schätzen, noch eine Sitzgelegenheit zu haben.

Gertrud Klartext, 18.02.2017 19:33
Jeder Arbeitnehmer hat einen fest definierten Arbeitsbereich den er ausfüllen muss und für den er bezahlt wird. Man erwartet von einem Chef, oder Direktor,dass er sich darum kümmert ,dass die Angestellten ihre Arbeit entsprechend ausführen.
Dieses korrekte Verhalten zu kritisieren ist völlig ungerechtfertigt!
Im Gegenteil: ein Museum ordentlich und betriebswirtschaftlich effektiv zu führen ist ganz im Sinne von uns Steuerzahlen!
Die Neugestaltung und Veränderung der Staatsgalerie durch Christiane Lange ist ein riesiger Gewinn für Stuttgart und die Kunstwelt.

Isolde Vetter, 18.02.2017 18:44
!***Aufruf zur FALTHOCKER-Spende für die AufseherInnen***
Hiermit rufe ich uns Leser zur Spende für FALTHOCKER für die AufseherInnen auf! Es soll welche geben, die kaum größer als ein Taschenschirm in der Hülle und ganz leicht auf- und zuzuklappen sind (und dann in einem Winkel oder hinter der Fußleiste oder der Heizung oder ...im Hosenbein... zu verstecken sind).
??? Wer findet schnell ein solches Modell ???

Und bitte, liebe Kontext, legen Sie ein Spendenkonto an und veröffentlichen Sie die Nummer in der nächsten Nummer - - - - -
DAS WÄR 'NE NUMMER ! ! ! ! ! ! ! !

Aufreger, 17.02.2017 18:30
@Nach Mir das Lava-Inferno

Bei der Großen Klappe wünsche ich Ihnen mal stundenlang am Stück stehen, regungslos, mehrmals die Woche. Und das so lange bis AUCH SIE gesundheitliche Probleme davon bekommen. Und dann gleich mal das sonstige Mobbing dazu, Wegen PILLEPALLE ständig Abmahnungen - riesige Angst um die Existenz wenn man weiß dass man in dem Alter nicht eben was neues findet.

Und für Leute wie Sie, da sollte man am Besten jegliche Kultur in diesem Land auf BILDzeitung und Mainstream-Cineplex beschränken... da sieht man, was unsere Schulen bringen, wenn Leute mit Abitur solche Einstellungen haben ...

Schwabe, 17.02.2017 08:30
zu Huckleberry, 16.02.2017 14:19
tja, die (hausgemachten) Probleme kommen mit der verbetriebswirtschaftung öffentlicher Einrichtungen.
Diktiert von den politisch Hauptverantwortlichen (bürgerlich neoliberal), welche das Ganze auch gerne "...,man setze auf Kontinuität" nennen. Und mit dieser Aussage hat die Hauptverantwortliche Dienstherrin Theresia Bauer (Grüne) m.E. noch nicht einmal unrecht, denn auch ein unschön verlaufender Prozess besitzt Kontinuität solange man daran festhält, sprich solange er von oben diktiert wird (natürlich demokratisch legitimiert - auch wenn eine evtl. Mehrheit der Wähler solche Entscheidungen womöglich nie "gewählt" hätten).

Direkte Vorgesetzte die sich an betriebswirtschaftlichen Vorgaben (sparen), sachlich notwendigem und evtl. mangelnder Führungskompetenzen aufreiben und abarbeiten setzen diesem Ganzen die Krönung auf.

Und fertig ist das Gebräu aus unangemessenem sparen, Unfähigkeit und Desinteresse. So wirtschaftet man leise aber bestimmt öffentliche Einrichtungen herunter und damit nicht zuletzt öffentliches Leben bzw. eine gesunde Gesellschaftsordnung aus Sicht der hart arbeitenden Bevölkerungsmehrheit.

Und wie schon gesagt, diese Politik des Herunterwirtschaftens geschieht erstens bewusst und findet sich nicht nur in der Kunstszene wieder sondern auch in Schwimmbädern, Schulen, Kindergärten, öffentlichen Räumen (vermüllung), Bibliotheken, Verwaltungen, Behörden, etc., etc.!

