KONTEXT Extra:
Versprochen, gebrochen!

Was kommt da eigentlich noch?, fragt sich die designierte SPD-Landesvorsitzende und mit ihr die politisch interessierte Öffentlichkeit im Land. Vor vier Wochen waren die ersten Nebenabreden öffentlich geworden, die Grüne und CDU nicht in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hatten (Kontext berichtete). Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste in einer Landtagsdebatte alle Register ziehen, um deren Notwendigkeit mehr schlecht als recht gerade auch vor den Regierungsfraktionen und der eigenen Klientel zu rechtfertigen. Ungenutzt ließ er die Chance, reinen Tisch zu machen, alles zu offenbaren, was er mit CDU-Landeschef Thomas Strobl ausbaldowert hat. Die Aufregung wäre groß gewesen - und doch deutlich kleiner als der Ärger, den sich die beiden jetzt eingehandelt haben. Drei Tage, sagt der Regierungschef gern, lägen zwischen "Hosianna" und "Kreuziget ihn!", was schon immer zweideutig war, weil er damit die Verantwortung für einen Niedergang auch dem Publikum zuschreibt. Jetzt tragen Kretschmann und Strobl diese ganz allein. Der Grüne allerdings deutlich schwerer als der Schwarze, weil er - siehe Persönlichkeitswerte - sehr vielen Menschen als Inbegriff der Redlichkeit galt. Mit seiner "Politik des Gehörtwerdens" war ein Transparenzversprechen verbunden, und das hat er höchstpersönlich gleich mehrfach gebrochen.


AfD kann nicht rechnen

Zu ihrer 100-Tage-Bilanz im Landtag legen die Abgeordneten der AfD-Fraktion, also jene, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit nicht gefolgt sind, eine arg geschönte Bilanz ihrer Arbeit vor. "Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir bereits 37 Anfragen gestellt, über die wir künftig berichten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Das übertrifft die SPD-Fraktion bei weitem, die gerade einmal 14 Anfragen eingereicht hat, oder auch die FDP, die beide aufgrund ihrer Parlamentshistorie mit einer deutlich größeren Mannschaft im Hintergrund agieren."

Wahr ist, dass die Fraktionsgröße die Zahl der Beschäftigten bestimmt und vor allem, dass die AfD-Fraktion seit der Abspaltung der "Alternative für Baden-Württemberg" (ABW) acht Kleine Anfragen gestellt hat und die ABW seit ihrer Gründung Anfang Juli neun. Davor hatte es die noch geeinte AfD auf 34 Kleine Anfragen gebracht. SPD und FDP kommen aber auf jeweils über 70 Initiativen in ihren ersten 100 Tagen, darunter Kleine Anfragen, Große Anfragen, Anträge und Gesetzentwürfe. "Nachdem die AfD bis zur Stunde mit ihren ungeheuerlichen Mätzchen dem Parlament und seiner demokratischen Kultur nur Schaden zugefügt hat, kommt sie nun mit einer vor lauter Selbstbeweihräucherung triefenden 100-Tage-Bilanz daher, die aber noch nicht mal korrekte Rechenkünste vorweisen kann", reagiert Martin Mendler, der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, scharf. Der SPD würden fälschlicherweise lediglich 14 Anfragen zugeordnet, wohingegen es laut Parlamentsdokumentation des Landtags von Mai bis August in der 16. Legislaturperiode mehr als fünf Mal so viele seien.


Mit Wolfgang Dietrich naht die Rettung

Die Rettung rückt immer näher: Jetzt hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Fußballvereins VfB den früheren S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich offiziell zum Präsidenten-Kandidaten erhoben. Gewählt wird er am 9. Oktober, so sich nicht irgendwelche Ultras zu einem Block zusammen rotten. Nicht so ganz schlüssig sind sich die beiden Fusionsblätter vor Ort, ob sie den 68-jährigen Streithansel gut oder schlecht finden sollen. Zum einen sei Dietrich ein "gewiefter Geschäftsmann", gar ein "Universalstratege", zum anderen ein "Polarisierer" und eine "Reizfigur", meinen die StZN, und sprechen von der "Altlast S 21". Sie mögen sich von den Parkschützern Mut zur Meinung machen lassen. Wenn das Neckarstadion unter die Erde gelegt werde, schreiben sie, könne man "oben Luxuswohnungen und Einkaufstempel" bauen.


Brigitte Lösch im Visier der AfD

Die beiden AfD-Gruppierungen im baden-württembergischen Landtag wollen ihre Spaltung nutzen, um mit einem Untersuchungsausschuss unter anderem gegen die frühere grüne Landtagsvizepräsidentin und Stuttgarter Abgeordnete Brigitte Lösch vorzugehen. Hintergrund ist ihr Engagement gegen die Bildungsplangegner der "Demo für alle" und für das Bündnis "No Pegida Stuttgart".

Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung sollen auch die Ereignisse vom vergangenen Oktober sein, als Künstler und Beschäftigte aus Protest gegen die "Demo für alle" ein Banner mit der Aufschrift "Vielfalt" vom Dach des Großen Hauses der Württembergischen Staatstheater entrollten (Kontext berichtete). Die beiden AfD-Fraktionen verlangen Auskunft darüber "wieso das Opernhaus Stuttgart durch Gegendemonstranten besetzt werden konnte". Grundsätzlich will die "Alternative für Deutschland", die mit ihren zur Zeit zwei Fraktionen allein einen Untersuchungsausschuss beantragen kann, dem "Linksextremismus in Baden-Württemberg" nachgehen und einer möglichen Nähe zu "der gewesenen oder derzeitigen Landesregierung, Parteien, der Verwaltung, der Behörden oder dem Landtag".

Die vier demokratischen Fraktionen sehen darin einem Missbrauch der parlamentarischen Möglichkeiten. Bereits ins Auge gefasst ist eine Überprüfung des Vorgehens der Rechtsnationalisten durch den baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof. Nach geltendem Recht kann ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden, wenn mindestens zwei Fraktionen oder ein Viertel aller Abgeordneten dafür sind. Er ist allerdings nur zulässig zu Sachverhalten, "deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegt" und wenn sie geeignet sind, "dem Landtag Grundlagen für eine Beschlussfassung im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeiten zu vermitteln".

Drei vom Landtag bestellte Gutachter sahen Ende Juli auf Basis der geltenden Geschäftsordnung keinen Weg, der AfD die Bildung zweier Fraktionen zu verwehren. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warnte schon damals, die "Alternative für Deutschland" könnte ihren doppelten Fraktionsstatus missbrauchen. Jetzt sieht er sich bestätigt: Die AfD nutze ihre Spaltung, "um sich Vorteile zu erschleichen".

Die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Christina Baum, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit um Wolfgang Gedeon nicht in die neue Fraktion gefolgt ist, bewertet das gemeinsame Vorgehen als "positives Signal für alle bürgerlichen Schichten im Land". Beide Fraktionen verhehlen auch nicht, dass der jetzt vorgelegte Antrag eine "Vorbereitung der Wiedervereinigung" (Baum) ist. Nach dieser, die für den Herbst und im Zuge einer gerade gestarteten Mediation von beiden Seiten in Aussicht gestellt wurde, könnte der Untersuchungsausschuss aber nicht mehr durchgesetzt werden.


Bahn muss Stuttgarts Bahnhof nicht offiziell stilllegen

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 09.08.2016 die Klage der Stuttgarter Netz AG als unzulässig abgewiesen. Mit der Klage wollte die Gesellschaft privater Eisenbahnunternehmen verhindern, dass die Deutsche Bahn nach der Fertigstellung des unterirdischen Durchgangsbahnhofs Stuttgart 21 das bestehende Gleisvorfeld des oberirdischen Stuttgarter Kopfbahnhofes abbaut, bevor hierfür ein Stilllegungsverfahren nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) durchgeführt wurde. Nach Auffassung des Gerichts handelt es sich bei dem "Umbau des Bahnknotens Stuttgart/Stuttgart 21" um ein ausschließlich planfeststellungspflichtiges Änderungsvorhaben nach dem AEG, für das ein zusätzliches Stilllegungsverfahren nicht erforderlich ist. Zugleich stellte das Gericht aber auch fest, dass der Rückbau des Gleisvorfeldes ohne vorherige Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens rechtlich unzulässig sei. Da die Stuttgarter Netz AG in diesem Planfeststellungsverfahren ihre Interessen noch geltend machen und gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen könne. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat das Gericht die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim sowie die Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen.


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Kultur, wohin das Auge in Stuttgart auch blickt. Aber reicht das für den Titel der Kulturhauptstadt? Fotos: Joachim E. Röttgers

Kultur, wohin das Auge in Stuttgart auch blickt. Aber reicht das für den Titel der Kulturhauptstadt? Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 200
Kultur

Kulturhauptstadt in Feinstaub

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 28.01.2015
Soll sich Stuttgart um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 bewerben? Die Stadt bietet von Hoch- bis Subkultur eine enorme künstlerische Bandbreite, hat aber auch massive Probleme wie fehlende Nachhaltigkeit und kurzsichtige Stadtplanung. Unser Autor meint: Es gibt noch viel zu tun.

Es sei die "Chance auf einen ganz großen Wurf", ist sich Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec sicher. Zum Jahreswechsel ließ der Vorsitzende der Kulturregion Stuttgart wissen: Langsam wäre es an der Zeit, sich zu bewerben. Seit 2001 wird der Titel Kulturhauptstadt Europas jeweils an Städte aus zwei Ländern vergeben, die im Turnus vorab festgelegt werden: eines in Ost-, eines in Westeuropa. Deutschland ist 2025 das nächste Mal an der Reihe. Bis in vier Jahren müsste die Bewerbung erfolgen.