Huckleberry, 16.02.2017 14:19
Der "Fettfleck an der Wand" stammt weder von Joseph Beuys noch von einem Hinterkopf einer Aufsicht, die auf einem Stuhl herumgelümmelt hat, noch befindet er sich an der Wand, sondern an einem Durchgang zwischen zwei Ausstellungsräumen. Dort STEHEN die Aufsichten oft, damit sie zwei Räume auf einmal im Blick haben, und lehnen sich mit ihrer schwarzen Kleidung auch manchmal an. Daher der Fleck.
Diese Flecken gibt es schon immer, denn auch schon zu Rainbirds Zeiten und zu den Zeiten von Herrn von Holst haben die Aufsichten keineswegs gemacht, was sie wollten, die allermeisten haben ihren Job gut und mit viel Freude gemacht!
GESESSEN wurde nur, wenn es die Situation erlaubte.
Etwas länger gesessen ist vielleicht mal jemand, der kurz vor der Rente stand und körperlich nach langjähriger Tätigkeit auf den Beinen in den zugigen Räumen am Ende war. Das stellte aber meiner Meinung nach kein sicherheitsrelevantes Problem dar, da die Jüngeren und Fitteren in dieser Zeit für ihn mitgeschaut haben.
So haben wir jahrelang Besucherströme in Ausstellungen bewältigt, von denen man heute nur noch träumen kann (von den Ausstellungen und den Besucherströmen), ohne das je etwas passiert ist.

Nach Mir das Lava-Inferno, 16.02.2017 12:23
Quatsch. Zumachen das Dingens. Shopping Mall und Cineplex rein, zwanzig Kameras an die Aussenfassade, fünfzig innen an die Decken, fertig! Die Region braucht mehr PsyOps - Verzeihung - Hollywood! Das ist mal echte Kunst und Kultur.
Die freiwerdenden Mittel direkt umdelegieren zur Panzer-Uschi für die künftige Atommacht. So löst man Pillepalle-probleme. Ach Gottchen, die sensiblen Künstler-Versteher dürfen nicht mehr auf Kissen sitzen bei der Arbeit. Pfft.
Euch Kontextlern würden ein paar mehr BWLer in der Redaktion auch gut tun. Überhaupt, das BWL Bashing reicht langsam. Wer hat denn bitte dafür gesorgt, daß es Deutschland besser geht als je zuvor? Und ohne Security-Firmen geht's nun mal nicht. Es kann gar nicht genug von denen geben. Wird auch höchste Zeit, daß die alle mal mit Tasern ausgestattet werden, usw. usf. ..

Ghostnotes, 16.02.2017 10:34
Man kann trefflich beobachten, wie ein einstmal renomiertes Museeum dank unfähiger Leitung in die drittklassigkeit absteigt. Mag der Wissenschaftsministerin Gender als Qualitätskriterium für die Direktions des Hauses genügen, in Verbindung mit einem kleinkarierter BWLer als kaufmännischer Direktor und der Leiterin der Verwaltung - ebenfalls BWLerin und mit dem kaufmännischen Direktor liiert - führen sie ein gnadenloses Regime, wobei damit wohl die zu Tage tretenden persönlichen Unfähigkeiten kompensiert werden sollen. Mit dem fristlosen Hinauswurf des technischen Leiters hat man versucht, sich der einzigen Person im Hause zu entledigen, der sich mit den komplexen technischen Anlagen der Gebäude auskennt! Bei dem Versuch ihn los zu werden - der technische Leiter ist zum Glück noch immer da - hat man durch alle Instanzen des Arbeitsrechts geklagt und ohne Sinn sehr viel Geld des Steuerzahlers verbrannt.
Das "Triumphirat des Schreckens" in der Staatsgalerie sollte abtreten und es sollte eine Hausspitze gefunden werden, die das notwendige Kunstverständnis und das erforderliche Fingerspitzengefühl und Empathie hat, die Staatsgalerie wieder zu dem zu machen, was sie einmal war die wichtige und gewichtige Institution in Sachen Kunst in Stuttgart und der Region.

halb-insider, 16.02.2017 08:02
Es mag ja sein das die StaGa mal ein Klub-Med war, aber da passierte wenigstens mal was.
Jetzt sind Stasi Methoden im Gange und es passiert nichts mehr.
Die Guten, die noch was geschafft haben, sind gegangen und gehen immer schneller weg.
Der fisch stinkt vom Kopf ab.. sagt man. Und so ist es: Minister, Chefin und Oberverwalter müssen sich da mal im Spiegel gucken.
Ich bin gespannt auf das Jahresergebnis 2016. Bis jetzt waren diese Jahresheftchen immer voller positiver Meldungen (die Präsentierte Zahlen waren stets größer, wenn auch nicht vergleichbar von Jahr zu Jahr). Mal sehen welche kreative Tricks diesmal eingefallen sind (da scheint was zu tun im Hause.. bei den Ausreden).
Bin auch gespannt auf die neue ISO Zertifizierungsrunde. Wenn wenigstens das mal richtig gemacht wäre, dann wusste jeder was er zu tun hat im dem Laden. Dann wären die Ausreden endlich passé. Aber traurig das ein Museum soweit gehen muss.