Werner Spec hat hierzu hehre Ziele formuliert: Über obligatorische Kulturveranstaltungen hinaus möchte er "nachhaltige Konzepte zur Mobilität" entwickeln, zur "Energiewende und zur Generalfrage, wie wir künftig leben wollen". Jürgen Sauer, Sprecher der CDU im Kulturausschuss des Stuttgarter Gemeinderats, stellt sich eine Schlossgartenphilharmonie vor. Das klingt zumindest ambitioniert. Die Stuttgarter Grünen hatten schon im Juli 2011 Oliver Scheytt zu einer Diskussion ins Theaterhaus eingeladen, den Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, die das Ruhrgebiet überaus erfolgreich zur europäischen Kulturhauptstadt gemacht hatte. Grünen-Stadtrat Andreas Winter zeigt sich nach wie vor angetan von der Idee. Nur der grüne OB Fritz Kuhn reagiert bislang zurückhaltend. Er scheint wenig erfreut, dass sein Ludwigsburger Amtskollege vorprescht.

Aber worum geht es eigentlich? Um ein neues Konzerthaus? Um nachhaltige Mobilität?

Mehr als nur Shopping: Das Projekt Fluxus in der Calwer Passage wurde Anfang des Monats bis Ende 2015 verlängert.
Mehr als nur Shopping: Das Projekt Fluxus in der Calwer Passage wurde Anfang des Monats bis Ende 2015 verlängert.

Bisher war das Ziel des Wettbewerbs, die kulturelle Vielfalt der Europäischen Union sichtbar zu machen und zu stärken. Im März 2014 hat der Europäische Rat die Kriterien für die Jahre 2020 bis 2033 neu formuliert. Über die ursprüngliche Zielsetzung hinaus soll auch der interkulturelle Dialog und ein "Gefühl der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Kulturraum" gefördert werden.

Gefordert wird eine "Erweiterung des Zugangs zur Kultur sowie der Teilhabe an der Kultur" ebenso wie die "Einbindung der örtlichen Bevölkerung und Zivilgesellschaft bei den Bewerbungsvorbereitungen und der Durchführung". Eine langfristige Strategie, wie die Kultur über das Veranstaltungsjahr hinaus gestärkt werden kann, soll erkennbar sein. Dresden und die Metropolregion Nürnberg haben bereits ihren Hut in den Ring geworfen. Mannheim arbeitet an einer Bewerbung. Was haben Stuttgart und seine Region zu bieten?

Nachhaltigkeit sieht anders aus

Eine ganze Menge, nicht nur ein gut besuchtes Theater, ein mehrfach prämiertes Opernhaus und ein international gerühmtes Ballett. Das 2001 gegründete Literaturhaus bietet ein exzellentes Programm, was sich in einer regen Publikumsbeteiligung bemerkbar macht. Die Akademie Schloss Solitude ist das größte Stipendiatenhaus Europas, das Künstlerhaus findet weltweit Beachtung. Neben der Staatsgalerie und dem Kunstmuseum in Stuttgart gibt es unter anderem in Böblingen, Sindelfingen, Heilbronn, Bietigheim-Bissingen, Backnang, Waiblingen, Esslingen und Reutlingen städtische Galerien und Museen, die allesamt hervorragende Arbeit leisten, aber vergleichsweise wenig Beachtung finden.

Wie sich dies ändern ließe, hat 2010 das Festival Zukunftsmusik gezeigt: Unter Federführung des Stuttgarter Veranstalters "Musik der Jahrhunderte" wurden von Leonberg bis Schwäbisch Gmünd, von Backnang bis Göppingen unter anderem ein Wasserspeicher, eine alte Fabrik, ein Gartenschaugelände, der Hohenstaufen und ganze Städte bespielt, unter Beteiligung ihrer Bewohner, von Migranten, Kindern und Jugendlichen, Behinderten. Fortsetzung fehlt. Das Projekt, Teil des bundesweiten Netzwerks "Neue Musik", gefördert von der Bundeskulturstiftung, lief 2011 mit dessen Förderung aus. Ähnlich erging es bereits 2005 dem "Forum Neues Musiktheater" im Cannstatter Römerkastell: Nur mit einer "Anschubfinanzierung" der Landesstiftung ausgestattet, musste das Programm trotz weltweiter Resonanz eingestellt werden. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Das Hegelhaus in der Eberhardstraße.
Das Hegelhaus in der Eberhardstraße.