Jona Gold, 15.02.2017 14:35
ein Jammer. Eine derartige Führung ist in erfolgreichen und gut aufgestellten Unternehmen nicht mehr das, worauf gesetzt wird.
Unsäglich deppert.
Erinnert irgendwie daran, wenn Unternehmensberatungen Gärten in Krankenhäusern wegrationalisieren, weil die ja nur Geld kosten.
Der Künstler braucht eine Art kratives Chaos um zu schaffen. Die Ausstellungshallen sollten dieses Prinzip nicht mit Druck, Gewalt und Macht zerschlagen sondern vielleicht auf eine Art kultivieren.
Aber hey.. Die schranken im Schädel sind halt überall einfach phänomenal groß!
Shame on you, Rieker und Lange!

Philippe Ressing, 15.02.2017 13:14
Das was hier am Beispiel Staatsgalerie beschrieben wird, ist weder ein Einzelfall, noch neu. Ich hatte 2007 bis 2009 das 'Vergnügen' im Landesmuseum als Aufsicht zu arbeiten. Damals gab es bereits eine Anordnung, das man nicht Sitzen durfte - und so achteten wir immer darauf, einen 'toten Winkel' zu finden, um sich auf einen der wenigen Stühle zu setzen oder an eine Fensterbank zu lehnen. Und wehe die Museumschefin erwischte einen dabei. Obwohl halbtags war man am Ende seiner Schicht ziemlich alle: Knie, Beine und Füße taten unsäglich weh. Und so mancher Besucher meinte, hier seine schlechte Kinderstube präsentieren zu dürfen...
Seit dieser Zeit habe ich hohen Respekt vor den Verkäuferinnen in den Kaufhäusern und den Museums-Aufsichten. Der Job als Aufsicht im Museum war damals gerade für Ältere eine der wenigen Möglichkeiten, eine Arbeit mit anständiger Bezahlung zu bekommen. VIele hatten einst bessere Zeiten gesehen, in meiner Schicht arbeiteten etwa eine Architektin und eine Ingenieurin, die keinen besseren Job mehr bekamen. Wenige Jahre später ging das Landesmuesum dazu über, neben ein paar festen Mitarbeitern Sicherheitsfirmen mit der Aufsicht zu beauftragen. Die Folge: die Leute bekamen deutlich weniger Lohn und es gab eine unerhörte Fluktuation. Das Museum profitierte davon, meldete sich jemand krank, musste ja der Sicherheitsdienst für Ersatz sorgen. Für die besseren Herrschaften aus der Leitungsetage waren wir wohl so was wie eine Herde dressierter Schimpansen - nicht 'Satisfaktionsfähig' - manchem hätte ich gerne mal meine Universitätsdiplome um die Ohren gehauen... Museum - außen Hui innen pfui, aber wen interessiert das schon...

Schwabe, 15.02.2017 10:26
"Die Oberverantwortung liegt beim Wissenschaftsministerium, das auch für die Kunst zuständig ist. Dienstherrin Theresia Bauer (Grüne) lässt auf Anfrage wissen, man habe sich für Frau Lange entschieden, man setze auf Kontinuität."
Sachbefreites festhalten (auch eine Art von Kontinuität) an nicht funktionierendem (zumindest aus manchen Perspektiven) ist ein Markenzeichen bürgerlicher CDU/SPD/GRÜNEN/FDP/AfD-Politik (siehe S 21).
Die Gründe liegen m.E. darin, dass sich die Politik (hier in Person von Theresia Bauer) zu wenig mit der Materie/den Umständen beschäftigt und stattdessen dem jeweils zu verantwortenden Bereich ein (sachbefreites) betriebswirtschaftliches Korsett überstülpen bzw. diesem blind fröhnen - oft das Ergebnis von externen Unternehmensberatern die von Politikern wie Götter betrachtet werden (die in öffentlichen Strukturen m.E. jedoch nichts zu suchen haben, zumindest kritisch zu betrachten sind).

Diese betriebswirtschaftlichen Strukturen passen in ein bürgerlich neoliberales Konzept, jedoch nur selten in ein funktionierendes Konzept im öffentlichen Verwaltungsbereich. Und dies lässt sich an der Kunstszene besonders gut ablesen. Aber auch an Schwimmbädern, Schulen, Kindergärten, Behörden, Verwaltungen, usw.!

Verantwortliche in der Politik (Volksvertreter) verstehen sich oft selbst als Bosse großer Unternehmen (wie falsch und anmaßend das ist bedarf m.E. einer extra Diskussion) dabei handelt es sich aber nicht um Unternehmen sondern i.d.R. um Verwaltungen. Und während diese sich in ihrer "Chefrolle" sulen, reicht deren Horizont nicht mal soweit angemessene Schritte einzuleiten bzw. anzustoßen. da braucht es ein medium wie Kontext die naheliegendes formuliert " Wie wär's eigentlich mit einem Coach?"

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 312 / Die unheiligen Apostel / CharlotteRath, 27.03.2017 09:08
@Kornelia: „Und gibt es eigentlich Statistiken wieviel Volkseigentum in den letzten 20Jahren von hinten durchs Auge in Privateigentum gewaschen wurde?“ Ein aktuelles Beispiel: In dieser Woche will die Große Koalition das Gesetz...

Ausgabe 312 / Lautes Schweigen / Barolo, 26.03.2017 17:19
@Schwabe, warum "Klaus-Dieter Fritsche 2013 aufgrund seiner Verdienste bei der Pannenserie im NSU-Skandal"? NSU war doch keine Pannenserie, hat doch bis heute perfekt funktioniert ;-) Das den Bürgern präsentierte Bild von massenhaften...

Ausgabe 311 / "Sie haben übrigens Verwandte in Israel" / Monika Reckert, 26.03.2017 16:14
Seit fast 10 Jahren besuche ich mit Schulklassen der Horber Berufsschule im Fach Religion die wechselnden Ausstellungen im Museum jüdischer Betsaal, die jüdischen Friedhöfe in Rexingen und Mühlen, auch Stolpersteinspaziergänge...

Ausgabe 312 / Reiche auf der Flucht / Schwabe, 26.03.2017 11:34
Mir klingt das nach "Reichtum trifft (Haupt)Steuerzahler" - und rümpft die Nase.

Ausgabe 312 / Lipps Liste / Schwabe, 26.03.2017 10:30
Ob nun ein Lothar Letsche Ziegler der sich verkämpft hat (solche Beamte gibt es auch heute noch) oder ein Hans-Ulrich Sckerl der Versprechen einfach aussitzt oder ein Winfried Kretschmann als Hansguckindieluft - alles sind...

Ausgabe 312 / Lautes Schweigen / Schwabe, 26.03.2017 10:09
NSU vs. NSA wie sich die Dinge ähneln! Zuerst sind die Verantwortlichen "entsetzt", "schockiert" gar (auch) "Opfer". Wenn die Öffentlichkeit das nicht mehr glaubt war es ne Panne die in mehreren Akten inszeniert/aufgeführt wird bis...

Ausgabe 312 / Kritik und Klausur / era, 26.03.2017 08:47
Ich finde es erstaunlich, wenn man aufgefordert wird, "den Mut zu haben" seine Meinung öffentlich zu vertreten. Herr Koppold hat nur einige Basics zu den betreffenden Akteuren in den Artikel geschrieben, die absolut notwendig sind, um ein...

Ausgabe 312 / Afrika kommt / Bernd Engelking, 25.03.2017 16:13
Die beste Entwicklungshilfe ist die die nicht notwendig ist. Hören wir doch erst mal auf, durch unsere Handelspolitik mit den subventionierten Billigprodukten und den EPA-Knebelabkommen die Wirtschaften dieser Länder zu...

Ausgabe 311 / Blut und Hoden / brigitte gegner, 25.03.2017 14:43
ich bin froh über diese interessante, differenzierte und überzeugende darstellung. dank an rupert koppold, dass er seinen journalistischen auftrag so ernst nimmt.

Ausgabe 312 / Ächzen im Maschinenraum / Hertle, 25.03.2017 09:25
Der Artikel ist gut. Frage: warum kein Hinweis auf das Buch: "Das Ende der Megamaschine - Geschichte einer scheiternden Zivilisation"? Nicht alle wohn im Raum Stuttgart und können die Transformationstagung vom 24. bis 26. besuchen -...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!