Stuttgart ist in mancher Hinsicht vorbildlich: Dank der hervorragenden Arbeit des Forums der Kulturen, des Dachverbands der Migrantenvereine, mit dem jährlichen Sommerfest auf dem Marktplatz, aber auch des Instituts für Auslandsbeziehungen und vieler anderer Akteure funktionieren die viel beschworene Inklusion und der Kulturaustausch. Kulturschaffende haben mit der "Art Parade", einer Demonstration gegen geplante Kürzungen im Herbst 2009, ein Signal gesetzt. Ein zweijähriger Kulturdialog war die Folge, aus dem die Kultur gestärkt hervorging. Dass sich der Gemeinderat 2012 nicht an die Zusage halten wollte, das zweite Jahr des Dialogs zu finanzieren: geschenkt. Die im Abschlussdokument genannten Ziele könnten direkt als Vorlage für eine Kulturhauptstadt-Bewerbung dienen. Darin ist etwa von kultureller Bildung, Diversität, aber auch vom Selbstverständnis der städtischen Kulturpolitik die Rede.

Dennoch: Kann sich eine Stadt, eine Landeshauptstadt zumal, Kulturhauptstadt nennen, die eines ihrer Wahrzeichen, den Hauptbahnhof, ein eingetragenes Kulturdenkmal besonderer Bedeutung, zu großen Teilen abreißt, wo es doch explizit auch um nachhaltige Mobilität gehen soll? Und was, wenn 2025 mitten im Zentrum der Stadt noch immer ein großes Loch klafft, weil der Tiefbahnhof nicht wie geplant fertig wird? Derzeit nimmt außerdem der Autoverkehr in der Landeshauptstadt immer weiter zu, Stuttgart bleibt europäische Feinstaubhauptstadt, und die S-Bahnen und Regionalzüge kommen häufig zu spät. Ein paar Elektroautos sind da allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein Gesamtkonzept fehlt völlig.

Blankes Entsetzen bei Stadtplanern

Auch die Antwort auf die Frage, "wie wir künftig leben wollen", die Ludwigsburgs OB Spec so vollmundig in den Ring wirft, bleibt spannend. Denn was in den letzten zwei Jahrzehnten im Talkessel geschehen ist, ruft bei Stadtplanern und auswärtigen Gästen blankes Entsetzen hervor. Baukultur sieht anders aus, wie immer man sie definiert. "Mir fehlt eine ordnende Idee", hat der weltbekannte Bauingenieur Werner Sobek, Gründer der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, schon vor Jahren zur Stuttgarter Stadtplanung bemerkt und kürzlich erneut einen Zukunftsentwurf angemahnt. Emissionsfreiheit, soziale Mischung, Kindgerechtigkeit und Automobilfreiheit wären für ihn lohnende Ziele. Stuttgart verfüge wie kaum eine Stadt über entsprechendes Wissen und Können, mache davon aber viel zu wenig Gebrauch.

Auch auf dem engeren Gebiet der "schönen Künste" wären noch viele Aufgaben abzuarbeiten. Warum überlässt die Stadt eines ihrer herausragenden Baudenkmale, die Villa Berg, einem privaten Investor, obwohl sich sowohl die Fachhochschule als auch eine mustergültige Initiative für die Restauration der Villa einsetzen? Seit 2008 fehlt in Stuttgart ein Kommunales Kino. Seit einem missglückten Versuch der Kulturbürgermeisterin, das zu ändern, hat sich nichts mehr getan, allem Bürgerengagement zum Trotz. Künstlerateliers und Räume für Subkultur fehlen der Stadt. Ein Pluspunkt sind da nur die achtzig Künstler der Wagenhalle, die sich derzeit allerdings in einer prekären und ungeklärten Situation befinden.

Der Kunstboulevard an den Wagenhallen im Stuttgarter Norden.
Der Kunstboulevard an den Wagenhallen im Stuttgarter Norden.

Es fehlt in all diesen Fällen die Entschlossenheit und die Bereitschaft, zu investieren. Noch immer sind Stadt und Land allzu schnell bereit, der klingenden Münze der Investoren den Vortritt zu lassen statt eigene Vorstellungen zu entwickeln. Dabei wird, Offenheit gegenüber anderen Kulturen hin oder her, der ärmere Teil der Bevölkerung zunehmend aus der Stadt gedrängt, darunter auch viele Migranten. Viele Stuttgarter sind bereits überschuldet, einige Hundert verlieren jedes Jahr ihre Wohnung. Auch im ökonomischen und sozialen Sinne sieht Nachhaltigkeit anders aus.

All dies ist tausendmal gesagt worden, doch ein Umdenken ist nicht erkennbar. Dabei wäre es genau das, was eine Kulturhauptstadt-Jury beeindrucken könnte. Dass eine wohlhabende Stadt wie Stuttgart an ihrer Oper nicht spart, reicht nicht. Honoriert wird, wenn eine Stadt oder Region eine Zukunftsperspektive entwickelt. Wie die im vergangenen Jahr zur Kulturhauptstadt 2019 gewählte süditalienische Stadt Matera: In der Nachkriegszeit zur nationalen Schande erklärt, zählt die Stadt bereits seit 1992 zum Weltkulturerbe und konnte sich nun unter anderem gegen Siena, Ravenna sowie Perugia und Assisi durchsetzen. Während anderswo der Tourismus stagniert, hat Matera durch die Bewerbung Auftrieb erhalten. Die ganze Stadt brach bei der Bekanntgabe in Jubel aus. Oder wie 2010 der Ruhrpott, die prototypische Kohleregion, die sich als Kulturhauptstadt eine neue Perspektive zu geben versuchte. Dass die Erwartungen hoch gesteckt und letztlich nicht zu erfüllen waren, ändert nichts daran: Der Versuch hatte Signalwirkung.

Wenn sich Stuttgart ernsthaft Chancen ausrechnen will, müsste eine solche Perspektive in der Bewerbung erkennbar sein. Zum Beispiel das Thema der Nachhaltigkeit, städtebaulich ebenso wie im sozialen Sinne. Null-Energie-Häuser nicht nur für Wohlhabende zu bauen, sondern die ökonomisch Schwächeren in der Stadt zu halten und dabei dem Flächenverbrauch Einhalt zu gebieten. Wenn der Ausverkauf der Grundstücke an Investoren und die Verdrängung der sozial Schwachen aufhört, könnten auch Baukultur und Inklusion auf eine neue Grundlage gestellt werden. Dafür würde sich lohnen zu kämpfen. Dafür würde sich sicher ein großer Rückhalt in der Bevölkerung finden. Unabhängig davon, ob Stuttgart Kulturhauptstadt wird oder nicht.


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Kommentare

FernDerHeimat, 30.01.2015 06:18
Für die Stuttgarter Politik zählt seit Jahrzehnten nur die "Wirtschaftsnähe".

Kultur hingegen gilt dort nur als wertlose Position in der Bilanz, im Normalfall aber Streichposten, den man höchstens einmal zu Wahlkampfzeiten auf der Liste abarbeitet. Weil es immer noch bürgerliche Kreise gibt, die ihre Lebensqualität daran definieren.

Echte Kultur findet in Stuttgart nur noch Nischen und am Rande des Getöses der Stadtmitte statt.

Schwabe, 29.01.2015 10:34
mueller = Jupp und viele andere

Barbara Bosch, 29.01.2015 10:20
Endlich, endlich findet das Thema "Fehlendes Kommunales Kino" auch mal in Kontext eine (kleine) Erwähnung. An was liegt es nur, dass bislang alle Initiativen scheiterten? Fehlen außergewöhnliche Filme, die nicht von vornherein ein breites Publikum ansprechen, tatsächlich in Stuttgart niemandem? Fahren die Interessierten nach Karslruhe oder Freiburg? ...

mueller, 29.01.2015 07:43
@nina Picasso
Ich gebe zu, dass ich manchmal zu Schubladen denken neige. Was wohl an dieser unpersönlichen Kommunikationsform liegt.
Ich habe den Flyer gelesen und freue mich, wenn hier an Lösungen für die Herausforderungen einer modernen Großstadt gearbeitet wird. Die Themen sind ja nicht Stittgart-spezifisch, sondern auf jede Großstadt übertragbar.
Kann man auch kurzfristig teilnehmen?
Ich denke dieser Veranstaltung würde so mancher Gegenpol guttun.

Die wichtigste Frage hierbei ist auch über die größte städtebauliche Chance der letzten hundert Jahre gesprochen wird: die freiwerdenden Flächen. Schließlich bietet S21 viele Antworten auf die Workshopthemen wie z.B. die Wohnungsknappheit.

Ich sehe das leider auf keinem Agendapunkt.

Wenn hier S21 ausgeklammert wird oder man noch über K21- Gespinste redet bleibe ich fern.
Das wäre ja eine Veranstaltungen ohne Bezug zur Realität.

Folgendes Zitat: "...Die gebaute Geschichte dieser Stadt verschwindet immer mehr, wie sich
dies besonders am Projekt Stuttgart 21 zuspitzt..."
Sehe ich als die Umkehr der Tatsachen.
Die Entfernung des Gleisfeldes stellt die Geschichte wieder her. Es ist ja nicht so, dass Gott uns diesen Gigant aus Schotter, Stahl und Beton ins einstmals schöne Stuttgarter Tal gelegt hat.
Es war die Industrialisierung.
Stellt euch mal vor eure Veranstaltung würde im frühen 19. Jahrhundert stattfinden.
Wieviele von euch wären für die Zerstörung des Tals?

Nochmals die wichtigsten Fragen:
a) ist S21 von zentralem Inhalt
b) kann man ohne Voranmeldung teilnehmen?

Ulrich Frank, 28.01.2015 22:11
Rathauschef (mit Fragezeichen) Fritz Kuhn dürfte wohl auch deshalb auf den Bewerbungsvorschlag "zurückhaltend" reagieren weil er sich nämlich, im Falle einer von ihm in Initiativfunktion mitgetragenen Bewerbung, endlich einmal ernsthaft mit den Kollateralschäden vor allem von Stuttgart 21, aber auch der der restlichen katastrophalen Baugeschichte der letzten Jahre auseinandersetzen müßte.

Anstatt das zu tun was er sonst vor allem tut: Reden zu Festivitäten zu halten und dann einfach einmal "weg" zu sein. Oder Luftschlösser wie Bürgerbeteiligungen zum Rosensteinviertel in die Welt zu setzen - bei dem finanzielle Verwertungsinteressen plötzlich weit außen vor bleiben dürfen.

Bezeichnend ist, was den sich auf seiner (Wahlkampf-)Agenda befindlichen Hauptpunkt: den Kampf gegen den Feinstaub betrifft, daß in seinen Verlautbarungen Stuttgart 21 als Quelle von Umweltverschmutzung und auch Feinstaub überhaupt nicht vorkommt - zumindest in der jüngst vom swr übertragenen Stellungnahme in welchem er ca. 24 Quellen von Feinstaub bemühte - auch die offenen Kamine der mittleren Höhenlagen mußten herhalten und das Umland. Die schweren Mulden-LKW die auf und neben der Rosensteinstrasse, zu Lasten der Anwohner, meterhohe Staubwolken hinter sich herziehen liegen außerhalb des Kuhnschen bzw. Grünen stockbürgerlich-festgezurrten Horizonts.

Noch abgesehen vom andauernden Netto-Verlust an Vegetation in und um die Stadt - da ist keinerlei (!) grüne Handschrift erkennbar. Der Neubau der Ballettschule wie auch eine "Schloßgartenphilharmonie" - sofern dort wieder im Interesse der CDU Beton fließen soll - knüpfen da nur ungeniert an ans Miserable.

Hinsichtlich Eindämmung des Autoverkehrs hat man bei den Grünen die Flinte sowieso kampflos ins Korn geworfen, in praktisch jeder Hinsicht. "Politisch nichts zu machen". Da schiebt man alles weiter mehr oder weniger vor sich her, die EU-Strafen werden dann ja von der Allgemeinheit bezahlt. - Immerhin gab's auch folgerichtig 100.000 EUR von der Metallbranche. Die Autobranche wird nicht in die Pflicht genommen. Aus der kniefälligen Kretschmann-Phalanx schert niemand aus.

Der Verzicht auf die Bewerbung brächte dem Grünen Fritz Kuhn vor allem auch eines: er müßte nicht noch mehr lügen ("kritische Begleitung"), nicht noch mehr falsche Hoffnungen wecken, die Bürger und Bürgerinnen betrügen. Das hat er bis jetzt schon genug getan.

Nina Picasso, 28.01.2015 21:39
@ mueller
vielleicht haben Sie es vor lauter Seitenhiebeverteilen noch gar nicht mitgekriegt. Diese fürchterlichen Nörgler finden Sie am Freitag abend und Samstag den ganzen Tag auf einem Städtebausymposium, veranstaltet u.a. von den Architekten für K21:

Vielleicht finden Sie neben dem ständigseitenhiebverteilen auch Zeit und gehen dort hin. Sie werden feststellen-lauter nette engagierte Leute mit Blick auf die Zukunft-eben weil die Stuttgarter Gemeinderäte (CDU, FDP SPD..) in alten Zeiten und leider auch in der heutigen Zeit aus ihrem ständig rückwärtsgewandtem technokratischen Investitionsbauen mit ein bisschen Pseudo-Begleitgrün nicht herauskommen-da ist das "Motzen" absolut berechtigt.
Sie nehmen den Bürgern die lebendigen Plätze weg. Immer alles schön begradigen-selbst die Bäume sind "geradlinig" und ja keine lauschigen Hecken mehr-Beton und "Architektenpetersilie". Das Auge soll nur noch auf die Konsumtempel gerichtet werden. Bloß nichts mehr entdecken dürfen-Nichts darf ablenken. Die Seele geht weiter "baden" und als Ausgleich soll der Konsumrausch von der weiteren Seelenlosigkeit ablenken. Viel zu viel Geld geht ständig für Mist raus-was könnte man mit den jährlich 650 000 (!) Euro tolles für die SubKultur tun, wenn die Stadt endlich auf Wunsch vieler Bürger, das Geld für die S21-Werbung streichen würde. Wie viele nette ehrenamtliche Vereine, Initiativen bräuchten nur ca. 2000-10000 Euro-sie gingen leer aus-Stadt muss ja "sparen"-für S21 ist alles da! Darüber sollten Sie nachdenken. Bis jetzt ging über eine Milliarde (!) Euro für S21 flöten! Das Geld fehlt Stuttgart. Sie blockiert sich selber dauerhaft. Und leider haben die "technokratisch Handelnden " auch viel von der bestehenden Subkultur vertrieben-eben durch diese Investitionsbauten und Stuttgart 21. Dazu die Gentrifizierung!

Der Artikel beschreibt die Zustände sehr gut! Eine gute soziale Durchmischung der Menschen ist für eine Stadt essentiell -aber es werden gerade die weniger gut betuchten Menschen dauerhaft rausgedrängt. Nehmen sie das Eisenbahnerviertel. Die Wohnungen gingen an Patrizia. Jetzt wird schon der erste Bewohner rausgeklagt., weil er sich die Miete nicht mehr leisten kann. Die Stadt verkauft ihre eigenen Bürger-Bürger die jahrzehntelang die Stadt mitgetragen haben-sie lebendig gemacht haben. Nachhaltig sieht anders aus.
Ein kleines Schmankerl: Wenn ein Technikbürgermeister die Heilbronnerstraße als "Boulevard" sieht, braucht man sich nicht weiter wundern:-)

https://www.youtube.com/watch?v=cjCEhIkqFYk

Vielleicht wird sich das irgendwann mal ändern-sehr viel Hoffnung ist momentan nicht da, aber wer weiß...
Vielleicht gibt es gute Anreize beim Symposium.
Sie dürfen gerne teilnehmen @mueller. Am Freitagabend geht es, wie schon beschrieben los. siehe:
http://www.bei-abriss-aufstand.de/wp-content/uploads/Flyer_Staedtebausymposium_Jan15.pdf

mueller, 28.01.2015 19:15
@thomas w.
Sie beziehen sich wohl auf meine Kommentare der letzten Ausgabe.
Dort habe ich seitenweise die STÄDTISCHEN Qualitäten aus meiner subjektiven Sichtweise beschrieben. Und ebenso auch aufgezeigt, dass Stuttgart auch STÄDTEBAULICH und in der STADTPLANUNG so manches richtig gemacht hat.
Als Beispiel nannte ich unter anderem das Tieferlegen der alten Strampe in den Untergrund oder das Verlegen der Messe. Beide schaffte Raum für den Menschen und Erholungsmöglichkeiten wo vorher nur Stau und Lärm herrschte.
Und auch wenn nicht alles richtig gemacht wurde ist meinem Mitforisten kein einziger Ort eingefallen wo es in den 60ern in Stuggi schöner war als heute. Aber dennoch wird verklärt über die schönen alten Zeiten gesprochen und wie ein Rohrspatz über die schlimme Gegenwart geschumpfen.
Vielleicht fällt Ihnen etwas aus der wunderschönen alten Zeit ein. Bin ja gespannt.
Klar, ich hätte gerne weniger Verkehr in der Stadt. Eine Lösung hierfür wäre ein geschlossener Autobahnring welcher den Durchgangsverkehr aus der Stadt verbannen würde.
Und ich hätte gerne das Vorkriegsrathaus. Haben leider welche kaputt gemacht.
Dann hätte ich gerne einen größeren Park und vielleicht noch ein paar große Plätze mitten in der City. Aber das bekommen wir ja bald.

Und ja, ich vertrete vehement die Meinung, dass man die Welt nicht durch schimpfen, sondern durch Taten verbessert.
Ich begrüße es außerordentlich, dass Herr Kuhn aktiv die
STADTPLANUNG vorantreibt in dem er nicht über das böse S21 schimpft sondern zum Dialog über die freiwerdenden Flächen aufruft.
Aber dafür bekommt er von den K21er richtig eine auf die Mütze. Was meine These bestätigt, dass es vielen nicht um die Zukunft sondern um das Schimpfen über längst vergangene Entscheidungen geht. Wenn es kein S21 gäbe müsste halt der Nachbar oder das Wetter herhalten.
Und ich würde mich sehr freuen, wenn wir Stuttgarter aller Couleur uns für eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt aussprechen. Wegen mir per Bürgerentscheid.
Ich bin mir sicher, dass in unserem Städtle noch viel Potential steckt. Eine solche Bewerbung könnte da vieles voranbringen.

So genug geschrieben.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Stuttgart?
Wo sollte was geändert werden?
Wie sollen die freiwerdenden Flächen gibt gestaltet werden?
Wie bekommen wir den Verkehr in den Griff?
Uawg...

Fairnetzer, 28.01.2015 16:25
Stuttgart kann nur Kulurhauptstadt werden, wenn es sich vom
desaströsen Bauprojekt S21 verabschiedet und ganz unerwartet
noch Vorbild für vernünftige ( in jeder Hinsicht nachhaltige)
Stadtplanung wird ! ...Mit einem renovierten Kopfbahnhof - eingebunden in eine ökologische, wirtschaftliche und bürgerfreundliche Verkehrsplanung - und mit zukunftsträchtiger Klimapolitik, mit einem dezentralen erneuerbaren Energiekonzept, das auch private und genossenschaftliche Projekte einbindet und fördert und auch zum Wohl des Kleinverdieners und der Stadtkasse sinnvoll vernetzt....
Da dies nur durch eine ganz andere Bürgerbeteiligung , ein ganz anderes Demokratieverständnis zustande kommen kann als wir es nach wie vor von den "Macht-und Finanz-Zirkeln" hier kennen, wäre dieses Wunder einer zurück in die Hände
verantwortungsbewußter Bürger entwickelte "Stadt - für- alle -
Modell" das beste Beispiel für eine wahre Kulturstadt der Zukunft ... ..Wie schaffen wir dieses Wunder ??

thomas w., 28.01.2015 14:22
"mueller", Sie haben ein unnachahmliches Talent, nur das zu sehen, was Ihnen in den Kram paßt, und daraus ihre konservative Wohlfühl- und Kuschelpropaganda zu spinnen. Heißenbüttels fundierte Bestandsaufnahme der durchaus vorhandenen STÄDTISCHEN Qualitäten Stuttgarts gefällt Ihnen natürlich, seine nicht nur in diesem Artikel nicht minder fundierte Kritik an den STÄDTEBAULICHEN Defiziten und dem vollkommenen Fehlen einer zukunftsorientierten STADTPLANUNG fürs "Städtle" blenden Sie dagegen vollkommen aus (normalerweise schreibe ich meine Texte nicht einmal so teilweise in Großbuchstaben, aber Sie kriegen sonst wieder alles durcheinander).

Genausowenig können Sie sich anscheinend die ständigen Seitenhiebe auf die "Miesmacher, Nörgler und Griesgrame" verkneifen. Unsubstantiierte Denunziation berechtigter Kritik ist aber kein Argument, auch wenn Sie das gerne so hätten. Und selbst wenn die Kritik unberechtigt oder überzogen ist, muß man ihr das nachweisen.

Doch Argumente oder gar Gegenargumente sind bei Ihnen Fehlanzeige. Ein paar sehr subjektive Eindrücke aus einer anscheinend materiell sorgenfreien Perspektive und penetrant paternalistische Appelle an ein diffuses, undefiniert bleibendes "Wir" und doch bitte "nach vorne zu blicken", zu mehr bringen Sie es nicht. Wer bei diesem konservativ angehauchten Ringelpiez nicht kritiklos mit anfassen möchte, sondern anfängt, Fragen über Sinn und Zweck und vor allem Ziel des Ganzen zu stellen, wird dann ganz automatisch wieder in die Kategorie "MNG" eingeordnet. Catch 22.

So kann man natürlich auch ohne ein einziges echtes Argument erfolgreich einer Diskussion aus dem Weg gehen. Warum muß ich jetzt nur gerade wieder an S21 denken?

mueller, 28.01.2015 08:00
Prima Artikel. Wäre schön, wenn durch solch eine Bewerbung mal wieder alle im Städtle an einem Strang ziehen. Wäre schön, wenn man wieder mal nach vorne schauen würde. Viele, gerade von der Kontextleserschaft, verbringen ein Leben im Rückspiegel. Es geht nur darum Entscheidungen zu kritisieren, die mal vor zig Jahren gefallen sind.
Man sieht doch im Ruhrgebiet welche Chancen ein solches Projekt bietet.
Es wird aber in Stuttgart nie mehr so sein wie z.B. in Matera :
"...hat Matera durch die Bewerbung Auftrieb erhalten. Die ganze Stadt brach bei der Bekanntgabe in Jubel aus. "
Schade eigentlich

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Es gibt auch viel Gutes in der Idee von Europa und grundsätzlich verhält es sich ebenso wie etwa die BRD zu den Bundesländern. Gemeinsamkeiten gibt es ebenso, etwa den Willen zum Frieden und der Wille die Weltgeschicke mitzubestimmen....

Ausgabe 282 / Sioux auf dem Kriegspfad / Theresa, 24.08.2016 20:30
Mein Respekt vor diesem verantwortungsbewussten Signal. Bewundernswert!

Ausgabe 282 / Utopisten-Stau in Ravensburg / Sofie Selig, 24.08.2016 14:27
Das Gefälle zwischen Arm und Reich steigt in Deutschland zunehmend. Wie wäre es, wenn wir mehr teilen würden, sowohl Arbeit, Zeit und auch Geld? Denn was am Ende eines jeden Menschseins bleibt, ist doch die innere Zufriedenheit des...

Ausgabe 282 / Burka! Jetzt! / Manfred Fröhlich, 24.08.2016 14:17
Weil ohne „Wettern“ gar nichts geht, habe ich das Buch entdeckt, worum es wirklich geht. Worum geht es? Die "politische Justiz“ gefährdet ja nicht nur die „Politische Justiz in unserem Land“, sondern um die Demokratie in...

Ausgabe 282 / Utopisten-Stau in Ravensburg / Stefan Weinert, 24.08.2016 14:11
Sehr guter Artikel. Jede größere Stadt sollte sich über Soziale Utopien Gedanken machen. Wenn du den Mount Everest bezwingen willst, dann peile den Mond an. Die Soziale Utopie ist der gedankliche Quantensprung dessen, was dann...

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